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Freiwillige Feuerwehr beim Bergen eines Autos

Wie sehr wird ehrenamtliche Arbeit geschätzt?

In den politischen Sonntagsreden gehört das Loblied auf die Bedeutung der ehrenamtlich Tätigen für die Gesellschaft dazu wie das Amen im Gebet. Gerade in der CoV-Krise waren und sind Ehrenamtliche besonders gefordert. Wird das freiwillige Engagement von der Öffentlichkeit genügend anerkannt? Wie wichtig ist diese Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen? Wie könnten sie besser unterstützt werden?

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256 Beiträge

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Forum

Ehrenamtlich heißt, zusätzlich zur Zeit auch eigenes Kapital zu investieren.

segler, 07.06. 13:58

Einige Beispiele? Ich kenne keinen ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Sanitäter, der nicht eine etwas größere (selbst finanzierte) Erste-Hilfe-Ausrüstung im Kraftfahrzeug mit sich führt. Ehrenamtliche Feuerwehrmänner investieren in eigenes Gewand, und wenn es nur die Thermounterwäsche für Wintereinsätze ist. Naturschutzorgane investieren in Beobachtungsausrüstung. Jagdschutzorgane (Wildschutz) investieren in Transportmöglichkeit (für Fallwild, Wildfutter oder gesammelten Müll). Wer bei der Bergrettung oder Wasserrettung mit hilft, hat schon aus Sicherheitsgründen seine höchstpersönliche Ausrüstung dabei. Alle genannten investieren nicht wenig in Literatur, um auf dem Laufenden zu bleiben.

loewe, 07.06. 22:33

Eigenes Kapital wird nur investiert wenn Kapital vorhanden. Dann ist das Marketing und kein Ehrenamt.

phoebe07, 08.06. 07:59

wenn jemand seine Arbeitskleidung und/oder die Fahrtkosten selbst übernimmt und nicht ersetzt bekommt ist das auch eine Investition des eigenen Kapitals, hat aber mit Marketing genau gar nichts zu tun. Das ist übrigens ein Grund warum Arbeitslose oft nicht in der Lage sind sich ehrenamtlich einzubringen.

loewe, 08.06. 08:08

Denke aber dass gerade die Uniform gestellt wird.
Bitte eine Unterhose und Literatur ist nicht zu erwähnen.
Das mit den Arbeitslosen ist Quatsch.
Die sind schwer zum Zuteilen. Und selbstlos geht schon gar nicht.

loewe, 08.06. 08:10

Soziales Engagement verlangt ein gewisses Profil eines Menschen.

fossy1, 08.06. 08:35

Guten Morgen ! an den user "segler" gestern 13:58 uhr!
muss dir hier aber sehr wohl widersprechen - zumindest bei der Feuerwehr wo ich Mitglied bin;
a. die Einsatzuniform (Einsatzbekleidung Wert 1300 €) wird durch die FF bereit gestellt (Einsatzhose + Jacke gem. ÖNORM, Einsatzhelm, E-Handschuhe, E-Stiefel, Brandschutzhaube, MedHandschuhe)
b. Dienstuniform (Diensthose + Bluse + Hemd + Kappe) wie a.
c. Ausgangsuniform (Uniformrock + Hose + Hemd + Krawatte + Kappe) wie a u. b.
d. Einsatzbekleidung oder Dienstbekleidung welche ev. zu klein/groß ist bzw. Beschädigungen hat, wird ausgetauscht bzw ersetzt;
die Kosten trägt zu 80% die zuständige Gemeinde, den Rest bringt die FF auf (Sammlungen, Feste, Einsatzverrechnung)

weiters, wenn ich einen Feuerwehrkurs besuche, bekomme ich eine Entschädigung von 30 €/Tag (Mittagessen wird durch die Landesfeuerwehrschule beigestellt, für jene die in der LFS nächtigen, auch das Frühstück u. Abendessen).
aber es kann ja von Bundesland zu Bundesland verschieden sein!
noch einen schönen Tag !

clarissa, 07.06. 10:49

einerseits ist es ja gut andererseits könnten da doch auch geringfügige Arbeitsplätze entstehen , wie z.B. bei Essen auf Rädern oder um alten Leute zu betreuen. Der Staat gibt viel Geld aus für Pseudoaktionen um Langzeitarbeitslose dem Namen nach vorübergehend wieder in einen Job zu bringen. Da die meisten eh nur Teilzeit wollen, wäre das doch eine Überlegung. Voraussetzung wäre aber auch da das BGE für jeden Österreicher und die Freiheit trotz BDG ganztags oder eben gar nicht arbeiten zu gehen. Ich glaube, den Staat käme das billiger , man könnte das AMS und die ganzen sinnlose Schulungen abschaffen und die Sozialpartner sollen in Zukunft sich darum kümmern dass DN und DG zusammenfinden.

yingyang, 07.06. 12:55

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einerseits ist es ja gut andererseits könnten da doch auch geringfügige Arbeitsplätze entstehen , wie z.B. bei Essen auf Rädern oder um alten Leute zu betreuen.
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Und du glaubst die Fahrerinnen und Fahrer beim Essen auf Rädern machen das für lau? Die werden in 99% der Fälle bezahlt wie auch der nette Lieferando oder mjam Bote bezahlt wird.
Und auch die Betreuung von alten Leuten ist, wenn nicht von der Familie organisiert, i.d.R. nicht kostenlos. Das sind nur ganz ganz wenige Organisationen die stundenweise mal jemand zum plaudern schicken, aber Betreuung im Sinne von waschen, kochen, bügeln, einkaufen gehen etc das macht niemand gratis.

