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Flaggen der EU und von Kanada

CETA: Wie viel Freihandel ist ratsam?

Das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada war von Beginn an umstritten. Welche Kritik ist angebracht, welche übertrieben? Wird CETA mehr Vorteile bringen als Nachteile? Wie viel Freihandel braucht die EU?

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233 Beiträge

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Forum

bergbäuerin1, 21.02. 11:58

Konkurrenz und Arbeitsteilung sind gut, so lange sie den Menschen und ihrer Umwelt dienen: so lange die Produkte wirklich besser werden zum gleichen Preis oder gleich gut bleiben zu niedrigeren Preisen, so lange sie gleichzeitig Menschen zumutbare und als sinnstiftend empfundene Arbeit für angemessenen Lohn bringen und die natürlichen Ressourcen schonen. Dazu kann der Freihandel beitragen, und so weit ist er gut. Dass diesen Kriterien entsprochen wird, dafür kann nur die Politik sorgen. Sobald der Freihandel die Politik daran hindert, die Wirtschaft menschlich zu halten, ist er schlecht.

Antworten

zwosi, 21.02. 12:55

Internationale Arbeitsteilung führt in der Regel zu höheren Transportleistungen und damit zu zusätzlicher Umweltbelastung.
Dann: Konkurrenz richtet sich grundsätzlich GEGEN Andere, ist also ein durchaus bedenklicher Motivator.

nathan, 21.02. 14:21

>zwosi
Konkurrenz ist nicht schädlich, sondern sogar förderlich. Gegenbeispiel sind die Oligarchen, die sich auf Kosten der Bevölkerung schamlos bereichern. Das Phänomen der Oligarchen, das es ja nicht nur in Russland gibt, ist eine Störung des Kapitalismus, die beseitigt gehört. Denn der Kapitalismus braucht die "vollständige Konkurrenz". Monopole und Oligopole gehören zerschlagen. Es braucht auch die vollkommene Transparenz, die es auch sehr oft nicht gibt. In einer ökosozialen Marktwirtschaft müssen auch die Umweltkosten (die auch beim Transport entstehen) und soziale Kosten eingepreist werden (dazu gibt es viele Möglichkeiten). Es ist die Aufgabe der internationalen Politik die Umweltkosten und die sozialen Kosten überall fair einzupreisen, damit nicht ausgerechnet die unfairsten Länder und Unternehmen auf Kosten der Umwelt und der Menschen den höchsten Profit machen und faire Länder und Unternehmen ruinieren.
...
Der Kapitalismus ist nicht schlecht. Er braucht nur ordentliche Rahmenbedingungen. Wie beim Fußball. Wenn es keine Regeln gibt oder der Schiedsrichter schlecht ist, wird das Spiel durch Fouls zerstört. Daran ist aber nicht das Spiel selbst schuld.

weiss hier irgendjemand

sage, 21.02. 03:56

warum die WTO Mitglieder noch darueber hinaus ein Freihandelsabkommen brauchen? Und wozu Rechtsstaaten Schiedsgerichte brauchen? Entweder funktionieren die Gerichte schlecht, dann ist der Rechtsstaat in Gefahr oder es geht hier um ganz was anderes

Antworten

nathan, 21.02. 11:01

>sage
Zu den Schiedsgerichten gibt es einen Thread weiter unten "Ungarn ohne Schiedsgerichte". Das sollte die Problematik an Hand des Negativbeispiels "Orban" klar machen.

nathan, 21.02. 11:12

>sage
Kurz gesagt, die WTO regelt nur Grundsätzliches. Aber im Detail gibt es eine Menge Schwächen, die im Wikipedia-Artikel gut erklärt sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Welthandelsorganisation

die chinesen sind grad dabei

abstauber, 20.02. 19:22

den afrikanischen markt zu erobern, passt eh, wir brauchen den eh nicht - wir verkaufen alles in österreich.
wo sunst

Antworten

warum ratsam?

prisma, 20.02. 18:20

warum wird die Bevölkerung gefragt was ratsam oder gut ist oder was nicht ?
Die Leute in der EU hatten nie Zugang bzw. umfassende Information zu bzw. bei den Verhandlungen und dann wurden einige Zitate, mehr war es ja nie, aus den Verträgen gezeigt und jetzt die Frage ?
ob Politik oder Medien, habt ihr noch alle !???

