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Was tun in Sachen Wetterextreme?

Wetterextreme wie Dürre, Hitzewellen und Überschwemmungen werden häufiger und intensiver. Wird beherzt genug vor den Folgen geschützt? Sollten statt der Symptome verstärkt die Ursachen bekämpft werden? Was tun in Sachen Wetterextreme?

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838 Beiträge

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Die Ursache all unserer Problem sind:

grasti506, 23.08. 09:40

Die Beherrschung des Feuers und die Bildung von Städten.
Beides rückgängig zu machen ist mehr als problematisch, also werden die Herausforderungen bleiben.

Antworten

Der Einfluss des Menschen auf das Klima

humanist, 22.08. 20:56

Warum beginnen wir mit der Zeitrechnung des Klimawandels mit Beginn der Industrialisierung?

Unter den Römern war ganz Europa abgeholzt, danach mindestens ein zweites Mal. (Holz war früher der wichtigste Rohstoff überhaupt und daher meistens rücksichtslos und nicht nachhaltig geschlägert).

Bei den Chinesen gab es ähnliche Vorkommnisse, etwa bei dem Versuch die "kleine" Metallurgie zu forcieren, wodurch die meisten Bauern Schmelz-Öfen bauten - und mit Holz befeuerten....

Dasselbe auf den Osterinseln......etc.

Haben Wald-befreite Kontinente und Landstriche keinen Einfluss auf das Klima?

Bitte sich das Argument des "klimaneutralen Holzes" diesmal zu ersparen. Es ist unerheblich, wenn in relativer kurzer Zeit der gesamte CO2-Speicher Wald "geleert" wird weil verbrannt und so wieder in die Atmosphäre entlassen.

Ich persönlich freue mich schon auf die Zeit NACH dem Klimawandel, wenn dieser denselben Platz bekommt wie das Waldsterben, die Erosion der Alpen oder das Ozonloch. Dieses arme Klima wird mittlerweile ja für quasi alles verantwortlich gemacht. Auch für die ausufernde Verbauung, den Versuch Gewässer zu "regulieren", die Überfischung der Meere,....etc

Antworten

mozartkugel24, 22.08. 21:28

Ich würde mich auch sehr freuen, wenn der Klimawandel einmal den gleichen Platz wie das Ozonloch bekommt, schließlich wurde das ja erfolgreich bekämpft durch das Verbot von FCKWs.

apophis, 22.08. 21:47

Erde ohne Menschen ... Gedankenexperiment: Ab jetzt sind Menschen nicht mehr da. Wie sieht Mitteleuropa nach 200 Jahren aus ?
Wälder, nichts als Wälder. Alle Äcker, ehemalige riesige Anbauflächen, Wiesen, Felder, Almen, sind von Bäumen und Sträuchern in Beschlag genommen worden. Das wären erst die Ansätze, wie Europa aussähe, hätte es die Geschichte der Menschheit ab 8000 v. Chr nie gegeben.

lokivonasgard, 22.08. 22:57

@humanist, 22.08. 20:56
"Warum beginnen wir mit der Zeitrechnung des Klimawandels mit Beginn der Industrialisierung?"
Weil erst mit der Industrialisierung die Verbrennung fossiler (!) Brennstoffe im großen Stil begann. Daher rechnet man ab dem erst den anthropogenen Klimawandel.

"Unter den Römern war ganz Europa abgeholzt, danach mindestens ein zweites Mal. (Holz war früher der wichtigste Rohstoff überhaupt und daher meistens rücksichtslos und nicht nachhaltig geschlägert)."
Nicht übertreiben. Die riesigen Urwälder im heutigen Mittel- und Osteuropa waren davon überhaupt nicht betroffen, ebenso wenig wie die tropischen Wälder. Die Umweltzerstörung der Römer war legendär, aber wegen des Nachwachsenden Rohstoffes Holz kein Vergleich mit der industriellen Zeit.

"Dasselbe auf den Osterinseln......etc."
Bei denen ist man sich bezüglich der Ursachen nicht einig. Fakt ist nur, dass parallel Ökosystem und Gesellschaft zusammenbrachen. Was genau die Ursache war, ist meines Wissens nicht final geklärt (siehe z.B. http://www.spektrum.de/pdf/010-019-sdw-08-2015-pdf/1355978)

"Haben Wald-befreite Kontinente und Landstriche keinen Einfluss auf das Klima?"
Auf das lokale sicher. Die globalen Einflüsse bleiben jedoch überschaubar.

"Ich persönlich freue mich schon auf die Zeit NACH dem Klimawandel, wenn dieser denselben Platz bekommt wie das Waldsterben, die Erosion der Alpen oder das Ozonloch."
Schön wäre es, insbesondere wenn die Lösungen auch auch so effektiv sind (abgesehen mal von der Erosion der Alpen - was haben die hier verloren?)

@apophis, 22.08. 21:47
"Erde ohne Menschen ... Gedankenexperiment: Ab jetzt sind Menschen nicht mehr da. Wie sieht Mitteleuropa nach 200 Jahren aus ?"
Da gibt es sogar eine 9-teilige Serie darüber: "Die Zukunft ist wild". Ob die darin geäußerte Vermutung, dass die nächste Eiszeit anstehen würde, zutrifft, wage ich mal zu bezweifeln. Wahrscheinlich hast du aber Recht, dass weite Teile Mitteleuropas mit einer lichten Wald und Buschlandschaft überzogen wären. Weiter im Osten und v.a. im Süden ist eher mit Steppe und teilweise (Spanien) sogar aridem Klima zu rechnen.

Aber so riesig diese Wälder auch wären, das in ihnen Gebundene CO2 ist relativ gering im Verhältnis zu dem aus fossilen Lagerstätten freigesetztem, das sich über Jahrmillionen gebildet hat.

Klimagase bleiben Jahrzehnte bis Jahrhunderte in der Atmosphäre

aucheiner, 21.08. 16:47

Was wir derzeit bereits ab zunehmenden Unwetterkatastrophen wahrnehmen, ist nur das Ergebnis der letzten 50-60 Jahre.
Würden wir ab sofort keine fossilen Brennstoffe mehr verheizen, hätte das zu unseren Lebzeiten kaum Auswirkungen - CO2 wird nur langsam durch Pflanzen und Ozeane wieder abgebaut.

