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Schülerinnen in einer Klasse

Wie sollen die Schulen für die Zukunft gerüstet werden?

Nach der Coronavirus-Krise hat die immer wieder angekündigte Digitalisierung von Schulen einen neuen Schub bekommen. Können Apps und Plattformen Klassenbuch und Mitteilungsheft ersetzen? Wie wird die Digitalisierung den Unterricht verändern? Wie müssen die Schulen für die Zukunft gerüstet werden?

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974 Beiträge

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Forum

Die Schulen sind seit langer Zeit gerüstet.

bocawe, 11.07. 10:47

Das Elternhaus, und letztlich dadurch sind es sehr viele Schüler nicht (mehr).

Antworten

2stay, 11.07. 15:30

Ahso? Von welchen Schulen sprichst du?

inn, 11.07. 16:42

Ich hab den Eingangspost ehrlich gesagt grammatikalisch wie inhaltlich nicht verstanden.

2stay, 11.07. 20:45

Ja weißt eh, ich bin das von meinen Schülern gewohnt. Raten und zamreimen :)

xx1xx, 11.07. 22:20

Das ist leicht zu verstehen, 2stay. Grammatikalisch ebenso korrekt.

hyperbol, 11.07. 23:13

digital beschleunigte (mit gbit verbindungen und gaming hardware) neigen heute dazu, die automatische rechtschreibkorrektur moderner software mit der deutschen grammatik zu verwechseln.
sie zeigen auch öfters mängel in der sinnerfassung, da ihre denkstruktur sich an die vereinfachte logik programierbarer algorithmen annähert.

2stay, 11.07. 23:38

Xx, jaja, da wären wir wieder beim sinnerfassenden Lesen meiner Beiträge.

Und was die deutsche Grammatik angeht... uiuiui, ich hoffe, Deutsch übernimmt beim distance learning dann die Mama...

alpensymphonie, 12.07. 01:35

@bocawe schrieb am 11.07. um 10:47 Uhr:
"Das Elternhaus, und letztlich dadurch sind es sehr viele Schüler nicht (mehr)."

@xx1xx attestiert diesem Satz am 11.07. um 22:20 Uhr:
"Das ist leicht zu verstehen (...) Grammatikalisch ebenso korrekt."

Meine 12-jährige Tochter (2.Klasse AHS) kann die Fehler in diesem Satz einwandfrei feststellen. Ich schlage vor, du beeindruckst uns einmal mit einer Satzanalyse, die belegt, dass dieser Satz grammatikalisch korrekt ist.

Einheitliche Lernplattformen und Kanäle

karlidutrottel, 11.07. 08:08

Müssen schon vom Bildungsministerium geschaffen werden, damit alle Schultypen mit einer einheitlichen Lernplattform arbeiten können.
Das derzeitige Sammelsurium an Kanälen (schoolfox, MS Teams, ...) gehört vereinheitlicht.
Und eine eduthek, wie sie vom Ministerium laienhaft zusammengezimmert wurde, kannst du so wie sie ist in den Müll befördern!!!! Da hat man auf die Schnelle ein bisserl was zusammengeschustert, damit das Kind einen Namen hat.
Das Bildungsministerium soll mal endlich eine seiner Aufgaben erfüllen! Und das heißt den Lehrpersonen entsprechende digitale Lehrmittel zur Verfügung stellen inklusive Wartung von Hard und Software! Vorher brauchen wir über digitale Kompetenzen gar nicht nachdenken!
Von uns Lehrern werden immer Höchstleistungen verlangt, die wir mit stümperhaften Mitteln bringen sollen! So wird das nicht funktionieren!
Wenn wir Lehrer nicht immer wieder aus eigener Tasche bestimmte Dinge zahlen würden und uns nicht übergebühr engagieren würden, würde die ganze Mühle ohnehin stehen.

Antworten

hyperbol, 11.07. 09:32

wenn da nicht die schüler (aus 10 verschiedenen schulen) wären, die mir ein viel differenzierteres bild vom schulbetrieb der letzten monate liefern, könnt ma die gschichtln von den übergebühr höchstleistenden superhelden mit der zeit fast glauben.
ich wünsch "euch" aber auch als sehr unterschiedlich engagierten "normalos" aller kompetenzniveaus jetzt mal erholsame ferien :)

inn, 11.07. 10:03

Auch wenn man sich nicht als "übergebühr höchstleistenden superhelden" einstuft, sondern einfach als jemand, der seinen Job gern macht, würde man sich gelegentlich etwas mehr sinnvolle Investitionen und realistischere Ansprüche wünschen... trotzdem danke, hyper, und auch dir einen feinen Sommer ;-)

hyperbol, 11.07. 10:09

diesen wunsch kann man dann viel besser verstehen und gerne unterstützen, @inn.
weil "eure" technische ausstattung und administrative unterstützung ja wirklich ein witz ist, wie superheld karli eh geschildert hat.
aber jetzt mal gemütlich verregnet in die ferien!

xx1xx, 11.07. 15:32

Lehrer glauben noch immer, wenn sie mehr Geld bekommen, wären sie kompetenter. Die haben dann in der Schule nicht aufgepasst, als dieses Thema durchgenommen wurde.

inn, 11.07. 16:37

Hmm, ich kann mich jetzt nicht daran erinnern, mehr Gehalt gefordert zu haben. Es fragt sich, wer da beim Lesen nicht aufgepasst hat.

inn, 11.07. 16:41

Solltest du dich nur ungeschickt ausgedrückt haben und mehr Geld für das Bildungssystem allgemein meinen, muss ich dir sagen: Natürlich macht Geld allein nicht kompetenter. Aber Ausbildung und adäquate Ausrüstung trägt viel zu einem besseren Unterricht bei. Und das kostet tatsächlich Geld.

2stay, 11.07. 20:54

Als der Xx sinnerfassend Lesen gelernt hat, hat er leider nicht aufgepasst, weil er grad davon geträumt hat, wie es wäre, während dem Unterricht mit einem aus der Nebenklasse online zu spielen.

xx1xx, 11.07. 22:09

Du vergisst die Schüler, die mit dem Stoff des _Jahres nach einem Monat längst durch sind und den Lehrer auf die Fehler im Buch hinweisen, die er selbst noch gar nicht entdeckt hat. Früher war das selten, heute ist das aber fast der Regelfall, zumindest in der AHS. Schulbücher, die aus den 50er Jahren abgeschrieben wurden und als "neu" verkauft werden, verstecken oft Ungereimtheiten mit der modernen Welt vor ihren pensionsreifen Lehrern. Z.B. werden mathematische Unmöglichkeiten als Näherungslösung abverlangt, die heute jeder programmierbare Taschenrechner in wenigen Minuten exakt gelöst hat. Es wird auf Wirtschafts- und Naturphänomene Bezug genommen, die man damals noch nicht so wie heute erklären konnte, die dazu formulierten Rechnungen und Modelle erscheinen sinnlos. Oft werden Modelle von den Schülern verlangt, die heute völlig anders gelehrt werden.

hyperbol, 11.07. 22:59

du wirst hier wahrscheinlich nicht viele finden, die die mathe-lehrbücher verteidigen. diese werden ja nicht von praktizierenden lehrerInnen geschrieben und haben tatsächlich luft nach oben.
manchmal kann allerdings ein digitaler bildungsverlierer (wegen zuviel online gaming) auch eine einfache angabe nicht sinngemäß erfassen und weitergeben und produziert erst dadurch z.b. aus einer simplen teilungsaufgabe eine scheinbar unlösbare problemstellung.

Einheitliche Lernplattformen und Kanäle

karlidutrottel, 11.07. 08:07

Müssen schon vom Bildungsministerium geschaffen werden, damit alle Schultypen mit einer einheitlichen Lernplattform arbeiten können.
Das derzeitige Sammelsurium an Kanälen (schoolfox, MS Teams, ...) gehört vereinheitlicht.
Und eine eduthek, wie sie vom Ministerium laienhaft zusammengezimmert wurde, kannst du so wie sie ist in den Müll befördern!!!! Da hat man auf die Schnelle ein Busserl was zusammengeschustert, damit das Kind einen Namen hat.
Das Bildungsministerium soll mal endlich eine seiner Aufgaben erfüllen! Und das heißt den Lehrpersonen entsprechende digitale Lehrmittel zur Verfügung stellen inklusive Wartung von Hard und Software! Vorher brauchen wir über digitale Kompetenzen gar nicht nachdenken!
Von uns Lehrern werden immer Höchstleistungen verlangt, die wir mit stümperhaften Mitteln bringen sollen! So wird das nicht funktionieren!
Wenn wir Lehrer nicht immer wieder aus eigener Tasche bestimmte Dinge zahlen würden und uns nicht übergebühr engagieren würden, würde die ganze Mühle ohnehin stehen.

Antworten

Grüne legen „Back-up-Plan“ für kommendes Schuljahr vor

bmtwins, 10.07. 12:27

https://orf.at/#/stories/3173031/
...... und der soll aus "lernen im Freien" bestehen........ na dann hoffen wir alle mal auf einen schönen und möglichst langen Herbst, spätestens im November, wenn dann auch die jährliche Erkältungssaison beginnt, wird das nicht mehr so ganz funktionieren. Kopfschüttel, mittlerweile kommen auch von den "Neu-Grünen" oder "Grüne 2.0" nur noch unnötige leere Worthülsen daher. Man sollte sich lieber Gedanken über den nächstjährigen Maturajahrgang gedanken machen, der de facto das komplette Sommersemester an Lernstoff verloren hat und nun im Winter zusätzlich zum "normalen" Programm nachholen muss.

