Standort: debatte.ORF.at / Meldung: "Wie steht es um die Demokratie?"

Pallas Athene

Wie steht es um die Demokratie?

Eine autoritäre Politik gewinnt wieder an Zuspruch - auch in Österreich. Bei einer aktuellen Umfrage wünschte sich die Hälfte der Befragten einen "starken Mann", ein Viertel sogar einen Diktator. Was verbirgt sich hinter dem Ruf nach einem "starken Mann"? Wo muss die Politik ansetzen, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen? Wie steht es um die Demokratie?

Mehr zum Thema:

Beitrag schreiben

weitere Debatten

733 Beiträge

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

68 Prozent

disputatio, 23.04. 23:04

sind lt. zitierter Studie mit dem "Funktionieren der Demokratie" unzufrieden.

Also sie sind der Meinung (aus welchen Gründen auch immer), dass die Verfassungsmäßigkeit, Schutz der Grund- und Bürgerrechte und Achtung der Menschenrechte nicht funktionieren oder sagen wir - zumindest nicht ausreichend funktionieren!

Antworten

disputatio, 24.04. 00:05

sorry, kleiner Irrtum 4 Prozent haben keine Angabe gemacht - also es sind lediglich 64 %

helikopter, 24.04. 01:19

- und was ist mit den 79 % welche eine demokratie für die beste regierungsform halten ???

Immer schlechter.

meinerseits, 23.04. 20:10

Denn alle Parteien wollen nur das Parteiwohl über die Köpfe der Bürger hinweg und nicht das Volkswohl. Alle Skandale entstehen so - auch die der "Volks"partei.

Antworten

Analyse der Demokratie

reminder, 23.04. 18:09

Demokratie bedeutet, dass Bürger wählen und eine Wahl
(Auswahl) vorfinden, die von Parteien (Obmännern) weitgehend
bestimmt sind. So weit so gut.

Nun ist es so, dass die meisten Abgeordneten monetär von der
Partei abhängig sind, in ihrer freien Meinungsbildung also nicht
autonom sind. (weiß schon, dass Einigung nötig ist...aber)

Nehmen wir Fälle wie HAA (Kärntner Landtagsabstimmung für
irrwitzige Haftung) oder den Eurofighterkauf (ahnen konnten wir
bisher, ob es belegt wird was wir ahnen ist derzeit offen)

Unser System (Beispiele wie oben nur auszugsweise) ist in
Wahrheit eine Parteiendiktatur zumal der Bürger mittels
Einzelabstimmung (siehe System Schweiz) nicht korrigierend
eingreifen kann.

Auch das System Schweiz hat Mängel (bei Langfristigkeiten
sind Bürger oft überfordert) aber die Bürger haben auch bei
uns (Ausnahme Stmk. als Voves und Schützenhofer
Gemeinden zusammenfügten um Geld zu sparen) meist ein
Gefühl für das was nicht im Bürgerinteresse sein kann.
(Beispiele wie oben)

Überzogene Partei - und Politikerbegehrlichkeiten wären kaum
möglich wenn im internationalem Vergleich (Daten mit Vor-
Nachteilen udn internat. Vergelich sind bei jeder Abstimmung
dem Bürger objektiv geprüft vorzulegen für eine Entscheidungsmatrix) Bürger kausal entscheiden könnten.

Das ist nicht der Fall und daher ist die österr. Demokratrie
nur eine Scheindemokratie die Parteimacht zu Mißbrauch
geradezu einlädt.

Direkte - und indirekte Steuergrößen sowie extrem hohe
Gebührentarife behindern die Wirtschaft, Familien und
Folgegenerationen die Schulden in Übermaß übernehmen
müssen. ("müssen" ist im Sinn bereits undemokratisch)

Antworten

reminder, 23.04. 18:12

ergänzend, wie funktionieren Abstimmungen in der Praxis:

ein wortgewaltiger Leader (z. B in Ktn. ein ex LH) gibt vor
was Sache ist und für die Mehrheit (Kärntner Landtag)
finden sich ausreichend intellektuell und fachlich defizitäre
Figuren die die Hand in die höhe reißen damit kein Idividum
für den gebauten Mist verantwortlich ist.