Antworten

abstauber, 20.02. 19:19

geh bitte
geh morgen mal einkaufen, füll den wagen voll und schmeiß dann alles weg was nicht aus österreich ist.

skepsis, 21.02. 09:06

Nie Zugang? Der Vertrag ist nachlesbar, schon seit einiger Zeit:
http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:52016PC0470&from=EN

Freihandel?

wacherbürger, 19.02. 14:55

Vor kurzem konnte ich lesen, dass Ö in Serbien ca. 400 östereichische Firmen angesiedelt sind.
Jetzt kann ich nur davon ausgehen, dass die Serben einfach die besseren Facharbeiter haben. Sonst fällt mir zu diesem Trend nichts ein?
Sollten wir jetzt nach Serbien pendeln um Arbeit zu erhalten?

Antworten

wacherbürger, 19.02. 15:02

Mein Orakel hat mir mitgeteilt, dass man mit nur 10% Steuern ganz gut leben kann.

wacherbürger, 19.02. 15:07

In diesem Zusammenhang stelle ich fest, die Unternehmen dort sind extrem steuerbgünstigt.
Umgekehrt ist Serbien ein EU-Erwartungsland und wird jetzt schon lange mit Geldmitteln aus der EU angefüttert.
Wie soll das jetzt alles zusammengehen, unsere Arbeitsplätze sind weg, der Profit der Unternehmen geht sonstwo hin und die EU zahlt wieder mit dem Geld der EU Bürger, an Serbien?
Wie sieht das Thema bei der Globalisierung aus? Eigentlich sind wir alle ganz schön blöd.

nathan, 19.02. 23:54

>wacherbürger
Schade, dass dir wirklich sehr wenig zum Thema Handel einfällt. zB, dass Serbien wirtschaftlich einen großen Nachholbedarf hat. Dass es ein gutes Geschäft für Österreich sein kann, gemeinsam Serbien aufzubauen, nicht nur die Infrastruktur, sondern auch Waren und Dienstleistungen zu exportieren. Österreich hat von der EU-Osterweiterung von allen Staaten am meisten profitiert. Serbien ist ein logisches EU-Beitrittsland. Wie einige anderen osteuropäischen Länder braucht Serbien nur noch mehr Demokratie, eine bessere Justiz und weniger Mafia. Blöd wäre es, Serbien links liegen zu lassen.

it21, 20.02. 00:34

"Österreich hat von der EU-Osterweiterung von allen Staaten am meisten profitiert"
-------------------------------------------------------------------
Diese Floskel wird immer mal gerne wiederholt.
Was davon blieb sind entsprechende Verschuldungen
österreichischer Banken...

nathan, 20.02. 00:44

>it21
Von Wirtschaft verstehst du offenbar nichts. Von der EU-Osterweiterung hat die gesamte österr. Wirtschaft profitiert, nicht nur die Exportwirtschaft. Auch die meisten österr. Banken haben in Osteuropa viele Jahre lang prächtig verdient und verdienen jetzt wieder gut dort. In der weltweiten Wirtschaftskrise gab es schmerzliche Verluste, die aber im Vergleich zu den Gewinnen zuvor und danach deutlich kleiner waren. Österreichs Wirtschaft besteht nicht nur aus Jörgls Hypo-Alpe-Adria.

