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Feld mit Feuer und verbrannter Erde von oben

Was wirkt am besten gegen die Klimakrise?

Kaum ein Problem ist so brennend, komplex und umstritten zugleich wie die Klimaveränderung. Die Politik muss auf allen Ebenen in vielen verschiedenen Bereichen gleichzeitig handeln. Dazu kommt die Rolle der Wirtschaft und von jeder und jedem Einzelnen. Welche Schritte wirken am besten gegen die Klimakrise? Wie kann das Handeln von Politik und Wirtschaft beschleunigt werden?

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1944 Beiträge

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Nur eine globale Autorität....

reminder, 29.09. 10:10

...kann das Problem lösen. Dass es bereits Stimmen gibt
die es so sehen (WHO..) ist mal ein Ansatz.
Eine quasi "Umweltagentur", wo wirkliche Experten und
Wissenschaftler, frei von pol. populistischen Gedanken,
praktikable Wege aufzeigen wäre sinnvoll.

Österreich, mit 0,2 % CO2 Ausstoß, ist unbedeutend und nur in (Politiker) Worten (vermeintlich) stark.

Im Bezug auf unnötige Umweltbelastung sind die Machthaber
gefordert, die Bevölkerung mittels geeigneter Maßnahmen
zum Umdenken zu "motivieren".
Konkret: Fehlverhalten muss etwas kosten....
Tschick wegwerfen kostet in den USA 250 USD und in Singapur ist die Größe ähnlich. Costa Rica ist als kleiner
Staat vorbildlich im Bezug auf Schutz der Natur.

Der "Mensch" (salopp..) ist aktuell nicht bereit dazu....
Das energietechnisch ineffiziente Verhalten im Verkehr, oder Abfall einfach wegwerfen bzw. in der Natur entsorgen, sind nur 2 Beispiele.
Pro Sekunde werden weltweit 400 KG Müll im Meer entsorgt. (Quelle: Info in Meeres Museum)
Segeljachten können ebenso toll sein wie eine 90 Fuß Motor
Jacht, die rund 70 Liter Diesel in der Stunde verbrennt und
davon gibt es x -tausende in der Welt.

Antworten

homeroid, 29.09. 11:35

reminder,schrieb am 29.09. 10:10
Konkret: Fehlverhalten muss etwas kosten....
Tschick wegwerfen kostet in den USA 250 USD und in Singapur ist die Größe ähnlich. Costa Rica ist als kleiner
Staat vorbildlich im Bezug auf Schutz der Natur.

Der "Mensch" (salopp..) ist aktuell nicht bereit dazu....

Der Mensch ist offensichtlich bereit dazu, nur wir nicht - so wie mit einfachen Masken während einer Pandemie - die Welt zu verpesten und andere zu gefährden wird als "persönliche Freiheit" ausgelegt.
Das hat mit Freiheit nicht zu tun - das ist Rücksichtslosigkeit.
Und als so was gehört behandelt.
Wenn jemand kein Rücksicht auf die anderen nimmt müss die Gessellschaft reagieren.
Es bleibt aber vorher allen frei Rücksicht zu nehmen - das ist die persönliche Freiheit.

1/3 verschwendet?

emperor, 29.09. 08:41

keine ahnung woher diese zahlen kommen aber ich persönlich und meine beobachtungen bezogen auf mein gesamtes umfeld würden ganz was anderes sagen. bei uns wird echt ur wenig weggeschmissen. einen grossen teil der tatsächlichen abfälle bekommen sogar die hendln, was ja auch eine verwertung ist. ich behaupt mal, dass der löwenanteil einfach in handel und gastro weggeschmissen werden. oder seinen weg in die nahrungskette erstmal gar nicht finden. der kleine mann wie du und ich sind nicht die grossen lebensmittelverschwender - davon bin ich überzeugt!

Antworten

homeroid, 29.09. 11:37

nicht nur weggeschmiesen - es wird bewusst vernichtet, um den Marktpreis wegen der Börsen zu manipulieren.
Das ist DAS Problem.

butterfliagn, 29.09. 11:48

homer
natürlich ises so. das ist jedoch global systembedingt und kann von außen nicht zerstört werden, weil die firewall in den händen der nutznießer (kapitalelite) liegt. erst wenn das system implodiert (sättigung - nichts hält ewig), dann wird was neues kommen. wie das resterbe aussieht, bzw. wen/was es mitreißt, wissen wir nicht....

Es läuft ohnehin sehr viel in die falsche Richtung

campino, 28.09. 23:21

Während der Westen dank der Globalisierung im Überdruss versinkt mit Massentierhaltung, hoher fossiler Energienutzung und mannigfaltigem Reisevergnügen mit einer extremen CO2-Belastung und Schadstoffemissionen steht die große Mehrheit der Erdbevölkerung (Asien, Afrika) mit einem Hungerlohn und einer verschwindet geringen Emissionsbelastung gegenüber.
Adipositas, Diabetes Typ2, Herzerkrankungen etc. als Dank für den selbst produzierten Überdruss. Um die 10% der "reichen Mittelschicht" vs. den restl. 90% der Menschen, die in Armut dahin leben und bei Krankheiten zu Tode siechen wie ein herrenloser Straßenköter.
Die Covid19-Pandemie lässt hoffentlich auch künftig seine guten Seiten zeigen und viele Menschen dieser rund 10% zu einem radikalen Umdenken motivieren.

