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SPD-Chef Martin Schulz

Wie gut ist Schulz als Politiker?

SPD-Chef Martin Schulz soll bei der deutschen Bundestagswahl im Herbst für die SPD die Kanzlerschaft erringen. Dazu muss aber die derzeitige deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) besiegt werden. Wie stehen die Chancen für Schulz nach der schweren SPD-Niederlage in Nordrhein-Westfalen? Wie gefährlich ist Schulz für Merkel? Welche Vor- und Nachteile bringt Schulz als EU-Spitzenpolitiker mit?

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290 Beiträge

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Forum

Blitzrücktritt

mladenec, 21.05. 15:40

Sehr schlau von Kraft, wenige Minuten nach dem Bekanntwerden der Niederlage die Schuld auf sich zu nehmen und damit von Schulz abzulenken. Aber das wird nichts nützen, weil die meisten den stimmgewaltigen Sprücheklopfer nicht ernst nehmen.

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regionaut, 22.05. 10:37

Aber jetzt hat er es wieder hinaus geschmettert, über die Sorgen und Anliegen der Menschen muß man reden und endlich braucht es mehr Gerechigkeit und trotzden sind die Schulz Umfragen im Absturz Modus. Wo kann nun der Fehler liegen?

Schulz zum SPD-Chef zu ernennen...

it21, 21.05. 15:29

...war ein Meilenstein in der Poesie!

Nach den Wahlen wird man überall hören:
"Schulz ist schuld!"

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Also der große Bericht gefällt mir, offensichtlich nimmt den in...

gscheitbär06, 20.05. 21:01

...Österreich noch wer ernst

http://news.orf.at/#/stories/2392332/

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carlo, 20.05. 21:17

"Schulz will sich an Macron orientieren"

Nun aus einem Haflinger wird kein Rennpferd, da wird Schulz wohl schnell munter werden.

Lustig oder tragisch

ungläubiger, 20.05. 20:03

dass sich ein Grundschulabsolvent an Macron, der nicht nur eine Eliteschule erfolgreich absolviert, sondern weiterst als Investmentbanker erfolgreich gearbeitet, danach auch noch die traditionellen französischen Parteien in Grund und Boden gefahren hat, "orientieren" will.
Schulz, der ja schon in Brüssel wie so viele Politiker "entsorgt" war, scheint Probleme mit der Realität zu haben.

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reservebuddha, 22.05. 16:29

Das wäre noch nicht so wichtig. Was viel schlimmer ist: Dass ein "Sozialdemokrat" sich an einem Politiker mit neoliberalem Programm orientieren will.

Damit tut er exakt das, was den Untergang der Sozialdemokratie verursacht hat.

Schulz will sich nach Macron orrientieren !

passagier055, 20.05. 15:22

Es ist schon seltsam was sich Politiker alles einfallen lassen um zu punkten. Plötzlich will man auf den Zug der Unabhängigen aufspringen und so tun als wär man auch unabhängig.

Früher war die Sozialpolitik "Richtungsgeber" und andere sind auf den Zug der Sozialdemokratie aufgesprungen. Man hatte Pionierarbeit geleistet und damit viele Erfolge eingefahren.

Wenn ich nur denke wie Kreisky sich um die Jugend gekümmert hat. Dieser Erfolg verleitete auch andere Parteien dazu mehr Jugendpolitik zu machen.

Heute will man nicht mehr "Richtungsentscheidend" sein, sondern springt selbst auf eine Richtung auf.

Ein neuer Anstrich auf einem alten Haus, macht das Haus deshalb auch nicht neuer. Man sieht mit großer Sorge das Parteien sich nicht ändern wollen, sondern nur sich selbst neu erfinden wollen.

Die ÖVP sieht sich plötzlich komplett neu als Sebastian Kurz-Bewegung. Die Sozialdemokraten sehen sich plötzlich neu als "Unabhängige". (Klar wenn man weltweit beobachtet das Unabhängige immer beliebter werden).

Selbst Rechtsextreme Parteien malen ihr altes Haus neu an.
So ist man plötzlich Judenfreundlich.

Ich hoffe nur das die Menschen den Unterschied zwischen "neuen Anstrich" und tatsächlichem Neuen erkennen.
(Gerade deshalb haben echte Neulinge die besten Chancen).

Man hatte den Erfolg und Einfluss von echten Unabhängigen auch bei uns gesehen als die PB-Wahl war. I. Chris hat vom Stand weg mit geringen Finanzen auf Anhieb 20% erreicht.
Unabhängige werden in Zukunft ein Faktor sein.