ösirepublik, 20.02. 09:54

richtig ..
der Raika Konzern hat im Osten auch Milliarden-Verluste gemacht ....

wacherbürger, 20.02. 14:28

nathan, 19.2., 23:54
Hallo, zum Handel würde mir viel einfallen, zu Serbien auch. Das ist ja schön dieses Land aufzubauen. Doch von der EU-Osterweiterung haben wir nicht viel profitiert, da musst du schon Beweise vorlegen.
Die Erweiterung in Richtung Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Kroatien gehen immer noch Unsummen an Geld von den Nettozahlern hin.
Alle Ö- Firmen die sich dort breit machen zahlen nur minimalistische Unternehmenssteuern und vernichten durch die Verlagerung Arbeitsplätze im Inland. In Serbien müsssen die Menschen für ein Butterbrot arbeiten.

In allen diesen Ländern gibt es noch Rechtsunsicherheit, Koruption, Freunderlwirtschaft, Kriminalität und Geldtransfers ins Ausland. Serbien soll meinetwegen zur EU kommen aber erst wenn die weiter entwickelt sind als Rumänien und Bulgarien beim EU-Beitritt.

lovlyperson, 20.02. 15:07

und von den oesterreicischen lkw's die nach england kommen haben 70 prozent zugmachinen in ungarn,romania oder solchen laendern angemeldet.die restlichen,mit oesterreichischen zugmachinen haben auslaendische fahrer.
der profit wird in ost-europaeischen laendern abgehoben und in oesterreich wird das steuerschutz program zur erhaltung von arbeitsplaetzen ausgebuetzt.
so,und jetzt?

it21, 20.02. 15:46

@Nathan:
">it21
Von Wirtschaft verstehst du offenbar nichts..."
-------------------------------------------------
Den Satz gebe ich dir gerne zurück.

Ich habe mich übrigens schon seit meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften mit diesem Thema beschäftigt...

nathan, 20.02. 16:11

>wacherbürger
Ich habe nur dich selbst zitiert: wacherbürger,schrieb am 19.02. 14:55 "Sonst fällt mir zu diesem Trend nichts ein."
...
Wenn du Beweise haben willst, rate ich dir www.statistik.at zu studieren. Es gibt auch kein einziges namhaftes Wirtschaftsforschungsinstitut und keinen einzigen namhaften Wirtschaftsprofessor, der die positiven Wirkungen der Osterweiterung für Österreich in Frage stellt.
...
>it21
it21,am 20.02. 15:46
"Ich habe mich übrigens schon seit meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften mit diesem Thema beschäftigt..."
Wenn du wirklich an einer Wirtschaftsuni warst, war es offensichtlich erfolglos.

it21, 20.02. 16:33

@Nathan
Du machst wie so viele den Fehler die EU-Osterweiterung
nur aus Handels-Sicht zu betrachten.
Das jedoch deckt nur einen kleinen Teil davon ab.

Richtig wäre es jedoch, dieses aus volkswirtschaftlicher
Sicht zu tun, also auch z.B. die dadurch verlorenen Arbeitsplätze mit einzubeziehen, oder die EU-Strukturhilfsgelder und davon
unseren Anteil herauszurechnen, etc.

Wenn man alle Faktoren berücksichtigt, dann ist die
EU-Osterweiterung eben nicht mehr so positiv.

Mir ist schon klar, dass VWL nicht jedermanns Sache ist,
wie man an deinem Beispiel sieht...

nathan, 20.02. 16:43

>it21
Nenne nur einen einzigen Wirtschaftsexperten, der sagt, dass die EU-Osterweiterung für Österreich in Summe nachteilig war!

nathan, 20.02. 16:56

>it21
Ich nehme dir dein Nichtwissen nicht so krumm. Im Zeitalter von Trump glauben eben viele, es reicht einfach irgendetwas zu behaupten. "Alternative Fakten" und "Fake News" haben Hochsaison. Aber es gibt noch so "altmodische" Menschen wie mich, für die nur die Wahrheit zählt. Für die wissenschaftliche Erkenntnisse nicht gleich viel zählen wie eine seltsame Meinung eines bestenfalls Halbgebildeten, der in Boulevardmedien oder in Social-Media-Posts seinen Müll ablädt.

it21, 20.02. 17:02

@Nathan
Wenn dir nichts mehr einfällt, dann eben den Gegner beleidigen.
Erbärmlich.....

