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Emblem der UdSSR

Wie viel UdSSR steckt noch in Russland?

Das Jubiläum der Oktoberrevolution spaltet Russland. Doch an der Spitze des Staates steht ein ehemaliger KGB-Offizier. Wie viel von der sowjetischen Machtkultur steckt noch in Russland? Wie demokratisch kann das Land zwischen St. Petersburg und Wladiwostok überhaupt sein?

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Bitte keine bösen Geister heraufbeschwören! Marxhalle: „Geisterbeschwörung“ löst Brand aus

alfredsinnegger, 14.11. 20:17

http://wien.orf.at/news/stories/2878049/
Zwar eigentlich ursprünglich St. Markus, aber bei Sowjetunion denkt man doch gleich an Karl Marx und seinen dialektischen Materialismus und „Die Heilige Familie“ seiner Spott-Feder.

warum schuldet man je nach Belieben ?

prisma, 14.11. 12:27

„Im Gegenteil haben Demokratien das Recht, die Pflicht und die Berufung, das sowjetische System zu geisseln, und Spaetwirkungen im heutigen Russland zu entlarven und anzukaempfen. Das schuldet man den Buergern jener Staaten, die sich von der gewaltsamen Umklammerung des Sowjet-Systems befreit haben. Russland heute entspricht bei weitem nicht den Wertvorstellungen der Demokratien weltweit“
>> was ist mit Libyen, Jemen, Irak, Saudi, Philippinen, Vietnam usw.

hyperist, 14.11. 13:44

Man sollte sich doch immer am Positiven orientieren, oder?
Nur weil der Nachbar seinen Dreck nicht wegräumt, muss ich ja nicht auch darauf verzichten ...

prisma, 14.11. 13:52

uk
"Wertvorstellungen der Demokratien weltweit"
wie viele wirkliche Demokratien gibt es weltweit ?!

ukglobal, 14.11. 14:04

>>prisma
Es geht in diesem Forum um einen Staat, wo "Demokratie" mit Sicherheit nicht festzustellen ist.

prisma, 14.11. 14:17

uk
ich hab ja auch nur Staaten genannt in denen Demokratie ein Fremdwort ist

prisma, 14.11. 14:25

muss mich korrigieren,
den Philippinen stehen die USA tatkräftig bei !
Nirgendwo in Russland gibt es eine
´Clark Air Base´

ukglobal, 14.11. 14:35

Gescheiterte Korrektur, da es weiterhin nur um Soviet Union und Russland geht.

prisma, 14.11. 14:41

uk
entschuldige, ich nahm an, dass dir Demokratie wichtig ist und nicht Schwarz- Weißmalerei.

ukglobal, 14.11. 14:45

Ich nehme seit geraumer Zeit an, dass du das Forumsthema nicht verstehst.

chromjuwel, 14.11. 15:07

"Nirgendwo in Russland gibt es eine
´Clark Air Base´"
Typische Nullaussage.

kiscat, 14.11. 20:22

@ukglobal
Ich nehme seit geraumer Zeit an, dass du das Forumsthema nicht verstehst.
-------
Du hast zwar nicht an mich geschrieben, aber trotzdem eine Antwort:
Oh, ja. Praktisch alle hier haben sehr wohl verstanden, worum es in diesem Forum, ein bißchen hintenrum, WIRKLICH geht.
Und deshalb gibt es pro und contra.

alfredsinnegger, 14.11. 20:37

@prisma:
“ … warum schuldet man je nach Belieben ? …“

Weil die Sowjetunion zahlte!
Siehe Venezuela und andere Staaten
die am Tropf der Sowjetunion hingen.
Offensichtlich wollen die Russen
nicht mehr alle ehemaligen Verbündeten rund um die Welt finanzieren und überlassen das gerne anderen Big-Spendern.

prisma, 15.11. 11:34

kiskat
hier herinnen gibt es viel ´Halbsehende´entsprechend ihrer Gesinnung bzw auch Nichtdenkende.
Viele sind einfach Marionetten und lassen sich leicht bis sehr leicht manipulieren andere sind wiederum die Fädenzieher.
Man kann in diesem Forum meist schwer ersehen wer was ist
bis auf einige, stark schlagseitige Poster die man leicht aussortieren kann. Man weiß halt nicht welchem ´Dienstherren´ sie gehören und wer sie programmiert.

Spaltung wegen eines Jubiläums?

hitman, 14.11. 11:36

Die Oktoberrevolution führte das monarchische russische Reich in die Neuzeit. Der Pöbel sah darin eine Chance, sich für Unterdrückung zu rächen. Dabei wurde viel Porzellan zerschlagen, die Zarenfamilie ausgerottet. Dieses Datum ist für die patriotischen Staatsangehörigen ein nicht zu leugnender Fixpunkt der Geschichte. Zu trennen vermag das Gedenken an das Datum heute keine Anhängerschaft der Revolte oder des Zarentums. Die Beteiligten sind den Weg des Irdischen gegangen.
Putin wird in gewohnter Weise feinfühlig an die Sache herangehen, denn er polarisiert nicht, wie es diejenigen gerne hätten, die der RF den Untergang oder am besten die Einverleibung in den Westblock wünschen.
Das Land ist das östlichste des Westens und das westlichste des Ostens und somit beiden Richtungen einen Schritt voraus. Gerade aus diesem Grund wird das größte Land der Erde von den USA und deren Satelliten eingekreist. Ob sich der Westblock dabei nicht wie zuvor Napoleon oder Hitler übernimmt? Auch unter Einsatz modernster Waffentechnologie eignet sich die gewaltige Landmasse nicht für Eroberungskriege, um Trophäen einzusammeln. Im Falle von Ausradierung droht als Kollateralschaden die Unbewohnbarkeit des Planeten........
Das Land ist erst seit dem Fall der Sowjetunion erwacht, um neue Wege zu gehen. Jedenfalls hat es Interessen, die seiner Größe und militärischen Macht entsprechen. Das deuten uns die gleichgeschalteten Medien des angeblich so freien Westens als Aggressionspotenzial. Wie soll man dann die Intentionen des Westblocks interpretieren?

stbagent, 14.11. 12:01

Es liegt wohl daran, dass der Sowjet-Kommunismus in der RF in die Bedeutungslosigkeit abgestiegen ist und keineswegs Veranlassung besteht, "Verbotsgesetze" zu erlassen, um eine Umerziehung des Volkes voranzutreiben, die vor einem Rückfall in eine Ideologie schützen mögen und international einen Status festzuschreiben haben, wo die rote Linie verläuft.

chromjuwel, 14.11. 15:09

Ja, das war vor Putin so!

reservebuddha, 14.11. 15:25

Ein Verbot wäre unsinnig, da die Voraussetzungen nicht gegeben sind. Nicht die Ideologie und ihre Kern-Aussagen selbst, sondern in erster Linie ihre Implementierung ist für die negativen Auswirkungen hauptverantwortlich.

Der Kommunismus sowjetischer Bauart enthält Konstruktionsfehler, die zum wirtschaftlichen Zusammebruch geführt haben, sowie undemokratische Tendenzen, aber hauptsächlich resultieren die meisten Menschenrechtsverletzungen nicht aus diesen Konstruktionsfehlern, sondern aus dem Missbrauch und der Missachtung (vor allem durch Stalin, aber natürlich auch später durch andere) der selbst behaupteten und vorgegebenen Grundwerte und Positionen.

