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Flüchtlinge auf einem Schlauchboot

Flüchtlinge: Welche Möglichkeiten gibt es?

Europa versucht weiter, die Migration aus Afrika zu bremsen. Wie können Fluchtursachen wirksam bekämpft werden? Wo kann Europa mit afrikanischen Ländern sinnvoll zusammenarbeiten? Welche Möglichkeiten gibt es, den Flüchtlingen zu helfen?

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2156 Beiträge

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Forum

ORF heute, "Konflikte werden häufiger":

homeroid, 15.09. 14:22

"...Die Hälfte der Menschen, die zu wenig zu essen haben, lebt dem Bericht zufolge in Krisengebieten. Im vergangenen Jahrzehnt sei die Anzahl der Konflikte dramatisch gestiegen, die gewaltsamen Auseinandersetzungen würden zudem immer komplexer.
In Bürgerkriegsländern wie dem Südsudan, Nigeria, Somalia und dem Jemen besteht die Gefahr einer Hungersnot, der stärksten Form einer Hungerkrise. „Wir können uns nicht erlauben, diese Alarmglocken länger zu ignorieren“, sagte ein FAO-Sprecher laut einer Mitteilung..."

Wie wäre es mit Stopp der Waffenlieferungen?
Und Verzicht auf die Gewinne daraus?
Undenkbar.
Also, es wird schlimmer, Hauptsache ein paar Verdienen sich dumm und dämlich...
Und die Flüchtlinge werden dann als "Fanatiker" abgelehnt.
Die Frage ist, wer hier der Fanatiker ist - ein Marktfanatiker ist gleich wie ein Religionsfanatiker - gleich schlecht und wahnsinnig...

mraugustus, 16.09. 23:34

homeroid,schrieb am 15.09. 14:22
"Wie wäre es mit Stopp der Waffenlieferungen?
Und Verzicht auf die Gewinne daraus?"

Willst du etwa ernsthaft Arbeitsplätze in Österreich vernichten?

lokivonasgard, 17.09. 07:30

@mraugustus, 16.09. 23:34
Was wiegt schwerer? Ökonomie oder Ethik & Moral?

phoebe07, 17.09. 07:57

Hängt davon ab wer von der Ölonomie profitiert und wer von der Ethik und Moral - schließlich gilt doch nur "mia san mia" - oder?

lokivonasgard, 17.09. 08:02

@phoebe07, 17.09. 07:57
Ich für meinen Teil ziehe im Falle eines Konfliktes beider die Moral vor...

phoebe07, 17.09. 08:16

Du bist eben kein (typischer) Österreicher!

lokivonasgard, 17.09. 08:52

Ich bin gar kein Österreicher ;o) Wobei ich der festen Überzeugung bin, dass die (relative) Anzahl jener, welche die Moral vorziehen, unabhängig von der Herkunft ist.

trigo, 17.09. 09:20

"unabhängig von der Herkunft"
Ich vermute, dass hier kulturelle Faktoren eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.

lokivonasgard, 17.09. 09:24

@trigo, 17.09. 09:20
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass "kulturelle Faktoren" keine wesentliche Rolle spielen. Dummheit, Rassismus, Intoleranz, Fanatismus und der Glaube, selbst eine höhere Kultur zu vertreten, sind erstaunlich gerecht über die Welt verteilt.

phoebe07, 17.09. 10:21

@loki,
kein Gespür für Ironie?

trigo, 17.09. 10:24

Gut, meine Vermutung ist eine andere.
Ich muss allerdings zugeben, dass meine Erfahrungen diesbezüglich nicht allzu groß sind.
Es stellt sich die Frage, ob Moral angeboren oder kulturell erworben ist.
Kommen wir bereits als dumme intolerante Rassisten zur Welt oder werden zu diesen sozialisiert?
Im zweiten Fall würden kulturelle Einflüsse sehr wohl eine Rolle spielen.

phoebe07, 17.09. 10:31

eher familiäre als kulturelle; immerhin gibt es sogar Österreicher die keine Rassisten sind.

trigo, 17.09. 10:37

Ich denke auch, dass die Familie im Regelfall den größten Einfluss ausübt. Ich werte aber auch diesen alskulturellen Einfluss.

mraugustus, 17.09. 11:14

lokivonasgard,schrieb am 17.09. 07:30 eine Antwort:
"@mraugustus, 16.09. 23:34
Was wiegt schwerer? Ökonomie oder Ethik & Moral?"

Natürlich die Ökonomie, besonders in Wahlkampfzeiten. Brecht hat ja nicht umsonst gesagt: "Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral!"
Der Politiker der aus moralischen Gründen Betriebe wie Steyr-Mannlicher oder Glock aus dem Land werfen bzw. schließen will wird nach 10 Tagen kein Poltiker mehr sein, besonders in so einem wirtschaftshörigen Land wie Österreich, wo man sich gerade überlegt, ob man nicht sich seinen eigenen Militärhubschrauber entwickelt.

lokivonasgard, 17.09. 18:09

@phoebe07, 17.09. 10:21
Ich bin Physiker, wenn du mir mit Ironie kommst, musst du doch dein Ironie-Schild dabei in die Höhe halten!! ;o)

@trigo, 17.09. 10:24
"Kommen wir bereits als dumme intolerante Rassisten zur Welt oder werden zu diesen sozialisiert?"
Folgt man Kant, so sind moralische Vorstellungen jedem Menschen eigen. Daher müssten konsequenterweise amoralische Vorstellungen anerzogen sein.

@phoebe07, 17.09. 10:31
Ja, familiäre Erziehung stellt einen wichtigen Faktor dar. Da wir aber in einem anderen Forum auch das Thema Kindergärten hatten: Diese übernehmen heute in unseren Gesellschaften zunehmend Aufgaben, welche früher den Familien anheim fielen. Ich denke daher, dass gesellschaftliche und soziologische Einflüsse heute die familiären bereits übersteigen.

@mraugustus, 17.09. 11:14
"Natürlich die Ökonomie, besonders in Wahlkampfzeiten."
Das wäre in meinen Augen überaus bedenklich.

"Brecht hat ja nicht umsonst gesagt: "Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral!""
Ich denke nicht, dass es in unserer Gesellschaft noch ernsthaft Personen geben muss, die nicht genug "zu fressen" haben. Inwieweit die Worte Brechts (die ich prinzipiell durchaus bejahe) in unsere heutige Gesellschaft 1:1 übertragen werden können, würde den Rahmen hier entschieden sprengen :o)

"Der Politiker der aus moralischen Gründen Betriebe wie Steyr-Mannlicher oder Glock aus dem Land werfen bzw. schließen will"
Das fordert ja niemand. Aber man kann sehr wohl fordern, dass in Krisenregionen nicht geliefert werden darf.

trigo, 17.09. 20:54

Kant, nicht gerade state of the art.
Wie auch immer...
es würde bedeuten, dass kulturelle Einflüsse prägend sind.
Du widerspricht deinem eigenen Beitrag.

lokivonasgard, 17.09. 23:20

@trigo, 17.09. 20:54
"es würde bedeuten, dass kulturelle Einflüsse prägend sind."
Lustig, was einige aus meinen Postings so alles rauslesen...

Bestenfalls kannst du herauslesen, dass gesellschaftliche Einflüsse eine Rolle spielen.

Aber folgt man Kant, so sind nicht die moralischen Vorstellungen anerzogen, sondern die amoralischen. Damit wäre nicht die Moral gesellschaftlichen Einflüssen unterworfen, sondern die amoralischen Aspekte unseres Lebens. Der Umstand, dass der Mensch überhaupt moralische Vorstellungen entwickeln kann, ist nach Kant Grundvoraussetzung zum Beweis der Existenz Gottes (moralischer Gottesbeweis Kants).

trigo, 18.09. 04:50

"es würde bedeuten, dass kulturelle Einflüsse prägend sind."
Lustig, was einige aus meinen Postings so alles rauslesen...

Wenn der Mensch moralisch geboren wird es aber dennoch unmoralische Menschen gibt so muss es dafür Gründe geben.
Soweit klar?
Nun ich bezeichne diese als kulturelle Einflüsse, du nennst sie gesellschaftliche Einflüsse und Kant Erziehung.
Ich denke wir müssen uns nicht einmal auf einen gemeinsamen Begriff festlegen denn im Grunde geht es um das Vorhandensein dieser Einflüsse und nicht um deren Bezeichnung.

Du wirfst hier deine Bildung in die Waagschale bleibst aber in den Aussagen erstaunlich oberflächlich.

lokivonasgard, 18.09. 09:45

trigo, 18.09. 04:50
"Wenn der Mensch moralisch geboren wird es aber dennoch unmoralische Menschen gibt so muss es dafür Gründe geben."
Ich zitiere mich selbst von weiter oben: "Aber folgt man Kant, so sind nicht die moralischen Vorstellungen anerzogen, sondern die amoralischen."

"Nun ich bezeichne diese als kulturelle Einflüsse, du nennst sie gesellschaftliche Einflüsse und Kant Erziehung."
Was den Unterschied zwischen Kultur und Gesellschaft angeht: "Die Gesellschaft ist der Rahmen, die Kultur Teile des Bildes." Kultur ist nur ein Teilaspekt der Gesellschaft. Die Gesellschaft enthält damit über die Kultur hinausgehende Aspekte. Die Begriffe sind jedenfalls nicht identisch.

