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Mitarbeiter währen  Urabstimmung auf MAN-Werksgelände

MAN Steyr: Wie geht es weiter?

Die Belegschaft von MAN Steyr in Oberösterreich hat sich mehrheitlich gegen die Übernahme durch Investor Siegfried Wolf ausgesprochen. Welche Rolle spielt das Ergebnis für die Zukunft des Werkes? Ist die Übernahme nun vom Tisch? Welcher Eigentümer könnte dem Werk das Überleben sichern und den Standort retten? Wie geht es weiter?

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2775 Beiträge

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Jeder wartet ...

mviertler, 21.04. 16:38

Wolf, dass jemand nachbessert,
MAN, dass die Politik einen Schritt macht
die Betriebsräte, dass die Standortgarantie bindend wird
Da ist die Frage des ORF nicht so verkehrt: Wie geht es weiter?

Antworten

sage, 21.04. 17:31

Wichtig ist dass sofort die Produktion heruntergefahren eird. Waere doch gelacht wenn VW die Mitarbeiter nicht erpressen koennte. Kurz sagt eh er will die Belegschaft nicht verteidigen damit der Eigentuemer sein Spiel durchziehen kann

michaelg10007, 21.04. 19:53

Die Politik hat in dieser Thematik keinen Platz....nur die alten Sozialisten wollen wieder einen Einstieg der öffentlichen Hand...außer Geld könnte die ÖBAG nichts beitragen....gut dass der Staat nicht wieder Unternehmer spielen möchte....das ist immer schief gegangen und hat immer einige Politgünstlinge hochgeschwemmt....

tiefflieger, 21.04. 20:11

Hoffentlich bessert Wolf keinen Cent nach.......!!

gorgi2305, 21.04. 20:13

Alles klar michaelg, nur türkise und grüne Posten in staatsnahen oder extra neu gegründeten Unternehmen sind OK, sonst soll sich die Politik heraus halten. Na ja für 35% oder mehr passt das.

michaelg10007, 21.04. 20:32

Die Vermengung von Politik und Wirtschaft ist das Ende der Demokratie und wirklich gefährlich....die Folgen sieht man weltweit...ich bin ein echter Gegner davon...egal ob Bund oder Gemeinde Wien....immer dieselben Spiele....nur die Farben ändern sich....

sage, 21.04. 21:19

@michaelg
sehe ich auch so aber bei MAN ist es umgekehrt. Dort ist irgendeine Politik involviert und daher haelt sich kurz so demonstrativ heraus.

reservebuddha, 21.04. 23:00

"Die Vermengung von Politik und Wirtschaft ist das Ende der Demokratie und wirklich gefährlich"

Das halte ich für Quatsch. Wie kommst du auf sowas? Jahrzehntelang hat es bei uns staatliche Unternehmen gegeben. Der Kardinalfehler ist gewesen, dass man Politikern den unkontrollierten Zugriff auf diese ermöglicht hat. Diese Unsitte ist in den 80ern beseitigt worden, und die dann immer noch staatlichen Unternehmen haben sich seitdem eigentlich gut entwickelt. Staatseigentum an sich ist weder demokratiegefährdend noch bedenklich. Korruption ist es, und zwar völlig egal, ob im staatlichen, halbstaatlichen oder privaten Unternehmensbereich.

reservebuddha, 21.04. 23:06

"gut dass der Staat nicht wieder Unternehmer spielen möchte....das ist immer schief gegangen und hat immer einige Politgünstlinge hochgeschwemmt...."

Eigentlich nicht. Die sanierten Staatsbetriebe vor deren Veräusserungen in den 90ern haben im Gegenteil Geld in die Staatskasse geschwemmt. Wollte man aber nicht. Warum auch immer.

Spannend, für

michi58, 21.04. 14:28

die Hackler, und
für uns.

Antworten

Anscheinend ist alles besser als die Übernahme von Wolf!

geoffey, 21.04. 10:13

Ich hoffe, dass sich die Herren (Arbeitnehmer) nicht verzettelt haben bei Ihrem NEIN.

Was ich eigentlich gerne wüsste welche Verträge die haben und welches Lohnniveau die bei MAN haben.

Wenn man 10.000,00 € ausschlägt und eine eventuelle Gewinnbeteiligung sowie bei einer guten Auslastung wieder mehr Arbeitsplätze dann müssen die ja ordentlich verdient haben.

Auch befremdlich für mich das man im Umfeld auch noch ca. 8.000 andere Arbeitsplätze in den Sand setzt.

Ich hoffe nur, dass sich nicht der Staat einkauft - also wir um den Herren Ihren Lebensstandard zu erhalten. Viele haben in dieser Zeit auch Einbußen hinzunehmen.

Antworten

geja1806, 21.04. 10:24

welches Unternehmen zahlt üppige Löhne ohne Leistung?
vermutlich haben sich die "üppigen" Löhne einige Arbeitnehmer redlich verdient und die demensprechente Leistung und Qualifikation erbracht

phoebe07, 21.04. 10:50

nicht ganz richtig: in der Chefetage werden üppige Einkommen manchmal auch ohne Leistung gezahlt.

geoffey, 21.04. 11:50

Warum kann man dann dies nicht in Erfahrung bringen welche Lohnvorstellungen man hat?

Immerhin sind ja die angegebene 15% Gehaltsminderung eine Katastrophe obwohl man 10.000,00 € bekommt!

Dies 15% Gehaltsminderung haben sehr viele Österreicher auf Grund von Kurzarbeit schon länger als ein Jahr ohne das Sie darauf einwirken können.

geier, 21.04. 12:06

schon gehört, dass man auch etwa 1000 Kündigungen ausgesprochen hätte? Vielleicht war das ein Grund für dieses Abstimmungsergebnis? Angeblich wusste keiner, ob er unter die Gekündigten fallen wird oder nicht.

fredvomjupiter, 21.04. 12:12

Vollkommen richtig @geier - was nützen einem die Gewinnbeteiligung und das Handgeld, wenn dieser dann bei den Gekündigten dabei ist. Der müsste ja schön deppert sein, wenn er für das Angebot von Wolf stimmt. Abgesehen davon - da gibt es ja noch viel zu investieren, bis da mal Gewinn geschrieben wird, rinnt auch noch viel Wasser die Enns runter...

tiefflieger, 21.04. 12:21

"MAN forciert in Steyr frühere Schließung
MAN drückt bei der geplanten Schließung des Werks in Steyr (Oberösterreich) aufs Tempo: So ist aus Unternehmenskreisen zu hören, dass bereits im Mai stufenweise die Produktion zurückgefahren werden soll. Die Belegschaft wird offenbar noch heute über einige Eckpunkte informiert."
----------------------------
tja blöd gelaufen.....
da hilft nur mehr das Pfeiferl am Heldenplatz....
oder hätte man doch für Wolf Stimmen soolen... Fragen über Fragen.....

tiefflieger, 21.04. 12:22

....sollen....

geoffey, 21.04. 12:30

MAN drückt bei der geplanten Schließung des Werks in Steyr aufs Tempo

Tja feier, fredvomjupiter - dann ist es egal was die Abstimmung gebracht hat.

