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Offshore: Legitim oder unmoralisch?

Nach den Panama-Papers legen die Paradise-Papers neue Offshore-Geschäfte von Reichen und Großkonzernen offen. Muss man mit solchen Transaktionen in einer globalisierten Welt nun mal leben? Oder handelt es sich um unmoralische Praktiken, die dringend eingeschränkt gehören?

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Bevor...

reminder, 17.11. 13:31

man legale Steuerflucht kritisiert sollte man nachdenken
ob der Staat, sprich die Politik, mit dem Steuergeld der
Bürger und Unternehmen sparsam und korrekt sowie
mit transparenter eigener Zuwendungen an die Partei/en
vorbildlich (!) umging.
Die Realität sieht völlig anders aus und keine Partei hat
Anspruch auf moralische Integrität....warum verlangt man
von Firmen Vorbild zu sein?
Legale Steuerminimierung ist Aufgabe der CEO´s und das
weiß auch ein Herr Schelling aus der XXX Zeit!

Schenkt man einem Kind ein teures Auto wenn dieses Kind
schon mehr als 10 teure PKW (Korruptionsfälle...) zu Schrot
fuhr?
Die EU ist bei Harmonisierung gefordert aber ein Headquarter
in der Schweiz oder ein Agent mit 15 % Prov. für weltweites
Marketing mit Sitz in Monaco wird die EU nicht verhindern.

c3po, 17.11. 14:55

Der Staat sind wir.
Sollte es Aufgabe der CEOs sein die Steuern zu vermeiden. Dann muss die EU die "legalen" Voraussetzungen zur Steuerflucht verhindern.
Ganz einfach.

Wie kann es innerhalb der EU Steueroasen geben?

ganzeinfach, 15.11. 19:48

Weshalb wirft man die Mitglieder nicht einfach raus, die uns ausbeuten? Bzw. wie konnten die überhaupt aufgenommen werden?

sage, 16.11. 08:54

ja, eigentlich ist es einfach, Laender die Steueroasen sind oder solche betreiben abschoten (Niederlande, UK, Malta) und Firmen die in Steueroasen registriert sind zusperren. Es kann ja keiner sagen dass jemand das nicht absichtlich gemacht hat und nicht gewusst hat dass er damit Steuern (wenn auch legal) hinterzieht

rebekka7, 16.11. 12:57

Und was ist mit der Schweiz, mit Deutschland und vielen anderen mehr? Wer bliebe denn dann noch übrig?

Das Problem ist, dass ja die meisten Unternehmungen und Konzerne Steuern nach Landesrecht zahlen. Aber viele nutzen auf derzeit gerade noch legalen Wegen, dass verschieben von Gewinnen und Zinsen über ihre Töchterunternehmungen und Briefkastenfirmen in den Steueroasen. Und das machen alle.

Dort liegen inzwischen Billionen von Dollar und Euro herum und werden so den Volkswirtschaften der einzelnen Länder entzogen.

realistico, 16.11. 20:58

weil Junker als er noch Ministerpräsident war die alle so in sein Land lockte:-))) und jetzt ist er der oberste der EU darum wird nichts getan. Aber egal auch vom Schelling hast nie etwas gehört das er das aufgegriffen hätt, sonst wär er nie für die EZB in Betracht gekommen. Aber die Heurigen Wirt und die kleinen mit den Registrierkassen dafür war er zu haben.

realistico, 16.11. 21:09

Leute aufgepasst! Daran sieht man ob Kurz für Veränderung steht und ob Strache Schelling wieder als Finanzminister akzeptiert?
Wenn JA dann wissen wir was Kurz unter Veränderung versteht

sage, 16.11. 22:04

Fuer Kurz ist die Veraenderung dass er BK werden will. Alles ist nur ein Schauspiel oder was glaubt ihr denn? Mangels Studienabschluss bekommt er jabsonst nirgends einen Job!

manz, 16.11. 23:23

Wenn Unternehmen legal Steuer vermeiden, dann beuten sie niemanden aus. Der einfache Bürger kauft ja ein Produkt auch nicht dort, wo es am teuersten ist. Beim Ruf nach Rausschmiss aus der EU ist Vorsicht angebracht: Bis vor kurzem war auch Österreich eine Oase des Bankgeheimnisses und hat dunkle Geschäfte ermöglicht. Im Jahr 2000 war Österreich auch froh, dass es nicht gleich populistisch aus der EU hinausgeworfen wurde.

manz, 16.11. 23:24

Im Übrigen gibt es in der EU den europäischen Gerichtshof, der sich auch um Steueroasen kümmert. Sowohl Irland als auch die Niederlande hat er dazu verdonnert, von Großkonzernen Millionen an Steuern nachzufordern.

grimming1, 17.11. 10:45

Die Herrschaften, welche solche Gaunereien, weil Steuerhinterziehung ist eine Gaunerei für jeden kleinen Bürger, nur für die großen nicht, zulassen und noch fördern, heute an der Spitze der EU sitzen.
Den Rest, um uns in den Ruin zu führen, macht dann noch Herr Draghi, ein ehem. Goldmann Sachs Vorstandsmitglied und wem gehört das Geldhaus Goldmann Sachs , ja richtig geraten, den Superreichen die, die schon immer das Geldgeschäft kontrolliert haben. Der US Finanzminister kommt ja auch von Goldmann Sachs, noch Fragen ?
Wir normale Bürger in der EU werden in 10 Jahren nur mehr als Sklaven arbeiten und alles zahlen dürfen.

reminder, 17.11. 14:24

Noch...., ist jedes Land autonom im Bezug auf Steuern.

