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Wie Kinder besser fördern?

Fördern und fordern - für Lehrerinnen und Lehrer ist es der tägliche Spagat. Die Rahmenbedingungen, wie also Schule und Unterricht organisiert sind, entscheiden aber mit, wie gut dieser Spagat gelingt. Was würde das Schulautonomiepaket ändern? Wie können Kinder besser gefördert werden?

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1689 Beiträge

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Forum

Ich empfehle Eltern,

facteur, 27.06. 16:46

die mit der Performanz der Lehrer ihrer Kinder unzufrieden sind, einen Rechtsanwalt zu konsultieren.

Antworten

gregordergrosse, 27.06. 16:56

richtig, das ist gut angelegtes Geld! Denn die gut Ausbildung der Kinder (und nicht die erschwindelte) ist das Wichtigste im Leben!

Autonomiepaket - ich kenne einen LSR, der ab sofort das...

hahnemann, 27.06. 15:29

...Gegenteil eingeführt hat

keine Einstellung, die ohne der Absegnung des Obersten abläuft

haben die das Paket falsch verstanden?

Antworten

Heute "maturieren" Leut,

facteur, 27.06. 14:40

die noch nie etwas von Heine, Trakl, Eichendorff, Wordsworth, Byron, Cervantes, Dante etc etc gehört haben

Antworten

alpensymphonie, 27.06. 14:45

Echt?

hahnemann, 27.06. 15:27

ja, die Kompensationsprüfungen in Deutsch sind ein Scherz - damit hätte man früher nicht einmal in das Cafe Griensteidl eintreten dürfen und einen Kaffee trinken - bzw. der Kellner hätte die Leute nicht bedient

facteur, 27.06. 15:37

aber hahnemann,
von der Wiener Kaffeehausliteratur haben diese Leute noch nie etwas gehört

alpensymphonie, 27.06. 16:01

Am Ende ist die Zentralmatura daran schuld, dass das Griensteidl zusperren muss :-)

alpensymphonie, 27.06. 16:05

Ach ja, wesentlich wichtiger als Peter Altenberg scheint mir übrigens "Nathan der Weise" zu sein, auch wenn mir eine genaue und zeitgemäße Besprechung der Ringparabel Lessings (und Boccaccios) einen Eintrag auf Haimbuchners Vernaderungshomepage einbringen wird.

hierklicken, 27.06. 16:12

@facteur: Wir hatten in der Schule als Pflichtlektür auch kaum mehr als Faust auf dem Programm, aber dafür wurde das Freifach Philosophie und das Freifach "Interpretation literarischer Texte" angeboten. Wer sich dafür begeistert, findet immer Wege mehr über ein Fach zu lernen.

gregordergrosse, 27.06. 16:52

nein! die zentralmatura ist an der Verdummung der schüler schuld, that´s it!

alpensymphonie, 27.06. 16:59

Auf Heine und den unerwähnt gebliebenen Büchner würde ich im Sinne der Bewusstseinsbildung meiner SchülerInnen übrigens niemals verzichten; desgleichen auf Kraus, Remarque, Thomas und Klaus Mann sowie Brecht; dazu Grass, Böll, Jelinek und Thomas Bernhard. Außerdem mir ein Anliegen: Schlinks Geschichte von der analphabetischen KZ-Wärterin, Juli Zeh, und als wichtigen Hinweis auf das slowenische Kärnten der "Engel des Vergessens". Ach ja, nicht zu vergessen Khaled Hosseini, um Afghanistan in den Fokus zu rücken.

alpensymphonie, 27.06. 17:00

Gregor: DU redest von Verdummung und schnallst selbst den Unterschied zwischen Dativ und Akkusativ nicht.

gregordergrosse, 27.06. 17:02

naja! Jelinek zählt ja im engeren Sinne nicht zu den Literatinnen, die ist eher ein Fall für die Psychotherapie ............. die sie ihr Leben lang durch ihre geistigen Auswürfe an sich selbst vollzieht!

alpensymphonie, 27.06. 17:04

Darum hat sie ja den weltbekannten Psychotherapiepreis gewonnen ;-)

Wie Kinder besser fördern?

gregordergrosse, 27.06. 13:04

.......... sicherlich nicht, indem man ihnen die Matura nachwirft, wie es leider häufig der fall ist und es soll ja bereits Lehrer geben, die bewusst wegschauen, wenn Kinder schummeln, nur um ja keine Troubles zu bekommen von: Eltern, Lehrer, Direktor ........