Da werden jetzt sicher mal die NEIN-Sager die ersten auf der Liste sein - ganz zufällig.

effenbeisser, 21.04. 12:37

fred - was wär wohl besser für viele alleinverdiener?? zumindest die CHANCE auf eine weitere anstellung zu haben oder fix arbeitslos zu sein.... wohl gemerkt in diesen zeiten!!?
also bei aller kritik und wir brauchen uns nicht darüber unterhalten, dass der wolf knallhart kalkuliert.... aber eine gewisse arroganz sehe ich da schon?! außer die komplette belegschaft übersiedelt zu einem alternativen arbeitgeber und arbeitet dort ohne lohneinbußen morgen schon weiter? dann kann man so hoch auf dem ross sitzen....

fredvomjupiter, 21.04. 13:10

@effi
Ich habe mit dir darüber schon zu Beginn der Debatte gesprochen - wenn 2/3 der Belegschaft so abgestimmt haben, dann muss es dafür mehr Gründe geben, als dass diese in der Arroganz oder etwa auch im BR zu suchen sind.
@geoffey
"Die Neinsager werden die ersten sein" - war die Abstimmung nicht geheim oder musste man öffentlich (wie schon einmal) beim großen JA oder kleinen NEIN ankreuzen?
Und wenn Wolf wirklich wollte, dann hätte er es mit den verbliebenen JA-Sagern machen können und den Rest halt noch anwerben, der Wert der Abstimmung ist doch všecko jedno...

effenbeisser, 21.04. 13:18

13:10 - nun gut... ich kann mir aber in der situation trotzdem keinen grund vorstellen, dass man eine arbeitslosigkeit ... aus der vermutlich viele nicht mehr rauskommen werden, freiwillig eingeht?!

fredvomjupiter, 21.04. 14:03

Ich denke mal, die gut Qualifizierten werden keine Probleme haben, einen neuen Job zu finden - beim dzt. Facharbeitermangel doch kein Problem - oder etwa nicht?
Und möglicherweise haben da schon einige etwas in Aussicht. Den Älteren wird wahrscheinlich eine Arbeitslosigkeit wurscht sein - da gibt es in Ö doch genug Möglichkeiten, ein angenehmes Leben (ohne Schulung, plötzliche Krankheit, etc.) bis zur Pension fristen zu dürfen - ist aber ein anderes Problem, nicht wahr?

effenbeisser, 21.04. 14:18

ich rede auch nicht von den gut qualifizierten und selbst die werden dann halt auch womöglich übersiedlungen in kauf nehmen müssen. aber dass das für die älteren auch in der form so ein "angenehmes leben" wird, wage ich zu bezweifeln...

mmmi, 21.04. 14:26

jeder Einzelne wird seine persönlichen Gründe gehabt haben, und muss mit seiner Entscheidung auch in Zukunft leben.

Ich hoffe nur das hier nicht schon wieder Steuergeld verteilt wird.

fredvomjupiter, 21.04. 14:28

Dem 55-jährigen wird man keine teure Umschulung mehr finanzieren - da wird doch nur mehr der Krimi "Vom Totschlagen der Zeit" gelesen...abgesehen davon, der hat im Prinzip eh schon alles, braucht nicht mehr so viel wie ein Junger und mit dem Arbeitslosengeld ( + ab und zu ein Pfuscherl) kommt er locker über die Runden.

fredvomjupiter, 21.04. 14:35

@mmmi
Wie oft ist die AUA schon mit Steuergeld gerettet worden?
Zuletzt mit 600 Mio € von der Bundesregierung gesponsort, dafür werden bis 2023 650 Mitarbeiter gekündigt - da schreit keiner?
Vorsicht Ironie: Pro gekündigtem MA 1 Mio € !

meierling, 21.04. 16:05

fredlvomjupiter,
rechnest du da den 300 Mio EUR Kredit mit, für den Garantien abgegeben wurden? Ein Kredit und ein "Sponsoring" sind wohl schon 2 Paar Schuhe, oder bekommst du Kredite auch "geschenkt"? Bei welcher Bank gibts sowas?

fredvomjupiter, 21.04. 16:43

Na gut @meierling - bleiben immerhin 300 Millionen geschenkt, macht 1/2 Million pro Gekündigtem. Genug Erbsen gezählt für heute...
P.S. Wo die in der Vgh. geschenkten Moneten hingekommen sind, müssen wir den Mario R. fragen.

Geht eh schon, BMW wird erweitern e-Mobilität,

michi58, 21.04. 10:09

Die werden die arbeitslosen MAN- Hackler (die qualifizierten,halt), dann, zu genehmen und verträglichen Konditionen wieder anstell‘n. Keine Debatten um Lohnsenkungen notwendig. Die Hacklerparkgebühr zahl‘n wir alle mit der Finanzierung des AMS.

Antworten

effenbeisser, 21.04. 12:41

https://www.elektroauto-news.net/elektroautos/bmw-baut-neue-elektrofahrzeug-montage-im-stammwerk-muenchen-auf
-----------
nur ist das dooferweise in münchen und nicht in steyr....

youonlyliveonce, 21.04. 13:31

in Steyr (und in den USA) konzentrieren sie die Verbrennerfertigung.
Also, entweder sie sehen noch Potential beim Verbrenner (z.B. mit e-fuels zu zivilen Preisen), geben sukzessive Zusatzaufträge im E-Bereich nach Steyr, oder....

meierling, 21.04. 14:19

man wird sehen, was BMW wirklich vor hat - insgesamt und in Steyr.

Aktuell sind sie, wie viele der "alten" Fahrzeughersteller wohl aber vielmehr damit beschäftigt genügend Speicherchips zu besorgen. Denke dass diese Thematik in den nächsten Monaten noch sehr interessant werden wird.

Es braucht technische Innovationen

xx1xx, 21.04. 08:00

und die kann Wolf nicht bieten. Daher neue Möglichkeiten suchen und keine Zeit verschwenden.

Antworten

youonlyliveonce, 21.04. 10:01

welche Innovationen? zähl auf..

xx1xx, 21.04. 10:25

Könnte ich. Aber nur als Vorstand. Kostenlos gibt es die nicht.

youonlyliveonce, 21.04. 10:55

Klar gibts das nicht kostenlos!
Ich verlange als Tagessatz eh nur 1500,- und sage Dir dafür, welche Innovationen es künftig braucht, wo MAN strategische Lücken hat und wie diese zu schließen wären

Wie geht es weiter

satiriker, 21.04. 06:26

ganz einfach;

die Werke Umbauen zu Stallungen und schon geht's weiter.