Das wird auch so bleiben und Ausbeutung gibt es dort,
wo hohe (!) und nicht niedrige Steuern abgecasht werden.

Schweiz ein Vorbild wie Steuerpolitik und Demokratie
funktioniert. Daher viele Headquarters in der Schweiz....

Monaco ein toller Ort für kleine Headquarters und Topp Sportler
mit hohen Einkünften scherst sich genau null um Sorgen
einiger EU FM....
Die sollen mal die Korruption in Frage stellen bevor legitime
Modelle scheinkriminalisiert werden.

XXXL Lutz..

rednose, 15.11. 07:44

deshalb kosten die Möbel fast NIXXX.

ronaldo34, 15.11. 08:43

auf Malta ist es halt schön

c3po, 15.11. 18:23

Jedesmal wenn ich so eine XXXLutz Werbung im Fernsehen oder Radio hören wechsle ich denn Sender. Ich halten den Schmarrn einfach nicht aus.
Ich würde daher sogar vorschlagen dass Steueroptimierer wie dieser XXXLutz bei Werbung eine Warnung einblenden müssen- " Diese Werbung wird von einem Steuer Vermeider geschaltet"
- Werbekosten - XXX Euro pro Monat
- Steuer Vermeidung - XXX Euro pro Monat
- Kaufen Sie im Ort bei ihrem Tischler - das ist noch Qualität und der Staat ( also Sie persönlich) profitieren davon nachhaltig.

powidl, 15.11. 19:11

Die Geschichte eines "Bockes" der in der östereichischen Politik eine beachtliche Karriere als "Gärntner" machte.....

http://mosaik-blog.at/schelling-xxl…ase-malta/

ganzeinfach, 15.11. 19:48

Dafür wollens ihn jetzt in die EU befördern.

realistico, 16.11. 21:04

Und solche Personen werden von der ÖVPä mit Posten versorgt, das sagt alles.

manz, 16.11. 23:48

Die Privatfirma Lutz soll also Offshore-Geschäfte treiben. Fakten brauchen einige hier offenbar nicht, da werden einfach munter Lügen verbreitet.

c3po, 17.11. 14:50

Um bei den Fakten zu bleiben sollte man die "Privatfirma" Lutz vielleicht doch als internationalen Konzern bezeichnen.

cui bobo

leoschwabo, 14.11. 14:38

Heute sagte der UKIP-Abgeordnete Nigel Farage im Europaparlament: „Diese Enthüllungen waren das Produkt des Verbands der Investigativjournalisten (der ICIJ). Aber was nicht gesagt wird ist, dass diese Untersuchung von einem gewissen George Soros bezahlt wird.

Zwischenruf von Philip Lamberts, Grüne: „Na und?“

(Collin McMahon)

dass Soros die Papers blecht (wenn das stimmt(?), dann stelle ich fest, das hat man uns in ZIB2 auch nicht gesagt.

leoschwabo, 14.11. 14:38

cor.: cui bono !

alfredsinnegger, 14.11. 21:47

Soros, Zuckerberg und Bill Gates sind Saubermänner, die keine krummen Sachen machen, sondern alle Steuern zahlen und ihr gigantisches Einkommen und Vermögen ständig edlen neomalthusianischen Zwecken im Sinne des Club of Rom spenden, wie man weiß.

powidl, 15.11. 13:50

Wenigsten einer der dafür sorgt, dass Licht in die verbreiteten Machenschaften der Konzerne und der sie unterstützenden Politiker gebracht wird.
Die Steuerzahler besonders die Mittelständler auf denen die allermeiste Last liegt, aber auch viele Kleinverdiener , praktisch fast jeder Staatsbürger ist dankbar dass das nach u. nach aufgeklärt wird.

Jetzt bleibt nur noch auf Konsequenzen zu drängen.

manz, 16.11. 23:51

Gut, dass es solche undifferenzierten Feindbilder wie Soros gibt, an denen man einen Rechtspopulisten sofort erkennt.

Die allerbesten

iwoaßjaanitwarum, 14.11. 12:40

finanzexperten der branche abwerben und sie auf provisionsbasis für das finanzministerium arbeiten lassen. Egal wieviel wir denen zahlen, das lohnt sich.