Derzeit kann man - unserem Nachwuchs zuliebe - den Ausstoß an Treibhausgasen senken.
Vorrangig müssen wir uns aber auf mehr Stürme, Hitzewellen und Überschwemmungen einstellen. Darauf muss man v.a. mit Baumaßnahmen reagieren aber auch in der Land- und Forstwirtschaft Anpassungen vornehmen.

Antworten

0921, 21.08. 17:09

Da ja bekanntlich Wasserdampf das am meisten vorhandene Treibhausgas in der Atmosphäre ist schlag ich vor auf Kochen zu verzichten !
Grillen ist auch super !

fernsehwastl, 21.08. 17:26

aucheiner
was für mich noch immer ein rätsel ist, wie es zu schwere unwetter vor zig jahren kommen konnte, obwohl es da noch gar keinen klimawandel und kein treibhausgase gab ????? guckst du mal als beispiel Juli und August der Jahre 1902, 1903 und 1904
--------------------------
http://old.wetterzentrale.de/cgi-bin/webbbs/wzconfig1.pl?noframes;read=93

mozartkugel24, 21.08. 18:13

Vor ca 100 Jahren gab es keine Treibhausgase?

fernsehwastl, 21.08. 18:27

na ja, CO2 wirds schon gegeben haben. vermutlich nicht in dieser menge.aber eines gab es sicher noch nicht: die Klimaerwärmung. Denn die wird der Umweltverschmutzung durch feinstaub, Diesel usw in die schuhe geschoben..

apophis, 21.08. 22:34

Selbst wenn die Sonnenaktivität auf das Niveau des Maunder-Minimums (1645 - 1715) zurückfallen würde, ginge die Erwärmung ungebremst weiter.
Um den Klimawandel zu stoppen oder rückgängig zu machen, müßte der gegenwärtig wirksame Strahlungsantrieb der Treibhausgase von 2,0 W/m2 reduziert werden. Das geht nur, indem man das freigesetzte CO2 wieder aus der Atmosphäre holt. Der CO2-Gehalt sänke von selber erst nach Jahrhunderten wieder auf das vorindustrielle Niveau von 280 ppm ab. Dabei hat das Erdsystem die Hälfte des seit 1850 von der Menschheit emittierten CO2s absorbiert. Die Meere, die bedeutendsten Kohlenstoffsenken, werden dabei bedauerlicherweise saurer. Werden die Kohlenstoffsenken ineffektiver, steigt bei weiterer Freisetzung der CO2-Gehalt in der Atmosphäre noch schneller an.

lokivonasgard, 21.08. 23:43

@aucheiner, 21.08. 16:47
"Vorrangig müssen wir uns aber auf mehr Stürme, Hitzewellen und Überschwemmungen einstellen."
Interessanterweise werden es nicht mehr, aber die Ereignisse werden heftiger.

@fernsehwastl, 21.08. 17:26
Weil Einzelereignisse nicht dem Klimawandel zugeordnet werden können. Die Wucht der Ereignisse kann jedoch in entsprechend gemittelten Zahlen über längere Zeiträume ermittelt werden.

@fernsehwastl, 21.08. 18:27
"aber eines gab es sicher noch nicht: die Klimaerwärmung."
Du irrst. Neuere Forschungen haben nachgewiesen, dass die ersten klimatischen Auswirkungen der industriellen Revolution schon seit 1830 auftreten. Siehe hierzu Abram et al. "Early onset of industrial-era warming across the oceans and continents". Nature. Vol. 536. S. 411-418. 2016

ösirepublik, 22.08. 15:33

@loki ..
also die Orkane & Stürme + Hurricans nehmen in Europa und Amerika bedenklich zu ....
als auch die Gewitter und Überschwemmungen ...

ösirepublik, 22.08. 15:35

je länger der Beobachtungszeitraum, umso deutlicher die Zunahme der Extrem-Ereignisse ..

lokivonasgard, 22.08. 17:16

@ösirepublik, 22.08. 15:33
"also die Orkane & Stürme + Hurricans nehmen in Europa und Amerika bedenklich zu ....
als auch die Gewitter und Überschwemmungen ..."
Nein, da muss ich dir leider widersprechen. Dem ist nicht so, auch wenn man das zunächst angenommen hat. Die Anzahl der Tiefdruckgebiete hat sich nicht wesentlich geändert, was sich verändert ist der Kerndruck dieser. Das bedeutet, dass nicht die Anzahl der Stürme an sich zunimmt, allerdings die schweren Stürme insofern, dass sie zunehmend stärker werden und damit auch die Folgen gravierender. Siehe hierzu:

http://bildungsserver.hamburg.de/wetterextreme-klimawandel/3062906/tropische-wirbelstuerme-zwei/

und http://www.spektrum.de/magazin/haeufung-winterlicher-sturmtiefs-zufall-oder-zeichen-eines-beginnenden-klima-umschwungs/821707

@ösirepublik, 22.08. 15:35
"je länger der Beobachtungszeitraum, umso deutlicher die Zunahme der Extrem-Ereignisse .."
Wie gesagt, das stimmt nicht. Nur was früher zu kleineren Problemen führte, hat heute schwerwiegendere Konsequenzen.

Es gibt zu viele Menschen

horribilix, 21.08. 13:09

Das Problem ist nicht grundsätzlich das Wetter, sondern die Überbevölkerung, deren Auswirkungen global sind.
Durch Dürren fehlt es an Nahrungsmitteln meist genau dort, wo die Überbevölkerung ihren Ursprung hat (Afrika, Asien). Daher drängen von dort Millionen dorthin, wo es noch Nahrung und vor allem genug Wasser gibt (Europa).
Aber auch hier wird der Platz knapper, weshalb Leute dorthin siedeln, wo es zu Katastrophen durch Lawinen, Muren, Überschwemmungen kommen kann. Zuerst wird Druck ausgeübt, eine Baugenehmigung zu kriegen, danach muss die öffentliche Hand wieder Schadensgutmachung betreiben. Und selbstverständlich wird genau dort wieder neu gebaut.
Nähme die Bevölkerungszahl ab, könnte man Leute aus den Roten und Gelben Zonen absiedeln, großzügige Überschwemmungsfreiflächen anlegen usw. In Wien verhindern die Überschwemmungsgebiete an der Donau häufig, dass (wie z.B. in Deutschland) ständig der Notstand ausgerufen werden muss.
Man sollte ernsthaft überlegen, wie man (ohne Krieg, Seuchen etc) die Zahl der Menschen wieder unter 5 Milliarden, besser noch tiefer, drücken kann. Das wäre m.E. eine sinnvolle Aufgabe für die vielen "Denkfabriken".