Antworten

soises, 10.07. 12:34

Es muss möglich sein, die Ausdünnung den Schulen mit entsprechenden Richtlinien selbst zu überlassen. Wenn der Klassenraum ausreichend groß ist, kann auch die ganze Klasse in der Schule sein. Wie viel Platz muss für jeden Schüler bei entsprechendem Abstand vorhanden sein, das muss vorgegeben werden, alles andere regelt die Schule selbst. Es gibt auch Klassen mit ca. 15 oder weniger Kindern, diese noch weiter auszudünnen, ist stupide Reglementierung. Die Maskenpflicht kann, wie es schon mal war, am Platz ausgesetzt werden, ansonsten schafft sie auch Bewusstsein.

xx1xx, 10.07. 12:36

Eltern haben nun zwei Monate Zeit sich besser zu digitalisieren, falls da ein Bedarf besteht. Lehrer müssen sich in der Digitalisierung weiterbilden, so wie das die Religionslehrer schon in der Vergangenheit getan haben.

xx1xx, 10.07. 12:51

Minister müssen lernen, dass ein Konzept der "einheitlichen Kommunikation" dem Fortschritt in der Digitalisierung widerspricht. Vielmehr arbeiten dabei viele Kommunikationskanäle parallel. Beispiele dafür sind das parallele online-Gaming während des Unterrichts, das parallele Zugreifen auf lokale Daten und Daten in der Cloud, das gleichzeitige Ausführen mehrerer Programme, sowie eine laufende Überprüfung des Stoffs, den der Lehrer erzählt, mit universitären Veröffentlichungen.
Schüler schlagen moderne Kommunikationskanäle vor, die dann von den Lehrern übernommen werden. Lehrer schlagen dazu dann Verbesserungen vor, welche die Schüler als Hausaufgaben zu bearbeiten haben.

hyperbol, 10.07. 13:57

endlich versteh ich dich, @xx1xx: des parallele online-gaming während des unterrichts isses. deshalb braucht jeder diese überdimensionierte hardware und bandbreite.
und davon kommt dann die bildungsexplosion.
also halt neben dem parallel zum unterricht noch in der uni eingeloggt sein zwecks überprüfung des lehrers.
jetzt muss man nur noch schnell die lehrer fortbilden, damit sie ihre schüler auch in den präsenzphasen während des unterrichts online-gamen lassen. und dann bilden wir die forschungselite für ganz europa und umgebung aus. genial.
du solltest bildungsminister werden.

phoebe07, 10.07. 17:12

xx1xx, 10.07. 12:36

Eltern haben nun zwei Monate Zeit sich besser zu digitalisieren, falls da ein Bedarf besteht.
Besonders wenn Papa auf Kurzarbeit ist und mama ihren Teilzeitjob in einer Boutique verloren hat - dann können sie wählen ob sie sich digitalisieren oder lieber die Miete und die Stromrechnung zahlen.

xx1xx, 10.07. 18:21

Das ist nicht der Normalfall, von dem die Schule ausgehen muss. Bildungsinvestitionen lohnen sich trotzdem. Man kann die Details ja mit der Schule besprechen.

hyperbol, 10.07. 18:28

zur not muss man halt mit seinen kindern spielen, wenn online gaming an der bandbreite scheitert.
damit nimmt man eine xx-ferne verliererkarriere in kauf.

xx1xx, 10.07. 18:41

Nein, im Gegenteil. Aber die digitalen Kompetenzen müssen wo herkommen, dazu gehören auch gute (und in der Regel teure) *Games.

dosimeter, 10.07. 18:41

Ja eh.

Bei uns hat der Religionslehrer dann den Auftrag bekommen, alle Computer zu reparieren bzw. komplett neu aufzusetzen, nachdem er in der Religionsstunde die Kinder damit hatte frei spielen lassen.

Leider sind bis Jahresende durch diese Vorgangsweise 50% der Computer im EDV-Raum komplett unbrauchbar geworden.

Sollte man unbedingt auch in anderen Fächern so machen, Religion ist das große Vorbild.

Aber ich hör schon den Einwand: "Ihr hattet doch gar nicht 50 Computer".

;-O

xx1xx, 10.07. 18:53

Vorallem sind sie auch nicht komplett defekt. Der Verdacht liegt also nahe, dass Bildungsgeld für HW Verkäufe an Freunde misbraucht wird.

dosimeter, 10.07. 19:02

Für 8 Jahre alte alte Stand-Computer ? Also mit dem Erlös vom Verkaufen dieser Geräte könnte nicht einmal ein Religionslehrer Essen gehen.

Ist aber eine hoch interessante neue Verschwörungstheorie:

"Lehrer lassen Computerspielen zu, damit sie dann die Geräte am Schwarzmarkt verscherbeln können".

Schreib vielleicht ein Drehbuch für eine Filmkomödie drüber.

;-O

xx1xx, 10.07. 20:04

8-Jahre alte Geräte in Schulen gehören selbstverständlich ersetzt. Für die Altware kann man noch immer eine sinnvolle Verwendung finden. Eine billige, langsame SSD am 3 Gbit/s IDE Interface, DRAM max. ausbauen, Windows 10 Home, ev. ein günstiges Upgrade der Grafikkarte. Neuer günstiger IPS Monitor, neue Tastatur, neue Maus. Ev. PCIe-Steckkarte mit USB 2.0/3.0 Anschlüssen, Gaming PC wird es keiner mehr, aber es gab ja schon damals gute Spiele, die noch dazu gebraucht sehr günstig zu erhalten sind.

xx1xx, 10.07. 20:13

Bei solchen Geräten könnte es auch besser (und günstiger) sein, eine schlanke Linux Distribution zu installieren.

phoebe07, 11.07. 07:50

wie verantwortungsvoll ist es sich ohne Erholung durch ein ganzes Jahr durchzuwurschteln?

Viele Lehrer sind überfordert

xx1xx, 10.07. 12:04

wegen der Digitalisierung und auch, weil ihr Fachgebiet nun von viel besser ausgebildeten Eltern leicht kontrolliert werden kann.
Die Ferienzeit bietet nun die Chance für diese Lehrer Versäumtes nachzuholen und aufzuschließen. Im Herbst wird für die Schüler vieles leichter werden, weil die Lehrer dann besser auf die Integration des digitalen Unterrichts vorbereitet sein müssen.

Antworten

dosimeter, 10.07. 12:10

Da lese ich doch glatt was
"von viel besser ausgebildeten Eltern".
Grins.

xx1xx, 10.07. 12:16

Der Lehrermangel führte dazu, dass viele genommen wurden, die sonst einen anderen Beruf ausgeführt hätten.

dosimeter, 10.07. 12:21

Einen Lehrermangel hätte es nie gegeben - wenn man die Lehrkräfte hätte ihre(!) Arbeit tun lassen, nämlich lehren.

Stattdessen mussten die besten Lehrkräfte erziehen, bürokratisieren, therapieren, bestellen, abrechnen, Statistiken ausfüllen etc.

Wir haben nicht zu wenige Lehrkräfte. Das Problem ist die Verwaltung, weil dort die Mitarbeitenden gekürzt wurden.

Und das zweite Problem sind die RechtsanwältInnen der Eltern, die finden, wenn ihr Wunderkind nicht schon in der Unterstufe das Doktorat nachgeschmissen bekommt, ist die Lehrkraft schuld.

xx1xx, 10.07. 12:31

Auch das Doktorat wird von vielen nicht verstanden.

spacejam, 10.07. 15:11

@xx
Deine Postings zB. werden von gar niemandem verstanden :-)

inn, 10.07. 19:32

Ja eh, wir haben Unmengen an Lehrerkollegen, die "eigentlich einen anderen Beruf ausüben" X-))

2stay, 10.07. 20:11

Xx, mit deinen sinnbefreiten und teilweise sehr fragwürdigen Posts beweist du leider, dass du nicht zu der von dir erwähnten Elterngruppe gehörst.
Natürlich wird es Eltern geben, die eine höhere Ausbildung haben als manch eine Lehrkraft. Aber das macht sie noch lang nicht zu einem gscheiteren und schon gar net zu einem besseren Menschen. Und du musst jetzt sehr stark sein: auch nicht zu einem besseren Lehrer!

Mehr WERTSCHÄTZUNG für die Arbeit in einem der wichtigsten Bereiche...

hitverdächtig, 10.07. 07:28

...der Gesellschaft...

... würde mehr bringen.
Sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer. Jeder von euch hat sich die Ferien mehr als verdient. Ihr habt Großartiges geleistet gerade in den letzten Monaten aber auch sonst.
Meine beiden Kinder (VS und NMS) wurden bestens betreut. Ein komplettes System innerhalb von wenigen Tagen auf Distance-Learning mit und ohne PC umzustellen war schon eine große Leistung, es wurde auch viel Vorarbeit für die kommende Digitalisierung geleistet.
Auch wenn viele Medien die Schule schlecht machen wollen, das stimmt alles nicht.