Die wirtschaft wirbt hochrangige politiker nach ihren politikerkarrieren ab uns sie sichern sich damit know how und kontakte. Jetzt muss die politik das gleiche machen und sich top manager aus der wirtschaft abwerben um ihr know how und ihre kontakte zu nutzen.

alfredsinnegger, 14.11. 22:06

Der Finanzminister hat vor allem
die übermotivierten Finanzbeamten in Schach zu halten und
hat dafür zu sorgen,
dass die heimischen Unternehmen diese Steuerparadiesvorteile auch in Österreich haben,
sodass sie nicht auf Inseln ausweichen müssen,
was nur mit massiven Steuersenkungen möglich sein wird, nachdem Juxten und Nummernkonten nicht mehr zulässig sind und gefälschte Bankkontotagesauszüge auch längst schon aufgedeckt wurden.

powidl, 15.11. 13:58

>iwoaßjaanitwarum
wie das prominente Beispiel eines unser Minister zeigt besteht dabei höchste Gefahr, den Bock zum Gärtner zu machen.

justemilieu, 15.11. 14:42

@alfredsinnegger "Der Finanzminister hat vor allem
die übermotivierten Finanzbeamten in Schach zu halten und
hat dafür zu sorgen,
dass die heimischen Unternehmen diese Steuerparadiesvorteile auch in Österreich haben,
sodass sie nicht auf Inseln ausweichen müssen,
was nur mit massiven Steuersenkungen möglich sein wird, nachdem Juxten und Nummernkonten nicht mehr zulässig sind und gefälschte Bankkontotagesauszüge auch längst schon aufgedeckt wurden."
Ad Punkt 1 gibt es nur zwei Möglichkeiten. Die Finanzbeamten handeln wirklich ausserhalb der gesetzlichen Grundlagen, dann kann dagegen Einspruch erhoben werden und dagegen gegebenenfalls seine Amtshaftungsklage eingebracht werden. Anderfalls wäre das eine Aufforderung zum Amtsmißbrauch.
Massive Steuersenkungen setzen auch massive Einschränkungen der Steuerausgaben voraus. Diese können bei Subventionen, Förderungen, Soziallleistungen, Beamten (inklusive Polizisten), Infrastruktur, Gesundheitssystem etc erfolgen, wobei dann auch die dementsprechenden Folgen zu spüren sein werden. In den USA gibt es schon Gegenden wo die Polizei nicht mehr in der Lage ist, die Bürger effektiv zu schützen.

alfredsinnegger, 15.11. 21:57

"Gegenden wo die Polizei nicht mehr in der Lage ist, die Bürger effektiv zu schützen", gibt es auch in Brüssel, Berlin und Paris!

Ist Feuer oder Wasser legitim oder unmoralisch ? Oder gar...

pallas, 13.11. 21:00

...gefaehrlich ?

Ja, zu allem - genauso wie zu Offshore-Business und allen anderen Dingen.
Es ist immer eine Frage, was man mit der Sache macht.
Einseitigkeit hat noch nie auf Dauer etwas Gutes gebracht. Weder bei Ernaehrung noch sonst wo.

Wer Offshore betreibt nur um Geld zu sparen, "koste es was es wolle", macht ebenso einen Riesenfehler, wie der, der es gar nicht in sein System einbaut.

Man muss die "3. Welt" an den Errungenschaften der Zivilisation teilhaben lassen, noch dazu, wo viel von diesen Errungenschaften auf deren Rohstoffen und eben auch deren billigen Arbeit beruhen.
Das war eigentlich der Hintergrund, als man den Weg frei machte um z.B. mit China Partnerschaften fuer Fertigungen usw. eingehen zukoennen.
Die Gier der Unternehmer und Shareholders aber haben das in eine extreme Situation verwandelt (siehe oben).
Mittlerweile hat sich die westliche Welt ganz der oestlichen ausgeliefert. I'm Ernsthfall haette der Westen weder die Einrichtungen noch das Knohow mehr, um auch auf sich allein gestellt Nachschub zu produzieren.
Und das ist einfach strategische/unternehmerische Dummheit. Das heist nicht, dass Offshore grundsaetzlich schlecht ist.
Wie immer - alles mit Mass und Ziel, und nicht die Verpflichtungen zur eigenen Gesellschaft, zum eigenen sozialen Umfeld vergessen. Was aber laengst fast flaechendeckend passiert ist. Und DAS ist zumindest unmoralisch daran.

manz, 14.11. 12:31

Den Nutzern des Offshore-Systems (Steuer- und Briefkastenzuckerln im Ausland) die Schuld zu geben, halte ich für den falschen Ansatz. Das ist so, als würde man Bordelle erlauben und dann die Männer kritisieren, die hineingehen. Das Offshore-System selbst muss abgeschafft werden. Nach der Finanzkrise und den zahlreichen Steuerenthüllungen ist jetzt endlich Bewegung in die Politik gekommen.

sheepshagger, 14.11. 12:48

Im Prinzip hast Du Recht. Allerdings gibt's auch so etwas wie Ethik und moralische Verantwortung fuer die "res publica". Es gab zunindest einmal Zeiten, da gab es so etwas.