Antworten

facteur, 27.06. 13:36

sehr wirksam - und in zunehmendem Maße angewandt - ist die Einschaltung eines Rechtsanwalts,
meist aber genügt die Androhung eines solchen Schrittes

alpensymphonie, 27.06. 13:38

Gregor, danke für diese beeindruckende Demonstration einer Mischung aus Undifferenziertheit, Pauschalverurteilung, Desinformation und Gehässigkeit. Du wählst FPÖ? - Nur damit man weiß, mit wes Geistes Kinder man sich einlässt, wenn man dort das Kreuzerl setzt.

gregordergrosse, 27.06. 16:50

was ich wähle, geht dich nix an!

alpensymphonie, 27.06. 17:03

Was du wählst ist mir eh wurst; du interessierst mich nur als Symptom.

gregordergrosse, 27.06. 17:16

aber bitte, wenn es dir ein Bedürfnis ist, wähle ich gern die FPÖ!

wer seine kinder mag

aber, 27.06. 12:59

der spart bei sich selbst ein wenig und gönnt ihnen den besuch von privatschulen. zumindest die volksschule sollte in einer womöglich kirchlichen privatschule absolviert werden - weil dort gibts noch fordern und fördern. kostet zwar geld - dafür bringt es den kids aber was. und dort wird auch nicht jeder genommen. somit eine halbwegs homogene gruppe ohne ausreißer nach unten die den ganzen trupp aufhalten. das geld ist dort am besten angelegt. wer aber egoistisch ist der fählt halt weiter auf den ballermann und lässt die kinder in öffentlichen schulen von lehrern die wegen juli und august lehrer sind, ausbilden. und schimpft auf den staat weil der nix zusammen bringt. und kinder von typen die kirchenvertreter als kerzerlschlucker besudeln - die werden dort eh nicht gewollt und auch nicht genommen. gut für die anderen.

Antworten

Wir brauchen keine Maturaprüfungen mehr.

facteur, 27.06. 11:31

Weder zentral noch sonst wie.
Es muss doch ohnehin jeder durchkommen.
Dieses Ziel ist zu 99,9% erreicht.

Antworten

facteur, 27.06. 11:41

und sollte es noch einen Lehrer geben, der die Courage hat, gegen den Strom zu schwimmen, wird der erhebliche Schwierigkeiten bekommen

alpensymphonie, 27.06. 13:50

Echt?

ich zweifle mal auf vorrat pauschal die ganze zentral-

gregordergrosse, 27.06. 07:51

Matura an, die im letzten Jahr ein komplettes Desaster und heuer plötzlich eine nahezu 100%-ige Durchkommens Quote bescherte, ......... da ist doch was faul im Wahljahr 2017!

Antworten

alpensymphonie, 27.06. 13:42

Ja, die Regierung hat vermutlich mittels Chemtrails die Reifeprüfung manipuliert. Herr Hofer ist eh Experte auf diesem Gebiet.

Alle bis zum "Maturaniveau" ?

dosimeter, 26.06. 22:57

Die Note "genügend" kann bei der Zentralmatura Österreichs derzeit wirklich fast jeder und jede erreichen:

Ehemals normales Maturaniveau zeigt sich heute nur dort, wo auch die schriftlichen Zusatzaufgaben bewältigt wurden (= Note 3 oder besser).

Aber:

Seit man nachher (mittels mündlicher Ersatzprüfung) den schriftlichen Fünfer dezentral(!) kompensieren darf,

bevorzugen manche SchjülerInnen (und Lehrkräfte?) bewusst den schriftlichen 5er,

und stehen nach dem mündlichen Kompensieren dann mit einer deutlich besseren Maturanote da

als jene, die sich zentral(!) vergleichbar schriftlich (also auf Note 4) prüfen ließen.

Wäre mal nachzufragen. ob diese mündlich kompensierenden ManturantInnen denn wirklich mehr(!) konnten(??)
als jene, die schriftliche 4er bekamen.

Und was lernen wir daraus:

Es finden sich (in Österreich) doch immer wieder neue Wege, zu verschleiern, was alles nicht gekonnt wurde.

Schließlich sind wir doch international verpflichtet worden, die MaturantInnenquote Österreichs zu erhöhen
- ob mit oder ohne Notenwahrheit ist da nicht so wichtig.

;-)

Antworten

alpensymphonie, 26.06. 23:14

Die Kompensationsaufgaben werden zentral gestellt.

dosimeter, 27.06. 06:06

Selbstverständlich.