Antworten

2stay, 10.07. 09:20

Danke Hit, es tut wirklich sehr gut, einmal Worte der Wertschätzung zu lesen!
Ich liebe meinen Job und ich liebe meine Schulhelden. Aber diese ständige Geringschätzung für das, was man tut, ist manchmal wirklich, wirklich zermürbend.
Danke dir nochmals!

karlidutrottel, 11.07. 07:58

@ hit
Ich bin da ganz bei dir.
An unserer Schule (VS) hat es auch sehr gut geklappt. Das haben uns Eltern immer wieder bestätigt. Und auch gesehen, wie schnell wie Lehrer uns auf die neue Situation eingestellt haben. Innerhalb weniger Tage wurden Lernpakete, Arbeitspläne etc. für die Kinder zusammengestellt. Mussten nur noch von den Eltern abgeholt werden. Und auf MS Teams wurden wir schon lange vor den Schulschließungen geschult. Eltern mussten das halt auch installieren und sich damit auseinandersetzen. An unserer Schule haben wir einheitliche Plattformen bzw. Formen gefunden. Das erleichtert es allen Beteiligten! Daran sollten sich AHS, BHS usw. mal ein Beispiel nehmen!
Danke für deine Wertschätzung!

Ab den nächsten Montag völlig egal,

homeroid, 09.07. 13:47

bis September.
Dann geht es von vorne los, 2 wertvollen Monate sind aber verloren.
Ich tippe auf Probleme sobald grippalen Infekte Saison startet, ca. im Oktober.
Dann geht alles in Konjuktiv wieder los - hätten, wüssten, müssten...
Hoffentlich lassen dann die Medien ncht so was durch.

Antworten

soises, 09.07. 19:17

Will ein Lehrer das mal korrigieren?

inn, 09.07. 20:29

Nein, weil gewisse user erfahrungsgemäß informationsresistent sind.

inn, 09.07. 20:33

Mein ich jetzt nicht böse, aber das Thema hatten wir schon in den letzten beiden Schulforen.

2stay, 09.07. 23:06

Nö... bin nämlich schon seit letzter Woche in meinen wohlverdienten Ferien.

alpensymphonie, 09.07. 23:53

Genieße sie, @2stay. "Experte" Homeroid hält eh die Stellung.
;-)

2stay, 10.07. 09:14

Danke Alpen, werd ich machen!

warum wird auf den heurigen matura jahrgang so

sx450, 09.07. 12:16

hingehackt?
ich bin der meinung, in die 5. klasse (bzw. 4. im gym) kommen nur diejenigen welche die lehrer für fähig halten die matura zu bestehen. der rest wird in den jahren vorhin "ausgesiebt".
so war es in meinem matura jahrgang (baujahr 83) so war es bei meinen eltern (baujahr 58).
das bestätigt mir auch jeder andere mit matura.

also werden wohl diese basher einfach nur neidig sein weil sie selber nicht das zeug hatten für eine matura.

Antworten

soises, 09.07. 13:16

Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe Matura und ich weiß, wie viele Schülerinnen und Schüler durchgelassen werden, damit die Zahlen nicht einbrechen. Schülerzahlen sind das Gut der Gymnasien, sie bringen Dienstposten und Geld.

youonlyliveonce, 09.07. 13:43

Bei uns in der HAK (Matura 1981) war das noch so. Im 4. Jahrgang blieb ein Drittel sitzen, dafür bestanden im Jahr drauf alle, die wollten (einer trat nicht an, der wollte nur die mit dem Zeugnis 5. Jg. verbundenen Gewerbeberechtigungen)

Aber wahrscheinlich ist das heutzutage so wie alles verwässert...

hyperbol, 09.07. 14:30

@soises, wenn jeder ein- bis zweimal wiederholen müsste, gäbe es ja um ein achtel mehr "schülerzahlen" und es müsste wegen dienstposten und geld auf teufel komm raus wiederholt werden. irgendwas hakt an deiner theorie.

sx450, 09.07. 16:02

das mit dem durchlassen kann ich so nicht bestätigen. zumindest nicht bei meinem ausbildungsweg, htl maschinenbau.
angefangen mit 36 leuten in der klasse, maturiert haben 9

xx1xx, 09.07. 21:23

Der heurige Maturajahrgang wird immer den Beigeschmack von Leerzettlern haben. Manche überlegen bereits die Matura nächstes Jahr aus diesem Grund zu wiederholen, studieren können sie inzwischen ja.

sx450, 09.07. 21:32

Matura wiederholen, ja genau....
der nächste der mitredet ohne Plan zu haben vom Thema.

Warum sollte ich sie wiederholen wenn ich studiere und eine höhere Ausbildung mache????

xx1xx, 09.07. 21:42

Die Idee ist den Jahrgang 2020 wegzubekommen. Ist natürlich freiwillig und sollte eigentlich nicht notwendig sein, aber wo geht es bei Bewerbungen schon fair zu?

hyperbol, 09.07. 23:19

das wär ja dann sogar ein vorteil der 2020er maturantInnen, dass sie nicht versehentlich bei einer idiotenfirma anheuern können.
ein arbeitgeber a la xx1xx muss ja ned unbedingt sein.

spacejam, 10.07. 07:31

@xx
Sorry, aber wie bitte kann man nur täglich immer wieder aufs Neue solchen Unsinn posten???

xx1xx, 10.07. 08:43

Ob das Unsinn ist müssen die Maruranten selbst entscheiden. Für beide Wege gibt es gute Argumente.

Es wundert mich nicht, dass es mit der Leistung der...

aeiou, 09.07. 08:46

...Schüler bergab geht.

Der Großteil der Jugendlichen ist mit sich selbst beschäftigt
und denkt nur an just for fun. Man sollte sie wie im Sport mit der Realität konfrontieren, dann werden sie auch begreifen das man im Leben auch rechnen können muss. Wenn man ihnen Alles schenkt, wie die Matura heuer werden sie nie den Ernst des Lebens begreifen und nehmen an es ist immer so und die Eltern richten es, auch finanziell.

Antworten

derintellektuelleprolo, 09.07. 12:03

"... der ernst des lebens" - wenn ich diese komplett sinnbefreite, blödsinnige phrase nur höre, wird mir schon schlecht!
Und zu "just for fun": warst du eigentlich auch einmal jung?, oder hast du dich damals in einem stillen Kämmerlein, eremitenhaft darbend, jeglicher lebensfreude entsagend, auf den ernst des lebens vorbereitet?
Omg... leute gibts...

sx450, 09.07. 12:14

es sind aber auch viele lehrer ab semesterferien nur mehr damit beschäftigt die feiertage im mai und die sommerferien für urlaubs durch zu planen.
im herbst gibts dann während der unterrichtsphase fortbildung.

inn, 09.07. 13:41

Ja. Viele Lehrer. Die vermutlich zwischen Herbst und Semesterferien damit beschäftigt waren, die Weihnachtsfeiertage zu verplanen.

2stay, 09.07. 16:04

Sx, im August gäbe es eine Summerschool für diejenigen, bei denen es noch ein Manko in der deutschen Sprache gibt ;)

Inn, aber erst, wenn sie im September/Oktober mit der Planung der Herbstferien fertig sind!

hyperbol, 09.07. 16:20

und an die osterferien denkt keine(r)??

2stay, 09.07. 17:00

Hyper, da sind wir doch grad auf Kur... also natürlich die 2 Wochen davor auch!

hyperbol, 09.07. 17:16

asooooouuuu.......

hyperbol, 09.07. 17:28

aber um auf @aeiou zurückzukommen....
"Die Jugend hat kein Ideal, kan Sinn für wahre Werte
Den jungen Leuten geht's zu gut, sie kennen keine Härte!....."

und da Lebens Ernstl is a nimma des, was er amal war.
Ich fürchte, wir werden alle sterben!

inn, 09.07. 17:35

Ja, aber nur deshalb, weil wir die Osterferien nicht richtig geplant haben.

aeiou, 09.07. 20:09

> prollo weiter oben
Scheinst ja ein Teufelskerl zu sein der über all den Gegebenheiten steht,ganz einfach ein Tausendsasa.
Ja ich war auch jung und wir hatten Spaß und so nebenbei hatten wir auch Respekt vor den Eltern und Lehrern.

Das untere Drittel

xx1xx, 08.07. 18:43

hat einen Laptop von vorgestern, wohnt am Land, hat eine Internetverbindung von 2Mbit/s (gelegentlich). Es müsste viel Geld aufwenden um sich technologisch zu verbessern, kennt den Unterschied aber nicht und sieht folglich auch keinen Sinn darin.