Der Duden gibt zum Thema Kultur zwei hier relevante mögliche Definitionen an:
1. "Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung"
2. "Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen" (http://www.duden.de/rechtschreibung/Kultur)
Beide Begriffe sind weit einschränkender als der Begriff Gesellschaft.

"Ich denke wir müssen uns nicht einmal auf einen gemeinsamen Begriff festlegen denn im Grunde geht es um das Vorhandensein dieser Einflüsse und nicht um deren Bezeichnung."
Ich denke sehr wohl, dass es einen wesentlichen Unterschied ausmacht, ob man einer Kultur oder einer Gesellschaft bestimmte Bestimmungen über moralische Zustände in den Schoss legt. So konnte nach 1945 sehr wohl die Gesellschaft eine große Zäsur erfahren, obwohl in der Kultur eine Kontinuität festzustellen ist. Wenn man in einer Diskussion über Hintergründe von Moral nicht bereit ist, klare Begriffsdefinitionen zuzulassen, dann wird die Diskussion immer schwammig bleiben.

"Du wirfst hier deine Bildung in die Waagschale bleibst aber in den Aussagen erstaunlich oberflächlich."
Na wenn du das sagst.

trigo, 18.09. 10:37

Ich werde hier keine weitere Diskussion darüber führen ob es kulturelle oder gesellschaftliche Einflüsse sind oder vielleicht beides.

swann53, 14.09. 15:44

Der Zuzug einer großen Anzahl muslimischer Asyl- bzw. Schutzsuchenden läßt ein weiteres Erstarken der Muslimbruderschaft in Österreich erwarten, ein ganz natürlicher Vorgang. Zu Aktivitäten der Muslimbruderschaft in Österreich:

"Eine Studie der George Washington Universität warnt vor Aktivitäten der islamistischen Muslimbruderschaft in Österreich. Diese verfüge über "beträchtliche Verbindungen und Einfluss", lautet der Schluss des Extremismus-Forschers Lorenzo Vidino. Der Vereinigung nahestehende Personen und Organisationen würden Schlüsselpositionen für das Leben von muslimischen Zuwandern in Österreich einnehmen. (Interview mit US-Ermittler Steven Merley zur Muslimbruderschaft)..."

https://kurier.at/politik/inland/studie-warnt-vor-einfluss-der-muslimbruderschaft-in-oesterreich/286.215.846

maumau, 14.09. 17:04

Beim "Talk im Hangar" mit AM Kurz sagte ein türkisch-stämmiger Österreicher, die "türkische Community" würde SPÖ wählen, weil sie wollen, daß die 300000 aus Myanmar vertriebenen Muslime zu uns kommen.

inventor, 14.09. 18:37

Die wandern nach Bangladesh, wo es kaum Buddhisten von Einfluss gibt.

it21, 14.09. 18:57

Die Buddhisten müssen aber ganz schön
verärgert worden sein, damit diese, ansonsten
absolut friedlichen Leute derart an die Decke
gegangen sind.

inventor, 14.09. 20:01

Buddhisten sind nicht "absolut friedlich", kriegerische Aktionen und Teufelsaustreibungen kommen auch bei ihnen vor, @it21!

inventor, 14.09. 20:09

Mohammedaner einerseits und Buddhisten, Hinduisten, Sikhs andererseits sind gar nicht gut aufeinander zu sprechen. In Afrika und Asien (Philippinen) bekämpfen Mohammedaner die Christen.

lehmansfatcat, 15.09. 10:27

Alles kein Problem, die sind ja nur "verwirrt"....

manz, 15.09. 11:27

Man muss nicht jede Verschwörungstheorie aus den USA glauben. Das kann sogar gefährlich sein. In der Türkei war die Gülen-Verschwörungstheorie der Aufhänger für Massenverhaftungen und die Errichtung eines autokratischen Regimes.

gandalf, 16.09. 23:26

@manz
Was dem einen sein Gülen ist dem anderen sein Soros, so scheint's.

it21, 17.09. 17:33

@Inventor
Dennoch ist der Buddhismus, von allen bekannten
Religionen die Friedlichste....

EU-Umverteilung: Sobotka denkt nicht an Aufnahme weiterer Asylwerber

gscheitbär06, 14.09. 12:58

Österreich habe "mit der Aufarbeitung der bisherigen Situation" genug zu tun, betont der Innenminister.

http://diepresse.com/home/innenpolitik/5285325/EUUmverteilung_Sobotka-denkt-nicht-an-Aufnahme-weiterer-Asylwerber

diefackel, 14.09. 13:12

Dann sollte Österreich vor dem EuGH geklagt werden. Und ich empfehle den europafreundlichen 75% der österreichischen Wähler, keine Partei zu wählen, die solche Europafeinde aufstellt.

trigo, 14.09. 14:00

Geklagt wegen?
Ich denke er will die Verträge erfüllen und danach die Politik neu ausrichten.

saldo, 14.09. 14:14

vollkommen Recht hat er der Sobotka, in Wien haben bereits über 50% der Schulanfänger heuer nicht Deutsch als Muttersprache. Tendenz weiter steigend! Es ist sogar die Pflicht von Sobotka so zu handeln!

seriousman, 14.09. 14:51

Sobotka, einer der wenigen Lichtblicke.

swann53, 14.09. 15:26

"den europafreundlichen 75% der österreichischen Wähler,"

aus der von dir früher zitierten Umfrage geht auch hervor, dass ein hoher Anteil KEINE "Vertiefung" will.
Das Wort "europafreundlich" ist schwammig, das geht Richtung plumpe Propaganda.

panorama, 14.09. 17:00

> fackel
Die Einteilung der Österreicher in europafreundliche und europafeindliche ist der Ausdruck einer latenten Austrophobie.
In der Demokratie darf es wohl erlaubt sein, für oder gegen eine Idee zu sein. Deswegen sind das keine "Feinde", wie gerne unterstellt und gepostet wird.

poli2, 14.09. 17:49

als ich das erste mal von dieser "umverteilung" gehört habe, war ich positiv überrascht.

bis ich dann "überrissen" haben, dass wir nicht entlastet werden sollten, sondern noch zusätzlich welche aufnehmen sollen.

und wer hat dem zugestimmt? eben :-(

kuota, 14.09. 18:14

europafreundlichen 75% mag stimmen aber es wollen auch mindestens 75% keinen Einbruch in unser Sozialsystem!

lehmansfatcat, 15.09. 10:31

@fackel: am 15.10 wirst Du schon sehen, was Österreich wirklich will...

manz, 15.09. 11:29

europaskeptisch oder europafeindlich - das sind im Grunde sprachliche Spitzfindigkeiten.

dosimeter, 15.09. 11:52

Dann steht halt nächstes Mal 'europhob' da, für alle die Schillinge aufgehoben haben ... oder 'alienophob' ...

Sehe ich auch so: "Asyl nur Schutz auf Zeit"

gscheitbär06, 13.09. 21:37

Zum Thema Asyl sagte Hofer, dass Flüchtlinge nicht integriert werden sollten, weil Asyl "nur der Schutz auf Zeit" sei. Zu unterscheiden sei zwischen Asylsuchenden und der legalen Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften. Asylberechtigte jedenfalls sollten, wenn die Gefahr gebannt ist, in ihr Heimatland zurückkehren und dort ihren Anteil beim Wiederaufbau leisten, so Hofer. "Ich verstehe daher nicht, warum es hier Integrationsbemühungen gibt." Deutschkurse seien zwar okay, Wertekurse brauche es aber nicht.
http://www.krone.at/oesterreich/fpoe-wahlprogramm-asyl-nur-schutz-auf-zeit-hofer-statt-strache-story-588373

matschgerant, 14.09. 07:45

Das jahrelange "Nichtintegrieren" soll denn eigentlich wie genau gehen? Lager? Zäune? Wächtürme? Ö....? Nein, hat er nicht gesagt, ich weiß.

diefackel, 14.09. 08:58

>gscheitbär06

Und die gleichen Leute, die – wie du – Integration ablehnen, werden dann die ersten sein, die sich wortreich darüber beschweren, wenn sie nichts stattgefunden hat. Ein guter Schmäh, aber ein zweckloser, denn die FPÖ steht mit dieser abstrusen Haltung isoliert da.

mozarttaler, 14.09. 09:14

Wozu in Integration Geld & Zeit investieren, wenn diese Personen schon bald wieder in ihre Heimat zurückkehren (müssen)?

diefackel, 14.09. 09:23

>mozarttaler

Da man nicht weiß, wer und wann in die Heimat zurückkehrt, ist es in unserem eigenen Interesse, wenn anerkannte Flüchtlinge in unsere Gesellschaft integriert sind.

swann53, 14.09. 09:35

"Da man nicht weiß, wer und wann in die Heimat zurückkehrt, ist es in unserem eigenen Interesse, wenn anerkannte Flüchtlinge in unsere Gesellschaft integriert sind."

Im Interesse der Flüchtlinge und Schutzberechtigten ist es, dass ihre Kinder die eigene Sprache in Wort und Schrift erlernen und kompatibel mit ihrer Kultur bleiben. Mit Deutsch werden sie nach einer Rückkehr nicht viel anfangen.

diefackel, 14.09. 09:38

>swann53

Niemand hindert sie daran, ihre Kinder diese Sprache zu lehren, und ggf. kann man das im Rahmen der Möglichkeiten durch einen anfänglichen zweisprachigen Unterricht unterstützen. Aber unser Interesse muss es sein, dass Menschen, die ja potenziell auf Dauer hierbleiben könnten, in Sprache und Kultur integriert sind.

matschgerant, 14.09. 09:48

Wenn man beruflich oder freizeitmäßig länger in einem kulturell anderen Land verweilt, wird man ja auch den Verscuh machen, die Gepflogenheiten dort zu verstehen und wenn es geht zu erlernen. Und wenn Flüchtlinge in ihre Länder zurückgehen und unsere westlichen Werte gelernt haben, ist das neuerdings schlecht? Umso blöder ist der Denkansatz, sie nicht einzubinden.

swann53, 14.09. 09:50

" in Sprache und Kultur integriert sind."

