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Der Schriftsteller Peter Handke

Literaturnobelpreis: Wie verdient ist die Wahl?

Peter Handke erhält den heurigen Literaturnobelpreis. Damit geht die höchster Literaturauszeichnung nur 15 Jahre nach dem Preis für Elfriede Jelinek erneut an einen österreichischen Schriftsteller. Wie verdient ist die Wahl?

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801 Beiträge

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Forum

Das Establishment "schlägt" zurück

deladroite, 15.10. 18:14

Deutscher Buchpreis für Handke Kritiker. Wäre ansonsten dem Standard und speziell ORF keine Randnotiz wert gewesen, macht der Deutsche Buchpreis heuer ein lautes Geräusch :-)

mirnixdirnix, 15.10. 18:20

... "ddsseeehr witzddig" ... !

alpensymphonie, 15.10. 18:26

Keine Randnotiz? Achtung, kleine Echokammerstörung: ORF-Berichtetstattung über den deutschen Buchpreis 2018:

https://orf.at/stories/3054281/

alpensymphonie, 15.10. 18:27

"t"->"r"

veryfine, 15.10. 18:37

tss tss tss-immer diese lästigen Fakten ;-)

alpensymphonie, 15.10. 18:39

Gell. Da hätt'ma sich endlich so ein schönes Feindbildg'schichterl zusammenkonstruiert, und dann das...
;-)

veryfine, 15.10. 18:39

Spielverderber! *pahsag*

deladroite, 15.10. 18:49

steht aber trotzdem nichts dabei, wen sie aller kritisiert. :-)

deladroite, 15.10. 18:50

Das mit der Randnotiz nehme ich zurück, aber nur das :-)

dieser preis, ...

jogl1949, 15.10. 15:30

...wurde vom nobelkomitee vergeben, da braucht es keine zurufe aus österreich, ..hier sind anscheinend nestbeschmutzer und neider unterwegs

mirnixdirnix, 15.10. 15:35

... und DU !

jogl1949, 15.10. 15:38

gehtdinix, ...ok ?

mirnixdirnix, 15.10. 16:08

Dann ... bist DU also hier nicht > DU !

*g*

mirnixdirnix, 15.10. 18:23

Und ja ! ... Ich bin dem Handke also wirklich dieses viele Geld neidig.

Eigentlich und tatsächlich hätte nämlich wirklich >>> ICH ... diesen Preis verdient !

Diese Welt ist wirklich Grotten-ungerecht !
Du hast ja so Recht ... !

Bei Preisverleihungen gab es schon schlechtere Entscheidungen.

gipfelwind, 15.10. 13:20

US-Präsident Obama war erst 9 Monate im Amt, und hat den Friedensnobelpreis erhalten. Es war etwas verfrüht.
----------
https://www.welt.de/geschichte/article169346465/Das-waren-die-fuenf-schlechtesten-Friedensnobelpreistraeger.html
----------
So werden ursprünglich hoch geachtete Preise entwertet.
Schade.

chromjuwel, 15.10. 13:25

Präsident Obama hat nachträglich die Verleihung mehr als
gerechtfertigt. Wie bekannt, ist der Preis sehr oft als
Auftrag zu verstehen und nicht als Anerkennung.

chromjuwel, 15.10. 13:27

... wobei ich schon einschränken muss, dass ich Obama
nur schwer verzeihe, nicht mehr gegen den Krieg in
Syrien (den Assad und Putin angezettelt haben) getan
zu haben.

deladroite, 15.10. 15:52

Obama gehört nachträglich der Friedensnobelpreis aberkannt, für das Chaos in Libyen, welches er mitzuverantworten hat!

butterfliagn, 15.10. 16:17

Natürlich gehört dem Obama der Friedensnobelpreis aberkannt.

inventor, 15.10. 17:15

Nicht nur ihm allein.

veryfine, 15.10. 17:45

man liest ja in den Foren viel Schräges, aber dass Russland den Syrienkrieg angezettetlt hätte,das gehört wohl eindeutig zu den TOP Ten an Skurrilitäten. Real haben die Russen 2015 eingegriffen, wie bereits ein Großteil Syriens in den Händen des IS war.

veryfine, 15.10. 17:53

aber umgekehrt ist auch der Syrienkrieg so ein Beispiel,was für seltsame Dinge in Kriegszeiten geschehen. So gab es plötzlich den Begriff "gemäßigte Rebellen" für islamistische Organisationen, und die USA hatten als Verbündete dort Al Kaida Ableger. Die Wahrheit stirbt in jedem Krieg zuerst und Opfer sind immer die vielen unschuldigen Menschen.Jetzt aktuell ist es einfach eine große Schande, was den Kurden angetan wird :-(

mirnixdirnix, 15.10. 18:25

Das ist keine Schande !
Das ist ein kapitales Völkerrechts - Verbrechen .