Interessant, was Grillparzer von der Demokratie hielt.

facteur, 23.04. 16:58

Antworten

disputatio, 23.04. 20:47

was genau??

Robert Heinrich I.

griasdi, 23.04. 16:13

wűrde die Demokratie obsolet machen und seine Politik wäre trotz Satire um nichts schlechter.

Antworten

disputatio, 23.04. 16:21

unter Umständen sogar besser ;-))

dersichnenwolftänzelt, 23.04. 17:04

Naja, ein latenter Hang zum Sexismus ist ihm aber auch nicht abzusprechen ;)

diefackel, 23.04. 15:47

"Wir erleben eine Krise der Demokratie. Diese Krise hat verschiedene Ursachen – ökonomische, geopolitische, nationale usw. –, aber eine wesentliche Grundlage: Demokratie kann nur funktionieren, wenn eine klare Mehrheit ihre Werte nicht bloß indolent akzeptiert, sondern aktiv unterstützt. Diese Unterstützung geht aber nun verloren, und stattdessen verfallen weite Kreise der Bevölkerung in altbekannte demokratieferne Denkmuster, die sie in die Arme von Demagogen, Populisten und Extremisten treiben. Dass diese Extremisten im Westen derzeit fast ausschließlich rechts stehen – von Trump bis Hofer, von Orban bis Kaczynski – hat ebenfalls verschiedene Gründe, führt aber jedenfalls dazu, dass überwunden geglaubte Fehlentwicklungen dieses Radikalismus – wie kruder Nationalismus oder brutaler Ethnozentrismus – plötzlich wieder "Zeitgeist" sind. Die Kluft zwischen jenen, die diese platten und gefährlichen Ansätze teilen, und denen, die noch an die liberale Demokratie glauben, scheint sich stetig zu vergrößern. Und der "Bürgerkrieg", den Extremisten wie Strache längst ganz offen ankündigen, findet auf der Ebene der Ideen längst statt."
8.11.2016

"Viele Menschen habe die Demokratie akzeptiert, solange sie einerseits ökonomisch profitiert haben, andererseits das Gefühl hatten, mit ihrer Entwicklung (noch) leben zu können. Die Wirtschaftskrise hat diese Menschen verunsichert, und die sozialen Medien bieten eine ideale Plattform, um die "Schuldigen" für diese Unsicherheit und liberale gesellschaftspolitische Entwicklungen, mit denen der "kleine Mann" nicht mehr mitkann, zu benennen. Diese Menschen verstehen die moderne Demokratie in keiner Weise, und sie leben neben, nicht in ihr. Sie wollen daher auch keinen politischen Wechsel, sie wollen eine Revolution, mit der die verloren geglaubte Klarheit und "Ordnung" wiederhergestellt wird. Man kann aus diesen "Zwangsdemokraten" keine Demokraten machen, das sind verlorene Generationen. Wir müssen vielmehr froh sein, wenn Leute wie Trump, Strache Le Pen u.a. nicht die Macht bekommen, die Demokratie zu zertrümmern – die Zustimmung dafür haben sie jedenfalls in weiten Teile den Bevölkerung …
9.2.2017

Antworten

dersichnenwolftänzelt, 23.04. 15:57

>fackel: Sind das Beiträge von Dir, die Du hier zitierst?

brauser, 23.04. 16:04

Die Krise liegt wohl eher darin begründet, dass die Bürger erkennen, dass sie in der von Lobbies, Parteien und Bünden organisierten "Demokratie" keine Macht mehr haben, sondern nur mehr in der Rolle der Zuschauer sind. Ein Farbe darfst Dir noch aussuchen. Wer im Parlament und auf der Regierungsbank sitzt, bestimmen Banken, Konzerne und Beamtenvertreter. Und da ist es egal welche Partei gewinnt.