Das mittlere Drittel hat einen modernen Laptop oder PC und ist wahnsinnig stolz darauf. Es grenzt sich gegenüber dem unteren Drittel deutlich ab, besitzt zumindest eine spezialisierte Software und kennt deren Einsatzbereich und andere Softwarepakete zumindest theoretisch. Es gibt das meiste Geld für Games aus um sich von den anderen beiden Gruppen abzugrenzen. Es hat eine permanente stabile Internetverbindung, sowohl am Handy, als auch zu Hause mit mehr als 8 Mbit/s und weiß bei sllen Componenten, wie es sich zumindest theoretisch verbessern könnte. Daraus ergeben sich Kompromisse in der Ausstattung, die zum Standardmodell werden. Technische Sinnhaftigkeiten treten dabei meist in den Hintergrund, als Schutzmechanismus werden dafür die Worte pragmarisch, praxisbezogen, zukunftssicher uvam. täglich verwendet. Jeder Bekannte kennt ihre IT Ausstattung, die zum Standard, andere Ausstattungen dagegen zur Abnorm, selbst definiert werden.
Das obere Drittel der Kinder hat mehrere PCs, Laptops und Handys, so wie es eben gerade praktisch ist. Es hat einen permanenten Internetzugang um die 100 Mbit/s oder sogar darüber, die genaue Geschwindigkeit spielt ohnedies keine Rollke, weil sie fast nie eine nennenswert begrenzende Rolle spielt. Sie wohnen in den Zentren. Software wird immer in professioneller Form, meist über Schullizenzen erworben, die monatlichen Kosten ohne Schullizenz würden insgesamt €1000/Monat weit übersteigen, als Schullizenz erhalten sie diese Lizenzen jedoch kostenlos. Dazu ist das notwendige Zubehör auch tatsächlich vorhanden und übersteigt nicht selten den Preis der PCs und Laptops, sodass auch echt produziert werden kann.

Antworten

hyperbol, 08.07. 19:51

kann ma des wo bstellen, was des obere drittel produziert?

xx1xx, 08.07. 20:02

Es dient oft der eigenen Karriere, aber ja, warum nicht. Die verwendeten Lizenzen werden gekauft und im Preis gewinnbringend kalkuliert.

kyloren, 09.07. 00:11

jaja, nur hat zwar das obere Drittel alles, ist allerdings meist zu blöd, das alles auch zu nutzen. Ist ja immer so. Wer was braucht, hat nix und wer nix braucht hat alles.

inn, 09.07. 06:32

Xx, ich empfehle dringend ein Praktikum an einer Pflichtschule, bevor du dich in weitere Postings stürzt. Ich schätze, drei Tage wären genug.

effenbeisser, 09.07. 06:42

ich musste tränen lachen bei so viel blödsinn, welcher da in einem posting fabriziert wurde. echt! danke! du hast mich echt unterhalten...
schon mal ganz abgesehen davon, dass ich z.b. am land lebe und dennoch eine 100mbit-verbindung habe, was deine theorie gleich in bausch und bogen ins absurdum führt, ist es gerade bei uns am land so, dass die oberste schicht aus den städten gerade am land die fettesten neubauten hinstellt und auch entsprechendes fahrwerk vor dem haus parkt. und warum? weil eben viele die ruhige landidylle den zentren vorziehen, welche ohnedies meist in 30 min. mit dem auto erreichbar sind.

xx1xx, 09.07. 07:22

Viele, die sich beim Auto zum oberen Drittel zählen, gehören bei der IT nicht dazu. 100 Mbit/s sind am Land noch selten, die Bildung wird dort erst eine Generation später beginnen.

2stay, 09.07. 07:32

Merkt ihr denn nicht, dass xx sich selbst im oberen Drittel beschrieben hat?

Inn, ich denk, er würd schon nach den ersten 3h schreiend davonlaufen. :)

@effe, ich wohn auch und hab auch 100mbit. Vielleicht kennt sich xx doch net so gut aus, wie er immer tut!

2stay, 09.07. 08:01

„am Land“ hat es geschluckt :) ich wohn auch am Land soll es heißen.

effenbeisser, 09.07. 10:13

07:22 - wo hätte ich geschrieben, dass das auto DAS entscheidende kriterium fürs obere drittel ist?? das ist genauso unfug.
und ich verrate dir noch was ..... bei uns gibts die 100mbit-leitung seit jahren!! :-) du musst dich auch hier mal mit den basics beschäftigen....denn es gibt am land genauso gegenden wo du gar kein netz hast...aber land ist nicht gleich land....und dies scheint dir neu zu sein, was eine gewisse arroganz an den tag legt.
und wenn man land eh nur lauter deppen aus dem letzten jhdt. herumlaufen, dann erklär mal, warum man z.b. auf der htl in salzburg händeringend gerne hs-schüler vom land nehmen, weil die um häuser mehr wissen zu manchen gym-absolventen von der stadt. also deine ansicht kann man wirklich auf allen ebenen kübeln. schreib bitte nur mehr über dinge, von denen du wirklich ahnung hast. bei dem thema hast du nicht mal einen blassen schimmer ahnung!!

inn, 09.07. 13:44

Ich persönlich bin immer noch davon überzeugt, dass xx keines der originellen Worte, die er schreibt, so meint, sondern nur geschickt provozieren will.

xx1xx, 09.07. 13:49

Also die HTL will ihre extrem überteuerten Bruchbuden, die noch immer als Quartiere für die Schüler angeboten werden, auch vermieten. Das geht bei diesen Bruchbuden noch am ehesten bei der Landbevölkerung, die eine Unterkunft dringend braucht. Der Salzburger kommt ja mit dem Fahrrad, was viele Vorteile hat.

inn, 09.07. 14:14

Die Landbevölkerung braucht dringend eine Unterkunft und will sich in überteuerten Bruchbuden einmieten? Das erscheint mir jetzt etwas seltsam, aber es mag an mir liegen.

2stay, 09.07. 15:59

Inn, es liegt nicht an dir! Xx ist nur neidisch, dass seine Kinder in der Stadt eine schlechtere Schulbildung bekommen, als sie das in der NMS am Land bekommen hätten. Deshalb muss er jetzt ein wenig herumtrollen.
Wir können uns ja alle noch gut an seine Anfänge hier erinnern, wo er sich über die schlechte Ausbildung an der Schule seiner Kinder beschwert hat (nicht zu vergessen die infantilen Direktorenvideos, die bei ihm eine Art Trauma ausgelöst haben).
Es ist schwer zu akzeptieren, aber das wär ihm am Land halt nicht passiert :D

inn, 09.07. 17:47

"Herumtrollen" hab ich soeben fix in meinen Wortschatz integriert X-)) Na, braucht keiner spinnen bzw herumtrollen, es kommen ja noch andere Schuljahre, zum Ausbessern... Tirol bietet ab Montag eine Sommerschule für 4 Wochen an, wo jedes Kind INDIVIDUELL und PROFESSIONELL betreut wird. Bekannt gemacht vor 3 Wochen, Personal (Studenten) steht immer noch nicht, weil viel zu kurzfristig und Hungerlohn. Kinder können wöchentlich kommen. Wie willst denn völlig unbekannte Kinder aus verschiedenen Schulstufen innerhalb einer Woche maßgeschneidert fördern? Ein erfahrener Lehrer kann nach der Zeit erst einmal sagen, wo's überhaupt genau hapert. Ich finde, die Schule der Zukunft gehört gegen unbedachte, mies organisierte politische Alleingang-Schnellschüsse geschützt.

xx1xx, 09.07. 21:21

Und ich dachte die Sommerschule wäre nur für wirklich schlechte Schüler, die kaum hochdeutsch können. Mag sein, dass man das am Land, wo der Dialekt vorherrscht, anders erzählt hat.

2stay, 09.07. 23:03

Tja xx, da dachtest du (wiedermal!) falsch. Es gibt nämlich viele Kinder, die in Deutsch schlechte Noten haben und trotzdem Deutsch als Muttersprache haben. Die können teilweise sogar gut Deutsch. Die Rechtschreibung hörst halt net beim Sprechen.
Und das ist auch in Wien so, nicht nur am Land.
Aber wie so oft scheitert es daran, dass du es eben nicht weißt, sondern nur denkst...

inn, 10.07. 06:25

Xx, du verwechselst jetzt leider die Tiroler Sommerschule (ab 13.07. 4 Wochen) mit der österreichweiten Sommerschule im September (2 Wochen). Mag sein, dass man das in der Stadt falsch verstanden hat.

2stay, 10.07. 09:16

Und auch die Sommerschule (in Wien im August), ist nicht nur für Kinder, die kaum Deutsch sprechen. ;)

Ein experimenteller Ansatz

powermetal, 08.07. 17:04

Ich finde es schade dass Schulen mit dem Ansatz rangehen, dass alles auswendig gelernt werden soll. Zb. Formeln in Mathe. Wie trainiert man damit das logische Denken? Lernen findet durch (spielerisches) Experimentieren statt. Oder warum glauben die ganzen "Bildungsexperten" dass Kinder einen natürlichen Spieltrieb haben? Damit man den in der Schule abwürgen und durch hohles exerzieren ersetzen kann? Letzteres ist ein schöner Ansatz wenn man Menschen heranziehen will, die tun was man ihnen sagt und nicht zu viele Fragen stellen. Kein Wunder dass es mit der Welt so abwärts geht. Am Ende kommen die Schüler mit bestnoten raus und alles was die können ist die dämliche Wachstumsreligion rauf und runter zu beten.

Was die Digitalisierung betrifft; ich glaube nicht dass die Idee gut ist. Junge Menschen sind vor allem auf soziale Interaktionen angewiesen, anstatt einseitige Befehlseingabe. Das Computerzeug bringen sie sich daheim schon selbst bei. Ich würde das genaue Gegenteil tun und Smartphones zu Schulbeginn absammeln.