Wie ist man denn in unsere Kultur integriert? In dem man die neue, fremde Kultur der eigenen vorzieht? Oder meinst du, das ginge glatt BEIDE Kulturen gleichzeitig zu leben?

diefackel, 14.09. 09:59

>swann53

Nun, wie machen das denn alle jene, bei denen es Reibungspunkte zwischen der demokratischen Kultur und ihrer Weltanschauung, ihrer Religion, ihren kulturellen Vorlieben etc. gibt? Man soll doch bitte nicht so tun, als wäre das ein exklusives Problem von Migranten, das ist vielmehr eine immanente Problemstellung der Demokratie an sich.

swann53, 14.09. 10:03

"das ist vielmehr eine immanente Problemstellung der Demokratie an sich."

Einige Kulturen passen besser zusammen, andere weniger.

diefackel, 14.09. 10:06

>swann53

In unserer demokratischen Kultur bewerten wir Menschen nicht nach ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Kultur. Deine Aussage ist also genau genommen "nicht integriert".

swann53, 14.09. 10:13

"In unserer demokratischen Kultur bewerten wir Menschen nicht nach ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Kultur."

Natürlich ;-) Lauter einzelne Individuen. Keine Gemeinsamkeit durch gemeinsames Erleben, Erziehung etc.
Und was willst du jetzt mit dem Begriff "bewerten" ? Darum geht es nicht. Es geht um Kompatibilität.

diefackel, 14.09. 10:17

>swann53

Demokratie baut auf dem freien Individuum auf, das in der Gemeinschaft auf Basis gemeinsamer Regeln das Zusammenleben abwickelt. Diese individuelle Freiheit ist keine Theorie, sondern Teil unser Verfassung. Klassifizierungen aufgrund kultureller und/oder religiöser Wurzeln finden sich dort hingegen nicht.
"Kompatibilität" kann also immer nur eine individuelle Qualität sein, und sie muss im Sinne der demokratischen Grundfreiheiten maximal weit interpretiert werden.

matschgerant, 14.09. 10:21

Jedenfalls spricht der "Vorschlag" Hofers nur die niedrigsten Gefühle Geiz und Neid an, man würde allerdings genau NULL sparen.

reservebuddha, 14.09. 10:31

Mich wundern solche Idiotien überhaupt nicht mehr. Sie sind ja keine Ausnahmen in den letzten Jahren. Solche Geistesheldentaten, egal auf welchem Gebiet, werden vermutlich so lange zunehmen, bis es wieder einmal gewaltig kracht, und ein wenig Vernunft einkehrt. Die Menschheit lebt ihre Zyklen mit Inbrunst.

reservebuddha, 14.09. 10:32

Die Dunkelziffer derer, die bestimmte Gruppen ohnehin am liebsten in Lagern konzentrieren würden, will ich gar nicht wissen.

seriousman, 14.09. 11:20

Also ich vertrete schon seit Jahren die Ansicht, dass sich Zuwanderer nicht integrieren sollen, was m.E. der richtige Ansatz wäre. Leider wird hier viel Geld beim Fenster rausgeschmissen.

diefackel, 14.09. 11:21

>seriousman

Du meinst, weil du nicht integriert bist, sollten sie das auch nicht sein? Das ist zu eng betrachtet … :-)

trigo, 14.09. 12:19

In Wirklichkeit bedeutet der Asyl Status ein lebenslanges Bleiberecht. Eine Aberkennung des selbigen aufgrund geänderter Umstände kommt in der Praxis so gut wie gar nicht vor.
Das sollte man überdenken.
Eine Nichtintegration zu fordern halte ich ebenso für Nonsens.
Es gilt hier einen vernünftigen humanen Mittelweg zu finden.

ballaststofffrei, 14.09. 12:50

>trigo: Mittelwege sind derzeit leider aus der Mode.

trigo, 14.09. 13:48

Es wäre ein Weg der Vernunft.
Menschen nach 10 oder 15 Jahren des Landes zu verweisen halte ich für inhuman. Diese Wären in ihren Herkunftsländern wieder entwurzelt. Andererseits wäre es ein Hohn wenn Asylanten regelmäßig zum Urlaub in ihre Herkunftsländer fahren würden.
Ich würde eine Zeitgrenze vorschlagen.
Nach z.B. 5 Jahren würde das Asyl in ein dauerndes Bleiberecht übergehen.

maumau, 14.09. 16:48

Wenn jemand Asyl erhält, ist er auf jeden Fall "entwurzelt"; wenn der Asylgrund wegfällt, dann muß er auch nach zig Jahren wieder nach Hause - denn schließlich sollte dann auch der Entwurzelungsgrund wegfallen.
Tatsache ist, daß viele (auch von uns) freiwillig jahrelang im Ausland leben und dann wieder heim kommen. Dauerndes Bleiberecht nach 5 Jahren, zB. weil die Person es geschafft hat, daß vielleicht ihr Asylantrag im Berufungsweg nicht vorher fertig bearbeitet ist?

trigo, 14.09. 19:21

Dass ein Flüchtling, der sein Land verlassen hat, auf jeden Fall entwurzelt ist, möchte ich bezweifeln.
Sicher ist, dass er nach einer bestimmten Zeit entwurzelt ist.
Ich denke hier speziell an Personen die als Kinder in unser Land gekommen sind, hier zur Schule gegangen sind und die Sprache ihres Herkunftslandes nicht mehr beherrschen.
Ob nach 5 oder 10 Jahren der Asylstatus in ein dauerndes Bleiberecht übergehen sollte ist diskutabel aber hier nicht von Belang, da es mir um ein Prinzip geht.

manz, 15.09. 11:38

Da Flüchtlinge schon allein aus bürokratischen Gründen mehrere Jahre im Lande leben, sind nicht nur Deutschkurse, sondern auch Wertekurse sinnvoll. Europäische Touristen oder Firmenmitarbeiter werden ja auch auf kulturelle Unterschiede vorbereitet, wenn sie z.B. nach Japan gehen. Die Vorstellung von Ghettos mit unerwünschten, fremden Personen, die vom Rest der Bevölkerung zu trennen ist, sollten wir eigentlich mit dem Ende der Nazi-Herrschaft überwunden haben. Aber in der FPÖ ist solches Gedankengut offenbar nach wie vor lebendig.

taxler, 17.09. 12:03

swann53,schrieb am 14.09. 09:35 eine Antwort:

"Im Interesse der Flüchtlinge und Schutzberechtigten ist es, dass ihre Kinder die eigene Sprache in Wort und Schrift erlernen und kompatibel mit ihrer Kultur bleiben."
-----------------------------------------------------------------------------
Da hat ja niemand etwas dagegen.

"Mit Deutsch werden sie nach einer Rückkehr nicht viel anfangen."
----------------------------------------------------------------------------.
Warst Du überhaupt schon mal im Ausland? JEDE Sprache, die man außer der eigenen kann, erweitert den Horizont und ist ein Gewinn.

Welche Möglichkeiten gibt es?

miamara, 13.09. 17:13

1. Die islamische Almosensteuer könnte finanziell erheblich helfen, siehe
http://www.n-tv.de/politik/Arabische-Welt-koennte-Finanzluecke-schliessen-article16184911.html
lt. ntv gab es da ca. 600 Mrd an Einnahmen und die EU-Kommission hat die arabische Welt aufgerufen, 1 Prozent davon für die Flüchtlingshilfe zu spenden (am besten wohl an die UNO?)

2. Zusätzlich zu den UNO-Maßnahmen und -Kompetenzen könnten europäische Regionen oder Bundesländer die "Patenschaft" für jeweils ein besonders betroffenes Land übernehmen und dort mit Ausbildungszentren helfen. Neulich kam eine Doko über Myanmar, wo von dem Verein "Sonne" (Kärnten/Steiermark) mit Bildung, ärztlicher Versorgung, Nahrung geholfen wird (natürlich in überschaubarem Rahmen, weil es ein kleiner Verein ist). Denkbar wäre, dass die Hilfe an jährliche Geburtenstatistiken gekoppelt wäre. Denn ohne Druck glaube ich nicht, dass sich in den nächsten 50 Jahren etwas an der Bevölkerungsentwicklung ändert. Das hat ja auch in den vergangenen 50 Jahren nicht funktioniert, trotz unzähliger Bevölkerungskonferenzen und trotz Staatsoberhäuptern, die in Europa oder USA Wirtschaft studiert haben.

3. Patenschaften für Mini-Renten für Frauen.

4. Bonuszahlungen für Frauen (z.B. im 3-Jahres-Abstand), die z.B. drei Jahre lang kein Kind geboren haben und vielleicht noch eine Sonderzahlung für Frauen, die bis zum Pensionsantritt nicht mehr als zwei oder drei Kinder geboren haben.

ballaststofffrei, 13.09. 19:30

Ausgezeichnete Vorschläge.

reservebuddha, 14.09. 10:17

"Denn ohne Druck glaube ich nicht, dass sich in den nächsten 50 Jahren etwas an der Bevölkerungsentwicklung ändert. Das hat ja auch in den vergangenen 50 Jahren nicht funktioniert, trotz unzähliger Bevölkerungskonferenzen und trotz Staatsoberhäuptern, die in Europa oder USA Wirtschaft studiert haben."