Handke hat den Preis fachlich sicherlich

ajosha, 15.10. 08:25

verdient, vom Typus her ist er (zumindest was er öffentlich so von sich zeigt) ein ziemlich arroganter Unsympathler, aber scheinbar braucht es das für die Jury, immerhin hat man dem Meister in dieser Disziplin namens Dylan ja auch eine Trophäe verpasst

borntobeunique, 15.10. 08:30

Im Gegensatz zu Herrn Handke ist Herr Dylan/Zimmerman kein Langweiler.

bananarama, 15.10. 10:02

Bob Dylan hat sich lange nicht gemeldet nach der Nominierung, hat sich dann aber in sympathischer und bescheidener Art bedankt. Er fühlte sich schon geehrt. Durch seinen Einfluss in der Musik- und Lyrikszene hat er den Preis meiner Meinung nach auch verdient. Er war ja lange Zeit auch als Kandidat gehandelt. Wer so ein "ewiger Kandidat" ist, ist meistens auch nobelpreiswürdig.
Und im Unterschied zu Handke fällt bei Dylan eigentlich jedem von uns eine "Perle" ein. Und wenn's eine Coverversion von Ambros (ob mit oder ohne Heller) oder Guns 'n Roses ist...

butterfliagn, 15.10. 10:18

Handke ist regionalbekannt, Dylan ist globalbekannt. Was ja nicht heißt, dass Handke den Preis nicht verdient hat, aber trotzdem sind da einfach Welten zwischen den beiden...

veryfine, 15.10. 10:34

jetzt verlagert sich die Debatte aufs Glatteis. Oder wird der Literaturnobelpreis nach Massentauglichkeit verliehen? Ginge es danach, dann müsste man wohl viele Preisträger in Frage stellen *nursosag*

zwosi, 15.10. 10:44

fine: würdest du Konsalik oder eher Jeannée vorziehen ?

veryfine, 15.10. 10:46

geh zwosi, mach es mir doch nicht sooo schwer :-)

butterfliagn, 15.10. 10:48

zwo
Weder noch sondern 'Rauscher'. The diff? Der Nüchternheit fehlt 'das gewisse Etwas'
*ggg*

bananarama, 15.10. 11:00

Na ja, zwischen Dylan und Jeannée ist schon noch ein bisschen Platz :-)
Und ganz im Elfenbeinturm soll die Literatur auch nicht verharren. Einer meiner Nobelpreis-Favs: Gabriel Garcia Marquez.

bananarama, 15.10. 11:11

Für den angloamerikanischen Raum wäre Handke vermutlich ein bissel zu elitär...

butterfliagn, 15.10. 11:20

Die Folgen, wenn sich 'Schriftsteller' politisch outen/einmischen/besserwissen/etc... Gilt für beide.
-------------------
(..) Sasa Stanisic hat für seinen Roman „Herkunft“ den Deutschen Buchpreis 2019 erhalten, wie die Jury am Montag in Frankfurt am Main bekanntgegeben hat. In seiner Dankesrede attackierte der Gewinner den österreichischen Literaturnobelpreisträger des Jahres 2019, Peter Handke.(..) Quelle: orf.at

veryfine, 15.10. 11:27

warum sollten Schriftsteller nicht das Recht haben, sich auch politisch zu äußern? Selbstverständlich haben sie das und sie haben wie jeder Mensch auch das Recht, sich zu irren bzw Umwege auf der Suche nach der "Wahrheit" zu nehmen.

bananarama, 15.10. 11:35

Natürlich sollen Schriftsteller eine politische Haltung einnehmen dürfen. Im luftleeren Raum schreibt ja ohnehin keiner.

mirnixdirnix, 15.10. 11:37

Äussern ... natürlich.

Einzig allerdings > wofür ??? !

butterfliagn, 15.10. 11:40

eben, mirnix.... als Schriftsteller fühlen sie sich berufen und auserwählt sich politisch äußern zu müssen -ned dürfen. Und ebenso fühlen sie sich berufen 'ihre Wahrheit' ausplaudern zu müssen.

veryfine, 15.10. 11:48

butterfliagn: autoritär gesinnte Menschen sehen das wohl so wie Du. Da kommt auch immer eine gewisse Grundfeindlichkeit gegenüber Künstlern dazu! Nicht denkbar ist offensichtlich in dieser Geisteshaltung, dass auch jeder Künstler sich positionieren darf wie er das möchte und es bei den Rezipienten liegt, diese Meinungsäußerungen zu überdenken und für sich selbst herauszufinden,was man davon hält.