Und ausgewertet wird dann durch wen ?

Sieht die Zentrale jemals ein Prüfungsergebnis, kann sie über die Note mitbestimmen ? In welchen Fällen ?

Zentral vergleichbare Notengebung ?

Zentralmatura als themenverfehlte Bezeichnung ?

alpensymphonie, 27.06. 07:15

Beurteilung nach detaillierten Bifie-Richtlinien durch Fachprüfer, Fachbeisitzer, Direktor und Vorsitzenden, dessen Aufgabe es ist, Rechtmäßigkeit zu gewährleisten.

dosimeter, 27.06. 07:29

Die Rechtmäßigkeit ist ja vorhanden. Typisch österreichisch ist nur der Etikettenschwindel 'zentral',

weil die neu eingeführte schnelle mündliche Kompensatipn nicht so zentral beurteilbar sein kann wie die allgemeine schriftliche Maturaarbeit.

alpensymphonie, 27.06. 14:13

Und die Beurteilenden werden immer Menschen sein, stell dir vor ;-)

Ergebnisse der Zentralmatura 2017

alpensymphonie, 26.06. 16:26

Prozentzahl der negativen Klausuren in OÖ und Vorarlberg (in Klammer die Position im bundesweiten Ranking):

OÖ: D 4,2% (4), E 4,5% (1), M 7,1% (1)
Vbg: D 5,0% (6), E 9,4% (7), M 15,3% (9)
(Quelle: BMB, 26.6.2017)

Frage 1: Wieso gibt es eigentlich keine Diskussion darüber, was in OÖ anders und besser läuft? Dasselbe Leistungsbild zeigt sich in den Resultaten der Bildungsstandards und der PISA-Testungen nämlich schon seit Jahren.
Frage 2: Wo will man nochmal schnell eine Gesamtschulregion einführen (Ja, DAS ist ein Anliegen!)?

Antworten

gregordergrosse, 26.06. 17:27

damit die regierung nicht noch dümmer dasteht, als sie eh schon dasteht, wird die zentralmatura diesmal halt so watschen-primitiv gewesen sein, dass sogar 95 % positiv waren, ............ anders ist das ergebnis ja nicht möglich! (nach dem desaster des vorjahres!)

alpensymphonie, 26.06. 17:52

Wenn du einen anderen Aspekt aufgreifen willst, dann eröffne bitte eine eigene Diskussion. Deine spekulative Schlussfolgerung geht nämlich am Eingangsstatement komplett vorbei.

gregordergrosse, 26.06. 18:16

sorry, ich hätte damit rechnen müssen, dass du mit zwei aspekten offensichtlich überfordert bist ............

alpensymphonie, 26.06. 18:40

Keineswegs. Überforderung beweist bloß du, wenn du auf Argumente nicht eingehst, sondern einfach von irgendetwas anderem zu schwafeln beginnst. Und eine derart depperte Antwort hat meine höfliche Aufforderung ("bitte") eigentlich nicht verdient.

alpensymphonie, 26.06. 18:46

Apropos: Dass die Regierung "dumm dasteht" ist eine rein subjektive Wertung von dir; inwieweit die Regierung die Aufgabenstellung beeinflusst hat, kannst du nicht quantifizieren; dass sie die Aufgabenstellung beeinflusst HAT, um selbst nicht noch dümmer dazustehen, ist kompletter spekulativer Humbug, und dass eine positive Entwicklung nur durch Abwertung herbeigeführt werden kann wird von OÖ bei Bildungsstandards UND PISA-Testungen eindeutig und statistisch nachweisbar widerlegt.

alpensymphonie, 26.06. 18:47

Und jetzt würde ich gerne zu meinen zwei eingangs gestellten Fragen zurückkehren.

zwosi, 26.06. 19:45

naja, dass in Vlbg der Änderungsdruck (noch) größer ist, vewundert nicht wirklich.

alpensymphonie, 26.06. 20:56

Ich verstehe "Veränderungsdruck" allerdings als "Verbesserungsdruck". Eine echte Evaluierung der in Vbg gesetzten Maßnahmen wird erst zehn Jahre nach Einführung der Modellregion erfolgen können (vier Jahre NMS, vier Jahre Oberstufe, drei Maturajahrgänge, um statistisch verlässliche Daten zu bekommen) - ein gefährliches Spiel um eine ganze Generation.