Ja, ich wuerde es auch ganz gern weg haben - aber damit bewegen wir uns natuerlich im Bereich des Verbotsstaats. Fastfood verboten, Softdrinks verboten, Alohol verboten, Rauchen verboten - nix davon ist positiv, es spräche also nichts dagegen, es zu verbieten. Wollen wir das? Ich wuere lieber das Verhalten sanktionieren. Wenn der XXL-irgendwas seine Gewinne in Steuerparadiesen abführt und bunkert und somit seinen Anteil an unseren Strukturen, die er ja mitnutzt und auch fuer seine Geschaefte braucht, nicht beiträgt, zahlt er Extrasteuern. Und damit wird etwas mehr Gleichheit mit den Unternehmern hergestellt, die sich "moralisch" verhalten. Wenn Amazon meint, Steuern vermeiden zu müssen, gibt's eben 20% Strafsteuer. Geht alles - man muss nur wollen. Wahrscheinlich wird man das als kleiner europaeischer Staat nicht derstemmen, aber in der EU ginge das. Aber wenn man den Bock zum Finanzminister macht und dieser saemtliche Versuche in diese Richtung untergräbt und sich mit Steuerhinterzieher-Paradiesen wie Zypern, Malta, Kanalinseln und wie sie alle heissen, solidarisiert, darf man sich nicht under, wenn die Zustaende immer schlimmer statt besser werden.
Denn: was helfen Gesetze gegen Verbrecher wenn Verbrecher die Gesetze machen? Nuescht. Und genau so schaut's derzeit aus ....

alfredsinnegger, 14.11. 22:29

Es geht um den Nationalstolz,
wenn unsere heimischen Firmen voll global mitmischen können oder gar Weltmarktführer werden
oder ihr Filialnetz in ganz Europa ausbauen,
was die KRONEN ZEITUNG
dem kleinen Mann,
der ja sonst nix hat,
am besten vermitteln kann.
Das geht nur mit Chancengleichheit
auch mit den Chinesen und Vietnamesen
und eben auch mit gleichen steuerlichen Begünstigungen
wie sie die Offshore-Konstruktionen bieten.

Die Welt aus den Fugen

iatros43, 13.11. 17:14

Wie weit ist diese Welt schon aus den Fugen geraten ? SEHR.
In den USA ein erratischer Präsident, der mit seinesgleichen die Verbrüderung sucht, weil er keine vernunftbegabten Partner mehr findet, einzig noch gestützt durch den hauseigenen „rust-belt“.
In der EU Uneinigkeit wie seit jeher, das eigene Süppchen ist uns ja am nächsten, Weitsicht ein Fremdwort. Der Brexit ist kein Unfall sondern die Konsequenz aus der Nicht-Konsequenz.
China kauft derweilen alles, was es kriegen kann und führt den Rest der Welt demnächst am Nasenring noch vor.
Russland übt sich fleißig in seinen Expansionsgelüsten und zeigt mit seinen Rohstoffmilliarden dem Rest der Welt seine Goldzähne.
Die Schwellenländer rudern hin und her zwischen den Weltwirtschaften und finden zwischen Korruption und Ausbeutung keinen Weg ohne Verwerfung.
Der nahe Osten übt sich wie eh im Kriegsgeheul und zerstört sich und seine Menschen wie die Selbstmordattentäter sich selbst.
Wer wundert sich nun, dass in diesem Szenario einige kleine, feine, clevere „Paradiese“ einen größeren Anteil vom Kuchen haben wollen?
Und wen wundertˋs, dass so mancher versucht ist, sein Geld dorthin zu verschieben, so lange es geht.
Und hat eigentlich jemand daran gedacht, dass ohne diese (immerhin noch legalen und politisch vielfach erwünschten!) Gewinnverschiebungen der Nike-Schuh um einiges teurer wäre als heute und die Schnäppchen schon morgen keine Häppchen mehr ? Zahlen tutˋs letztlich immer der Konsument samt seinem Konsumwahn.
Wir sind also alle an diesem Irrsinn beteiligt, so oder so. Also bitte global nachdenken vor dem Mundaufmachen.
Vielleicht gehen mit dem Klimawandel die (Steuer)Paradiese ja ohnehin als erste unter :-(

manz, 13.11. 18:19

Wann war die Welt schon je "in den Fugen"? Wenn man danach ginge, wäre jede politische Aktivität sinnlos.

iatros43, 13.11. 18:50

Sind wir alle Ar...löcher?
Nein. Aber jeder von uns hat eins. Bitte bei sich selber suchen.

sheepshagger, 14.11. 10:21

Also die Behauptung, dass Nikeschuhe durch offshore-Steuerparadiese guenstiger werden halte ich fuer den absoluten Favoriten fuer den Witz des Tages

ronaldo34, 14.11. 10:31

Die Nike-Shareholder sind aber bestimmt besser gelaunt wenn sie nicht so viel an den Fiskus abdrücken müssen, das ist doch schon was Wert

sheepshagger, 14.11. 12:33

na da spring ich mit dem Nike doch gleich mal doppelt so hoch, denn das Glueck der Shareholder ist mir schon einen kleinen Extra-Obulus wert ... :-)

Was ist, heisst legitim? Was ist,heisst legal?

grasti589, 13.11. 17:05

Wer kann nus das beantworten? liegt in dieser Frage bereits ein Teil der Lösung der Herausforderung versteckt?

manz, 13.11. 18:00

Nicht alles, was legal ist, ist auch legitim. Das Aufzeigen der Auswüchse und des ganzen Ausmaßes ist der erste Schritt zu mehr öffentlichem Druck. Die Kanzlei Appleby wird viele Kunden verlieren und Bono und Hamilton mussten sich öffentlich rechtfertigen. Die überlegen sich wahrscheinlich gut, ob sie ihre Offshore-Aktionen (selbst oder über andere) wiederholen werden.

ronaldo34, 14.11. 10:34

öffentlichem Druck
--------------------------
fällt letzten Endes nur wieder der Öffentlichkeit auf den Schädel, denn was macht ein Konzern als allererstes wenn der Umsatz nachhaltig einbricht? Er wird sich von gewissen Profitcentern (die dann keine mehr sind) trennen um die Marge für die Shareholder aufrecht zu erhalten. Achso ja, damits jeder versteht (sorry *g*) --> es werden Arbeitsplätze abgebaut.