zimmy, 15.10. 13:33

Ad Dylan.
Ich glaube die Reserviertheit von Dylan vor zwei Jahren, kommt daher, da er primär als Musiker und nicht als Dichter ernst genommen werden möchte.
Ja, er hat gewaltige Texte von poetischer Dichte geschrieben, aber auch viel banales Gereime. BEIDES funktioniert - unterschiedslos - wenn er an einem guten oder auch durchschnittlichen Tag vors Mikro tritt.
Seine literarischen Versuche außerhalb von Songtexten sind fast alle daneben gegangen.
Jedenfalls, ich war auf mehr als 25 Dylan-Konzerten und kein einziges davon war eine Dichterlesung. Es war immer solider Rock, verfeinert mit - je nach Zeitpunkt - Prisen von Folk, Country, Gospel, Jazz und Swing.

butterfliagn, 15.10. 16:19

zim
So ises. Manchmal war halt a 'gewisses Öl' auch dabei....
*g*

Der Preis ist noch verdienbar...

matschgerant, 15.10. 08:21

...Handke könnte ein fulminantes Alterswerk hinlegen. Über das eingesehene Scheitern als Hochintelligenter, wenn das Zugehörigkeitsbedürfnis zu einer Nation die Wahrnehmung überblendet und man zum ideologischen Geisterfahrer wird, der alles Entgegenkommende als Falschschreiber identifiziert, bis es kracht. So eine fiktive Figur wäre sehr spannend, aber leider ein Science Fiction Roman. Denn meistens geht bei alten verrannten Männern in der Richtung wenig.

veryfine, 15.10. 09:27

noch verdienbar? Ich dachte, er hat ihn schon zuerkannt bekommen.

matschgerant, 15.10. 10:53

Naja weißt eh, den Forumstitel oben kann ich auch nicht ändern ;-). Man könnte auch "verdienter" oder besser einfach "unumstrittener" sagen. Denn zweifellos gehen dahingehend die Wogen recht hoch.

veryfine, 15.10. 11:24

ich wüsste nicht, warum es schlecht sein sollte, umstritten zu sein? Im günstigsten Fall ist das eine Chance für uns Menschen, selbst nachzuforschen, neugierig zu sein. Da wäre dann am Beispiel Handke manche Überraschung möglich. Etwa ,wenn die rechten Claqueure dann herausfinden müssten, dass Handke den Nationalismus für sehr gefährlich hält und den Zerfall Jugoslawiens für eine Blaupause,was auch Europa droht, wenn sich die Nationalismen so durchsetzen.

butterfliagn, 15.10. 11:27

Die Tante Mitzi und der Onkel Rudi halten auch den Nationalismus für gefährlich. Also kein Unterschied in der Thematik und beide haben die gleichen Ansichten....ergo ist Handke nichts Besonderes.

veryfine, 15.10. 11:30

aha, butterfliagn! Wenn die Tante Mitzi und der Onkel Rudi jetzt auch noch so spannende Schriftsteller sind, dann können wir darüber reden, ansonsten ist dein Einwand ein bissl lächerlich .

chromjuwel, 15.10. 13:10

@ma, 08:21
Chapeau!

Literaturnobelpreis für Peter Handke:

borntobeunique, 15.10. 08:06

Wunschloses Unglück.

harlekin, 15.10. 00:19

Die asterix und obelix bücher hätten zweifelsohne auch einen preis verdient

harlekin, 14.10. 23:43

Der chef der kronen zeitung, wäre in würdiger preisträger

shaman7, 15.10. 00:06

Zweifelsohne. Die Chefredaktion hat nicht nur den Zeitgeist erfasst, sondern fest im Würgegriff. Täglich hört man das Gespenst röcheln.

Wie auch die Eleganz in Wort und Bild nur von Grottenolm seiner Betagtheit übertroffen werden kann. Und erst der Charme des stilsicher getroffenen Blattcharakters. Gestern Sozialrot, heute Freiheitsblau, morgen Neotürkis – Mätresse der Regierung gebührt zurecht die Krone.
;-)

Jetzt hat er ihn also...

666louisdor, 14.10. 22:43

...doch noch bekommen!
Ablehnen wäre Blödheit gewesen.

Warum sollte er ausgerechnet ihm nicht zustehen?
Konsequentest betrachtet stünde der Preis dann ja niemandem zu.

Meine Wenigkeit gratuliert jedenfalls!

inventor, 14.10. 22:48

Ein mehr als verdienter Literaturnobelpreisträger!

bartolini, 14.10. 23:43

Auf alle Fälle sehr gut für Österreich.
Der Ruf Österreichs als Kunst und Kulturnation wird gefestigt.
Wegen Kunst und Kultur kommen Millionen Besucher nach Österreich und lassen einen Haufen von Euros hier.

mirnixdirnix, 14.10. 23:51

Jaja ... und dann kaufen sie nebenbei auch noch viel mehr Mozartkugeln ...

bartolini, 14.10. 23:56

Wenigstens haben wir etwas davon, denn nachdem wir ihm seine Ausbildung bezahlt haben, ist er aus Österreich abgehaut :-).

borntobeunique, 15.10. 08:15

Gratulation an Sasa Stanisic. Er erhält den Deutschen Buchpreis 2019. Man beachte seinen Kommentar zu Peter Handke in der Sendung "KulturMontag" vom 14. 10. 2019:
https://tvthek.orf.at/profile/kulturMontag/1303/kulturMontag/14028875

inventor, 15.10. 17:01

Literaturnobelpreis schlägt Deutschen Buchpreis!

denkerin, 15.10. 17:16

Aus der Perspektive Stanisics ist die Kritik an Handke verständlich.
Ohne jetzt Handkes umfangreiches Werk schmälern zu wollen: Ich selber lese lieber Stanisic....