Antworten

0921, 21.08. 14:31

Das mit der Überbevölkerung ist ein Märchen!
Wien z.B. hatte um 1900 mehr Einwohner als jetzt !
Das Problem liegt eher bei den gehobenen Ansprüchen !
Die Denkfabriken arbeiten an der Reduktion da bin ich mir sicher !
Die Lösung ist ein weltweites " Pensionssystem " mit einer 2 Kind Politik !

0921, 21.08. 14:33

Jetzt sagen doch wirklich ernsthaft Menschen: "Ein Kind weniger rettet das Klima !"
Wie krank muß jemand sein so etwas zu behaupten?

rebekka7, 21.08. 15:56

@0921

Wien ist nicht die Welt, sollte sich herumgesprochen haben. Damals (um 1900) lebten auf der Welt knapp eine Milliarde Menschen, heute sind es inzwischen knapp 7,5 Milliarden, immerhin.

rebekka7, 21.08. 15:58

Es gibt nicht zu viele Menschen auf der Welt, sondern zu viele gierige, das ist das Problem. 0,1 Prozent leben auf Kosten von 90 Prozent, das hält der Planet Erde nicht aus.

aucheiner, 21.08. 16:36

Überbevölkerung ist nicht die Ursache für den Klimawandel. Es ist das Mobilitäts- und Konsumverhalten der Industrienationen. Am meisten derzeit das 1-Kind-Land China.

Die Milliarden an Armen, die sich kein Kraftfahrzeug, Flugreisen und energieaufwändige Beton-Bauten leisten können, sind sicher nicht das Problem.

horribilix schmeißt hier außerdem globale Äpfel und nationale Birnen nach herzenslust durcheinander. :-)

0921, 21.08. 16:37

@rebekka7
Ich seh jetzt da keinen Widerspruch !
Ich wollte nur ausdrücken daß wir die Weltbevölkerung mit heutigem Stand der Technik locker und wahrscheinlich auch nachhaltig ernähren können !
Und wenn wir weltweit ein Pensionssystem installieren und eine 2 Kind Politik machen, wird sich die Weltbevölkerung einpendeln !
Funktioniert doch ! Da gibt es Beispiele !

aucheiner, 21.08. 16:52

@0921:
Die Überbevölkerung ist vor allem ein Phänomen sehr armer Gegenden. Neben fehlender Verhütung ist die Ursache auch das Fehlen eines Pensionssystems - man braucht die vielen Kinder, damit sie einen im Alter versorgen können. Für ein solches benötigt man allerdings erst einen halbwegs funktionierenden Staat und/oder einen seriösen Finanzsektor. Das ist aber gerade in solchen Gegenden wegen Korruption und kriegerischer Auseinandersetzungen nicht annähernd gegeben.

0921, 21.08. 17:01

Womit wir bei der Außenpolitik diverser Sraaten und Organisationen wären.

lokivonasgard, 21.08. 23:47

@horribilix, 21.08. 13:09
Nur wird von den meisten Menschen in der 3. Welt nur ein winziger Bruchteil dessen erzeugt, was wir bei uns erzeugen.

Unabhängig davon ist das Bevölkerungswachstum ein Thema, das mit reinspielt und wo man dringend Maßnahmen benötigt. Da stimme ich dir zu.

horribilix, 22.08. 00:33

Niemand kann wiederlegen, dass 8 Milliarden Menschen mehr Treibhausgase verursachen als die Hälfte davon. Dabei ist es ja egal, wo die leben, ob sie gierig sind oder nicht usw.
Weniger Menschen brauchen auch weniger Platz, weniger Asphalt, der Regenwasser zu Sturzbächen formt. Sie verschmutzen weniger Wasser, verschwenden weniger Energie, verbrennen weniger Holz, Kohle, Erdöl.
Weniger Äpfel und Birnen verzehren sie natürlich auch.

ebf01, 22.08. 10:48

einfache aber wohl unrealistische Lösung: reduktion der Bevölkerung, weg mit Haustieren
siehe hier -> https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Bilanz#Der_CO2-Fu.C3.9Fabdruck_einer_Person

lokivonasgard, 22.08. 12:03

@ebf01, 22.08. 10:48
Ganz ehrlich: Ehe ich auf meine Haustiere verzichte, verkaufe ich eher mein Auto.

Und er Vorschlag, Fleischfresser auf vegetarische Kost umzustellen, ist echt der Hammer!

In wiefern produzieren eigentlich Haustiere das CO2? Vermutlich v.a. wegen des Fressens. Ein Teil meiner Katzen ernährt sich z.B. v.a. von im Garten gefangenen Mäusen, da reduziert sich das Futter auf ein Minimum.

ösirepublik, 22.08. 15:37

@horriblix
komisch ist, daß 2/3 der Energieverschwendung in den Industriestaaten passieren, und nicht in der Savanne ...
dort hat nicht jeder Erwachsene 2 Autos vor der Türe,
und nicht jedes Zelt eine Klimaanlage ....
die gehen zufuß 40km zum nächsten Wasserloch !

verteilungsfunktion

peakaustria, 21.08. 10:15

für jedes zusätzliche Grad Celsius bei der Durchschnitts Temperatur kann die Atmosphäre etwa 5% mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Eine der vielen Erklärungen warum sich die Gaußsche oder Normalverteilungskurve um Lamda X verschiebt. Also die Glocke beginnt zu 'wackeln' also sich zu 'verschieben'. Jahrhundert Wetter Ereignisse werden plötzlich viel häufiger. Zusätzlich wirkt Wasserdampf als sich selbst verstärkender Rückkopplungseffekt, das Klima schaukelt sich auf. Hier liegt wie schon u.a. von Donella Meadows oder Rachel Carson oftmalig und schon in den 50er erklärten ein exponentielles oder dynamisches Verhalten von Systemen vor: sprich die linearen Modelle von Ingenieuren oder Wirtschaftlern sind einfach falsch(IPCC). Somit ist mit einem viel schnelleren Temperatur Anstieg zu rechnen bei einem gleichzeitigem Versiegen von Rohöl und Degradieren von z.b.: dem Meer als Eiweißquelle für Eier und Hühnerfleisch und Schweinefleisch auch in Österreich! etc. Ein guter Retro CliSci Film was schon bald getan werden wird ist Soylent Green(oder d. vergangene Edo Periode mit Mabiki) inkl. Rückbau der Betonflächen kurz Rücknahme der humanzentristischen Technosphäre...