zwosi, 26.06. 21:11

uch Nichtstun wäre ein gefährliches Spiel. Und ja, im Voraus weiß man meist wenig.

alpensymphonie, 26.06. 21:48

Vom Nichtstun rede ich nicht. Schule muss sich immer ändern. Vielleicht sollte man sich aber einmal genau ansehen, warum im Bildungswesen zwischen den einzelnen Bundesländern derartige Unterschiede, die über Jahre hinweg deutlich erkennbar sind, bestehen. Auch wir haben z.B. unsere Migrationshotspots (Wels, Linz und Linz-Umgebung sind im Österreichvergleich durchaus Brennpunkte) - eine Vergleichbarkeit wäre gegeben (so sie erwünscht ist).

jimmyantipolis, 26.06. 22:17

uch Nichtstun wäre ein gefährliches Spiel. Und ja, im Voraus weiß man meist wenig.

doch, man weiss, dass ein reichlich schwachsinniges schulsystem wie das in der nms praktizierte, flächendeckend zu etablieren, ein noch gefährlicheres spiel als nichtstun ist.

zwosi, 26.06. 22:35

die NMS serviert, nicht anders als die AHS, Einheitsbrei ohne jegliche DIfferenzierung.

jimmyantipolis, 26.06. 22:39

wusste gar nicht, dass das gymnasium auch von sonderschülern besucht wird, dass es dort auch 7 noten in den hauptfächern gibt, dass dort ausnahmslos jeder reindarf und man keinen einzigen rauswerfen darf, egal was er treibt. ja wenn das so ist, gibts keinen unterschied ;)

zwosi, 26.06. 22:44

hmmm: da antwortest du auf nie aufgestellte Behauptungen. Übrigens: wenn es irgendwo ln Ö eine GS gibt, dann in Hietzing. SIe heißt dort Gymnasium.

jimmyantipolis, 26.06. 22:48

doch zwosi, genau die nicht aufgestellten, also verschwiegenen punkte sind das problem. das gymnasium hat eben den vorteil, dass eine einigermassen von der begabung her homogene gruppe da ist, alle relativ gut deutsch können müssen und man hartnäckige störenfriede entfernen kann.

jimmyantipolis, 26.06. 22:51

wobei es durchaus einige gegenden geben kann, wo das allenfalls einigermassen funktionieren könnte, aber bei weitem nicht flächendeckend und gewiss nicht ohne nachteil für den bildungsstandard der besseren schüler.

jimmyantipolis, 26.06. 22:51

wobei es durchaus einige gegenden geben kann, wo das allenfalls einigermassen funktionieren könnte, aber bei weitem nicht flächendeckend und gewiss nicht ohne nachteil für den bildungsstandard der besseren schüler.

zwosi, 26.06. 22:59

Nein, die Klassen in der AHS sind nicht homogen, was Begabungen betrifft. Auch nicht einigerrmaßen. Die Leistungsunterschiede gerade in Deutsch sind enorm.
Schulpflichtige störende Kinder loszuwerden ist übrigens auch an den AHS überaus schwierig.

jimmyantipolis, 26.06. 23:05

weiss ich nicht, wie das bei euch ist. in tirol ist jedenfalls regelmässig ein deutlicher unterschied zwischen nms und ahs niveau festzustellen. und wenn alles so problemlos wäre in der nms hätte man dort ja nicht das siebennotensystem einführen müssen. und nochmals, sonderschüler dürfte man in gymnasien kaum finden.

jimmyantipolis, 26.06. 23:07

und jedenfall sind bei uns gymnasienklassen weit homogener in der begabung als nms klassen. das dürfte selbst das bildungsministerium so sehen, ansonsten man in der nms nicht das siebennotensytem einführen hätte müssen, nicht wahr....

zwosi, 26.06. 23:08

jimmy: soweit ich weiß, haben mehr als die Hälfte der Maturanten eine HS/NMS- Vergangenheit.

jimmyantipolis, 26.06. 23:13

soweit ich weiss, ist das eher ein gerücht. aber nochmals, was ihr in wien da treibt, entzieht sich meiner kenntnis. und noch mehr erstaunt mich, dass die erst seit 2012 begonnenen nms bereits maturanten hervorgebracht haben sollen. alle achtung...

jimmyantipolis, 26.06. 23:15

und ja, die hauptschulen kannten ja noch differenzierung mittels leistungsgruppen.

alpensymphonie, 26.06. 23:21

@Zwosi: Oft sind gerade SchülerInnen mit HS-Vergangenheit in der AHS-Oberstufe sehr zielstrebig, weil sie genau wissen, was sie nicht mehr wollen... Ich habe jedenfalls in jeder Maturaklasse diese Sorte drin; daher besteht meiner Erfahrung nach durchaus Durchlässigkeit zwischen den Schultypen - übrigens zu Recht.

zwosi, 26.06. 23:22

drum auch HS/... Und zur NMS gab es Vorläuferformen.