Für die Motivation sind die Lehrer verantwortlich. Wenn die keine Begeistung für den Unterrichtsstoff mitbringen, sollten die den Job wechseln. Nichts ist demotivierender als wenn ein komplett gelangweilter Lehrer widerwillig vor der Klasse seinen Stoff runterbetet - die Magie der nonverbalen Kommunikation. Auch im Schulbetrieb hat die Psychologie bisher kaum Einzug gefunden. Ich finde bemerkenswert wie rückständig das Schulsystem ist. Stattdessen glauben die Leute Noten wirken motivierend. Lächerlich. Das ist Tinte auf Papier. Belohnung folgt aus Lob und Anerkennung - wiederum der soziale Faktor, nicht aus Papierkram. Würde irgendjemand bei Wettbewerben mitmachen wenn man als Gewinner anonym bliebe und nur einen Post-it mit einem Smiley drauf gewinnt? Come on!
(-_-')

Antworten

xx1xx, 08.07. 18:17

Du bist eben ein Auslaufmodell. Die Jugendlichen lernen heute mit dem Computer mehr, als du dir in deiner altertümlichen Welt aus dem vorigen Jahrtausend überhaupt vorstellen kannst. Bist du bei den digitalen Trends dabei? Gestaltest du die digitale Zukunft mit? Auslaufmodell.

powermetal, 08.07. 19:15

"Die Jugendlichen lernen heute mit dem Computer mehr, als du dir in deiner altertümlichen Welt aus dem vorigen Jahrtausend überhaupt vorstellen kannst."

Nur leider keine Sozialkompetenz.
___

"Bist du bei den digitalen Trends dabei? Gestaltest du die digitale Zukunft mit? Auslaufmodell."

Ich sehe den Sinn in den digitalen Trends, sich selbst auf Instagram zu inszenieren nicht unbedingt als konstruktive Zukunftsgestaltung an. Da fliegen Leute rund um die Welt, zerstören die Natur nur damit sie im Internet Selfies posten können. Das ist für mich eher ein Ausdruck der Dekadenz.

Umgekehrt lernt wohl niemand am Computer soziale Kompetenz. Also nein, wenn die Jugendlichen schon daheim vorm Computer hocken sollten sie zumindest in der Schule nicht auch noch vorm Computer hocken.

"Digital=Neu, Neu=Gut!" ist eine Denkweise der Schwachsinnigen, die sich keine Sekunde mit der menschlichen Natur beschäftigt haben. Gehirnforschung, Psychologie, Soziologie, Verhaltensforschung usw. machen ziemlich klare Aussagen darüber wie Menschen, ihrerseits Säugetiere der Unterart Hominidae funktionieren und nicht funktionieren.

Egal was der Mensch als gut oder schlecht erachtet, sein Gehirn folgt einer evolutionären Programmierung die sich nicht durch Utopien und Träumerein aufheben lässt. Faktisch entmenschlicht der Mensch seine Umwelt immer mehr, wodurch er emotional und geistig verkümmern wird. Die Welt von morgen ist nicht mehr lebenswert, nicht zuletzt deswegen weil der Mensch seine Gestaltungstätigkeit zunehmend immer mehr an K.I.s überträgt und somit in die Bedeutungslosigkeit rutscht. Der Mensch von morgen ist nur noch ein hohler Konsumtrottel. Zugegeben, natürlich nicht alle, aber dass die Mehrheit darauf zusteuert zeichnet sich heute schon ab. Userprofiling im Internet macht Leute berechen- und manipulierbar. Nun frage ich mich, wenn "die Jugendlichen" so schlau sind wie du hier tust, warum sie ihre Daten bereitwillig im Internet hergeben?

2stay, 09.07. 08:47

Power du hast völlig Recht! Die Sozialkompetenz ist eines der Dinge, die vielen Kindern heute leider komplett fehlt, weil sie schon als Kleinkinder vor dem TV oder IPad geparkt werden und ihnen nicht mehr beigebracht wird, wie man mit anderen umgeht.
Ich stimm dir auch zu, dass für die Motivation in der Schule die Lehrkräfte zuständig sind.
Das große Problem dahinter: im Laufe der letzten Jahre konnte ich beobachten, dass immer mehr Kinder sich einfach für gar nix mehr interessieren. Es ist quasi unmöglich, sie für irgendwas zu begeistern! Das ist total traurig, weil man das Gefühl hat, dieser Entdeckerdrang, den Kinder normalerweise in sich haben, ist bei manchen gar nicht mehr vorhanden.
Und es ist nun mal so, dass Kinder durch die ständigen Impulse, die moderne Medien ihnen liefern (wenn es ein gewisses Maß überschreitet und kein wichtiger Input der Eltern mehr kommt) völlig auf Außenimpulse angewiesen sind, weil sie in sich selbst keine Impulse (für Abenteuer, fürs Entdecken, für die Neugierde) mehr verspüren.

Die Digitalisierung ist mit Sicherheit etwas, wo die Schule noch Fortschritte machen kann. Aber Empathie, soziales Denken und Feingefühl lernt man nicht von einem Computer. Und man muss eine Balance finden, dass das den Kindern, die das zuhause nicht bekommen, zumindest in der Schule „beigebracht“ wird!

2stay, 09.07. 08:49

Power, xx meint nicht, dass ALLE Jugendlichen so schlau sind. Er spricht von dem „oberen Drittel“ zu dem er seine eigenen Kinder zählt (siehe anderen Beitrag).

die Schule auszurüsten ist der falsche Ansatz

kyloren, 08.07. 16:18

man muss Computer billiger machen. Brauchen ja nicht lange halten. Gerade mal 1 Schuljahr, dann kauf sich eh jeder einen neuen, weil viel zu langsam. Also kann man auch keine Schulen ausrüsten, weil die dann alles nach 1 Jahr wieder weg werfen können. Stichwort: Geld und Kosten. Ein Raspberry um 100 € mit allem Drum und Dran reicht doch. Lasst sich am Fernsehen anstecken und das bissl Schulsurfen für die Aufgaben kann man mit Handy-WLAN.

Antworten

xx1xx, 08.07. 16:39

Du hast bei deiner Rechnung die Speicher (DRAM und NVME) vergessen.

Digitalisierung - was versteht man darunter?

2stay, 08.07. 10:26

Manche haben überhaupt kein Gefühl dafür, was Kinder können, was sie lernen können, was sie brauchen und wo man anfängt. Da wird von Programmieren und Apps erstellen gesprochen, obwohl die meisten Pflichtschüler nichtmal wissen, wie sie richtig eine EMail schreiben.
An den Schulen fehlt es an PCs (für SchülerInnne und Lehrkräfte!) und funktionierendem WLAN. DAS muss also nicht einmal der allererste Schritt sein.

Dazu würd ich gerne etwas aus meinem Schulalltag in einer Wiener NMS („Brennpunktschule“) erzählen.

Bis Corona waren Handys in den Klassen verboten. Die Kinder haben gut ausgebildete Informatik/Digitale Grundbildungslehrkräfte und bekommen hin und wieder auch in anderen Fächern Online Aufgaben für zuhause. Das Handy spielt für mich bei der Digitalisierung eine untergeordnete Rolle.

Warum kein Handy im Unterricht?
Meine Kinder (mit ganz wenigen Ausnahmen) können mit der Arbeitsanweisung „nimm dein Handy und....“ nicht umgehen.
Sie werden von Apps wie Instagram, Snapchat und dgl. magisch angezogen und mindestens die Hälfte der Klasse steigt beim Griff zum Handy aus dem Unterrichtsgeschehen aus.

In Digitale Grundbildung - der Unterricht findet ausschließlich im Informatikraum statt - lernen sie Dinge wie:
- wie schreibe ich eine Email
- wie arbeite ich mit MS Office
- wie speichere ich Dokumente ab
- wie erstelle ich Ordner
- wie durchforste ich das Internet nach brauchbaren Informationen
- Worauf muss ich aufpassen
- wie verhalte ich mich online
usw

Und glaubt mir, das ist für den Großteil der Kinder schon eine ausreichende Herausforderung. Wer jetzt annimmt, dass es da mit einer Stunde pro Thema getan ist, der irrt gewaltig!
Wir waren nach 3 Monate einmal so weit, selbstständig Dokumente abzuspeichern - mit der Arbeitsanweisung „Speichere jetzt dein Dokument in deinem Ordner unter deiner Klasse ab“. Trotz wöchentlicher Übung. Wenn man es nicht selbst erlebt, glaub man es kaum.

DAS sind Dinge, die die Kinder zukünftige können müssen, egal, welchen Job sie haben. Weil sie das immer wieder brauchen werden! Selbst wenn sie nicht in einem Büro arbeiten.

Ich verbinde mein Hauptfach Deutsch oft mit digitaler Grundbildung, wenn wir eben Briefe, Mails oder Bewerbungen schreiben. Das muss einfach bei allen sitzen.

Wenn da manche vom Programmieren oder dgl reden, dann ist das maximal was für die Oberstufe. Aber mit Sicherheit nicht für die Pflichtschule.
Sollte ein Kind in diese Richtung interessiert sein, dann wird

Antworten

2stay, 08.07. 10:27

es in die HTL gehen und sich einen dementsprechend Zweig aussuchen.