Zum Vergleich: Die Nazi-Ideologie birgt in sich die Negativität, die es auszurotten galt. Hitler hat sie nie "missbraucht", er hat sich im Gegenteil klar an die in dieser Ideologie ausgedrückten "Werte" gehalten.

reservebuddha, 14.11. 15:37

Was das Verhältnis zur Demokratie an sich betrifft, hat das sowjetische System sich definitiv zu ihr bekannt, und eine Verfassung besessen, die eine - wenn auch uns fremd erscheinende - Demokratie im Idealfall nicht verhindert hätte. Wahlen gab es. Auch hier ist die Verwirklichung, nicht die Ideologie, im Weg gewesen: Niemand wird behaupten, dass in der Sowjetunion die dortige Version der Demokratie wirklich funktioniert hätte.

Im Gegensatz dazu hat der Nationalsozialismus von vorn herein dem Führer-Kult gehuldigt, und den Grundgedanken der Demokratie an sich abgelehnt.

Der Unterschied zwischen den beiden Systemen lässt sich so charakterisieren: Während der Kommunismus sowjetischer Prägung offiziell vertretbare Werte vorgeblich angestrebt hat, aber in der Erreichung derselben großteils untaugliche Maßnahmen gesetzt und sie aufgrund einer die Gesellschaft durchdringenden Korruption verhindert hat, hat der Nationalsozialismus von vorn herein völlig abwegige Un-Werte angestrebt, diese aber leider mit tauglichen Mitteln angestrebt.

Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient,

kiscat, 13.11. 18:24

sofern sie diese selbst gewählt hat.
Deshalb trägt die Bevölkerung Mitverantwortung dafür, wie sie regiert wird.
So wird es dem russischen Volk auch egal sein, ob und wieviel UdSSR "noch" in Russland steckt, Hauptsache die Regierung wird als von Vorteil empfunden. Und niemand von außen hat etwas mitzuquatschen.
In Österreich hat die Bevölkerung auch bereits sauer auf Einmischung von außen in innenpolitische Angelegenheiten reagiert und wird es auch weiterhin tun.

lokivonasgard, 13.11. 21:54

Kleiner Zusatz: "sofern sie diese frei (!) gewählt hat". Trifft das in Russland zu?

Dieses lautstarke Ablehnen von "Einmischung in innere Angelegenheiten" war übrigens typisch UdSSR.

ukglobal, 14.11. 02:37

kiscat,schrieb am 13.11. 18:24
" ... So wird es dem russischen Volk auch egal sein, ob und wieviel UdSSR "noch" in Russland steckt, Hauptsache die Regierung wird als von Vorteil empfunden. Und niemand von außen hat etwas mitzuquatschen."
- - - - -
Das ist natuerlich komplett falsch. Im Gegenteil haben Demokratien das Recht, die Pflicht und die Berufung, das sowjetische System zu geisseln, und Spaetwirkungen im heutigen Russland zu entlarven und anzukaempfen. Das schuldet man den Buergern jener Staaten, die sich von der gewaltsamen Umklammerung des Sowjet-Systems befreit haben.

Russland heute entspricht bei weitem nicht den Wertvorstellungen der Demokratien weltweit.

hitman, 14.11. 06:41

Die RF kann ebensowenig von ihrer Vergangenheit davonlaufen wie die USA es nicht können. Es ist nur zu leicht, die RF heute als die UdSSR in anderem Anzug zu bezeichnen, weil es bestimmte Kreise auch mit Deutschland und seiner unaufgearbeiteten Vergangenheit tun. Die Stereotype dienen dazu, Feindbilder am Leben zu erhalten, um damit Weltmachtinteressen zu verfolgen.
Seltsamerweise ist Putin nicht an der Stereotypie interessiert, verwendet nicht die realsozialistische Terminologie vom "Klassenfeind" oder den "Imperialisten", sondert bezeichnet die USA und deren Satelliten nahezu zärtlich als "Partner" im Westen.
Im Gegensatz zu den USA hat die RF ihre Lektion aus der Geschichte gelernt.
Patriotischer Symbolismus der UdSSR ist nichts Verbotenes und wird deshalb auch bewahrt. Diesen Symbolismus mit einer Schattenregentschaft der KPdSU in Zusammenhang bringen zu wollen, ist daher extrem manipulativ.
Mir sind in Österreich die Feierlichkeiten zum 12. November (Republiksgründungstag) in der Öffentlichkeit abgegangen, die Zeit der Monarchie konzentriert sich auf Franz Josef und das Augenmerk der Gesellschaft konzentriert sich selektiv auf Nebensächliches. Die heutige RF hat wieder Geschichte und es ist bewundernswert, dass die Menschen dort stolz auf ihr Land sind und Putin höchste Zustimmungswerte einfährt.
Die verlogenen Wertvorstellungen der US-Plutokraten hinsichtlich Demokratie, Freihandel und Menschenrechte werden von Putin und seinem Volk nicht geteilt. Es ist ja auch gut, dass es Unterschiede bei Staaten in Form unterschiedlicher Gesellschaftssysteme gibt, solange nicht Dogmatismus am Werk ist.

ukglobal, 14.11. 08:46

Die dogmatische Fortsetzung der alten Soviet Union laesst sich international sehr gut in der UNO und im Weltsicherheitsrat beobachten, wo die damals verbruederten Willkuerregime auch heute denselben bruederlichen Schutz durch Moskau geniessen.

ukglobal, 14.11. 08:53

Dazu passt auch die gestrige Warnung aus Downing Street an den Rochade-Machthaber Putain:

"We know what you are doing, what you are trying to destabilize democracies all over the world; and you will not succeed."

xcorleone1985x, 14.11. 09:50

Beim Bankett des Londoner Bürgermeisters sagte Theresa May, daß "Russland freie Gesellschaften unterminieren möchte. Sie "pflanzen falsche Geschichten ein um Zwist im Westen zu säen. "Russland könne ein wertvoller Partner des Westens sein, aber nur wenn es sich an die Regeln hält. Wir wissen was sie machen, aber sie werden nicht erfolgreich sein weil sie unterschätzen die Ausdauer unserer Demokratien, die Anziehungskraft der freien und offenen Gesellschaft und die Verpflichtung der Westlichen Nationen zu den Bündnissen, die uns verbinden".

http://www.bbc.com/news/uk-politics-41973043

Britische After Eight Party mit vollem Mund.
Die Anziehungskraft der freien und offenen Gesellschaft zog Millionen Flüchtlinge an, die dann als "Kollateralschäden der Immigration" in Fußgängerzonen rasen, oder als "Scharia-Polizei" durch London "patroullieren".
Theresa May, selbst am Rande des politischen Untergangs, will gute Tips an Russland geben;)) Lachkrampf
Russland ist nur dann ein ''guter Partner des Westens'', wenn er sich an dessen Spielregeln hält- und nur die zählen. Die Zeiten eines Boris Jelzin sind vorbei in der Russland von der internationalen Landkarte verschwand, und gespickt von westlichen "Beratern" bei lebendigem Leib ausgeblutet und gefressen wurde. Seitdem Russland sich unter Putin wieder konsolidiert hat, ist Russland noch böser als zur Zeit der Sowjetunion, den man nunmehr mit Sanktionen und militärischer Einkreisung ins Krankenbett befördern möchte.