Freihandel sorgt dafür,

zwosi, 19.02. 12:42

dass Unternehmen ohne staatliche Behinderung miteinander konkurrieren, also einander bekämpfen können. Frei und ungestört, wie es etwa dem freien Recht von Hühnern und Füchsen entspricht, einander zu fressen.

Antworten

geier, 20.02. 10:46

So ein haarsträubender Unsinn.

Ich bin für den Freihandel, aber für einen fairen Freihandel.

krobert, 19.02. 11:26

Es sollte für alle Länder überall den freien Marktzugang geben.
Voraussetzung muss aber sein, dass die Länder, die selben Sozial-, Umwelt- und Steuerstandards haben. Diejenigen die sich durch schlechtere Standards einen Vorteil am Weltmarkt verschaffen müssen Zölle und Einfuhrabgaben zahlen, die den Vorteil mehr als kompensieren. Entwicklungsländer kann man einen kleinen Vorteil einräumen unter der Bedingung, dass sie einen stufenweisen Plan zur Angleichung der Standards haben.

Antworten

und wöchentlich,...

rasmuachl, 18.02. 18:17

...werden die sonderangebote nur so leergekauft,... ob da jemals wer geschaut hat wieviel davon zb aus kanada dabei war,... hauptsache der preis paßt,... aber scheinheilig gegen ceta unterschreiben,...

Antworten

it21, 18.02. 19:19

Keine Angst!
Kanada ist eher ein teures Produktionsland.
Aktuelle Sonderangebote dürften wohl kaum
von dort stammen...

ösirepublik, 19.02. 10:13

falsch ..
die Landwirtschaft ist dort deutlich größer aufgestellt, und sehr wohl eine Gefahr für unsere Produkte & Erzeuger ...

it21, 19.02. 13:20

@ösirepublik
Dann nenne mal konkrete Beispiele.
Denn auch z.B. in der Weizenproduktion
gilt das Prinzip der teureren Produktion
in Kanada, was Sonderangebote bei uns
zwangsweise ausschließt...

ösirepublik, 20.02. 10:03

"Die USA haben ihre Position als Weltmarktführer im internationalen Weizen-Export an Russland und Kanada eingebüßt. Grund dafür sind ein zu starker US-Dollar,..."

CETA Hysterie

wahrsager, 18.02. 10:46

Die durch die Kronenzeitung als Österreichisches Leitmedium für Volksverblödung geschürrte Hysterie gegen vernünftige und für uns Menschen positive bessere Handelsbedingungen zeigt wie wenig ausgeprägt bei volkswirtschaftlichen Themen der gesunde Menschenverstand in Österreich ist.

Antworten

wacherbürger, 18.02. 13:24

Würdest du die rosa Brille abnehmen könntest du wieder eine klare Sicht auf die Dinge erlangen. Der gesunde Menschenverstand ist mit einer rosa Brille nicht mehr zu erkennen.

nathan, 20.02. 00:47

>wahrsager
So ist es. Wer nur Schrott aus Boulevardmedien und Social-Media-Fakes konsumiert hat eine etwas seltsame Sicht auf die Wirtschaft.

skepsis, 20.02. 13:53

wahrsager
Unser Wirschaftsprofessor, der kürzlich Bundespräsident wurde hat doch im Wahlkampf gemeint, dass er weder TTIP noch CETA unterzeichnen würde. Ihm Hysterie oder mangelnden gesunden Menschenverstand zu unterstellen ist irgendwie absurd.

CETA: Wie viel Freihandel ist ratsam?

passagier055, 17.02. 15:28

Ich möchte CETA mal aus einem anderen Winkel betrachten.
Man betrachtet CETA immer direkt im Bezug auf die EU.
Die Welt ist aber leider ein Schachbrett wo nicht nur die EU und Canada als Figuren am Brett stehen.