WIe auch immer: was wirklch fehlt, ist eine starke innere Diffenenzierung in ALLEN Schultypen. Damit reduziert sich die Frage GS oder nicht auf eine sozialpädagogische und hört auf, die Bildungsdebatte zu dominieren.

gn8

jimmyantipolis, 27.06. 07:54

Zwosi
Das Ziel rot-grün romantischer Bildungspolitik war aber genau die Beseitigung der Differenzierung. Nach dem Motto: alle sind gleich, der Lehrer braucht's nur herauszuholen. Deshalb will man auch die sonderschulen auflösen und hat schon begonnen, sonderschueler in den regelunterricht zu stecken. Mit tw. recht negativen Folgen.

jimmyantipolis, 27.06. 08:03

Und weil man eben keine differenzierung zwischen sogenannten guten und schlechten Schülern wollte, hieß es in einem Erlass so schön, dass in der nms nur die besten Lehrer unterrichten, defakto waren das alle bisherigen hs Lehrer, die somit per Erlass allesamt zu den besten Lehrern ernannt wurden.

jimmyantipolis, 27.06. 08:07

Also ist ganz klar, was rot grün unter gesamtschule versteht. Keine differenzierung. Alle und zwar auch sonderschueler die ganze zeit in derselben klasse und im selben Klassenzimmer. Genau das ist das Problem.

jimmyantipolis, 27.06. 08:09

Und die Segnungen dieses sytems will man allen Kindern angedeihen lassen. Das ist deine gesamtschule.

La vida es la mejor escuela.

facteur, 24.06. 16:32

Antworten

zwosi, 24.06. 19:20

Mag sein. Aber das Leben lehrt dich (zumindest in Ö) kein Spanisch.

alpensymphonie, 25.06. 00:58

Spanische Stiefel tendieren dazu, gelegentlich etwas eng zu werden ;-)

inventor, 25.06. 23:01

Zieht sich deren Leder gar zusammen???

panagoulis, 26.06. 11:23

https://www.youtube.com/watch?v=32G4wn13LxU

:-)
(Ich hab jetzt mal eine neuere Version verlinkt
- das Original haben hoffentlich EH alle daheim)

Schulen, wo Kinder einander nicht gegenseitig behindern am Lernen.

dosimeter, 24.06. 09:25

Das ist es, was am dringendsten gebraucht wird. Ab dem Kindergarten. Und wir brauchen Eltern, die ihre Kinder nicht am Lernen hindern.

Und GesetzgeberInnen, die das kapieren - also haben wir nicht mehr lang Zeit.

Antworten

Wir brauchen wieder echte G'stett'n, wo Kinder

grasti506, 24.06. 08:06

sich aufhalten und spielen können, ohne, dass jeder Tritt und jeder Furz und Ton von sorgenvollen Eltern überwacht wird. Das wurde von Psychologen und zuständigen Wissenschaftlern erforscht (um unser Geld) darüber gibt es natürlich eine Studie. Diese Erkenntnis ist offensichtlich so bahnbrechend, dass Ö1 dem Thema eine ganze Sendung widmete. Ein Ergebnis, bei dem jetzt tausende andere, nichtwissenschaftlich gebildeten Wählersepperl'n sagen werden: "Des hätt I ohne Studie a g'wusst". Wie oft, viele wissen's, aber keiner tut was.

Antworten

kerberos, 24.06. 09:23

Keiner tut das, weil man verklagt wird, wenn man es doch tut.
Lehrer wissen schon lange, daß Kinder Zeiten brauchen, wo sie NICHT ständig überwacht werden. Aber wehe eine Gangaufsicht ist gerade mit Kind 23 beschäftigt, während Kind 217 am anderen Ende des Ganges auf einem Tisch herumturnt, abrutscht und sich das Bein bricht - dann kommt erst mal die Gangaufsicht vor Gericht und muß beweisen, daß sie alles getan hat, um das Kind vom Beinbrechen abzuhalten.