diefackel, 23.04. 16:14

>dersichnenwolftänzelt

Ja, inklusive Tippfehlern. :-)

sowa, 23.04. 17:03

@brauser
du hast mir meine aussage darueber weggenommen. sehe aber dass auch andere in die selbe richtung denken.
das problem, ganz kurz gesagt, ist, dass die parteien am volk vorbei, oder vorueber entscheiden, und nicht mehr in das volk hoehren wollen. und auf alle faelle auf ihren sessel kleben wollen, oder einen gleichwertigen oder besseren job in der staatsindustrie erhalten.
da die blauen nicht regieren, und diese art des postenschachers nicht so sehr auffaellt, werden diese eben vom volk jetzt mehr aktzeptiert. ob sie es besser machen kann man nur sehen, wenn sie auf dem patz der altparteien sind.

gehe einmal in eine oesterreichische Botschaft im Ausland

sage, 23.04. 15:32

dann siehst Du den Wert deiner Staatsbuergerschaft. Demokratie pur

Antworten

disputatio, 23.04. 15:47

mag sein - das funktioniert aber nur dann wenn dich die vorangegangene Diskriminierung "daheim" nicht daran hindert überhaupt den Luxus einer Auslandsreise erleben zu können.

griasdi, 23.04. 16:04

Also den Wert der österreichischen Staatsbűrgerschaft habe ich an österreichischen Botschaften noch nie positiv erleben dűrfen. Man wird als Lästiger, der Arbeit verursacht, betrachtet und auch so behandelt. Natürlich bin ich über das Privileg überhaupt ins Ausland reisen zu dürfen extrem froh...

brauser, 23.04. 16:05

Das ist aber jetzt keine Alleinstellungsmerkmal von Botschaften, dass ein begehrender Bürger im Beamtensystem ein störendes Übel ist.

disputatio, 23.04. 16:19

@griasdi: Gehe ich recht in der Annahme, dass deine Formulierung "Natürlich bin ich über das Privileg .......froh" als umgangssprachliche, nebensächliche Äußerung zu betrachten ist.

Und nicht als deine Meinung, dass die im Land vorhandene Diskriminierung dich "extrem froh" stimmt, zu werten ist.

griasdi, 23.04. 16:30

@disputatio: das ist eine eigenartige Stellungsnahme. Warum meinen viele Leute, dass man durch Verkomplizierung besonders intellektuell erscheint?

disputatio, 23.04. 16:45

es geht nur um Fakten

sage, 23.04. 22:04

disputatio
ich glaube Du hast den Satz nur fluechtig gelesen Griasdi schrieb AN oesterreichischen Botschaften. Diesen Kommentar teile ich, der Botschafter spielt dort Koenig und "Gott und Kaiser" sind weit weg. Zeigt wie ausgehoelt unsere Demokratie ist. Diktatur der Beamten ist das.

"Starker Mann" und Demokratie sind kein Widerspruch

40pips, 23.04. 14:53

Das begreifen aber die selbsternannten Intellektuellen, die dauernd alle anderen als bildungsfern bezeichnen, nicht. Vermutlich ist es zu kompliziert für sie.
Wenn sich das Volk eine ausgeprägte Führungspersönlichkeit wünscht, ist das ein demokratisch vorgebrachtes Begehren.

Antworten

brauser, 23.04. 14:56

Ist eh zu akzeptieren. Nur damit ist die Demokratie abgewählt und der Führer befiehlt. Die meisten Diktatoren sind demokratisch an die Macht gekommen.
Aber das begreifen wiederum die mit weniger Intellekt ausgestatteten nicht.

diefackel, 23.04. 15:07

>40pips

Demokratien sind nicht voraussetzungsfrei, d.h. nicht alles, was per Mehrheit beschlossen wird, ist auch demokratisch. Seltsamerweise begreifen das selbst ernannte Demokratieexperten wie du wunderbar, wenn es z.B. um die Türkei geht, aber offensichtlich gar nicht, wenn es darum geht, die antidemokratische Tendenzen im eigenen Land richtig zu beurteilen.

langweiler, 23.04. 15:11

Pips meint wohl nur so einen Halbstarken Mann.
So einen idealen, oder gemäßigten Diktator.