Das Privatvermögen der Shareholder ist sicherlich keinesfalls betroffen in irgendeiner Art und Weise und da reden wir von Milliarden - Sie wissen schon, die oberen Zehntausend, das reichste % der Weltbevölkerung.

grasti589, 14.11. 11:14

@ronaldo, JA, es geht letztlich immer um das Vermögen der Shareholder, der Egentümer, der Kapitalgeber, denn letztlich schaffen doch die an und kontrollieren das Management, ob ihr Vermögen und Einkommen vergrössert wird. Blöderweise sind wir alle Shareholder, mit jeder Anlage, Lebensversicherung, und was es sonst noch gibt, sind wir über Aktien. tw. versteckt in Fonds oder sonstigen Finanzprodukten, Nutzniesser von steigenden, soliden Aktienkursen. Also, schaffen die Manager diese Ziele nicht, werden sie üblicherweise rausgeschmissen. Nachdem die genausowenig rausgeschmissen werden wie Du, setzen sie alles daran, ihre Ziele zu erreichen. Das geschieht eben auch mit den sog. Offshoregeschäften, zu unserem Wohle. Jetzt uns zu echeufieren und draufzuhau'n ist doch etwas doppelbödig, oder? Was tust Du dagegen? Hast Du Deinen Vermögensverwaltern Anweisung gegeben, auf Rendite zu verzichten, wenn keine grauslichen Offshoregeschäfte mit Deinem Geld gemacht werden?

ronaldo34, 14.11. 11:56

"Das geschieht eben auch mit den sog. Offshoregeschäften, zu unserem Wohle."

--> Können Sie Ihren Versuch, heimische Lebensversicherer anzupatzen , mit Fakten untermauern, wie zB welche heimischen Lebensversicherungen Kundengelder in Offshore-Finanzplätzen veranlagen?

"Was tust Du dagegen?"

--> Ich bin nicht für die OECD tätig, ich schlage also vor, Sie erfragen dort, welche Maßnahmen angedacht werden, den Entwicklungen gegenzuSTEUERN

"Hast Du Deinen Vermögensverwaltern Anweisung gegeben, auf Rendite zu verzichten, wenn keine grauslichen Offshoregeschäfte mit Deinem Geld gemacht werden?"

--> Die Gier mancher Menschen ist gleichzusetzen mit der Legitimation solcher Offshoregeschäfte, sagen Sie?

grasti589, 14.11. 13:59

@ronaldo, NA,NA,NA, ich patze überhaupt niemanden an. Das ist es ja, glaubst Du, alle Mitspieler wissen, bis in letzte Konsequenz, wo die Gelder letztendlich angelegt sind und wo und wie einzelne Aktienkurse, oder Dividendengewinne,eines riesigen Portfolios, solche werden, ja in Lebensversicherungen sicher anliegen, verdient werden?, oder? Ich zeige letztlich nur auf, dass sich tausende eine private Pensionsvorsorge ansparen woll'n und sich abend's die Hände reiben, wenn's gut läuft und mehr wird. Die gleichen Menschen steh'n dann flux nächsten Vormittag in einer Demonstration zur Abschaffung eben dieser Offshoregeschäfte, deren Gewinn sie händereibend einsteckten. Deshalb werden die weder besser, noch legitimer(je nachdem was Du unter legitim verstehst). Legal sind die eh,weil das läuft ja innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen ab.

Schelling macht Österreich wieder zur Bananenrepublik

kugl1962, 13.11. 16:56

Hans Jörg Schelling wir den "Teufel" tun und einer Veröffentlichung aller Verflechtungen zustimmen - da musste er sich mit LUTZ & Co auch noch selbst an den Pranger stellen....
Es ist doch viel leichter die kleinen Betriebe um den Obolus zu "BITTEN" - gerne Herr Bananenschilling

grasti589, 13.11. 17:10

@kugl. wieso? Verflechtungen und Versteckungen sind meist zum Vorteil der Eigentümer, der Kapitalisten, der Financiers. Herr Schelling war bei Lutz, JA, natürlich. Wer hat ihn dort eingestellt? Wer hat ihn bezahlt?

manz, 13.11. 18:06

Bitte Meldungen genau lesen. Es geht nicht um die Veröffentlichung irgendwelcher Verflechtungen, sondern um die Geldwäsche-Richtlinie der EU. Veröffentlicht wird da höchstens der Wortlaut der Richtlinie.

„Ich kann nicht glauben, dass sich Österreich im Kampf gegen Steuertricks

drjamesbond, 13.11. 15:49

der Konzerne auf die Seite von Malta, Zypern und Großbritannien stellte, denn dann wären wir auf der falschen Seite“, so Karas.

