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Schweißer bei der Arbeit

Was bedeutet es, flexibel zu arbeiten?

Neuesten Erkenntnissen zufolge ist in bereits 30 Prozent der Unternehmen in Österreich der Zwölfstundentag Realität. Hintergrund ist die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Doch wer profitiert davon? Wie sinnvoll ist ein Zwölfstundentag? Was bedeutet es, flexibel zu arbeiten?

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217 Beiträge

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Unser Wirtschaftssystem ist ein Ponzi Schema

c3po, 17.08. 10:23

Die letzen 30 Jahre hängt das Wachstum großteils von höheren Schulen und sinkenden Zinsen ab.
Die BIZ - Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zeigt in ihren Statistiken einen Anstieg der globalen Schuldenquote von 192 Prozent des BIP im Jahr 2007 einen Anstieg auf 232 Prozent im Jahr 2017.
.
Bei Konjunkturschwächen werden die Zinsen gesenkt um die Verschuldung - damit auch Wirtschaftswachstum zu erhöhen.
Es folgt nie eine ausreichende Straffung der Geld- und Finanzpolitik in konjunkturellen Aufschwüngen. Die Zinsen werden nicht ausreichend erhöht. Im Abschwung werden Schulden gemacht, im Aufschwung werden sie aber nicht wieder abgebaut. Die Zentralbanken senken den Leitzins beim Abschwung, im Aufschwung wird der Leitzins aber nicht ausreichend erhöht. Weil es eben kein echter wirtschaftlicher Aufschwung ist sondern mehr Schulden als Produktivität ins System gepumpt werden.
Seit mehreren Jahrzehnten sorgt diese Taktik dazu dass die Zinsen nach unten gehen und die Schulden nach oben.
.
Jede Krise, oder Abschwung hat daher das Potential größer zu sein als die vorhergehende Krise oder Abschwung.
Es müssen in jedem Abschwung die Zinsen immer mehr gesenkt werden.
Nur sind wir jetzt bei sehr niedrigen Zinsen. Da ist nicht mehr viel Spielraum. In der Eurozone könnte es dann zu negativ Zinsen kommen. Was ohne Bargeldverbot kaum geht. Das Geld am Konto wird durch negative Zinsen weniger, das Geld im Tresor nicht.
.
Der nächste Crash und damit Zinssenkung steht unmittelbar bevor. Indikatoren von Chart Technikern zeigen sogar eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen baldigen Börsencrash an. Einige gehen von einem sehr großen Absturz der Börsen aus.
.
Wir sind auf dem Weg zu einer ausgewachsenen Rezession und damit Krise. Die Zinsen der Zentralbanken sind zu niedrig um ausreichende gegenzusteuern.
Da spielt der 12 Stunden Tag kaum mehr eine Rolle. Das Problem wird eher sein ausreichend Arbeit für einen 8 Stunden Tag zu haben.

Antworten

Wie gehen mit dieser Mehrbelastung

sage, 17.08. 04:41

eigentlich die Lehrer um?

Antworten

kva1000, 17.08. 13:28

...landen derzeit en Masse am AMS, weil auch im Schulwesen gespart wird mit Stellen (vorhandene Lehrer werden fachfremd eingesetzt, um keine neuen aufnehmen zu müssen). Gleichzeitig bräuchte es aber mehr Lehrer, ein Schein-Mangel also. Ist das selbe wie etwa auch um Gesundheitswesen.

ich kann da nur von mir schreiben...

effenbeisser, 16.08. 13:36

aber wenn das arbeitsklima und die wertschätzung passt, dann sind überstunden auch nicht das thema, weil man sich als mitarbeiter mit dem unternehmen und dem chef identifiziert.
was ich aber sicher nie machen würde, wäre mich mit dem ganzen "12h-unsinn" mich unter druck setzen zu lassen.
bei uns z.b. arbeiten wir zw. 6h morgens bis 20h abends je nachdem wie der bedarf gerade ist. und für diese flexibilität brauche ich aber dann auch nicht um zeitausgleich oder urlaub zu betteln. detto wie auch sonst der spaß nicht zu kurz kommt oder auch sonst zwischenmenschlich alles passt.
und ich glaube dass ist auch das was die leute wollen. man ist weder ein roboter noch arbeitssklave und wenn man flexibel sein soll, dann wird diese geistige flexibilität auch umgekehrt erwartet.
von daher werden clevere, modern denkende chefs damit weit mehr erfolg haben, weil sie trotz mehrbelastung ihre mitarbeiter motivieren können. hingegen chefs die noch im alten schema "ich cheffe - du nix!" verhaftet sind, werden hoffentlich untergehen, weil sie einfach keine ahnung von zeitgemäßer mitarbeiterführung haben.

Antworten

fernsehwastl, 16.08. 14:58

effen
die von den genossen prophezeite anzeigen- und beschwerdeflut blieb aus. gäbe es eine solche, wäre sie sicher ein wahlkampfthema. damals wäre aus dem 12 st tag beinahe eine staatskrise geworden. offensichtlich sehen viele AN das ähnlich wie du. sehr zum missfallen von ÖGB und AK...leider kein wahlkampfthema, Frau Rendi-Wagner...

obergscheita, 16.08. 18:12

naja, was soll angezeigt werden oder sich beschwert werden, nachdem jetzt diese Ausbeuterei legalisiert wurde?!
möchte nicht wissen wieviele sich gerne gegen 12 Stunden Schuften wehren würden, aber nicht können!

obergscheita, 16.08. 18:15

dafür können sie sich dann alle, früher als erhofft, bei schwarz(türkis)/blau bedanken!

dergrossenagus, 16.08. 22:06

@effenbeisser: "weil man sich als mitarbeiter mit dem unternehmen und dem chef identifiziert."

mit dem Unternehmen ja, aber mit dem Chef hoffentlich nicht!!!

erdling3, 16.08. 23:07

@effenbeisser
Ich bin mir sicher, du kannst noch viel mehr schreiben als nur von dir selbst.
Ich meine, wir sind ja sehende und mitfühlende Wesen, wenn wir wollen.

Auch wenn es einem selbst ganz gut geht: Sobald man sich ein wenig umschaut, im Familien- und Bekanntenkreis, dann fällt einem vielleicht schon eher auf, dass die Arbeitswelt für die meisten Menschen schon lang keine rosige mehr ist.
Flexibilität ist eben oft eine Einbahnstraße, Personal wird abgebaut, der Druck größer; Leasingfirmen schießen aus dem Boden, die ihr Geschäft mit modernen Tagelöhnern machen; Scheinselbständigkeit verlagert Risiko und Verantwortung auf den Arbeitnehmer; generell steigen die Anforderungen, während die Löhne stagnieren – selbst dort, wo angeblich Fachkräftemangel herrscht.
Vielleicht fällt das schon unter den neueren Kollegen auf, die schlechtere, kurzbefristete Verträge bekommen oder unbezahlt als Praktikant schuften.
Oder es fällt dort auf, wo man sich jene Dienstleistungen erkauft, für die man selbst keine Zeit hat, etwa beim Essen gehen, bei den diversen Lieferdiensten oder auch im Urlaub. Wenn man gewillt ist, hinzuschauen, wird man so manches Unrecht entdecken.

Ich meine, es freut mich ehrlich, wenn es für jemanden gut läuft, denn so soll es auch sein.
Aber wenn die dreist Zufriedenen blind werden für die Belange derer, die weniger Glück haben, freut mich das weniger.
Das ist nämlich eine schreckliche Welt, die sich nach den Stärksten ausrichtet, weil die ihre Zufriedenheit lauter hinausposaunen als der Angepisste seine Probleme, die ja doch nicht gehört werden. Ja, das Unwohlgefühl von unten wird gern als Jammerei abgetan, und so haben diese Menschen oft keine Stimme.
Was sollen sie auch groß gegen das geltende Recht sagen? Sie müssen sich nun ja doch in ihre Zwölfstundentage fügen (mindestens).