helikopter, 23.04. 15:24

>fackel : re "nicht alles was...." interessiert : hättst da ein beispiel ? danke !

diefackel, 23.04. 15:31

>helikopter

Alleine diese Frage ist schon nackter Wahnsinn aus demokratischer Sicht, vor allem wenn man das konkrete Beispiel der Türkei bedenkt, das ich extra erwähnt habe.

langweiler, 23.04. 15:38

Wenn mich nicht täuscht, dann ist sogar unser Stratosphärenspringer für eine gemäßigte Diktatur.
Welcher da von der Baumgartner Höhe abgesprungen ist.

dersichnenwolftänzelt, 23.04. 15:59

Baumgartner ist sicher ein mutiger Kerl, politisch sollte er sich allerdings besser nicht äußern. Erstens nicht sein Job und zweitens eigentlich jedesmal peinlich.

40pips, 23.04. 17:08

Erstens nicht sein Job und zweitens eigentlich jedesmal peinlich.
----------------------------------------------------------------
1.) Wessen Job ist es hier? Deiner oder der eines anderen?
Wahrscheinlich hätte unter diesem Gesichtspunkt das Thema genau null Beiträge
2.) Die Meinung des anderen als peinlich zu bezeichnen zeugt von wenig Demokratieverständnis.

helikopter, 24.04. 01:24

>fackel : ich hatte auf ein konkretes (!) beispiel einer solchen entscheidung gehofft...

Das " rege" Interesse hier zeigt

klartexten, 23.04. 12:08

dass es niemand wirklich aufregt, wenn sich immer mehr von der Demokratie abwenden, außer...es handelt sich dabei um Türken. Da ist es dann schon bedenklich, echt.

Antworten

disputatio, 23.04. 12:31

das "rege" Interesse hier zeigt lediglich, dass wenige hier ihr Statement hinterlassen, man kann nicht daraus schließen "dass es niemand wirklich aufregt, wenn sich immer mehr von der Demokratie abwenden.."

Jedoch bin auch ich absolut der Meinung, dass das tatsächlich echt bedenklich ist. Ich vermute es wird uns "die harte Tour" nicht erspart bleiben.

dersichnenwolftänzelt, 23.04. 14:01

Das rege Interesse ist darauf zurück zu führen, dass es sich um eine Studie handelt, bei der wir weder Qualität noch Intention beurteilen können. Für die Süddeutsche und deren Facebookmob war`s natürlich ein gefundenes Fressen. Meine Güte, was wurden da Klischees bedient. Gegen Österreich und seine Einwohner kann man`s ja machen.

Fakt ist aber, dass von 1945 bis heute die Demokratie in Österreich nur ein einziges mal in Gefahr war und das war als ganz zu Beginn die Kommunisten mit in der Regierung saßen. Und das auch nicht wirklich da marginal.

zwosi, 23.04. 14:30

Soo marginal sind die Ressorts Inneres und Bildung (nebst, damals wichtig, Volksaufklärung) gar nicht. Gefahr für die osterreichische Demokratie ging davon keine aus.

dersichnenwolftänzelt, 23.04. 14:32

Das haben sich die Ungarn und Tschechen 1945 damals vermutlich auch gedacht.

Demokratie durch Dummheit Verantwortlicher in Misskredit?

dosimeter, 22.04. 18:38

Denkt noch jemand an die "amtlich" vorgeschriebene Schamhaar-Entfernung vor dem Auslagenfenster ?

Es lachen - oder weinen - doch die Hühner, wenn man sich ansieht, wie Mitmenschen teilweise schikaniert werden, unter Missbrauch demokratisch beschlossener Regelungen:

"Im Kindergarten stellt das Klavier für die pädagogische Arbeit keinen Wert dar und ist zu entfernen". - Proteste der betroffenen Kinder und Eltern - na und ?

"Per Gesetz ist seit zehn Jahren nur noch die Carnicabiene für Imker erlaubt". - Zehn Jahre vergebliche Proteste betroffener Imker (bis hin zum Europäischen Grichtshof) - na und ?