Wie können die Briten über Einmischung klagen??
Tony Blair, hat nachweislich unter vorsätzlichen Lügen den Irak-Krieg mitangezettelt, David Cameron war eine zentrale Figur des Arab-Spring und der Ermordung Gaddafis. GB ist als ehemalige Kolonialmacht mit Truppen und Geheimsdiensten in zahlreichen afrikanischen Ländern präsent. Hinzu kommt das der britische Geheimdienst Teil des angelsächsischen "Five Eyes" ---https://de.wikipedia.org/wiki/UKUSA-Vereinbarung---- Geheimdienstclubs ist, der ein weltweites Spionage-Netwerk betreibt, das auch über dem seiner "Westlichen Bündnispartner", als Freunde 2. Klasse steht. Und IHR beklagt euch wegen ''Einmischung''!?

kakanien, 14.11. 09:52

xcorleone1985x
also gibt es diese russische einmischung, oder?

reservebuddha, 14.11. 15:46

Ich vermute, dass es sie gibt, genau so, wie es die westliche Einmischung nicht nur in Russland, sondern in vielen Teilen der Welt gab und gibt.

Es ist natürlich eine Sache, die Erwähnung solcher Einmischung an sich abperlen zu lassen, weil man nicht zu den Empfängern solcher Liebesmüh gehört, sondern eher zu den Urhebern (GB ist dafür aufgrund vieler historischer Fällle berüchtigt). Es ist ein ganz anderes Gefühl, auf einmal selbst davon betroffen zu sein.

Das Gift, dass man jahrzehntelang Dritten zugestanden hat, bekommt man auf einmal selbst zu kosten. Das ist höchst unangenehm, und ziemlich alarmierend - aber unerwartet kommt es nicht. Wer hätte auch ernsthaft angenommen, dass solche Strategien immer nur in eine, und nie in die andere Richtung angewandt werden?

kiscat, 14.11. 20:13

lokivonasgard,schrieb am 13.11. 21:54 eine Antwort:
Kleiner Zusatz: "sofern sie diese frei (!) gewählt hat". Trifft das in Russland zu?
Dieses lautstarke Ablehnen von "Einmischung in innere Angelegenheiten" war übrigens typisch UdSSR.
------------------
1. Satz: Wer beurteilt die Frage "frei"? Eine Antwort von mir wäre auch eine unzulässige Einmischung. Ich habe dazu allenfalls das Recht für Österreich, das zu beurteilen. Ich kann nur sagen, dass die russische Regierung vom Volk gewählt ist, das ist Fact und keine Beurteilung.
2. Satz: Die Monroe Docrine wurde von den USA 1823 (fast ein Jhdt. vor der UdSSR) erstellt und seitdem auch in jüngerer Zeit häufig angewandt.

Um es nochmals zu wiederholen: Auch in Österreich hat sich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung bereits 2x gegen Einmischung in demokratische Prozesse von außen (Waldheim, ÖVP/FPÖ Regierung 2000) gewandt und wird dies auch in der derzeitigen Situation tun.
Dass es immer wieder ideologisch Geleitete gibt, die stets dann an der Demokratie zweifeln, wenn die Wähler nicht das gewünschte Ergebnis liefern, ist auch in Österreich festzustellen.

Mengenleere

prisma, 13.11. 16:18

Wie viel Menschenrecht steckt noch in den USA? Wie demokratisch kann das Land zwischen Nordatlantik und Nordpazifik überhaupt sein?
(ee !)

ukglobal, 13.11. 16:25

Forumsthema:
"Wie viel UdSSR steckt noch in Russland?"

prisma, 13.11. 16:53

uk
gut, es geht um Kommunisten:
McCarthyismus
Verfolgung echter oder vermeintlicher Kommunisten
passt es dir jetzt besser ?
;-)

carlo, 13.11. 17:37

„Seit Pearl Harbor hat uns kein anderer Staat überfallen.
Wir haben gegen andere Länder immer als Erste losgeschlagen. Und wir hatten immer eine Entschuldigung dafür parat.
Diese Länder beherbergen Terroristen oder schickten sich an, die Freie Welt zu verlassen und kommunistisch zu werden.
Mit solchen Begründungen hat Clinton eine Aspirinfabrik im Sudan bombardiert.“
@Gore Vidal

carlo, 13.11. 17:39

Bill Clintons eiliger Krieg
Mit den überraschenden Luftangriffen auf Ziele in Afghanistan und im Sudan versucht der angeschlagene Präsident, sich den Weg aus der Affäre Monica Lewinsky freizuschießen.
Dafür beschwört er die Gefahr einer Konfrontation mit der islamischen Welt herauf.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7969048.html

ukglobal, 13.11. 18:05

prisma,schrieb am 13.11. 16:53eine Antwort:
"uk gut, es geht um Kommunisten:
McCarthyismus..."
- - - - -
Mir ist nichts ueber "McCarthyismus" in der USSR oder in Russland bekannt. Die Form von totalitarianism dort war im Marxismus, Leninismus, Trotzkismus und andere -isms verankert

prisma, 13.11. 18:40

uk
meinst du einen bestimmten Tag der UdSSR oder ein Monat oder Jahrzehnte ?
steckt nicht auch der Kalte Krieg, ich mein nicht die Kälte in Sibirien, sondern die West-/Ostpolitik in der Welt eine Rolle ?
Welch Traumen hat die UdSSR in den USA ausgelöst, Kommen diese schon wieder hoch ?
bist du traumatisiert ?

ukglobal, 13.11. 18:57

prisma,schrieb am 13.11. 18:40eine Antwort:
"uk meinst du einen bestimmten Tag der UdSSR oder ein Monat oder Jahrzehnte ?"
- - - - -
Wie der Forumsbetreiber meine ich den Zeitpunkt ab der Machtergreifung durch die Bolschewiken bis in das Russland heute.

hitman, 13.11. 21:53

@ukglobal
Die Züchter des Kalten Krieges finden sich in den USA McCarthy´s Epoche. Die Identität der Krankheit der Systeme zeigt sich darin, dass sich seinerzeit der Ostblock gegen den Westen abgeschottet hatte und durch den Fall des Sowjetsystems sich der Westblock als totalitärer "Welterlöser" formierte.
Wer genau beobachtet, wird merken, dass Trump im Wahlkampf sich an Russland freundschaftlich herantasten wollte, bis Fundamentalisten á la McCarthy darin eine Todsünde erblickten und allerhand "entdeckten" bis zur Einmischung Putins persönlich in den US Präsidentschaftswahlkampf. Deep State "erfand" die UdSSR aufs neu, um ein Feindbild zu schaffen, das eine Clinton ohne zu zögern gerne eliminiert hätte. Sie hätte den Hintermännern besser in die Hand gespielt. Da ist nun dieser Trump und hält sich nicht an die to-do-list.

lokivonasgard, 13.11. 21:57

@prisma, 13.11. 16:18
Es geht hier aber nicht um die USA. Dazu gibt es ein eigenes Trump-Forum. Es ist bezeichnend, dass einige User immer mit Gewalt vom Thema ablenken wollen...

ukglobal, 14.11. 02:18

>>hitman
Deine Observationen weichen nicht nur vom Thema ab (das handelt naemlich von den ueblen Inhalten des Sowjet-Systems und deren Auswirkungen bis heute), sondern weisen auch den paranoiden Auswuechsen zur Zeit des McCarthy eine falsche Bedeutung bei. Gerade als Amerikaner ist mir jene Zeit zutiefst zuwider, muss aber auch in Zusammenhang mit den elenden Auswuechsen und dem miesen Charakter des Sowjet-Systems damals gesehen werden.

ukglobal, 14.11. 08:52

Dazu passt auch die gestrige Warnung aus Downing Street an den Rochade-Machthaber Putain:

"We know what you are doing, what you are trying to destabilize democracies all over the world; and you will not succeed."

hitman, 14.11. 11:17

@08:52
Es geht um UdSSR und Russland. Welche Persönlichkeit französischen Namens ist gemeint? Vergreifen Sie sich etwa wieder einmal?

ukglobal, 14.11. 11:41

>>11:17

"Rochade-Machthaber" sollte jegliche Ukgewissheit ausraeumen.

stbagent, 14.11. 11:50

@11:41 hat nichts mit dem Thema zu tun. Der Sinn ist auch schwer deutbar.

chromjuwel, 14.11. 16:06

Da wird wohl @16:18 gemeint sein.