Na selbstverständlich hat das immer dann funktioniert, wenn man die richtigen Parameter geändert hat, und es ist überdies über die letzten Jahrzehnte insgesamt weltweit, und in allen Weltgegenden, eine starke Rückläufigkeit der Fertilität zu beobachten. Dass man sich diese Ziele irgendwo hin malen kann, wenn wo Krieg und Chaos und Hungersnöte herrschen, verwundert eigentlich niemanden, der die Zusammenhänge zwischen sozialen Zuständen und Geburtenrate kennt.

ballaststofffrei, 14.09. 12:45

Ah ja. Zur Verschleppung des Problems ganze Länder unter Druck setzen. Aber zur Lösung des Problems nur ja keinen Druck ausüben.

miamara, 14.09. 14:21

@reservebuddha, 14.09. 10:17
und es ist überdies über die letzten Jahrzehnte insgesamt weltweit, und in allen Weltgegenden, eine starke Rückläufigkeit der Fertilität zu beobachten.
----------------------------------------------------
Ich bin überrascht, dass bei der Fertilität ein Rückgang zu beobachten ist und das auch noch über die letzten Jahrzehnte weltweit und in allen Weltgegenden. Aber ich gebe zu, ich habe bisher nur ein paar Artikel dazu gelesen, z.B.
http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-07/bevoelkerungsentwicklung-vereinte-nationen-weltbevoelkerung

Da steht, dass die Weltbevölkerung schneller wächst als angenommen lt. Weltbevölkerungsfonds der UNO (also eher glaubwürdige Quelle). Außerdem glaube ich schon, dass man auch berücksichtigen sollte, wo das Bevölkerungswachstum stattfindet, weil im selben Artikel steht, dass die Hälfte des Wachstums in den nächsten 35 Jahren in 9 Ländern erwartet wird: Indien, Nigeria, Pakistan, Kongo, Äthiopien, Tansania, USA, Indonesien, Uganda.

Du schreibst, Krieg, Chaos und Hungersnöte wären verantwortlich für die Geburtenraten. Aber bei den o.a. Ländern fallen mir ad hoc nur Nigeria (Norden mit Boko Haram) und Konflikte im Kongo ein. Das kann also nicht die einzige Erklärung sein und Boko Haram hat wohl eher kein Interesse an Familienplanung, ebensowenig wie die Türkei (die bei obigen Ländern nicht aufscheint), wo sich der Präsident zum 100. Geburtstag ein Wachstum auf 100 Mio. Einwohner wünscht. Manchmal kann Bevölkerungswachstum auch ein Druckmittel auf die anderen Staaten sein (z.B. Gadaffi: entweder gebt ihr mir xx Mrd Euro oder ich öffne die Tore für xx Mio Flüchtlinge), etc.

Mein Beitrag war auch nur ein Versuch, Lösungsansätze zu diskutieren, weil ich glaube, wenn man den Frauen - vor allem in Afrika - mit Minipensionen eine Alternative zur größeren Geburtenrate bietet, dass dann in den nächsten Jahrzehnten viel Elend und Hunger verhindert wird. Wo Elend hinführen kann, war gestern in ORF2 zu sehen Weltjournal kreuz und quer: u.a. Nigeria, wo die Frauen schrecklich ausgebeutet werden oder ihre Kinder bei der Großmutter lassen, um es nach Europa zu schaffen. Sie leben teilweise von 50 Euro pro Monat.

Der langen Rede kurzer Sinn: ich glaube nicht an unendliches Wachstum, weder bei den Bevölkerungszahlen noch in der Wirtschaft. Und bei Statistiken zu Bevölkerungszahlen gucke ich lieber, von wem sie denn sind, und der UNO traue ich nun doch eher zu, sich an Fakten zu halten.

miamara, 14.09. 14:35

@ reservebuddha
noch mal ein paar Zahlen, siehe
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37202/umfrage/ranking-der-20-laender-mit-der-hoechsten-geburtenrate/

es sind 22 Länder angeführt, die die höchste geburtenrate aufweisen, darunter 21 in Afrika (nicht alle im Kriegszustand) sowie Afghanistan. Die Geburtenraten reichen von 7,6 im Niger bis 5 im Südsudan und Senegal. Als Vergleich ist Deutschland angeführt mit 1,4 Geburten.

maumau, 14.09. 17:02

Der Artikel über die Almosensteuer stammt aus 2015. Wieviel haben die arabischen Länder denn der EU gespendet??? (Gelder für den Moscheebau nicht dazugerechnet).

miamara, 14.09. 21:08

@maumau 14.09. 17:02
Das kann ich dir leider noch nicht beantworten. Die dafür zuständige ehemalige EU-Vizepräsidentin Kristalina Georgieva ist zur Weltbank gewechselt (per 31.12.2015), von ihrem Nachfolger, Günther Öttinger, habe ich nichts zu dem Thema gefunden.
Das habe ich gefunden: Von der Almosensteuer wurden für Impfprogramme folgende Summen gespendet:
2014: 500 Mio. US-Dollar
2015: 200 Mio. US-Dollar
Ein Sultan Shah of Perak, Malaysien, soll zum expert panel gehören (betrifft aber wahrscheinlich nur das Impfprogramm).

lokivonasgard, 17.09. 07:41

miamara, 14.09. 14:21
"Ich bin überrascht, dass bei der Fertilität ein Rückgang zu beobachten ist und das auch noch über die letzten Jahrzehnte weltweit und in allen Weltgegenden."

Dir kann geholfen werden, schau mal hier:
https://goo.gl/9SX75j

"schneller als angenommen" ist eine relative Formulierung, die insbesondere von den Annahmen abhängt, welche man im Vorfeld getroffen hat.

Problem bald erledigt

mozarttaler, 13.09. 13:54

Jetzt, wo der Krieg in Syrien so gut wie beendet sein wird, wollen sie alle wieder zurück in ihre Heimat und zur Familie.

matschgerant, 13.09. 14:22

Syrien ist ein wunderschönes Land, @mt wird es nicht für möglich halten.

diefackel, 13.09. 15:18

>mozarttaler

Es werden aber auch dann alle jene nicht zurückkehren können, die z.B. vor dem syrischen Regime geflohen sind und dafür Asyl bekommen haben. Oder alle jene, die einer verfolgten Minderheit angehören.

emperor, 13.09. 17:36

fackel
wäre in syrien nur alles beim alten geblieben - die flüchtlingsströme von dort verursacht durch das chaos wären in dieser form wohl ausgeblieben. aber nein, man muss sich ja unbedingt immer in die angelegenheiten anderer länder einmischen...

querdenker, 14.09. 08:39

Wahrscheinlich werden vorwiegend die Fähigen und die syrische Intelligenz zurück kehren.

Und bei uns bleibt wieder der Rest auf ewig.

reservebuddha, 14.09. 10:20

"Und bei uns bleibt wieder der Rest auf ewig."

Wir werden mit diesen paar Promille der Gesamtbevölkerung auch noch auskommen.

maumau, 14.09. 16:54

"Wir werden mit diesen paar Promille der Gesamtbevölkerung auch noch auskommen...."
Die Promille summieren sich, isb. dann, wenn die zugehörigen Personen nicht nur (gesund) erhalten werden müssen, sondern auch noch ihre Nachkommenschaft.

Problem bald erledigt

mozarttaler, 13.09. 13:52

Jetzt, wo der Krieg in Syrien so gut wie beendet sein wird, dürfen sie alle bald wieder zurück in ihre Heimat. Freiwillig oder nicht.

tezzi, 13.09. 18:20

....3 mal kurz gelacht

US-Höchstgericht genehmigt Trumps Einreisestopp

mozarttaler, 13.09. 09:27

Was der Herr Trump kann könnte in Europa genausogut klappen.

mephistopheles, 13.09. 09:28

Ich hoffe darauf!!!

spotlight, 13.09. 10:19

So lange die relevanten EU-Stellen Massenzuwanderung in den EU-Raum wollen, wird Millionen von Zuwanderern in den EU-Raum Einlass gewährt werden, unter welchem Titel auch immer.
In dem Papier zur EU Agenda on Migration steht auf Seite 14 sinngemäß, dass ohne Migration die EU Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter in den nächsten 10 Jahren um 17,5 Million abnehme. Migration werde zunehmend wichtig sein, um den Bestand unseres Wohlfahrtsystems und ein verträgliches Wachstum der EU-Wirtschaft sicher zu stellen. Zudem sei es im EU-Interesse, dass Europa weiterhin eine attraktive Destination für Migranten bleibe.
Die EU-Kommission sieht demnach offenbar Migration bzw. Zuwanderung in den EU-Raum für sehr wichtig bzw. notwendig an. Was genau Zahlen anbelangt, will sich die EU-Kommission aber nicht konkret festlegen. Denn in der European Agenda On Migration wird keine konkrete Anzahl von Migranten genannt, welche die EU akzeptieren solle. Insgesamt geistern zum Thema Massenzuwanderung äußerst unterschiedliche Zahlen herum: So wurde z.B. der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos am 3.12.2015 von den Salzburger Nachrichten wie folgt zitiert:
„In den nächsten zwei Jahrzehnten werden mehr als 70 Millionen Migranten nötig sein. Avramopoulos verwies auf die im Mai beschlossene EU-Migrationsagenda und den darin angespro-chenen Solidaritätsmechanismus zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen.“
In einer anderen öster. Tageszeitung war am 18.4.2017 auf Deutschland bezogen folgendes zu lesen: „Wir brauchen Zuwanderer. In zehn bis 15 Jahren fehlen in Deutschland bis zu sechs Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter. Die Arbeitgeber fordern die Politik auf, sich intensiver um den demografischen Wandel zu kümmern. Sie verlangen von einer neuen Regierung eine Zuwanderungspolitik, die sich am Arbeitsmarkt orientiert. Der Politik müsse klar werden, dass Deutschland Zuwanderung brauche.“
Die Entscheidungsträger der EU und einzelner ihrer Mitgliedsländer wünschen sich also Millionen an Zuwanderern …

diefackel, 13.09. 10:54

>spotlight

70 Millionen Zuwanderer in 20 Jahren sind gerade einmal rund 0,8% der EU-Bevölkerung pro Jahr (Großbritannien bereits herausgerechnet).