Antworten

ösirepublik, 21.08. 10:33

"die linearen Modelle von Ingenieuren oder Wirtschaftlern sind einfach falsch(IPCC)"
hat nicht peakaustria auch daran festgehalten ?

aucheiner, 21.08. 17:00

Ähm.... lineare Modelle? Hast du jemals schon eines dieser Modelle wirklich angesehen? Da ist mir wenig Lineares aufgefallen. Selbst das vereinfachte Ding, dass ich in meiner Diplomarbeit vor 14 Jahren zusammengebaut habe (am PC lauffähig) war nicht linear.
Diese Modelle sind gewaltige numerische Differentialgleichungs-Monster.

Die Mängel der Modelle liegen vielmehr in der noch zu geringen lokalen Auflösung und völlig offenen Fragen über das Verhalten der Ozeane, wenn sie das viele CO2 aufgenommen haben. Auch das Schmelzverhalten von Polareis wird gerade erst erforscht. Zusätzlich ist die Rückkopplung von Wirtschaft (Emissionen) und Klimawandel (Kosten für Schäden und Baumaßnahmen) nicht sehr genau vorhersehbar.

lokivonasgard, 21.08. 23:58

@peakaustria, 21.08. 10:15
"Jahrhundert Wetter Ereignisse werden plötzlich viel häufiger."
Wenn früher nur jeder 100. Sturm ein "Jahrhundertereignis" war, so ist diese Zahl heute viel kleiner geworden, aus dem Grund, welchen du beschreibst. Dazu müssen die Stürme an sich nicht einmal zunehmen.

"Zusätzlich wirkt Wasserdampf als sich selbst verstärkender Rückkopplungseffekt, das Klima schaukelt sich auf."
Die Rolle von Wasser ist sehr komplex. Denn mehr Wasserdampf in der Atmosphäre steigert einerseits den Treibhauseffekt. Mehr Wolkenbildung hingegen reduziert die mittlere solare Einstrahlung.

"Hier liegt wie schon u.a. von Donella Meadows oder Rachel Carson oftmalig und schon in den 50er erklärten ein exponentielles oder dynamisches Verhalten von Systemen vor:"
Meines Wissens stammt das Modell aus den 70igern.

"sprich die linearen Modelle von Ingenieuren oder Wirtschaftlern sind einfach falsch(IPCC)."
LOL. Da hätte ich gerne mal eine Quelle, wo beim IPCC noch mit linearen Klimamodellen gerechnet wird.

Dem Rest kommentiere ich mal nicht weiter.

@aucheiner, 21.08. 17:00
"Ähm.... lineare Modelle? Hast du jemals schon eines dieser Modelle wirklich angesehen? Da ist mir wenig Lineares aufgefallen."
Weil mit Aufkommen von leistungsfähigen PCs und Parallelrechnern keiner mehr lineare Modelle rechnet...

"Selbst das vereinfachte Ding, dass ich in meiner Diplomarbeit vor 14 Jahren zusammengebaut habe (am PC lauffähig) war nicht linear.
Diese Modelle sind gewaltige numerische Differentialgleichungs-Monster."
Wohl wahr. Zum Glück kann man die Lösung zum großen Teil parallelisieren...

"Die Mängel der Modelle liegen vielmehr in der noch zu geringen lokalen Auflösung und völlig offenen Fragen über das Verhalten der Ozeane, wenn sie das viele CO2 aufgenommen haben. Auch das Schmelzverhalten von Polareis wird gerade erst erforscht. Zusätzlich ist die Rückkopplung von Wirtschaft (Emissionen) und Klimawandel (Kosten für Schäden und Baumaßnahmen) nicht sehr genau vorhersehbar."
Detaildiskussionen gibt es zuhauf in dem Themenfeld. Strömungsverhältnisse in den Ozeanen (was passiert, wenn der Golfstrom sich verlangsamt, was bereits beobachtet wird?), Methanfreisetzungen aus Permafrost fällt mir auch noch ein. In der Antarktis gibt es Gebiete, in denen die globale Erwärmung sogar zu lokaler Abkühlung führt, auch das ist nicht vollständig verstanden und auch nicht, welche Auswirkungen das auf das Abtauen der Gletscher hat und vieles mehr.

ösirepublik, 22.08. 15:44

ziemlich Vieles falsch ...
es gibnt keine "lokalen Abkühlungen in der Antarktis", sondern durch die abgeschmolzenen Gletscher friert - trotz höhrer Temperaturen (!) - das Süßwasser (anderer Gefrierpunkt) schneller zu ...
nur ein scheinbarer Gegeneffekt ...
99% der Gletscher schrumpfen dramatisch ...

lokivonasgard, 22.08. 22:37

@ösirepublik, 22.08. 15:44
"ziemlich Vieles falsch ..."
Wenn man ein Posting schon so anfängt, dann sollte man sich seiner Sache wirklich sicher sein.

"es gibnt keine "lokalen Abkühlungen in der Antarktis", sondern durch die abgeschmolzenen Gletscher friert - trotz höhrer Temperaturen (!) - das Süßwasser (anderer Gefrierpunkt) schneller zu ..."
Tut mir leid, dir widersprechen zu müssen, aber es gibt definitiv eine lokale Abkühlung in Teilen der Antarktis:

http://www.spektrum.de/news/warum-wird-die-antarktis-kaelter/1381639

"nur ein scheinbarer Gegeneffekt ..."
Wohl kaum.

"99% der Gletscher schrumpfen dramatisch ..."
Dass die meisten Gletscher schrumpfen steht außer Frage. Hast du eine Quelle für die 99%. Ich bilde mir ein, dass die Zahl deutlich kleiner ist, müsste aber suchen gehen.

