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Wie kommt Athen aus der Krise?

Wieder ringen Griechenland und Brüssel um die Bedingungen für Finanzhilfen für das Land - es geht um die dritte Hilfstranche. Wie kann Athen die Krise in den Griff bekommen? Wann wird sich das Land wieder erholen? Droht doch noch der befürchtete "Grexit"?

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322 Beiträge

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Beiträge

Das System "Griechenland-Rettung" muss abgebrochen

alpenstimme, 17.02. 15:04

werden, denn man (wir) zahlt Hunderte Milliarden in dieses reformunwillige Land, damit sie dann ein oder zwei Jahre später wieder "vor der Pleite" stehen. Mehr Geld NUR bei konsequenter Umsetzung der geforderten Reformen, engmaschiger Kontrolle, Heranziehung der Gläubiger bei den Banken (sonst soll man sie pleite gehen lassen!) und vor allem auch endlich Besteuerung der vielen Reichen und Superreichen in Griechenland. Doch DAS dürfte eher ein Wunschtraum sein, DAHER sofortiger Ausstieg aus dem Hilfsprogramm. Die ESM-Gelder sind ja schon fast mit den Griechen-Hilfen aufgebraucht. Gibt es dann bei anderen (Südländern) Probleme, ist´s aus! Als damals vor der Gewährung der ersten GR-Hilfe (100 Mrd.!) viele vor allem konservative Politiker (vor allem in D) davor warnten und rieten, GR in die Pleite gehen zu lassen, wurden sie aufs Übelste von den Linken beleidigt! Doch - sie hatten Recht! Linke denken in der Ideologie, die Praxis und die Realität kommen bei ihnen gar nicht oder sehr marginal vor, vor allem im Wirtschaftsbereich!!! Lieber ein Ende mit Schrecken (einige Hundert Mrd. Euro müssen wir so oder so abschreiben, dank unserer "blauäugigen" Gutmenschen-Politiker!) als ein Schrecken ohne Ende.

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carlo, 17.02. 15:21

, denn man (wir) zahlt Hunderte Milliarden in dieses reformunwillige Land,
.............................
Wer so etwas behauptet von wegen - reformunwillige Land - ist Ahnungslos.
Ich erhöhe auf völlig Ahnungslos in Kenntnis der Sachlage.

reservebuddha, 17.02. 15:40

"Als damals vor der Gewährung der ersten GR-Hilfe (100 Mrd.!) viele vor allem konservative Politiker (vor allem in D) davor warnten und rieten, GR in die Pleite gehen zu lassen, wurden sie aufs Übelste von den Linken beleidigt!"

Das ist eine völlige Verdrehung der Tatsachen. Einer derer, die eine Staatspleite immer befürwortet haben, ist Jannis Varoufakis, der ganz sicher linke Finanzminister der Syriza-Regierung gewesen.

Die Staatspleite verhindert hat hingegen in erster Linie die EU-Troika, und die entsprechenden neoliberalen Gesinnungsgenossen, die nach wie vor - obwohl bald schon den Letzten klar wird, dass das niemals funktionieren kann - von Athen eine Austeritätspolitik verlangen.

Es sind die Wirtschaftsliberalen (und somit Konservativen) gewesen, die im Auftrag der damals noch mehrheitlich privaten Gläubiger den Konkurs verhindert und verzögert haben, stattdessen die Schulden lieber jahrelang verstaatlicht und den Steuerzahlern umgehängt haben. Linke sind ganz im Gegensatz dazu in erster Linie FÜR einen geordneten Staatsbankrott eingetreten.

alpenstimme, 17.02. 15:42

"carlo" - Ach so? Die Griechen versprechen zuerst "unter Druck", die notwendigen und geforderten Reformen zu machen, haben sie dann das Geld bekommen, werden vielleicht 30% davon umgesetzt, und DAS schleppend! Die Methode ist seit Jahren immer die gleiche, das solltest du mitbekommen haben! Wenn nicht, mach dich kundig!

reservebuddha, 17.02. 15:45

Die Methode ist vor allem immer die Gleiche, dass völlige Schwachsinns-Maßnahmen verlangt werden, die alles noch viel schlimmer machen. Die nächste Wahl wird entweder Kommunisten oder die Rechtsextremen hoch bringen, und dann ist der Irrsinn sowieso endlich vorbei (und der nächste beginnt).

alpenstimme, 17.02. 16:07

WAS haben der ja bewiesene Pensionsmissbrauch, die Überstunden der nicht im Dienst anwesenden Beamten, die üble Steuermoral, die laxen KK-Methoden, die korrupte und schlampige Verwaltung, die fast steuerfreien Reedereien und das Schonen der Reichen bei den Steuern mit "Schwachsinn-Maßnahmen" zu tun? DAS ALLES gehört endlich reformiert, doch alle wissen das, nur DU nicht, und alle wollen das, nur die griechischen Politiker und jene, welche daraus Vorteile beziehen, nicht! Übrigens, die Liste der Reformmaßnahmen ist noch lange nicht vollständig, aber das würde DIR ja auch nicht helfen, was ideologisch nicht sein darf, ist einfach nicht so. Welch simples Weltbild!

carlo, 17.02. 19:31

das solltest du mitbekommen haben! Wenn nicht, mach dich kundig!
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@alpenstimme
Warum sollte man mit dir diskutieren, wo man sofort merkt, das du in der Causa Griechenland völlig daneben stehst?
Sinnlos wer mit Allgemeinplätzen daherkommt.

ronaldo34, 17.02. 22:16

Naja es ist schon was dran, wenn sich GR immer neu verschuldet um alte Schulden damit zu begleichen, fällt der Reformdruck nicht so stark aus. Der Hauptgrund für die ständige Neuverschuldung GR anstatt geordneter Staatsbankrott ist logischerweise der damit verbundene Abschreibungsbedarf der westlichen Banken, vor allem D und FR Geldhäuser die nicht so klein sind, sondern vielmehr "systemrelevant" und dann eine Lawine lostreten würden. Obendrein wäre der Euro dann endgültig gescheitert weil niemandem kann man dann noch weis machen dass ein zB deutscher Euro denselben Wert haben soll wie ein GR Euro. Eine zumindest Aufspaltung in verschiedene Eurozonen wäre die Folge.

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