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Voraussetzung wäre aber auch da das BGE für jeden Österreicher und die Freiheit trotz BDG ganztags oder eben gar nicht arbeiten zu gehen
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Oje die sozialistischen Luftschlösser. WiFo und Co haben das durchgerechnet, ohne Einberechnung innereuropäischer Sozialmigration kostet ein solches Modell 28-37 Milliarden Euro mehr pro Jahr.
Und die von der SPÖ angedachte Erbschaftsteuer, Reiche schröpfen etc würde maximal 7-8 Milliarden pro Jahr bringen.
Also meldet euch wieder wenn ihr einen weg r für die Gegenfinanzierung gefunden habt....

bock, 07.06. 14:14

Jetzt mal abgesehen, von der kompletten falschen Darstellung über das "Ehrenamt", welches von yingyang schon aufgezeigt wurde:

Auch wenn es sich gut anhören würde, dass man statt ehrenamtlicher Funktionen (Rotes Kreuz, Feuerwehr...) bezahlte Jobs schafft: Wer sagt, dass sich Menschen für diese Jobs überhaupt interessieren würden? Mit ist ein motivierter Kamerad der FF am Brandherd lieber, als jemand, der vom AMS angewiesen wurde, zur Feuerwehr zu gehen.

clarissa, 07.06. 15:55

also ein BGE kann nur für österr. Bürger gelten, Ausländer auch EU Bürger die sich nicht selbst erhalten können, müssen eben gehen. Natürlich soll man von einem BGE nicht leben können und von 500 Euro kann man das auch in der Regel nicht. Man soll sich was dazuverdienen. Ein BDG würde alle fordern, vor allem auch die Sozialpartner und die Politik weil sie nicht mehr so diese Macht über die Menschen hätten. Aber auch einige Bürger müssten sich Gedanken machen, für die könnt es schlechter werden, aber für die Masse der Arbeiter und Angestellten wäre es ein schönes Zubrot. Und speziell die SPÖ verlangt doch immer die 30 Std. Woche und auch viele Menschen wollen lieber mehr Freizeit denn in die Mühle der Arbeit.Und die Länder könnten frei entscheiden ob sie Geld drauflegen, wenn einer sich nicht einmal eine oder zwei gerinfügige Stelle suchen will. Derzeit muss ein Teil der Bürger echt "anschaffen gehen" ich verwend jetzt bewusst diesen Ausruck und ein anderer Teil der Bürger lässt sich aushalten. Die Bürger würden insgesamt mehr Freiheit aber auch mehr Verantwortung kriegen. Und man spart alle anderen Sozialleistungen ein, MS, Notstand, Witwenpensionen, Auslgeichszulage , Alleinerhalter usw. Und man kann das AMS und die Zwangsvermittlung abschaffen. Andererseits denk ich mir, dass die Mehrheit der Österreicher durchaus offen wär für diese Veränderungen im Gegensatz zu den Sozialpartnern und der Politik.

effenbeisser, 08.06. 07:22

clarissa - das ist doch alles nur theoretisches blabla... ich denke das ein ü50-langzeitarbeitsloser auch probleme hätte sich überhaupt was dazuverdienen zu können?! denn diese jobs von denen du schreibst, wird und kann es auch gar nicht geben oder du hast keine ahnung, wie das anforderungsprofil für diese ehrenamtlichen tätigkeiten aussieht?
z.b. gerade bei der FF kann ich dir sagen, steigst du dort nicht von jetzt auf gleich ein und löscht brände. dort gibt es genauso ausbildungen und prüfungen zu absolvieren, bevor du überhaupt mal an einen schlauch darfst, weil wasser unter hohem druck auch gar nicht so ungefährlich wäre.
da kann man nicht einfach wen stundenweise für ein paar stunden hinschicken. und selbst hilfsdienste - die müssen sitzen, denn es geht hier schließlich um notsituationen, wo ev. menschen sterben, wenn nicht alles perfekt wie am schnürchen läuft.

Wie sehr wird ehrenamtliche Arbeit geschaetzt

loewe, 07.06. 10:44

Eine gute Frage
Es heisst Ehrenamt und der Name steht fuer was
Aber bei aller Liebe man kann auch Ehrenaemter entwuerdigen wenn man sich zu viel in den Vordergrund setzt und fanatisch nur sein eigenes Werk gelten laesst.
Das unterdrückt andere und werden im Wert geschmälert.
Habe das bei der Musikkapelle den Eindruck.
Ist wichtig fuer Tourismus aber es gibt viele andere wichtige Dinge auch.
Danke.

bittersweet21, 07.06. 10:57

Nochmal: die Musik ist ein Hobby. Wird mit "Ehrenamt" verwechselt, hat aber mit echter ehrenamtlicher Tätigkeit weniger zu tun.

kohlröserl, 07.06. 13:39

bitter, Musik bewegt, bereichert und kann Brücken bauen. Klassischer Musikunterricht KANN ehrenamtlich erfolgen, ehrenamtliche Arbeit gibt es sogar im Radio, auch Chorleiter kann man ehrenamtlich sein. Musikgruppen können unter der Leitung von Ehrenamtlichen sein. Internetradiosender sind auf Mithilfe von Ehrenamtlichen angewiesen. Es gibt in Österreich eine Ehrenamtsbörse. Informier dich......

dosimeter, 07.06. 13:45

Da stimme ich nicht zu. Musik mag zwar ein Hobby sein, aber das Musikausüben setzt unendlich viele Geldkreisläufe in Bewegung, sodass dadurch unzählige Jobs gesichert werden.