eissalon, 13.09. 11:12

diefackel, Und wieviel werden in den Krisenregionen nachgeboren? Und wer braucht 70 Millionen? Die Maer von "wir sterben" aus kann ich auch nicht mehr hören. Und bezgl. Sozialsystem, dann muss man sich was anderes überlegen oder ganz einfach die Gelder für das verwenden wofür sie gedacht sind. Sprich zweckgebunden.

poli2, 13.09. 11:17

@spotlight

über kontrollierte migration könnte man ja (vernünftig) diskutieren, aber nicht über das was derzeit abläuft.

(und seltsamerweise sollen gerade ländern wie GR und IT "entlastet" werden, obwohl die doch die migranten viel dringender als wir oder DE benötigen würden)

helium, 13.09. 11:21

>fackel : so diese Zuwanderer gleichmäßig verteilt würden, wäre das sicher kein echtes Problem - das werden sie aber sicher nicht - weil davon auszugehen ist, dass es sich hier großteils um Menschen handelt, die unter dem Titel "Asyl !" zuwandern - und es viele EU-Länder gibt, die eine zwangweise Zuteilung nicht akzeptieren.

spotlight, 13.09. 11:24

@fackel:
70 Millionen in den nächsten 20 Jahren plus die Nachkommen der heute schon in der EU-Lebenden plus die Nachkommen der jährlich dazu Kommenden …
Wirtschaftswachstum durch Überbevölkerung äh, sorry, durch Bevölkerungswachstum …
toll, wachset und vermehret euch bis zum jüngsten Tag … ?
Scheint mir eine reine Wachstumsstrategie zu sein. Ist das wirklich nachhaltig und ökologisch sowie gesellschaftspolitisch sinnvoll?

grenzenlosgänger, 13.09. 11:28

die 70 Mio der gesamten EU-Bevölkerung gegenüberzustellen ist ja wohl mehr als nur dumm. Jeder weiß, dass diese 70 Mio Einwanderer nur in bestimmte EU Länder einreisen. Somit ist diese Prozentrechnung wie immer eine Lüge.

diefackel, 13.09. 11:40

>grenzenlosgänger

Nein, diese Prozentrechnung ist nachvollziehbar korrekt und daher keine Lüge. Du solltest daher solche nachweislich falschen Behauptungen unterlassen.

grenzenlosgänger, 13.09. 11:54

nochmals, die 70 Mio der gesamten EU Bevölkerung gegenüberzustellen ist ein statistischer Wert ohne jeden Belang. Entscheidend ist aber wohl - wieviel Zuwanderung haben die einzelnen EU Länder - wie werden diese belastet. Wieviel Asylanträge haben EINZELNE Länder. Auf alle EU Länder diese Zahlen aufzurechnen ist sinnlos - weil die tatsächliche Einwanderung im jeweiligen Land in Prozenten entscheidend ist. Und nur so darf gerechnet werden. Alles andere ist ...... nicht richtig - da es dann nur ein statistischer Wert ist.

poli2, 13.09. 11:58

@grenzenlosgänger

selbst auf länderebene sagt das kaum was aus.

so trägt ja hier in AT die hauptlast wien; und innerhalb wiens wiederum je nach bezirk sehr unterschiedlich.

sched, 13.09. 11:59

@fackel

nach 20 jahren sind das additiv 16% der eu-bevölkerung. wenn man die Fertilität berücksichtigt, wahrscheinlich schon 20%.

grenzenlosgänger, 13.09. 12:04

Richtig poli2
es ist daher diese Zuwanderung in Relation der gesamten EU Bevölkerung zu stellen falsch - außer es wären in ALLEN EU Länder Einwanderungen erfolgt - die den jeweiligen Bevölkerungszahlen entsprechen würde. Das ist ganz sicher nicht der Fall und daher ist die Prozentrechnung von diefackel FALSCH.

trigo, 13.09. 12:07

"Die Arbeitgeber fordern die Politik auf, sich intensiver um den demografischen Wandel zu kümmern. Sie verlangen von einer neuen Regierung eine Zuwanderungspolitik, die sich am Arbeitsmarkt orientiert. Der Politik müsse klar werden, dass Deutschland Zuwanderung brauche.“

Ich finde das sagt alles aus.
Hie geht nicht um Menschen und Schicksale.
Welche gesellschaftlichen Probleme auf uns zukommen werden ist kein Thema.
Allein wirtschaftliche Interessen zählen.

diefackel, 13.09. 12:14

>grenzenlosgänger

"… und daher ist die Prozentrechnung von diefackel FALSCH."
Das ist unwahr. Meine Berechnung ist nachweislich richtig.

poli2, 13.09. 12:15

@grenzenlosgänger

die beiträge unserer fackel sind idR (gut verpackte) halb-wahrheiten.

und seit dem "in wien wird in der öffentlichkeit fast ausnahmslos deutsch gesprochen" beschäftige ich mich selbst mit diesen halb-wahrheiten so gut wie nicht mehr.

diefackel, 13.09. 12:28

>poli2

Nein, meine Beiträge sind auch keine Halbwahrheiten – ich würde dir empfehlen, das Getrolle zu unterlassen.

trigo, 13.09. 12:30

Die Rechnung von der Fackel ist natürlich nicht falsch.
Man kann sie auch nicht als Lüge bezeichnen.
Lüge ist eine wissentliche Falschaussage.
Sie ist aber wertlos weil sie ganz wichtige Aspekte nicht berücksichtigt.

diefackel, 13.09. 12:39

>trigo

Auch das ist natürlich falsch. Solche Klarstellungen der Proportionen sind natürlich ganz wichtig, weil Populisten auf Zahlen wie diesen ominösen "70 Millionen" herumreiten – daher muss man einfachen Menschen demonstrieren, wie wenig das in Wahrheit ist. Sie sind daher auch nicht "wertlos", sondern ganz im Gegenteil eine unverzichtbare Voraussetzungen für eine seriöse Debatte. Da du damit aber offensichtlich keine Erfahrungen hast, entschuldige ich deinen Ausrutscher.

trigo, 13.09. 12:49

Ach die Relation war die Aussage.
Du hattest sie oben nicht erwähnt,
ist aber irgendwie klar.
So betrachtet muss ich wohl von wertlos auf begrenzte Aussagekraft hochstufen.

diefackel, 13.09. 12:55

>trigo

"Du hattest sie oben nicht erwähnt …"
Auch das ist natürlich falsch. "rund 0,8% der EU-Bevölkerung pro Jahr" IST eine Relation.

"So betrachtet muss ich wohl von wertlos auf begrenzte Aussagekraft hochstufen."
Auch das ist natürlich falsch. Denn du unterstellst, dass das eine für mich bedeutende Aussage ist, während ich dir schon um 12:39 verdeutlicht habe, dass es sich um eine Klarstellung handelt, die als Basis für Aussagen in einer seriösen Debatte notwendig ist.

trigo, 13.09. 13:04

Ja meine liebe Fackel,
auch das mit der unbedeutenden Aussage glaube ich dir.
Wenn du das nächste mal ein Rechenbeispiel mit der dazugehörigen Aussage verknüpfen würdest,
wären Missverständnisse dieser Art weniger häufig.