Wollen wir mal nicht nur die beiden Figuren EU und Canada betrachten sondern auch mal alle anderen Figuren auf diesem Brett.

Großbritannien und Canada haben sowieso eine andere Beziehung zu einander als Canada zu Europa.
Was würde es für Großbritannien bedeuten wenn man CETA nicht durchbringt?

Oder was hätte es für Asien eine Auswirkung wenn man CETA durchbringt?

So lässt es sich beliebig fortsetzen.
Wieso sagt man das man weitsichtig blickt, aber doch immer nur auf 2 Figuren am Schachbrett.

Wir befinden uns nicht in einem "Western" wie "High Noon" wo 2 Personen sich gegenüber stehen und einer wird sterben.
Wir befinden uns auf einem wirtschaftlichen Kriegsschauplatz wo jeder auf jeden schießt.

Man sollte schon wissen wo man dazugehören will.
Als erstes wird man verlieren wenn man glaubt das man nur für sich selbst kämpft.

Eher wird man überleben wenn man weiß wer deine Partner sind, als ständig alleine zu kämpfen.

Die Diskussion nur auf 2 Figuren EU und Canada zu begrenzen reicht nicht um zu überleben.

Antworten

wacherbürger, 17.02. 18:39

die EU ist ein Verbund von vielen Wirtschaftsländern die eine größer Bevölkerungszahl hat als Amerika, leider hat sich sich die EU durch das zögerliche Verhalten aller Beteiligten in der EU und derWirtschaftspolitik, von Amerika am Gängelband führen lassen.

Europa ist stark, Europa produziert wichtige Dinge für die ganze Welt, Europa hat eine riesige Menge an Fachkräften, Europa hat viele Freunde in der Welt.

Ich bin froh, dass durch Trump endlich diese Amerika abhängige Wirtschaftspolitik einen Dämpfer erhält. Vielleicht wacht das Europa dadurch auf und besinnt sich auf seine Stärke. Wir haben verlernt stark zu sein, es war ja alle so schön eingefahren und geregelt durch die Lobbyisten.

ösirepublik, 19.02. 10:15

vor lauter STreit um Posten und EInfluß ...
es wäre Europa zu wünschen, daß wir angesichts der Verballhornung in Washington doch enger zusammenrücken als bisher ...

Teflon-Politiker

powermetal, 17.02. 12:37

Jahrelange Proteste, eine Million Unterschriften gegen CETA. Das Handelsabkommen wird trotzdem durchgewunken.

Ich hoffe unseren Europaabgeordneten ist klar, dass sie damit den Ball in die Hände rechter, EU-kritischer Parteien gespielt haben.

Diese Art von Dummheit hat schon Hillary Clinton die Wahl gekostet. Diese hat für NAFTA gestimmt und als Ausgleich dafür, haben ihr die Bundesstaaten um den Rust belt einen Denkzettel verpasst.

Scheinbar prallt an Politikern jede Art von Erkenntnis ab.

Antworten

nathan, 17.02. 13:05

>powermetal
Das EU-Parlament hat genau das Richtige beschlossen. Die unstrittigen und harmlosen Passagen von CETA gelten sofort. Die Passagen bezüglich Investitionsschutzabkommen und zugehörigen Schiedsgerichten werden an die nationalen Parlamente der EU-Staaten delegiert. Ich rechne damit, dass einige Länder diese Passagen nicht haben wollen (zB Österreich). Daher werden sie auch nie gelten. Deine Aufregung ist völlig unbegründet.
...
Ich persönlich habe nichts gegen den Investitionsschutz und den zugehörigen Schiedsgerichten. Eine Begründung steht ausführlich in meinem Posting weiter unter zum Thema "Möchtegerndiktator" Orban und seine willkürlichen Enteignungen von Österreichern.

nathan, 17.02. 13:29

>powermetal
Siehe "Ungarn ohne Schiedsgerichte"

Warum sich Handel lohnt

nathan, 17.02. 12:16

Ricardos Modell ist nicht perfekt, erklärt aber sehr gut, warum sich Handel lohnt. https://de.wikipedia.org/wiki/Ricardo-Modell
Lesenswert für alle, nicht nur für Betriebswirte.