Wenn der Vorstand einer Blaskapelle nicht funktioniert (sondern auf sein Honorar warten würde), dann werden die Instrumente nicht gekauft und gewartet, die Trachten oder Uniformen nicht geschneidert, die Festbuffets nicht bestellt - usw. usw.

Außerdem erspart diese organisatorische Tätigkeit für die beteiligten Mitmenschen hunderte Stunden (unbezahlbare) Sozialtherapie, ermöglicht den Ensembleleitern ein Einkommen, den BürgermeisterInnen ihre Wieder- und Abwahl usw. usw.

Musik zu ermöglichen ist sehr wohl ein Ehrenamt.

Wir wollen doch nicht schon wieder anfangen,
die anderen abzuwerten - nur weil wir die nicht verstehen ...

dosimeter, 07.06. 13:46

13:45 ging an @bittersweet.

bittersweet21, 07.06. 17:17

Wie ihr meint.
Ein Hobby ist und bleibt es trotzdem.

alpensymphonie, 07.06. 19:48

@Bittersweet: Ich bin in der Branche tätig. Ehrenamtlich kriegst mich nicht, dazu bin ich zu sehr Profi. Natürlich gibt's Auftritte, bei denen ich nix verlange (z.B. Benefizveranstaltungen), aber als regelmäßige Tätigkeit kann ich mir auf diesem Sektor kein künstlerisches Ehrenamt vorstellen.

loewe, 07.06. 21:01

So Hobby versus Ehrenamt
Ich spreche von den Musikkapellen die bei kirchlichen Festen, Gaestekonzerte, Musikfeste usw ausrücken. Max. Fahrtgeld wird bezahlt wenn z.B. der Kapellmeister 5 km zu fahren hat.
Da sind natuerlich noch 90 jaehrige am Leben die Jungmusikanten ausgebildet haben. Es bleibt ein Hobby, und je nach Ehre, kommt auch darauf an wie er als Mensch ist zu der Umwelt, ein E h r e n a m t. Lg "demlandtiroldietreue"

bittersweet21, 07.06. 21:04

Ja, Amateure, die ihr Hobby ausüben, sind aber trotzdem nicht das, was ich persönlich unter ehrenamtlichem Engagement verstehe.

bittersweet21, 07.06. 21:05

Und "demlandirgendwasdietreue" ist mir wurscht. Und ist auch wurscht.

loewe, 07.06. 21:32

Welches Ehrenamt kleidet dich bittersweet?

bittersweet21, 07.06. 21:35

@loewe
Das geht dich nichts an. Ich protze nicht mit meinem Engagement für das Allgemeinwohl.

bittersweet21, 07.06. 21:37

Aber sei versichert, es geht dabei weder um mein Hobby noch um Mutterschaft oder Führung des eigenen Haushalts.

dosimeter, 07.06. 22:26

@ bittersweet

"Ein Hobby bleibt es trotzdem" ??
Was ist "ES" ??

Ja, wenn jemand einmal wöchentlich im Chor mitsingt,
dann ist das ein Hobby dieser Person.

Aber wenn du ein(!)mal ein Projekt (womöglich mit Reise und Anschaffungen) FÜR solche 50 Personen organisiert(!) hättest,

dann wüsstest du, das DAS kein Hobby mehr ist.
Nicht das Organisieren:
Sondern das ist ein Ehrenamt
im Dienst an denen, die ein Hobby ausüben.

Sportplatz mähen und Duschen putzen ist auch kein "Hobby".
Schon gar nicht, wenn hundert Jugendliche ihn benützen.
Sondern ein Ehrenamt.

kohlröserl, 08.06. 05:41

Wisst ihr was, das ist die Sache nicht wert, Energieverschwendung, die braucht den Justmentstandpunkt, sonst läuft sie unrund und mir ist es wurscht, herzlich wurscht.....
Ich streite nie um des Kaisers Bart.

wald4, 08.06. 05:43

Chorsingen und Musik machen ist pure Leidenschaft und Freude, wer in diesem Zusammenhang von einem Amt spricht hat das wesentliche nicht begriffen:-)
SG

dosimeter, 08.06. 06:56

@ wald
Ich spreche vom Organisieren unmöglicher Termine.
Vom Schlichten von Konflikten.
Ich spreche davon, dass Archive Mietkosten verursachen
und regelmäßig geordnet werden (Noten z.B.).
Vom Wäschewaschen fürs Team.
Vom Putzen der Ausrüstung.
Toll dass dich sowas leidenschaftlich macht macht.

bittersweet21, 08.06. 10:03

Wäsche waschen fürs Team?
Putzen der Ausrüstung?
Hä?
Wozu ist ein Team ein Team? Doch nicht, um sich von einem Hiwi bedienen zu lassen.

Im Grunde genommen ist auch die Politik ein Ehrenamt

überdruss, 07.06. 10:34

überdruss, 07.06. 10:41

Das Hans im Glück Management ist der Schlüssel dazu dass Innovation und die gesamte Produktion mitunter in die Tigerstaaten oder Anderswo hin Abwandert.
Ein mehr an Solider Orientierung auf gewachsene Strukturen und an Unseren sehr gutem Umfeld sollte mehr Augenmerk zuteil kommen.

