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Wie sinnvoll sind Praktika?

Tausende junge Menschen nutzen jedes Jahr die Ferien, um zu arbeiten. Wie groß ist der Lerneffekt bei Praktika? Wie ist es um die arbeitsrechtliche Sicherheit der Praktikanten bestellt? Was müssen Unternehmen tun?

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150 Beiträge

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praktikas sind enorm wichtig...

effenbeisser, 19.06. 20:43

wenn es ein fachpraktika ist, ist es für den schüler/studenten von großer bedeutung mal das vermittelte wissen in der praxis zu erleben. oft ist die theorie das eine, aber wirklich gut wird man meistens erst durch die übung und erfahrung. ausserdem kann ein langjähriger mitarbeiter viele nützliche hilfreiche tipps geben oder es bleibt mal bei einer tasse kaffee zeit, so manches unklares nochmals erklärt zu bekommen.
aber in jedem fall schadet es auch nicht, wenn der junge mensch mal nicht alles zum hintern getragen bekommt. und das schafft reife und macht ein stück weit erwachsener.

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Erfahrungen zu Praktika:

mati, 18.06. 19:25

Zu meiner Praktikazeit eher positive: Verdienstmöglichkeit. Neue Menschen, Umgebung, Länder kennenlernen. Harte Arbeit erfahren. Selbständig werden. Zukünftigen Arbeitgeber wechselseitig kennenlernen.
Heute (meine Kinder) auch negative, wie ausgenutzt werden.
Sinnvoll sind Praktika auf alle Fälle, vorallem für in der Ausbildung Stehende, wenn sie sehr unterschiedliche Bereiche abdecken.

Antworten

wacherbürger, 19.06. 16:47

In unseren Familien mussten alle Praktika machen oder neben dem Studium arbeiten, obwohl es das Familieneinkommen es nicht erfordert hätte.
Praktika sind ja zeitbegrenzt, ist man engagiert, kann man daraus sehr viel Gewinn fürs Leben schlagen, da soll die Entlohnung nicht im Vordergrund stehen.

Wenn bei einer "Praktika" eine Leistung erbracht wird...

lampenbaer, 18.06. 14:06

...im Sinn einer Arbeitsleistung die man, wenn es eben nicht Praktika wäre, auch zukaufen = bezahlen müsste...

...also wenn nicht ein Übungsprojekt gemacht wird, sondern etwas generiert wird das für eine bestimmte Verwendung taugt (sei es Planung, Forschung, Entwicklung)...

Dann gehört diese Arbeit auch entsprechend abgegolten, zumindest mit einem festzulegenden - indexierten Mindest-Stundensatz.

Ich pers. finde das auch eine fehlende Ethik in der Wirtschaft diese Methode, Menschen wegen fehlender Praxis durch "Praktika" und kostenlose "Projektarbeiten" zu demotivieren, auszunutzen und auszuhöhlen: Dem müsste sofort ein Riegel vorgeschoben werden bzw. hätte man dies so niemals zulassen dürfen.
Genauso wie bei diesen dubiosen Beschäftigungsverhältnissen auf Werkvertrag, interessant das diese Menschen weder bei Gewerkschaft noch AK oder sonst wo eine Vertretung haben.

Antworten

effenbeisser, 18.06. 19:55

wer sich am mindest-stundensatz orientiert bekommt auch nur ein mindestmaß an leistung und das ist auch völlig ok so!! wie du mir - so ich dir!!

Ohne Praktika müssten viele

xx1xx, 16.06. 14:14

Bereiche zusperren.
Daher werden die Unterrichtsagenden wohl zur Wirtschaftskammer und diese nach Pinkafeld wandern.
Praktika könnten dann verpflichtend vorgeschrieben werden. Was vor einer Generation noch undenkbar war, gilt heute als österreichischer Weg des dualen Bildungssystens.

Antworten

sage, 17.06. 08:56

ja, insbesondere im Gesundheitswesen wuerden ohne dem fast unbezahlten Praktikjahr der Krankenschwestern die Kosten stark steigen!!?

Mythos "Arbeitserfahrung"

kva1000, 15.06. 18:15

So undefiniert und unkonkret können tatsächlich erlernbare Fähigkeiten und Erfahrungen gar nicht sein, so oft wie man von der vielbeschworenen "Arbeitserfahrung" liest. Ich habe sowohl studiert als auch nebenbei diverse Praktika gemacht und auch zeitweise nebenher gearbeitet. Mein Fazit: Die meisten Leute die es notwendig haben andere entlang ihrer Verweildauer im Beruf zu bewerten uns nebenbei auch noch ohne konkrete Beispiele auf "weltfremde Maturanten und Akademiker" schimpfen (geht meist Hand in Hand), haben tiefsitzende Minderwertigkeitskomplexe ob einer eigens formal niedrigeren Ausbildung.

Antworten

effenbeisser, 15.06. 18:46

bei manchen mag es wirklich eine substanzlose schimpferei sein. ich wurde selbst mit meinem htl-ing schon an einem arbeitsplatz angefeindet, weil manche primitiven, einfachen leute mir grundlos andichteten "etwas besseres zu sein"! in wahrheit waren sie einfach nur neidig! ich bin damals drüber gestanden, weil ich eh wusste wer es sagte.
ich arbeite heute an einer fh und habe sehr viel einblick über vortragende bzw. professoren. und das ist leider mit wenigen ausnahmen wirklich ein sammelsurrium an unfähigen (sowohl fachlich wie persönlich) die es wohl nie in der pw zu etwas gebracht hätten. und das ist jetzt keine schimpferei, weil es mir ziemlich egal ist ob und was jemand studiert hat und so ganz nebenbei - kenne ich auch gute akademiker, die viel drauf haben.

kva1000, 16.06. 13:00

Ja das ganze differenziert zu sehen sit ja auch vollkommen okay! Sicher gibt es Menschen die sich ein wenig in der Theorie verlaufen und daher in der Praxis oft gehemmt sind, entscheidungsunfreudig etc. Aber eine Korrelation zwischen der Art der Ausbildung und solchen "Defiziten" gibt es -aus meiner Sicht- einfach in der Form nicht. Und wenn mir jemand sagt "Oje ein Studierter" ohne mich zu kennen oder seine Aussage näher auszuführen, dann ist das einfach nur dümmlich.
Und zu den Praktika noch etwas: Diese sind meistens so und so für die Katz', weil da mehr Schein als Sein avisiert wird ("Arbeitserfahrung").

lokivonasgard, 16.06. 13:58

@effenbeisser, 15.06. 18:46
Diese deine Einstellung bezüglich der Mehrzahl der Lektoren an einer FH kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen.