Ein kleiner Auszug der Probleme meiner SchülerInnen während dem Distance Learning waren:
- kein WLAN
- kein Akku
- Was ist eine Email?
- Ist das eine App?
- Wie minimiere ich die Auflösung der Fotos, sodass das Postfach meiner Lehrerin nicht nach 10 Mails schon gesprengt ist
- Muss ich meiner Lehrerin 5 Mails hintereinander schicken, wenn sie auf die erste nicht gleich antwortet?
- Ist Mail sowas wie whats App?
- Ah, ich kann mehrere Fotos in eine Mail verpacken und muss nicht 15 Mails schicken.
- Wie mach ich das?
- Wie teile ich Fotos/Docs per Whats App/Mail
- Wieso erkennt meine Lehrerin nicht, wer ich bin, wenn sie von 100 Schülern Mails bekommt und meine emailadresse altaa123@gmail.at lautet (und ich keinen Namen in die Mail reinschreibe)
Usw...

Jetzt könnt ihr euch vorstellen, was Digitalisierung für mich bedeutet. Und es mit Sicherheit nicht an meiner digitalen Kompetenz scheitert. Die ist nämlich im wirklich ausreichenden Maß vorhanden (obwohl ich digitale Grundbildung nicht unterrichte).

xx1xx, 08.07. 13:56

1. kein WLAN. Das wird selten richtig verwendet und ist Luxus für zuhause. In der Schule ist es ohnedies aboluter Unsinn, da soll erst einmal richtig verkabelt werden. Deiner Antwort entspricht "Ich fahre nicht mit dem Auto, weil ich habe keinen Ferrari". Hier muss den Eltern erklärt werden, dass sie dazu verpflichtet sind einen Internetzugang bereitzustellen. WLAN Router gibt es auch mit SIM Karte und Handys haben sie ja alle. Die meisten können auch als WLAN Router konfiguriert werden.
2. Kein Akku. Das muss diziplinarrechtliche Konsequenzen haben. Die Geräte sind betriebsbereit zu halten, ein leerer Akku kann innerhalb einer Stude aufgeladen werden.
3. E-Mails und Apps sind eben Lehrinhalte, die Kenntnis muss als Grundkompetenz begriffen werden, sonst ist die Klasse eben zu wiederholen. Die Eltern sollten bei Unkenntnis darüber sofort schriftlich davon in Kenntnis gesetzt werden.
4. 15 Mails sind in der Regel besser, diese Schüler sollten ein "Sehr Gut" bekommen. Das E-Mail Protokoll ist nicht auf File-Sharing spezialisiert, daher ist die Größe der einzelnen Nachrichten durch den Empfangsserver begrenzt. Nachdem man diese Grenze von vorn herein nicht kennt, schickt man 15 Fotos, wenn es denn schon über E-Mail sein muss, grundsätzlich einzeln und hofft, dass auch alle durchkommen und nicht vom Schul-Server zurückgewiesen werden. Einzelne TIFFs moderner SLRs erreichen eine Größe von beinahe 100MB pro Bild. Das ist auch das bevorzugte Format für professionelles Arbeiten.
5. Fotos und Docs teilt mam besten überhaupt nicht per WhatsApp, Facebook, besser über andere Dienste.
6. Lehrer sollten die E-Mail Adressen ihrer Schüler kennen. Bei fehlenden Angaben fragen Lehrer über diese E-Mail Adresse einfach nach.

hyperbol, 08.07. 14:50

@xx1xx, eigentlich ein wahnsinn, wie unprofessionell der orf arbeitet: das bild oben zur schuldebatte hat 0,3MB !!!
ich selber bin auch ganz zerknirscht, ich hab eine kundendatenbank gmacht, wo ich für fotos auch von ca. 2MB ausgehe. aber noch heut geh ich neue festplatten kaufen, miete mehr cloudspeicher und professionalisiere des ganze, versprochen!
@2stay, soll ich dir gleich welche mitnehmen? du hast ja ka zeit, weilst vor die disziplinarkommission musst wegen der akkus :)

xx1xx, 08.07. 15:18

Die Fotos des ORF werden vor einer Veröffentlichung an das Medium angepasst. Bilder von Schülern sollen aber Originale sein und eventuell weiter bearbeitet werden. Datenbanken mit begrenzter Dateigröße sind extrem unprofesdionell. Du schreibst, dass der Lehrer deiner 12-jährigen Tochter so verfährt, das glaube ich dir. Solche Lehrer arbeiten nicht nur unprofessionell, sie kennen sich bei dem, was sie unterrichten, auch zunehmend nicht mehr aus. Nimm nur das facebook Beispiel, oder die falsche Verwendung des E-Mail Protokolls. Du hast angedeutet, dass deine Tochter sich besser auskennt als ihr Lehrer in der NMS und daher wahrscheinlich schlecht beurteilt wird. Solche Lehrer neigen dazu. Gegen solche Lehrer musst du dich wehren, du wirst sehen wie schnell sie ihre fachlichen Grenzen erkennen müssen und rasch zurückstecken. Es gibt sehr viele Digitalisierungsverlierer unter den Lehrern, nur wollen sie das eben im Verborgenen halten. Argumentiere gegen den Lehrer mit den Punkten, die ich geschrieben habe und deine Tochter wird bessere Noten bekommen.

2stay, 08.07. 16:01

Xx, vielen Dank für deine wertvollen Tipps. Wie konnte ich nur bisher ohne dich und deine hervorragenden Ideen als Lehrerin überleben.

Da mir ein Antworten auf alle deine tollen Tipps zu mühsam ist, geh ich nur auf Punkt 6 ein.
Ich habe alle Mails meiner Schüler. Bis zur Schulschließung hatten allerdings 80% keine eigenen Mail Adresse. Aber weil wir so brav und fleißig waren, haben wir das bald hinbekommen.
Leider schauen die Kinder nicht in ihre Mail-Inbox. Somit war Mail Schreiben völlig sinnlos. Und ich hab 100 SchülerInnen. Da kann ich nicht alle 10x an jede Aufgabe erinnern. Wie zum Geier stellst du dir das vor? Du lebst wirklich in deiner eigenen Welt!
Die Eltern kontaktieren? Viele sind nicht erreichbar oder antworten nicht. Das regel ich mir schon mit den Kindern selbst. Laut JA müssen Eltern nicht erreichbar sein. Hauptsache ich erreiche die Kinder.

Ausnahmesituationen verlangen Ausnahmeregelungen. Wir durften ganz offiziell mittels Instagram und Co kommunizieren.
Aufgaben wurden mir per Mail geschickt. Die restliche Kommunikation fand über Instagram statt. Da sind sie alle und waren für mich am besten und schnellsten erreichbar!

2stay, 08.07. 16:02

Hyper, ja bitte! Dann können sie mich ungehindert zuspamen. Und bekommen alle Einser, weils mir 1000 Mails schicken.

hyperbol, 08.07. 16:13

Xx, deshalb hab ich meine datenbankdatei auch nicht größenbegrenzt, mach mir aber trotzdem ein konzept, wie groß ich die fotos mediengerecht reintu (daraus ergibt sich dann, zusammen mit anderen elementen der ungefähre speicherbedarf für sicherungen & co. ich glaub nicht, dass ich der einzige datenbanker bin, der das so macht.
und wenn @2stay ihre helden fotogrößen anpassen lässt, is das eher des gegenteil von unprofessionell, weil sie in einer schule arbeitet und nicht in einem grafikstudio.
von einer 12-jährigen Tochter weiss ich leider nix, und ich glaub, ich hab da schon den überblick :)

xx1xx, 08.07. 16:24

Dann gibt es ja kein Problem, hyperbol.
Und an die überforderte Lehrerin: Entscheidend ist die richtigen Maßnahmen zu setzen. Lehrer müssen nicht jedes Mail beantworten, sehr wohl aber den Überblick behalten, richtig zusammenfassen und regelmäßig Feedback geben. Der Computer hilft dabei und vereinfacht die Sache auf beiden Seiten. 100 SchülerInnen ist gar nicht so viel. 2000 Mails die Woche sind es auch nicht. Es zeigt eben, dass die Jugendlichen die IT intensiver nutzen als viele Lehrer. Wer nichts bringt wird auch nicht positiv abgeschlossen, soviel ist seit der Alternativbewegung "Leerzettler" ohnedies klar.

xx1xx, 08.07. 16:29

Was man unter "Digitalisierung" versteht lernt man an der Universität Wien unter dem Vizerektor Maier. Dieser erklärt vielleicht auch gleich den fundamentalen Unterschied zwischen Wirtschaftsphysik und alter Physik und warum Verkäufer die besseren Ingenieure sind.

hyperbol, 08.07. 16:30

xx1xx, wenn du das, was du hier so über schule schreibst (und vielleicht sogar denkst), malen würdest, wäre es dadaismus.
(ok, ich gebs gleich zu, das ist eine gewagt optimistische these)

xx1xx, 08.07. 16:33

Du kannst gerne wieder einmal deinen Namen danzen, hyperbol, um in deiner Welt zu bleiben.

hyperbol, 08.07. 16:37

kommt dieser begriff von "biodanza" (Toro Araneda) oder ists bloss ein rechtschreibproblem?

xx1xx, 08.07. 16:41

Nein, es ist nur ein Schreibfehler.

hyperbol, 08.07. 16:45

schad, weil toro araneda könnt ich dir empfehlen :)

hyperbol, 08.07. 16:57

@2stay, so schnell können gute vorsätze dahin sein. ich pfusche schon wieder in einen beitrag von dir rein, indem ich blöd mitm xx'erl rumpolemisiere. tschuldigung!
dein beitrag ist nämlich für alle ein guter impuls, die nicht checken, dass "digitalisierung" im prinzip werkzeuge bringt, und nicht inhalte, oder gar lebenssinn.
und dass es um nicht mehr aber auch nicht weniger geht, als diese halt zu benutzen, so wie es in der situation passend ist.

xx1xx, 08.07. 17:33

Und dazu braucht man sehr viel, vorallem theoretisches Grundlagenwissen.