Antworten

Bestechung? Noch nie gehört! Was bitte ist Bestechung?

mirabeau, 17.02. 01:45

Bei Schiedsgerichtsverfahren geht es zwar nicht selten um Hunderte Millionen, aber die Wirtschaft ist bekanntlich sportlich und fair, die besticht GANZ SICHER niemanden!

So was ist auch noch nie vorgekommen. Schmiergeld ist bei großen Konzernen ja bekanntlich ein Fremdwort. Das mit den 90 Millionen Bestechungsgeld bei den Eurofightern kann daher nur Verleumdung sein.

Deshalb brauchen wir auch keinen Instanzenweg und kein rechtsstaatliches Verfahren, denn die Schiedsrichter sollen ja "möglichst objektiv, zuverlässig und mit gutem Urteilsvermögen ausgestattet", wie es in Artikel 13.20 von CETA wörtlich heißt.

Ausserdem: Verlieren tun bei solchen Schiedsgerichten ja nur die Steuerzahler und NIEMALS die Wirtschaft, und gehts der Wirtschaft gut, gehts uns allen gut, oder?

Wer braucht also rechtsstaatliche Verfahren?

PS.:
Im Zuge von NAFTA gab es bisher 77 Investorenklagen vor Schiedsgerichten, 35 gegen Kanada, 22 gegen Mexiko und 20 gegen die USA.

Kanada und Mexiko verlieren ständig, die USA haben noch NIEMALS verloren. Aber auch das ist natürlich REINER Zufall, denn die Schiedsrichter sind ja "objektiv, zuverlässig und mit gutem Urteilsvermögen ausgestattet".

Antworten

tibetterrier, 17.02. 09:19

Wieso sollten private Schiedsrichter leichter zu bestechen sein wie staatlich eingesetzte ? Noch dazu wo diese Schiedsgerichte in einem grösserem Gremium tagen (wie ein staatliches) ?

CETA = Hintertürl für TTIP

mladenec, 16.02. 17:14

US-Firmen mit Sitz in Kanada verkaufen nach Europa.

Antworten

wald4, 16.02. 19:02

Vielleicht können wir unsere Produkte vermehrt (zB Österreichische Bioprodukte) nach Kanada exportieren, zumindest leichter wird es jetzt gehen.

ponyhof, 18.02. 00:01

Das ist bestimmt der Sinn der Sache dass Lebensmittel um die halbe Welt gekarrt werden. Super für die Umwelt und Qualität. Besser Kanada macht selbst auf Bio.

reichsadler, 16.02. 12:23

Für die Volkswirschaften ist ein Minimum an Freihandel zu empfehlen, wenn sie nicht durch billige Sklavenarbeit aus dem Ausland untergehen wollen. Der ursprüngliche Sinn von Zöllen war die heimische Wirschaft zu schützen. Freien Import von Waren gäbe es bei mir nur für Dinge, welche in der Heimat nicht hergestellt werden können. So wie die Nordgermanen Bernstein bis nach Ägypten verhökert haben, z. B. Dann stellt sich für den gesunden Menschenverstand die Frage: muß ich wirklich jeden Schmarren haben?

Antworten

mirabeau, 16.02. 13:24

"Für die Volkswirschaften ist ein Minimum an Freihandel zu empfehlen, wenn sie nicht durch billige Sklavenarbeit aus dem Ausland untergehen wollen."
-------------------------
Der Satz ist so ungefähr so sinnvoll, wie
"Wer trocken bleiben will, braucht Regen."

ösirepublik, 16.02. 15:57

richtig ..
um die eigene Wirtschaft vor Billigprodukten zu schützen , wurden Zölle geschaffen !
Freihandel geht immer zulasten der "teuren" Länder .. also killt bei uns Arbeitsplätze ( der Handel verdient mehr) !