Tragödie oö

opipasam, 20.08. 20:18

Leider haben viele noch immer nicht verstanden, dass frühere Erkenntnisse heute nicht für mehr wirklich zählen.
Unwetter Warnungen heissen einfach solche feste muss man absagen, sonst riskiert man eben das was geschah.
Aber leider ist das Geschäft wichtiger als Sicherheit.
Dann jammern wir eben nachher und sagen, dass konnte doch niemand wissen.
Warum hat es dann Unwetter Warnung gegeben, wenn es ohnehin nichts bewirkt!!
Wie beim Auto fahren, Glateisgefahr bewirkt auch bei vielen nichts, wenn sie im graben liegen, dann schauen sie alle dumm.
Wir sind einfach zu naiv, die Situation richtig ein zu schätzen.
Jetzt Messen abhalten und sonstiges hilft nichts, zu spät für die Todesopfer. Man muss endlich erkennen, dass wir die Natur nicht beherrschen können sondern richtig entscheiden müssen. Besteht ein zu hohes Risiko dann keine Veranstaltung. Egal ob geplant oder nicht das wird schon gehen verursacht solche Katastrophen.

Antworten

kiscat, 21.08. 00:13

Bei einem Feuerwehrfest kann man sicherlich nicht Profitgier annehmen. Aber vielleicht könnte es ja künftig Haftungsübernahmen (für Ausfall) von offiziellen Stellen geben.

manz, 21.08. 01:54

Da ist leicht dahingesagt, wenn man nicht selbst entscheiden muss, wann ein Risiko zu hoch ist, wann ein Gewitter ein "Unwetter" ist. NIcht einmal die Wetterfrösche können vorhersagen, an welchen Stellen genau sich Gewitter bilden. Man kann nicht das öffentliche Leben eines ganzen Bundeslandes wegen des Wetters lahmlegen oder bei Lawinengefahr das Schifahren flächendeckend verbieten.

fernsehwastl, 21.08. 09:10

opi
Aber leider ist das Geschäft wichtiger als Sicherheit
-----------------
offensichtlich steckt für dich da die gier einger wenige dahinter. aber wieviel feste mit großen zelten gibt es jährlich im ganzen land ? und wieviele tote durch zusammenbrechende zelte gibt es im selben zeitraum ? eben, das war einfach pech, zufall oder unglück. ein feuerwehrfest. mit dem erlös wird gerätschaft für die feuerwehr gekauft. und die kann damit leben retten. denk mal nach...in deuschtland kippt ein müllwagen auf eine familie. alle tot. sollen deswegen jetzt keine müllwagen mehr fahren ??? wie sagte dort ein beamter: zur falschen zeit am falschen ort...

veterus, 21.08. 09:14

@ opipasam:
Ein typischer Beitrag ganz nach dem Motto: "nachher gibt's genug 'Gscheite', die immer schon gewusst hätten, was zu tun gewesen wäre".

Wenn Sie schon so umsichtig und klug sind: Sagen Sie uns doch, wann in Mitteleuropa das letzte Veranstaltungszelt in dieser Größenordnung von einem Sturm innerhalb von Minuten "zerlegt" worden ist.

JA, es wurde schon am Morgen vorhergesagt, dass in den Abendstunden eine Schlechtwetterfront mit Starkregen und Böen über den Alpennordrand ziehen wird. So etwas hält ein Veranstaltungszelt dieser Größenordnung bedenkenlos aus.

Die Natur ist eben erstens nicht immer berechenbar und zweitens meist stärker als der Mensch und seine Errungenschaften. Es hätte bei einem Abbruch auch ein Heimfahrender von einem umstürzenden Baum erschlagen werden können. Wäre auch dann der Veranstalter schuld, weil er die Menschen im Unwetter nach Hause geschickt hat???

Traurig, mein Mitgefühl mit den Angehörigen und Freunden, aber sofort nach Schuldigen zu suchen und altklug daherzuquatschen ist billige Effekthascherei

ösirepublik, 21.08. 10:40

in Niederbayern hats tausende Hektar Wald "umgelegt" ....
also ein wahrer Orkan oder Wirbelsturm ...

fernsehwastl, 21.08. 12:06

ich werde nie mehr grillen. in europa gab's heuer zahlreiche waldbrände...

Traurig...

mlasp23, 20.08. 17:18

...dass sich sofort nach jedem tragischen Ereignis die wichtige Staatsanwaltschaft meldet und Untersuchungen einfordert. So auch beim Unglück in St. Johann am Walde in OÖ.
Man sollte den Angehörigen, Teilnehmern und den Bewohnern eine Zeit der Trauer lassen.
Ich glaube kaum, dass so ein Unglück mit Böen über 130 km/h vorhersagbar war...

Antworten

manz, 21.08. 01:59

Die Staatsanwaltschaft meldet sich bei niemandem und fordert auch von niemandem Untersuchungen. Sie führt routinemäßig selbst Ermittlungen durch, und wenn die Medien diese Tatsache erwähnen, dann sicher nicht deswegen, weil es die Staatsanwaltschaft von ihnen fordert. Ich wüsste auch nicht, inwiefern behördliche Ermittlungen die Betroffenen am Trauern hindern sollten.

fernsehwastl, 21.08. 09:12

mlasp
stell dir vor, niemand würde das unglück untersuchen, die toten beerdigen und das chaos einfach aufräumen. was das erst für ein geschrei auslösen würde...

ösirepublik, 21.08. 10:55

und wenn das Unglück solange untersucht wird, bis das Zelt schuld war ....

Wie meine Grossmutter schon immer richtig

tibetterrier, 19.08. 10:46

gesagt hat:
"Mit Kaiser's Geburtstag beginnt der Herbst"
(Für Nichtwissende - Geburtstag von Franz Josef II ist der 18. August)
:-)

Antworten

kuschelmuschel, 19.08. 10:56

das fällt zusammen mit dem ende der hundstage ...
und die gabs schon vor dem kaiser ...

tibetterrier, 19.08. 10:58

Meine Südtiroler Tante hat hingegen gemeint:
"Der Herbst beginnt mit Ferragosto"
:-)

kuschelmuschel, 19.08. 10:59

und was ist das schon wieder ?

kuschelmuschel, 19.08. 11:00

habs schon - der 15. august

inventor, 20.08. 10:17

Einen Kaiser Franz Josef II. gab es gar nicht, @tibetterrier.