Vorteil vom Standort:
- gute Verkehrsanbindung zu Futtermittelherstellern, in Enns,
- tolle zentrale Lage mit super leistungsfähigen Lüftungsanlagen,
- Standortgarantie, weil China kauft ja gerne noch mehrere Jahre hinweg die Überproduktion von Fleisch, Milch, etc. auf,
- und wegen der Gerüche - na ja, "Schmier-Maxl" wird schon für irgend eine Lösung plädieren - entweder totpgraphische Argumente aus dem Ärmel zaubern oder neue 30m hohe "Raketen" zur Verdünnung der Abluft;

oder wäre das mal eine alternative?

Antworten

reservebuddha, 21.04. 06:43

Nein. Man findet das Stall-Personal viel billiger in Nigeria, Karaganda oder Papua-Neuguinea.

Tesla

bananarama, 20.04. 13:51

Die Zukunft gehört wohl Tesla & Co. (angesichts des Crashes mit Brand und zwei Todesopfern: Ironie off)
Zu Elon Musk: Hochmut kommt vor dem Fall.

Antworten

bananarama, 20.04. 13:57

Bin übrigens nicht gegen Elektroautos.
Nur sind diese Silicon Valley Typen mit ihren Bitcoin-Phantasien und ihren Steuervermeidungen äußerst fragwürdig.
Und wer braucht selbstfahrende Autos?

hahnemann, 20.04. 14:44

Komplexe wegen des wirklich erfolgreichen Projektes Tesla

lukas1212, 20.04. 14:54

Was soll daran erfolgreich sein? Tesla ist hochgradig defizitär und glänzt darüber hinaus mit fragwürdigen Arbeitsbedingungen und zweitklassigen (typisch amerikanischen) Fahrzeugen, sowohl technisch, qualitativ als auch sicherheitsmäßig.
Sobald ernsthafte Hersteller den Markt der E-Fahrzeuge besetzen, wird Tesla wieder verschwinden.
Aber Musk hat mit seinem Einsatz den Weg bereitet und gezeigt, wie E-Mobilität gehen könnte. Er hat die eingesessenen Hersteller aufgerüttelt und zur Innovation gezwungen, das muss man ihm zugestehen.

derwolf, 20.04. 15:28

Hätten wir nur einen Elon Musk in unserem Land und würden er nur in Steyr so "zweitklassigen (typisch amerikanischen) Fahrzeuge" wie Tesla erzeugen, die Arbeiter dort müssten sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen :-).

hahnemann, 20.04. 15:55

@lukas - woher nimmst Du Deine Infos - die stimmen ja hint und vorne nicht - die traditionellen Autoproduzenten sind meilenweit hinter Tesla
VW trickts ihre Anmeldezahlen, damit sie sich nicht total blamieren und das noch mit schwachen Margen

lukas1212, 20.04. 16:12

>hahnemann:
Dann informier dich bitte mal.

meierling, 20.04. 16:20

sorry, lukas, aber wohl solltest du dich informieren und nicht hahnemann.
Tesla hat seine Ergebnisse in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. 2020 positiv bilanziert.
Ein typisch amerikanisches Auto ist ein Pick-Up - 7 von 10 der meisstverkauften Fahrzeuge in den USA sind Pick-ups.
Tesla baut mit seinen Modellen also komplett UNtypisch US-amerikanische Autos...
Der Rest deiner Aussagen basieren auf reinen Vermutungen und entbehren jeder Grundlage (Telsa wird verschwinden,....etc.)

querdenker, 20.04. 16:21

@13:57
... wer braucht selbstfahrende Autos ?

Na ich z.B. würde es mir schon gerne auf dem Rücksitz bequem machen .... in der Mittelkonsole ein Kühlschrank mit ein oder zwei Flaschen Veltliner ....

Aber vielleicht keinen Tesla. Bei der Marke ist das selbstfahrende Auto scheinbar noch nicht ganz ausgereift.

Wann kommt das endlich ? Das selbstfahrende Auto von einem europäischen Hersteller.

meierling, 20.04. 16:24

querdenker, 20.04. 16:21

Wann kommt das endlich ? Das selbstfahrende Auto von einem europäischen Hersteller.
-----------------
Der technologische Vorsprung von Tesla bezieht sich nicht (nur) auf den E-Antrieb und die Batterietechnik, sondern vor allem auf das Thema "selbstfahrende Autos".
Hier ist meilenweit keine Konkurrenz in Sicht.

lukas1212, 20.04. 16:57

Da ich es lustig finde euch aufzuklären schauen wir uns die Zahlen an, bevorzugt aus 2019, da die Krise 2020 unrepräsentativ erscheinen lässt.
Umsatz: Tesla knapp 25 Mrd. Dollar -- VW 253 Mrd. Euro
Gewinn: Tesla -862 Mio. Dollar -- VW +19,3 Mrd. (!) Euro
Absatz Fahrzeuge: Tesla 370.000 -- VW knapp 11 Mio.

Die reinen Zahlen zeigen dass ihr nicht die geringste Ahnung habt. Tesla ist im Vergleich zu VW ein Furz.
Und woher ihr eure Fantasien habt, dass Tesla bei selbstfahrenden Autos Technologieführer wäre, wird dem Brancheninsider auch verborgen bleiben.
Aber hey, freut euch nur. Ist halt so ein Hype, wird auch vorbeigehen...
Wer sich ein 100k€ Auto leisten kann, mit dem man nur 400km fahren kann, der hat aber in der Tat allen Grund sich zu freuen, denn der hat im Leben vieles richtig gemacht.

lukas1212, 20.04. 17:00

>meierling:
"Typisch amerikanisch" bezog ich lediglich auf die Qualität des Produktes.

meierling, 20.04. 17:15

@lukas:
Tesla konnte 2020 seinen Umsatz trotz Krise auf 32 Mrd USD steigert....Gewinn 721 Mio USD.
Im übrigen hat Tesla die letzten 6 Quartale (wiederum trotz Krise) Gewinne geschrieben.
wieviele Jahre hat aber wohl Amazon, google und co Verluste eingefahren? speziell Amazon hat in seinen Anfängen enorm Investiiert und tiefrote Zahlen geschrieben....
Wo diese Unternehmen jetzt stehen, wissen wir....
woher deine Abneigung und Versuche der Tatsachenverdrehung (Tesla kostet 100k EUR und Reichweite 400km....) kommen, bleibt verborgen, aber egal...

coachman, 20.04. 18:52

@meierling
Trefflich erkannt.
Die USA sind halt bereit auch langfristig in eine Idee zu investieren auch wenn
' in seinen Anfängen enorm Investiiert und tiefrote Zahlen geschrieben....'
es zu Beginn nicht so rosig aussieht.
Bei uns, bevor es soweit kommt haben sich die Banken schon 3 mal 'ange......en' und den Laden zugedreht.