Antworten

alfredsinnegger, 29.09. 08:10

Die wollen aber ihre Komfortzone nicht verlassen,
sondern wollen lustig weiterfeiern und die Sau raus lassen.

emperor, 29.09. 08:38

genau aus diesem grund bin ich ja eigentlich total gegen diese art der globalisierung. mir passt unser system überhaupt nicht!

ginkgobiloba, 29.09. 09:42

Die Covid19-Pandemie lässt hoffentlich auch künftig seine guten Seiten zeigen und viele Menschen dieser rund 10% zu einem radikalen Umdenken motivieren.
----------------------
Zu einem radikalen Umdenken motivieren:
Und wie sehen dann die Ergebnisse aus?
Eines dürfte jedenfalls feststehen, das E-Auto ist von der CO2-Gesamtbilanz her gesehen eine Sackgasse

Das bestehende System hier im Westen scheint auch sehr anziehend zu sein, siehe die Anziehung zur Migration nach Deutschland, Schweden, Österreich usw..!

lokivonasgard, 29.09. 10:16

@ginkgobiloba, 29.09. 09:42
"Eines dürfte jedenfalls feststehen, das E-Auto ist von der CO2-Gesamtbilanz her gesehen eine Sackgasse"
Inwiefern? Abgesehen vielleicht davon, dass die Diskussion von der Notwendigkeit der Änderung des Mobilitätsverhaltens ablenkt.

"Das bestehende System hier im Westen scheint auch sehr anziehend zu sein, siehe die Anziehung zur Migration nach Deutschland, Schweden, Österreich usw..!"
Nicht unser System ist besonders anziehen, sondern jenes in den Ländern, aus denen die Menschen kommen, ist besonders abstoßend.

homeroid, 29.09. 11:40

klar, manipulierte deutsche Motoren sind super CO2 und Nox Bilanz, keine Frage - so wie die Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge, Milltärmaschienerie, etc.
Aber e-Auto, das wird die Welt verpesten, gell @ginkobiloba..

was soll die Binsenweisheit mit 1/3 der Lebensmittel wird verschwendet?

experteinallem, 28.09. 22:36

nix wird verschwendet. Wenn die nicht gegessen werden und im Müll landen, dann werden die sehr wohl auch gegessen. Wenn was verfault und verschmipelt, freut das die Bakterien und Pilze. Also nichts mit die Lebensmittel werden verschwendet. Das Geld, das ja, das wird verschwendet, was dafür ausgegeben wird. Aber da sind die Leut ja selber schuld. Wenn´s zu blöd zum Planen sind, was die brauchen oder nicht, dann sollen die nur dafür zahlen.

Antworten

campino, 28.09. 22:49

Ach so ja. Na dann ist eh alles gut und cool.

Im Übrigen:
Insgesamt lebten 2013 weltweit 769 Millionen Menschen von weniger als 1,90 Dollar pro Tag und damit in absoluter Armut, was 10,7 % der Weltbevölkerung waren. Von weniger als 3,20 Dollar lebten 2.030 Millionen Menschen (28,3 % der Weltbevölkerung) und 3.479 Millionen (48,4 % der Weltbevölkerung) Personen lebten von weniger als 5,50 Dollar pro Tag.

Quelle: Wikipedia

austrian, 28.09. 22:50

Nun da habens die Bakterien, beim abendlich ausgeräumten Müll von Billa, Hofer, Spar aber schwer, wenn sie in Verpackung in den Hausmüll geworfen werden — man erkundige sich bei Dumpsterern oder begleite sie mal

austrian, 28.09. 22:54

Wieviel ich für ein Kilo Fleisch, Wasser, Fläche, Energie brauch — und dann schmeiß ich es mit Styroportasse + Saugtuch und Einwickelfolie in den Hausmüll, wo es beim Verbrennen Zusatzenergie braucht und Filterstäube vom Feinsten erzeugt...

alfredsinnegger, 29.09. 07:53

Der abendlich ausgeräumten Müll von Billa, Hofer, Spar, usw.
also der unverkauft weggeworfene Teil,
den schätze ich noch höher ein,
als den nach Verkauf weggeworfenen Anteil.

alfredsinnegger, 29.09. 08:02

Medien müssen ja aus Selbsterhaltungstrieb auf die Hauptwerbeeinnahmenfinanzierer Rücksicht nehmen.

alfredsinnegger, 29.09. 08:07

experteinallem,schrieb am 28.09. 22:36
„nix wird verschwendet. Wenn die nicht gegessen werden und im Müll landen, dann werden die sehr wohl auch gegessen. Wenn was verfault und verschimmelt, freut das die Bakterien und Pilze. Also nichts mit die Lebensmittel werden verschwendet. „
------
Man produziert also Lebensmittel damit Bakterien und Pilze nicht verhungern?

kritischhinterfragen, 29.09. 10:31

Da würd ich mir aber die Bilder im TV anschauen.. Es zahlt sich nämlich zeitmässig nicht aus, die Salate aus dem Palstik auszupacken und zu trennen. Kommt alles in eine Tonne.

meschek, 28.09. 17:38

"...insgesamt hätten sich 65 Staatsoberhäupter und Regierungschefs am Rande der UNO-Generalversammlung zu „dringenden und sofortigen Maßnahmen“ bekannt,..."
Das ist ziemlich nett.
Sind da auch die "Staatsoberhäupter" der USA, von China, Brasilien, Indien usw usw auch dabei? Sogar das Staatsoberhaupt der deutschen Autoindustrie "bekennt" sich wahrscheinlich hie und da dazu ... halt erst lamnge nach wirtschaftlichen Überlegungen.
Die winken alle einem Zug nach, der schon lamge abgefahren ist.
Ja, ich sehe da nur schwarz.