Das Ende der Hundstage ist hierzulande kalendarisch seit langer Zeit erst am 23. August, liebe Leut'!

tibetterrier, 20.08. 18:51

Danke, Inventor. Und das mir, peinlich, peinlich....
Nehmts halt einen "I" weg
:-))

manz, 21.08. 02:00

Nur zur Klarstellung: der Wechsel der Jahreszeiten ist kein Wetterextrem.

ösirepublik, 21.08. 10:39

aber de "neuen Jahreszeiten" dazwischen ..
April, Sturm, Hagel bei gleichzeitigem Sonnenschein schon !

ohne, 18.08. 09:40

Ist es jetzt zu trocken oder zu nass?

Antworten

fenris79, 18.08. 13:00

nach dem man den zeitlichen Kontext der Ereignisse beachten muss, beides.

Wenn es regnet dann zu viel, wenn trocken dann zu lange.

manz, 18.08. 15:03

Das Gras in Ostösterreich ist verdorrt. Da nützt dann ein Tag Dauerregen alle zwei Wochen auch nichts.

lokivonasgard, 18.08. 20:32

@ohne, 18.08. 09:40
In Summe ist in diesem Jahr zu wenig Regen gefallen im Osten Österreichs. Ansonsten ist, wenn ich mich recht erinnere, sogar recht viel Regen gefallen, allerdings eben selten als Landregen, sondern oft als Starkregen, dessen Wasser schnell wieder abfließt.

Wie es mein nordischer Sohnemann auch schon erwähnte ;o)

opipasam, 20.08. 20:24

Wir denken immer an das was einmal war, so weit unsere mikrigen Aufzeichnungen zurückreichen. Einmal war früher Meer wo heute Land ist, Wüsten wo heute Bäume stehen.
Diese dummen Aussagen stehen mir schon über.
Wir wissen so wenig von der Welt, dass es jämmerlich ist zu behaupten früher war es so oder so.
Menschen gibt es erste einige Wimpern Schläge der Weltgeschichte. Wir wissen nichts. Viele Möchtegern Klimatologen blasen sich auf und behaupten irgend einen Blödsinn, den meist die Wirtschaft von heute in die Welt setzt um uns Angst zu machen und unsere Kaufentscheidungen zu beeinflussen.
Wenn ich schon Experten höre, dann wird mir schon kotzübel.

ösirepublik, 21.08. 10:43

das, was bisher "unsere Kaufentscheidungen beeinflußt hat" führt offensichtlich in den Abgrund und zu einem "leeren Planeten" ...
Umdenken wäre also sehr wohl gefragt ...

lokivonasgard, 22.08. 00:01

@opipasam, 20.08. 20:24
Ein sehr qualifizierter Beitrag...

Lustig auch immer, dass Klimatologen mit angeblichen finanziellen Interessen in Zusammenhang gebracht werden, derweil Leugner des anthropogenen Klimawandels natürlich NIE solche Interessen haben würden... Fällt da noch einem was auf?

impfen, impfen, impfen

ohne, 18.08. 09:30

die Wolken müssen geimpft werden - solange sie nicht resistent werden.

Antworten

manz, 18.08. 15:04

Propaganda für Impfen machen meistens Geschäftemacher.

also Afrika hat noch einen niedrigen Lebensstandard

sage, 18.08. 06:06

dort muss noch jeder so ein Auto besitzen wie wir es haben, ich glaube in Suedostasien gibt es auch noch Laender mit Aufholbedarf. China und Indien hat die Industrie schon als Maerkte fuer die Autos gefunden. So wird die Erdatmosphaere halt mehr und mehr belastet und die Natur reagiert immer ohne viel Nachdenken. Steigt CO2 wachsen die Pflanzen staerker und die Menschen werden krank. Ist eigentlich ganz einfach. Wir tauschen Gesundheit gegen weltweite Bequemlichkeit anstatt in waermeren Laendern weniger Autos zu fordern. Alles muss ja sooo gleich sein ueberall

Antworten

lokivonasgard, 18.08. 09:14

Die Lage, insbesondere mit Blick auf Afrika, ist dabei erstaunlich optimistisch, da Afrika den Sprung in eine saubere Energie-Zukunft schaffen kann, ohne dass sie vorher fossile Energieträger verwenden (dann dürfen sie natürlich nicht die derzeitigen PKW-Dreckschleudern im großen Stil einführen). In Afrika gibt es ein Potential vom 3700-fachen (!) des derzeitigen Energiebedarfs allein an bereits untersuchter Wind- und Solarenergie.

Siehe hierzu:

Africa Progress Panel (Hg.). "Power, People, Planet. Seizing Africa’ Energy and Climate Opportunities". 2015
www.africaprogresspanel.org/publications/policy-papers/
2015-africa-progress-report/

IRENA (Hg.). "Africa Power Sector: Planning and Prospects for
Renewable Energy". 2015
www.irena.org/documentdownloads/Publications/IRENA_
Africa_Power_Sector_synethesis_2015.pdf

Wu, G. et al. "Renewable Energy Zones for the Africa Clean Energy Corridor". International Renewable Energy Agency (IRENA) und Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL), LBNL-187271. 2015 http://mapre.lbl.gov/download/859

Oder auch zusammengefasst im Spektrum der Wissenschaft 05 2017 S. 72ff

ösirepublik, 18.08. 09:26

WO steht geschrieben, daß nur Europa und Nordamerika im Überfluss leben darf, auf Kosten der 3.Welt ?
die Einen werfen 30% der Nahrungsmittel weg, der Rest der Welt "darf" hungern ?
ein Nordeuropäer oder US-Amerikaner darf mehr Energie verbraten wie 3.000 Afrikaner ?

melhut, 18.08. 10:09

@ösi
Darüber hat sage offenbar noch nie ernsthaft nachgedacht. Er wirkt mir etwas instinktgetrieben.:-)

sage, 19.08. 07:48

back to forestry and horses, richtig! Weg mit der ganzen Industrie.

ösirepublik, 21.08. 10:44

falsch ..
aber was spricht gegen mehr Filter und weniger "Dumpen" in die natur ? aus reiner Profitgier !