Und einem Herrn Wolf zeigt die Gewerkschaft gleich einmal den Herrn, 'wo sa ma denn, do kennt ja jeda kumma'

coachman, 20.04. 18:54

P.s.:
Bin kein Tesla Fan, beobachte nur besorgt, wie konsequent mit den blödesten Argumenten, Innovation und Unternehmergeist bei uns ansatzlos verhindert wird.

10er, 20.04. 18:59

lukas hast du dir den Börsenwert von Tesla angesehen? Tesla hat einen Börsenwert, wie VW und BMW zusammen. Komisch oder? Ich meine nur, irgendwie muss das Kapital doch mehr vertrauen zu Tesla haben.

10er, 20.04. 19:02

lukas, ich habe vergessen,dass Daimler Benz auch noch zu den Beiden dazu kommt

coachman, 20.04. 19:04

@10er
Und wen interessiert der Börsenwert?
Die Zocker. Es ist eindeutig zu viel Geld herum.
Ein Hasenpfurz auf den Weltmärkten und die Milliarden, die es nie gegeben hat, sind wieder pfutsch.
Wie sieht es mit den Substanzwerten aus?

meierling, 20.04. 19:14

den Börsenwert von Tesla sehe ich - persönliche Meinung - wie derzeit bei vielen Unternehmen auch als zu hoch an.
Ob die Profitabilität in den nächsten Jahren eintritt um eine vernünftige Bewertung zu sehen, wird sich zeigen.

10er, 20.04. 19:17

coachman, wenn ein Hasenfurz kommt, sind auch die deutschen Auto Aktien nicht mehr viel Wert, aber irgendwer kann dann billig Einkaufen. Tesla 620 Milliarden, VW 100 Milliarden

coachman, 20.04. 19:42

@10er
Ich wünsche Dir neidlos genug Cash in der Portokassa.
Habe vor 20 Jahren, noch vor der 'dot.com' Krise mein Depot aufgelöst. Wünsche Dir viel Erfolg und ein langes leben.

10er, 20.04. 19:58

coachman, ich habe keine einzige Aktie von irgendeinem Unternehmen. Ich bin für die Währung, die es schon immer gegeben und alles Papiergeld überlebt hat.

coachman, 20.04. 20:13

@10er
Ich glaube wir verstehen uns.
Ich spare mir das Schielen auf Aktienkurse und Börsenwerte und mir fehlt nichts.

reservebuddha, 21.04. 06:49

"Und einem Herrn Wolf zeigt die Gewerkschaft gleich einmal den Herrn, 'wo sa ma denn, do kennt ja jeda kumma'"

Den willst du ernsthaft mit Elon Musk vergleichen? *lol* Dann bauen sie bei MAN auch wiederverwendbare Weltraumraketen.

hahnemann, 21.04. 09:25

@lukas - du musstest schon auf 2019 zurückgehen, um schlechte Zahlen bei Tesla zu finden?
weiss Du, wie man Dynamik buchstabiert?

vergleiche mal Gewinn pro Auto im Jahr 2021 und erkundige Dich, warum Tesla bei selbst fahrenden Autos in den nächsten 10 Jahren nicht einzuholen ist - bleib ruhig bei Deinem VW - offensichtlich verdienst Du ihn

Egal wie man es dreht und wendet....

reminder, 20.04. 12:37

vorbehaltlich einer Prüfung der betrieblichen Parameter....

ein Unternehmen kann längerfristig nur Produkte erzeugen
und verkaufen, wenn Kosten und Erlöse passen.

Was der österr. Staat dort je "investierte" ist eine Sache der
Verträge und wenn diese Verträge nicht wasserdicht sind im
Sinne der AN und der Steuerzahler (!), dann dürfen die damals "tätigen" Politiker prüfen lassen, wofür sie ihre Gehälter beziehen....

Gutes Geld schlechtem Geld nochmals nachwerfen? Was dann,
wenn sich das Werk bzw. deren Produktion nicht rechnet ohne staatliche Subvention? Wie lange sponsern? 3, 5, 10 oder bis zum St. Nimmerleinstag?
Wie viele Firmen mit ähnlichen Problemen kommen dann nach?

Prof. Schneider (Volksökonom) äußerte seine Meinung zu den
Kosten vorn Corona. Eine Strukturreform (staatliche Kosten
auf den knallharten Prüfstand...) sieht er als unumgänglich.

Man darf ergänzen: auch für unsere Betriebe ist das nötig denn
die Abgabenlast hat Konsequenzen....
Betriebe siedeln ab und Konsumenten kaufen Konsumgüter
via (billigerem) Ausland....
Die NoVa Erhöhung für LKW und Zusteller wird keine Co2
Auswirkung haben, aber sie wird Alle belasten und man
reagiert eben mit Kompensationen! Siehe Trend im Web
Handel...!

Antworten

fredvomjupiter, 20.04. 13:14

Leider werden wir auf eine Strukturreform (siehe staatliche Kosten!) bis zum St. Nimmerleinstag warten - mit all seinen Konsequenzen.

lukas1212, 20.04. 14:58

"auf eine Strukturreform (siehe staatliche Kosten!) bis zum St. Nimmerleinstag warten"
Das befürchte ich auch. Und das ist der große Klumpen am Bein unserer Wirtschaft...

reservebuddha, 21.04. 06:41

"ein Unternehmen kann längerfristig nur Produkte erzeugen
und verkaufen, wenn Kosten und Erlöse passen."

"Wenn Profite und Dividenden passen" wäre in dem Fall die bessere, realitätsnähere Formulierung.

wir habens den Deutschen geschenkt

großauer, 20.04. 11:18

jetzt wird abmontiert was brauchbar ist (wie bei Semperit, AUA usw.) der Rest wird gut verschachert und gut is

Antworten

coachman, 20.04. 11:30

@großauer
Ja!
Und warum wurde das verschenkt?
Leider haben damals bei den Entscheidern die 'Eier' gefehlt in diesen Betrieben auch gegen den Betriebsrat und die wohlerworbenen Rechte ordentlich durchzugreifen und selbst zukunftsorientierte Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen für den Weltmarkt zu produzieren.
Da hat man es lieber dem Ausland umgehängt, da brauchte sich niemand bei uns mit den Problemen herumschlagen.
Also keine 'Eier' und feig noch dazu.

derwolf, 20.04. 11:46

@ coachmann

Richtig. Und dass Betriebe aus einem kleinen Land wie Österreich mit den richtigen Produkten und dem richtigen Management am Weltmarkt sehr erfolgreich sein können, beweisen unter anderem die von Steyr nicht weit entfernt liegenden Firmen Palfinger und Rosenbauer.

Das schließen des MAN Werks

sodenkeich, 20.04. 03:31

bringt auf lange Sicht mehr als das weiter führen.
Davon bin ich überzeugt.
Dort arbeiten eine Menge Menschen die viel Potential haben, und die vielen KMU die immer entstehen wenn wo grosse Betriebe schließen, die schaffen weit bessere Arbeitsplätze als die großen Betriebe.
Das Problem denke ich liegt bei vielen anderen in der arbeitenden Bevölkerung, den die Betriebe in der Umgebung können in einen Pool von motivierten Menschen greifen, und daher werden die nicht motivierte entlassen, und neue einstellen.