@kva1000, 16.06. 13:00
Ich kenne dieses "Oh ein Studierter" nur zur Genüge, immerhin habe ich ein Physikstudium abgeschlossen und habe da eher die Theoretiker-Richtung eingeschlagen.

Einer meiner Kollegen - ein begnadeter Praktiker - sagt diese Worte auch immer im Scherz. Aber wenn ich dann die Studies im Elektronik-Labor betreue, dann meint er zu den Studies immer: "Glauben Sie ihrem Professor. Der findet jeden Fehler in den Geräten, weil er jeden Messwert hinterfragt."

Und es waren nicht die "Praktiker", die festgestellt haben, dass wir ein Oszi im Labor hatten, das in einem Kanal um 20% zu geringere Werte maß und auch keiner der Studies (die offenbar monatelang, wenn nicht länger die falschen Werte für bahre Münze nahmen), sondern ich, dem die Ergebnisse einer Gruppe komisch vorkam und der daher der Sache auf den Grund ging.

effenbeisser, 16.06. 17:36

kva- ich bin genau deiner meinung. eine undifferenzierte aussage ist wirklich nur dumm und wiegesagt fast immer ist es nur eine mischung aus neid und dummheit, die bei solchen aussagen dahinter steht.
ich rede in meinen fällen auch nicht von leichten defiziten, dass wär mir keinen kommentar wert, weil wer ist schon perfekt und weiß und kann alles. sondern ich rede von ganz krassen defiziten im basiswissen, so dass es reihenweise zu beschwerden von studenten kam, weil weder in der theorie noch in der praxis etwas funktionierte und ein paar kopierte wikipedia-seiten als fundierte basis der wissensvermittlung ist halt eine frechheit. da versteh ich den unmut der studenten sehr gut.
trotzdem brachten es diese vortragenden früher mal zu doktor-ehren und man fragt sich, wieviele leute da während deren kompletter ausbildung von der volksschule an beginnend, da weggesehen haben?! gottseidank eliminieren manche eh selber mal, aber manche sitzen als huaptberufliche profs fest im sattel.

effenbeisser, 16.06. 17:45

loki - ich denke jede ausbildungsstätte ist vermutlich nie 1:1 mit anderen einrichtungen zu vergleichen. in unserem fall ist es so und das wird auch von vielen vortragenden selber so gesehen, dass wissensmäßig bei uns vieles im argen liegt. und das wird wiegesagt von den studies selbst genauso kritisiert, wie von jenen vortragenden, die wirklich ihr fach verstehen, weil sie natürlich auch erkennen und zusehen müssen, wie studies teilweise komplett falsches wissen vermittelt wird.
es ist auch mir als techniker dann oft echt peinlich, dem studenten hinweisen zu müssen, dass der vortragende einen blödsinn erzählt hat und man genauso nicht arbeitet.
aber manche profs sind ja so komplett beratungsresistent, dass selbst wenn man sie auf den fehler aufmerksam macht, sich diese zwar bedanken und dann im nächsten jahr den blödsinn wieder zum besten geben.
wie gesagt um es in aller klarheit zu sagen - was ich davon denke oder halte, spielt gar keine rolle. ich gebe nur die reaktionen von vielen betroffenen wieder und kann diese nur bestätigen. ob du das jetzt glaubst oder nicht, spielt eigentlich auch keine rolle, weil du nicht in meinem studiengang arbeitest.

Sehe das so, interessierte junge Leute wollen ein bisserl ins...

gscheitbär06, 14.06. 22:05

...Berufsleben hinein riechen

und sich dabei ein bisserl Taschengeld, (das erste selbst verdiente Geld), verdienen, was sollte daran sinnlos sein??

Antworten

effenbeisser, 15.06. 12:26

seh ich genauso!!

ballaststofffrei, 15.06. 15:28

Same here.

Praxis und Akademiker

eswirdschongleidumpa1, 14.06. 16:47

Anscheinend gibt es in Österreich ja zu viele Akademiker, welche von der Praxis noch überhaupt nix gehört haben.

Auch bezeichnet man diese Personen als Weltfremd. Da gehören auch einige Politiker dazu.

Würde es daher sehr empfehlen, wenn bei der Ausbildung auch ein mal ein Semester als Praktikum verwendet würde. Was hilft einer Firma ein toller HTL Absolvent, wenn er von der Praxis keine Ahnung hat.

Antworten

it21, 14.06. 16:54

Übrigens:
Ein HTL Absolvent ist kein Akademiker...

effenbeisser, 14.06. 17:53

übrigens: als htler hat man genug praxis!! ich stand durchschnittlich 2-3 nachmittage die woche im praktikum. das würden sich viele andere ausbildungstypen wünschen. von daher ein denkbar schlechtes beispiel! und viel mehr geht schlecht, weil theoretisch soll man ja auch noch was lernen dürfen oder?

fernsehwastl, 14.06. 18:27

eswird
nicht gewußt, dass der sicherste weg zum taxifahrer über ein Medizinstudium führt ?

iwasois, 14.06. 20:12

Schüler von HTL und andere Berufsbildenden Schulen haben ja Pflichtpraktika zu absolvieren.
Und der Großteil der UNI-Studenten, kommen ohne Arbeit während des Studiums mit ihrem Geld ja gar nicht aus.

effenbeisser, 14.06. 20:24

und was fh-studenten betrifft, müssen die auch berufsbezogene praktika oft auch in unternehmen absolvieren! aber @eswird weiß es natürlich besser...

iwasois, 14.06. 20:33

Lesen- verstehen!?!?!
Ich habe ja nicht von FH Studenten gesprochen, die haben natürlich andere Verpflichtungen zu erfüllen.

effenbeisser, 14.06. 20:40

hast du nicht kapiert, dass ich gar nicht mit dir rede??

also wenn man hier so manche kommentare liest....

effenbeisser, 14.06. 07:05

von wegen das der praktikant viel zu wenig verdient, dann kann man nur noch den kopf schütteln. leute - ein praktikum oder ein ferialjob ist max. da ein wenig praxis zu sammeln und dafür ein nettes taschengeld zu bekommen. und diese erfahrung (positiv wie negativ) ist für so einen jungen menschen, weit wichtiger, als die höhe des gehaltes, auch wenn er das in seinen jungen jahren wahrscheinlich noch nicht versteht. zu mal ein guter gehalt sowieso komplett unrealistisch ist, da er wohl bis auf wenige ausnahmen, einen regulären mitarbeiter kaum ersetzen wird können.
aber man kann gut daran erkennen, wie manche ihre kinder bereits in frühen jahren indoktrinieren.
in meiner jugendzeit hat es immer geheissen, zuerst mal was können, dann kann man auch dafür etwas verlangen. kein wunder also, dass sich manche schulabsolventen hinsetzen und nicht bereit sind für einen durchschnittlichen anfangsgehalt zu arbeiten.