Und wenn ein Kind irgendwo im Wald von einem Baum fällt und sich den Arm bricht, schreien die Medien als erstes nach der Mutter, die doch die Aufsichtspflicht hätte. (Interessanterweise ist fast nie vom Vater die Rede.)

Wenn man weiß, daß man gerichtliche Probleme bekommt, wenn man das Kind ne Stunde alleine sich selbst kennenlernen läßt, dann ist halt klar, daß Erwachsene das nicht so gerne zulassen. Schließlich muß man auch noch auf sich selbst schauen...

inventor, 24.06. 10:20

Wenn die Mutter mit dem Kind in den Wald geht, hat der abwesende Vater keinerlei Aufsichtspflicht für diesen Waldspaziergang, @kerberos.

kerberos, 24.06. 14:39

Wenn Mama und Papa im Haus sind, und das Kind draußen herumtobt, dann hat Mama genausoviel Aufsichtspflicht wie Papa. @inventor

zwergnase01, 24.06. 15:31

Es grenzt fast an ein Wunder, daß ich (und auch die Freunde) noch am Leben bin.
Wir waren stundenlang unbeabsichtigt im Freien, haben eine Hütte gezimmert, ein Lagerfeuer gemacht, Kartoffel gebraten usw.
Heimgegangen sind wir erst wenn wir kein Lust mehr am Spielen hatten oder hungrig waren.

inventor, 24.06. 16:17

14:39 passt zur Antwort von 10:20 auf Beitrag von 09:23 nicht, @kerberos.

Die Gefährlichkeit von erwachsenenunbeaufsichtigten Lagerfeuern ist dem @zwergnase01 wohl unbekannt, oder er verniedlicht sie. Schön töricht.

zwergnase01, 24.06. 17:04

Ach Gott @Inventor, da hats Gefährlicheres gegeben als das Lagerfeuerabbrennen.
Überall in den Bächen sind Kriegsrelikte gelegen, völlig sorglos wurde nach weggeworfener Munition gesucht, wir waren uns keiner Gefahr bewußt, nur langsam wurden wir vom Lehrer aufgeklärt, daß wir das bleiben lassen sollen.

inventor, 24.06. 17:34

Es ist was dran am Spruch:
"Der Dumme hat's Glück."

inventor, 24.06. 17:36

War selbst tumber Spieler in einem "beliebten" Bombentrichter.

Kinderförderung

inventor, 23.06. 23:54

muss schon bei der Schwangerenförderung beginnen!

Antworten

Förderung kann nicht erst in der Schule beginnen

altlemur1, 23.06. 18:01

Auch Basiswerte und die grundsätzlichen Kulturtechniken müssen Kinder erlernt haben, bevor sie in die Schule kommen.
Ein nicht zu kleiner Teil der Schulproblematik liegt genau daran, dass die Schulen bei einem größer werdenden Teil der Kinder eben nicht auf einen notwendigen Grundstamm aufsetzen können. Da ist es nur logisch konsequent, dass dann auchd er Lernerfolg nicht da sein kann.
Die Frage muss also lauten, wie wir es als Gesellschaft schaffen können, Defizite, die aufgrund zu geringer Förderung im privaten / familiären Umfeld zu Schulbeginn bereits bestehen, hintanzuhalten und/oder auszugleichen.
Wer glaubt, das den Schulen und Lehrern neben dem normalen Unterricht umhängen zu können, ist vollkommen am Holzweg

Antworten

jimmyantipolis, 23.06. 18:13

Die Frage muss also lauten, wie wir es als Gesellschaft schaffen können, Defizite, die aufgrund zu geringer Förderung im privaten / familiären Umfeld zu Schulbeginn bereits bestehen, hintanzuhalten und/oder auszugleichen.

tja, da fällt mir nur ein, die kinder denen wegzunehmen, die sich als unfähige eltern erweisen. oder aber man erinnert sich an die eigenverantwortung der menschen, die ebendiese menschen für sich und den ihnen anvertrauten haben.

aber jeden tun zu lassen, was er will und die negativen folgen die gesellschaft auslöffeln zu lassen, halte ich nicht wirklich für die richtige methode.

phoebe07, 23.06. 20:51

man könnte die Eltern die mit der Erziehung überfordert sind auch unterstützen und nur wenn sie die Unterstützung nicht annehmen das Sorgerecht entziehen- das wäre wohl der fairste Weg.