"Im Flüchtlingslager Traiskirchen muss zu jedem Fehlalarm die Feuerwehr kostenpflichtig anreisen" - 400 Fehlalarme, Mehrkosten 150.000.- Euro - na und ?

Aber über die EU-Gurkenkrümmung wird bis heute gelacht ... wir haben es echt notwendig. Und an die wirklich teuren und echt skandalösen Fälle möchte man lieber gar nicht mehr erinnert werden ?

Die Demokratie leidet
unter anscheinend wirklich dümmer gewordener Personalpolitik ("mir san mir")

- und (folglich?) unter der Wahnvostellung,
dass die Personalpolitik eines "starken" Mannes

"besser" wäre.

Antworten

disputatio, 22.04. 19:03

Die Frage die sich stellt: Was kannst dagegen tun ??

disputatio, 22.04. 19:14

Eine Sichtverbindung vom Arbeitsplatz ins Freie ist eine Vorschrift
die (offenbar) von der Laune des Arbeitsinspektorats abhängig ist, sie wird nicht flächendeckend für alle Betriebe angewandt.
Ich weiß nicht was die Ausnahme konkret bewirkt.

geier, 23.04. 10:25

Demokratie vs. Kosten. So ein Unsinn. Da " gewinnt" stets der weise Führer. Nur den gibt's halt nicht.
Welchem Vorschlag haben Sie zu den Fehlalarmen in Traiskirchen?

jimmyantipolis, 23.04. 11:03

Da es - wie die Realität immer wieder beweist - praktisch keinen weisen Führer gibt (auch in der Demokratie übrigens nicht), ist die Demokratie wegen der nur dort vorhandenen weitgehenden Freiheit des Einzelnen klar im Vorteil, was aber die weit überwiegend fehlende Qualität der Regierenden nicht entschuldigen kann. Denn diese haben die Demokratie nicht gemacht, sondern verwalten sie bloß und das meist mehr schlecht als recht.

dosimeter, 23.04. 11:14

Tausende Großbetriebe in Ö. haben Brandmeldeanlagen, die nicht blind, sondern nach Überprüfung zur Feuerwehr durchschalten:

Sodass der Journaldienst (und davon gibt es in Traiskirchen viele an vielen naheliegenden Stellen, samt Funkgeräten) zuerst raussuchen kann, welcher(!) der Brandmelder von welcher Stelle aus den Alarm ausgelöst hat,

kurz Nachschau hält (das dauert keine 2 Minuten),

und dann der Feuerwehr sagt, ob sie wirklich gebraucht wird -

bzw. den Fehlalarm quittieren kann,
noch bevor die Feuerwehr unnötig und teuer schon wieder hergerufen wird.

Aber diese Frage zeigt ja genau das Problem:

Um die "kleinen Details" will sich heute keiner mehr kümmern
- lieber alles automatisieren und gesetzlich vorschreiben.

Nur: Fehler und Vorwürfe kann der Verantwortliche sich damit doch eh nicht ersparen

(dann sind es halt diesmal die "unnötigen Kosten", über die geschimpft wird).

Und die Sache mit der Biene soll mir auch mal erst wer erklären: Was soll da der "amtliche" Justamentstandpunkt bringen ?? Ist das "Bienen-Rassismus" ?

iwasois, 23.04. 12:31

Es fehlt das Augenmaß derer, die Vorschriften und Gesetze beschließen.
Und natürlich die fehlende Zivilcourage der heutigen Generation, die ja eh alles automatisiert abgelaufen haben will.
Der Automat bestimmt unser Leben, auch wenn er einen "Systemfehler" hat.

Das System ist bereits so veränderungsresistent,

brauser, 22.04. 18:34

dass es mit demokratischen Mitteln nicht mehr reformierbar ist. Es lässt Menschen mit Ideen oder Veränderungswillen, gar nicht in Positionen kommen, wo sie etwas ändern könnten.