Antworten

effenbeisser, 14.06. 07:08

und aus meiner eigenen erfahrung - ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mich jedes jahr über ein paar tausend schilling gefreut habe. das war das x-fache von dem geld, mit dem ich normalerweise gewohnt war umzugehen udn es war trotzdem nur ein bruchteil dessen, was eine 40h-kraft verdiente.
ich muss aber auch dazusagen, dass ich auch von den eltern her nie wahnsinnig viel geld bekam und daher meine ansprüche entsprechend bescheiden waren.

40pips, 14.06. 09:24

leute - ein praktikum oder ein ferialjob ist max. da ein wenig praxis zu sammeln und dafür ein nettes taschengeld zu bekommen.
------------------------------------------
Praktikum und Ferialjob sind nicht dasselbe.
Ein Ferialjob kann irgendeine Arbeit sein, die im Gegesatz zum Praktikum nix mit der Ausbildung oder Zukunft zu tun hat.
Als Ferialjobber verdient man nicht weniger als einer anderer, der gerade diese Art von Arbeit macht bzw. dort seine "Karriere" begonnen hat.

emmab, 14.06. 14:36

Wenn man mit den Praktikanten schlecht umgeht dann ist es aber auch verständlich wieso manche Branchen keine Lehrlinge oder Arbeitskräfte finden. Wenn ich bei meinem Praktikum schon schlechte Erfahrungen gemacht habe, dann will ich dort ja nicht auch noch den Rest meines Lebens arbeiten.
Da redet man immer wie wichtig es ist neue junge Leute zu finden und wie schwer es ist gut ausgebildete Menschen zu finden. Das spricht sich doch alles herum wenn ich z.B. in der Werbebranche außer Überstunden nur Überstunden machen muss. Dann geht doch keiner mehr dort hin und interessiert sich für diese Richtung.

sevilla1, 14.06. 15:21

@effe
Gegen Taschengeld ist auch nichts einzuwenden, aber absolut Null zu bezahlen ist unverschämt!

effenbeisser, 14.06. 16:19

Sevilla- davon rede ich auch nicht oder wo liest du das aus meinem posting?

effenbeisser, 14.06. 16:22

Pips wenn du „Sacklschupfer“ bist dann verdient logischerweise ein Ferialer dasselbe weil das einfach eine leicht anlernbare Tätigkeit ist! Wenn jemand in einer Personalverrechnung Akten sortiert muss das Unternehmen schon sehr blöd sein, wenn für diese Hilfstätigkeit einen PV-Lohn zahlt!

effenbeisser, 14.06. 16:31

Emma- na ganz schlimm wenn man mal im Berufsleben auch eine negative Erfahrung sammelt!?? Was glaubst du wie oft ich in meinem Berufsleben mit schwierigen Chefs, Intrigen, miesem Arbeitsklima, sinnloser Tätigkeit oder einfach Trotteln als Kollegen oder Vorgesetzte zu tun hatte?? Und wer kann von sich schon behaupten, dass ihm solche Erfahrungen völlig fremd sind? Schön wenn das so ist, aber man muss auch damit klar kommen! Auf der einen Seite werden jetzt Jugendliche angeblich immer selbstbewusster erzogen und dann kacken sie sich bei den ersten Erfahrungen gleich an?? Ja was jetzt?!
Versteh mich bitte nicht falsch, natürlich ist sowas nie lustig wenn es am Arbeitsplatz nicht passt, aber die Frustrationstoleranz sollte schon so hoch sein, dass man nicht gleich davon läuft oder sich keinen Job mehr suchen will. Meinst du nicht?

Ferialjobs machen Sinn

hawedere, 13.06. 21:53

Habe mit 14, 15, 16 und 17 in den Ferien gearbeitet, zwischen 4 und 8 Wochen. Im ersten Ferialjob war ich beim Baumeister, habe tagelang den Bauhof gekehrt und alte Gerüstbretter ausgenagelt. Sicherheitsvorkehrungen? Auf mich aufzupassen lag in meiner eignenen Verantwortung. Im zweiten Ferialjob war ich beim Elektriker, wir haben Straßenlaternen repariert und Kabelschächte gestemmt. Mit 17 habe ich die Schule geschmissen und eine Lehre begonnen, das Arbeitsleben mit eigenem Einkommen hat mir einfach besser gefallen. Vom selbst verdienten Geld konnte ich mir mit 16 ein Moped leisten, mit 18 hab ich mir den Führerschein selbst finanziert und konnte mir mein erstes Auto selbst kaufen. Das war damals so, da gabs solche "Geschenke" noch nicht von den Eltern. Bin jetzt von der Pension nicht mehr allzuweit weg, die Matura hat mir nie gefehlt. Bereue nichts.

Antworten

carlo, 13.06. 23:45

Egal wie das Leben lief "bereuen" würde so und so nichts mehr bringen.
Ferialjob macht ich nie, aber in meiner Lehrzeit fuhr ich 1964 erstmalig 1 Woche ins Ausland - Jugoslawien- auf Urlaub. Ein Zeltlager mit einer Jugendgruppe war angesagt.
Das ich als kaufm. Lehrling nicht soviel verdiente, musst ich mir etwas dazu verdienen .
Als nahm ich von meinen 4 Wochen Urlaub mir drei und ging 14 Tage in ein Betonwerk arbeiten.
Das Einkommen dort hätte gereicht für 1 Monat Urlaub.

carlo, 13.06. 23:48

Korrekt - 14 Tage ist eine Floskel, genau waren es zweimal eine 5-Tage Woche. 9 Stunden am Tag.

40pips, 14.06. 09:26

"Habe mit 14, 15, 16 und 17 in den Ferien gearbeitet"
--------------------------------------------------
Ich auch ... bei insgesamt 2 Firmen.
Beide sind nicht lange danach in Konkurs gegangen ... LOL.