- Na, das sieht dann nicht gut aus für Schelling, oder?
- Doch fraglich, ob er in der neuen Riege bestehen kann, wenn der Herr Finanzminister so tut?

Ich fordere weiters, damit das Sozialsystem weiterhin leistbar bleibt, dass der obere Mittelstand und jene, die noch mehr verdienen, von Sozialleistungen wie Kindergeld, Gratiskidnergarten und Gratischulbüchern usw. alle anderen Sozialleistungen, die ursprünglich nur für jene gedacht waren, die sie notwendig hatten und NICHT FÜR ALLE, ausgeschlossen werden sollen!

- Dann wird Vieles wieder leistbar!

justemilieu, 13.11. 16:28

@drjamesbond "Ich fordere weiters, damit das Sozialsystem weiterhin leistbar bleibt, dass der obere Mittelstand und jene, die noch mehr verdienen, von Sozialleistungen wie Kindergeld, Gratiskidnergarten und Gratischulbüchern usw. alle anderen Sozialleistungen, die ursprünglich nur für jene gedacht waren, die sie notwendig hatten und NICHT FÜR ALLE, ausgeschlossen werden sollen!
- Dann wird Vieles wieder leistbar! "
Zuerst einmal gibt es nicht so viele Bürger des oberen Mittelstandes, die wirklich keine Sozialleistungen brauchen. Das hieße aber auch das man wenn man hier Geld lukrieren will, alle Familien in unterschiedlich abgestuften Ausmaße zur Kasse bittet, was mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden ist. Schließlich wird dann der Unterschied zwischen Kinderlosen und Familien dann noch größer, während auf der anderen Seite, wo beide Elternteile arbeiten, der Abstand zu einer Familie die auf Staatskosten lebt geringer wird. In Österreich wird auch bei der Besteuerung kaum Rücksicht genommen, ob man Kinder hat oder nicht, obwohl dies sehr wohl ein Teil der steuerlichen Leistungsfähigkeit. Man muss immerhin rund das 1,5 fache bei 2 Kinder verdienen (wenn beide Partner das gleich hohe Einkommen haben) um den Lebensstandard eines Kinderlosen zu erreichen. Unser Sozialsystem vor allem das Pensionssystem und auch das Gesundheitssystem ist deshalb ins Wanken geraten, weil es zu wenig Kinder und daher zu wenig Beitragszahler gibt. Daher wäre eine Kinderlosenabgabe, für diejenigen die zuwenig zu unserem Sozialsystem beitragen, ein Gebot der Stunde. -Dann wird Vieles wieder leistbar.

drjamesbond, 13.11. 16:41

So ein Unsinn.
Natürlich gibt es die.
Sozialleistungen sollten immer nur von denen in Anspruch genommen werden dürfen, die sie notwendig haben.

Das war in den Anfängen des (damals noch funktionierenden u. bezahlbaren) Sozialstaates so und ist heute in eine Art Sozialleistungen für alle ausgeufert, wo sich nicht einmal die Reichen genieren, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen.

justemilieu, 13.11. 17:20

@drjamesbond Erstens wäre einmal die Frage, ab welchem Einkommen man zum gehobenen Mittelstand zählt, dann könnte man eruieren wie groß der Kreis der Betroffenen ist.
Auf jeden Fall müßte man Einschleifregelungen treffen, damit der die Grenzen geringfügig überschreitet, nicht wesentlich schlechter fährt, als jemand der ein paar Euro zu wenig zur Verfügung hat. Dies wäre alles mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden, der einen Großteil der Einsparungen auffrißt. Und selbst wenn eine Familie 10.000 monatlich zur Verfügung hat, ist er wesentlich schlechter gestellt, als ein kinderloser Haushalt mit dem selben Einkommen.

manz, 13.11. 18:14

Der Staat kann sich das Sozialsystem immer leisten, er braucht ja nur in den Steuertopf greifen. Dass insgesamt zuwenig Geld da wäre, ist ein Märchen, das viele Wähler gerne glauben wollen.

drjamesbond, 13.11. 18:16

Ja, klar!
- Mit 10 k€/Monat braucht man noch Sozialleistungen.

Und "Einschleifregelungen benötigen Verwaltungsaufwand" ist auch ein Blödsinn, denn das hängt nur davon ab, wie intelligent das Gesetz gemacht ist.

drjamesbond, 13.11. 18:17

@manz:
leider Unsinn.

Insbesondere, seitdem wir den Euro haben und Banknoten nicht mehr nach Belieben drucken können (wie die Amerikaner).

manz, 13.11. 18:21

Ich habe von Steuergeld gesprochen, denn nur darüber kann der Staat verfügen, und um Steuern einzuheben, muss man kein Geld drucken.

drjamesbond, 13.11. 18:34

Da diskutiere ich nicht mehr weiter.