Umso wichtiger ist es, dass gerade jene Solidarität beweisen, die (noch) keine negativen Auswirkungen der neuen Regelung spüren; jene, für die’s gut läuft.
Sie sollten den anderen nicht davonlaufen, sondern eben den Blick für ihre Mitmenschen schärfen.
Eine Gesellschaft sollte sich generell an den Schwächeren orientieren, wie beim Wandern. Es sollen schließlich alle mitgenommen werden.
Das allgemeine Tempo darf sich nicht nach denen richten, die vorne weg stürmen.

reminder, 16.08. 23:12

selbst chef werden grosser denker und besser sein als schlechte chefs! Wo ist das Problem?
Auf geht´s, why not?

10 % der Topverdiener (viele Chefs dabei) zahlen 50 %
aller Steuern und Abgaben im Staat. (lt. Homepage FM)
2,4 Mio. AN zahlen null (!) EST! (auch lt. HP FM)
Fast (!) Jeder kann mehr verdienen wenn er was kann und fleißig ist.....zahlt eine Firma zu wenig geht man, wenn man
gut ist zahlt die Firma gerne mehr da gute Leute rar sind...

so wie effenbeisser das darlegt, ist es überwiegend.
Wäre es anders, wären unsere Firmen im Export nicht so
erfolgreich!

Davon (!) leben auch unsere Sozialhilfeempfänger.....
Jene, mit null EST Leistung tragen nichts zum Wohlstand bei! Sie sind Kostenfaktoren des Staates!

reminder, 16.08. 23:21

erdling: gutes Posting, aber wie sieht die eigene Performance
der Problemfälle aus?

Körperlich fit gehalten?
Laufend weitergebildet?
Wissen vernetzt, da gewisse Berufe nichts mehr bringen?

für mich ist Beruf wie Sport..., man muss 5 Jahre voraus
denken und sich in allen Bereichen fit halten.
Leider erkennen das Viele nicht!

Man merkt in manchen (nicht allen) Geschäften, was man Kunden heute zumuten muss als Unternehmer!
Manche Kunden akzeptieren das nicht und werden das Geschäft nicht mehr betreten....wer ist nun schuld?

erdling3, 16.08. 23:43

@reminder
Es ist schon recht perfide, Menschen zu Kostenfaktoren, Problemfällen und Performern zu degradieren, aber ich weiß, so ist nun mal der hässliche Zeitgeist…

Wie man in einer Welt, die für all die zitierten Sozialhilfeempfänger und sonst wie Ungebrauchten in der Breite ja gar keine Chancen bereithält, derart verbal auf diese Menschen eindreschen kann, bleibt mir jedenfalls ein Rätsel.
Platte Stehsätze à la „Wer-will-der-kann“ sind da nicht hilfreich, sondern gelogen.
Das zwangsläufige Versagen der Vielen auf persönliche Mängel umzudeuten lenkt nur von den systematischen Problemen ab.
Die bestehen nämlich weiter, jeglicher „Fitness“, „Effizienz“ oder „Hingabe“ der Paradekämpfer zum Trotz.
Der Erfolg bleibt die Ausnahme, und verdeckt nur das regelkonforme Scheitern.

Noch ein Gedanke: Vielleicht verdienen die vielen AN, die keine EST zahlen, einfach zu wenig?
Vielleicht zahlt der Chef keinen anständigen Lohn, und wenn man noch so willig und fleißig ist?
Natürlich folgt der heiße Tipp, am besten selbst Chef zu werden, auf dem Fuß.
Natürlich ungeachtet der Frage: Wie viele Chefs braucht die Welt?

Und dann legt er noch nach mit den steuergeplagten Topverdiener.
Die schaffen es aber offensichtlich trotz allem, ihr Vermögen unaufhaltsam zu vermehren und zu konzentrieren, ihre Gewinne kleinzurechnen und Abgaben weithin zu vermeiden.
Meine Mitleidstränen fließen anderswo.

ökonom, 17.08. 00:38

„10 % der Topverdiener (viele Chefs dabei) zahlen 50 %
aller Steuern und Abgaben im Staat. (lt. Homepage FM)
2,4 Mio. AN zahlen null (!) EST! (auch lt. HP FM)
Fast (!) Jeder kann mehr verdienen wenn er was kann und fleißig ist.....“
——
Was der User nicht versteht ist Folgendes:

Makroökonomie.

Die ist für ihn ein Buch mit 7 Siegeln. Solche Vergleiche wie oben sind - aus Sicht der Makroökonomie - hanebüchen. Zur Entlastung kann gesagt werden, dass das Verständnis makroökonomischer Zusammenhänge recht schwierig ist, und viel Zeit braucht um erlernt zu werden ... und nein, das hat nichts mit dem Auswendiglernen von Theorien zu tun. Das ist Wirtschafts-Praxis pur.

———
„Jene, mit null EST Leistung tragen nichts zum Wohlstand bei!“
——-

Den Satz werde ich mir einrahmen lassen, als den unüberlegtesten Satz des Jahres.

c3po, 17.08. 10:38

Zitat
"selbst chef werden grosser denker und besser sein als schlechte chefs! Wo ist das Problem?
Auf geht´s, why not?"
...
why not? - um ein Unternehmen zu Gründen bedeutet in der Regel Kapital zu investieren. Meist geht es ohne Schulden nicht. Jetzt am Ende eines Aufschwunges und vor dem drohenden Szenario einer möglicherweise ungebremsten Rezession würde ich JETZT auf keinen Fall ein Unternehmen gründen Schulden machen.

reminder, 17.08. 13:19

c3po@: eine generelle Aussage ....

Ja, es gibt Branchen wo ich sage: Hände weg!
Aber spezialisierte Handwerker haben sehr gut Chancen
über eine Nachfolge leistbar einzusteigen.
Dass man "begeistert" sein muss und auch den Verkäufer
sowie die Bank überzeugen wird müssen, von sich mit dem kaufm. und techn. Background sowie dem Konzept, ist zum eigenen Schutz des Misserfolgs nötig. Da könnte viel zerstört
sein....
Jeder Mitarbeiter muss letztlich seine pers. Lohnkosten plus Gemeinkostenanteile in einen Betrieb einbringen.

Auch wenn man theoretische Thesen aufstellen kann um klug
zu erscheinen: wer nichts bringt ist nur ein Kostenfaktor und die sind heute nicht mehr leistbar.
Diesen Klartext kapieren aber nicht Alle, wie man bei Postings erkennen kann......
Schöne humane Theorie und Realität sind 2 Dinge...leider!

Manche Unternehmer unterschätzen die Folgekosten wenn
man Personal aufnimmt zumal sich dann eine Kette an Kosten
bilden kann und der Druck zunimmt. Das merken Kunden und
üben Preisdruck aus. Das Ende ist dann absehbar!

Beim Staat -das gilt für den Öko Theoretiker - ist es nicht
anders! 95 % Erwerbstätige die gute EST zahlen sind besser
als 40 oder 50 % die in das System einzahlen.
Die Verbrauchssteuern zahlen natürlich Alle...

8,7 Mio. EW haben wir:
2,6 Mio. zahlen keine EST, (AN und 0,2 Mio. Selbständige)
von den 6,1 Mio. kommen Pensionisten und Kinder in Abzug.
Beamte und Politiker erwirtschaften auch kein Geld...
das sind auch Kostenfaktoren, rein buchhalterisch betrachtet.