Demokratie ist die Vorstufe des Sozialismus.

carlo, 13.11. 08:55

Zitat. Wladimir Iljitsch Lenin

PS: Möglich das Russland keine "Demokratie" - westlicher Machart - will.
Sozialismus hatten sie schon und sie wissen wie der schmeckt.

ukglobal, 13.11. 11:03

Russland ist weder bereit, noch faehig, Demokratie als seine Staatsform anzunehmen.
[wobei noch anzumerken ist, dass die Bezeichnung "Demokratie westlicher Machart" ohnehin weltweit unbekannt ist]

ukglobal, 13.11. 12:32

Sozialismus ist der Vorhof zur Hoelle.
Zitat

kakanien, 13.11. 14:13

zitate dienen: "zum einen die Auseinandersetzung mit und Interpretation des Zitates". "zum anderen die Unterstützung der eigenen Argumentation durch das Zitat"

nichts trifft hier zu.

mellowman, 13.11. 14:34

@carlo sowie @ukglobal.... Wie man merkt habt ihr beide keine Ahnung vom Sozialismus, denn ihr verwechselt die Idee des Sozialismus mit dem stalinistischen Terror im Namen des Sozialismus. Lest euch mal ein wenig in das Thema ein. Bestes Beispiel sind die in den USA geründeten Gewerkschaften und die daraus entstandene weltweite Arbeiterbewegungen, die im Credo durch und durch sozialistisch sind. Die goldenen 50er-Jahre ín den USA waren auch nur durch eine Steuer für Reiche möglich, welche bis zu 94% als Satz erreichte. Für das Allgemeinwohl, also auch sozialistische Grundlage. Marx schrieb sein Kapital in London, nachdem er sah, wie der Kapitalismus dort die Menschen in tiefste Not und Verzweiflung trieb.usw usf

kakanien, 13.11. 14:41

mellowman,
gerade diese zwei werden das wie gewohnt ignorieren.

ukglobal, 13.11. 15:10

An die ueblichen...
Ich entnehme meine Eindruecke ueber Sozialismus unter anderem aus den Werken eines Vaclav Havel, Alexander Solzhenitsyn und Andrei Sakharov (und den Wuerdigungen an ihn durch Europaeer, und den Wuerdigungen anlaesslich der Verleihung des nach ihm benannten Preises). Unter anderem, wie gesagt... dass ich tiefen Hass fuer Sozialistische Systeme haben liegt wohl daran, dass ich nie in einem Land dahinsiechen musste, dass gerade unter sowjetischer Verwaltung gestanden hat; sehr zum Unterschied fast aller die hier posten. Durch solche Besatzung laesst sich vielleicht die still gehegte Sympathie fuer das sowjetische Sozialismus-Modell erklaeren.

ukglobal, 13.11. 15:31

mellowman,schrieb am 13.11. 14:34eine Antwort:
" ... keine Ahnung vom Sozialismus, ... verwechselt die Idee des Sozialismus mit dem stalinistischen Terror im Namen des Sozialismus."
- - - -
Ich sehe keinerlei Anzeichen fuer ein "Verwechseln", da das Forumsthema von USSR, und wieviel davon im heutigen Russland zu verspueren ist, handelt.

Wie man sieht gelingt nicht jedem das Forumsthema zu verstehen und darueber zu diskutieren. So sehr ich mich auch stets bemuehe, korrigierend darauf hinzuweisen.

mellowman, 13.11. 16:04

@uk, wie ich sehe, reagierst du zwar auf themenverfremdende posts a la crlos, doch wenn man dann dich darauf hinweist, spielst den oberlehrer. tatsache ist: du hast wirklich keine ahnung von diesem thema. vielleicht über die diktatur in der sovietunion doch nicht über den sozialismus an sich. denn deine antwort zu carlos eingangsposting zeigt es auf.

ukglobal, 13.11. 16:21

mellowman,schrieb am 13.11. 16:04eine Antwort:
"@uk, wie ich sehe, reagierst du zwar auf themenverfremdende posts a la crlos,..."
- - - - --
Es war nicht so sehr eine Reaktion auf ein Posting, als viel mehr ein Kommentar zurueck zum Thema.

Ueber mein Wissen ueber den internationalen Sozialismus habe ich mich nicht geaeussert, daher kannst keinen Mangel solchen Wissens besitzen. Es fusst auf erwaehnten Quellen, sowie an 4 Jahren Studium von Political Science in California und an der LSE.

ukglobal, 13.11. 16:23

>>mellowman
Korrektur:
"Ueber mein Wissen ueber den internationalen Sozialismus habe ich mich nicht geaeussert, daher kannst du keinen Mangel solchen Wissens feststellen.

mellowman, 13.11. 16:57

@uk, doch, sonst würdest so einen schmarrn wie jenen : Sozialismus ist der Vorhof zur Hoelle. ... nicht schreiben. so einfach ist das zu erkennen.

kakanien, 13.11. 17:02

Wer EU Kommisare mit Politbüromitgliedern gleichsetzt, ist entweder ein Troll oder ein Dummkopf.

mellowman, 13.11. 17:03

naja political science in california, da wird definitiv objektiv über den sozialismus gelehrt, so wie auch in china über die demokratie. naja, wennst glaubst zu wissen. ich kenne den sozialismus und ihre möglichkeiten. du kennst es aus lehrbüchern und wie gesagt, dein post dazu zeigt mir wie viel du weißt. sogar mit master oder bachelor oder doppeldoktor sollte dir so ein post nicht auskommen, wenn du nur ansatzweise eine ahnung hättest.

mellowman, 13.11. 17:19

und wenn du schon auf das thema pochst, wäre ein "der sowjietische Sozialismus" in deiner aussage richtig gewesen, denn so scherst du eine gesellschaftsideologie über einen kamm.

carlo, 13.11. 17:24

@ukglobal,schrieb am 13.11. 11:03
....[wobei noch anzumerken ist, dass die Bezeichnung "Demokratie westlicher Machart" ohnehin weltweit unbekannt ist]
.............................................................

"Die Demokratie westlicher Machart schien das Produkt des "Fortschritts im Bewusstsein" zu sein, das legen auch die Zahlen der amerikanischen Organisation Freedom House nahe".....