Ursachen und Wirkungen

mati, 17.08. 20:52

muss gleichrangig begegnet werden. Wenn jetzt z.B. als Jahrhundertereignis ein Sturm in Ktn. Dächer abdeckt, muessen Klimaänderungs-Verursacher ernst genommen und Baumängel untersucht werden. Der Mensch ist es gewohnt zu forschen und zu reagieren. Deshalb mach ich mir in dieser Hinsicht keine Sorgen.

Antworten

ösirepublik, 18.08. 09:27

und du meinst, wenn wir mehr Steine aufs Dach legen dann ist "alles gut" ?

mati, 18.08. 21:07

dann ist die Hälfte erledigt, nämlich die unangenehme Auswirkung ist beseitigt.

ösirepublik, 21.08. 10:49

und gegen Sturmfluten und Überschwemmungen ?
mehr Sandsäcke vors Haus ?

Daß es im betrachteten Zeitraum

übrigens, 17.08. 18:42

einen Klimawandel gibt, bestreitet glaub ich niemand.

Die einzige Frage, die diskutiert wird, ist, kann dieser Klimawandel ursächlich an irgendwelche vom Menschen verantwortete Einflüsse geknüpft werden oder nicht. Das wesentlichste Indiz für eine CO2-Beteiligung ist nicht etwa eine physikalische Modellvorstellung, wie das funktioniert oder gar ein nachvollziehbarer Versuchsaufbau, der meßtechnisch jederzeit nachvollzogen werden kann. Es ist nur eine ähnlich verlaufende Entwicklung der Meßwerte, also die bekannte Keeling-Kurve und die irgendwie ermittelte Erdmitteltemperatur. Gäbe es hier eine direkte Abhängigkeit, hätten die Temperaturen seit etwa den Fünfzigerjahren stetig steigen müssen, so wie die Keeling-Kurve. Das tun sie aber nicht, und selbst IPCC spricht beim CO2-Einfluß von Wahrscheinlichkeit, abgesehen davon, daß IPCC-Pamphlete meines Wissens nicht begutachtet im wissenschaftlichen Sinn sind, also aus wissenschaftlicher Sicht eigentlich belanglos.

Es gibt aber begutachtete Studien, die die Temperaturentwicklung über einige Jahrtausende einer Zyklenanalyse ( Fourieranalyse )unterziehen, um enthaltene Periodizitäten herauszufinden. Und siehe da, solche Periodizitäten gibt es, sie haben allerdings mit CO2 überhaupt nichts zu tun. Sie geben aber auch die Stagnation der Erwärmung über jene ca. 20 Jahre wieder, in denen ca. 50% des gesamten menschlich erzeugten CO2 emittiert wurde und in denen sämtliche Computermodelle vollkommen daneben liegen (weil sie überwiegend ans CO2 geknüpft sind).

Skepsis am Ausmaß des Beitrags durch CO2 ist also mehr als angebracht.

Antworten

mozartkugel24, 17.08. 20:52

Wenn man vom Klimawandel spricht, meint man den anthropogenen Klimawandel. Da erübrigt sich die Frage, ob der Mensch ursächlich was damit zu tun hat.
Welche über Jahrtausende gehende Zyklenanalyse, sollen 20 Jahre Erwärmung oder deren Stagnation erklären können?
In welchen 20 Jahren wurden 50% des menschlich erzeugten CO2 emittiert, ohne dass es eine Erwärmung gab?
Skepsis an diesem Beitrag ist angebracht.

mozartkugel24, 17.08. 20:54

soll statt sollen

lokivonasgard, 17.08. 21:53

@übrigens, 17.08. 18:42
"Die einzige Frage, die diskutiert wird, ist, kann dieser Klimawandel ursächlich an irgendwelche vom Menschen verantwortete Einflüsse geknüpft werden oder nicht."
Diese Frage wird in Fachkreisen nicht diskutiert. Leugner des anthropogenen Klimawandels wünschen sich in dieser Frage gerne eine Diskussion, aber eine solche gibt es nicht.

"und selbst IPCC spricht beim CO2-Einfluß von Wahrscheinlichkeit"
Natürlich, denn die Wissenschaft ignoriert keineswegs wo oft unterstellt mögliche natürliche Ursachen. Und dennoch kommt sie zu dem Schluss, dass mindestens (!) die Hälfte des aktuell beobachteten Klimawandels menschengemacht ist.

"abgesehen davon, daß IPCC-Pamphlete meines Wissens nicht begutachtet im wissenschaftlichen Sinn sind, also aus wissenschaftlicher Sicht eigentlich belanglos."
LOL - Unwissenheit ist nicht immer ein Segen. Selbst einige große Klimawandelleugner brüsten sich damit, als Gutachter des IPCC tätig gewesen zu sein.

"Es gibt aber begutachtete Studien, die die Temperaturentwicklung über einige Jahrtausende einer Zyklenanalyse "
Sie sind nicht "gut beachtet", sondern wurden widerlegt und werden seit dem bestenfalls belächelt. Und es kommt noch ärger: Die Arbeiten der Autoren beruhen auf Messkurven, deren Ersteller explizit anmerkten, dass die getroffenen Interpretationen anhand ihrer Daten unmöglich sind.

"Skepsis am Ausmaß des Beitrags durch CO2 ist also mehr als angebracht."
Gähn.

@mozartkugel24, 17.08. 20:52
Er meint damit die von Vahrenholt und Lüning in "Die kalte Sonne" vergewaltigten Messwerte anderer Forscher, die sich ausdrücklich von den im Buch getroffenen Schlussfolgerungen als unseriös distanziert haben.

mozartkugel24, 17.08. 22:07

Offensichtlich kenn ich mich in der "Klimawandelleugnerszene" zu wenig aus, nie von dem Buch gehört.

lokivonasgard, 17.08. 22:32

@mozartkugel24, 17.08. 22:07
Da hast du auch nicht viel verpasst!

shogunczek, 17.08. 22:53

"die Hälfte des aktuell beobachteten Klimawandels menschengemacht ist."
Wie gemessen, wann und von wem, bitte??? Unfug über Unfug!!!

c3po, 17.08. 23:11

zitat
"Er meint damit die von Vahrenholt und Lüning in "Die kalte Sonne"
....
Sind das die Beiden die sich bei ihren Windrädern verrechnet haben?

lokivonasgard, 17.08. 23:21

@shogunczek, 17.08. 22:53
Indem man abschätzen kann, wieviel der Klimaänderung maximal aufgrund natürlicher Änderungen entstehen kann.

lokivonasgard, 17.08. 23:52

@c3po, 17.08. 23:11
Keine Ahnung, ehrlich :o)

Zu dem Buch: http://de.kaltesonne.wikia.com/wiki/KalteSonneCheck

Viel Spaß beim Faktencheck, wenn ihr zu viel Zeit habt ;o)

übrigens, 18.08. 09:20

> loki
Allein die Tatsache, daß IPCC von Wahrscheinlichkeit spricht, belegt doch klar, daß von einem Wissen keine Rede sein kann! Sonst würde es heißen, es ist so und das kann man wie folgt beweisen ...
Nur solche Beweise gab es nie und gibt es nach wie vor nicht. Das sind eben die Fakten.
Von "kalter Sonne" hab ich übrigens erst durch eure Beiträge erfahren.