Antworten

rebekka7, 22.04. 18:36

Offenbar hat man auch in der Politik in den letzten Jahren zu viel "Antibiotika" eingesetzt.

aberhallo1, 22.04. 20:10

das System, wenn es geändert werden soll, MUSS mit demokratischen Mitteln geändert werden!!! Alles andere führte immer wieder in der Geschichte zu wesentlich größerem Leid - einziger "Vorteil" von Diktatoren wie Hitler (oder auch vielen anderen): danach hatten die Menschen wieder etwas aufzubauen, danach wären unsere heutigen Probleme a "Lercherlschaas" - ich hoffe, wir ersparen uns das....

Unser System
1) ermöglicht uns das Leben in einem der sichersten und auch wohlhabensten Ländern
2) unser System ist nicht immer ganz gerecht, wenn z.B. Arbeit sehr stark, Vermögen sehr wenig besteuert wird (im Notfall nachdenken, welche Parteien was untertstützen)
Dennoch hat man in Österreich gute Chancen, ein sicheres, finanziell gutes Leben führen zu können!!!! In vielen Ländern der Welt ist dies so breiten Bevölkerungsschichten nicht möglich...
3) Parteiein, Politiker können gewählt bzwl. abgewählt werden: in Ö gibt es zum Glück mehr als eine Partei... man sollte halt nur nachdenken, was man wählt
und kleiner persönlicher Tipp: wenn man frustriert ist, kann es helfen, seine Hoffnungen gerade nicht auf die Partei zu setzen, die in ihrer Regierungsarbeit den größten Wählerverlust in der 2. Republik hatte (Wahl 2002), die in der Landespolitik das höchst verschuldete Bundesland und den größten Finanzskandal der 2. Republik hinterlassen hat (verantwortlich sind natürlich die anderen)... wenn ich auf diese Partei setzen würde, wäre ich so wie ihr beiden auch pessimistischer, was unsere Zukunft angeht!

disputatio, 22.04. 20:40

Dir ist aber schon bekannt, dass Hitler demokratisch an die Macht gekommen ist.

dergrossenagus, 22.04. 22:21

@brauser: ah geh...

d´Mikl-Leitner hat doch eh angeordnet, Dampf z´machen nachdems den Laden vom Erwin übernommen hat...

geier, 23.04. 10:27

Brauser....wieso ist das eine "Systemfrage"? Nur weil die Wähler sich nicht einbringen, sich nicht engagieren und letztlich nur auf Biertischgequatsche hören?

brauser, 23.04. 14:53

Der Wähler hat keine Möglichkeit sich einzubringen. Er kann sich alle paar Jahre eine Farbe aussuchen. Dann gehen Bünde und Interessensvertreter her und setzen ihre Leute in Parlament und Regierung. Die Zahl der Bankenvertreter, Beamten, Lehrer und Kapitalvertreter bleibt konstant, egal welche Partei gewählt wird. Großkonzerne sponsern quer über alle Parteien, denen ist wurscht welche Farbe ihre Marionetten haben.

wenn er die richtigen dinge tut, für das volk, dann kann

gregordergrosse, 22.04. 17:55

es meinetwegen auch ein starker mann sein, aber im grunde genommen kann ein schwacher mann das gar nicht, was notwendig wäre, dass österreich seinen abgesandelten zustand wieder verliert .......... die hoffnung stirbt .......

Antworten

bittersweet21, 22.04. 18:00

Im Grunde genommen könnte das nur ein "starkes " Team sein. Denn in Ö ist ein Bundeskanzler den Ministern gegenüber gar nicht weisungsberechtigt, schon gar nicht in einer Koalition.

smoky, 22.04. 18:27

"Starker Mann" spricht nicht Charakterstärke an, sondern in einer Person vereinte Machtfülle. Einen Menschen der alleine entscheiden kann, unter Umgehung aller Instanzen, und alle anderen Meinungen - auch mehrheitlich vertretene - ignorierend.

dosimeter, 22.04. 18:41

"Richtig" und "falsch" sind

Relativ-Wörter,

ähnlich wie "gut" oder "schön":

Gut für WOFÜR ? Schön für WEN ? Richtig in Bezug WORAUF ?