Antworten

lokivonasgard, 28.09. 18:02

@meschek, 28.09. 17:38
"Sind da auch die "Staatsoberhäupter" der USA, von China, Brasilien, Indien usw usw auch dabei?"
Ja und Indien ist beispielsweise eines der wenigen Länder, welche ihre Zusagen auf einhalten, ebenso China übrigens.

butterfliagn, 28.09. 18:28

Mah, liab
----------------------
(..) Daher müsse es gemeinsame Anstrengungen für die Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bis 2030 und eine nachhaltige Entwicklung geben ..... hätten sich 65 Staatsoberhäupter und Regierungschefs am Rande der UNO-Generalversammlung zu „dringenden und sofortigen Maßnahmen“ bekannt... (..)
-----------------------
die üblichen '4711'-statements von Konjunktiv-Obmännern: 'müsse', 'hätte', 'sich bekennen' und dgl....
Nix, aber absolut und schon gar NIX können sie entscheiden und umsetzen. Maximal das Mikro halten und 'darauf hinweisen'. Dafür gibts a Familienfoto fürs Album und die Haubenmenüs für 'Vips', etc.... Is des nix?

alfredsinnegger, 28.09. 18:29

China ist in allen Belangen der Vorzeigestaat,
insbesondere in Punkto Effizienz.

alfredsinnegger, 28.09. 18:32

China und Indien haben auch die gewünschte Geburtenkontrolle am besten (am effizientesten) umgesetzt.

alfredsinnegger, 28.09. 19:58

Die fördern auch die vermehrte pränatale Diagnostik zur Abtreibung weiblicher Ungeborener, weil ja bekanntlich vor allem Uterusreduzierung Weltbevölkerungsminderung bringt, genauso wie vermehrte Sterilisation von Frauen die sie ebenso fördern.

lokivonasgard, 28.09. 20:06

@alfredsinnegger, 28.09. 19:58
Ich habe nicht die Methoden bewertet, sondern die Resultate, wie dir sicher aufgefallen ist.

alfredsinnegger, 28.09. 20:22

„Der Zweck heiligt die Mittel.“?

alfredsinnegger, 28.09. 20:30

Ich schätze natürlich, dass Sie einer der wenigen Transhumanisten sind, die nicht die Vermehrung als das Problem betrachten (also dass Sie kein Malthusianer sind), sondern die Verteilungsungerechtigkeit als Hauptproblem sehen bzw., dass die schiere Unmöglichkeit in manchen Ländern Bildung für alle Kinder durchsetzen zu können eine Hauptursache ist.

lokivonasgard, 28.09. 21:32

@alfredsinnegger, 28.09. 20:30
"Ich schätze natürlich, dass Sie einer der wenigen Transhumanisten sind, die nicht die Vermehrung als das Problem betrachten (also dass Sie kein Malthusianer sind), sondern die Verteilungsungerechtigkeit als Hauptproblem sehen"
Ich sehe durchaus ein Problem im Bevölkerungswachstum, aber wie du richtig einschätzt, sehe ich dieses Problem nicht als primär an, insbesondere sehe ich die Gesamtentwicklung auf dem richtigen Weg.

"bzw., dass die schiere Unmöglichkeit in manchen Ländern Bildung für alle Kinder durchsetzen zu können eine Hauptursache ist."
Ich sehe das nicht als unmöglich an und Bildung ist sicher ein Schlüssel zur Lösung der Probleme. Ich denke, da sind wir uns einig. Interessanterweise hat sich in Kenia z.B. gezeigt, dass moderne Kommunikationstechniken auch sehr viel zur Geburtenreduktion bringen, weil Smartphones Frauen größere finanzielle Unabhängigkeit schaffen, wovon sie überproportional wirtschaftlich profitieren. Es gibt viele Punkte, an denen man den Hebel ansetzen kann und sollte.

P.S. Der Zweck heiligt sicher nicht alle Mittel. Aber die Behauptung, Indien und China würden ihren Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen nicht nachkommen, ist schlicht perfide. Übrigens: Das einzige Land, das meines Wissens nach die Verpflichtungen von Paris sogar übererfüllt ist interessanterweise Marokko.

https://www.globalcitizen.org/de/content/7-countries-paris-climate-agreeement/

homeroid, 28.09. 21:38

Ja, ich fürchte nur vom Frühling 2021 - was ich denen wirklich nicht wünsche.

lokivonasgard, 28.09. 21:40

@homeroid, 28.09. 21:38
Was ist dann?

homeroid, 28.09. 21:45

Marokko ist im Chaos, wie der Rest von Nahen Osten..
Ich hoffe nicht.

lokivonasgard, 28.09. 23:25

@homeroid, 28.09. 21:45
Gibt es irgendwelche weiterführenden Infos bezüglich Marokko?

alpensymphonie, 28.09. 23:27

Marokko liegt im Nahen Westen
;-)

lokivonasgard, 28.09. 23:29

@alpensymphonie, 28.09. 23:27
Danke für das Ausnutzen meiner unpräzisen Frage. Ich meinte in Bezug auf die Destabilisierung in Marokko?