Hier fehlt es an Hausverstand.

justemilieu, 13.11. 22:43

@drjamesbond Nicht (nur) wegen der Einschleifregelung bedarf es eines hohen Verwaltungsaufwandes, auch weil ja dann regelmäßig die Vermögenssituation überprüft werden muss mit allen notwendigen Unterlagen (ich kenne das noch beim Kindergarten in Wien).
"Mit 10 k€/Monat braucht man noch Sozialleistungen." Du liest offenbar gar nicht genau was ich schreibe. Du bist mir einerseits schuldig geblieben wie du gehobener Mittelstand definierst.
Und ich hatte geschrieben "Und selbst wenn eine Familie 10.000 monatlich zur Verfügung hat" ist sie schlechter gestellt als ein kinderloser Haushalt mit gleichem Einkommen. Das heißt ohne staatliche Beihilfen und da man in Österreich egal ob man Kinder hat oder nicht die gleichen Steuern zahlt, dass die Kluft zwischen Familien und Kinderlosen weiter aufgeht.

drjamesbond, 15.11. 20:01

Ja, dafür hat man aber auch Kinder.
Und Ungerechtigkeiten wird es immer geben.
Gute Politik zu machen kann immer nur eine Anäherung an das objektive (und das ist auch wiederum schwer zu definieren) Optimum sein.

Noch einmal:
Da diskutiere ich nicht mehr weiter.

Hier fehlt es an Hausverstand.

Finanzminister

efos, 13.11. 13:53

Immer diese bösen und unmoralischen Konzerne ....

Vorweg: die zuständigen Leute der großen Firmen haben die Pflicht, bestmöglich und gerade noch im Rahmen der Gesetze Steuern zu vermeiden. Tun die es nicht, verlieren die ihren Job !

Die Frage ist vielmehr, warum es denn die Politik eigentlich immer noch zulässt ?!

Interessant in diesem Zusammenhang auch, daß der aktuelle Finanzminister im Rahmen seiner vorherigen Tätigkeit als Finanzchef eines Möbelkonzerns steruersparnde Zypern Geschäfte getätigt hat. Der bekannte KHG hat sogar persönlich ein Steuerkonstrukt mit Offshore Firmen betrieben.

Und sieht man sich einen FB Beitrag von Bernie Sanders an, ist aufgrund der neuerlichen Veröffentlicheungen sogar die halbe US Regierung in solche Offshore Konstriktionen verwickelt.

homeroid, 13.11. 14:04

Die alleinige Verantwortung liegt an der Politik - sie verabschieden die Gesetze.
Innerhalb denen die Konzerne legitim ihr Profit optimieren können.
Also, den Rahmen gibt die Politik vor.
Und ist dafür voll verantwortlich.

schroedingerscat, 13.11. 14:29

aber das ist doch die "globale" Welt die einige so lieben. sie bringt halt primaer mit sich dass das Kapital und die Produktion dorthin abwandert wo der beste return da ist/die niedrigsten Kosten.

dem kann man nur den garaus machen mit 2 Methoden:
-) billiger sein (funktioniert vielerlands nicht)
-) Strafzoelle so hoch dass Profite ausradiert werden.

letzeres bedingt allerdings auch dass man ein nicht kleiner Zielmarkt ist, weil wenns genug andere Abnehmer gibt damit das ganze doch noch luktativ ist, wirds nicht wirken.

irgendwo ist die ganze Diskussion eine Themenverfehlung weil, streng genommen, es immer Gewinner und Verlierer gibt. man nehme z.B. Entwicklungs/Niedriglohnlaender her. De facto ist gerade das der einzige Wettbewerbsvorteil den man sich zu nutzen machen kann. Natuerlich wird in solchen Laendern auch viel Unwesen getrieben (Ausnutzung der Arbeitskraefte, Umweltverstoesse, etc.) aber wenn es diesen Kostenvorteil nicht gaebe wuerde es noch schlimmer ausschauen.

Solange

mozarttaler, 13.11. 13:51

man nicht gegen bestehende Gesetze verstösst ist es legitim.
und niemend ist seines Geldes Feind.
Otto-Normalbürger schreibt ja auch einiges von der Steuer ab und holt sich den Lohnsteuerausgleich.
Also was soll die Debatte.

efos, 13.11. 13:59

was die Debatte soll ???

Da ist Sprengkraft für echte soziale Unruhen !

Wenn da all diese Vermögenden kaum Steuern zahlen, aber all die staatlichen Einrichtungen genauso nutzen, ist es ein Skandal!

Trotz Abschreibungen zahlen Gehaltsbezieher und Gewerbetreibende oder Firmen so locker ab 30 % aufwärts an Steuern, während es die Vermögenden es im einstelligen Bereich belassen, wenn überhaupt !

Also diese Debatte ist wesentlich wichtiger als so manche andere hier !

homeroid, 13.11. 14:06

>mozarttaler - ich lasse meine Eltern die Urheberechte an mir verrechnen, und setze sie vom Steuer ab - wie wäre es mit so einem Versuch bei "Steuerausgleich"?

lampenbaer, 13.11. 16:32

"Wenn da all diese Vermögenden kaum Steuern zahlen, aber all die staatlichen Einrichtungen genauso nutzen, ist es ein Skandal!"

Warum erlaubt man es den Vermögenden dann dies zu tun?