Ablehnen

schruedi, 14.10. 22:01

Er hätte selbst die Wahl ablehnen können! Wenn er konsequent wäre, hätte er es tun müssen. Noch vor einigen Jahren war ja das kein annehmbare Preis für ihn. Hat wohl nicht damit gerechnet, dass sich auch eine "hochkarätige" Jury irren kann. Ah ja und noch was: Geld stinkt nicht!

denkerin, 14.10. 22:26

"Geld stinkt nicht" ist in diesem Falle eine Unterstellung unter der Gürtellinie.

schruedi, 14.10. 22:49

Warum? der Preis ist ja mit 800 000 € dotiert. Und die lehnt man doch auch ab wenn man ihn nicht annimmt.

Das Literaturnobelpreiskomitee hat bewiesen, dass

deladroite, 14.10. 21:51

es politisch emanzipiert ist. Das gefällt mir.
Wie er sich den Preis in literarischer Hinsicht verdient hat, möchte ich nicht beurteilen, bin kein Geisteswissenschaftler, steht mir nicht zu. Da er aber trotz seiner politischen Ansichten diesen Preis gewonnen hat, muss er schon was drauf haben.
Gratulation an Peter Handke, kein Mainstreamer, bin ich auch nicht, dafür zolle ich ihm gesonderten Respekt.

bittersweet21, 14.10. 22:02

Kennst du seine Bücher? Hast ihn gelesen oder nicht?

deladroite, 14.10. 22:06

Ich kenne nur vereinzelte Werke, wie Die Angst des Tormanns beim Elfmeter und Wunschloses Unglück. Warum interessiert dich das?

mirnixdirnix, 14.10. 22:10

Das glaube ich nicht ...

bittersweet21, 14.10. 22:14

Es interessiert mich, weil mir auffällt, dass - hier in der Debatte - Handke von bekennenden Rechten sehr wohlwollend betrachtet wird. Welche dann wiederum das nicht minder großartige Werk der ebenfalls Nobelpreisträgerin Jelinek entsetzt ablehnen. Und da macht man sich als objektive Beobachterin natürlich so seine Gedanken über die wahren Beweggründe des Respekts für Handke. Eben nicht "trotz", sondern "wegen" seiner "politischen Ansichten" oder dem, was halt auf der rechten Seite davon angekommen ist.

fraukoziber, 14.10. 22:16

logisch ist das so, bittersweet. das werben der FPÖ um die stimmen serbischstämmiger wählerInnen, das ist ja schon lange bekannt.

bittersweet21, 14.10. 22:22

Eh. Ich wollte diesen Aspekt nur mal aufzeigen.
Weil er dermaßen ins Auge springt. Direkt putzig.

fraukoziber, 14.10. 22:24

aba geh ... wo gerade user wie deladroite doch immer derart subtil agieren. ;o)

bittersweet21, 14.10. 22:41

Das konnte Handke damals noch nicht abschätzen, was da später mal abgeht in Sachen Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit in Europa. Und wie seine Worte von damals aus der Sicht und in der Welt von heute wirken.

mirnixdirnix, 14.10. 22:46

Von jemandem wie ihn ... erwarte ich ... zu wissen, was das bedeutet ... für die weitere Zukunft.

bittersweet21, 14.10. 22:49

"Jemand wie er" ist ein Mensch, keine allwissende, immer perfekte Gottheit.

mirnixdirnix, 14.10. 22:53

Nein ... Gott nicht ...

Aber ... nach all dem was sonst von ihm vorliegt > sensibel & intelligent & lebenserfahren genug ... um entsprechend antizipieren zu können ...

mirnixdirnix, 14.10. 22:56

Und eben ... und aber ... Fehler hat jeder.

Und > Dass er den NB Preis bekommt ... dass liegt ja auch nicht seine Entscheidung.