Wenn stark gleichbedeutend ist mit

molsheim, 22.04. 17:42

fähig, durchsetzungsstark und umsetzungsorientiert, dann wünsch ich mir auch so einen. Sonst eher nicht.

Antworten

jimmyantipolis, 22.04. 17:44

fähig, durchsetzungsstark und umsetzungsorientiert

das ist für sich NOCH kein Wert. fähig, durchsetzungsstark und umsetzungsorientiert sind manche verbrecher oder diktatoren auch.

jimmyantipolis, 22.04. 17:47

es muss daher dazukommen, dass die regierenden das beste für die belange der rei puclicae und deren menschen machen wollen und dazu auch in der lage sind.

bittersweet21, 22.04. 17:48

Von unten heraufgeholt, weil's grad passt:

"Stärke" ist aber nicht das Recht des Stärkeren, oder der Mehrheit, sondern Rückgrat und Charakterfestigkeit, Klugheit, Bildung und diplomatisches Geschick. D.h., die am lautesten schreien und die unsinnigsten Forderungen stellen, die - kurzfristig umgesetzt - letztlich demokratische Werte ad absurdum führen würden, sind nicht die Stärksten, sondern die Dümmsten. Weise und stark sind die, die sich auch trauen, unangenehme Maßnahmen zu setzen und nicht nur dem "Volk" nach dem Maul schwätzen.
Die Demokratie ist ein fragiles Gebilde. Stellt man ihre Basiswerte wie z.B. Menschenrechte, Rechte von Minderheiten, über die eine Mehrheit nicht so einfach drüberfahren darf, Meinungsfreiheit usw. in Frage bzw. hebelt sie aus, bricht sie zusammen, demontiert sich sozusagen selber.

jimmyantipolis, 22.04. 17:50

Weise und stark sind die, die sich auch trauen, unangenehme Maßnahmen zu setzen und nicht nur dem "Volk" nach dem Maul schwätzen.

tja, das tun die eh nicht selten, leider allerdings NICHT zum wohl des ihnen anvertrauten volkes und staates.

bittersweet21, 22.04. 17:53

Wenn sie es ausreichend begründen können, ist es auch in Ordnung.

jimmyantipolis, 22.04. 18:13

gegen das wohl des volkes und staates zu agieren, ist definitiv nicht in ordnung.

bittersweet21, 22.04. 18:15

Es wäre ja nicht gegen das Wohl des Volkes und des Staates. Wenn fundiert begründet.

brauser, 22.04. 18:32

Kim Yong un ist extrem durchsetzungsstark und umsetzungsorientiert.

Um die Demokratie steht es schlecht!

smoky, 22.04. 16:54

Weil jedes System nur so gut sein kann wie die Menschen, die es betreiben. Gegenwärtig sind die Menschen, die Demokratie betreiben, schlecht!

Antworten

jimmyantipolis, 22.04. 17:43

die meisten menschen, die das system betreiben, waren IMMER schon "schlecht", allerdings gibts dann schon noch krasse unterschiede, wenn man sich massenmörder wie hitler, stalin, mao tse tung oder pol pot anschaut.

smoky, 22.04. 18:17

Wir reden von Menschen die Demokratie vertreten. Gelegentlich lese ich in den Diskussionen, die Abraham Lincoln öffentlich führte. Mehr als 150 Jahre her, aber man könnte weinen, wenn man mit Gegenwartspolitikern vergleicht.

Die Angst der Machteliten vor dem Volk

speckwapler, 22.04. 16:23

Sehr empfehlenswerter Vortrag.

https://youtu.be/Rk6I9gXwack

Antworten

speckwapler, 22.04. 16:25

"Demokratiemanagement durch Soft-Power-Techniken"

panagoulis, 22.04. 16:26

die Chemtrails und die RFID-Chips nicht zu vergessen...
:-)

speckwapler, 22.04. 16:40

Is ja gut pana :)

panagoulis, 22.04. 16:44

Na ja, beim bekennenden Verschwörungstheoretiker Ken...
*sfg*

Und Mausfeld, der früher durchaus auch manchmal ernstzunehmen war,
eiert ja NURmehr "auf solchen Plattformen" herum