effenbeisser, 23.06. 22:10

Phoebe völlig richtig!! Ich bin auch ganz bei Jimmy!! Mich nervt es unendlich, dass sich unsere Gesellschaft zusehends in eine Richtung bewegt wie sie Jimmy beschrieben hat!! Und wie kann man nur Ausreden und Entschuldigungen finden wenn Kinder keine Führung bekommen und damit ihr Leben vorgezeichnet ist?? Wie phoebe schon sagt, wer Hilfe braucht soll diese selbstverständlich bekommen! Aber wer glaubt ein ums andere Kind in die Welt zu setzen und sich um die Erziehung was zu scheissen, dem gehört das sofort abgedreht!!

geier, 23.06. 22:54

Die Kinderabnahme ist wirklicg eine extrene Massnahme, die auch nur in extremen Situationen angewendet werden darf. Da geht es aber nicht um "zu wenig Förderung" sondern um Bedrohung des Kindeswohls.
Witzig, wie sich da manche um die mangelnde Förderung in der Familie sorgen und jeden Versuch, Chancengleichheit in der Schule herzustellen, bekämpfen. Den Zusammenhang nicht zu sehen....dürfte auch einen Mangel an Förderung darstellen.

alpensymphonie, 23.06. 23:04

Die Chancengleichheit in der Schule besteht. Es steht jedem jungen Menschen frei, sie zu nutzen, und es liegt in der Verantwortung der Eltern, dies zu ermöglichen.

geier, 23.06. 23:05

In der Theorie haben sie recht. Die Praxis...eben wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sind...ist ganz etwas anderes.

alpensymphonie, 23.06. 23:10

Ja, überforderten oder fahrlässigen Erziehungsberechtigten ist die Verantwortung abzunehmen; das bedeutet aber nicht, dass diejenigen Eltern, die sie wahrnehmen, durch ein erzwungenes Gesamtschulsystem dabei ebenfalls entmündigt werden.

geier, 23.06. 23:14

Entmündigt werden.....Abnahme des Kindes.....wenn sie das vergleichen, tun sie mir ehrlich leid.

jimmyantipolis, 23.06. 23:36

tja, es fällt aber schon die ziemlich extreme ideologie auf, dass diejenigen, die ihre kinder nicht ordentlich erziehen, vom staat unterstützt und umsorgt werden sollen, dafür soll die entscheidungsfreiheit der eltern, die ihr kind ordentlich erziehen und ihm jede hilfe geben, dabei aber nicht wollen, dass ihr kind in einem abstrusen schulsystem (nms) unterrichtet wird, gänzlich beseitigt werden. denn dass begabte kinder in einen system, indem sie mit schlechtestbegabten und sonderschülern unterrichtet werden, nicht die entwicklungsmöglichkeit wie im gymnasium haben, ist jedem, der noch vernunft sein eigen nennt, klar.

inventor, 23.06. 23:41

Ita est.

Aber. Es gibt viel zu wenig Kinderbegleiter (=Pädagogen, griech.).

geier, 23.06. 23:42

Wie schaffen wir es, Defizite auszugleichen? Oh weißer Besserwisser....ihr Statement vor x Stunden....durch Abnahme des Kindes? Das ist Empathie = 0. Für jeden, der noch ein bisschen Herz hat.

jimmyantipolis, 23.06. 23:51

Wie schaffen wir es, Defizite auszugleichen?

jo geier, besserwisser schlägt vor:

Indem wir Eltern, die sich um die Erziehung ihrer Kinder nicht kümmern, tun lassen, was sie wollen und der staat dafür eine menge geld in die hand nimmt, um die folgen zu beseitigen. das ist die richtige, sozialistische / grüne lösung.

alpensymphonie, 23.06. 23:54

Ich habe nicht von einer Abnahme eines Kindes gesprochen, sondern von Begleitung beim Tragen der Verantwortung.

jimmyantipolis, 23.06. 23:54

und richtig, geier. derzeit bin ich noch weiß, habe meinen adriaurlaub erst vor mir ;)

jimmyantipolis, 23.06. 23:57

alpensymphonie

selbstverständlich ist die abnahme eines kindes nur in krassen fällen angebracht. die verantwortung der eltern einzufordern und zwar nachdrücklichst, ist aber in allen fällen angebracht. Und erst dann hat der staat einzuspringen.

alpensymphonie, 24.06. 00:04

Hab eh Geier gemeint. Schönen Urlaub übrigens.

jimmyantipolis, 24.06. 00:11

Hab eh Geier gemeint.

alpensymphonie, weiß ich eh.