Sehr sinnvoll!

it21, 13.06. 20:47

Besonders die unbezahlten Praktika sind eine wahre Bereicherung für die Betriebe....

Antworten

sevilla1, 13.06. 23:38

Es ist einfach eine Unverschämtheit, dass junge Leute umsonst arbeiten sollen. Im Aussenamt arbeiten die Studenten nicht nur umsonst, sie müssen sich im Ausland auch noch das Wohnen und Essen bezahlen. Jedenfalls war es vor einigen Jahren so!

fernsehwastl, 14.06. 07:58

sevilla
es gibt auch ältere, die manchmal umsonst arbeiten. aber nie ohne lohn...

sevilla1, 14.06. 09:37

Fernsehwastl,???

fernsehwastl, 14.06. 10:17

du kennst den unterschied zwischen umsonst und gratis ??

emperor, 14.06. 12:05

hab auch ein paar leute in meinem umfeld, die umsonst arbeiten ;-)
die schaffen durch ihre eigene arbeit sogar noch zusätzlich welche, weil andere das alles wieder hinbiegen müssen ;-)

fernsehwastl, 14.06. 13:09

ist aber nicht sehr wirtschaftlich. vermutlich arbeiten die umsonst, aber nicht gratis...

sevilla1, 14.06. 14:11

@fernsehwastl
Hab natürlich ohne Bezahlung gemeint und das haben Sie auch sicherlich so verstanden. Ist nicht so witzig, wenn die Eltern neben dem Flug zur Arbeitsstätte auch noch Unterkunft und Verpflegung zahlen müssen, in Washington nicht gerade billig. Das Aussenministerium der Schweiz bezahlt seine Praktikanten, damit sie sich wenigstens das Wohnen im Ausland leisten können!

fernsehwastl, 14.06. 15:07

sevilla
Es ist einfach eine Unverschämtheit, dass junge Leute umsonst arbeiten sollen
-------------------------
"sollen" ? das praktikum in washington war sicher nicht verpflichtend, oder ?

sevilla1, 14.06. 15:17

@fernsehwastl
Man kann natürlich auch zu Hause bleiben, an die Alte Donau baden gehen oder FKK machen, a Flaschl Boer mitnehmen und für den Rest seines Lebens Kommentare wir den von 15:07 schreiben!

fernsehwastl, 14.06. 15:26

also es ist für dich die einzige alternative zu washington die alte donau ?ich zitiere:
" Auslandspraktika, d.s. Verwaltungspraktika an Dienststellen des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), stehen StudentInnen, FachhochschulabsolventInnen und UniversitätsabsolventInnen offen und bieten die Möglichkeit, die Aufgaben und Arbeitsweise des Außenministeriums in der Praxis kennenzulernen....
...
Verwaltungspraktikanten gebührt ein monatlicher Ausbildungsbeitrag. Dieser beträgt 50% des Monatsentgelts eines Vertragsbediensteten während der Ausbildungsphase (§ 72 Abs. 1 VBG) der Entlohnungsgruppe v1 bzw. v2.
-------------------------
Noch Fragen ? entnommen am 14.06.2018 um 15:25 von
-------------
https://www.bmeia.gv.at/das-ministerium/karrieremoeglichkeiten/laufbahn-im-bmeia/auslandspraktikum/

sevilla1, 14.06. 15:47

@fernsehwastl
Eben! Stellen Sie mich bitte nicht als Lügnerin hin! Das Praktikum der Studentin, von dem ich spreche, war vor 7 Jahren. Es wird Ihnen bestimmt nicht schwerfallen, sich meine Behauptung im BMEIA bestätigen zu lassen. Dass man in der Zwischenzeit eingesehen hat, dass auch Studenten anreisen, essen und irgendwo schlafen müssen, ist nach jahrelangem Missbrauch mehr als gerecht, zumal andere Länder ihre Praktikanten schon damals bezahlt haben, siehe Schweiz!

eswirdschongleidumpa1, 14.06. 16:47

Selber schuld, wer gratis arbeitet.

fernsehwastl, 14.06. 18:24

sevilla
ich habe sie nirgends als lügnerin hingestellt. höchstens als jemanden, der nicht am aktuellen stand der dinge ist...

sevilla1, 14.06. 19:39

@fernsehwastl
Dazu kann ich nur sagen, lesen Sie die Kommentare, bevor Sie sich zu unqualifizierten
Äusserungen hinreissen lassen! Ich habe geschrieben „jedenfalls war es vor einigen Jahren so“. Es hätte also genügt, wenn Sie mich höflich darauf hingewiesen hätten, dass es nun anders ist. Aber ohne Polemik geht wohl nicht!

fernsehwastl, 15.06. 06:12

sevilla
da darf ich gerne den ball zurückspielen. Dazu kann ich nur sagen, informieren sie sich , bevor sie sich zu unqualifizierten
Äusserungen hinreissen lassen ! niemand interssiert heute, was vor einigen jahren war. das forumsthema lautet: Wie sinnvoll SIND Praktika", und nicht "Wie sinnvoll WAREN Praktika"...Und machen sie bitte keinen auf beleidigt !! Konstruktive Kritik sollten sie in einer diskussion schon aushalten. Ich war ja über ihren kommentar um 15:17 auch nicht beleidigt...obwohl ich da nicht kritikwürdiges finden kann...

sevilla1, 15.06. 17:06

@fernsehwastl
Es waren doch Sie, der sich über das Wort „umsonst“ amüsieren musste anstatt zu überlegen, dass „umsonst“ sowohl „vergeblich“ als auch „gratis“ heissen kann. Schlagen Sie doch erst im Duden nach, bevor Sie versuchen, ein posting lächerlich zu machen!

fernsehwastl, 16.06. 08:35

sevilla
der kleine aber feine unterschied: umsonst kann sowohl vergeblich als auch kostenlos bedeuten. gratis hat eben nur eine bedeutung, eben ohne entgelt. und wenn man das auch meint, wird üblicherweise der begriff "gratis" verwendet. oder haben sie schon mal in einem kaufhaus gelesen - wenn man 3 stücke kauft, und bekommt das 4. dazu geschenkt - "3 + 1 umsonst" ? da heisst es doch immer "3 + 1 gratis" Oder nicht ? und daher ist es sehr wohl ein unterschied, ob jemand umsonst ( im sinne von vergeblich ) arbeitet oder gratis....schönes wochenende...