Antworten

pfeifer, 20.04. 08:06

..."Dort arbeiten eine Menge Menschen die viel Potential haben" - da gibt es einen großen Teil an angelernten Schraubern (Maurer, Bäcker, Fleischhacker, etc.), die den ganzen Tag irgendwelche Teile anschrauben und aus Erfahrung weiß man, dass die KMUs an "Ex-Steyrwerklern" wenig Interesse haben wegen zu wenig Einsatz und überzogener Lohnvorstellungen, aber es wird wieder einen Sozial, oder Entsorgungsplan geben, mit dem die Leute wieder mit 50 Jahren in die Pension geschickt werden und vorher natürlich noch großzügig vom Betrieb mit eine überdurchschnittlichen Abfertigung ausgestattet (VW wird das gerne bezahlen, damit man das Problem los wird) und der Steuerzahler zahlt den Rest (könnte da ein schönes Beispiel von der Sparkasse bringen)!

reservebuddha, 20.04. 08:45

"und die vielen KMU die immer entstehen wenn wo grosse Betriebe schließen, "

Schön wärs. In Wirklichkeit ist es umgekehrt: Ein Rattenschwanz an Zuliefer-KMUs geht ein.

"und aus Erfahrung weiß man, dass die KMUs an "Ex-Steyrwerklern" wenig Interesse haben wegen zu wenig Einsatz und überzogener Lohnvorstellungen"

Ohne vorherige Gespräche? Kann es sein, dass da ein Vorurteil wiedergekäut wird?

"und der Steuerzahler zahlt den Rest (könnte da ein schönes Beispiel von der Sparkasse bringen)!"

Ja, sollte eigentlich gänzlich VW zahlen.

fredvomjupiter, 20.04. 08:58

"... (könnte da ein schönes Beispiel von der Sparkasse bringen)!"
Und immer allzeit bereit, zu denunzieren - da war doch schon in seinem letzten Beitrag so etwas wie "...könnte Namen nennen..."

richter, 20.04. 10:15

Bin kein Verstaatlichungsfan, aber wozu haben wir die ÖBAG mit dem tollen Herrn Schmid? Die könnten doch zumindest Anteile von MAN übernehmen, eventuell gemeinsam mit "Sigi" Wolf.
Dann den Betrieb wieder auf Vordermann bringen und verkaufen.
Problem ist bei all diesen Betrieben allerdings die Macht der Betriebsräte, die Verhandlungen oft nur deshalb scheitern lassen, weil sie nicht in alle Detailverhandlungen eingebunden waren und auf "wohlerworbenen Rechten" bestehen.
Wolf hat das erkannt, darum auch gleich gesagt, dass er nicht nachbessern wird, denn wenn der Betrieb erst sperrt und dann neu aufgebaut wird, bekommen sowieso alle einen neuen Vertrag, der dann uU halt schlechter ist und Wolf muss sich nicht mit Klagen der Betriebsräte herumschlagen.
Ist keine schöne Situation, aber das ist leider die Realität, wenn man gegen Indien, China und die Slowakei antreten möchte/muss.

pfeifer, 20.04. 10:18

...08:58,
...und wieder ein so konstruktiver Beitrag vom userfred :--)))

derwolf, 20.04. 11:07

Arbeiten im MAN Werk tüchtige Menschen, werden sie über kurz oder lang Jobs in der Region finden. Es ist sehr gut möglich, dass andere Unternehmen die Betriebsstätten oder Teile davon übernehmen, um dort unter Nutzung des freien Arbeitskräftepotential völlig neue Produktionen zu starten. Für die KMU wird es ebenfalls wieder neue Aufträge geben, wenn sie tüchtig genug sind. Für diese Entwicklung spricht allein das prognostizierte Wirtschaftswachstum. Wären die "Steyrwerkler", wie hier vermutet, tatsächlich so schlechte Arbeitskräfte ohne Chance auf neue Beschäftigung, dann verlieren sie ihre Arbeit ohnehin zu Recht. Unser soziales Netz verhindert in diesem Fall, dass sie in völlige Armut abrutschen. Auf keinen Fall ist es Aufgabe eines Produktionsunternehmens und schon gar nicht Aufgabe der ÖBAG, einen Betrieb, der in seiner derzeitigen Form offensichtlich nicht profitabel zu führen ist bzw. nicht mehr marktgerecht arbeiten kann, künstlich am Leben zu halten.

fredvomjupiter, 20.04. 11:49

@pfeifer
Wenn du Mist schreibt, wirst von mir halt Kritik ernten - dein Beitrag passt übrigens zum heutigen Datum...
Deine Hasstiraden gegen alles Soziales kannst dir daher in Zukunft sparen - es gibt aber eh einschlägige Internetforen, wo du deinen Schmarren absondern kannst.

pfeifer, 20.04. 12:35

...11:49,
..."Mist und Hasstiraden" - würde mich interessieren welchem Text Du das entnimmst, oder ist das nur der übliche Schimpfreflex, mangels Fakten? :--)))

derwolf, 20.04. 12:48

@ fred

Das überzogenen sozialen Forderungen vielleicht etwas kritisch gegenüberstehende Posting von Pfeifer mit dem heutigen Datum (ich nehme an, du meinst Hitlers Geburtstag) in Verbindung zu bringen, ist schon mehr als intelligenzbefreit, um das hoffentlich den Foren-Regeln entsprechend höflich zu formulieren.

fredvomjupiter, 20.04. 13:10

@derwolf
Seine, seit diese Debatte besteht, immer wiederkehrenden "könnte ich Beispiele bringen bzw. Namen nennen" erinneren eben das unselige Denunziantentum von damals (und das mit "Insiderwissen" als Ferialpraktikant). Weiters sprechen seine pauschalen Urteile bzgl. Qualifikation der Steyr-Mitarbeiter ebenfalls Bände, zusätzlich sind mir seine Bemerkungen zu Pensionisten ebenfalls noch erinnerlich (tut zwar hier nichts zur Sache, zeichnet aber insgesamt ein entsprechendes Bild von diesem user) - hier mir Integelligenzbefreiuung zu unterstellen, ist nicht mal höflich ausgedrückt, sondern verteidigt seine unhaltbaren Vorwürfe in o.g. Richtungen.

derwolf, 20.04. 13:22

@ Fred

Ich schätze es sehr, wenn sich jemand gegen den Schwachsinn des Nazi-Gedankengutes engagiert. Also tu das weiter. Aber bitte beschäftige dich ein bisschen mit der Geschichte und den wahren Verbrechen dieser Zeit, anstatt hier jemand, der vielleicht eine etwa neoliberale Linie vertritt, auch nur im Entferntesten mit diesem Irrsinn einer untergegangen Zeit in Verbindung zu bringen.

fredvomjupiter, 20.04. 13:35

@derwolf
Was hat das posting mit neoliberalem Gedankengut zu tun, wenn Mitarbeiter im MAN-Werk/Steyr als "Schrauber, die irgendwas anschrauben" oder mit "wenig Interesse haben wegen zu wenig Einsatz und überzogener Lohnvorstellungen" tituliert werden.
Das ist lediglich letztklassig und hat keine Verteidigung verdient.