Wer ehrenamtlich was leistet, wird oft benützt und verdächtigt.

dosimeter, 07.06. 08:17

"Gschaftlhuaberei" ist da noch am harmlosesten.
"Was wollen die damit erreichen" ist schon heikler.
"Stammtischrunde" nähert sich dann schon einem Verdacht.
"Populistisch" sei der unbezahlte Einsatz, ja "echt verdächtig".
"Die wollen ja nur verstecken, woher sie zu viel Geld haben", wirrd auch oft ins Feld geführt zur Rufschädigung.
"Da steckt bestimmt XYZ dahinter" (z.B. Rechte, Linke, B.Gates).

Das reicht manchmal sogar bis zur staatspolizeilichen Dauerüberwachung, z.B. für einen Kirchenchor, oder bis zum plötzlichen Auftauchen seltsamer Gestalten im Sportverein, die vorschlagen "da muss doch was geschehen, die Regierung gehört beseitigt", die quasi austesten, ob am Verdacht auch was dran sei.

Und viele sinnvolle "Ehren"-Ämter wurden durch solche Aktionen schon derart verdächtig gemacht, dass das kleinere Übel war, ihre mitmenschlichen Hilfstätigkeiten besser komplett einzustellen, als dass auch noch die jungen Schützlinge infiziert oder zum Feindbild gemacht würden.

Und leider ist der Verdacht auch fallweise berechtigt - weil die friedliche Hilfe benützt wurde von irgendwelchen militanten Radikalisnkis, um dort ihre Propaganda zu lancieren: Wo denn sonst, wenn nicht dort, wo Menschen geholfen wird.

Covid hat da eine gewisse Entspannung gebracht, weil die Stammtische (wo sich Ehrenamtliche nach vollbrachten Hilfeleistungen gern trafen) geschlossen waren (bei allen Couleurs). Und weil die Kommunikation digital leichter kontrolliert werden kann. Aber nun treffen einander Menschen wieder:

Mal sehen, wann die gegenseitige Verdächtigung sich wieder steigern wird bis zur Hetze - hin und retour.

loewe, 07.06. 08:24

Vater unser

yingyang, 07.06. 08:30

dosimeter ich schätze du hast nie ein Ehrenamt ausgeführt denn was du hier erzählst ist ein Bockmist bei dem 999.999 von 1 Million Ehrenamtler nur ungläubig den Kopf schütteln.

Gleich wie bei der Zeitungsente: Tausende Leute warben beim Roten Kreuz an um früher an eine Impfung zu kommen.

gehtscho, 07.06. 09:31

Also beim Chor wäre uns zur "staatspolizeilichen Dauerüberwachung" ein guter Tenor am liebsten ;-)

dosimeter, 07.06. 09:44

@ yingyang: Glaub mir ruhig. Ich habe u.a. in der Frühphase der Grünen für Bürgerinitiativen gearbeitet. Selbstverständlich damals unbezahlbar.

Was da an Verdächtigungen passierte, war unglaublich. Nur ein einziges Beispiel: Greenpeace geriet sogar ein halbes Jahr lang unter Verdacht, Tschernobyl sabotiert zu haben ...

bittersweet21, 07.06. 11:19

Na und? @dosimeter
Heute werden NGOs verdächtigt, sich dumm und dämlich zu verdienen und mit Schleppern gemeinsame Sache zu machen.

bittersweet21, 07.06. 11:23

Da muß man kühl bleiben. Und hartnäckig. Weil, dass man als engagierter Mensch in Ö sehr oft kontrolliert gegen die Wand gesteuert wird, ist bekannt. Ehrenamtliches Engagement ist nix für Sensibelchen.

Wo wären wir würde es das Ehrenamt nicht geben?

yingyang, 07.06. 07:59

- Der Feuerwehrbetrieb in beinahe ganz Österreich (außer den Grosstädten mit Berufsfeuerwehr) würde nicht mehr existieren

- Das Rote Kreuz welches in 99,9% der österreichischen Städte und Gemeinden mit der Abwicklung des Rettungsdienstes beschäftigt ist könnte nicht mehr existieren. Denn dadurch dass im Gegensatz zu Grünem Kreuz, Johanniter oder Malteser keine Fahrten abgelehnt werden könnten und vonseiten der Versicherungsträger seit Jahren keine Anpassung der Vergütung vorgenommen wird werden Tag für Tag zig Fahrten durchgeführt die mit hauptamtlich angestellten wirtschaftlich defizitär wären.

- Bergrettung und Rettungshundebrigade müssten schließen

- zig Hilfsorganisationen wie Caritas, Vinziwerke und Co könnten den Betrieb nicht aufrechterhalten

- In der Flüchtlingskrise 2015 wären wir ohne all jene die sich ehrenamtlich engagiert haben völlig untergegangen

Und was tut der Staat dazu:

Dieser schafft es nicht mal Unternehmen Ausfälle zu ersetzen wenn Männer und Frauen bei der Feuerwehr zum Einsatz müssen, diese müssen die Stunden nacharbeiten oder bei längeren Einsätzen nach Unwettern und Co sogar Urlaub nehmen!!!! um helfen zu können

Es gibt immer noch keine Boni oder steuerliche Vergünstigungen für jene die Millionen an Stunden kostenloser Arbeit jedes Jahr leisten. Hier geht es nicht um große Summen sondern eher um eine Anerkennung um den Leuten zu zeigen:
Ich schätze was du für die Gesellschaft tust.

Viele Feuerwehren und Co sind dermaßen schlecht ausgestattet dass es eine Schande ist mit Fahrzeugen Baujahr 1980-1991 die ebenfalls durch hunderte Stunden Arbeit irgendwie fahr- und einsatzfähig gehalten werden. Aber weder Gemeinden noch Land noch Bund fühlen sich bemüßigt zumindest für die Ausrüstung breiter zu fördern.