meschek, 29.09. 01:57

Findet irgend jemand heraus, welche 65 "Staatsoberhäupter" das waren, die ich im EP ansprach? Mir ist es absolut nicht gelungen, da irgendetwas außer 100facher Wiederholungen dessen, was unser sg. HBP gesagt hat, zu ergoogeln ...

alpensymphonie, 29.09. 07:33

@Loki:... und ich meinte in Bezug auf @Homeroid ;-)

Paradoxon der "Technokraten",

homeroid, 28.09. 15:20

wenn es um das Beeinflußen des Klimas geht, glauben sie "auf die Technologie", Verdunkelungen, Partikel in der Athmosphere, und ähnliches Unsinn, wenn es aber um Umstieg in der Verkehrstechnik und Energiegewinnung geht - "des geht ned", unmöglich, zu teuer, und in dem Ton weiter.
Lieber die Natur komplett zerstören (nachher die "Fake" Natur angefangen mit unfruchtbaren Pflanzen teuer verkaufen) und Klima unwiederbringlich zu verändern, als Zapfsäulen etwas umzubauen, Netze ausbauen, und Vertrieb der Verkehrsmitteln besser organisieren, sowie Steuersytem ökologisch anpassen.
Cui Bono ist nicht schwer herauszulesen.
Es ist reiner Pflanz, was uns als Erklärung es nicht machen zu können aufgetischt wird.

Antworten

lokivonasgard, 28.09. 17:09

@homeroid, 28.09. 15:20
Das ist kein Paradox, sondern erklärt sich schlicht aus der Gier nach kurzfristigem Gewinn. Solange diese weiterhin befördert wird, wird sich auch nix ändern...

kaltiss, 28.09. 18:06

homeroid
" ("Fake" Natur angefangen mit unfruchtbaren Pflanzen teuer verkaufen)"
die meisten Leute wissen gar nichts von dieser Saatgutsache, schön dass du es geschrieben hast

homeroid, 28.09. 21:56

>Loki - ausgerechnet hier hinkt es - kurzfristigen Gewinn könnte man eher durch Umstieg machen, als durch „Phantasie der Technologischen Klimasteuerung“ - allerdings nicht die gleichen die bisher fossile Anlagen getätigt haben.
Das ist Paradoxon - hier hinkt die Argumentationskette, und lässt starke Interessen die Machtverschiebung nicht zuzulassen durchscheinen....fern ab des „freien Marktes“...

lokivonasgard, 28.09. 23:28

@homeroid, 28.09. 21:56
"ausgerechnet hier hinkt es"
eigentlich nicht.

"kurzfristigen Gewinn könnte man eher durch Umstieg machen, als durch „Phantasie der Technologischen Klimasteuerung“"
Der kurzfristige Gewinn wird mit den fossilen Energieträgern gemacht. Angesichts von mehr als 5 Billionen Dollar Subventionen pro Jahr für diese ist es ein mehr als einträgliches Geschäft...

"allerdings nicht die gleichen die bisher fossile Anlagen getätigt haben."
Irrtum. Viele der Öl-Multis steigen bereits in das Geschäft mit alternativen Energiequellen ein.

Was wirkt am besten gegen die Klimakrise?

tiefflieger, 28.09. 14:01

Wassserstoff.......
aber es traut sich noch niemand laut sagen solange die E Auto Hersteller imho noch (fast) keinen Cent mit dem E Autos verdient haben.....

Antworten

homeroid, 28.09. 14:33

es wird wie eh und je mehrere Möglichkeiten geben - Hauptsache der Besitz und Benützung der Fahrzeuge, egal womit betrieben, wird behirnt und effizienter als heute.
Ausbau der Öffis aller Art, Car Sharing, kleinere Verkehrsmittel - und Umdenken betreffend Besitz vs. Benützung.
Wenn aber Benützer "entgangene Gewinne" der Produzenten bezahlen sollen, dann ist die Sache völlig falsch abgebogen - man soll das eingesparte Geld in andere Lebensbereiche investieren - besseres Wohnen (Haussanierung und Aufrüstung), bessere Ernährung, bessere Ausbildung und Bildung etc.

kaltiss, 28.09. 15:16

auf Halde
wie jetzt die Benzin-/Dieselautos auf Halde stehen, so werden auch in einigen Jahren die E-Cars auf Halde stehen.
Offensichtlich fehlt der Weitblick der deutschen Autoproduzenten

homeroid, 28.09. 15:22

So was passiert wenn Management nur auf kurzfristige (Quartal)Gewinne, Boni und Abfertigungen aus ist - die Eigentümer hätten auch besser überlegen sollen, was denen wichtiger ist.
Die Gier ist ein Hund, gell?

austrian, 28.09. 15:23

@homeroid Effizent wäre auch extreme Parkplatzverminderung a) Gut für die Auslastung des bestehenden Verkehrs Öffis und auch Individualverkehr (dzt. 1,3 Köpfe/ 2Tonner) und b) gegen Bodenversiegelung.

gorgi2305, 28.09. 17:31

Für mich scheitert die E-Mobilität derzeit vor allem an der Infrastruktur. Es ist nicht möglich auf meinen Tiefgaragenplatz Ladestrom zu bekommen, damit ist ein E-Auto für mich nicht attraktiv. Und die 3 E-Tankstellen in unserer 25000 EW Stadt machen das auch nicht besser.

campino, 28.09. 18:55

Wasserstoff hat aber auch einen Haken. Nämlich die Produktion erzeugt viel CO₂ und somit ist Wasserstoff nur nachhaltig, wenn der Strom zur Produktion von H₂ aus Photovoltaik kommt.
Da kann man den grünen Strom aber gleich zum Laden des Akkus eines Stromers verwenden.