OT - Starker Gegenwind für Breitspurbahn

pikzehn, 19.04. 23:33

….. Auch tausende Arbeitsplätze könnten geschaffen werden. …..
https://noe.orf.at/stories/3099984/
++++
Machen wir es nicht, so machen es andere (SLO, HU, CZ, PL etc)
Der Ausbau der FJ-Bahn ist angeblich beschlossene Sache. Hier wäre der Weitertransport der Güter nach D, B, NL oder F doch leicht zu bewerkstelligen.
Ich hoffe, dass sich der Spruch, wo ein Wille sei, auch ein Weg sei, bewahrheitet.
Für die Ostregion wäre dies mMn ein Aufschwung.

Antworten

bimbim, 20.04. 08:12

Nicht alles ist mit Geld käuflich. Der Wohlstand einer Gesellschaft ist nur insofern mit monetären Kennzahlen messbar, insofern alles monetarisiert ist.
Das erkennen immer mehr Menschen.

meierling, 20.04. 12:49

die Diskussion um Breitspurbahn (Bahnhof) - gemeint ist hier die russische Breitspur - gibts schon eine ganze Weile.
Mehrmals waren hier schon Grenzgebiete in Niederösterreich oder dem nördlichen Burgenland im Gespräch...

Die Kurx dabei, dass wir in Europa fast ausschließlich auf "Normalspur" fahren - d.h. Lock und Waggons sind nicht kompatibel zwischen diesen Schienenbreiten - ein Weitertransport daher "nicht leicht zu bewerkstelligen.
Ein Umladen ist zeitaufwendig und kostet. Ebenso ist gerade der LKW-Verkehr zwischen Russland und Österreich (Mitteleuropa) enorm billig - also die Bahn aktuell keine wirkliche Alternative.
Ein Transport Russland-->Deutschland oder Benelux kann zudem Short-see abgewickelt werden - auch dies ist allemal interessanter als die Bahnvariante.

pikzehn, 20.04. 22:22

Beim Umladen der Container von einem Zug in Breitspur auf einen Zug in Normalspur sehe ich keine Hindernisse, sind also sehr leicht zu bewerkstelligen.
Bei der Variante über die Ostsee/Nordostsee-Kanal/Nordsee ist ein nochmaliges Umladen nötig.
Auch wäre der in der "Nähe" liegende Zentralverschiebebahnhof Kledering von Vorteil.
Die Breitspur endet in Kosice/Ost-Slowakei. Die Verlängerung nach Wien ist geplant (seit wann, weiß ich nicht, aber seit März 2019 wieder spruchreif)

So ein Glueck

sage, 19.04. 20:09

Das WiFo hat ausgerechnet welchen volkswirtschaftlichen Schaden die Schliessung des MAN Werkes bringt und ganz zufaellig bekommt diese Studie der ORF der es gleich in der ZIB unter die Leute bringt. So ein Glueck!

Antworten

fraukoziber, 19.04. 20:10

was stört dich dran?

meierling, 19.04. 20:12

die Studie wurde von der AK in Auftrag gegeben - wurde auch kommuniziert...sage vermutet schon wieder eine Verschwörung! ;)

sage, 19.04. 20:12

Weils so ein Glueck ist, keine Panikmache, kein den Spielern in die Hand spielen. Wer bezahlt eigentlich das WiFo fuer diese Panikmache?

reservebuddha, 19.04. 20:12

Es ist ja bloß die Realität. Freilich, bei VW und MAN hätte man da lieber weniger öffentliche Aufmerksamkeit. Aber erst auf Kosten einer Volkswirtschaft fuhrwerken wollen, dann dafür nicht einmal öffentlich erwähnt werden wollen, das wird sich halt nicht ausgehen. MAN kann nicht alles haben.

meierling, 19.04. 20:13

btw. diese Studie ist auch nachvollziehbar, da Prof. Schneider bereits Ähnliches vor ca. 3 Wochen "berechnet" hat.

sage, 19.04. 20:14

@meierling
Muss der ORF alles veroeffentlichen was die AK macht? Wer hat dem ORF diese Studie mit welcher Absicht gegeben?

reservebuddha, 19.04. 20:16

"Muss der ORF alles veroeffentlichen was die AK macht?"

Er muss nicht, aber er tuts wohl, wenn es im öffentlichen Interesse ist, und das IST im öffentlichen Interesse.

fraukoziber, 19.04. 20:16

warum um alles in der welt sollte der ORF eine AK-studie NICHT veröffentlichen?

sage, 19.04. 20:17

@reserve
Ich glaube es ist umgekehrt. Das Ziel ist die Panikmache um die Belegschaft einzuschuechern damit sie zu dem den VW Leuten genehmen Pokerspieler Wolf endlich ja sagen. Vielleicht kommt morgen eine Studie dass der Schaden bei Schlechtwetter noch groesser ist. Im Morgenjournal koennte man diese Sondermeldung noch unterbringen

sage, 19.04. 20:20

@fraukoziber
Weil wir noch immer nicht wissen zu welchen Bedingungen VW ueberhaupt zusperren kann. Stattdessen wird die Belegschaft mit solchen Panikmacherinfos eingeschuechtert. Fuer die AK ist nur der Schaden fuer die Beschaeftigten wichtig. Warum hibt die AK so eine sinnlose Studie in Auftrag?

reservebuddha, 19.04. 20:24

"Ich glaube es ist umgekehrt. Das Ziel ist die Panikmache um die Belegschaft einzuschuechern damit sie zu dem den VW Leuten genehmen Pokerspieler Wolf endlich ja sagen."

Das können sie nicht mehr, die Abstimmung ist vorbei.

kontra, 19.04. 20:28

@reservebuddha
Richtig.
Dieser Weg ist leider verbaut.
Nun wird nur noch zugesperrt,
sowie an Sozialplänen für die
Mitarbeiter gearbeitet.

sage, 19.04. 20:31

Dann haben Sie aber den Kommentar der IV nicht gehoert....

kontra, 19.04. 20:36

Der Kommentar der IV ist zwar nett,
wird jedoch den MAN-Konzern nicht in
seiner bereits getroffenen Entscheidung
beeinflussen...

reservebuddha, 19.04. 20:46

"Richtig.
Dieser Weg ist leider verbaut."