Und nur darum geht es letztlich, hier in der Themenfrage .

deladroite, 15.10. 08:31

Tatsächlich habe weder Werke von Jelinek gelesen noch mich bezüglich ihres Nobelpreises geäußert. Deshalb verbitte ich mir diesbezügliche Andeutungen!
Mein Lob richtig sich im Eingangsposting an das Komitee, für seine politisch „inkorrekte“ Entscheidung, offensichtlich nicht für jedefrau deutlich genug-:)

deladroite, 15.10. 08:34

Tatsächlich habe weder Werke von Jelinek gelesen noch mich bezüglich ihres Nobelpreises geäußert. Deshalb verbitte ich mir diesbezügliche Andeutungen!
Mein Lob richtig sich im Eingangsposting an das Komitee, für seine politisch „inkorrekte“ Entscheidung, offensichtlich nicht für jedefrau deutlich genug-:)

Handke hätte damals einfach schweigen sollen ...

mirnixdirnix, 14.10. 21:18

Punkt ! > .

alpensymphonie, 14.10. 21:29

Du kannst zwar deine Meinung kundtun, aber keinen Punkt hinter eine Diskussion setzen.
Beistrich ;-)

mirnixdirnix, 14.10. 21:36

Eh nicht ... will ich auch gar nicht .
Aber hinter meiner Meinung schon .

Punkt > .

mirnixdirnix, 14.10. 21:37

;-)

alpensymphonie, 14.10. 21:40

Wird ein bisserl mühsam, hinter jeder Meinungsäußerung einen "Punkt!" setzen zu müssen.
Semikolon. :-)

mirnixdirnix, 14.10. 21:45

Hab eh nicht mehr gar so viele . .
. .. für heute ---

alpensymphonie, 14.10. 21:50

Um Missverständnissen vorzubeugen: Mir taugt Handkes Serbienhaltung überhaupt nicht; ich kann auch mit seinen Romanen nix anfangen (der Selbstfindungstrip von Filip Kobal ist für mich heute noch genauso mühsam wie beim ersten Lesen - ich tu mir's nicht mehr an).
Ich habe als Student den Bosnienkrieg interessiert verfolgt, mich mit dem Geschehen rund um Srebrenica immer wieder auseinandergesetzt; ich betreue wissenschaftlich gerade die Arbeit eines jungen, schon in Ö geborenen Menschen, der sich selbst mit seiner bosnischen Herkunft und Familiengeschichte konfrontiert.
Mich interessiert wirklich, WIESO zum Teufel Handke diesen schwierigen Weg gewählt hat, und WIESO ihn das Nobelpreiskomitee trotzdem ausgezeichnet hat.

mirnixdirnix, 14.10. 21:50

Rufzeichen. :-)

mirnixdirnix, 14.10. 21:57

Das wird eben eine DER Fragen ... bis zum Ende aller Tage bleiben.

Ich für meinen Teil ... etwas sehr respektlos
>>> Man darf "diesen ganzen Schmarren" in keiner Weise überbewerten ... weder diesen Nobelpreis, noch Handke selbst in dieser seiner selbstgewählten selbstpassierten Balkan - Rolle.

Dann hat man schon ... im Weiteren ... das Grösste an allgemeinem Schaden vermieden.

alpensymphonie, 14.10. 22:03

Wieso? Sich dafür zu interessieren, inwieweit das künstlerische Werk von der problematischen Biografie seines Schöpfers emanzipiert ist, ist an sich eine grundlegende Frage. Handke ist halt ein konkreter Anlass für diese prinzipielle Diskussion.

alpensymphonie, 14.10. 22:05

Zusätzlich bedenkenswert: Der eigentümliche Applaus von ganz rechtsaußen.

mirnixdirnix, 14.10. 22:19

Ich finde es ja gut und richtig ... was Du unter 22:03 schreibst. Das stehr ja nicht in Widerspruch zu dem was ich zuvor geschrieben habe.

Und ... JA ! ... Hab es gestern schon geschrieben ... dass sich die "Extrem-Rechten aller Länder dieser Welt" geradezu wohligst freuen werden ... über diesen Nobelpreis an Handke.

Und genau das ist es ja letztlich ... weshalb ich mich hier in dieser Weise in diese Diskussion eingebracht habe.

Ansonsten wäre mir das nämlich ziemlich wurscht ! ...

Abgesehen nur noch davon, dass ... nur z. B. >... " die Mütter von Srebrenica " jetzt ... zumindest zum Teil ... nochmals das damals erfahrene Leid durchleben müssen und werden.

"Handke" ... wird wohl ein Konfliktstoff bis hin zum Ende...

mirnixdirnix, 14.10. 21:04

...aller Tage werden.

Siehe auch > Deutscher Buchpreis für Handkekritiker Stancic. ORF.at

mirnixdirnix, 14.10. 21:06

Sorry ! ... er heisst > Stanisic ...

mati, 14.10. 21:17

Ja, Stanisic regt zum Nachdenken an. Er hat immerhin die politischen Wirren und Verbrechen im ehemaligen Jugoslawien selbst erlebt und darf wohl mit seiner Kritik an Handke ernstgenommen werden.

es scheint sich zu lohnen,

andi0810, 14.10. 19:26

die Wahl Handkes möglichst lautstark zu kritisieren, wie man heute feststellen muss.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/literatur/2033432-Peter-Handke-Der-Trottel-der-einen-Nobelpreis-bekam.html

veryfine, 14.10. 19:51

es werden sich noch viele an Handke abarbeiten- er polarisiert halt!