So sieht das Ehrenamt 2021 in Österreich aus.

Ehrenamt, weil offenbar wirtschaftlich nicht gewollt, abschaffen!

ckw, 07.06. 07:37

Leider wird auch vom Staat das Ehrenamt immer weniger unterstützt, was man an der Gesetzgebung bzgl. Freistellungen und Entschädigungen dafür in der Privatwirtschaft etc. bemerkt.

Auch in den eigenen Reihen (Staatsdienst) happert es.
Vor rund 20 Jahren war ein Dienststellenleiter stolz darauf "Lebensretter" unter sich zu haben. So wurden z.B. für Einsätze genommene Urlaube rückerstattet. Heute ist das ganz anders ... eher das Gegenteil!

Daher, raus aus der Freiwilligkeit, Budget für Blaulichtorganisationen und diese zu Berufsorganisationen verstaatlichen.

loewe, 07.06. 07:54

Wird nicht funktionieren!

loewe, 07.06. 08:19

Das Thema lautet Ehrenamt!!!!

yingyang, 07.06. 08:33

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Daher, raus aus der Freiwilligkeit, Budget für Blaulichtorganisationen und diese zu Berufsorganisationen verstaatlichen.
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Nur für dich zum Nachdenken weil dieses Thema auch bei meiner letzten RotKreuz Fortbildung besprochen wurden.
Ich gehe nur vom RotenKreuz Österreich jetzt aus.
Würde diese eine Blaulichtorganisation komplett auf Berufsrettung umgestellt ohne Freiwillige und Zivildiener würde das dem Staat Jahr für Jahr 11,2 Milliarden Euro mehr kosten als jetzt.

Und das ist nur das Rote Kreuz, da sind weder Feuerwehren, Bergrettung, Rettungshundebrigade, NGOs und Co eingerechnet.

Kannst dir ja gleich mal Gedanken machen woher die Marie kommen soll.

Viel zu wenig

neutralgerecht, 06.06. 21:49

Leider wird die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Vereinen viel zu wenig geschätzt!!! Ohne diese wäre unser System nicht aufrecht zu erhalten!
Gleichzeitig bekommen zb Ärzte die bei Impfstraßen arbeiten 150€ pro Stunde, neben den ehrenamtlichen die gar nichts oder viel viel weniger erhalten!
Einfach ungerecht und an alle Ärzte, schämt euch über diesen Weg einfach Geld zu scheffeln!

alpensymphonie, 06.06. 22:03

Ich finde dieses primitive und schäbige Bashing einer ganzen Berufsgruppe indiskutabel.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Ärztinnen und Ärzten, die in dieser Pandemie unter schwierigen Bedingungen Großartiges geleistet haben, meine Hochachtung aussprechen.

portofrei, 06.06. 22:06

Mit ist es auch lieber, die Impfaufklärung machen ausgebildete Ärzte

xcountry, 06.06. 23:23

Nur so als Beispiel, neutraler: wenn du bei uns am OP-Tisch liegen musst, würde ich dir sagen, mir geht es nicht gut, und unser Turnusarzt wird dich jetzt operieren:-)
Ein gutes gefühl? Bitte beurteile Situationen erst, wenn du die Hintergründe kennst.

loewe, 07.06. 05:59

Ich bin ja auch froh dass das Gesundheitssystem gut funktioniert.
Aber was hat jetzt die OP mit der Impfstrasse zu tun.
Welche Hintergrundinformation moechten Sie da mitteilen.
Es ist kein Geheimnis dass ein Facharzt operiert.

wald4, 07.06. 06:01

150€ pro Stunde?
Ich meine du träumst, maximal pro Tag.

loewe, 07.06. 06:01

Abgesehen davon ist mir auch lieber wenn Aertzte vor Ort sind...da bin ich auch dankbar.

kohlröserl, 07.06. 07:32

Es wird immer welche geben, die aus tiefster innerer Überzeugung sich etwas vornehmen, das werden und tun, was sie am besten können, weil sie es aus ersterer wissen, aus der Überzeugung und dem Drang, das zu verwirklichen. Das gilt für alle. Die, die nur aus Verlegenheit etwas angehen, weil sie halt sonst nicht wissen, was sie sollen, die brennen nicht für eine Sache. Auch gut, kann ja noch kommen, später; ist ja nicht jeder gleich fit und gleich weit in der Entwicklung. Jeder wie er kann, aber deswegen auf erstere hin hacken ist auch keine Lösung, wie gesagt, wir leben in einer Neidgesellschaft, das ist schon sehr lange so.
Es gibt halt welche, die haben das Glück, ihren Traumberuf zu haben, auch die Tüchtigkeit, sonst geht das nicht und die sind am zufriedensten und möchten mit niemand tauschen, auch wenn es manchmal schwierig ist. Was zählt ist, dass man auf "seine Kosten " kommt, weil es sehr zufrieden macht und man nichts hinter her hechelt. Da nimmt man auch kleine Abstriche in Kauf. Darum heißt es auch Klappern gehört zum Handwerk, wenn ihr versteht, was ich meine......