Quelle.
http://www.sueddeutsche.de/politik/westliche-demokratien-rueckwaerts-marsch-1.3109375

ukglobal, 14.11. 02:21

kakanien,schrieb am 13.11. 17:02eine Antwort:
"Wer EU Kommisare mit Politbüromitgliedern gleichsetzt, ist entweder ein Troll oder ein Dummkopf."
- - - - -
Dem stimme ich zu, moniere allerdings, dass eine solche Gleichsetzung in diesem Thread wenigstens nicht festzustellen ist.

ukglobal, 14.11. 02:28

mellowman,schrieb am 13.11. 16:57eine Antwort:
"@uk, doch, sonst würdest so einen schmarrn wie jenen : Sozialismus ist der Vorhof zur Hoelle. ... nicht schreiben."
- - - - -
Leider hast du den Sinn und Zweck des "Zitates" nicht begriffen. Das war naemlich nicht als Aufstellen eines neuen Postulats gedacht, sondern als "snotty rebuke" des ebenfalls idiotischen Zitates des Genossen Lenin beabsichtigt. Auch der Poster ("carlo") hat dessen Zitat wohl nur deshalb hereingestellt, um sich darueber belustigt und abwertend zu aeussern. Deshalb schickte ich dem einen verrueckten Zitat mein eigenes, halb-ernstes nach.

kakanien, 14.11. 07:40

ukglobal,schrieb am 12.11. 09:05 eine Antwort:

Antworten muessten beginnen mit: Was bei dem einen Politbueromitglieder waren, sind heute Kommissare. Und denen schwebt eine Zukunft des Blocks vor vergleichbar mit den CIS (Commonwealth of Independent States). Natuerlich unter flagranter Missachtung der Unabhaengigkeit seiner Mitgliedsstaaten.

Wie misst man UDSSR?

meeting, 13.11. 01:10

In wenigen Monaten wird in Russland wieder eine

rebekka7, 12.11. 12:19

Präsidentenwahl abgehalten werden.

Dann wird man ja sehen, wieviel Putin noch in Russland steckt, wen interessiert da noch die alte UdSSR ?

ukglobal, 12.11. 12:27

Putin, seit 1999 an der Macht (davon 13 Jahre als wirklicher Staatschef, 5 Jahre pro forma als Ministerpraesident), ist ein Paradeprodukt der USSR.

Als solcher wird seine Abwahl unmoeglich. 2022 koennte sich die Rochade mit seinem Ministerpraesidenten wiederholen, um neuerlich eine 'puppet figure' dirigieren zu koennen.

ukglobal, 12.11. 12:41

Korrektur (eine der selten notwendigen):
"Putin, seit 1999 an der Macht (davon 13 Jahre als wirklicher Staatschef, 5 Jahre de facto als Ministerpraesident), ist ein Paradeprodukt der USSR."

stbagent, 12.11. 12:54

Produkt der UdSSR sind alle Staatsangehörigen, die vor dem Zerfall der Sowjetunion geboren wurden. Also ist die Aussage von @ukglobal sehr weit weg vom Thema. Abwahl war in der UdSSR schon möglich: Hinter verschlossenen Türen!

ukglobal, 12.11. 13:03

stbagent,schrieb am 12.11. 12:54eine Antwort:
" ... ist die Aussage von @ukglobal sehr weit weg vom Thema."
- - - - -
Zu dem Trugschluss kann man nur kommen, wenn man das Thema nicht kennt, und meinen Kommentar nicht versteht.

it21, 12.11. 14:39

Alle zwischen dem 30. Dezember 1922 und
dem 26. Dezember 1991 dort geborene
Personen sind Produkte der UdSSR,
wenn auch die wenigsten ein
Paradeprodukt sind...

it21, 12.11. 14:42

...dazu kommen dann noch die ganzen Produkte,
die in dieser Zeit in dortigen Fabriken produziert
wurden...

chromjuwel, 12.11. 15:53

"Alle zwischen dem 30. Dezember 1922 und
dem 26. Dezember 1991 dort geborene
Personen sind Produkte der UdSSR"
Auf so etwas muss man erst einmal kommen .....

it21, 12.11. 16:09

@chromjuwel
Neidisch, weil dir das nicht eingefallen ist ?

chromjuwel, 12.11. 16:13

*facepalm*

ukglobal, 12.11. 16:26

>>chromjewel

Ich denke dass "it21" seinen Ableger um 14:39 als Kritik an der menschenverachtenden Soviet-Politik gemeint hat, unter der der Einzelne rechtlos war, Teil eines Kollektivs, und der staatlichen Willkuer ausgesetzt gewesen ist (und zum Teil noch heute ist). Nur so waere der Eintrag sinnvoll.

chromjuwel, 12.11. 16:59

Hoffentlich.

reservebuddha, 12.11. 20:05

Dass die SU eine Diktatur gewesen ist, weiß mittlerweile jeder. Ständig nur das zu zerkauen, und sämtliche anderen Aspekte nicht einmal zu ignorieren, ist ziemlich langweilig und eher niveaulos.

kiscat, 13.11. 00:07

Wenn Putin von den russischen Wähler nicht mehr als gut für sie empfunden wird, werden sie ihn nicht mehr wählen.
Da hat außer den Russen selbst (genau so wie in den USA die US-Amerikaner) niemand das Recht, sich einzumischen.
Ist leider in der EU anders, da quatschen Diverse undemokratisch mit, wenn es um demokratische Wahlen in einzelnen EU-Staaten geht.

kakanien, 13.11. 08:54

kiscat
überlege einmal den einfluss einer gleichgeschaltenen medienlandschaft, in der die opposition wenn überhaupt, nur negativ vorkommt.

"...Ist leider in der EU anders, da quatschen Diverse undemokratisch mit, wenn es um demokratische Wahlen in einzelnen EU-Staaten geht..."

das ist für mich schlicht unsinn!

silke71, 13.11. 09:01

Aha kakanien also hat es seitens der eu keine Einmischung gegeben bei den Wahlen in den Niederlanden? Oder dem Referendum in Schottland? Den bp Wahlen bei uns? Den NRW bei uns? Den Bundestagswahlen in Deutschland? Den Präsidentenwahl in Frankreich? Den Präsidentenwahlen in den USA? Da hat es also deiner Meinung nach nie eine Einmischung gegeben was passieren würde können wenn der Falsche für die eu gewählt wird? Also wer das abstreitet redet völligen Unsinn!

silke71, 13.11. 09:04

Und unsere Medien hier getrommelt haben gegen manche Kandidaten und horroszenarien aufgestellt haben für den Weltuntergang wenn zb. Le Pen gewinnt oder Wilders oder Trump oder die FPÖ oder hofer , usw. Das ist für dich also keine Einmischung? Komische Sache oder wenn man Russland vorwirft über Facebook und Twitter Einfluss genommen zu haben auf die us Wahl dann muss man sofort sanktionieren und verurteilen doch wenn unsere Politiker und Medien das machen ist das alles in Ordnung! Scheinheiligkeit und Doppelmoral wie sie im Buche steht kann man da nur sagen.

kakanien, 13.11. 09:18

kiscat
übrigens finde ich es undemokratisch so auf kritik zu reagieren, die noch dazu in vielen fällen gerechtfertigt war und ist.

übrigens warte ich eigentlich auf beispiele für dieses "undemokratische quatschen"

Wichtig wäre noch die Behandlung der Frage

energy007, 12.11. 08:56

"wieviel UdSSR gibt es derzeit in der EU?".

ukglobal, 12.11. 09:05

Antworten muessten beginnen mit: Was bei dem einen Politbueromitglieder waren, sind heute Kommissare. Und denen schwebt eine Zukunft des Blocks vor vergleichbar mit den CIS (Commonwealth of Independent States). Natuerlich unter flagranter Missachtung der Unabhaengigkeit seiner Mitgliedsstaaten.

kakanien, 12.11. 09:50

Was für ein Schwachsinn!

lokivonasgard, 12.11. 13:06

@kakanien, 12.11. 09:50
Da stimme ich dir zu. Solche unsinnigen Beiträge entstehen, wenn Leute über die UdSSR (welche sie zumeist nur aus Büchern kennen) urteilen und dieses Unwissen mit ihrer politischen Agenda verheiraten.

ukglobal, 12.11. 14:05

Es ist einfacher "unsinnig und Schwachsinn" zu schreiben, als den Versuch zu machen zu beschreiben, WAS eigentlich unsinnig und Schwachsinn sein soll.

lokivonasgard, 12.11. 14:22

@ukglobal, 12.11. 14:05
Die eingangs gestellte Frage ist qualitativ vergleichbar mit "Wieviel Farbe Rot steckt in der Gravitation". Und deine Antwort philosophiert darüber, macht es also auch nicht besser. Wir können natürlich gerne über den Eiweißgehalt von Eisenbahnschienen diskutieren, nur ist dies weder Inhalt dieses Threads, noch werden daraus echte Erkenntnisse erwachsen.

ukglobal, 12.11. 14:25

Warum schlaegst du themenfremde Diskussionen vor?

lokivonasgard, 12.11. 14:29

Weil ihr Themenfremdes versucht als Diskussion einzuwerfen.

energy007, 12.11. 15:14

man braucht keine UdSSR Nostalgie isolange die EU existiert.

reservebuddha, 12.11. 20:03

"Was bei dem einen Politbueromitglieder waren, sind heute Kommissare."