Ich sehe hier keinen Skandal weil "die Vermögenden" das tun (wer sind den eigentlich diese Vermögenden"), ich sehe eher den Skandal beim Gesetzgeber weil er das zulässt.

kugl1962, 13.11. 17:05

@mozarttaler - es stimmt mich nur bedenklich wenn dann Politiker Gesetze „befürworten“, dass ein Bananenschilling seine Lutzeuro auf Malta ganz "LEGAL" versteuern kann

Ist nur für die Betuchten und ca so 10000 Leute...

iris, 13.11. 12:42

...im Lande

die damit mit profitieren ....die restlichen Millionen im Lande wissen gar nicht das es sowas gibt .

kukuruz, 13.11. 13:20

KLar weiss mans..so ungefähr...und da die ja in den Köpfen des Durchschnittsverdieners als besonders schlau und stark gelten, als die Spitze der Nahrungskette..sozusagen, vertraut man ihnen und wählt man sie sogar. Sowas aber auch...

*sniff*

:-)

Mehrere verschiedene Problematiken:

ganzeinfach, 13.11. 12:29

1.) Wenn Amazon z. B. in Österreich keine Steuern bezahlen will,
aber hier Einnahmen erzielt, wieso sperrt man Amazon im österreichischen Internet nicht einfach so lange bis die Steuern zahlen? Vor Einnahmen werden die ja wohl nicht davon laufen wollen.

-> Eine Lizenzsteuer sollte verhindern dass das Geld unversteuert von Amazon-Österreich nach Amazon-Luxemburg fließen kann.

2.) Es heißt ja dass die Gelder in irgendwelche Steueroasen fließen. Und sich dort das Geld vermehrt. Und dafür keine oder eben nur ganz geringe, nehme an, Kapitalertragssteuern fällig werden.
Weshalb können die von dort diese Kapitalertragsgeschäfte, sprich Spekulationen tätigen? Und lässt sich das nicht verhindern?

-> Eine Finanztransaktionssteuer wie auch eine Weltfinanzvermögenssteuer sollte Spekulationen auf unser aller Kosten, den Nährboden nehmen bzw. das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück holen. Wo es ja dringend als offizielles Zahlungsmittel benötigt wird. Ansonsten muss mehr Geld von der Zentralbank erzeugt werden, was zu Inflation führt und zu mehr Staatsschulden bzw. Staatsschuldenzinsen, die der Steuerzahler zahlen muss.

3.) Wie kann es sein dass man sich auf irgendwelchen Inseln einen Flieger kaufen kann (zum Steuersparen)?
Gibt es dort eine Flugzeugproduktion? Oder muss der Flieger nicht letztlich von wo anders kommen? Und weshalb muss nicht dort die Steuer bezahlt werden?

-> Wir brauchen eine Exportsteuer, dass so etwas nicht stattfinden kann.

ronaldo34, 14.11. 10:23

"wieso sperrt man Amazon im österreichischen Internet nicht einfach"

--> Wir sind ja nicht in Nordkorea

"Eine Lizenzsteuer sollte verhindern dass das Geld unversteuert von Amazon-Österreich nach Amazon-Luxemburg fließen kann."

--> § 12 Abs1 Z 10 KStG

"Weshalb können die von dort diese Kapitalertragsgeschäfte, sprich Spekulationen tätigen?

--> weil es Ihnen niemand verbietet

"Und lässt sich das nicht verhindern?"

--> Ich würde die Frage so formulieren: wer möchte es verhindern?

"Eine Finanztransaktionssteuer wie auch eine Weltfinanzvermögenssteuer"

--> Da müsste die Politik Maßnahmen beschließen, welche ihrer eigenen Klientel bzw. denen die den Wahlkampf finanzieren zuwider laufen

"Wie kann es sein dass man sich auf irgendwelchen Inseln einen Flieger kaufen kann (zum Steuersparen)?"

--> weil es nicht verboten ist

"Gibt es dort eine Flugzeugproduktion?"

--> kommt darauf an um welche Insel es sich handelt

Oder muss der Flieger nicht letztlich von wo anders kommen?

--> nicht zwangsläufig

Und weshalb muss nicht dort die Steuer bezahlt werden?"

--> muss sie eh unter Umständen

ganzeinfach, 14.11. 15:10

Eben, wir sind nicht in Nordkorea, müssen uns also von Konzernen nicht erpressen lassen, sondern können unsere Steuergesetze selbst in die Hand nehmen.

Na, dann wissen wir ja jetzt, welchem Gesetz wir die Probleme zu verschulden haben. Eben dieses gehört dringend geändert!

Jeder vernünftig denkende Bürger wird es verhindern wollen dass einige wenige auf ihre Kosten leben. Noch dazu wenn sie nichts konstruktives zum Allgemeinwohl beitragen.

Ja, klar, es lässt sich umgehen, weil Firmen gewissen Staaten Sonderkonditionen bieten. Eben deshalb brauchen wir ja die Exportsteuer um das zu verhindern.

ganzeinfach, 14.11. 15:15

Ach Quatsch. § 12 Abs1 Z 10 KStG sagt ja nur aus, dass Lizenzkosten nicht von der Steuer abgezogen werden dürfen.

Nicht aber, dass Lizenzkosten nicht besteuert werden dürfen.

ronaldo34, 14.11. 18:49

Sie wollen KOSTEN besteuern?

Überflüssig!

homeroid, 13.11. 12:21