Der Ruf nach höheren Lohn ist eine Theorie!
Kunden müssen die Preise in Folge bezahlen wollen und
daher der Appel, probiert es selbst bevor man mault!

c3po, 17.08. 13:52

@reminder
einfach erklärt.
Wirtschaftlicher Aufschwung - Die Flut hebt alle Boote ein wenig. Zu Beginn eines Aufschwunges stehen die Chancen gut Selbstständig zu werden.
.
Wirtschaftlicher Abschwung - Die Ebbe senkt alle Boote ein wenig. Die Chancen stehen gut dass einige Boote auf Grund laufen. Vor allem wenn der Tiefgang durch Schulden groß ist.
Da würde ich nicht viel riskieren.

erdling3, 17.08. 14:09

@reminder
In Zeiten nie dagewesener Produktivität und Vernetzung wäre Menschlichkeit also nicht leistbar? Ja, wann denn dann?
Und wozu dann der ganze menschheitsgeschichtliche Entwicklungsschmarren, der uns ins Heute geführt hat, wenn es dann doch wieder nur ums Überleben des Stärkeren geht?

Du erinnerst tatsächlich überdeutlich daran, dass für manche Menschen die ganze Welt mittlerweile nur noch ein Unternehmen, eine Firma zu sein scheint.
In dieser Scheuklappenrealität ist für humanistische Ideen partout kein Platz, weswegen sie allein aus menschlicher Sicht abzulehnen ist.
Darüber hinaus scheitert das große Welt-Unternehmen überdeutlich an sich selbst, weil das ideelle Wachstum dem Planeten sprichwörtlich über den Kopf wächst.
Wer Herz und/oder Verstand hat, sollte das erkennen.

Dass höhere Löhne die Produkte unerschwinglich verteuern, ist übrigens auch nur eine Theorie.
Nicht von der Hand zu weisen zwar, aber kein unausweichliches Naturgesetz.
Kunden, die Preisdruck ausüben, erwähnst du ja kurz vorher, dh es gibt hier scheinbar auch vermittelnde Regulatoren. Irgendwer muss das Zeug ja kaufen können.
Und was der Markt nicht regelt – und der regelt die Dinge nachweislich nicht sonderlich gut – sollte es ohnehin Instrumente geben (Politik), die die Dinge zum Gemeinwohl hinbiegen, indem sie z. B. vor Wucherpreisen schützen, gute Mindestlöhne garantieren...

Eine Lohnlogik, die nur in die eine Richtung funktioniert, ist allenfalls für den Misthaufen, und ganz sicher kein Naturgesetz.
Auch wenn du es so darstellst.

dergrossenagus, 17.08. 14:34

@erdling3: schon eingereicht d´Masterarbeit???

abgesehen davon:

"wir sind ja sehende und mitfühlende Wesen"

i nit... mir sind d´anderen wurscht und zwar ausm einfachen Grund, weil ich denen auch wurscht bin!!! Mechert nur wissen, wer mir in der Not wirklich was geben würd - keiner!!!

"In Zeiten nie dagewesener Produktivität und Vernetzung wäre Menschlichkeit also nicht leistbar?"

genau so isses!!! sonst würde d´Produktivität wieder sinken...

reminder, 17.08. 14:54

erdling@ du hörst dich so an, als hätten wir schlechte
soziale Standards.

Das Gegenteil ist der Fall! Wir haben sehr hohe Standards
und dass es so bleiben kann, muss man evaluieren.
Details lasse ich aus, das sollten Fachleute bewerten....

Was ich anspreche sind Leute, die vom AMS geschickt werden
und klar machen was sie wollen: den Stempel!

Detto beispielhaft, wenn ein Autoverkäufer um 10.00 Uhr
vom Mund oder nach Alkohol stinkt und glaubt, für seinen
AG ein "nutzbringender MA " zu sein.
ER ist sachlich ein teurer Kostenfaktor, auch weil er mögliche Kunden außer Haus treibt....die nie wieder kommen!

Tätowierte Figuren in Fetzen gekleidet bewerben sich als
Verkäufer....null im Hirn aber viel Geld wollen sie "reißen".
Genau dieses Wort verwendete ein Bewerber!
Diese Typen gehen bei mir außen vor, da sie wirklich (!)
Bedürftigen das Geld nehmen!

Ich spreche aus Erfahrung, auch was die viel zitierte
Menschlichkeit betrifft....
kaufst du dort wo man mehr bezahlt, da die arme Verkäuferin
dort besser verdient als bei der Konkurrenz die Damen?
Gratulation! Du bist ein seltenes Vorbild!
Oben nimmt man genug, wir haben in der Tat ein Ausgaben Problem und die OECD Daten gesamtheitlich beweisen das auch!

derzeit gibt es eh zu wenige qualifizierte Arbeitskräfte,

grasti589, 16.08. 07:39

Hör Dich mal um in Gewerbe, oder such einen g'scheiten Tischler oder Installateur, vom Fliesenleger will ich garnicht red'n. wirklich gute Leute können heute auch flexibel arbeiten. wenn's überhaupt woll'n. Du kannst froh sein, wennst einen guten Handwerker empfohl'n kriegst. Preisverhandlungen reduzieren sich auf die annehmbare Terminfindung. Geld ist eher ein Randthema. du wirst Dich aber dann wundern, was die alles können und wie die das machen, wofür Du Dich "baumaxmäßig" abplagtest, mit überschaubarem Erfolg.

Antworten

avs, 16.08. 07:53

@ grasti589: muss leider widersprechen. Es gibt genug Spezialisten, gerade in den Bereichen, die du hier genannt hast. Die Arbeiten aber nicht für das Hungerlohn, was eine Firma nur zahlen kann, auf Grund der hohen Nebenkosten, sondern die arbeiten Großteils im Pfusch. Viel billiger, spitzen Qualität. Nur bei der Gewährleistung kann es zu Problemen kommen.

grasti589, 16.08. 08:08

@avs, Pfusch, ja, stimmt, Gewährleistung eher nicht, weil jeder für eine Arbeit haftet, die er macht, egal ob das Geld versteuert wurde, oder nicht. Hatte da aber auch keine Probleme, weil ein Pfuscher sich ja auch seinem Empfehlungsgeber verpflichtet fühlt. Habe Erfahrung mit beiden Systemen, Schwierigkeiten aber eher mit dem sog. Unternehmer, aber nicht, weil er nur Flaschen beschäftigte, sonden als Unternehmer selbst, unfähig war.

fernsehwastl, 16.08. 09:26

avs
also wenn diese menge an spezialisten nicht für firmen arbeitet, wird das kaum gehen, dass sie lediglich im pfusch arbeiten. sie müssten schon ein gewerbe angemeldet haben. ganz ohne wirds wohl nicht gehen. und wird im fall des falles sehr teuer. und würd auch nur im privaten bereich funktionieren. als firma brauche ich für die arbeiten schon eine rechnung. und spätestens da wirds eng mit'n pfusch...

grasti589, 16.08. 10:05

@avs, lebensunerfahr'n?

avs, 16.08. 12:04

wir haben gerade die Renovierung unserer Wohnung hinter uns. Gesamtkosten mit Rechnung (Unternehmen): € 22.000. Gesamtsumme ohne Rechnung (Pfuscher mit Gewerbeschein): € 9.500. Wir haben uns auf einer Rechnung von 4.500 geeinigt, der Rest ging so. Also haben wir im Endeffekt 10.400 bezahlt.
Ich würde sagen: "ja, lebensunerfahren". ;-)

iwasois, 16.08. 12:22

NAJO; Ihr habt alle in Teilen Recht:
Große Handwerksbetriebe haben eben hohe Nebenkosten und müssen Lehrlinge, Helfer, Mitläufer usw. mit schleppen und ihre Planer und Techniker sind auch nicht gratis.
Kleinere Handwerksbetriebe (so wie ich) erledigen die Arbeiten von A-Z auf Wunsch ihrer Kunden, sind aber als Einmann-Unternehmen, nicht in der Lagen Großprojekte abzuwickeln.
Sind aber als angemeldete Betriebe verlässlicher, weil sie jeden Schaden oder Reklamation, aus eigener Tasche zahlen müssen.
D.h. es ist wichtiger, sich den richtigen Handwerker auszusuchen.