sevilla1, 16.06. 14:56

@fernsehwastl
Schon mal was von Duden gehört? Offensichtlich nicht! Schade dort könnten Sie sich einige Bespiele für den Gebrauch des Wortes umsonst ansehen!
Danke für das schöne Wochenende! Das Wetter in Lumio/Balagne/Korsika ist seit wenigen Tagen wunderbar. Nach einem ausgedehnten Vormittag in der Bucht von Calvi liege ich jetzt auf der Terrasse und geniesse den herrlichen Ausblick. Auch Ihnen ein ebenso stressfreies Weekend!

fernsehwastl, 16.06. 17:56

sevilla
Schon mal was von Duden gehört? Offensichtlich nicht!
---------------------
Doch , doch. aber bei büchern warte ich immer auf die verfilmung...;-)

natürlich sehr sinnvoll

emperor, 13.06. 16:25

man lernt zb, dass das leben zumeist kein wunschkonzert ist und es nicht überall nach den eigenen vorstellungen geht. im berufsleben gibts ja keine basisdemokratie und das ist vermutlich manchen leuten heute tatsächlich nicht bekannt. nebenbei ist es ein gutes gefühl, sich bisserl was selbst zu verdienen und (hoffentlich) etwas sinnvolles zu leisten.
kenn leute, da müssen sich die armen kids laut eltern ja voll auf schule/stadium konzentrieren und können keineswegs auch nur irgendwas nebenbei hackeln. finde ich sehr suspekt so etwas! grad solche oftmals überbehüteten würde ein ausflug ins reale berufsleben sicher nicht schaden. mir haben auf jeden fall sämtliche praktika/jobs getaugt!

Antworten

lopelope, 13.06. 18:19

Gebe Ihnen zu 100 % Recht!
Ich habe auch in den Ferien gearbeitet und gemerkt, dass das in der Schule Erlernte nur ein Bruchteil von dem ist, was ich in der Arbeitswelt wissen muss.
Außerdem schaut es auf Bewerbungen besser aus, wenn man Ferialpraxis aufweisen kann. Denn ohne Praxis ist ein super Schulzeugnis nur halb soviel Wert!

lopelope, 13.06. 18:21

... und das selbstverdiente Geld hat plötzlich einen anderen Wert als das Taschengeld! :-)

sevilla1, 13.06. 18:31

Ist das neu, dass bei Praktika was bezahlt wird? Ich kenne eine junge Dame, die hat ein Praktikum in der Botschaft in Washington und Mexiko gemacht, das hat den Eltern sehr viel Geld gekostet, denn bezahlt wurde absolut NICHTS!

kerberos, 13.06. 19:16

In Amerika funktioniert das anders, das war vermutlich ein Volontariat. Sowas wird meistens nicht bezahlt, das macht man, um "habe in der Botschaft in Washington gearbeitet" auf seinen Lebenslauf schreiben zu können.

fernsehwastl, 14.06. 08:02

sevilla
Monika Lewinsky war auch Praktikantin in Washington...

Abgeseh'n davon, daß für einen jungen Menschen, bei uns war...

grasti589, 13.06. 14:12

...das HTL/Oberstufe, immer gut

ist, was ein junger Mensch durch eigenes Erleben, an Erfahrung sammeln kann. Dazu kam zu meiner Zeit auch noch die Möglichkeit, was dazuzuverdienen. Ganz glückliche ergatterten einen Job im Ausland, Dz.B. Da gab's dann mehr Kohle ;-)). Sinnvoll? was ist das? Gibt's dafür eine allgemein gültige, verwendete und brauchbare Definition? NEIN? Dann ist das sinnvoll, was jeder einzelne draus macht, pekunär oder Erfahrungsschatzmäßig. Unser Handycap ist, dasß wir immer eine Bewertung abgeben woll'n, aber keine Bewertungsmaßstäbe und Kriterien vorliegen.

Antworten

ibins, 13.06. 14:40

Sinn im Leben, und dazu gehört wohl auch die Arbeit ist immer hoch subjektiv. Und es gibt auch nie nur einen Sinn. Also kann es nicht nur um Kohle gehen und auch nicht nur um Erfahrung zu sammeln. Es muss sich irgendwann ein größeres Ganzes ergeben, das für einen persönlich Sinn macht und auch Geld bringt. Und die Lebenserfahrung ist zwar auch ein großer Schatz aber doch eher ein "Abfallprodukt" von Arbeit, egal in welcher Form.
Praktika sind natürlich vorrangig dazu da, praktische Erfahrungen zu theoretischem Wissen zu sammeln. Sie sind für gewöhnlich aber auch Arbeit und damit verbunden ist auch ein gewisses Interesse an der Entlohnung nicht illegitim, genau so, wie man sich dadurch auch eventuell eine Weiterbeschäftigung und damit besseren Verdienst, Aufstieg, Anerkennung usw. erhoffen darf. Wenn also von alledem zu viel auf der Strecke bleibt, wird es auch mehr Menschen geben, die ein solches Praktikum in Summe als "sinnlos" betrachten.

ibins, 13.06. 14:46

Den meisten Menschen ist ja auch eine gewisse Gutmütigkeit quasi anerzogen und sie haben einen, auch durch ihre Eltern verursachten Glauben an das Gute im Menschen. Sich dann auch damit zurecht zu finden, dass diese eigentlich positiven Eigenschaften von anderen auch beinhart ausgenutzt werden können, ist gerade in jungen Jahren auch mitunter nicht so einfach. Von Anfang an behaupten sich eher die Kinder von Eltern, die von ihren Eltern die notwendige Ellbogentechnik schon mitbekommen haben. Das sind aber selten jene, die aus sozial schlechter gestelltem Elternhaus kommen. Erfolgreicher setzen das meist jene Kinder um, deren Eltern damit auch schon recht erfolgreich waren.