Was man nicht so zufällig erfährt...

kaltiss, 28.09. 12:45

** Lkw-Motoren der Zukunft: MAN setzt auf Wasserstoff statt Diesel | BR24
https://www.youtube.com/watch?v=2Q8x8fiwWr4 **

Antworten

alleskönner, 28.09. 12:54

S.Kurz hat schon vor Monaten gesagt,er hält Wasserstoff für die Zukunft für mobile Antriebe, er wurde damit bei vielen ausgelacht.

kaltiss, 28.09. 13:04

alleskönner
ja, auch Merkel hat dies einmal erwähnt, aber nur einmal !
Da dürften einige stark die Auto-Merkel bremsen

manz, 28.09. 13:11

Wasserstoff ist auch kein Wundermittel. Es ist aufwändig herzustellen und an Tankstellen bereitzustellen. Dzt. wird es in Flaschen angeliefert, bei einer Massenproduktion müsste man auf LKWs oder den Bau eigener Pipelines übergehen. Der Preis wäre vergleichtbar mit den heutigen Benzinpreisen. Wasserstoff ist explosiv, 2019 explodierte eine Wasserstoff-Tankstelle in Norwegen. Die Fahreigenschaften sind nicht so spritzig wie bei Batterie-E-Autos und eine Pufferbatterie wird trotzdem gebraucht. Das Tanken geht allerdings ruck-zuck. Da können Batterie-E-Autos nicht mithalten

frager, 28.09. 13:27

Versuche laufen bereits.

Wasserstoff ist leider für den Massenverkehr nicht geeignet.

Das Risiko bei Tankstellen, in Garagen, die Herstellung und als Letztes der wesentlich teurere Preis wird diese Technologie verhindern.

kaltiss, 28.09. 13:37

** E-Mobilität: Warum das Batterie-Recycling so schwierig ist
- - Es kann Fälle geben, in denen sich die Wiedergewinnung zum Beispiel von Metallen ökonomisch und ökologisch nicht lohnt. Darauf weist das Karlsruher Institut für Technologie in einem Bericht von 2018 hin. Zu diesen Stoffen zählt das Lithium. Lukrativer sind Kobalt oder Nickel. In Deutschland gibt es mittlerweile sechs Recyclingbetriebe, die sich auf Akkus, wie sie für E-Mobile eingesetzt werden, spezialisiert haben. Laut Umweltbundesamt liegt es auch im Interesse der Recyclingbetriebe, Standards einzuhalten – schon zur Sicherheit im eigenen Betrieb.
https://www.br.de/nachrichten/wissen/e-mobilitaet-warum-das-batterie-recycling-so-schwierig-ist,RYeQPYR **
Wer trägt dafür die Kosten und wie hoch werden diese sein ?

panagoulis, 28.09. 13:39

Da HEUTE aber Wasserstoff primär aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird
(Alternativen sind immer noch viel zu aufwändig und teuer oder sehr energieintensiv)

Wird uns das kaum weiterbringen!

lokivonasgard, 28.09. 13:45

@kaltiss, 28.09. 13:37
Lustig, dass trotzdem bereits heute mehrere Firmen vom Batterierecycling leben können. Das lässt die Analyse des KIT als zu pessimistsisch erscheinen. Bei Lithium ist zudem die extreme Abhängigkeit von internationalen Lieferenaten zu beachten.

lokivonasgard, 28.09. 13:47

@panagoulis, 28.09. 13:39
Ein wichtiger Punkt. Ein zweiter wird derzeit fast nicht diskutiert: Ein Nebenprodukt der Erdgasförderung ist die Gewinnung von Helium. Dieses für Tieftemperaturkühlung notwendige Gas ist bereits seit Jahren am Weltmarkt verknappt und sein Preis hat sich daher in den letzten Jahren vervielfacht. Auch da wird es spannend werden, wie das Problem zukünftig gelöst werden wird.

kaltiss, 28.09. 13:55

lokivonasgard
" Lustig, dass trotzdem bereits heute mehrere Firmen vom Batterierecycling leben können "
das besagt aber noch lange nicht wer dafür bezahlt, oder ?

lokivonasgard, 28.09. 14:16

@kaltiss, 28.09. 13:55
Wenn diese Firmen davon leben können, dann bedeutet das, dass die rückgewonnenen Rohstoffe trotz des relativ hohen Energieaufwandes zu einem rentablen Preis rückgewonnen werden können. Und dieser Prozess wird um so klimaschonender, je weiter die Energiewende voranschreitet.

kaltiss, 28.09. 14:43

lokivonasgart
die können von den rückgewonnenen Materialen nicht leben.
Ein E-PKW ist wesentlich teurer als der Benziner und bei einem Tausch wirst dann noch einmal für die Verwertung zur Kasse gebeten.
Übrigens haben auch da die Autohändler dann auch zunehmend mit der auf Halde stehenden Gebrauchten Probleme.
Die derzeitige E-Version ist eine teure Übergangslösung.

lokivonasgard, 28.09. 16:55

@kaltiss, 28.09. 14:43
"die können von den rückgewonnenen Materialen nicht leben."
Genau das machen sie aber.