Einen sehr feinen Beitrag hat Heinz Sichrovsky, dessen Sendung " erlesen" ich mir sehr gerne anschaue, in der Kronenzeitung über Handke geschrieben.Man merkt-im Gegensatz zu vielen Anderen, die sich jetzt über Handke äußern, dass er ihn nicht nur gut kennt, sondern mit Sicherheit auch alles gelesen hat!
https://www.krone.at/2021984

veryfine, 14.10. 19:55

und er erinnert zu recht an den Wirbel anlässlich der Verleihung des Nobelpreises an Jelinek-ich weiß auch noch gut,was da hier in den Foren abgegangen ist-vor allem Blauanhänger waren außer Rand und Band.

"Wenigstens das Feuilleton hat seither etwas gelernt: 2004 fielen noch mehrere energiesparbelichtete Kulturpublizisten über Elfriede Jelinek her, sprachen ihr die Qualität ab und denunzierten sie als Quotenpreisträgerin. Dass hingegen Handkes Auszeichnung ein Coup der feinsten Art ist: Daran zweifelt heute kein Sachkundiger mehr."

dieflüssin, 14.10. 19:59

Ich bilde mir ein, über Jelinek sind sie noch gruseliger hergefallen... Die Nichtleser, die Nichtlesenwoller..

dieflüssin, 14.10. 20:02

Salman Rushdie allerdings ist seit Jahrzehnten strenger Handke Kritiker. Der hat ihn sicher gelesen, und schätzt ihn gar nicht. kann man auch so stehen lassen.

andi0810, 14.10. 20:06

an Salman Rushdie schätze ich den großen Mut, lesenswert ist er aber imho nicht.

fraukoziber, 14.10. 20:06

das mit jelinek war mehr als nur tief. da waren wüsteste sexistische sager auch gleich mit dabei.

dieflüssin, 14.10. 20:07

Ja. Da kam das misogyne auch dazu

matschgerant, 14.10. 20:10

Die zwei Empörungen sind miteinander nur sehr schlecht vergleichbar, finde ich.

fraukoziber, 14.10. 20:14

gut, matsch, lass es mich so sagen: aus den diskussionen zu jelinek musste ich mich damals bewusst ausklinken. das war für mich definitiv zu heftig - und zwar in sämtlichen zeitungsforen.

veryfine, 14.10. 20:14

doch matschgerant-sind sie. In der Form wie es Sichrovsky macht auf jeden Fall, denn er weist berechtigt darauf hin, dass wenigstens das Feuilleton dazugelernt hat und diesen Schriftstellern nicht auch noch ihre Qualität abspricht!

veryfine, 14.10. 20:15

fraukoziber: völlig richtig, bei ihr als Frau haben sie auch noch den übelsten Sexismus ausgelebt!

matschgerant, 14.10. 20:19

Vorrangig war es bei Jelinek aber ausgehend von der „Nestbeschmutzer“-Unterstellung in Österreich. Das ist bei Handke nicht so, da kommt mehr international die Frage, ob der unbestritten hervorragende Autor nicht ein bisserl seltsam agiert hat.

bartolini, 14.10. 20:20

handke hat sich zum slawentum bekannt.
daraus sind alle seine aussagen erklärbar.

dieflüssin, 14.10. 20:21

Man spürt einfach, ob jemand Kritik übt, der Ahnung vom Werk hat.. Oder ob einer nur sein Mütchen kühlen will.. Es ist mir Ablehnung genauso genehm, nur die Kritik derer, die nicht mal genau wissen, wovon sie reden, die stört mich. Weil es Vortäuschen ist. Nicht echt

matschgerant, 14.10. 20:23

In der Welt war natürlich damals auch eine gewisse nationalistische Informationsblase. Ich erinnere mich an die Diskussionen so am Rande von Demos in Salzburg.

bartolini, 14.10. 20:24

matschgerant
wie meinst du das?

matschgerant, 14.10. 20:25

In der serbischen Welt, sagen wir so, @bartolini.

dieflüssin, 14.10. 20:27

Die Blauen hatten mal plakatiert:

Lieben sie Jelinek, Peymann, Häupl.... oder Kunst und Kultur

Grad die.

bartolini, 14.10. 20:27

richtig.
aber nicht nur serbisch.
das gesamte slawentum hat gekocht, dass es höher nicht mehr ging, als clinton belgrad bombardierte.