Grundsätzlich:
Es gibt Hotspots der Zuwanderer.
Wenn ich mich am Herd verbrenne hilft mir die Raumtemperatur von 22°C wenig.

mozarttaler, 13.09. 13:06

@diefackel: Das ist reine Milchmädchenrechnerei die du da betreibst.
Wie kann man eine potentielle Steigerung der Zuiwanderung mit einer %-Zahl über einen Zeitraum von 20 Jahren gleichsetzen und das über alle EU-Staaten deren Anzahl sich ebenfalls in 20 Jahren geändert hat????

diefackel, 13.09. 13:08

>trigo

Mein Berechnung hat genau das ausgedrückt, was sie ausdrücken sollte und was ich dir um 12:39 ausführlich erklärt habe. Aber ich akzeptiere natürlich wie immer, dass du das einfach nicht verstanden hast.

mozarttaler, 13.09. 13:13

@diefackel:
Mathematik zählte scheinbar nicht gerade zu deinen Lieblingsfächern, stimmts?

seriousman, 13.09. 13:16

ich würde die Zuwanderung in % / Tag berechnen, dann fällt es noch weniger ins Gewicht :-)

diefackel, 13.09. 13:23

>seriousman

Es genügt völlig, die Relation zur Gesamtbevölkerung darzustellen. Wer sich dann noch immer nichts vorstellen kann, kann vermutlich auch nicht lesen und hat daher die Debatte nicht verfolgt.

trigo, 13.09. 13:26

Die Zuwanderung sollte man grundsätzlich nicht nur rein demographisch betrachten.
Die gesellschaftliche Dimension dieses Themas darf man nicht vergessen.

diefackel, 13.09. 13:35

>trigo

Ich kenne niemanden, der Zuwanderung rein demografisch betrachtet. Das sind Strohmannargumente.

seriousman, 13.09. 13:40

Eine Relation zur Gesamtbevölkerung macht aber nur Sinn, wenn man mit Absolutzahlen operiert, und nicht die zahlen auf Jahre runterbricht um sie gering erscheinen zu lassen, du Mathemagiker.

trigo, 13.09. 13:45

Wir wissen inzwischen was die deutschen Arbeitgeber von ihrer Regierung verlangen(!). siehe oben
(hier erkenne ich keine gesellschaftlichen Aspekte in dieser Forderung)
Bevor diese Arbeitsplätze nach Frankreich, Spanien oder Italien usw in Länder mit hohen Arbeitslosenanteil abwandern will man den zu erwartenden(?) Mangel mit Migranten abdecken.
Ich frage mich was die Bevölkerung will.
Die ist anscheinend kein Faktor im großen Spiel des Kapitalismus und der Politik.

diefackel, 13.09. 13:48

>seriousman

Das ist natürlich falsch, denn es geht ja konkret um eine Zahl an Zuwanderern, die über den Zeitraum von 20 Jahren aufgeteilt werden soll. Du hast dich also, wie man sieht, gar nicht damit befasst.

maxheadroom, 13.09. 14:05

Schon richtig, dieses Zahlenspiel taugt ohne Rücksichtnahme auf Demographie rein gar nichts. Denn erst durch punktuelle Ballungen entstehen die bekannten Probleme. Und eine gleichmäßige Aufteilung über 20 Jahre anzunehmen ist eine dem Elfenbeinturm entspringende Rechnung, die mit der Erfahrung der letzten Jahre und wissenschaftlichen Migrationsanalysen nicht kongruent ist. Daher wertlos.

trigo, 13.09. 14:10

Es ist ein simples Rechenbeispiel.
Mehr nicht.

diefackel, 13.09. 14:11

"… eine gleichmäßige Aufteilung über 20 Jahre anzunehmen ist eine dem Elfenbeinturm entspringende Rechnung …"
… die niemand angestellt hat. Dieser Thread wird immer amüsanter. *lol*

maxheadroom, 13.09. 14:13

Zitat fackel:
"Denn es geht ja konkret um eine Zahl an Zuwanderern, die über den Zeitraum von 20 Jahren aufgeteilt werden soll."

spotlight, 13.09. 14:18

Meiner Ansicht nach müsste die EU-Agenda on Migration dringend in allen Mitgliedsländern der EU unter Einbeziehung der jeweiligen Bevölkerung offen, transparent, seriös und ehrlich politisch diskutiert werden!
Aber kann eine politische Diskussion so überhaupt funktionieren ...?

diefackel, 13.09. 14:31

>maxheadroom

Da ist ein Durchschnittswert (davon hast du vielleicht schon gehört). Niemand hat behauptet, dass es eine "gleichmäßige Aufteilung über 20 Jahre" geben würde. Aber mach ruhig weiter. :-)

trigo, 13.09. 14:32

Es ist eine kaum bekannte Agenda.
Ich bin mir auch über den Status einer Agenda der EU im Unklaren.
Fakt ist:
Es ist auch nur ein Rechenbeispiel das viel zu kurz gedacht ist.

diefackel, 13.09. 14:33

>spotlight

Die Mitgliedsländer entscheiden alleine über die Migration, die Kommission hat dabei rein gar nichts zu entscheiden. Sie kann Vorschläge machen – das war's. Daher müssen das die Mitgliedsländer jeweils mit ihrer Bevölkerung ausmachen.

spotlight, 13.09. 14:51

@fackel
Es gibt aber ein ganz aktuelles Urteil des EuGH, welches den EU-Beschluss zur quotierten Umverteilung von Flüchtlingen für rechtens erklärt ...
Jedenfalls in diesem Bereich können die Mitgliedsländer also offenbar nicht alleine entscheiden.
Und die politische Diskussion der Migrationsthematik soll ja eben in den einzelnen Mitgliedsländern statt finden.

diefackel, 13.09. 15:08

>spotlight

Das ist falsch. Diese Verteilung wurde vom EU-Rat, also von den Mitgliedsländern, beschlossen, die Kommission exekutiert sie nur.

ballaststofffrei, 13.09. 16:16

70 Millionen in 20 Jahren?
Na nie!
Außerdem wäre selbst das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Dermaßen krass ist das Problem.

spotlight, 13.09. 16:33

@fackel
Der Rat der EU ist ein Organ der Europäischen Union. Dieses
Organ der EU wird gebildet durch jeweils einen Vertreter pro Mitgliedsland, der ermächtigt ist, für seine Regierung verbindliche Entscheidungen zu treffen.
Den Rat der EU bilden also nicht die EU-Mitgliedsländer, sondern Regierungsvertreter, z.B. Minister der Mitgliedsländer. Denn die Regierung eines Landes ist noch lange nicht das Land selbst, wie es bei dir durchklingt. Und die Entscheidungen des Rates der EU sind eben überhaupt nicht in dem Sinn demokratisch legitimiert, als dass sie von den Bevölkerungen der Mitgliedsländer „abgesegnet“ worden wären.

diefackel, 13.09. 16:36

>spotlight

"Den Rat der EU bilden also nicht die EU-Mitgliedsländer, sondern Regierungsvertreter, z.B. Minister der Mitgliedsländer."
In unserer Demokratie repräsentieren diese Politiker ihr Land. Es besteht daher kein Unterschied bei der demokratischen Legitimation eines Ministers, der in Österreich in dieser Regierung Entscheidungen trifft, und jener desselben Ministers, der das im EU-Rat tut.

miamara, 13.09. 16:41

@trigo, 13.09., 12:07
Allein wirtschaftliche Interessen zählen.
----------------------------------------------------
Die wirtschaftlichen Interessen hätte man auch mittels dem sogenannten Helikoptergeld lösen können (Anfang 2016 waren ca. 1.300 Euro pro EU-Bürger angedacht). Die ursprünglich auch von Draghi als interessant bezeichnete Idee wurde dann aber verworfen.

Zu den 70 Millionen in 20 Jahren: die Aussage von Avramopoulos wird einmal dem Jahr 2011, dann wieder 2015 zugrechnet (aber vielleicht hat er sich wiederholt); es würde dann wie folgt aussehen: 2031 bzw. 2035 werden die ca. 500 Millionen länger hier lebenden EU-Bürger durch 70 Millionen neuzugewanderte Bürger ergänzt. So verstehe ich das. Aber dein Einwand stimmt natürlich schon, dass sie sich nicht gleichmässig aufteilen lassen. Die Frage ist natürlich auch: lässt man dann ab 2035 niemanden mehr in die EU, d.h. kann oder will man die Außengrenze sichern? Denn wenn man sie 2035 sichern kann, dann kann man sie ja heute auch schon sichern. Und wenn ab 2035 trotzdem weiterhin Millionen nach Europa dürfen, dann bin ich mir nicht so sicher, ob es dann noch funktionierende Sozialsysteme gibt, insbesondere wenn man die EU-Länder anschaut, bei denen die Sozialsysteme jetzt schon für die eigenen Bürger sehr bescheiden sind.

kuota, 13.09. 16:47

nach vielen Stunden Prozentrechnung darf am Ende NUR 0 das Ergebnis sein!

spotlight, 13.09. 17:12

@fackel
weiter oben hast Du geschrieben: "Die Mitgliedsländer entscheiden alleine über die Migration, die Kommission hat dabei rein gar nichts zu entscheiden. Sie kann Vorschläge machen – das war's. Daher müssen das die Mitgliedsländer jeweils mit ihrer Bevölkerung ausmachen."
Der EU-Rat ist ein EU-Organ, ob Dir das nun passt oder nicht, wie auch die Kommission ein solches ist.
Und der Beschluss zur quotierten Verteilung von Flüchtlingen war eben ein EU-Beschluss, ob Dir das nun passt oder nicht.
Und ja, in den Mitgliedsländern sollte das mit der eigenen Bevölkerung ausgemacht werden.

diefackel, 13.09. 19:46

>spotlight

Ich halte fest: Die Verteilungsquote wurde von den Mitgliedsländern beschlossen. Wie du das interpretierst, ist bedeutungslos – es bleibt eine Tatsache.

spotlight, 13.09. 22:48

@fackel
Ich halte fest: für Dich sind alle EU-Gremien "die Mitgliedsländer", weil sie ja mit Personen der Mitgliedsländer besetzt sind ...
Sehr verqueres Verständnis ... , erinnert mich im Übrigen an die Sippenhaftung ...
Ich halte fest: Du scheinst ein Verfechter der Sippenhaftung zu sein ...

diefackel, 14.09. 08:56

>spotlight

"Ich halte fest: für Dich sind alle EU-Gremien "die Mitgliedsländer", weil sie ja mit Personen der Mitgliedsländer besetzt sind ..."

