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Montage zweier Flaggen der USA und Nordkorea

Nordkorea - USA: Wie gefährlich ist der Konflikt?

Das verbale Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA wird immer heftiger. Wie kann die Lage deeskaliert werden? Wer profitiert von dem Konflikt? Wie groß ist die Gefahr?

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4835 Beiträge

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Beiträge

Bis heute wird geforscht, ob

apoll123, 11.09. 18:50

der 2. Weltkrieg vermeidbar gewesen wäre, wenn man Hitler beim Münchner Abkommen 1938 mit einer klaren Ansage gestoppt hätte. Man hat dies nicht getan; die Folgen kennen wir.
Hoffen wir, dass wir in 10 Jahren nicht auch sagen müssen: Warum hat niemand diesen Despoten in Nordkorea rechtzeitig gestoppt?

Antworten

it21, 11.09. 18:56

Es war aber damals den Teilnehmern
des Münchner Abkommens verboten,
schwere Artillerie mitzubringen...

stbagent, 11.09. 23:17

Oje, das ist ein äußerst kontroversielles Thema. Selbst neutrale Geschichtsforscher sehen da andere Zusammenhänge. Dr. Daniele Ganser hat als Friedensforscher bestätigt, dass Fallenleger am werk waren.
Die Einheit Koreas wurde 1945 vergeigt, indem unterschiedliche Gesellschaftssysteme von Dritten installiert worden waren. Ein System hätte gereicht. Somit wurden die beiden Abspaltungen eines Ursprungsstaates zu Stellvertretern von Mächten.
Wir sehen, dass die Präsenz der USA außerhalb ihres Territoriums immer zu Spannungen führt.

maxheadroom, 12.09. 07:37

@stbagent mit seiner üblichen öden Einseitigkeit. "Unterschiedliche Gesellschaftssysteme" von "Dritten" anstatt Kommunismus von der UDSSR und China in der nördlichen und ein mit Westdeutschland nach 1945 vergleichbares System in der südlichen Besatzungszone Koreas (USA mit Auftrag der UN). "Ein System hätte gereicht", selbstverständlich damit den Kommunismus ansprechend. Aus diesem "Gesellschaftssystem" hat sich das heutige NK entwickelt, warum vergleicht @stb nicht, was sich aus der ehemaligen US Besatzungszone im Süden entwickelt hat? Warum haben dann im und nach dem Koreakrieg viele Koreaner versucht, in den Süden zu flüchten?
Selbst Chinesische Kriegsgefangene (Anhänger Tschiangs) wollten nicht mehr nach China zurückkehren, wollten sie nicht Maos Rache zum Opfer fallen.
Und einen Verschwörungstheoretiker wie Ganser (den Titel Friedensforscher hat er sich selbst verliehen) als Beweis für "Fallenlegung" anzuführen, ist natürlich auch völlig redundant.

buchenholz, 12.09. 08:29

Zum Stopp sagen ist es jetzt zu spät. NK hat die Bombe und die Trägersysteme, nicht perfektioniert, aber vorhanden.
Mit weiteren Sanktionen erreicht man genau NULL. Man wird nicht umherkommen den Dialog zu suchen und Zugeständnisse zu gewähren, wie z.B. diese dummen Manöver von SK+USA zu unterlassen.
NK ist wie ein Wespennest, dass man einerseits versucht auszuhungern und andererseits mit einem Stöckchen provoziert. Und diejenigen die das Stöckchen in der Hand halten wundern sich permanent warum den die Wespen so aggressiv sind und permanent drohen zu stechen.

maxheadroom, 12.09. 08:44

@buchenholz, Verdrehung der Tatsachen. Provozieren ist eine Spezialität des Diktators im Norden. Da sein (schlecht ausgerüstetes) Millionenheer zwar ausreicht, sein System im Inneren zu schützen, aber nicht ausreicht, um aus seiner Sicht vor dem mit noch immer im Kriegszustand befindlichen Süden und der USA zu bestehen, lässt er Atombomben entwickeln.
Er provoziert daher um sein System zu schützen, die Manöver von SK und der USA waren die Antwort. Ob diese Antwort intelligent war, darüber lässt sich trefflich streiten - meiner Ansicht nach lässt sich der infantile Heissläufer Trump viel zu sehr provozieren - aber eine Umkehr der Tatsachen ist auch nicht angebracht. Und den Diktator im Norden mit einer Wespe vergleichen zu wollen schlägt auch fehl, selbst mit überdimensionalen Flügel wäre er zu fett zum fliegen.