andi0810, 14.10. 20:28

hm, der Hass und das Pfeifkonzert gegenüber Bernhard hat imho alles andere in den Schatten gestellt, aber seine Städtebeschimpfungen sind schon amüsant und sogar auf maps veröffentlicht: https://tinyurl.com/y2lfjf9k

matschgerant, 14.10. 20:28

Vergleichen wir es vielleicht etwas unpassend mit einem Fußballspiel. Die einen schreien Elfmeter, weil es einer war und die anderen skandieren „Schwalbe“, weil es ihre Mannschaft trifft. Und jeder glaubt, dass er 100 % recht hat.

bartolini, 14.10. 20:31

so ist es.
der handke war ganz klar zu 100% auf der serbisch-slawischen seite und hat der uck alle schuld zugeschoben.

andi0810, 14.10. 20:32

und dem heutigen Preisträger kann man jedenfalls ein gelungenes Marketing attestieren.

bartolini, 14.10. 20:33

ich wohne mitten im gemischtsprachigen gebiet und kann sagen, dass natürlich die allermeisten slowenen voll auf seiner seite waren.

hero7, 14.10. 20:36

Sasa Stanisic erhielt heute den Deutschen Buchpreis. Die Dankesrede enthielt zugleich eine Kritik an Handkes blinden Augen bei serbischen Massakern.

mirnixdirnix, 14.10. 20:36

Die wenigsten ... hier ... oder woanders .. sprechen Handke seine Qualität ab.
Also ist der Fall > Handke ... kaum mit dem Fall > Jelinek zu vergleichen.

Wer das tut ... verfängt sich in ziemlich unreflektierter und vor allem auch problematischer Gleichmacherei ...

matschgerant, 14.10. 20:36

So? Dabei hatten die Slowenen doch gerade ihren Bürgerkrieg mit den Serben hinter sich?

matschgerant, 14.10. 20:37

Galt @bartolini

bartolini, 14.10. 20:45

hero7
und Sasa Stanisic hat ebenfalls blinde Augen und sieht nicht, dass auch die uck eine teilschuld hat.

matschgerant, 14.10. 20:47

Jetzt wird es etwas eindimensional, @bart.

matschgerant, 14.10. 20:57

Sasa Stanisic ist von bosnischer Herkunft, um das ging es.

bartolini, 14.10. 21:00

hat keinen sinn.

bartolini, 14.10. 21:03

alles weg.

hero7, 14.10. 22:18

Wenigstens im Nachhinein sollte man seine eigene Geschichte richtig lesen können, auch wenn man nur Autor ist.

ein ausgesprochen feiner Artikel zum Literaturpreis für HAndke!

veryfine, 14.10. 14:23

"Wer, wenn nicht Peter Handke, könnte dem ramponierten Literaturnobelpreis wieder das verleihen, was ihn auszeichnen sollte: Würde, Ernsthaftigkeit, Gewicht – und „das Herausragendste in idealistischer Richtung“, wie Stifter Alfred Nobel es gewünscht hat. Handke, der im Dezember 77 Jahre alt wird, lebt seit über einem halben Jahrhundert eine autonome Künstlerexistenz. Er ist einer, der dem Schreiben alles untergeordnet hat, der nur schreibend in der Welt sein konnte. „Lebensgefühl, das mir in der Regel genügt, ja – fast – das Höchste ist: Das schlichte In-der-Welt-Sein“, notiert er in „Gestern unterwegs“.

Peter Handke ist ein literarischer Einzelgänger, ein sensibler Sturkopf, ein unbeirrbar Randständiger, dessen innere Mitte die Sprache ist. Nicht nur als Schriftsteller ist Handke ein Großer – auch als Leser, Fürsprecher, Entdecker und Übersetzer. Er war es, der Hermann Lenz zu Beachtung verhalf. Handkes Übersetzungen machten den vergessenen Franzosen Emmanuel Bove hierzulande bekannt. Einen „einsamen Weltenwanderer auf der langen Reise zu sich selbst“, nannte ihn die Neue Zürcher Zeitung."

Es lohnt sich, ihn gesamt zu lesen:
https://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Peter-Handke-ein-Randstaendiger-im-Rampenlicht-id55675401.html

veryfine, 14.10. 14:26

auch sehr schön beschrieben:
"Handke hat mit seinen Büchern (sein Verlag Suhrkamp widmete ihm zum 75. eine 14-bändige Ausgabe des Gesamtwerks, 11424 Seiten!) immer ein geteiltes Echo ausgelöst. Er traf auf Ablehnung, ja fast höhnische Verachtung ebenso wie auf größte Wertschätzung. In seiner Parteinahme für Serbien im Jugoslawienkrieg hat er sich verrannt und verstolpert im Minenfeld zwischen Politik und Poesie. Das Unzeitgemäße hat in Handke einen wortmächtigen, mitunter zornigen Zeitgenossen. Einer, der mit der Hand schreibt, mit Bleistift. Maulwürfe zeichnet. Einer, der der Jukebox, der Müdigkeit, dem „Stillen Ort“ Bücher widmete, einer, der zur toten Biene am Morgen sagt: „Ach, dich habe ich nicht gerettet.“ Einer, der sich „dem umfassenden Atem der Anschauung“ verschrieben hat. Er wird mal als linkisch und dann wieder als unnahbar wahrgenommen; in den letzten Jahren gelang ihm auch Selbstironie. Das Gegenteil eines Plauderers ist er sowieso."

mirnixdirnix, 14.10. 14:31

Selbstironie ... gelang ihm .