2stay, 08.07. 19:24

Hyper, ich bin dir nicht böse! Du kennst dich wenigstens aus.
Der Xx kann halt nicht anders. Aber ich bin sowas ja aus der Schule gewohnt ;)

powermetal, 08.07. 20:24

@2stay
"In Digitale Grundbildung - der Unterricht findet ausschließlich im Informatikraum statt - lernen sie Dinge wie:
[...]
Und glaubt mir, das ist für den Großteil der Kinder schon eine ausreichende Herausforderung."

Sowas konnte ich schon in der Volksschule. Vielleicht mit Ausnahme von eMails versenden, fehlendem Internet sei dank. Das war 1999 aber auch noch nicht so verbreitet.
Anyway... die Kinder müssen ganz schön inkompetent sein, wenn sie nicht mal die von dir genannten Grundlagen drauf haben. Da haperts wo anders, nicht einfach nur an den EDV-Kenntnissen. Die Basics sollte eigentlich jeder selbst ganz leicht herausfinden können.

2stay, 08.07. 21:18

@Power
Ja was soll ich dir sagen... meine eigenen Kinder können das auch. Nicht seit der Volksschule, weil da hatten sie noch weder Handy noch PC. Aber danach im Gym haben sie das recht bald draufgehabt.
Aber in meiner Schule läuft es halt anders. Und die Kinder haben kaum bis gar keine Förderung (jeglicher Art) von zuhause. Das merkt man dann in allen Bereichen.

2stay, 08.07. 21:21

Xx
Ich tu mir schwer, dir meinen Standpunkt zu erklären, wenn du mit Argumenten kommst, die so fern der Realität des derzeitigen Schulalltags sind, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Mich würd allerdings interessieren, wo du aus meinem Post Überforderung herauslesen kannst. Bin gespannt!

die digitalisierung finde ich sehr sinnvoll, denn man muss...

effenbeisser, 08.07. 06:41

einfach mit der zeit gehen, auch wenn das immer auch neg. seiteneffekte mit sich bringen wird. andererseits muss auch jedem klar sein, dass es gottseidank immer veränderung und entwicklungen gibt - so auch in diesem fall.
das einzige - wenn bei dem thema "homeschooling" via internet dazuzählt - was man sich schon überlegen muss, wie es mit der disziplin der schüler aussieht, zuhause am laptop den unterricht zu verfolgen. ich würde mich da selber gar nicht ausnehmen, dass ich als schüler vermutlich genauso abgelenkt gewesen wäre und die verlockung ist ja auch groß nebenbei anderes zu machen?! also ich denke da gehört enorm viel disziplin und reife hinzu, gerade wenn vielleicht sogar beide elternteile nicht zuhause sind.
man sieht es auch aktuell im arbeitsleben, dass zunächst homeoffice groß bejubelt wurde, aber manche mittlerweile auch den sinn erkannt haben, doch ins büro zu fahren?! :-)

Antworten

horst11, 08.07. 06:58

@effe: wenn du Digitalisierung in der Schule so sinnvoll findest, warum schreibst du dann nichts über den Sinn, sondern über die Nachteile??
Warum fehlt den Menschen beim Thema Digitalisierung der Mut? Wenn man viele Nachteile sieht, aber kaum Vorteile, dann IST es vl. wirklich so.

effenbeisser, 08.07. 07:29

horst - du hast schon eine eigenartige interpretation meines postings...gratuliere!!
ein thema kann man immer kontrovers diskutieren, warum soll das hier anders sein? wo gäbe es nur vorteile?
den sinn in der digitalisierung sehe ich vorallem darin, dass apps & co einfach jetzt schon zum leben vollkommen dazu gehören und wozu soll man das nicht im schulbetrieb integrieren?

horst11, 08.07. 07:34

ich halte es für sehr schädlich, wenn man der Digitalisierung grundsätzlich den positiven Fortschritt unterstellt und dich da mit Begründungen wie "man muss mit der Zeit gehen" zufrieden gibt.
Was uns Menschen nutzt oder Freude macht, daran misst sich das positive. Nicht an der Anzahl der verbauten Mikroprozessoren!!

effenbeisser, 08.07. 07:44

horst - wie kommst du darauf, dass die digitalisierung nicht nützlich ist?? glaubst du wirklich du redest hier für die mehrheit? ich denke die lebenssituation für junge menschen, die ihr leben inkl. ausbildung noch vor sich haben, ist eine komplett andere, als z.b. für ältere, die mit dem "technik-schmarrn" nichts anfangen können und wollen?!

horst11, 08.07. 07:48

@Effe: apps und co.: was genau meinst du??
@app=Applikation für ein Hand Endgerät mit Touchscreen.
Man kann häufig genutzte Internetseiten oder Software mit app Funktion bedienerfreundlicher benutzen, weil sie für kleine Touchscreens optimiert sind. Ok gut, das spart ein paar Minuten und Ärger, wen
man gerade unterwegs ist und nur das Smartphone hat. Ja warum nicht. Ich schreibe z.b gerade von/mit der ORF.at app.
99% der apps sind aber Spiele o.ä, die dazu dienen, Zeit totzuschlagen.

Wenn ich aber im Rahmen des EDV Unterrichts im PC Raum bin, brauche ich keine apps, sondern kann die Originalsoftware auf großen Bildschirmen mit Maus und Tastatur 3 mal schneller bedienen.

Also beschreibe einen oder 2 konkrete Vorteile von app und Co, weil Nachteile gibt es genug.
Angefangen bei den Kosten, mehr peronalaufwand für Administration, ständige Ablenkungsversuchung, langsame Bedienung mit Touchscreen, Anfälligkeiten für Schäden(Flüssigkeiten, runter fallen..)

effenbeisser, 08.07. 07:59

07:48 es kommt im unterricht immer draufan, wie man apps einsetzt oder wie man sich vernetzt. ich glaube kaum, dass die apps im unterricht spiele-apps sind.
was aber wichtig ist in der heutigen zeit ganz allgemein, dass man im umgang mit it und apps einfach vertraut ist. da gehts gar nicht ums programmieren o.ä.!
ich nutze täglich apps und habe sie fix in mein leben integriert. aber darum gehts gar nichts, weil das immer eine frage auch dessen ist, wie weit ich damit zu tun haben will.
aber ich sehe keinen sinn darin, den schülern kenntnisse im allgemeinen umgang mit apps vorzuenthalten. sie benötigen sie ja sowieso im täglichen umgang.

horst11, 08.07. 08:00

@effe: ich rede für mich, aber ich bin kein älterer, der nichts anzufangen weiß mit digitaler Technik.
Ich nutze office Programme und war in der corona Zeit auch auf einigen Meeting Plattformen.
Teile meiner Arbeit werden mit dem outlook Kalender organisiert und teile organisiere ich mit handkalender.
Je nachdem, was sich als günstiger erwiesen hat.

Es tut mir leid, wenn ich aggressiv rüber komme, aber ich verzweifle wirklich fast schon daran, dass so viele Menschen die Digitalisierung für sakrosankt halten, obwohl es genug negativ Beispiele gibt, wo dr Einsatz digitaler Technik Null Verbesserung gebracht hat, aber sauteuer war.

effenbeisser, 08.07. 08:09

horst - ich denke man kann so ein thema aber nicht generell und pauschal beurteilen. es geht hier auch nicht darum, schrott oder sinn von apps zu beurteilen. es ist wie mit fremdsprachen....der eine wird nie fremdsprachen brauchen und dennoch kann man es sich nicht leisten, künstlich eine ganze generation von einem trend abzuhalten, der vielfach oft einfach auch verlangt bzw. nachgefragt wird.

horst11, 08.07. 08:16

In vielen Bereichen beschäftigt sich Digitalisierung heute damit, wie man nebensächliche Tätigkeit in ihrer Dauer von 30 Sekunden auf 20 Sekunden reduzieren kann und wie man das dem Kunden als Vorteil verkauft.
Oder wie man alles vom Smart phone aus Steuern kann, ob man das nun braucht oder nicht und wieder wie man das dem Kunden als Riesenvorteil verkauft.

Und so ist es mmn. auch in der Schule. Das Kernelement der Schule ist Lernen, das überwinden des nicht-wissens, nicht könnens hin zu halbwegs einem Wissen/Können. Dort kann man aber nichts digitalisieren, weil es muss ja jeder einzelne Schüler durch diesen Prozess durch.
Wenn die app im Tablett oder das Excel am stand PC rechnen können ists schön, aber es soll ja der Schüler am Ende rechnen können.

horst11, 08.07. 08:26

@effe: IT Techniker sind nachgefragt. Menschen, die Funktionsweisen von Software, von Netzwerken usw. detailliert verstehen und daher entwickeln und warten können.
Das ist aber zu hoch für die Mittelschule.