"Ein E-PKW ist wesentlich teurer als der Benziner und bei einem Tausch wirst dann noch einmal für die Verwertung zur Kasse gebeten."
Ein eCar hält aber auch bedeutend länger als ein fossil betriebenes Auto, was sogar einen höheren Anschaffungspreis rechtfertigt. Vielleicht reduziert das ja auch den Wahnsinn, dass sich einige alle 3 Jahre ein neues Auto zulegen. Ist eh volkswirtschaftlicher Irrsinn und Ressourcen-Verschwendung sondergleichen.

"Die derzeitige E-Version ist eine teure Übergangslösung."
Ebenso wie bei den LED wird auch der wirtschaftliche Druck bei der eMobilität einen erheblichen Innovationsschub bringen.

Wasserstoff basiertes Antrieb seit 1970 entwickelt,

homeroid, 28.09. 11:12

habt ihr es gewusst?
https://www.youtube.com/watch?v=_REA5Q5Nig8
Deutsches U Boot.
Mit Wasserstoff - Brennzelle als Stromerzeuger für Elektro Antrieb.
Irgendwo wurde das entwickelt, irgendwo wird Wasserstoff in Mengen erzeugt sogar U-Boote anzutreiben, hier geht es nicht um kleine Mengen.
Und zwar in Deutschland - es ist anzunehmen dass auch viele andere waffenproduzierende Länder das auch entwickelt haben.
Von wegen "Technologie noch nicht ausgereift".
Was man nicht so zufällig erfährt...

Antworten

horst11, 28.09. 11:25

@homeroid: Verbrennungsmotoren sind laut und benötigen neben dem Brennstoff auch Sauerstoff.
Beides ist für ein u Boot ungünstig.

Das heißt aber nicht, dass u Boote besonders klimafreundlich unterwegs sind.
Das co2 entsteht eben bei der Herstellung des Wasserstoffes.
Und das stimmt für alle Fahrzeuge mit Wasserstoff Antrieb.
Nur wenn solche Energiemengen aus regenerativen Quellen zur Verfügung stünden, dass man den Wasserstoff damit erzeugen könnte, wäre es co2 arm.

Das ist aber nicht so, nicht annähernd.

powermetal, 28.09. 11:31

Besonders lustig an dem U-Boot ist, dass es außerdem noch einen Dieselmotor an Bord hat.

kaltiss, 28.09. 11:32

horst11
Wasserstoff kann auch mit Sonnenenergie erzeugt werden, genau auch wie der Strom für die E-KFZ.
Es gibt nicht nur die Technik Wasserstoff-Brennzellen sondern auch ähnliche Antriebe wie Erdgas getriebene Autos, halt nur mit Wasserstoff. Natürlich ist eine entsprechende Technik für den Motorenbau notwendig, aber die funktioniert in der Praxis schon!

horst11, 28.09. 11:43

@kaltis: ja natürlich, Wasserstoff ist ja kein high tech Produkt. Die Technologie für den sicheren Umgang mit Wasserstoff schon eher.
Am ganzen Energie Problem ist nicht so viel high tech dran.
Es geht um Mengen!!!
Co2 Ausstoß wäre ja auch kein Problem, wenn es nicht diese ungeheuren Mengen wären.

horst11, 28.09. 11:46

In logischer Konsequenz können wir den Klimawandel auch nicht bremsen, indem wir durch high tech Produkte ganz kleine Mengen an co2 einsparen, sondern indem wir riesige Mengen an co2 einsparen, wurscht wie.

powermetal, 28.09. 11:53

@horst11
"sondern indem wir riesige Mengen an co2 einsparen, wurscht wie."

Die Lösungen sind schon längst bekannt: Die Energie muss entsprechend kosten.

horst11, 28.09. 12:01

@pm: ja das sagt sich leicht. Aber wie sollte das politisch verwirklicht werden können?
Weniger Energie, bedeutet weniger Produkte und Dienstleistungen.
Und seit vielen Jahrzehnten ist es doch das einzig allgemein anerkannte Ziel, immer mehr Produkte und Dienstleistungen für jeden zu ermöglichen.

Aber auf weniger Energie muss es hinauslaufen, sonst werden die kosten ja nur scheinbar höher.

reservebuddha, 28.09. 12:04

"Weniger Energie, bedeutet weniger Produkte und Dienstleistungen."

Eigentlich nicht. Nehmen wir an, es gibt in einem Hotel einen Stromausfall, und der Aufzug geht nicht mehr.

Dann gibt es auf Anhieb viel mehr Dienstleistungen (Koffer tragen) bei weniger Energie.

Oder jemand gibt z.B. Mathematik-Nachhilfe. Ist völlig unabhängig von der Energie (ausser vielleicht der persönlichen Geduldsenergie).