... ein Mensch ...

shaman7, 14.10. 15:21

Armer Handke. Da kann man nur hoffen, nie berühmt zu werden – und die Welt erklärt dir dein Selbst, wonach du so ergriffen suchst :-)

mirnixdirnix, 14.10. 15:42

Nein ... bei aller Güte !
Mitleid muss man mit ihm aber Nun wirklich nicht haben.

Es ist SEIN Weg.
Und die Balkansache hat er ganz bewusst so angegangen.
Also muss ... und wird ... er sie auch tragen ... so oder so.
Das gehört dazu.

Mitleid muss ... und darf man nicht haben ... mit ihm !
Das ist doch vollkommen unangebracht.

Und .. wo bitte hätte er dann wirklich gelitten ! ... Ausser in seiner Kindheit vielleicht ... so wie es jetzt immer wieder heisst.

shaman7, 14.10. 15:57

@mirnixdirnix, du scheinst gutmütigen Spott mit Mitleid zu verwechseln ;-)

Übringes wurde eben ein guter Kommentar im Netz gefunden zum Fall: Handke. Also weshalb man die Gelegenheit nicht nutze, endlich den Jugoslawienkrieg allumfassend zu beleuchten.

Weil dann vielleicht ähnliches zutage treten würde wie beim Nahostkonflikt? Ein lebensverächtliches Balgen um Macht und Ressourcen, und keine Nation, wie *friedensstiftend* daran auch beteiligt, bekleckert sich mit Anstand und Ruhm.

mirnixdirnix, 14.10. 16:03

Naja .. dann war es halt gutmütiger Spott.

... Eindeutig konnte ich das nicht heraus lesen ...

Macht nix ... und liegt sicher an mir.
...
Hab Dir übrigens weiter zuvor eine Antwort reingestellt.

veryfine, 14.10. 16:13

shaman: zum Jugoslawienkrieg kam mir heute dieser Artikel im Standard von heuer unter-ich musste an eine Runde bei mir damals denken, wo mein Vater der Einzige war, der strikt gegen das Eingreifen der NATO war. Wir waren damals alle voller Unverständnis-später habe ich oft daran zurückgedacht!
https://www.derstandard.at/story/2000101791505/vor-20-jahren-log-die-nato-im-kosovo-krieg

shaman7, 14.10. 16:17

Dankeschön, @veryfine!
Es ist schon eine Weile her, dass ich mich mit dem Gemetzel damals beschäftigt habe und Details sind nicht mehr erinnerlich, aber eines blieb haften: Klar und eindeutig war damals gar nichts.

Die übliche Propaganda hatte die Bestie Mensch entfesselt und dann gab es weder Grenzen noch Hemmungen mehr. Nur Wahnsinn und unermessliches Leid auf allen Seiten.

veryfine, 14.10. 16:20

shaman: so ist es! Und die eben erzählte Begebenheit, wo wir alle unter dem Eindruck der in den Medien vermittelten Bilder für diesen Krieg waren, hat mich sehr vorsichtig werden lassen!

mirnixdirnix, 14.10. 16:25

... vorsichtig ... in welcher Hinsicht ?

shaman7, 14.10. 16:29

Der Artikel ist exzellent. Und harter Tobak. Danke noch einmal dafür, @veryfine. Wobei mir ein kleiner Fehler aufgefallen scheint. Milošević wurde soweit bekannt nie verurteilt, er verstarb zuvor.

veryfine, 14.10. 16:29

man muss nur den Artikel lesen, den ich verlinkt habe. Mein Vater, der die Macht der Propaganda nur allzugut im zweiten Weltkrieg erlebt hatte und strikter Kriegsgegner war, hat die Gefährlichkeit, sich wegen der uns ins Haus gelieferten Bilder so zu emotionalisieren,dass wir auch das fehlende UNO Mandat hinzunehmen bereit waren, als Einziger erkannt gehabt.

veryfine, 14.10. 16:36

shaman: richtig, er starb vor dem Prozess. Interessant ist das hier zur Frage seiner Schuld: https://www.heise.de/tp/features/Rehabilitierung-von-Milo-evic-3336642.html?seite=all

shaman7, 14.10. 16:45

@veryfine, ich gebe dir jetzt dein *Gedrücktes* von gestern zurück – und flattere zum Forum hinaus. Du bist super! :-)

veryfine, 14.10. 16:47

Dankeschön-lass mich mit hinausflattern ;-)