effenbeisser, 16.08. 13:21

also ich habe nach einer totalsanierung sehr extrem unterschiedliche erfahrungen gemacht. da gibts betriebe da kommt der chef und sein auftritt ist vom ersten bis zum letzten handschlag einfach sowas von perfekt. er redet nicht nur mit dir in einem verständlichen deutsch, welches man auch als laie versteht, sondern versteht auch umgekehrt, was der kunde will.
macht ein super angebot, untermauert seine erklärungen mit skizzen, damit sich auch der laie etwas vorstellen kann, der preis passt und wenn sein handwerker dann die arbeit erledigt, dann gibts da gar keine fragen und am ende hat man eine perfekte arbeit, so wie es geplant und gewünscht war und ist rundum begeistert.
und dann gibt es betriebe, da kommt der kundenberater, mit dem man jedes detail durchbespricht - tage später wissen die monteure auf der baustelle gar nichts, heilloses chaos bricht aus und man muss überall den baukoordinator spielen, damit nicht alles in die hosen geht.
es wird auch nicht gefragt, wenn scheinbar alles unklar ist, sondern es wird einfach irgendwas hingenudelt - hauptsache man kann bald wieder verschwinden.
und puncto pfusch ist das auch so eine sache - auch da gibts leute, die sich halt am samstag ein wenig was dazu verdienen wollen und dann z.b. als installateur oder dachdecker kein gefälle hinbekommen. offenbar braucht man das ab dem zeitpunkt nicht mehr, sobald man auf pfusch arbeitet.
und dann gibt es wiederum leute, die goldeswert sind und die ein ungemeines allgemeinwissen am bau haben und locker so manchen baumeister in die tasche stecken.

grasti589, 16.08. 20:23

gaanz Genau. Es gibt gute und verläßliche und gute Handwerker. Es ist ein Riesenglück, wenn Du einen findest. manche übertreffexn sogar Deine Erwartungen, Du freust Dich über das Gelieferte(Gemachte) Du zahlst gerne und natürlich gibts eine Rechnung EINE! Hast Du noch nachträglich einen Wunsch oder eine kleine Reklamation, erledigt sich das auch, möglicherweise mußt Du zehn mal anrufen. da ist aber dann auch wurscht.

Das ist wahrscheinlich etwas für ledige, denen es egal ist...

kohlröserl, 15.08. 16:27

...und die sich so einspannen lassen.

Familienfreundlich finde ich es nicht, obwohl Eisenbahner während ihrer ganzen Dienstzeit flexibel sein müssen. Die Fahrpläne richten sich nach dem Zugverkehr. Da heute eigentlich Männer wie Frauen ganztägig arbeiten sollten, um dem Wunsch der Wirtschaft gerecht zu werden, wird es opportun sein, die Kleinen möglichst bald abzugeben, um IN RUHE seiner Arbeit nachgehen zu können. Das wäre nix für mich. Wenn mein Mann und ich Kinder in die Welt setzen, dann sollen sie auch von uns etwas haben, sonst brauche ich keine. Die werden nicht für Aufbewahrungsstätten "gezüchtet", die wollen in einem Familienverband leben, sonst ist die Sache SINNLOS.
Es gibt sehr reiche Leute, die stecken den Nachwuchs in teure Internate, nur Bezug haben sie keinen zu ihm und irgendwann, spätestens dann, wenn sie alt sind, möchten sie eine gute Beziehung zu ihren Kindern, aber der Klebstoff ist einzig und allein das Geld und das wäre mir zu wenig, da meistens nur die Leistung zählt......

Antworten

zwergnase01, 15.08. 17:53

@kohlröserl, ich lese deine Postings gerne weil ich mich oft damit identifizieren kann.
Als ich noch ledig war, da war es mir egal, wann und wo ich arbeitete. Ich pendelte zwischen Arlberg, Salzburg, Nordsee, Schweden usw. hin und her, da war Flexibilität groß gefragt.
1969 lernte ich meine Frau kennen, dann pendelte ich nur mehr zwischen Salzburg und Zürs, 1971 haben wir geheiratet, ab 1972 kamen die Kinder hintereinander (drei Stück) und ich bin sesshaft geworden.
Da ich als Fotograf, Laborant und als Fotokaufmann tätig war, war Flexibilität auch noch gefragt (Hochzeiten und diverse Festlichkeiten haben meistens an Wochenenden und abends stattgefunden), doch in den letzten 20 Jahren meines Berufslebens war ich nur mehr als Fotokaufmann tätig, da habe ich mich ganz, mit einigen Ausnahmen, der Familie widmen können.

ichbins, 15.08. 21:35

Es geht auch anders:
Wie beide, die Eltern arbeiten beide Teilzeit. Der Mann 80% ( 4 Tage) und die Frau 50% (Ein voller Tag= der freie vom Mann, und 3 Vormittage).
Der Nachwuchs ist am Vormittag in der Betreuung und das von Mo bis Fr.

Und WIR BEIDE haben was vom Nachwuchs, der von uns. Des Geld wo am Ende des Monats netto reinkommt ist mehr als wenn ich als Mann Voll arbeite und die Frau zuhause ist.

Dieses Modell habe ich vor ein paar Jahren in der Schweiz wahrgenommen und beim neuen Job hier in Österreich durchgesetzt. Bei der Bewerbung meinte eine Personalchefin ich suche als Mann einen Job wie eine Frau. Genau!

Wir geniessen es :-)

ökonom, 16.08. 01:00

Zwergnase beschreibt in seinem Beitrag recht gut, wie sich im Laufe eines Berufslebens die Ansprüche ändern. Was in jungen Jahren toll war, war später weniger spannend, weil es andere Prämissen gab. In der Selbstwahrnehmung vieler ist jeweils die aktuelle Phase die „genau richtige“. Nachzulesen in vielen Beiträgen, wo die eigene berufliche Momentaufnahme als die „einzig wahre“ gepriesen wird ... Am einfältigsten sind dabei die Beiträge jener, die sich gerade in der Phase „Leistungsträger“ befinden, und meinen, sie seien so toll wenn sie berichten, was sie nicht alles leisten ...

superlustig, 16.08. 10:58

Wie Zwergnase es beschrieb, die Bedingungen bzw. Prioritäten ändern sich im laufe des Lebens.
In meinen jungen Jahren arbeitete ich als Techniker fast nur im Ausland. Ich lebte fast vier Jahre in China und konnte auch andere Länder bereisen (dienstlich). Aber irgendwann kam die Frau.. Hochzeit.. und später das Kind.
Jetzt arbeite ich Teilzeit, Vormittag gehört dem Job aber dann ist der Nachwuchs an der Reihe. Ich (Mann) war auch ein Jahr lang in Karenz, und wir haben es genossen und hatten eine schöne Zeit.

Felxible Arbeitszeiten _ Anpassen an die Bedürfnisse der Wirtschaft -...

satiriker, 15.08. 09:31

...welch ein Schwachsinn !!!

in Zeiten von KI und Industrie 4.0 benötigt man vielerorts nur mehr "Spezialisten" und keine konventionellen Arbeiter mehr;

ALso wäre es doch wesentlich sinnvoller eine Maschinensteuer und ein bedingungsloses Grundeinkommen zu fördern, anstatt die Förderungen für Maschinen auszugeben, oder?