Ja, das ist so mit Erpressungen: Wenn man ihnen nicht nachgibt, ist ein Weg verbaut, nämlich der, ihnen nachzugeben.

kontra, 19.04. 20:50

Wenn man Angebote zur Weiterführung als
Erpressung ansieht, dann ist einem ohnehin
nicht mehr zu helfen...

coachman, 19.04. 20:54

@buddha
Erpressen ist definitiv keine brauchbare Basis für Verhandlungen.
Wenn man natürlich ein stringentes Konzept als Erpressung bezeichnet, zeugt das schon von einem gerüttelten Maß an Dummheit. Dann kommt schon eine Retourkutsche seitens MAN.
Auch ein Konzern wie MAN lässt sich nicht erpressen.

bösendorferflügel, 19.04. 21:06

@sage, 2009:
gehen dir die Umlaute aus?

sage, 19.04. 21:07

Coach
Derzeit erpresst MAN die Belegschaft und die AK mit dem Wifo schuert die Hysterie.

reservebuddha, 19.04. 21:55

"Wenn man natürlich ein stringentes Konzept als Erpressung bezeichnet, zeugt das schon von einem gerüttelten Maß an Dummheit."

Wenn, dann die politische Dummheit der letzten 30 Jahre, dass man diese Typen jahrelang brav aus öffentlichen Mitteln fördern und anfüttern darf, damit sie eine Standort-Garantie abgeben, die sie dann bei erstbester Gelegenheit gleich auch wieder brechen.

Ja, ich möchte wissen, ob die jetzt brav alle bisherigen Förderungen zurückzahlen, die sie nur bekommen haben, um die Arbeitsplätze zu erhalten.

Es ist zum Speiben, dass sich Arbeitnehmer UND Staat seit Jahrzehnten zunehmend von diesen Typen verarschen lassen dürfen.

kontra, 19.04. 22:01

An die ORF-Zensur:
Warum lässt ihr einen Text, welcher den Tatbestand
der üblen Nachrede erfüllt stehen,
"Derzeit erpresst MAN die Belegschaft...",
aber entfernt meine Richtigstellung ?
Nämlich, dass die Schließung wegen dem
Mitarbeitervotum erfolgt ????

orfonlineteam, 19.04. 22:05

@kontra: Wenn Sie sich über eine Löschung beschweren, dann ändern Sie bitte nicht den Inhalt des entfernten Beitrages.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an community@orf.at

reservebuddha, 19.04. 22:43

"Nämlich, dass die Schließung wegen dem
Mitarbeitervotum erfolgt ????"

Das ist jetzt ein Scherz, oder? Die Schließung erfolgt auf Beschluss von MAN bzw. VW. Weder ist Wolf an das Abstimmungsergebnis gebunden gewesen - er hats freiwillig zurückgezogen - noch ist MAN gezwungen gewesen, jede andere Option von vorn herein auszuschließen.

Dein Satz ist maximal moralische Erpressung, aber mit der Realität hat er nichts zu tun.

ein großer Sieg für die Realitätsfremden, die die Zeit zurückdrehen

michaelg10007, 19.04. 17:52

möchten und einen starken Einstieg des Staates wollten, wie einst im Milliardengrab verstaatlichte Industrie mit einem unglaublich hohen und teuren Einfluss der Politik....ohne wirtschaftlichen Erfolg....
Der Übernahmeplan wurde abgelehnt und jetzt geht es um einen Sozialplan...wenn das das Ziel war darf man gratulieren, offensichtlich ist die Standort- und Beschäftigungsgarantie (in sich ein Wahnsinn) lückenhaft.....

Antworten

c3po, 19.04. 19:47

Die Automobilkonzerne gehen dorthin wo die Kosten niedrig sind und es hohe Förderungen gibt.
Mit den Lohnkosten kann man in Österreich nicht mithalten.
Aber bei den Förderungen könnte man Batterie Produktion fördern. In Deutschland werden bis 2030 um die 100.000 neue Arbeitsplätze in der Batterie Produktion entstehen. In Europa über 200.000. Man sucht händeringend nach Facharbeitern.
Man hätte in Steyr die Facharbeiter und den Produktionsstandort.
..
Handelsplatz Artikel zu Batterie Produktion Deutschland
.
https://www.handelsblatt.com/karriere/elektromobilitaet-bis-zu-100-000-neue-jobs-durch-batterieproduktion-diese-bewerber-suchen-tesla-catl-und-co-/27094398.html

reservebuddha, 19.04. 19:48

"wie einst im Milliardengrab verstaatlichte Industrie mit einem unglaublich hohen und teuren Einfluss der Politik"

Wenn man nicht weiß, dass später die meisten staatlichen Unternehmen erfolgreich saniert worden sind, und NOCH IM STAATSEIGENTUM schwarze Zahlen geschrieben hat, kann man so einen übersimplifizierten Standpunkt natürlich vertreten.

Dann vergisst man aber auch, dazuzusagen, dass schlechtes Management (und nur das monierst du ja in deinem Text in Wirklichkeit) in der Privatwirtschaft genauso vorkommt wie in Staatseigentum.

Der Unterschied ist halt schon der, dass damals im Staatseigentum enorm viele Arbeitsplätze längerfristig erhalten worden sind, und so veritabler Schaden von der Volkswirtschaft ferngehalten worden ist. Was ein paar tausend Arbeitslose mehr für eine Region nämlich bedeuten, weiß man heute genauso gut wie damals: Sie schaden dort tendentiell allen, den direkt und indirekt Betroffenen, aber auch der Wirtschaft durch Kaufkraftverlust, und zuschlechterletzt natürlich auch der öffentlichen Hand durch Verminderung des Steueraufkommens.

reservebuddha, 19.04. 19:51

"Die Automobilkonzerne gehen dorthin wo die Kosten niedrig sind und es hohe Förderungen gibt.
Mit den Lohnkosten kann man in Österreich nicht mithalten.
Aber bei den Förderungen könnte man Batterie Produktion fördern."

Und wie idiotisch ist das, dass man eine Gesetzeslage schafft oder aufrechterhält, nach der derartige Erpressungen durch Konzerne überhaupt möglich sind?

michaelg10007, 19.04. 20:23

@reserve...genau...der Kommunismus gehört her...wo kommen wir denn hin wenn privates Kapital Gewinne erwirtschaften muss...da wars früher bei der Voest etc. viel besser, Milliarden Verluste, politische Vorstände, ein starker Betriebsrat der gleich im Nationalrat gesessen ist und das alles....haben richtig...wie alle bezahlen dürfen....das waren noch gut Zeiten.....

talent, 19.04. 20:34

Die Produktion batteriebetriebener Elektroautos hat keine Zukunft. Die Herstellung und Entsorgung sind zum Nachteil der Umwelt. Die Leistung bescheiden.
Ich frage mich, warum die Brennstoffzelle als Alternative so wenig genannt wird.

meierling, 19.04. 20:57

talent, 19.04. 20:34
Die Produktion batteriebetriebener Elektroautos hat keine Zukunft. Die Herstellung und Entsorgung sind zum Nachteil der Umwelt. Die Leistung bescheiden.
Ich frage mich, warum die Brennstoffzelle als Alternative so wenig genannt wird.
-----------
warum? weil die Nachteile deutlich überwiegen.

reservebuddha, 19.04. 22:00

"@reserve...genau...der Kommunismus gehört her..."