loewe, 07.06. 07:51

Klappern gehoert zum Handwerk.
Du meinst das Prahlen, das Sich Aufblaehen.
Hier ist die Dosis laengst ueberschritten.
Und im Hohelied der Liebe wird der Aufblaeher definiert als dann bist Du gar nichts.
Ehrenamt ist wichtig... sogar fuer den Ehrenamtlichen selber... man ist wichtig... aber die Dosis macht das Gift.
Und die Clanbildung.
Jetzt ein Lob und Dank fuer die Rot Kreuz Helfer.
Ich zahl den RotKreuzBeitragaber heuer haben sie schon mal geholfen. Danke fuer den Einsatz.:-)

bregenzer, 07.06. 07:51

neutraler
Der Arzt ist meist ein Selbstständiger, der muss von diesem Geld zuerst mal an Haufen Steuern abdrücken. (dem Land in Rechnung stellen, da sind dann automatisch 20 % MWST dabei)
dann wird das Geld zu seinem Einkommen gerechnet.
also Sozialabgaben (auch Arbeitgeberanteil) und die Steuern
unterm Strich bleiben ihm dann von der Kohle mal heisse 50 bis 60 Euronen tippe ich mal so vorsichtig.
Kassiert mein Chef für mich ja je nach Arbeit zwischen 120 und 280 Euro die Stunde. Davon allerdings bleiben im Schnitt grad mal 1/10 BRUTTO bei mir.
DAS ist dann ungerecht :-)))

loewe, 07.06. 08:18

Hast keinen hochdodierten Job Bregenzer

bregenzer, 07.06. 08:59

ich bin soweit zufrieden, das reicht dann. reicht jetzt zum leben, wird dann für die Rente reichen, also was will ich mehr

neutralgerecht, 07.06. 22:20

@wald4: du hast schon richtig gelesen, 150€ pro Stunde!
Und ja, natürlich ist es gut wenn die Aufklärung durch Profis passiert! Aber 150€????
@alpen: wie immer, du beziehst es auf alle und allgemein…. Zuerst lesen und verstehen!
@xcountry: was genau schreibst du da? Da ist doch null Zusammenhang. Und übrigens in vielen vielen Fällen werden die Impfungen durch diplomierte Krankenschwestern durchgeführt und die bekommen einen Bruchteil dessen was die Ärzte bekommen! Das nenne ich schlichtweg eine Sauerei gegenüber dieser Berufsgruppe oder?

ich war 30Jahre im KDO einer Freiwilligen Feuerwehr

glaubois, 06.06. 19:18

Egal was für Partei am Ruder war, immer wurde bei Sonntagsreden versprochen was nicht alles für uns gemacht wird ( dienstfreistellung, Mehrwertsteuer abschaffen für Anschaffungen, usw.....) Wir bauen zurzeit ein neues Feuerwehrhaus ca. 1,5 Millionen ausgabe. + Mehrweitsteuer. Es ist zum Kotzen.

bimbim, 06.06. 19:45

vielleicht können ihnen die großspender der türkisen einige tipps zu steuersparenden konstrukten geben...

mcleod, 06.06. 20:29

@bimbim, am 06.06. 19:45:

Ich bin mir sicher, daß 99 % der Ehrenamtlich Tätigen sich eben keine solche Tipps holen (wollen). Wobei für @glaubois es wahrscheinlich im Rahmen eines Bauprojektes sich besser an den Großspender (Bauunternehmer) der P...n Partei wenden könnte.... WIrd aber nix bringen!

effenbeisser, 06.06. 21:28

@glaub - also du machst deinem nick auch alle ehre oder?! das was du erlebt hast ist nicht zum kotzen, sondern die gehschule für alle möchtegernpolitiker.
phase 1: erzähle den leuten das, was sie gerne hören wollen.
sorry und phase 1 ist wohl so das handwerkszeug eines jeden politikers, der nach oben strebt oder zumindest seinen posten behalten will.

fossy1, 07.06. 02:16

Hallo ! Gute Nacht oder vll. Guten Morgen !
zu den beiträgen der user "bimbim" und "glaubois"
a. Dienstfreistellungen für Mitglieder der FF wurden bis dato immer von der ÖVP jetzt Liste Kurz.... abgelehnt (dahinter steht die WKO bzw die Industriellenvereinigung = Blockierer)
b. MWSt für Beschaffungen - das gleiche wie bei a. (eben ÖVP)
hiezu ein Beispiel: ein RLFA (RüstLösch-Allrad) Kosten 360.000 €
MWSt dafür 60.000 € d.h. Kosten ohne MWSt 300tsd €
wenn man bedenkt - z.B. - im Bgld gibt es die "Drittel-Lösung" d.h. je 1/3 das Land - die Gemeinde - die Feuerwehr (das Ganze wird über einen Leasing-Vertrag abgewickelt), das gleiche gilt auch für Neubau Feuerwehrhaus oder UM/ZU-Bau;
c. Feuerwehr-Fest -auch hier wurde durch die WKO ein Riegel vorgeschoben - d.h. die FF darf pro Jahr "Gesamt" max. 3, höchstens 4 Tage ein Fest veranstalten (FF-Ball Samstag/Sonntag = 2 Tage, Sonnwendfeier deto) oder 1 x FF-Ball und 2x je 1 Tag FF-Heuriger;
"ich höre jetzt auf zu schreiben, sonst kommt mir noch die Galle hoch!
einen schönen Wochenbeginn !

ich war 30Jahre im KDO einer Freiwilligen Feuerwehr

glaubois, 06.06. 19:17

Egal was für Partei am Ruder war, immer wurde bei Sonntagsreden versprochen was nicht alles für uns gemacht wird ( dienstfreistellung, Mehrwertsteuer abschaffen für Anschaffungen, usw.....) Wir bauen zurzeit ein neues Feuerwehrhaus ca. 1,5 Millionen ausgabe. + Mehrweitsteuer. Es ist zum Kotzen.