Und dann gehen die Altparteien her und wollen auf diesen Zug aufspringen um etwas vom Kuchen abzubekommen.
Plötzlich ist eine Partei keine Partei mehr, sondern eine "Bewegung". Plötzlich ist man keine Partei mehr die eine Geschichte hat, sondern "Unabhängig".

na bravo.........
da haben die Maler einen Haufen Arbeit vor sich, bei so vielen "Neulackierungen".........gg

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reservebuddha, 20.05. 17:01

Dann ist Schulz erledigt.

fr.merkel...

hugor, 20.05. 08:40

..ist eine grundehrliche, mütterliche und selbstlose person ist, der deshalb niemand das wasser reichen kann, da ist jeder andere neben ihr chancenlos

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regionaut, 20.05. 09:31

Schulz ist dagegen sehr genügsam, vor der Wähl posaunt er viele Versprechungen hinaus und nach der Wahl werden Verluste als Erfolge umgemünzt.

mati, 20.05. 09:58

hugor, sehe das ebenso. Demnach dürften sich die Wähler doch nicht nach den Blendern und Inszenierern sehnen, sondern sehr wohl versuchen, hinter die Fassade zu blicken.

manz, 20.05. 14:40

Diese Eigenschaften von Angela Merkel gepaart mit ihrem Kanzlerbonus und dem Wunsch breiter Schichten, in unruhigen politischen Zeiten keine Experimente zu wagen, lassen Schulz nur geringe Chancen, obwohl ich ihn nicht weniger integer einschätze als Merkel. Auf dem Posten des EU-Parlamentspräsidenten war er genau richtig, und ich habe mich sehr gewundert, dass er von diesem Amt, wo er einigen Gestaltungsspielraum hatte, in die NIederungen der deutschen Innenpolitik gewechselt ist. Für die SPD sicherlich ein Gewinn, für ihn persönlich eher nicht.

vielleicht weil fr.merkel...

hugor, 20.05. 08:18

..eine grundehrliche, mütterliche und selbstlose person ist, der deshalb niemand das wasser reichen kann, da ist jeder andere neben ihr chancenlos

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Egal

plinius, 18.05. 23:18

Ob Schulz oder Mekel oder Macron oder Kurz. Alles Wurscht. Was auf dieser Welt abgeht bestimmen schon lange nicht mehr die Europäer. Anstatt auf dieser Welt eine Rolle zu spielen, zerzausen wir uns am alten Kontinent weil wir nach Jahrzehnten Wohlstand fett, träge und faul geworden sind.

Antworten

carlo, 19.05. 11:50

"Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden."

Horst Seehofer unterhält sich mit Pelzig 20. Mai 2010 aufARD

https://www.youtube.com/watch?v=d5dC7hI0t8E&feature=youtu.be

manz, 20.05. 14:45

Soll das heißen, dass man nur dann in der Welt eine Rolle spielt, wenn man keine politischen Debatten führt, sondern einen Führer hat, der alles alleine bestimmt? Was heißt überhaupt, in der Welt eine Rolle spielen?

querdenker, 18.05. 07:15

Das ist der wichtigste Wahlhelfer der Merkel.

Antworten

iwasois, 18.05. 07:50

Merkel ist "unschlagbar" Gut.

carlo, 18.05. 09:43

Merkel ist "unschlagbar" Gut.
..........................................
Hätte die SPD eine wirklich charismatische Persönlichkeit aufgestellt - auch Frau Merkel hätte sich warm anziehen müssen.
So war es aber nur der Schulz.

iwasois, 18.05. 11:29

So find doch wem!!!

carlo, 18.05. 14:37

>iwasois.
Grosso modo gehn mich innerdeutsche Verhältnisse nichts an.
Wenn Deutschlande nicht -wie so oft - die Geschicke Europas negativ beeinflusste.
Ich denke so wird es auch jetzt sein - egal wer dort Regierungschef wird.

astrein2l, 18.05. 20:50

Ich wundere mich, über die rege Diskussion. Persönlich ziehe ich es vor, nichts zu sagen, denn die Wahrheit will der ORF selten hören, da bis du binnen Sekunden gelöscht.

reservebuddha, 18.05. 22:03

Was soll der Ausdruck "die Wahrheit"? Die hängt immer vom Standpunkt ab, und ist für jeden anders.

inventor, 20.05. 18:16

Angela ist wirklich unschlagfähig!

Er ist kein Politiker sondern

mladenec, 18.05. 02:14

stimmgewaltiger Dampfplauderer. Großmaul...Worthülsensprücheklopfer. Ein lautes Organ ergibt keinen guten Politiker.

Antworten

manz, 20.05. 14:46

Sprechen wir von derselben Person? Schulz ist doch nicht Trump!

mladenec, 20.05. 15:58

doch . Nur mit dem Unterschied dass Schulz (noch) keine Macht hat.

Als der Schulz Zug zum dampfen begann

carlo, 17.05. 23:48

@carlo,schrieb am 10.02. 10:57
Mein Bauchgefühl sagt mir sie hat wieder gute Chancen
Bundeskanzlerin zu werden. Diesmal sogar "leichter" als 2013.