ösirepublik, 18.08. 09:30

Wer "weiß" die Zukunft ?
Wissenschatlich fundiert können wir nichtmal das genaue Wetter in 4 Tagen vorhersagen .. !
Tatsache ist, daß wir den Planeten aufs schlimmste plündern und vergiften .... das genügt "als Beweis" ...

lokivonasgard, 18.08. 09:48

@übrigens, 18.08. 09:20
"Allein die Tatsache, daß IPCC von Wahrscheinlichkeit spricht, belegt doch klar, daß von einem Wissen keine Rede sein kann! Sonst würde es heißen, es ist so und das kann man wie folgt beweisen ..."
Was natürlich kompletter Unsinn ist. Mit dieser Aussage hätte wir weder eine statistische Thermodynamik, noch eine Quantenphysik entwickelt, denn auch die machen in der Physik statistische Aussagen und auch die gesamte Medizin, welche bei der Wirksamkeit von Medikamenten auch nur statistische Aussagen macht, wäre damit hinfällig.

"Nur solche Beweise gab es nie und gibt es nach wie vor nicht."
Weil sie nicht notwendig sind.

"Das sind eben die Fakten."
Nein, das ist Unsinn.

"Von "kalter Sonne" hab ich übrigens erst durch eure Beiträge erfahren."
Wer's glaubt.

@ösirepublik, 18.08. 09:30
"Wissenschatlich fundiert können wir nichtmal das genaue Wetter in 4 Tagen vorhersagen .. !"
Wissenschaftlich "fundiert" im Sinne einer kausalen Vorhersage würde das Gerät, welches du zum posten hier verwendest, nicht funktionieren...

"Tatsache ist, daß wir den Planeten aufs schlimmste plündern und vergiften .... das genügt "als Beweis" ..."
Diese Tatsache würde ich unterschreiben. Ob das einigen Usern als "Beweis" genügt, wage ich zu bezweifeln.

ösirepublik, 21.08. 10:50

manchen reicht auch ein Däniken ...

lokivonasgard, 23.08. 07:38

@ösirepublik, 21.08. 10:50
LOL. Vielleicht wird das Klima ja auch von Außerirdischen manipuliert?!

Die Faktenlage ...

apophis, 17.08. 18:05

https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/der-globale-co2-anstieg-die-fakten-und-die-bauernfaengertricks/
Diejenigen, die diese Grundlagen prinzipiell negieren und auch nicht bereit sind, dazuzulernen, werden weiterhin ihren Schwachsinn über "Kalte Sonne" und der Unwirksamkeit von dem "bißchen Treibhausgasanstieg" in der Atmosphäre verbreiten.

Antworten

Klimaleugner...

katuneu, 17.08. 14:36

...klingt doch wie ...?, oder? So tief? Aber - danke, dass Sie sich Mühe machen - vielleicht ein Witzerl, mit dessen wenig erbaulicher Aussage wir versöhnlich einer Meinung sein können: ...Treffen einander Venus und Erde; Venus: "na D U siehst aber gar nicht gut aus, was hast´ du denn? Erde: "Homo sapiens!". Venus: "keine Bange, d a s geht vorüber..."
LGkarl Turecek

Antworten

melhut, 17.08. 14:47

Auch wenn du lieber Witze machst anstatt dir Fachwissen anzulesen oder auf Sachargument einzugehen: an der Faktenlage ändert das nichts. Fakten gehen nicht weg, nur weil man sie verleugnet.

senfbaron, 17.08. 14:53

kateneu: Du glaubst auch immer noch nicht, dass die Erde eine Kugel ist und sich um die Sonne dreht, hm?

melhut, 17.08. 15:01

Wer das heliozentrische Weltbild infrage stellt, wird mundtot gemacht. Jeder Zweifler wird systematisch fertig gemacht. Dabei ist doch offensichtlich, dass die Erde weder eine Kugel ist noch sich um die Sonne dreht. Denn sonst würde es uns ja in den Weltraum hinaus schleudern. Die Wissenschaft hat dafür noch keine Erklärung geliefert. Zumindest keine, die bei Breitbart-News (meiner Primärquelle) veröffentlicht wurde.

lokivonasgard, 17.08. 15:45

@melhut, 17.08. 15:01
"Wer das heliozentrische Weltbild infrage stellt, wird mundtot gemacht."
Das ist eine lustige Diskussion, denn Physiker haben nicht einmal etwas gegen ein geozentrisches Weltbild. Zum einen "stimmt" ja auch das heliozentrische "nicht", denn die Planeten und die Sonne rotieren um einen gemeinsamen Schwerpunkt (ein Fakt, den man sich bei der Suche nach extrasolaren Planeten zu Nutze machen kann). Zum anderen bewegen sich Sonne und Planeten innerhalb der Milchstraße und diese bewegt sich mit anderen Galaxien im Universum (Stichwort: Laniakea). Man kann die Bewegung von Sonne und Erde (und Planeten) auch in geozentrischer Weise formulieren (sogar "Hybrid-Modelle sind möglich, ein solches hat einmal Tycho Brahe entworfen). Mathematisch gesehen handelt es sich beim Übergang von heliozentrischer zu geozentrischer Beschreibung um eine Koordinatentransformation. Allerdings muss man auch sagen, dass die Gleichungen in der heliozentrischen Darstellung eine besonders einfache Form annehmen.

Also... bitte nicht über die Geozentriker lustig machen, sie haben zumindest nicht ganz unrecht... ;o)