China hat bereits eine Maschinensteuer um einer drohenden MAssenarbeitslosigkeit vorzubeugen !!!

Antworten

c3po, 15.08. 09:49

Derzeit geht ohnedies die Sorge vor einer Rezession um.
Da bedeutet flexibel Arbeiten dann von 12 Stunden auf Kurzarbeit.

c3po, 15.08. 10:01

Das Handelsblatt schreibt
Zitat
"Das deutsche Erfolgsmodell war weder ökonomisch noch ökologisch durchhaltbar. Es missachtete die Grenzen der Verschuldungsfähigkeit der übrigen Welt."
.
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-das-deutsche-erfolgsmodell-war-weder-oekonomisch-noch-oekologisch-durchhaltbar/24900144.html
......
So ähnlich hat man es bereits Jahre zuvor auf diversen Blogs von Ökonomen gelesen.
Man stößt an Verschuldungsgrenzen. Immer geringeres Wachstum wird mit immer höheren Schulden erkauft.

helikopter, 15.08. 11:19

Flexible Arbeitszeiten - also die Mitarbeiter dann im Betrieb haben, wenn Arbeit/Aufträge anfallen - ja, was denn sonst in Zeiten des übernationalen Wettbewerbs ???

iwasois, 15.08. 12:28

Das hatte man schon im Ex-Ostblock flexible "Arbeitsleistung" es war nur die Anwesenheit verlangt und schon hatte man Anspruch auf einen Gehalt. Kann man auch BGS nennen.
Warum man das wohl wieder abgeschafft hat???

satiriker, 15.08. 14:51

@iwasois

Komunismus ist genau so scheisse wie Kapitalismus !!!

Nur wer halbwegs abgesichert ist und die Freiheit des kreativen schaffens geniesen kann, der trägt wirklich zur positiven Entwicklung unserer Gesellschaft bei.

Sie all die Nobelpreisträger, Forscher-, Entwickler, Erfinder, etc. glaubt jemand, dass man das wegen Geld alleine macht oder aus jux und tollerei tut?

Es kommt immer darauf an, welche interessen-, begabungen-, fähigkeiten, etc. jemand hat.

iwasois, 15.08. 21:52

JA; Aber man muss doch einsehen, das Forscher, Entwickler, Erfinder, usw. vorerst nichts verkaufbares Produzieren.
Ergo haben alle anderen für sie zu arbeiten, das man sie sich leisten kann. Und letztlich die Gesellschaft von ihren Erkenntnissen profitiert. Wenn sie uns nicht die Welt vergiften.
Und das hat im Kapitalismus weit besser funktioniert.
Weil die Reichen ihr Geld locker gemacht haben und alle fleißig zu einem besseren leben beigetragen haben.
Auch Reiche!!!! Arbeiten weil sie Freude an ihrer Arbeit haben.

satiriker, 16.08. 14:01

Beispiel gefällig:

in den USA haben Gentechnisch veränderte Pflanzen inkl. Spritzmittel, ca. 20% des Ackerbodens mit multiresistenten Unkräutern übersäät.

In Russland gibt es keine gentechnisch veränderten Pflanzen. Russland ist somit einer der größten Bio-Produzenten der Welt.

Unkräuter bekämpft man dort nicht mit Chemie sondern mit natürlichen Pflanzenmamagement !!!

ein feiner Unterschied zwischen Kapitalismus-, Kommunismus-, Pragmatismus - Ökologischen Landbau !!!

Endlich weg vom ewigen Wirtschaftswachstum

obergscheita, 14.08. 21:20

Dass es nicht funktioniert sieht man ja, die Erde geht darunter vor die Hunde!
Also weniger arbeiten und nicht mehr unter dem Zwang der Selbsterhaltung, sondern zur Selbstverwirklichung!
Der Begriff Arbeit ist dann ohnehin obsolet!

Antworten

iwasois, 14.08. 21:30

Es gibt Länder, da macht man das seit Jahrhunderten!!!
Sie zählen aber meistens zur 3ten Welt.

obergscheita, 14.08. 21:39

Nö, in der 3.Welt werden die Menschen (oft von westlichen Konzernen) ausgebeutet! Wir brauchen keine Diskussion wie Wir flexibler arbeiten, sondern
wir brauchen einen Systemwechsel! Wie? Keine Ahnung!
Aber wenn es uns nicht gelingt, hat die übernächste Generation ein gewaltiges Problem!

iwasois, 14.08. 23:27

Wie soll man Leute ausbeuten die nicht arbeiten wollen????
Wir brauchen keinen Systemwechsel, nur Leute die das Sozialsystem nicht ausnützen und sich nicht Jahrelang erhalten lassen.

phoebe07, 15.08. 06:14

wie blind muss man sein um nicht zu verstehen dass es zwischen gar nicht arbeiten und 12 Stunden hackeln auch einen gesunden Mittelweg geben muss. Vernünftige Menschen arbeiten um zu leben aber leben nicht nur um zu arbeiten und mehr oder weniger ausgelaugt auf die Pension zu warten.

ösirepublik, 15.08. 10:06

das war mal, vor 40 Jahren ..
heute heißt "flexibel" doch nur mehr hackeln für weniger Geld ...

iwasois, 15.08. 12:23

WIE; angenehm ist es mit Rücklagen zu leben und nicht abhängig zu sein von seiner täglichen Arbeit bzw. Einkommen, D.h. von der Hand in den Mund zu leben.
Wie blind muss man sein, das nicht zu erkennen das noch immer ein Großteil der Welt nicht in Saus und Braus leben kann,
(sondern im Hunger) weil ihre Vorfahren kein entsprechendes Erbe übergeben hat.
Und auch heute noch müssen viele Mitbürger / innen mehr als 40std. die Woche Arbeiten, um sich eine adäquate Wohnung, Lebensstil und Urlaub leisten zu können.
Alle die geerbt haben und nichts mehr Aufbauen müssen, können gerne weniger Arbeiten, es gibt genug Teilzeit-Jobs.
Sich das Leben, wie manche es tun von der Sozialhilfe oder mit BGS finanzieren zu lassen, kann es aber auch nicht sein.
Nur weil manche auf einiges verzichten und ihre Lebenszeit nicht mit Arbeit verderben wollen.

phoebe07, 15.08. 14:33

wenn Menschen von einer 40stundenwoche nicht einfach aber anständig leben können ist etwas faul im Staate Dänemark bzw Österreich.

iwasois, 15.08. 22:02

Jeder Mitarbeiter, im demokratischen Sozialstaat Österreich wird mindestens nach nur KV bezahlt.
Und wer 40Std. Arbeitet, hat einen ausreichenden Verdienst, der sie / ihn gut davon leben lässt.
Wenn sie nach ihrem Einkommen entsprechend, adäquat leben.
Man muss sich schon nach der Decke strecken, auch in Österreich.

chefexperte, 16.08. 00:45

@iwasois Diese Aussage unterschreibe ich nicht. Es gibt sehr wohl Arbeitnehmer die vom Verdienst einer 40 h/w (und mitunter sogar mehr) nicht gut leben können.
Bei den Mieten die heutzutage zu zahlen sind geht bei vielen Menschen schon fast die Hälfte des Nettoeinkommens drauf, auch wenn sie adäquaten Wohnraum mieten. Es ist nämlich so daß kleine Wohnungen teurer sind als große Wohnungen, gerechnet auf den m². Und wenn man also einen KV Lohn von 1600 brutto hat von dem man 1200 rausbekommt und davon dann die 600 für seine Bleibe berappt dann schau ich mir an wie man vom Rest "gut lebt".
Fazit: unsere Löhne sind zu gering, eigentlich sollte niemand unter 1500 netto verdienen.