ibins, 13.06. 14:55

Ich sehe ein echtes Praktikum ähnlich wie eine Lehre, nur dass die "Berufsschule" vielleicht sogar schon abgeschlossen ist. Ich bin auch ein Fan eines dualen Ausbildungssystems, in dem Theorie und Praxis, so oft es möglich ist nebeneinander funktionieren. Das gilt auch für die Ausbildung an berufsbildenden Schulen und im und nach einem Studium. Die speziellen Anforderungen an einem Arbeitsplatz müssen ja auch erst einmal mit dem theoretischen Wissen verknüpft werden, das man schon erworben hat. Dazu braucht es aber Tutoren auch im Praktikum, die einem zeigen "worauf" es dort konkret ankommt und die einem auch "Schlche" zeigen, wie man möglichst effizient zu einem sinnvollen Ergebnis findet. Und je mehr man dann auch beherrscht, um so wertvoller wird ja auch die von Praktikanten selbsändig geleistete Arbeit.
Wenn es aber gleich gar keine Unterstützung gibt und die Arbeit auch gering geschätzt wird, wird ein Praktikum auch nicht "sinnvoll" sein.

ibins, 13.06. 14:55

Kannst du irgendwo "Sinn" in solchen Überlegungen erkennen, grasti?

ibins, 13.06. 14:57

Wenn wir uns auf Ziele solcher Praktika verständigen könnten, könnten wir allenfalls auch überlegen, ob und wie die allenfalls auch besser als jetzt in manchen Bereichen erreicht werden sollten.

grasti589, 13.06. 15:29

@ibins,JA, sag I ja!

Sehr sinnvoll!

melhut, 13.06. 13:45

Praktika zeigen jungen Menschen, dass es in Unternehmen längst nicht so schlimm zugeht, wie es ihnen Lehrer gelegentlich einreden wollen.

Antworten

meinkleiner, 13.06. 14:07

allein die Erkenntis 8 Stunden zu arbeiten ist schon gut.

ibins, 13.06. 14:26

Sonst noch Klischees, die es zu bedienen gäbe? Oder war's das schon?
Ich halte nichts davon, wenn man Ansichten so dermaßen eindimensional zu begründen versucht. Das kann zu keinem klaren Ergebnis führen. Ich hatte als Kind schon kein Problem damit, zu erkennen, was 8 Stunden arbeiten bedeutet. Meine Mutter hat nämlich gearbeitet und ich musste nach der Schule zu ihrer Arbeitsstelle gehen und dort auf sie warten, bis wir zusammen nach Hause gegangen sind. Kurz darauf kam auch mein Vater von der Arbeit nach Hause und ich saß an den Hausaufgaben.
Ich hatte auch kein Problem, die gleich beim ersten Mal 8 Wochen hindurch jeden Tag 8,5 Stunden zu arbeiten. Das war eben so. Und ich war mächtig stolz auf meinen ersten Lohn mit damals 15 Jahren und fuhr im Frühjahr darauf mit dem selber bezahlten Moped in die Schule.
Es gibt nicht nur faule Menschen, die in der Schule nichts leisten, nicht nur linkslinke Lehrer, die Schauermärchen über die Arbeit verbreiten und deshalb die Notwendigkeit, einem Ferialpraktikanten erst einmal bezubringen, was Arbeit bedeutet. Das ist alles miteinander ein Vorurteil und nicht mehr.

ibins, 13.06. 14:28

Mich fasziniert auch hier im Forum vor allem, dass Schauermärchen und anderes vowiegend von offenkundigen Fans einer ganz bestimmten politischen Richtung immer wieder gebracht werden. Es ist aber auch nicht soo leicht, sich gedanklich mit einem Thema auch tatsächlich zu beschäftigen, vor allem, wenn man sonst merken würde, dass da so manche Gedanken, denen man ach so gern nachhängt, dem nicht mehr standhalten.

melhut, 13.06. 14:43

"...allein die Erkenntis 8 Stunden zu arbeiten ist schon gut..."

Ergänzung: NUR 8 Stunden. Denn als Schüler ist man es ja gewohnt, je nach Schultyp zwischen 33 und 44 Stunden pro Woche in der Schule und nochmal 15-20 Stunden mit Hausübungen und Lernen zu verbringen.

Was habe ich damals gestaunt, als ich mein erstes Praktikum gemacht habe, dabei nur 40 Stunden arbeiten musste und am Ende der Monatslohn höher war als das jährliche Taschengeld.

was heißt da, d´rechtliche Stellung ist unklar???

dergrossenagus, 13.06. 12:38

http://orf.at/stories/2440508/

d´rechtliche Stellung ist sonnenklar:

0 Rechte und was el Chefe sagt, das wird gemacht - fertig!!!

Antworten

ibins, 13.06. 12:46

nagus, ist auch nicht allgemein so, aber durchaus auch. Viele Praktika laufen sehr "geordnet" ab, nur eben bei weitem nicht alle. Und viele Praktika münden sogar in ein "geregeltes" Arbeitsverhältnis. Das Problem der Praktika ist mE vor allem, dass sie nicht unter das Arbeitsrecht als solches fallen. Das wird, wie jede andere "Lücke des Gesetzes" eben auch leidlich ausgenutzt, weil man Kosten sparen kann.
Eine immer weitere Aufweichung arbeitsrechtlicher Regelungen schadet den Arbeitnehmern insgesamt. Das ist mE auch ein wesentlicher Grund, warum ich die AK und die Gewerkschaften für wichtig halte. In ihrer Vertretungsbefugnis für alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sind sie ein wirksames Gegengewicht zu den Arbeitgebern, die ja auch entsprechend organisiert sind.
Und Praktika sollten entweder wie die Lehre organisiert oder eben "reguläre" Arbeitsverhältnisse sein und nicht so ein unklar definiertes Zwischending, das weder dorthin noch dahin gehört.

rebekka7, 13.06. 13:44

Also die Praktika bringen den Einzelnen wenig Erkenntnis, das Entgelt ohnedies ein Witz. Die Praktikanten werden im Übrigen gerne als billige Arbeitskräfte, in den dürren personaltechnischen Sommermonaten, missbraucht.

kerberos, 13.06. 13:56

Wenn du in einem Praktikum nichts lernst, hat das folgende Gründe:
1) Du hast dir einen schlechten Arbeitgeber ausgesucht.
2) Du hast den falschen Job gewählt.
3) Du bist lernresistent.
Bitte auswählen.