Auch das ist selbstverständlich falsch. Die EU-Kommission z.B. ist eben nicht "die Mitgliedsländer", weil die dort vertretenen Personen der Gesamtinstitution EU verantwortlich sind, und nicht – wie die nationalen Regierungschefs oder Minister des EU-Rats – ihrem jeweiligen Mitgliedsland.

spotlight, 14.09. 09:15

@Meine ich ja, was Du schreibst ist falsch.
Für Dich gilt offenbar:
Die EU ist gut.
Die EU hat/macht keine Fehler.
Die EU hat keine eigenen Organe, die EU sind die Mitgliedsländer.
Die Mitgliedsländer machen Fehler.
Aber die EU ist gut …
Die Krux daran:
Wenn die EU die fehlerhaften Mitgliedsländer sind, dann ist die EU fehlerhaft …
Tatsächlich aber hat die EU eben eigene Organe und Gremien, z.B. auch das mit Bürger_innen der Mitgliedsländer besetzte EU-Parlament. Nur für Dich sind das alles eben wieder die Mitgliedsländer, weil sämtliche Organe und Gremien der EU aus den Mitgliedsländern beschickt werden …
So ein System, dass die EU die Gesamtheit der Mitgliedsländer ist, in den einzelnen Ländern die demokratische Willensbildung erfolgt und dann in der Summe die EU-Willensbildung ist, wäre sicher auch möglich, ist aber derzeit nicht gegeben.
Vielmehr geht es in Richtung EU-Zentralstaat …

diefackel, 14.09. 09:26

>spotlight

"@Meine ich ja, was Du schreibst ist falsch."
Alles, was ich geschrieben habe ist nachweislich richtig.

"ür Dich gilt offenbar:
Die EU ist gut.
Die EU hat/macht keine Fehler.
Die EU hat keine eigenen Organe, die EU sind die Mitgliedsländer.
Die Mitgliedsländer machen Fehler.
Aber die EU ist gut …"
Nein, nichts daran ist meine Position. Das hast du frei erfunden. Ich habe mich ausschließlich auf eine konkrete Entscheidung der Mitgliedsländer bezogen.

"Nur für Dich sind das alles eben wieder die Mitgliedsländer, weil sämtliche Organe und Gremien der EU aus den Mitgliedsländern beschickt werden …"
Nein, auch das ist frei erfunden, denn ich habe das genaue Gegenteil gesagt und das am Beispiel der EU-Kommission verdeutlicht.

spotlight, 14.09. 09:39

Du drückst Dich eben ganz offensichtlich sehr missverständlich aus.
Machen wir es deshalb nun ganz einfach: nenne mir bitte die konkrete Rechtsnorm, die besagt, dass der EU-Rat kein Gremium, kein Organ der EU ist.
siehe aber dazu:
"Was macht der Rat der EU?
1. Er verhandelt und erlässt EU-Rechtsakte.
Der Rat ist ein wesentliches Beschlussfassungsorgan der EU."
Dies habe ich von der offiziellen Website des Rates der EU und des Europäischen Rates kopiert.

diefackel, 14.09. 09:45

>spotlight

Ich drücke mich sehr klar aus, erkläre das aber gern noch einmal: Im EU-Rat vertreten die Mitgliedsländer SICH SELBST, ihre eigenen nationalen Interessen. In der Kommission vertreten die Kommissionsmitglieder die Interessen DER GEMEINSCHAFT, also der EU. Hast du das jetzt verstanden?

spotlight, 14.09. 09:49

@fackel
"Der Rat ist ein wesentliches Beschlussfassungsorgan der EU."
Hast Du das jetzt verstanden?

diefackel, 14.09. 09:56

>spotlight

Im EU-Rat vertreten die Mitgliedsländer SICH SELBST, ihre eigenen nationalen Interessen. In der Kommission vertreten die Kommissionsmitglieder die Interessen DER GEMEINSCHAFT, also der EU. Das sind unterschiedliche Zielsetzungen, und genau das habe ich gesagt. Hast du das jetzt verstanden?

spotlight, 14.09. 10:06

@fackel
Ein EU-Organ ist ein EU-Organ, ist ein EU-Organ, ist ein ...
Aber ok, wenn es Dich freut, sage ich: Du hast immer recht!
Im Übrigen hat diese Diskussion mit dem eigentlichen Debatten-Thema nur indirekt zu tun.
Man kann aber natürlich Scheingefechte führen, um von der Hauptsache abzulenken ...

diefackel, 14.09. 10:10

>spotlight

Das etwas ein "EU-Organ" ist, sagt für sich genommen kaum etwas aus. Der EuGH z.B. ist ein "EU-Organ", aber er vertritt regelmäßig andere Standpunkt als z.B. der EU-Rat oder die EU-Kommission.

Und es handelt sich auch um kein Scheingefecht. Denn eines der Hauptproblem der hier diskutierten Krise besteht ja darin, dass es keine eigentliche EU-Asylpolitik geben kann, weil die dafür nötigen Komptenzen großteils bei den Mitgliedsländern liegen.

Das richtige Konzept...

matschgerant, 13.09. 06:05

...benötigt jedenfalls einen griffigen Namen. Es wird sich aus einer Kombination von jenen Ideen, die man statt Dublin einführen hätte sollen und dem, was an Sachzwängen bis 2017 dazugekommen ist, zusammensetzen.
Im Grunde geht es darum, wieder alle legalen Wege des Asylansuchens dort zu ermöglichen, wo es Aslygründe gibt. Oder wenigstens in der Nähe davon. Allerdings sollten nicht die Nationalstaaten Adresse sein, sondern die UNO. Die betreibt und betreut auch die Flüchtlingslager, die aber weit besser finanziell ausgestattet sein müssen als jetzt. Es kann dann entschieden werden, ob und wer Asyl in Europa bekommen soll, nach humanitären Gesichtspunkten und nach Möglichkeiten der Nationalstaaten.
Wer als Flüchtling einen anderen Weg wählt, kann dann nicht mehr damit rechnen, dass ihm Höchstgerichte zugestehen müssen, dass das der einzige Weg war, um zum Recht zu kommen. So ist das nämlich jetzt. Es wurde ein Schiepperparadies geschaffen, wegen kleinlicher reaktionärer Kirchturmpolitik und panischer Angst, dass überhaupt wer kommen könnte. Die die partout keine Flüchtlinge wollten, sind im Grunde schuld, dass das Mittelmeer "geöffnet" wurde.

matschgerant, 13.09. 06:09

..."Mittelmeer geöffnet" ist ja schon ein sehr bitterer Freudscher, bei den vielen Ertrunkenen. "Mittelmeerroute" natürlich.

eissalon, 13.09. 09:22

Das ist natürlich falsch. Die Mittelmeerroute wurde interessant, weil auf Initiative Frankreichs Gaddafi getötet wurde. Durch diese Destabilisation Libyens wurde das Tor gegen Westen geöffnet. Weil Flüchtlinge ist gleich billige Arbeitskraefte will ausser DE niemand.

trigo, 13.09. 10:20

Wirtschaftlich betrachtet sind
Flüchtlinge billige Arbeitskräfte
aber sie sind auch Konsumenten.
Das muss man wissen um gewisse Aussagen richtig einschätzen zu können.

matschgerant, 13.09. 12:09

Ich behaupte, Eissalon hat nur 1 % verstanden und das noch falsch.

eissalon, 13.09. 15:13

Dann möge mir matschgerant erklaeren, was er mit dem Satz:"Die die partout keine Flüchtlinge wollten, sind im Grunde schuld, dass das Mittelmeer "geöffnet" wurde." meint? Weil da geb ich dir Recht, diese Art der Logik verstehe ich nicht. Also nicht die Staaten, welche Kriege anzetteln tragen die Schuld, sondern jene, die keine Flüchtlinge wollen?

Verkehrte Sichten und verkehrte Flüchtlingshilfe:

henry11, 13.09. 04:55

Von Düsseldorf aus wurden am 12. September 8 Afghanen in ihre Heimat abgeschoben. Allesamt Kriminelle, die meisten Sex-Täter.
180 Demonstranten (u.a. von der "Flüchtlingshilfe NRW" und "Pro Asyl" protestierten vor dem Flughafen gegen die Abschiebung.

maumau, 14.09. 17:11

Wäre ich deutsche(r) StaatsbürgerIn, würde ich die Auflassung dieser Vereine betreiben. Es ist eine Frechheit, Sex-Täter auch noch zu verteidigen, nur weil sie nicht von "hier" sind.

Moment!

ausserirdischer, 13.09. 00:10

Da oben steht "Flüchtlinge: Welche Möglichkeiten gibt es?" und darunter "Europa versucht weiter, die Migration aus Afrika zu bremsen."

Geht es jetzt um Flüchtlinge oder um Migration? Flüchtlinge sind nämlich alle die, was hier bleiben und dann wieder gehen, wenn Ruhe ist dort von wo die hergeflüchtet sind.

Migranten sind alle zur dauerhaften Niederlassung herkommenden.

Also von was ist da jetzt die Rede?

Erstere gehören da gelassen, solangs umgebracht werden daheim und nachher heimgeschickt, wenns nicht mehr umgebracht werden.

Letztere gehörden da gelassen, wenns was leisten für Österreich und ansonsten heimgeschickt.