Feuerwehren

loewe, 06.06. 18:51

stehen nicht im Mittelpunkt.
Das sind Ehrenmaenner.
Ihnen gehoert schon Danke gesagt.
Oft brennts eh nicht.
Aber gerüstet sein bei Bedarf ist gut.
Sie rücken eh viel oefter aus als man meint.

mcleod, 06.06. 20:05

@loewe, 06.06. 18:51
......
Oft brennts eh nicht.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Geschätzter User @loewe:

Es hätte nur ca. 1 - 2 Minuten Recherche benötigt um diese Aussage nicht zu treffen:

2020 - Brandeinsätze: 54.701, Technische Einsätze: 177.871
(Quelle: Österr. Bundesfeuerwehrverband)

Und dann dividierst das durch 365.. und dann weisst Du wie oft am Tag der "rote Hahn" kräht!

Aber vielleicht gehörst ja auch nur zu den durchschnittlich 10 Leute pro Tag die aus einem Aufzug befreit werden müssen. Wobei ich hier fast davon ausgehe, daß hier die Mehrzahl wahrscheinlich den 6 Berufsfeuerwehren in Ö zuzurechnen sind :-)

loewe, 06.06. 20:16

Also in unserem Dorf 400 Einwohner brennts nicht oft. O. K.?

loewe, 06.06. 20:18

Mc leod, aber eindeutig zu wenig Wertschätzung. Sie kommen ja wie die Feuerwehr. Alles Gute!

mcleod, 06.06. 20:32

@loewe, 06.06. 20:16:
Also in unserem Dorf 400 Einwohner brennts nicht oft. O. K.?
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Nun, dann kannst Du ja froh sein, dass das "Florianiprinzip" bei Euch bestens funktioniert, und es immer nur in der Nachbarortschaft brennt. ;-)

Einmal war mir fast schon so langweilig

langweiler, 06.06. 17:13

dass ich ehrenamtlich was gearbeitet hätte

loewe, 06.06. 18:27

Dann schaetzt du sie nicht wirklich.

langweiler, 06.06. 18:31

Oja
Weil ich schätze sehr, wenn sich jemand sinnvoll beschäftigt.

loewe, 06.06. 18:37

OK. Gut. :-)

xcountry, 06.06. 23:25

wir kennen ja unsere langenweiler.
er ist viel lieber, als man glauben könnte:-)

man kann ehrenamtlichen gar nicht genug danken...

effenbeisser, 06.06. 16:00

und ich ziehe jedesmal den hut und bin froh, wenn ich weiterschlafen kann, wenn bei uns am land mitten in der nacht die sirene heult und es leute gibt, die nicht gleich denken wie ich und aus dem warmen bettchen raushüpfen, um kostenlos zu helfen.
umso unverständlicher - nein eigentlich abartig sind jene leute, die dann einsatzkräfte auch noch behindern oder fotogeil überall dabei sein wollen, anstatt diese leute ihre arbeit machen zu lassen. denn man könnte ja ein foto von zerfetzen körperteilen versäumen.
und noch abartiger wird es dann, wenn leute z.b. sanis verdreschen, weil sie erste hilfe leisten wollen?! solche leute gehören sofort psychologisch untersucht, denn da kann wohl einiges nicht stimmen?!
auch wenn vergleiche zw. früher und heute meistens problematisch sind, aber ich denke nicht, dass man in den z.b. 80ern jemals auf so eine idee gekommen wäre und man einsatzkräfte attackiert hätte?!

Das ist eine sehr komplexe Sache...

viktor1977, 06.06. 11:29

Wenn das Ehrenamt dazu dient, Bereiche abzudecken, die vom Staat nicht abgedeckt werden KÖNNEN oder dazu, das Gemeinschaftsgefühl in Gemeinden oder die gegenseitige Solidarität auf regionaler Ebene zu fördern, ist es ein großer Gewinn für die Gesellschaft. Und, ja, es ist ganz wunderbar zur Integration von marginalisierten Gruppen.

Wenn das Ehrenamt aber von wirtschaftsliberalen und rechtskonservativen Politikern dazu missbraucht wird, staatliche Leistungen (Gesundheitsversorgung, Notfallhilfen, Flüchtlings- und Asylbetreuung etc.) abzudrehen und primär aufs "Gratis"-Ehrenamt umzuschichten, dann wird es zur Ausbeutung von sozial empfindenden, verantwortungsbewussten Menschen und ist abzulehnen. Und Integration von Immigranten wäre NOCH effektiver, würden zB. die Freiwilligen ganz einfach ohne Hürden in (staatliche) Jobs aufgenommen - dann bräuchte man auch da nicht das Gratis-"Ehrenamt" dazu!

Ehrenamtliche Leistungen sollten stets Unterstützung für staatliche Leistungen sein, nicht billiger Selbstzweck, um sich als "steuergeldsparender" Politiker medial präsentieren zu können, der zudem vielleicht noch "die Gemeinschaft" fördert!

viktor1977, 06.06. 11:31

... nicht ohne Grund ist immer die ÖVP so sehr für die Vermehrung ehrenamtlicher Tätigkeiten... da kann man sich das soziale Mascherl umhängen und gleichzeitig das eingesparte Geld für Parteiinternes verbrauchen...

portofrei, 06.06. 12:43

Verfolgungswahn?

loewe, 06.06. 13:01

A bissl hat der Viktor schon recht. Kann schon a bissl eingedämmt werden von den black beauties:-)

loewe, 06.06. 13:03

Verfolgungswahn ist uebertrieben, Ehrenamt kann man uebertrieben, und das dazustehen kann man uebertrieben... immer hofalig sagte man bei uns frueher

loewe, 06.06. 13:06

Aber manche schießen gern mit Kanonen.