Und so weiter. Der Zusammenhang ist sehr oft so gegeben, aber nicht generell.

homeroid, 28.09. 12:09

Entscheidend ist wo - das heisst auch "wer" - Wasserstoff produziert wird.
In einer Wüsste fehlt das Wasser, Sonne gibt es genug - was durch Desalinisieren und Fotovoltaik produziertes Strom im Nahen Osten einen Sinn ergibt - was gewisse erklärung für dauerhaftes Destabilisieren in der Region wäre.
Nicht nur Erdöl, sie haben Pech dass dort auch Wasserstoff Produktion stattfinden kann.
Und dabei wird jemand verdienen - dieser "Jemand" ist das eigentliche Problem.
Destabilisieren der Welt (ORF Artikel über UNO - Pandemie ist nur Deckmantel für gewollte Demontage der UNO, die Trump vorangetrieben hat) ist im Gange, die EU wäre gut beraten kleine Napoleons aus Visegrad entweder in Griff zu bekommen, oder sie zu vertschüssen, bevor es für die Welt und Klima zu spät wird.
EU ist die letzte vernünftige Instanz in der Größe auf der Welt.
Das soll uns bewusst werden, und unserem jungen Napoleon, die Zukunft hängt davon ab.
Wenn alle sagen "wir haben genug getan", in jeglicher Hinsicht, auch die EU Leader, wird nichts passieren, und der Zug ist abgefahren...

reservebuddha, 28.09. 12:15

"Und dabei wird jemand verdienen - dieser "Jemand" ist das eigentliche Problem."

Wunderbar kurz und prägnant formuliert!

"Wenn alle sagen "wir haben genug getan", in jeglicher Hinsicht, auch die EU Leader, wird nichts passieren, und der Zug ist abgefahren..."

Zustimmung! Ja, "wir" haben viel getan, einiges positiv, manches negativ, und es gibt ganz sicher noch zumindest einiges zu tun, wenn es um den Ausgleich der negativen Einflüsse geht, die unserem Verantwortungsbereich entspringen.

horst11, 28.09. 12:27

@buddha: der Klimawandel ist eine Summenproblematik. Die Summe der THG Emissionen verursacht ihn.
Das erlaubt es, brutal simple summenbetrachtungen anzustellen.
Was wäre das aufsummierte Ergebnis deines Kofferbeispiels. Der nutzbare Energieverbrauch bleibt ja gleich, bloß wird es durch menschliche Arbeit (Energie) geleistet.
Überall dort, wo der Komfort des einen nicht durch Technische Energie geleistet wird, sondern durch menschliche Arbeit, wird ja die Unbequemlichkeit nur verschoben, auf die Kofferträger in diesem Fall.
Im extrem angewandt wären dieses Prinzip die Pyramiden in Ägypten. Der Komfort/Wohlstand eines Pharao (Luxus Grab) wird ermöglicht durch die Energie von zig tausend Menschen. Für diese zig tausend bleibt aber dann nicht allzuviel.

Die Chance, dass es eine demokratische Einigung gibt, wer der eine Nutznießer sein darf und wer die zigtausend Hackler sind, die ihre Energie zur Verfügung stellen, sind bescheiden.

homeroid, 28.09. 12:28

eben, es ist tatsächlich so, dass wir 2015 viel gemacht haben, aber das ist jetzt kein Grund nichts mehr zu unternehmen - man kann nicht Jahrzehnte daran "reiten", es hat auch keinen Sinn - durch Nichtstun wird auch nichts kommen, und die Baustellen sind eröffnet, EU ist geforderter denn je.
Jetzt können alle Leadership zeigen, die einmalige Chance in der Geschichte.
Trump, Bolsonaro, Johnson, Orban, Babis, etc. - das sind die Leader des 21. Jhd.?

homeroid, 28.09. 12:33

>horst - die Pharaonen von heute, schau:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Ouarzazate
Man kann surfen mit dem Thema, es passiert viel, aber leider auch viel Krieg - alles "rein Zufällig", klar...

homeroid, 28.09. 12:36

>horst, noch was - die "Hackler" sind in der Idee die Roboter, was - gäbe es nicht militärische Nutzung - eine hervorragende Entwicklung in der Geschichte wäre.
Sklave will niemand werden.
Genau um diese Sachen geht es, aber dabei auch um die Verteilung und die Macht - anscheined sind wir für solche Lösungen geistig unterentwickelt, als Spezies...

kaltiss, 28.09. 12:40

horst11 11:43
ok, bleiben wir bei den E-Autos.
versuch einmal in Wien zu 50 % der Parkplätze entsprechende Stromanschlüsse zu bringen. Dann brauchst dort den Strom,
Überlandleitungen, in der Stadt die ganzen Zuleitungen machen und bestehende auf höhere Kapazitäten umzurüsten.
-
Jetzt den Akku der Autos; hast schon einmal überlegt wie viel Energie zur Produktion aufgewendet werden muss und woher die entsprechenden Rohstoffe kommen.
Jetzt hast Strom und ein Auto, soweit so gut.
Wie viele Kilometer kannst mit deinem E-Car fahren -
wenn du mehr Strom brauchst, Heizung und Licht, dann . . .
Du stehst wegen eines Unfalls im Stau
dann endlich geht´s weiter, nächste Ausfahrt und nächste Ladestation. Fünf Autos vor dir ....
Übrigens, ist schon das Problem der Entsorgung der Altakkus gelöst ?
Du schreibst nur von einer Technik hast aber noch gar nicht die Probleme rundherum berücksichtigt

horst11, 28.09. 13:24

@kaltiss: wo hätte ich geschrieben, dass das e Auto die Lösung wäre???
Meine Meinung ist, dass Technologie nur minimale Reduzierung bringt, während hauptsächlich verlagert wird.
Es bleibt daher nichts anderes übrig, als den Lebensstandard einzuschränken.