phoebe07, 16.08. 07:01

das ist die eine Seite - was ich gemeint habe war aber noch zusätzlich der Aspekt dass jemand der mit den 40 Stunden genug verdient um den Rest der Woche nach seinen Bedürfnissen leben zu können durch Überstunden genau daran gehindert wird (ob das der versäumte letzte Bus zum Wochenendhaus der Eltern ist, die teure Theaterkarte die wegen plötzlich angeordneter Überstunden verfallen muss, der Tennispartner der sich jemand zuverlässlicheren sucht weil man zu oft vereinbarte Termine absagt....) und dann entweder den Job verliert oder jede Gestaltungsmöglichkeit für seine Freizeit und sie dann nur noch vor dem Fernseher verplempern kann.

grasti589, 16.08. 07:50

@obergscheita 21:20, JA, genau, is ja bekannt(bei vielen zmdst).Welche Lösung und welches Modell das bewiesen hat, besser und länger und nachhaltiger zu funktionieren schlägst Du statdessen vor?

iwasois, 16.08. 12:10

@Chef; Für Leute die du aufzählst gibt es Unterstützung und besonders in Wien die selige Gemeindewohnung. Und wer wenig Einkommen hat ist besser dran, wenn er nicht Alleinverdiener ist.
@phoebe; Wer diese Lebensart hat, wie du sie aufzählst, sollte sogar sehr flexibel sein, um sich diese zu erhalten.

phoebe07, 16.08. 12:30

kannst du das bitte konkretisieren - etwa an Beispielen wie du Flexibilität verstehst.

Eigendisziplin und Organisationstalent

grasti589, 14.08. 19:57

Mußt Du haben und Konsequenz
das hat halt auch nicht ein jeder.

Antworten

c3po, 14.08. 20:24

Ich habe weder Disziplin noch Talent.
Das Prinzip Chaos funktioniert aber gar nicht so schlecht :-)

iwasois, 14.08. 21:32

@c3; Aber nur weil du in einem Sozialstaat lebst, wenn nicht sogar VOM Sozialstaat.

c3po, 15.08. 08:22

Ja in 10 Jahren werde ich als Pensionist VOM Sozialstaat leben :-)

grasti589, 15.08. 10:40

@c3po,JA, unser Sozialstaat ist fast nicht zu übertreffen, muß sseit 12 Jahren, bis an mein Lebensende von der BU-Invalieditätsrente leben. kann kein Haus mehr baun, hab eh schon ein's, aber jeder Euro Beitrag ist es wert. Probier's aber nicht, es ist nicht lustig in so einen Zustand zu kommen.

c3po, 15.08. 11:12

@grasti
Ich habe schon ein etwas kaputtes "Fahrwerk".
Aber die 10 Jahre zur Pension werden die Knochen schon noch durchhalten.
Kann aber sein dass ich sein paar Jahre früher in die Korridorpension gehe. Gesundheit geht vor.

kritischhinterfragen, 15.08. 12:01

@grasti, stimmt allerdings allein für sich selbst, im sinne der eigenverantwortung.
alle anderen wären ja eh erwachsen, reif und emanzipiert - oder doch nicht ?

iwasois, 15.08. 12:46

@c3; NO, hoffentlich nicht VOM Sozialstaat, sondern von der PVA, die du dir erarbeitet hast.
Und ob davon deine Knochen von Arbeit kaputt sind ist noch zu hinterfragen.
Du gehörst eben zu der Gruppe Menschen, die nichts sehnlicher herbeisehnen als die Pensionierung.
Zum glück ist das nicht bei allen so. Sie haben Freude in ihrer Arbeit.

c3po, 15.08. 13:08

Ich gehöre eben zu den Menschen die Freude an der Arbeit und an der Pensionierung haben.
.
Zitat
"Und ob davon deine Knochen von Arbeit kaputt sind ist noch zu hinterfragen."
Ich glaube du bist nicht in der Position irgendwas zu hinterfragen.

c3po, 15.08. 13:09

Zitat
"hoffentlich nicht VOM Sozialstaat, sondern von der PVA, die du dir erarbeitet hast. "
...
Die Pensionen sind ein Teil des Sozialbudget. Also vom Sozialstaat.

iwasois, 15.08. 14:14

Irrtum; Meine Pension wird von den heute jungen Versicherten Eingezahlt. Die Leute die für eine Mindestpension zu wenig Eingezahlt haben, bekommen sie vom Sozialbudget aufgebessert.
Und ob die kaputten Knochen, von der Arbeit und nicht vom intensiven Freizeitsport sind ist sehr wohl zu hinterfragen.

c3po, 15.08. 14:36

Das Sozialbudget in Österreich macht etwa 100 Milliarden Euro aus. Etwa 40% vom Sozialbudget werden für Pensionen verwendet. Die Zahlungen der PVA sind eine Untergruppe des Sozialsystems. Die Pensionsabgaben fallen ja zu den Sozialabgaben.
Aber keine Sorge meine Pension kommt schon zu 100% von der PVA aus dem Sozialsystem. Ich habe sogar jetzt 10 Jahre vor der Pensionierung schon über 450 Versicherungsmonate.
zudem habe ich nebenberuflich ein Gewerbe das vor Steuer etwa 15.000 Euro Gewinn pro Jahr macht. Das könnte ich hauptberuflich in einem Jahr sogar ausreichend ausbauen um von zu leben.

iwasois, 15.08. 20:47

DU wirst es nicht glauben, aber das tue ich seit 9 Jahren ab meinem 65igsten. Und habe, weil ich ja zweifach versichert bin (SVA), meine Pension zu meinen 565 PVA Versicherungsmonaten, noch kräftig aufgebessert.
Während meiner Angestelltentätigkeit als Betriebs-und Geschäftsführer, konnte ich allerdings keiner weiteren Beschäftigung nachgehen.
Aber jetzt habe ich auch schon genug, ein Jahr lass ich es jetzt noch auslaufen und nächstes Jahr melde ich das Gewerbe ab, es ist mir schon zu mühsam.

grasti589, 16.08. 07:10

@kritischhinterfragen Da sagst :"@grasti, stimmt allerdings allein für sich selbst, im sinne der eigenverantwortung.
alle anderen wären ja eh erwachsen, reif und emanzipiert - oder doch nicht ?"
JA, so reden d' AMIS auch. Die bräuchten gar keine Obamacare, weil es kann sich eh jeder eigenverantwortliche, gscheite und halbwegs vorausblickende Mensch selbst versichern, und überhaupt, kriegt er dann bessere Leistungen, als Privatversicherter. zum Schluß kriegen die Privatversicherten auch nur mehr die Normleistung der Obamacare. außerdem ist es eine Frechheit, daß der Staat Geld, direkt von meinem Lohn abzieht und einbehält. Trott'ln hab'n halt a Pech. den wahren Wert einer AUVA erkennst Du erst, wenn Du mit zertrümmertem Schädel aus dem Koma aufwachst und danach froh bist, daß es im Staatsaparat einige gibt, die auch für Idioten wie Dich vorausdachten.

kritischhinterfragen, 16.08. 08:53

grasti, danke für dein kompliment !