Völliger Unsinn.

"Natuerlich unter flagranter Missachtung der Unabhaengigkeit seiner Mitgliedsstaaten."

.. die erstens ganz bewusst beitreten, zweitens jederzeit die Möglichkeit haben, die EU zu verlassen, und drittens sämtliche Verträge in voller Souveränität verhandeln.

Die EU ist, ganz im Gegensatz zur Sowjet-Union, ÜBERHAUPT nicht zentralistisch organisiert. Sie ist nicht einmal föderal. Einzelne Staaten können jederzeit jeden Prozess in der EU torpedieren, und teilweise weigern sie sich, trotz mehrfacher Aufforderung die selbst eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Die einzigen denkbar schwachen Sanktionen seitens der EU sind Anzeigen beim EU-Gerichtshof, Streichung von Mitteln aus dem EU-Budget, und vorrübergehender Stimmrechts-Entzug. Und selbst diese Mittel sind nur unter schwierigen Bedingungen überhaupt möglich.

Dein Vergleich ist daher völlig daneben.

Wieviel tiefer gehts noch mit deinem Niveau? Dieser populistische Bockmist ist nicht einmal annähernd in Sichtweite der Realität.

xcorleone1985x, 13.11. 13:06

''Die EU ist, ganz im Gegensatz zur Sowjet-Union, ÜBERHAUPT nicht zentralistisch organisiert.''

Doch, im Bereich der Geld -und Währungspolitik ist die EU sehr wohl zentralistisch organisiert.

Paranoia rules the Russkies

ukglobal, 12.11. 05:51

Seit der von Massenerschiessungen, Massaker der Staatsfuehrung und Massenverhaftungen gekennzeichneten Machtergreifung durch die Bolschewiken Lenin, Trotsky und Stalin, hat sich das diktatorische Sowjet-Imperium stets als "Asyl von Paranoia" praesentiert, das - aufgrund der eigenen infamen Politik - stets dem Westen aggressive Expansionsgelueste andichtete, und damit eine militante Expansionspolitik begruenden wollte.

Insofern aehnelt Russland auffallend dem Vorgaengerstaat.

mellowman, 12.11. 11:57

Gleiche Gangart wie die der USA und dem damaligen Britischen Imperium. Die USA machen es halt ohne Eroberung von Hochheitsgebieten. Es reichen schon Militärbasen. Ob all die neuen im Nahen Osten in den letzten 25 Jahren nach all den Kriegen unter den Bushadministrationen usw. Weltmächte halt. War immer so und wenn die Welt nicht von einer ausserirdischen Macht angeriffen wird, sehe ich auch keine großartige Veränderung. Die Gier der Soziopathen aka Könige, Präsidenten, Führer wie auch immer genannt ist grenzenlos..... Die Geschichte der Menschheit steht geschrieben und ist durch und durch von solchen Szenarien geprägt. Denn die Russen sowie die Amis sind keiner besser als der andere (ich nenne da die Führungskräfte, deren Interessen usw) Denn ein Land hatte die Bolschewiken, die anderen zur Hochzeit Lenins einen KKK mit 4 Mio Mitgliedern die systematisch ihre eigenen schwarzen Mitbürger jagten, folterten,töteten usw. Weiters hat kein Land seit dem WW2 mehr Kriegstote auf dem Gewissen, wie die USA, denn keiner hatte so viele Kriege in den letzten 72 Jahren angezettelt. Siehe auch als Spiegel dessen in den Militärausgaben. Man sollte sehr wohl objektiv bleiben und sehen daß beide Weltmächte mehr Dreck am Stecken haben als ersichtlich.

ukglobal, 12.11. 12:07

Thema:
"Wie viel UdSSR steckt noch in Russland?"

inventor, 12.11. 14:24

Der Staat heißt "Russische Föderation" und "Russland" ist ein einzelner 'Staat' dieser, der größte, und einer, welcher viele unterschiedliche Völker/Völkerschaften enthält.

Die Oktoberrevolution heute...

lokivonasgard, 11.11. 19:42

Im Forum herrscht der Tonfall vor, dass es keinerlei Grund geben kann, die Oktoberrevolution zu feiern, weil sie nichts positives hervorgebracht hätte.

Zumeist wird dies so dargestellt, dass nichts positives herauskommen konnte, weil die Motive für die Revolution von sich aus abgrundtief negativ seien und begründet wird diese Ansicht mit den Gräueltaten durch die Rote Armee im Bürgerkrieg (und im Kriegskommunismus) und in der Zeit des Stalinismus.

Ich denke, dass dies eine einseitige Sicht auf die Oktoberrevolution ist. Wie ich früher schon einmal ausgeführt habe, fanden in Folge der Oktoberrevolution mehrere Umbrüche statt, mit denen die sowjetische Führung auf die jeweiligen Umstände zu reagieren versuchte. Diese für die Bewertung der Revolution wichtigen Phasen sind:
1. Die Revolution und die direkte Zeit danach (1917 bis Anfang 1918 hinein): Die Sowjets erfüllten zunächst die primären Forderungen der Bevölkerung (bedingungsloser Friedensschluss und Landvergabe an die Bauernschaft)
2. Der Bürgerkrieg (Kriegskommunismus, 1918 bis ca. 1921): Beide Seiten verüben in Folge des Bürgerkrieges unglaubliche Gräueltaten, welche eigentlich nur durch die Verrohung in Folge der ersten Weltkrieges erklärbar sind.
3. Die Übergangsphase (die den Abschluss der eigentlichen Oktoberrevolution und den Übergang zur Stalin-Diktatur darstellt, ca. 1921 - ca.1928 [spätestens aber 1934]): Die Zeit der Konsolidierung in welcher das alte System nicht mehr, das neue aber noch nicht installiert war. Insbesondere diese Abschlusszeit mag ich gleich etwas näher betrachten. Sie endete entweder mit dem ersten 5-Jahres-Plan 1928, spätestens aber mit der Ausschaltung des letzten ernsthaften internen Gegners Stalins: Sergei Mironowitsch Kirow im Jahre 1934.
4. Der stalinistische Terror.

In den ersten drei Phasen finden sich abseits des militärischen/militanten Geschehens sehr viele Beispiele für progressive Entwicklungen, welche angestoßen/umgesetzt wurden. Beispielhaft sei der Einfluss der Entwicklung auf die moderne Kunst angeführt.