Erst muss man die Basics lernen.
Und Menschen, denen Basics fehlen und die hilflos sind, wenn sie keine mundgerecht aufbereitete Software in mundgerecht aufbereiteten Abläufen vorfinden, sind nirgends gefragt. Die landen dann im Staatsdienst, wo sie sich teure Software auf Steuerzahlerkosten andrehen lassen, weil Digitalisierung ist ja immer fortschrittlich.

Ein Basic wäre z.b. dass man nicht in Ehrfurcht vor dem Wort app erstarrt, sondern weiß, dass es ein Programm ist, das genau das kann, was man rein programmiert hat und mehr nicht.

effenbeisser, 08.07. 09:38

ich versteh noch immer nicht, warum das eine das andere ausschließt?! warum man entweder alles nur dumm in eine app tippt, die dann was berechnet, von dem man keine ahnung hat oder ob man ein rechenkünstler wird?
wenn ich an meine zeit in der htl zurückdenke, dann war das schon in den 80ern normal, dass man später auch mal den taschenrechner zur hilfe nahm. und auch damals gabs schon leute die dieselbe argumentation über den taschenrechner gebrauchten. und sind wir deshalb ausgestorben? oder steht seither die welt nicht mehr?

2stay, 08.07. 10:29

Mich würd interessieren, ob du von der Pflichtschule oder einer höheren Schule sprichst.

horst11, 08.07. 11:02

@effe: es muss das eine das andere nicht ausschließen. Es gibt sinnvolle Anwendungen für EDV in der schulorganisation, auch im Unterricht und es gibt EDV- bzw. IT-Lehrinhalte, je nach schultyp, die unterrichtet werden müssen/sollen. Dafür braucht man auch das nötige Equipment.
Aber es muss die Kausalkette immer so sein:
Prozess oder Lehrinhalte, die verwirklicht werden sollen, definieren. Möglichkeiten und Systeme, diese zu verwirklichen durchdenken (auch digitale), entscheiden welches System das geeignetste und wirtschaftliche ist und dann beschaffen/einführen.

Und nicht: Tablets beschaffen, weil Digitalisierung ist immer gut und dann darauf hoffen, dass sich Prozesse und Lehrinhalte schon ergeben werden.
Und wenn nicht, ists auch egal, weil man ist ja fortschrittlich und liegt mit apps und co voll in Trend.

Und viele Prozesse und Lehrinhalte in der Schule sind so geartet, dass sich andere einfachere, billigere Systeme viel besser eignen bzw. gut genug eignen, dass es wirtschaftlicher Unsinn wäre, sie durch viel teurere zu ersetzen.
Rechnen, schreiben, lesen, fremdsprachen die sog. Lernfächer...
Wo sollten da die Möglichkeiten sein, mit Tablets und apps eine schnellere, bessere Wissensvermittlung zu erzeugen???

effenbeisser, 08.07. 11:03

stay ich würde gefühlsmäßig in den pflichtschulen beginnen. sehe keinen vorteil damit bis in höhere schulen zu warten...

effenbeisser, 08.07. 11:07

11:02 - ich stimme dir zu bzw. so wie du dann aufgeführt hast, war es von mir auch nie gedacht. nochmals: es geht nichts ums entweder-oder oder dass das eine das andere ersetzt, sondern um das ergänzende. ich sehe keinen vorteil technisch bei den alltäglichen basics bewusst auf der bremse zu stehen.
das ist wie englisch - nicht jeder wird es mit dergleichen intensität später nutzen, aber es gehört einfach dazu, dass man einfache anleitungen lesen kann. das beginnt schon im privaten...

2stay, 08.07. 12:22

Effe, ich hab ober deinem Beitrag was zur Digitalisierung in Pflichtschulen geschrieben.
Ihr stellt euch das alle so einfach vor. Bzw scheint euch das Gefühl zu fehlen, wo manche Kinder technisch „angesiedelt“ sind...

2stay, 08.07. 12:27

Effe und zu den Apps:
Das lernen sie sich eh selbst (wir unsere Generation auch!). Oder hast du die Anwendung von Apps in der Schule gelernt? Ich nicht. Und kann es trotzdem bzw hab es schnell selbst heraußen.
Die Kinder brauchen Dinge, die ihnen im Berufsleben weiterhelfen.
Kinder, die nichtmal wissen, was eine Mail ist, braucht nicht lernen, wir eine App aufgebaut ist.
Aber mehr dazu oben. War recht viel, deshalb ist’s sinnlos, das hier nochmals alles zu schreiben.

horst11, 08.07. 14:43

@effe: ja, so wirst du nicht gemeint haben.
Aber so passiert es dann in der Realität, wenn man nicht genug bremst.
Weil die Dynamik hin zur Digitalisierungsüberschätzung da ist.
Und die Faulheit, Feigheit, Unentschlossenheit...
Man darf nicht auf die schlechten Seiten des Menschen vergessen.
Und diese führen im Zusammenhang mit Digitalisierung oft dazu, dass man der Anstrengungen, die Definition und Ordnung-erzeugen, bedeutet ausweicht, indem man alles auf die Zeit nach der Einführung einer Software, eines Tablets verschiebt. "Da geht das dann eh ganz leicht" "da hab ich dann immer alles übersichtlich zur Hand"...
Und auf die Art wird unsere Zivilisation wirklich geschädigt durch Digitalisierung.

Note der letzte Klasse vor Matura darf nicht in die...

hahnemann, 07.07. 18:41

...Maturanote eingerechnet werden

das verleitet wieder viele Maturanten, leer abzugeben

zwar hat Faßmann von vielleicht 10 Fällen gesprochen, aber ich kenne allein in drei Schulen in der Umgebung mehr als diese 10 Fälle - also entweder ist Faßmann schlecht informiert, oder er will es nicht sagen

Antworten

kerberos, 07.07. 19:56

Was glaubst du, wieviel Motivation die Schulen haben, sowas an die große Glocke zu hängen? Zumal es ja nicht so eindeutig ist, ob ein Schüler einfach nichts weiß oder total verweigert oder einfach den Weg des Faulpelzes geht.

hyperbol, 07.07. 20:42

@hahnemann, hast du die mehr als 10 leeren zettel gesehen?
oder nur davon gehört und es gilt die unschuldsvermutung ?
aber ich will das leerzettler-problem eh gar nicht bagatellisieren.
im gegenteil: bei ungünstigen vorerkrankungen könnte die aufregung darüber sogar letal enden.
also unbedingt die risikogruppen mit einer klausel, dass beides positiv sein muss, schützen.
und bis dahin den hahnemanns ein herzliches "take it easy" mit auf ihren verantwortungsbewussten weg geben.

alpensymphonie, 07.07. 20:50

Solange es Ironie nicht als Kügelchen in Hochpotenz gibt, bezweifle ich, dass sie bei bestimmten Usern wirkt ;-)

effenbeisser, 08.07. 07:25

ich sehe dies nur als teil eines größeren problems. es ist noch immer ein problem, z.b. nicht-leistung oder eine schlechte leistung als solche klar zu bewerten. dieses "du kannst doch jemand nicht den lebensweg mit einer neg. bewertung verbauen"-denken zieht sich bis in den universitären bereich und ich möcht gar nicht wissen, wieviele noten jedes jahr oder semester einfach so verschenkt werden. ich selber arbeite im bildungsbereich, wenn auch nicht als lehrer oder prof., habe aber gerade deshalb einen ziemlich objektiven blick auf die sache und weiß aus gesicherter quelle, wie da oft lupenreine 5er noch in letzter minute in 4er umgewandelt werden. insbesondere weil es ja auch um jede menge geld geht, ob z.b. studenten auf einer fh sitzen oder nicht....und das ist der mega-alptraum in der leistungsorientierten bewertung, denn jeder prüfer sägt indirekt dann auch ein wenig an seinem eigenen stuhl, wenn er leute öfters durchfallen lässt. weniger studenten heißt dann auch weniger geld! das ist dann vorallem in fhS ein problem, welche trotzdem hohe fixkosten haben. also werden noten oft verschenkt. rächen tut sich das dann freilich spätestens am arbeitsmarkt, wenn leute sich mit top-noten bei unternehmen bewerben und sich dann in der praxis zeigt, dass der absolvent nicht mal die basics richtig beherrscht und absolut unbrauchbar für die position ist. dass dann so mancher personalchef stinksauer auf div. ausbildungsstätten ist, kann ich nur zu gut verstehen.
aber dazu reicht ja schon mal einen kritischen blick auf den punkt "maturaniveau" zu lenken und was unter dem aspekt da so alles durchkommt?! da meine ich nicht wirklich hoch angesehene "kaderschmieden", wo man für die matura wirklich kämpfen muss, sondern z.b. die ganzen "nachholmaturas", wo das leistungsniveau ganz sicher nicht mit ersterem fall vergleichbar ist. aber auch hier - oh welch überraschung - leben solche organisationen von zahlenden kunden und klar, will man denen dann keine steine in den weg legen?!

hahnemann, 09.07. 12:39

@hyperbol
ich habe es persönlich von 3 Schuldirektoren meiner Stadt