Jeder ist ersetzbar

erdling3, 14.08. 16:24

Das sollten sich vor allem jene hinter die Ohren schreiben, die glauben, sie hätten sich dieser Tatsache davonqualifiziert.
Mag sein, dass die persönliche Erfahrung zu dieser trügerischen Sicht geführt hat, und mag sein, dass es im Einzelfall momentan so schnell niemanden gibt, der den Job besser/billiger macht, aber potentiell ersetzbar ist im Beruf nun mal nahezu jeder.
Es gibt immer ein Besser oder ein Billiger; darauf baut doch der Wettbewerbsgedanke geradezu.
In einer Realität, in der es viele Menschen gibt, die von einem Lohn abhängen, und wenige, die gute Löhne zahlen, zieht das Ungleichgewicht der Besitzverhältnisse und der Wettbewerbszwang die schwächeren Verhandlungspartner kontinuierlich nach unten.
Nur eine Frage der Zeit, bis dieser Automatismus überall angekommen ist.
Der 12-h-Tag ist da ein Paradebeispiel, das nun also angekommen ist.
Wie zu erwarten war, hat es nicht lang gedauert, bis sich dieses Novum großflächig installiert hat.

In der Diskussion passiert nun etwas Interessantes.
Dort, wo das Ächzen der Mehrgeplagten zu erwarten wäre, ertönen stattdessen stolz und laut die Stimmen der Wenigen, die sich mit der neuen Regelung noch ganz gut arrangieren können.
Warum ist das so?
Zunächst ist zu vermuten, dass es gerade eben die besser Bezahlten sind, die hier tönen.
Die wähnen sich ja immer noch auf der sicheren Butterseite des Lebens, als wäre das unverrückbares Recht.
Ja, in gewissen Positionen kann man es sich vielleicht noch richten, wann man sich in den White Collar und ins Office wirft; da kann sich Flexibilität richtig gut anfühlen.
Andere können sich selbst schon nicht mehr viel richten, sondern werden gerichtet; zumindest richtet man ihnen die Wadeln schonungslos nach vorn.
Dorthin geht die Reise.
Obwohl diese Menschen schon heute die Mehrheit stellen, hört man ihr geplagtes Stöhnen kaum.
Sie finden oft gar nicht in Diskussionen wie diese hier hinein, haben womöglich nicht die Zeit und Energie, ihr Unbehagen zu formulieren, oder fürchten, mangels rhetorischer oder orthografischer Fertigkeiten verachtet zu werden (nicht zu Unrecht, wie die Forumserfahrung zeigt.)
Und nicht zuletzt spielt die untrügliche Gewissheit herein, dass derjenige, der von unten aufmuckt, als unbrauchbarer Jammerlappen abgetan und flugs ersetzt wird.
Wohingegen die Überangepassten, die noch fest im Sattel sitzen, ihre Anliegen selbstbewusster zu formulieren wissen und gewohnt sind, gehört zu werden.

Antworten

erdling3, 14.08. 16:25

Befehlsempfänger weiter unten finden seltener Gehör als sie hören müssen, und fühlen auch.
Schon das ist symptomatisch für die Welt, dass die Stimmen nach oben hin lauter werden, bis sie von der Pyramidenspitze herab den Ton angeben.

Ebenso bezeichnend ist die übereifrige Identifizierung mit Arbeit, die auch wieder von oben diktiert wird.
Diese Idee ist zur fixen Banalität verkommen, sehr zum Nutzen der Arbeitgeber.
Wer sich mit seiner Arbeit geistig verwachsen fühlt, den stören keine 12 Stunden, und keine 15, und 24 auch nur, weil der zugehörige Körper blöderweise essen und ruhen will.
Die krude Selbstverwirklichungsideologie, die sich wie selbstverständlich mit dem schnöden Geldverdienen gepaart hat, ist nur schwer wieder voneinander zu lösen.
Die Theorie wird nicht zuletzt von denen beworben und verankert, die davon profitieren - und von denen, die das glauben möchten, weil sie zufällig im Aufwärtswind trudeln.

Leider erfüllt sich das Erfüllungsversprechen wieder nicht für die breite Basis, wo ein Job nicht sonderlich weit über eine existenzsichernde Notwendigkeit hinausgeht.
Auch wenn die braven Pflichterfüller ihre Arbeit ev. grundsätzlich nicht ungern machen, wenn sie sich durch ihre Tätigkeit der Gesellschaft nützlich fühlen, und auch wenn man jede Dienstleistung mit zwischenmenschlichen Idealen aufblasen kann: Diese „Ich-bin-was-ich-arbeite“-Philosophie ist dann doch eher was für eine kleine Obrigkeit, die auch hier wieder tonangebend ist.
Übrigens verlieren sich nicht selten auch die ganz Wichtigen in der Leere der Sinnlosigkeit oder brennen im Leistungsfeuer aus. Vieles von der vermeintlichen Wichtigkeit ist ja Illusion, und grenzenlos belastbar ist niemand.

Und noch ein Charakteristikum unserer Zeit fällt auf, wenn die lauten Einzelstimmen tönen, wie gut es ihnen in der flexiblen Arbeitswelt geht: Die Ignoranz gegenüber den weniger Glücklichen, welche überzählig sind.
Der Mensch, der stets nur sein eigenes übererfülltes Bedürfnis vor Augen hat, ist kein politischer Mensch im demokratischen Sinn, und sozial im Sinne der Gesellschaft ist er auch nicht.
Wer Gerechtigkeit nur insofern empfindet, als dass es ihm selbst mäßig gut geht, während zeitgleich so viele nach unten rutschen, der hat Demokratie oder Gesellschaft nicht verstanden.

Aber auch hier eilen ein anbiederndes „Ich-tu-alles-für-die-Firma“, ein hastiges „Ich-schaff-das-schon!“ oder das selbstgerechte „Ich-bin-einfach-super“!“ allem anderen voraus.
Wettbewerb eben.

ökonom, 15.08. 01:22

Wettbewerb eben.
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Gut erkannt. Legendär sind die Bücher mancher Verkaufs- und Management-Gurus, die jahrelang schreiben, wie es sich rationell am besten arbeiten lässt um möglichst viel Umsatz zu machen, und die dann nach einem Unfall, oder Krankheit plötzlich darüber schreiben, wie toll es ist, über die Berge zu wandern und die Stille zu geniessen ...
Erst machen sie Druck zur Leistung mit ihren Weisheiten, und dann, wenn sie den unabwendbaren Zenit erreicht haben, ist das alles plötzlich nicht mehr so wichtig, dann sinnieren sie darüber, wie toll doch das einfache Leben ist. Da gab es auch einen Kabarettisten, der erst Autos gescheffelt hat, und jetzt allen erklärt, wie das einfache Leben so ist. Oder der berühmte Kletterer, der erst allen erklärt hat, wie wichtig es ist jeden Gipfel zu erklimmen, bis es ihn hinuntergeprackt hat, und der jetzt allen erklärt, wie wichtig es ist am Boden zu bleiben ...
Neben der Karriereleiter gibt es noch eine andere Leiter, nämlich jene der persönlichen Entwicklung. Dazu gibt es sehr interessanteTheorien. Die Siegertypen und Leistungsfanatiker, die sich hier zu Wort melden, befinden sich nach einer dieser Theorie auf Stufe 5 (der Sieger/die Siegerin) von 9 möglichen.
Z.B. die Beiträge vom User reminder sind typische "Sieger-Postings". Entwicklungsmäßig jedoch erst im Mittelfeld, da ist noch Luft nach oben ...
Der wichtigste Entwicklungsschritt ist jener von Stufe 6 zu Stufe 7 - vom Haben zum Sein. Das ist der befreiendste im Leben ...

Meine Abacci´s

bentschoerner, 14.08. 16:20

Procedamus et bacci

Antworten

inventor, 14.08. 23:05

... et oscularamur

Wer hat den Salzstreuer der Republik?

bentschoerner, 14.08. 16:18

Cold case Debatten bitte everywhere!