Die Zeit brachte z.B. die "Avangardisten" in der Kunst (Bildende Kunst, Literatur, Musik, Theater in Bühnenbild-, Figurinen- und Plakatentwürfe) hervor, darunter echte Kunst-Kapazunder: Alexander Blok, Andrei Bely, Lilja Brik, Wladimir Majakowski, Marc Chagall, Wassily Kandinsky, Wladimir Tatlin, Alexander
Rodtschenko, Sergei Eisenstein, Dmitri Schostakowitsch, Sergei Prokofjew ...

lokivonasgard, 11.11. 19:43

Viele Stilrichtungen der modernen Kunst wurden durch die Freiheiten, welche die Künstler in dieser viel zu kurzen Zeit auslebten, initiiert oder geboren oder vorangebracht.

Ermöglicht wurde dies durch die Freiheiten, welche die Künstler in der Folge der Oktoberrevolution für sich beanspruchten und zum Teil auch durchsetzten. Erst im Zuge der Konsolidierung der Macht Stalins kam es zunehmend zu Repressionen (die es in den frühen Jahren v.a. auch schon bezüglich der Themenwahl, aber nicht bezüglich der Umsetzung gab).

Man kann sagen, dass einige heute gefeierte Kunstrichtungen ohne die Irrungen und Wirrungen der Oktoberrevolution undenkbar wären und dies sollte man im Zusammenhang mit der Oktoberrevolution, meiner Meinung nach, in angemessenem Maße würdigen.

Sollte dieser Teil der Sowjetunion also auch im heutigen Russland wiederzufinden sein (und meiner Meinung nach ist das so), würde ich das sehr begrüßen.

reservebuddha, 11.11. 20:03

Zweifellos. Ich frage mich auch, warum man in dem Sinne Bewertungen braucht. Ebenso wie die französische ist die russische Revolution eine Folgewirkung der Entwicklungen und Zustände vorher. Die mussten einfach stattfinden. Die Frage kann nur sein, wie man die Entwicklungen danach wertet, aber auch die sind kaum nur Folgen der Revolution, sondern ebenfalls vieler Faktoren.

inventor, 11.11. 20:46

Danke für die sehr guten Beiträge.
Wiederholte Empfehlung (auch im Netz möglich) zu lesen:
"Über die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte"
von G. W. Plechanow

kakanien, 10.11. 15:05

Eines würde mich noch interessieren, es wird hier mehrfach behauptet, der damaligen Sowjetunion wäre im Rahmen der Verhandlung zur deutschen Vereinigung versprochen worden, die NATO würde sich nicht nach Osten erweitern.
Einmal davon abgesehen, dass es dazu keine Verträge gibt, die handelnden Personen Gegenteiliges sagen, noch dazu konnte die deutsche Seite nicht für die NATO sprechen, zum Zeitpunkt der Verhandlungen und auch nach der Wiedervereinigung gab es noch den Warschauer Pakt. Waren das damals Wahrsager, weil sie schon wussten, dass sich dieser später auflösen würde und das ehemalige Ostblockstaaten um Aufnahme in der NATO ansuchen würden?

stbagent, 10.11. 21:42

Da würde ich sagen, haben die Amis den Kalten Krieg, der beendet war, durch List und Tücke weitergeführt, indem sie mündlich und per Handschlag vor laufenden Kameras und Mikrofonen Zusicherungen machten, die nie aufs Papier fanden und Genscher kommentierte damals.
Fakt ist, dass Deutschland heute noch immer nicht souverän ist und von drei Alliierten des WK2 besetzt gehalten wird und ohne Friedensvertrag gegen 53 Staaten dasteht.
Allein die UdSSR, welche heute nicht mehr existiert, zog aus ihrer Besatzungszone ab. Allerdings gibt es noch ein aufrechtes Viermächtestatut.
Nach dem Zerfall des Ostblocks sammelte der neu erstandene Westblock das postrealsozialistische Erbe eilig ein und steht nun bereit zum Losschlagen an der Greze zu Russland.
Wie der seinerzeitige WaPa mit AntiFaSchutzwall übt die NATO Aggression durch Druckaufbau mit einer ungeheuren Massierung von "Verteidigungswaffen" gegen einen Feind, den sie täglich als schwach und ineffektiv beschreibt.

hitman, 10.11. 21:44

https://youtu.be/JXcWVTpQF3k

kakanien, 10.11. 21:54

stbagent
Was hat das mit meinem Eintrag zu tun?

kakanien, 10.11. 22:44

"...zum Losschlagen an der Greze zu Russland..."

Dir ist nicht mal klar was das für ein Unsinn ist. Russland ist wirtschaftlich ein Schwellenland, militärisch eine Supermacht. Melde dich wieder wenn du logisch denken kannst.

inventor, 10.11. 22:49

Mit solcher Logik ist's nicht sehr weit her.

kiscat, 11.11. 02:17

Russland ist WIEDER eine militärische Macht. War unter Jelzin nicht mehr der Fall.

stbagent, 11.11. 03:25

Kakanien, Sie sind ein US-Versteher und übersehen, dass Russland ein europäisches Land ist, welches den Europäern auf dem Kontinent den Zugang zum Osten auf dem Landweg in Kooperation ermöglicht, während die US-Plutokratie nur am Beherrschen der Welt interessiert ist.
Die Amis haben kein Interesse daran, dass wir in Europa Frieden mit Russland haben und betrachten uns als tributpflichtige Vasallen. Als Jelzin abtrat, meinten sie, sie könnten die geschwächten Reste der ehemaligen UdSSR für ihre Zwecke vereinnahmen, denn wirtschaftlich hatten sie dort schon Fuß gefasst. Putin machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Gorbatschows Erkenntnis, dass der Realsozialismus nicht zum Ziel geführt hatte, wurde von den US-Glücksrittern als Einladung verstanden, eine riesige Landmasse in ihr Regiment einzugliedern. Friedlich sind solche Gedankengänge nicht.
Machen Sie sich, bitte, schlau, wie Stratfor oder Brzezinski die Sache ideologisch aus US-Sichtweise betrachten.
Paneuropäisch Denkende beziehen Russland in eine Friedensgemeinschaft Europas mit ein und sehen das imperiale Getue der USA als reale Gefahr. Dr. Ganser und die Friedensbewegung kennen Sie nicht oder tun Sie als Spinner ab. Wenn Sie mir Logik absprechen, befürworten Sie, dass sich Europa auf US-Geheiß gen Osten militärisch auf den Weg macht, um mit wehenden Fahnen in den Untergang zu laufen, denn Totaler Krieg ist Verderbnis und heutzutage ein nachhaltiges Ausradieren von Geschichte, Kultur und jedwedem Sein.
Mit der UdSSR konnte Österreich über die Neutralität Brücken bauen, im gleichgeschalteten Westblock sind wir im Fall des Falles kollateral im Untergangsszenario integriert. Pervertiert wird wird unsere Neutralität, weil wir Transport von Kriegsmaterial gen Osten im großen Stil zugelassen haben!
Der Etikettenschwindel, dass Putin den Machtbereich der UdSSR angeblich wiederherstellen will, müssen wir alle vehement bekämpfen.
Das Neue Russland ist nicht die ersatzreligiöse UdSSR, es ist kein Feind, sondern eine Chance, dass Europa sich erneuert und von Fernsteuerung auf "souverän" umschaltet. Und es wäre nicht schlecht, könnte endlich die "Deutsche Frage" geregelt werden.

stbagent, 11.11. 03:32

Den Link von @hitman habe ich mir angesehen und wie steht es mit Ihnen, @kakanien? Auch Sie können den alten Genscher im Interview leicht recherchieren, der pflichtgemäß die Expansion der NATO begrüßte. Hat Genscher mit Baker und Gorbatschow scheinverhandelt? Es ist Zeit, die Scheuklappen abzulegen.

kakanien, 11.11. 06:22

"...noch dazu konnte die deutsche Seite nicht für die NATO spreche..."