ibins, 13.06. 14:05

kerberos, meistens ist es wohl schon einmal ein schlechter Arbeitgeber, und dann werden Ferialjobs auch oft nicht wegen des Jobs gemacht, sondern einfach, um eigenes Geld zu verdienen. Und was rebekka7 in dem Zusammenhang moniert, trifft mit Sicherheit nicht generell, aber doch auch und nicht selten zu. In Österreich ist diese Praktikanten-Unsitte noch nicht so verbreitet, wie andernorts, aber es gibt sie auch bei uns. Nicht selten werden Jobs als Praktika angeboten und den Praktikanten noch alles mögliche in Aussicht gestellt, wenn sie ihre Arbeit gut machen und flux sind sie auch schon wieder durch den nächsten Praktikanten ersetzt, der glaubt, was ihm geheißen wird.
Dass mein Sohn das anders erleben durfte, war wohl auch zu einem nicht unwesentlichen Teil Glück, wenn man so will. Er hat ein wirkliches Praktikum in seinem Fachbereich gemacht und daran anschließend tatsächlich eine Festanstellung bekommen bei diesem Unternehmen. Es handelt sich dabei aber auch um ein "seriöses" Unternehmen, das zu seinen Aussagen steht und die auch wirklich ernst meint. Das ist aber nicht immer so.

ibins, 13.06. 14:10

In Deutschland kämpft die Sozialdemokratie gegen bei uns verbotene Kettenverträge an, mit denen Arbeitskräfte über Jahre hinweg "in der Schwebe" gehalten werden und ständig um ihre Beschäftigung fürchten müssen. Praktika funktionieren mitunter ähnlich, wobei es hinsichtlich Bezahlung für die Arbeitsleistung und andere arbeitsrechtliche Bestimmungen quasi gar nicht gibt. Das betrügt nicht nur diese "Praktikanten", die mitunter fertige Akademiker sind, sondern auch die Gesellschaft, der neben Lohnsteuern natürlich auch die notwendigen Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten werden. So etwas kann man nicht wirklich gut heißen.
Österreich hat ein im Vergleich etwa zum "großen Bruder" Deutschland noch recht gutes und auch kontrolliertes und damit effizientes Arbeitsrecht, dass Arbeitnehmer vor purer Ausbeutung schützt. Die derzeitige Regierung schickt sich aber an, sowohl Arbeitsrecht als auch Arbeitnehmervertretung und Sozial- und Gesundheitssystem auszuhebeln. Da sind Praktika wirklich nur ein recht kleiner Ausschnitt, an dem aber auch sichtbar wird, was außer Kraft gesetzte arbeitsrechtliche Bestimmungen bedeuten können.

dergrossenagus, 13.06. 15:17

@ibins: na... wenn dein Bub ne Festanstellung kriegt hat nachher, gehört der zum Glück nicht zu den 99%, die was z´100% deppert sind. Brav!!! Ruhreiche Ausnahme...

und was die Kettenverträge anbelangt: da hast s´Gegenbeispiel!!! Wenn d´Leut z´deppert fürs Verhandeln sind, dann gebührt´s denen auch so...

youonlyliveonce, 13.06. 11:58

@pips: die fragen ja auch schon in der Schule "was muß ich für einen Vierer tun"... und so geht's halt dann weiter.

Daß man dem Kunden Mehrwert bieten muß, um einen Teil davon als Honorar zurückzubekommen, verstehen offenbar nur wir Klassenfeinde ;-)

Antworten

40pips, 13.06. 12:08

Traurigerweise ist es so.
Glücklicherweise gibt es dann aber doch einige, die es verstanden haben.

ibins, 13.06. 12:09

Sorry, whateveryoucallme, aber einem Verkäufer ist der Mehrwert seines Kunden vollkommen egal. Der will verkaufen, ob sein Kunde das braucht oder nicht, ja selbst, ob er das auch bezahlen kann oder nicht, interessiert den Verkäufer nicht die Bohne. Und auch das ist klar eine Tatsache. Also lass' es einfach, solche Lebenslügen zu verbreiten. Sie sind falsch, grundfalsch, eine glatte Lüge.

40pips, 13.06. 12:10

>ibins
"whateveryoucallme" ?????
LOL
Mehr muss man dazu nicht sagen.

40pips, 13.06. 12:13

"einem Verkäufer ist der Mehrwert seines Kunden vollkommen egal"
-----------------------------------------
Es gibt solche. Allerdings kauft bei denen kein vernünftiger Kunde ein zweites Mal.
Über KPI`s wie den CLV haben diese Leute eben noch nicht viel gehört ..... abgesehen von der Unseriosität.

ibins, 13.06. 12:13

Ich halte nichts von "Klassenkampf" und für mich gibt es weder Klassen noch Klassenfeinde. Alleine schon an dieser Agitation ist klar zu erkennen, was damit ausgesagt werden soll. Ich bin in der glücklichen Lage, dass es mir soweit auch finanziell überdurchschnittlich gut geht. Es wäre also von meiner Seite her vollkommen unsinnig, irgendwelche Klassenfeinde zu sehen. Ich sehe, wenn, dann die Notwendigkeit einer Solidargesellschaft, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich von Menschen angreifbar bin, die sich ihren Lebensunterhalt stehlen müssen.
Ohne solidarische soziale Grundsicherung wäre unser innerer Friede nicht mehr gewährleistet. Und wenn sich jemand über andere erhebt, ist für mich definitiv der Ofen aus. Dieses Recht hat niemand, auch mir gegenüber nicht.

40pips, 13.06. 12:18

"Es wäre also von meiner Seite her vollkommen unsinnig, irgendwelche Klassenfeinde zu sehen."
----------------------------------------------------------------------
Dann macht es doch nicht!
Leute, die genau so denken, wie du es hier präsentierst, sehen sofort rot, wenn es um "Reiche" oder dergleichen geht.
Schau dir die "Beiträge" an .... mehr ist dazu nicht nöig.