regionaut, 12.09. 09:20

ich glaube wir alle wissen zuwenig was sich in Nordkorea hinter dem Gebälk tut. Neue Sanktionen ziehen die Armutsschraube noch mehr an. Das Militär kommt vom Volk und die meisten wissen zu genau, dass der Kommunismus ein Auslaufmodell ist. Bald wird es innerhalb vom Militär ordentlich krachen.

maxheadroom, 12.09. 09:44

Ich glaube nicht, dass ich zu wenig über NK weiß. Kim fährt eine aus der Geschichte bekannte Taktik, um seine Macht zu sichern. Dazu bedient er sich eher klassischen Mitteln wie überproportionaler Ausbau des Militärs (Sicherung der inneren Sicherheit wie auch die Versorgung der eigenen Bevölkerung). Gepaart mit Provokation des Feindes jenseits der Grenze und Zuweisung jeglicher Schuld, warum die eigene Bevölkerung unterversorgt ist.
Gleichgeschaltete Medien mit gottähnlicher Verehrung des Führers mit riesigen Inszenierungen in der Öffentlichkeit. Merkmale des Faschismus.
Dass daneben Herr und Frau Nordkorea versuchen zu überleben, und ein halbwegs erträgliches Leben zu führen, ist unbestritten.
Ein unmenschliches System heißt nicht, dass auch die Menschen, die in diesem System leben müssen unmenschlich sind. Höchstens bewusst einseitig informiert.
Richtig ist natürlich, dass alle vergleichbaren Systeme in der Vergangenheit Schiffbruch erlitten haben, und richtig ist auch, dass das Militär in NK wohl der einzige Faktor ist, der in NK dazu führen könnte. Wohl deswegen spannt Herr Kim wohl ab und zu einen hohen Militär und Verwandten vor die nächste Kanone.

chromjuwel, 12.09. 12:36

@stb, 23:17
Ganser (Jg. 1972!) hat genau keine Ahnung!
Weder vom 2. WK, oder gar dem diplomatischen
Vorgeplänkel in den 30ern (da müsste er seinen
Grossavter fragen), noch von den weit reichenden
internationalen Zusammenhängen.
Völlig zu Recht wurde ihm von der Uni auf Grund
des latent dargebrachten Unsinns, die Lehrbefugnis
entzogen.

chromjuwel, 12.09. 12:39

... woraufhin er gleich selbst eine eigenen Haus- und
Hofuni gründete und fortan selbsternannter "Friedens-
forscher" firmiert und jeder möglichen Verschwörungs-
theorie hinterherläuft, bzw. selbst einige in die Welt
setzt. All jene, die noch alle Tassen im Schrank haben,
lächeln milde über den Typ.

maxheadroom, 12.09. 13:42

@cj, würde nicht behaupten, dass Ganser genau keine Ahnung hat. Er ist ein cleverer und eitler Selbstdarsteller, der intelligent genug war, z.B. veröffentlichte CIA Berichte aus der Vergangenheit heranzuziehen und sie als generelle Strategie der USA darzustellen (was natürlich Blödsinn ist, aber Unbedarfte fallen gerne darauf hinein). Nebenbei stellt sich natürlich die Frage, warum Russland seine KGB Archive zunächst einem kleinen Personenkreis geöffnet aber nach einem Jahr "Glasnost" wieder geschlossen hat.
Weiters ist er intelligent genug, fast niemals Behauptungen aufzustellen, die ihm widerlegt werden könnten. Anstatt dessen stellt er Fragen in den Raum (9/11 - WTC7 Einsturz) um hintergründig der USA eine Beteiligung an 9/11 anzudichten.
Von seriösen schweizer Zeitungen werden Ganser's Theorien als "nicht mehrheitsfähig" bewertet.

chromjuwel, 12.09. 13:53

Diese noble Zurückhaltung der Schweizer Medien
ist mir nicht zu eigen. Ich sage, was ich von dem
Heini denke. Allerdings auch nicht in dem Ausmass,
in dem ich es gerne würde und die ihm auch
gebührte.

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