Und egal welcher Gruppe wer angehört, wer heimgeschickt wird und nicht will, gehört zwangsrückgeführt.

eissalon, 12.09. 23:15

Also Brüssel hat bis zum heutigen Tag keine Obergrenze für Flüchtlinge ausgerufen. Heisst wird jetzt verteilt, werden die nächsten Migranten nach Europa gebracht und weiter verteilt.
War noch am Anfang von freiwillig die Rede ist jetzt von verpflichtend und bestrafen die Rede. Die EU welche man sich immer gewünscht hat. Brüssel will bestimmen. So nicht.

ausserirdischer, 13.09. 00:42

nein Juncker will bestimmen

Einfache: Bildung

homeroid, 12.09. 20:38

"In einem UNHCR-Bericht hieß es unterdessen, 3,5 Millionen Flüchtlingskinder weltweit seien im vergangenen Jahr keinen einzigen Tag in der Schule gewesen. ."
Das sind die Probleme von Morgen, die heute durch Bildung gelöst werden können.
Egal wo sie stattfindet.
das sind auch die Arbeitsplätze, Investition in die Bildung statt in die Waffen.

nadann1, 13.09. 08:43

So viele Arbeitsplätze kann niemand schaffen als für diese Menschen gebraucht würden! Es gibt kein Perpetum Mobile!

Die Bekämpfung von "Fluchtursachen",...

norro, 12.09. 12:03

..., von der Politiker wie Merkel sprechen, ist entweder naive Fantasterei oder der Versuch, einer bewussten Täuschung der BürgerInnen! Vom afrikanischen Kontinent kommen fast ausschließlich Wirtschaftsmigranten und Glücksritter, keine Flüchtlinge oder gar Asylberechtigte.
Es ist vollkommen wirr, anzunehmen, dass man in den afrikanischen Ländern in absehbarer Zeit das Wohlstandsniveau so anheben kann, dass sich nicht weiterhin Abermillionen an jungen Männern auf den Weg Richtung Europa machen! Der afrikanische Kontinent ist - mit ganz wenigen Ausnahmen - ein Kontinent der gescheiterten Staaten und korrupten Gewaltherrscher. Jahrzehntelange Entwicklungshilfe und -zusammenarbeit haben kaum Erfolge gezeigt, die geografischen Gegebenheiten und die gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen sind auch in fast allen Regionen nicht dergestalt, dass eine Entwicklung hin in Richtung westlicher Wohlstandsniveaus möglich ist - egal ob nun 10, 100 oder 1.000 Milliarden (vorwiegend mitteleuropäisches Steuerzahlergeld) in den Kontinent gepumpt werden.
Es gibt keine Alternative zum Konzept der Festung Europa: Außengrenzen mit aller Macht schützen um dadurch illegale Migration und das Geschäftsmodell der Schleuser- und Schlepperbanden zu unterbinden. Dann sterben weniger Menschen im Mittelmeer, es werden nicht abertausende Minderjährige bei ihrer illegalen Migration misshandelt und die Sicherheitslage in Europa verschärft sich nicht noch weiter.
Jene Länder Europas, die weiterhin Zuwanderung wollen, können dies dann auf nationaler Ebene regeln. Und tatsächlich Asylberechtigte finden selbstverständlich auch weiterhin Schutz und Zuflucht in Europa nach Maßgabe geltenden EU-Rechts!

spotlight, 12.09. 13:12

Ich habe eben leider den Verdacht, dass die EU-Machthaber aus wirtschaftlichen Gründen Massenzuwanderung in den EU-Raum wollen, und die Zuwandernden auf die Mitgliedsländer verteilen möchten.
Siehe dazu die EU Agenda On Migration.
Und das Asylrecht ist, wie ich befürchte, das Instrument, um diese Agenda abzuarbeiten.

emperor, 12.09. 15:08

ich hab das gestern auch im tv gesehen. ach wie sehr hätt ich mir einen gewunschen, der aufgestanden wäre und die sache mit der waffenindustrie und deren exporte thematisiert hätte!

homeroid, 12.09. 20:37

richtig, >emperor, es wird immer über Folgen (Flucht) diskutiert, nie über Ursachen - Kriege, durch Gier und Geschäftemacherei verursacht.
Feindseligkeit der Religionen wird künstlich gezüchtet, um eben sie als Vorwand der Kriege und Terror zu nützen - im Grunde geht es nur ums Geld und Waffenverkauf, Ressourcenklau und Bereicherung der Einzelnen....
Nur Täuschung und Ablenkung, in meisten Medien.

mraugustus, 12.09. 21:20

emperor,schrieb am 12.09. 15:08 eine Antwort:
"ich hab das gestern auch im tv gesehen. ach wie sehr hätt ich mir einen gewunschen, der aufgestanden wäre und die sache mit der waffenindustrie und deren exporte thematisiert hätte!"

Welcher Politiker ist so vetrottelt und will aufgrund höherer Ideale und Moralvorstellungen für tausende Arbeitslose, welche jetzt bei heimischen Waffenproduzenten wie Steyr-Mannlicher oder Glock arbeiten, verantwortlich sein? Besonders wenn gerade das Verteidigungsministerium eine Machbarkeitsstudie für die Eigenherstellung eines Militärhubschrauber in Österreich in Auftrag gegeben hat?

Wohin mit ihnen ?

mladenec, 11.09. 14:48

Tschechien, Polen, Ungarn müssen Flüchtlinge aufnehmen, tun es aber nicht. Umgekehrt: welcher Flüchtling will tschechisch, ungarisch oder polnisch lernen. Daher wollen sie sowieso nach Österreich oder Deutschland kommen, weil sie mit Deutsch mehr anfangen können, wenn sie einen Beruf erlernen wollen.

iwoaßjaanitwarum, 11.09. 15:02

Ja hat sicher mit den slawischen sprachen zu tun, dass die flüchtlinge lieber nach deutschland und österreich wollen und garantiert nicht mit dem umstand, dass sie bei uns wesentlich mehr leistungen aus dem sozialsystem erhalten.

Würde man in polen französisch sprechen, wäre das land bis obenhin gefüllt mit einwanderern, da bin ich mir sicher.

eissalon, 11.09. 15:11

Welche Berufe hast du da so ins Auge gefasst?
"Du sagen, ich fahren", solche Berufe?

reservebuddha, 11.09. 16:30

Meinst wirklich, dass es z.B. für Araber einfacher ist, Deutsch zu lernen, als Ungarisch oder Tschechisch?

it21, 11.09. 16:30

Ja, das ist logisch!

Deutsch kann man verstehen,
jedoch tschechisch, ungarisch
oder polnisch nicht...

querdenker, 11.09. 17:06

Ungarisch ist keine slawische Sprache :))

zwergnase01, 11.09. 17:30

Richtig @querdenker, ist mehr mit dem Finnischen verwandt.

grenzenlosgänger, 11.09. 18:10

wenn man schon auf dem Holzweg ist - dann aber richtig. Also an der Sprache liegts nicht, dass die Einwanderer nach Ö oder D gehen. Es liegt also klar an anderen Faktoren.

it21, 11.09. 18:15

@Querdenker
Ungarisch kann man trotzdem nicht verstehen :))
Deutsch dagegen schon.

Die Flüchtlinge aus Syrien, Irak, etc. sehen das sicher genauso....

7plus, 11.09. 21:31

Wir sollten für Tschechen, Ungarn und Polen verstärkt gratis Deutschkurse anbieten, damit mehr Flüchtlinge dorthin wollen.

dosimeter, 11.09. 21:54

Ist doch alles ganz einfach:

Afghanen nach Österreich,
Österreicher nach Deutschland,
und die Deutschen besetzen Afghanistan ...

Oder in umgekehrter Reihenfolge:

Deutschland besetzt Afghanistan,
Afghanen nach Österreich,
Österreicher nach Deutschland ...

;-))

nadann1, 11.09. 21:56

Die Flüchtlinge wissen es sehr genau, sie wollen dort nicht hin, nur die Flüchtlingsverteiler wollen das nicht kapieren!

dosimeter, 11.09. 22:00

Ist aber auch amtlich diskriminierend,

wenn Flüchtling X ins Land Y darf,

während Flüchtling Z ins Land U muss !

Eigentlich verstößt die die EU nämlich mit solchen "Regelungen" gegen das Menschenrecht auf Gleichbehandlung.

mladenec, 11.09. 22:48

querdenker... niemand hat hier behauptet ungarisch sei eine slawische Sprache.

querdenker, 12.09. 00:10

@mladenec
... der Beitrag um 15:02 war so in der Richtung.

Wobei, zu Deinem Beitrag. Ich glaube die gehen eher dorthin wo sie einen wirtschaftlichen Vorteil haben. Das zieht diese Leute wie ein Magnet an.
Und so wird es auch sein.

Z.B. sind sehr viele Migranten nach Schweden gegangen (dazu noch wo Schweden von der Bevölkerungszahl ein eher kleines Land ist ... nicht ganz 10 Mio Einwohner .... in etwa wie Tschechien).

Die schwedische Sprache ist auch nicht so leicht zu lernen. Und vor allem, wenn man die Sprache gelernt hat dann kann man sie nur in Schweden brauchen.

Also warum gehen sie dann nach Schweden, wo dazu noch die Anreise etwas weiter und mühewoller als als z.B. in die Slowakei ?

poli2, 12.09. 20:19

weil sie erst in schweden sicher sind; und viel weiter nördlich gehts halt nicht mehr.

7plus, 12.09. 21:59

Aber es muss die Sprache sein. Was denn sonst? Schließlich wurden hier schon Studien gepostet, die beweisen, dass es nicht an den sozialen Zuwendungen liegt.

7plus, 12.09. 22:10

Wobei die Interessen schon sehr erstaunlich sein können. Wegen der Sprache aus Somalia nach Vorarlberg z. B., das könnte schon eine besondere Herausforderung sein.