Denn da hatte sie gnadenloses Glück- es gab nämlich eine linke Mehrheit, aber Gabriel traute sich nicht.
Schulz würde da nicht so zimperlich sein,wenn er die Chance auch bekommen würde.
Nur er wird Pech haben - das letztmals fielen 15% der Stimmen durch den Rost - und so kam eine linke Mehrheit zusammen.

Diesmal wird mit aller Voraussicht FDP & AfD in den Bundestag kommen und somit eine linke Mehrheit sich nicht ausgehen.

So tippe ich diesmal wieder auf Merkel. Kost ja nix.

Antworten

manz, 20.05. 14:48

Bitte nicht das Wahlergebnis für die einzelnen Parteien mit den anschließenden Koalitionsverhandlungen verwechseln.

Schulz ist das Opferlamm - sonst gar nix.

klargesprochen, 17.05. 22:32

Antworten

manz, 20.05. 14:48

Wessen Opferlamm?

Schulz ist entzaubert

andi0810, 17.05. 15:03

3 Wahlniederlagen, dabei sein Heimatbundesland.

Die Mediien-Hype der um ihn gemacht wurde, fällt nun auf ihn zurück - und er wird gegen Merkel klar verlieren.

Antworten

dersichnenwolftänzelt, 17.05. 16:44

Dem wird wohl kaum jemand widersprechen. Eigentlich könnte die Debatte damit beendet werden ;)

kicker61, 17.05. 19:11

siehst eh an der anzahl interessiert keinen menschen

regionaut, 17.05. 19:38

Den Schulz hat selbst die Arbeiterschaft schon überlauert. Dieser Politiker mit der stechender Stimme wäre am besten geeignet das wirtschaftlich starke Deutschland in einigen Jahren zu ruinieren. Die Löhne ausgiebig anzuheben führt in der Folge zum Bedienstete einsparen und weiter zu einer Arbeitslosigkeit. Wer das nicht glaubt soll sich Frankreich näher anschauen.

trostlos, 17.05. 19:40

Hätte bei der EU bleiben sollen

userxy, 17.05. 20:14

@kicker, die wenigsten interessieren sich für überregionale Entwicklungen.
Genau das macht es ein wenig komplizierter.

manz, 20.05. 14:51

Ja, Schulz ist ein Musterbeispiel für einen Medienhype. Den Schulz-Effekt gab es nur in den Köpfen der Journalisten und vielleicht auch bei den SPD-Anhängern, die gerne daran glaubten.

So schauts aus

gscheitbär06, 17.05. 08:38

http://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/landtagswahlen-nordrhein-westfalen/wie-kommt-schulz-wieder-aus-den-seilen-51759668,view=conversionToLogin.bild.html

Antworten

manz, 20.05. 14:52

Bild-Zeitung? Nein danke!

Schulz war Parlamentspräsident

mirabeau, 17.05. 06:44

Er kann mit allen gut. Er war fair, diszipliniert, aber farblos und vor allem ein Opportunist:

"Dereinst feierte er Gerhard Schröders Agendapolitik als historische Großtat, nun will er die Revision. Jahrelang lobte er die (inzwischen gescheiterte) Wirtschaftspolitik des französischen Sozialisten Hollande, jetzt feiert er den wirtschaftsliberalen Macron, da der in den Umfragen plötzlich vorne liegt. ... Bei Arbeitgebern redet er wirtschaftsfreundlich, bei Gewerkschaften plötzlich wirtschaftskritisch. Besonders verblüffend ist seine Haltung zur Steuerhinterziehung, die er in Reden dramatisch anprangert. In seiner Amtszeit aber ließ er erst die aggressive Steuervermeidung durch Luxemburg laufen und stellte sich hinterher – als Kritik laut wurde – schützend vor seinen luxemburgischen Freund Jean-Claude Juncker.", schreibt The EUROPEAN.

Die Zeit Kritisiert ihn für "kaum inhaltliche Akzente". Der Stern nennt ihn eine "gigantische Phrasendreschmaschine". Er ist mal für dies und mal für jenes.

Schulz ist Kanzlerkandidat, weil er seinen Job als EU Parlamentspräsident verloren hat. Kanzlerkandidat zu sein ist für ihn nur ein angemessener Versorgungsposten.

Schulz ist ein Mann ohne Eigenschaften.
Doch die guten Eigenschaften eines Parlamentspräsidenten sind die die schlechten eine Kanzlers. Schulz ist daher ebenso ungeeignet, Kanzler zu sein, wie Nationalratspräsident Heinz Fischer.

Antworten

manz, 20.05. 14:56

Ich glaube nicht, dass Schulz ein Mann ohne Eigenschaften ist. Er ist nur kein Parteipolitiker und wäre deshalb auf EU-Ebene besser aufgehoben.