Losschlagen? Wie würde eine militärische Supermacht darauf reagieren und was ist das Ergebnis? Aber ihr könnt gerne noch über einen Konflikt NATO gegen Russland auf europäischen Boden weiterschwadronieren.

Übrigens, auch unter Jelzin konnte Russland die Welt mit dem Atomwaffenpotential mehrfach zerstören, wenn das dann keine militärische Supermacht sein soll, von mir aus.

kakanien, 11.11. 07:19

Einerseits bin ich beeindruckt von der Weitsicht der sowjetischen Verhandler, sie wussten immerhin schon, dass sich der Warschauer Pakt ein Jahr später auflösen wird und vom NATO Beitrittswunsch dieser Länder. Was etwas seltsam ist, warum haben sie sich die "Nichtosterweiterung" nicht vertraglich bestätigen lassen?

stbagent, 11.11. 10:24

Möglicherweise liegt es an der sprichwörtlichen Vertragstreue der Russen. Jeder Osthändler profitiert davon. Und die Ukraine bekommt noch immer Gas...
Im Gegensatz dazu stehen die US-Imperatoren, die jedesmal nach einem Deal trotz fixer Positionen nachverhandeln oder das Vertragswerk gleich kippen wie die berüchtigten Reservatverträge. Der Irandeal ist Gott sei Dank multilateral und auch diesen wollte Trump bereits sprengen wie einen gewöhnlichen bilateralen.
Das Problem der Welt ist nicht Russland, sondern sind die USA.

ukglobal, 11.11. 10:34

kakanien,schrieb am 10.11. 15:05
"... es wird hier behauptet, der damaligen Sowjetunion wäre im Rahmen der Verhandlung zur deutschen Vereinigung versprochen worden, die NATO würde sich nicht nach Osten erweitern."
- - - - -
Es gab ein solches Versprechen nicht (wie auch nicht eine sowjetische Forderung danach). Es waere auch auf eine Bevormundung der nach Unabhaengigkeit (= Wiederherstellung der Souveraenitaet) strebenden Staaten in der Region hinausgelaufen.

Wie die juengste Geschichte zeigt, ist keines der befreiten Laender zu einem Nato-Beitritt gezwungen worden. Im Gegenteil, die Mitgliedschaft bei Nato wurde ausdruecklich gewuenscht und angestrebt.

reservebuddha, 11.11. 20:06

"Es waere auch auf eine Bevormundung der nach Unabhaengigkeit (= Wiederherstellung der Souveraenitaet) strebenden Staaten in der Region hinausgelaufen."

Wäre es nicht. Es ist keine Bevormundung, als Bündnis nicht expandieren zu wollen.

ukglobal, 12.11. 06:04

reservebuddha,schrieb am 11.11. 20:06eine Antwort:
"Wäre es nicht. Es ist keine Bevormundung, als Bündnis nicht expandieren zu wollen."
- - - -
Davon war auch keine Rede. Du bleibst deiner Linie treu zu dementieren versuchen, was ohnehin niemand gemeint hat.

Objektive Berichterstattung

kiscat, 09.11. 19:53

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"Und das, obwohl die Regierung unter Wladimir Putin seine Revolution ängstlich unter den Tisch kehrt - nur das Wort „Revolution“ nicht in den Mund nehmen -, ..."
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Wenn Putin nicht eine blutige Revolution feiert und Revolutionen nicht goutiert, ist das also ängstlich. Weiter im Text:
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"... im letzten noch zu Sowjetzeiten gegründeten Lenin-Museum im sibirischen Krasnojarsk, wo das österreichische Kulturforum eine Ausstellung gestaltet hat, samt großer Revolutionsparty."
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Wird also als positiv hingestellt, wenn ein "österreichisches Kulturforum" sich berufen fühlt, in Russland Politik zu betreiben und überdies noch provoziert. Würde mich interessieren, was geschrieben würde, wenn Russen etwas gleiches in Österreich machen würden. Und ob sie das überhaupt dürften.

Die obigen Auszüge stammen von einem heutigen Artikel eines angesehenen österr. Mediums, das eigentlich zur Objektivität verpflichtet wäre.

alfredsinnegger, 09.11. 22:11

Nachdem die Partei,
welche "die sowjetische Machtkultur" ausübte,
bei den Wahlen keine Mehrheit mehr erreicht,
kann zwar "sowjetischen Machtkultur" noch in Russland stecken, aber derzeit als "sowjetischen Machtkultur" nicht ausgelebt werden, wenn man einmal von,
von Medien, Künstlern und Politikern aus der EU und den USA
mit Wohlwollen wahrgenommenen Aktivitäten
der anarchistischen Punker-Gruppe „Pussy Riot“ absieht.

inventor, 10.11. 10:20

Schad für die, welche den kürlichen sehr guten Beitrag über Lenin im arte-TV nicht gesehen haben. Eine Rückkehr zur Objektivität.

prisma, 10.11. 15:52

kiscat
" heutigen Artikel eines angesehenen österr. Mediums "
gibt es solche noch ?
:-|

mirabeau, 09.11. 10:24

Russland ist ein raubtierkapitalistisches Land, wie die USA.
Das war es auch, was der "Westen" immer wollte.

Die "UdSSR" ist höchstens Nostalgie.

manz, 09.11. 10:36

Russland ist anders als die USA. In Russland gibt's kein Kapital für regimekritische Personen. Ein Wort gegen Putin und jeder Kapitalist sitzt im Arbeitslager in Sibirien. Das war auch schon in der UdSSR so.

reservebuddha, 09.11. 12:02

"Ein Wort gegen Putin und jeder Kapitalist sitzt im Arbeitslager in Sibirien."

Das halte ich zwar für eine Übertreibung, aber zweifellos herrschen in Russland diesbezüglich andere Zustände.

Das wäre an sich nicht das Problem. Mangel an Demokratie schützt vor internationaler Freundschaft erfahrungsgemäß nicht. Auch die ideologische Barriere ist, wie man sieht, nicht die Hauptsache.

In Wirklichkeit geht es um Macht, und nur um Macht: Das war damals so, und ist es heute wieder - oder noch immer.

kiscat, 09.11. 18:31

Wer gegen Gesetze verstößt, wird bestraft, gegebenenfalls mit Gefängnis.

"Wieviel System der UdSSR" steckt noch in Rußland?

derwisser, 09.11. 09:36

Sollte die Frage lauten......

ibins, 09.11. 09:43

Das könnte man ja auch hinein interpretieren in die gestellte Frage, oder nicht? Wenn, dann würde ich eine solche Fragestellung daher eher als einseitige Einschränkung verstehen. Aber vielleicht will der Fragesteller ja auch genau das.
Tatsache aber ist, dass es die UdSSR nicht mehr gibt, der Warschauer Pakt aufgelöst und Russland als Staat heute wohl auch anders zu bewerten ist. Dass es in Russland's Vergangenheit auch die UdSSR und die Oktoberrevolution gab und auch die Einfluss auf die Menschen genommen hat, ist unbestritten.
Ich habe aber das Gefühl, dass Putin an dieser sowjetrussischen Vergangenheit nicht zu sehr anstreifen möchte und heute bewusst ein anderes Russland präsentiert, das allerdings genau so auf Macht und Machtausbau gerichtet ist, wie Politik generell.