kohlröserl, 06.06. 13:50

....um das Sprichwort fortzusetzen, auf Spatzen?

geier, 06.06. 14:31

Was war denn das zugkräftige "Argument" der ÖVP für den Präsenzdienst bei der Volksbefragung vor einigen Jahren? ...richtig, der (fast) ehrenamtliche Zivildienst beim RK.

loewe, 06.06. 15:13

Geier, vor ca. 15 Jahren und mehr hat 1 Gruppe Zivildiener reklamiert.
Die bekamen damals fast gar nichts.
Das Zivilgeld wurde dann erhoeht von Vater Staat.
Zivildienst ist kein Ehrenamt.
Praesenzdienst bzw. Einberufung ist Muss.

bittersweet21, 06.06. 15:21

Und weil Zivildiener und Ehrenamtliche billiger zu haben sind, hat das Rote Kreuz Familienväter gekündigt, die bezahlt beschäftigt waren. Zufällig kenne ich so einen Fall. Und das wird nicht der einzige sein.
Danke, @viktor1977 für diesen Aspekt.

portofrei, 06.06. 15:22

Es ist sowas von schräg, dass sogar zu diesem Thema versucht wird Politik zu betreiben und auf andere hinzuhauen.
So nach dem Motto - irgendwas wird schon picken bleiben

bittersweet21, 06.06. 15:28

@portofrei
In dem Fall solltest du mal drüber nachdenken vorm selber hinhauen.

portofrei, 06.06. 15:30

Nur zum Verständnis - Zivildiener sind keine Ehrenamtlichen
Und was willst eigentlich von mir, bittersweet?

bittersweet21, 06.06. 15:32

Natürlich sind Zivildiener keine Ehrenamtlichen. Aber billiger als ein Festangestellter allemal. Und das war's worum es ging.

portofrei, 06.06. 15:32

Ja, dir.

effenbeisser, 06.06. 15:34

@porto - nein ich denke da täuscht du dich gewaltig. das was @viktor zu recht anspricht ist realität. mir ist schon klar, dass du das als övp-kampfposter natürlich so nicht sehen willst, aber er hat sehr gut die grenzen herausgearbeitet, bis wohin ehrenamt gehen soll und ab wann es nur zum eigenzweck der politik missbraucht wird. es ist ja dasselbe wie beim gesundheitssystem. da kenne ich auch einige övp-wähler die gar nichts dagegen hätten, wenn die leute sich den arztbesuch selber zahlen, weil dann könnte man einen haufen geld sparen. natürlich kann man als "leistungsträger" nur auf diesen unsinn kommen, wenn man überall nur leute zum arzt rennen sieht, die anscheinend eh nichts haben und nur tachinieren wollen.
dass einem der dienst am eigenen land einfach eine schöne stange geld wert sein muss/soll, ist leider manchen hier völlig unerklärlich.

portofrei, 06.06. 15:35

Passt, 15:22 auch für dich...

bittersweet21, 06.06. 15:40

Schau, @portofrei, lies dir einfach nochmal durch, was @viktor1977 schrieb. Denke drüber nach.

portofrei, 06.06. 15:56

Schau, @bittersweet - sorry, aber mit dem Missbrauch des Ehrenamtes durch wirtschaftsliberale Parteien in Österreich kann ich mich einfach nicht identifizieren, ist aus meiner Sicht nicht so.

geier, 06.06. 16:42

Zivildienst sind keine Ehrenamtlichen. Stimmt natürlich. Sie sind nämlich zwangsverpflichtet. Und kosten der Allgemeinheit nur etwas mehr als Ehrenamtliche.

portofrei, 06.06. 16:44

Was verdient denn ein Ehrenamtlicher, zum geier?

geier, 06.06. 16:54

Die FF (Als Bsp.) braucht gewaltige Mitteln für ihre Leistungen. Das sind Kosten. Es gibt auch Kosten "pro Frau/Mann", z.B. Schutzausrüstung... Porto... von "Einkommen" habe ich nichts geschrieben.

portofrei, 06.06. 17:24

Macht nichts, wenn du nicht verstehst was der Begriff "Ehrenamtlich" bedeutet.

geier, 06.06. 17:26

Dazu brauche ich keinen, der nicht einmal lesen kann.

Wie sehr geschätzt?

dernettewolf, 06.06. 11:21

Einfache Antwort: Immer so sehr, wie man sie braucht. In dem Kaff, in dem ich aufgewachsen bin, gab es für die Dorfjugend genau drei Dinge, die man tun konnte: Trachtengruppe, Volkstanzgruppe, Freiwillige Feuerwehr. Gab teilweise dreifache Überschneidungen. Und bei den Jungs waren 90% zumindest gewillt, die Aufnahme in die Freiwillige Feuerwehr zu versuchen - und den Spott zu ertragen, wenn man es nicht geschafft hat.

Wobei: Die Festl´n der Feuerwehr inkl. "Brandbekämpfung" am Tag danach waren immer legendär. Leider hat dem Corona 100%ig ein Ende gesetzt + Finanzierung der Feuerwehr. Und die Gemeinde ist klamm wie eh und je, kann sich nicht mal die notwendige Erneuerung der Sirene leisten. Aber Festl darf es auch keines geben und von Haus zu Haus gehen und Spenden sammeln darf auch keiner...

Naja, vielleicht dürfen sie es ja dieses Jahr.