Antworten

Flexibilität zu haben

patrick89, 14.08. 15:19

war für mich als Arbeitnehmer der Grund ein Unternehmen zu wechseln. Ich möchte meine Arbeit selbst einteilen und dann erledigen wenn sie anfällt, möchte teilweise home office und nicht von 8:00 bis 17:00 Uhr in einem Büro sitzen nur weil es immer schon so war. In modernen Unternehmen gibt es nicht einmal mehr so viel Plätze in wie Angestellte in der Firma, weil davon ausgegangen wird, dass ein Teil home office, Urlaub oder Krankenstand ist.

Antworten

ibins, 15.08. 00:28

jatzt darfst eh von 7 bis 20 Uhr im Büro sitzen, ganz flexible Einteilung der Mittagszeit inbegriffen.
nein, um die Bürojobs geht's nicht. Es geht auch nicht um die Vertriebsmitarbeiter, eventuell eher um die Montagearbeiter, die Bauarbeiter, die Arbeiter im Gastgewerbe, die Paketzusteller usw. Aber egal. Träum weiter.

flexibel arbeiten

meierling, 14.08. 15:16

heisst für sehr viele Österreicher am Beispiel 16.August nicht zu arbeiten, sondern sich Zeitausgleich zu nehmen - die, dafür benötigten Stunden wurden oder werden an anderen Tagen hereingearbeitet.

Antworten

phoebe07, 14.08. 16:36

flexibel arbeiten kann aber auch heißen für das lange Wochenende einen teuren Flug gebucht zu haben und plötzlich doch am 16. August arbeiten zu müssen.

avs, 14.08. 18:31

heisst aber auch, am 15. August zu arbeiten, weil wieder unmenschlich viel Leute eine Städtetrip zu machen. Da bist du so flexibel, dass du gerne dein Feiertag opferst, um die Kollegen, die sonst untergehen würden, nicht in Stich zu lassen. Was die natürlich auch für mich machen würden

iwasois, 14.08. 21:37

Dafür genießt du den Kurztrip in eine andere Stadt, die dann nicht so Überlaufen ist.
Jede Medaille hat 2 Seiten, zumindest für Positiv-Denker!!!

phoebe07, 15.08. 06:18

iwasois
und wenn der Partner/die Partnerin dann nicht frei hat? Oder wenn die Reise bereits bezahlt ist und dem Chef plötzlich einfällt dass er einen braucht?

iwasois, 15.08. 12:36

@phoebe; Du wirst immer einen Grund finden, warum etwas nicht geht und nur selten, das etwas möglich ist.
Leute wie du sollten sich Selbständig machen, um dann nach ihren Gutdünken ihre Arbeitszeit einzuteilen.
Wer nicht hinter seinem Chef steht, sollte selber einer werden, dann kann er sich aussuchen was ihm plötzlich einfällt oder nicht.

phoebe07, 15.08. 14:30

keine Antwort auf meine Bemerkungen sondern persönliche Angriffe; wer für die Kosten einer bezahlten Reise aufkommt die ein Arbeitnehmer nicht antreten kann hast du wohlweislich nicht beantwortet.

iwasois, 15.08. 21:42

Dazu braucht es keine Antwort:
Der Chef wird eine andere Person finden und einteilen.
Und wer nie flexible ist, darf sich nicht wundern wenn seine Gehaltswünsche nicht berücksichtigt werden und er der erste ist der ausgetauscht oder gekündigt wird.

Flexibilisierung der Arbeitszeit ist schon ok

satiriker, 14.08. 14:56

aber was es dazu auch unbedingt braucht, sind viel schärfere Regeln und Kontrollen für Unternehmer.

Beispiel Personaldienstleister:

wenn ein Hedgefond einen Personaldienstleister der/die Kasse machen will, aufkauft - der "Dienstleister" für Industriereinigung Leute in ein Französisches AKW- entsendet und den Reinigungskräften € 1,600,- bezahlt , obwohl es in Frankreich ein GEsetz zur Vorsorge für AKW-Mitarbeiter gibt, wonach jeder AKW-Mitarbeiter mindestens € 7.000,- verdienen muss, um im Falle einer Strahlenerkrankung bestmögliche Therapien in Anspruch nehmne zu können, - wird klar mit welchen Hur.....-Söhnen wir es in der Personaldienstleisterbranche zu tun haben , oder?

Antworten

satiriker, 14.08. 14:58

Flexible Arbeitszeiten super - aber Arbeitssicherheit und die Verhütung von Unfällen - ist scheinbar egal. Hauptsache die KAsse stimmt, oder?

dergrossenagus, 14.08. 15:17

@satiriker: "Arbeitssicherheit und die Verhütung von Unfällen - ist scheinbar egal. Hauptsache die KAsse stimmt, oder?"

Stimmt genau... völlig richtig!!!

avs, 14.08. 15:33

Bin im Großen und Ganzen bei die, nur verstehe ich nicht, wie besagte Reinigungskraft für €1.600 arbeiten gehen kann, wenn jeder (auch sie) weiß, dass sie dafür €7.000 bekommen muss. Dann mache ich die Arbeit nicht, sollen's selber putzen

kritischhinterfragen, 15.08. 12:10

Bleiben wir doch einfach hier in Östereich. Wieviele Menschen werden vom Chef im KV falsch und billiger eingestuft und müssen eine Arbeit machen, die eine oder mehrere Stufen höher ist und eigentlich besser bezahlt werden müsste.
Leute, die sinngemäß lesen können und sich informieren, wissen das. Ob sie sich dagegen wehren oder kuschen ist eine andere Sache. Allerdings Menschen, die eher nicht so gut deutsch können, müssen sich auf die erklärenden Worte des Chefs verlassen. Aber ob der richtig einstuft oder - auf seinen Vorteil bedacht - beschwichtigt .. ?

Was wehren sich manche gegen flexibilität?!

obergscheita, 14.08. 14:26

Ist doch toll, wenn man nach 10 Stunden noch zwei dranhängt, das über ein paar Wochen hinweg, weil der Chef was in der Planung übersehen hat, oder einfach mehr Aufträge annimmt, als das Personal abarbeiten kann.
Ist doch nicht so dass manche auch andere verpflichtungen hätten.
Die Mehrleistungen kann man danach ohne Zuschlag, zu Zeiten abbauen, wenn grad nix los ist! Das plant man dann so ein, dass es zu so etwas wie Familienleben kommt!
Bitte seits doch endlich mal flexibel, sonst überrennen uns die Chinesen, Inder, Bengali und Vietnamesen!!!
Also die ganzen Arbeitsrecht-Vorzeigeländer!

Antworten

milou77m, 14.08. 14:56

Wie kommen Sie auf die Idee dass Sie ohne Zuschläge arbeiten müssen?

Mein Mann arbeitet Mo-Do und wir haben daher Fr-So gemeinsam für die Familie.

obergscheita, 14.08. 15:30

Gleitzeit - keine Zuschläge!

Schön für ihren Mann, dass er die Ausnahme von der Regel ist.

1wolf359, 14.08. 19:04

"Ist doch toll, wenn man nach 10 Stunden noch zwei dranhängt,"

...ja, für jene, die nach 10 Stunden immer noch so frisch wie in der 2. Stunde sind.

Ich habe über Jahre hinweg mehrere 10-Stunden-Tage/Woche gehabt und sogar die Chefs haben eingesehen, daß man nach 8 Stunden nicht mehr so leistungsfähig wie zu Beginn ist.
Ab und an ging es auch Richtung 14 Stunden und mehr - da gab es dann Gratis-Brötchen und einen anerkennenden Gesichtsausdruck...

ösirepublik, 15.08. 10:05

richtig ..
und das zusätzlich erwirtschaftete Geld steckt der Boß ein ..
für den Golfplatz am Donnerstag , oder Heli-Skiing in Canada ..

milou77m, 16.08. 16:27

@ obergscheita

Bei Gleitzeit gabs noch nie Zuschläge.