Oh, du bist Kommunist? Ich nämlich nicht, und plädiere auch nicht für diesen.

"wo kommen wir denn hin wenn privates Kapital Gewinne erwirtschaften muss..."

Wenn es dies um jedem Preis tun muss, mit allen Mitteln, und ohne jede Rücksicht, dann ist klar, wo wir am Schluss hinkommen: In die Schuldknechtschaft und Abhängigkeit von einer winzigen Schicht Superreicher auf dieser Welt. Und es ist ja auch fast schon so weit.

"da wars früher bei der Voest etc. viel besser, Milliarden Verluste, politische Vorstände, ein starker Betriebsrat der gleich im Nationalrat gesessen ist und das alles....haben richtig...wie alle bezahlen dürfen....das waren noch gut Zeiten....."

Vollbeschäftigung und viel ausgewogenere soziale Zustände, ja, das war insofern viel besser. Allerdings hat man bei den staatlichen Betrieben natürlich dazugelernt und die dann von Profis sanieren und führen lassen. Hat auch funktioniert. Die Privatisierung wäre eigentlich gar nicht notwendig gewesen.

reservebuddha, 19.04. 23:02

"Die Produktion batteriebetriebener Elektroautos hat keine Zukunft."

Ah DESWEGEN haben Mercedes Benz, BMW und VW jetzt auf einmal E-PKW angekündigt, noch dazu mit neuer Technologie. Die betreiben wirtschaftlichen Suizid, alles klar.

Sozialplan wird verhandelt

mmmi, 19.04. 15:48

https://orf.at/#/stories/3209762/
nachdem der Betriebsrat bereits den Sozialplan verhandelt,
hat er wohl festgestellt, dass die Jobgarantie bis 2030 nicht das Papier Wert war. Und sonst hat er wohl auch keine Alternativen

Antworten

kontra, 19.04. 15:53

Dann wird dem BR hoffentlich auch klar werden,
wie doof es war, das Angebot von Hrn. Wolf
auszuschlagen, der jedem Mitarbeiter ein
Körberlgeld von mindestens 10.000 Euro geben
wollte...

mviertler, 19.04. 16:28

Den alten Betriebsrat hab ich ein/zweimal gehört und dann war schon der Wechsel. Was der neue, Emler heißt er, so an Stehparolen von sich gibt, da kann ich mir nicht vorstellen, dass der überhaupt den Durchblick hat, etwas zu verhandeln, und schon gar nicht, ein Ergebnis heraus zu verhandeln.
Unverständlich, dass jemand in so einer schwachen Position der Belegschaft, die er bestmöglich vertreten soll, rät (eigentlich einpeitscht), das einzige Übernahmeangebot abzulehnen.
Viele werden sich jetzt denken, dass die monatlich abgebuchte Betriebsrat Umlage, der monatliche AK Beitrag und der monatliche Gewerkschaftsbeitrag nicht sonderlich gut angelegtes Geld waren. Da wird oft mit Spendengeldern mehr erreicht.

reservebuddha, 19.04. 19:44

"Dann wird dem BR hoffentlich auch klar werden, wie doof es war, das Angebot von Hrn. Wolf auszuschlagen"

Nein, wirds nicht, weils nämlich nicht "doof" war. So wird nämlich alles Mögliche wenigstens angedacht, wenn nicht weiter verhandelt, und so hat die Sache weitaus mehr öffentliche Aufmerksamkeit als vorher, was ganz grundsätzlich eine viel bessere Ausgangsposition für die Belegschaft darstellt als einfach Ja und Amen zu sagen.

kontra, 19.04. 20:10

"...was ganz grundsätzlich eine viel bessere Ausgangsposition für die Belegschaft darstellt als einfach Ja und Amen zu sagen."
-------------------------
Aber das Körberlgeld von mindestens 10.000 Euro für jeden Mitarbeiter wird es wohl nicht mehr geben und alle Mitarbeiter werden gekündigt werden.

Wo soll da die viel bessere Ausgangsposition für die Belegschaft zu erkennen sein ?

bulli, 19.04. 14:22

Die Beschäftigten in Steyr haben das Angebot von Herrn Wolf mehrheitlich abgelehnt. Fein. Dann muss aber die Gegenfrage gestattet sein: was haben sich die Herrschaften stattdessen vorgestellt? Das alles genau so bleibt, wie es ist? Kann man tatsächlich so naiv sein? Wo doch MAN wild entschlossen scheint, das Werk zu schließen....
Die Beschäftigten in Steyr kommen mir vor wie Ertrinkende, denen man einen Rettungsring (Wolf) zuwirft, sie sich aber dafür entscheiden, "schön" zu ertrinken, weil der Retteungsring nicht groß und komfortabel genug ist....

Antworten

youonlyliveonce, 19.04. 14:33

was sie sich vorgestellt haben? Das hat PRW dann eh tags darauf verkündet. Der BR war vermutlich informiert, deshalb die Negativkampagne gegen Wolf.

kontra, 19.04. 15:40

Das Angebot von Herrn Wolf lautete auf
"Wollt ihr arbeiten oder lieber frei haben?".

Es war daher nicht attraktiv genug,
weil sich die meisten Arbeiter immer
für frei haben entscheiden...

reminder, 19.04. 17:15

youonly@ kannst du definieren was Frau PRW kausal beschließen oder ergebnisbezogen fordern kann?
Genau Null und wenn der BR seine Entscheidung / Argumente
darauf aufbaut, dann (Konjunktiv!) ist (ER !) eine geistige NULL!

reservebuddha, 19.04. 19:57

"Dann muss aber die Gegenfrage gestattet sein: was haben sich die Herrschaften stattdessen vorgestellt? Das alles genau so bleibt, wie es ist? Kann man tatsächlich so naiv sein? Wo doch MAN wild entschlossen scheint, das Werk zu schließen...."

Eigentlich sollte die Lage doch wohl die sein, dass der Wunsch, trotz bezogener Vorleistungen durch die öffentliche Hand und trotz abgegebener Standortgarantie einen Standort zu schließen, als "tatsächlich so naiv" betrachtet werden sollte.

Scheinbar ist das aber nur eine Schönwetter-Abmachung gewesen. Dass man die, die sich auf sie verlassen haben, als "naiv" hinstellt, ist schon eine ziemliche Chuzpe.

reservebuddha, 19.04. 19:58

"Der BR war vermutlich informiert, deshalb die Negativkampagne gegen Wolf."

Welche Negativ-Kampagne? Worin soll die bestanden sein?

Anders gefragt: Wenn mir jemand ein Geschäft anbietet, und ich dankend ablehne, ist das dann eine "Negativ-Kampagne" meinerseits?