ibins, 13.06. 12:22

40pips, ich kenne diesbezüglich gefühlt unendlich viele selbst erlebte Beispiele. So hatte ich über 25 Jahre eine Unfallversicherung, die ich anlässlich meines Hausbaus abgeschlossen habe. Alle drei Jahre kam ein Versicherungsberater zu mir und hat mir erklärt, was sich nicht alles zum besseren "für mich" geändert hätte und ich deshalb quasi "gratis" oder mit geringsten Zusatzbeiträgen nicht noch alles haben könnte. Weißt du, warum der kam alle drei Jahre? Nach drei Jahren wäre der Vertrag kündbar gewesen. Mit einer vermeintlichen Änderung aber wurde ein neuer wieder 3 Jahre unkündbarer Vertrag errichtet, und mein Mehrwert war null und nichtig. Davon aber hat man mir kein Wort gesagt. Erst als ich diese unsinnige Versicherung, die ich über 30 Jahre ohne auch nur einen Versicherungsfall gehabt zu haben kündigen wollte, wurde mir dann erklärt, dass ich leider noch 2 Jahre voll weiter zahlen muss, bevor ich überhaupt raus kann. Und man wollte nicht einmal die Kündigung "zum ehestmöglichen Zeitpunkt als solche anerkennen und meinte, ich müsste die Kündigung nach Ablauf der zwei Jahre neuerlich einbringen.
Das ist "Mehrwert" für die Kundschaft? Sorry, ist es nicht.
Mir würde ein Elektrohändler auch unbesehen eine Kühltruhe mit 600 Litern Fassungsvermögen verkaufen, obwohl ich die nicht brauche und nichts von ihr habe. Solange ich einigermaßen zahlungsfähig bin, verkauft der mir nicht, was ich brauche, sondern einfach das, woran er am meisten verdient.
Wenn ich in einem Autohaus nach einem Auto schaue, ist es dem Verkäufer auch lieber, wenn ich mir ein möglichst teures kaufe und nicht das, was ich für mich wirklich brauchen kann. Der dreht mir locker einen Dreiliter-Sechszylinder an, mit dem ich dann vielleicht 5.000 km im Jahr fahre, was er freilich anhand meiner Servicedaten leicht feststellen kann.
Hört mir auf mit eurer Selbstbeweihräucherung. Ihr seid auch keine Heilande auf dieser Welt.

youonlyliveonce, 13.06. 12:24

@ibins
Die Lebenslüge hat mir - als Arbeiterkind - den Status eines HNWI + u.a. mehrere Wohnungen in bester Lage + seit neuestem einen F488 eingebracht..

Wenn solche Biographien nicht in Deine Ideologie passen, lies sie einfach nicht und erspar uns Deine Haßkommentare, bevor Du noch ernsthaft Schaden nimmst, kapiert?

ibins, 13.06. 12:25

Als ich letztens bei meinem Mobilfunkanbieter war, um einen für mich und meine Anforderungen passenden günstigeren Tarif haben wollte, hat mir der auch gleich einmal ein neues Handy angeboten, das ich mit meinen "Punkten" ja jetzt gratis bekäme, ohne dass der Tarif sich ändert. Den haben meine Nutzungsgewohnheiten nicht die Bohne interessiert und ich hab' mich abgestrampelt, dem auch nur annähernd passende Tarifangebote aus der Nase zu ziehen.

ibins, 13.06. 12:29

whateveryoucallme, erstens lasse ich mir von niemandem irgendwas unterstellen, zweitens interessiert mich auch kein F488, der auch nur ein Schweinegeld kostet, aber mehr als fahren auch nicht kann und was meine Hasstiraden angeht, weißt du ganz genau, woher sie kommen. Ich lasse mir auch von einem 40pips nicht sagen, dass ich mit meiner "Gesinnung" nie vom Fleck kommen werde.
Ich habe keinen F488, interessiere mich auch nicht dafür. Ich habe mein Kind als Allenverdiener und danach Alleinerhalter groß gezogen, ihm ein Studium finanziert, und ein Haus gebaut aus dem Nichts. Das ist meine Lebensleistung, mit der ich durchaus auch zufrieden bin.

ibins, 13.06. 12:39

die fragen ja auch schon in der Schule "was muß ich für einen Vierer tun"... und so geht's halt dann weiter. (youonlyliveonce, 13.06. 11:58)
Vor allem wenn sie in dem Fach auf einem Zweier stehen, oder?
Das ist auch so ein Vorurteil. Diese Frage stellen sich auch Schüler, die tatsächlich einen Fünfer eingefahren haben. Glücklicherweise sind das aber nicht alle Schüler und sie sind auch nicht an einer "Gesinnung" zu erkennen. Im Gegenteil, nicht wenige von denen haben nämlich eine ganz andere.

40pips, 13.06. 12:39

>ibins
Was du hier ständig zum Besten gibst, sin Beschwerden über andere Leute. Der eine hat mit das angedreht, der andere ist auf andere Art böse.
Nun ein gratis Tipp für dich:
Kümmere dich nicht um die Machenschaften irgendwelcher Leute, spiele nicht deren Opfer, sondern schau auf dein ganz persönliches Weiterkommen, indem du dir Gedanken darüber machst, wie du unter Schaffung von wirklichem Mehrwert für andere deine Lage verbessern kannst.
Machst du das eine richtig, kommt die Belohnung ganz automatisch.
Sich selber aktiv verändern und nicht sich beschweren, weil sie Opfer anderer sind .... das machen erfolgreiche Leute.

ibins, 13.06. 12:53

40pips, noch habe ich keine bipolare Störung oder leide an multipler Persönlichkeitsstörung. Ich bin ich, ganz allein ich. Was andere tun, ist nicht meine Sache, habe ich nicht zu verantworten, also mache ich etwas oder nicht und spreche nie für andere.
Das sollte auch dir klar sein, oder nicht? Und wenn ich einmal einen nick falsch übernehme, aus welchem Grund auch immer, so hat das meist wenig mit dem Inhalt dazu zu tun. Man muss dazu also wirklich NICHTS sagen, nicht einmal, dass man dazu nichts mehr sagen bräuchte. Unfehlbar ist nämlich tatsächlich niemand. Und dir war ja klar, worauf ich mich bezogen habe. Und mir ging es um die Aussage und nicht um die Person, die sie getroffen hat.
Dass du mich nicht magst, adelt mich irgendwo. Das ist mir auch bekannt, hast du mir ja schon einmal per Mail mitgeteilt, als das hier noch möglich war. Jetzt geht das nicht mehr. Das erfordert aber noch nicht, dass du mich hier beleidigst. Und darauf dann zu schreiben, dass dir meine Antwort darauf eh wurscht ist, sagt schon so einiges auch aus, wozu man dann so nichts mehr sagen bräuchte. Gefallen lasse ich mir sowas aber trotzdem nicht.

ibins, 13.06. 12:54

40pips, worüber ich mir Gedanken mache, lass' meine Sorge sein. Und auf deine Ratschläge verzichte ich auch gratis. Umsonst sind sie sowieso.

ibins, 13.06. 12:57

.....bevor Du noch ernsthaft Schaden nimmst,..... youonlyliveonce, 13.06. 12:24)
Wie darf ich das verstehen? Doch nicht als Drohung oder doch? Also fürchten tu ich sowas ehrlich nicht. Da können noch so viele F488 in deiner Garage stehen.