übrigens, mit treu zur ideologie ihrer partei stehender, nicht links und rechts schauender, menschen zu diskutieren, ist leider wenig ergiebig. denn sobald die parteilinie ins visier der kritik kommt, wird bloß mehr mit zähnen und klauen verteidigt

geier, 24.06. 08:39

Da ist es halt viel praktischer, nicht irgendwie ideologiebelastet stramme Standpunkte besserwisserisch als Nonplusultra darzustellen mit dem Ziel, auf alles, was den Hauch von gesellschaftlicher Solidarität haben könnte, hinzudreschen.

inventor, 24.06. 09:39

Zum Kuckuck mit dem ORF,
was sind "weiße Besserwisser"?

alpensymphonie, 24.06. 11:20

Gesellschaftliche Solidarität besteht mMn aber nicht darin, Entscheidungsfreiheiten bewusst einzuengen.

jimmyantipolis, 24.06. 12:25

Gesellschaftliche Solidarität besteht mMn aber nicht darin, Entscheidungsfreiheiten bewusst einzuengen.

das ist im schulsystem eben rote / grüne ideologie. gleichmacherei vom feinsten....

geier, 24.06. 12:39

Naja...ohne Kompromisse werden wohl gesellschaftliche Probleme auch nicht möglich sein. Dass man dann von verordneter Kindesabnahme wegen "Minderleistung der Eltern" ( so hat der Disput hier angefangen) auf feinste Gleichmacherei kommt, kann man nur als Besserwisser so sehen. Natürlich ideologiefrei.

alpensymphonie, 24.06. 18:20

@Geier: Wie wär´s mal mit Solidarität anders herum? Wenn jemand Kinder in die Welt setzt, könnte er/sie auch mal (zumindest so jeden Freitagabend z.B.) nachfragen, welche Schularbeiten/Tests in der kommenden Woche anstehen, und ob´s da Probleme gibt; ob der Arbeitsplatz zusammengeräumt ist; ob die Vorbereitungen laufen; ob das Handy beim Lernen ausgeschaltet ist undundund. Die meisten Schulprobleme liegen nachweislich in der Unfähigkeit, effizient und mit gutem Zeitmanagement seine Aufgaben zu erledigen, und dieses Problem wird sicher nicht dadurch gelöst, diese Kinder mit Kindern zusammenzustecken, deren Eltern ihre Verantwortung ernst nehmen, und zu hoffen, dass die dann sozusagen im positiven Sinn ansteckend sind.

zwosi, 24.06. 20:28

hmm... muss ich ein Glück haben. Die zwosini haben mir längst klar gemacht, dass meine Nachfragen entbehrlich sind; sie würden es mir schon sagen, wenn sie Unterstützung benötigen sollten. Und siehe, es funktioniert. Sie rühren sich, wenn sie abgefragt werden wollen, und sie holen unsere Meinung nebst Zusatzinformationen ein, wenn ihnen Gelerntes zweifelhaft scheint.

alpensymphonie, 24.06. 21:00

Meine Sinfoniettas sind gsd auch sehr selbständig. Aber Eltern, die dieses Glück nicht haben, könnten mit etwas Konsequenz - da brauchts glaub ich nicht viel - präventiv für Problemminimierung sorgen.

Seit wie vielen Jahrzehnten

facteur, 23.06. 16:33

wird eigentlich an der Schule herumreformiert?
Ergebnis??

Antworten

hahnemann, 23.06. 16:56

Dabei bräuchte man nur die GÖD abschaffen

facteur, 23.06. 17:01

aha, Gewerkschaft abschaffen

jimmyantipolis, 23.06. 17:01

hahnemann
und dann könnten endlich die segnungen der bildungsromantiker auf unseren nachwuchs herabregnen. meinst das ?

altlemur1, 23.06. 17:34

Eines der Hauptprobleme ist zweifellos, dass alle die selbsternannten Fachmänner (Frauen sind sowieso keine darunter, schon das spricht Bände), die die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben glauben, in Wahrheit unser Schulsystem von innen überhaupt nicht kennen.
Dass es leider bei uns nicht möglich ist, vernünftige Lehrer/innen (und: Ja, die gibt es! Zum Glück sogar noch immer sehr viele - jenseits von berni's & co) in die Thematik einzubinden und damit sehr schnell zumindest einige der drängenden Probleme verbessern zu können, macht das Drama immer nur noch schlimmer

inventor, 23.06. 23:47

Unwahr, denn es sind Fachleute beiderlei Geschlechts, @altlemur1!