lokivonasgard, 28.09. 13:50

@kaltiss, 28.09. 12:40
"Dann brauchst dort den Strom,
Überlandleitungen, in der Stadt die ganzen Zuleitungen machen und bestehende auf höhere Kapazitäten umzurüsten."
Frage an dich: Um wieviel meinst du würde der Energieverbrauch steigen, wenn alle Autos auf eCars umgestellt würden?

homeroid, 28.09. 14:29

>horst - ist Besitz eines Autos Lebensstandard, oder die Benützung?
Ich denke dass durch clevere Benützung der Verkehrsmittel mehr Lebensstandard möglich - weniger Geld fürs Besitz ausgeben (!), weniger Flächenverbrauch, man kann statt selber fahren was anderes machen, etc.
Wir sollen unser Lebensstandard behirnen, und entrümpeln - Tamagotchis braucht niemand, aber wirklich niemand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tamagotchi

austrian, 28.09. 15:42

Ich habe jetzt seit mehr als 10 Jahren in meinen Berufsweg immer ein Stück Fahrradstrecke eingebaut und ich genieße das,am Morgen werde ich munter und abends radle ich den Berufsstress raus.

horst11, 28.09. 15:45

@homeroid: wenn du meinst, dass man mit weniger materiellem Besitz, genauso schön leben kann, dann gebe ich dir persönlich recht.
Ich glaube sogar, dass wir in den reichen Ländern so viel haben, dass wir mit weniger sogar glücklicher wären, weil viel nur Gerümpel ist, wie du sagst.

Aber so denken nicht viele und so ist die Gesellschaft/Politik nicht ausgerichtet.
Es geht darum mehr zu haben. Mehr Gehalt, mehr Pension, mehr Sozialleistungen, mehr Gewinne...
Auf diesem Prinzip beruht vieles.

Und das kann sich nur ändern, wenn Menschen friedlich akzeptieren, dass sie womöglich die ersten sind, die weniger haben.
Das ist eine schwere Prüfung.

homeroid, 28.09. 16:03

wir sind bereits die Ersten, die weniger haben -mit der Umstellung auf Euro haben wir Kaufkraft verloren, aber deswegen Personenfreizügigkeit innerhalb der EU gewonnen.
Niemand hat damit einen Aufstand geprobt.
Somit, wenn es drum geht dass ALLE proportienell dem Reichtum weniger haben, außer die unter der Armutsgrenze und um die herum, wird es keinen Aufstand geben - wobei dieses "haben" definiert gehört.
Wir haben de jure un de facto weniger - bei Spareinlagen.
Sie bringen nichts mehr, mit der Zeit - nein, man macht damit real Verluste.
Auch die Pensionen nach Reform Schüssel werden so niedrig, dass die meisten in die Grundsicherung fallen werden.
Alle diese Tatsachen werden verschleiert, weil die Medien es - warum? - nicht kommunizieren.
Das ganze System hinkt, und bedroht die Mehrheit der Menschen wenn nichts geändert wird - es wird aber verkehrt dargestellt, da die Medien mehrheitlich diese Tatsachen verschwiegen, oder erst ab 23 Uhr solche Sendungen ausstrahlen.

lokivonasgard, 28.09. 16:58

@austrian, 28.09. 15:42
*seufz* Das hatte ich auch, als ich in Wien lebte und arbeitete. Als ich dann aufs Land zog und den Job wechselte, hatte der neue Arbeitgeber keine Dusche mehr für mich in der Früh. Damit hatte sich das Radeln leider erledigt, weil ich beim Radfahren ziemlich schwitze, was mit dem Job nicht vereinbar war. Mittlerweile bin ich am organisieren, dass ich demnächst wieder eine Dusche zur Verfügung habe. Dann muss ich mich nur noch überwinden, die 40km in eine Richtung mit dem Rad zurückzulegen. Aber wenn das 1-2-3 Ticket kommt, wird aus den 40km nur mehr 18km und dann wird es richtig realistisch...

lokivonasgard, 28.09. 17:04

@homeroid, 28.09. 16:03
"mit der Umstellung auf Euro haben wir Kaufkraft verloren"
Das wirst du uns sicher mit einer unabhängigen Quelle belegen können.

lokivonasgard, 28.09. 17:08

@horst11, 28.09. 15:45
"Ich glaube sogar, dass wir in den reichen Ländern so viel haben, dass wir mit weniger sogar glücklicher wären, weil viel nur Gerümpel ist, wie du sagst."
Das sagst nicht nur du so, sondern einerseits auch Studien und andererseits kann ich das auch aus eigener Erfahrung bestätigen. So gab es in der DDR beispielsweise nicht alles und ständig (es war wohl zu wenig, was dann mit zum Zerfall beigetragen hat). Aber dadurch, dass man nicht ständig bei einem Kauf im Hinterkopf hatte, dass man "überteuert" kauft (ein Begriff, der genau besehen bei uns komplett absurd ist in der Überflussgesellschaft), war man nachdem man was gekauft hatte in der Regel zufriedener, als heute. Und das kennt wohl jeder: Man hat was gekauft und dann sieht man genau das Produkt an der nächsten Ecke plötzlich zu einem viel geringeren Preis und ärgert sich...

In Österreich darf nichts mehr gebaut werden,

blumenstrauß, 28.09. 11:01

sagen einige Naturschützer. In Salzburg keine 380 KV Leitung und keine Tunnel für die Bahn. Käfer oder die braune Schnecke könnte vorhanden sein. Wenn das früher so gewesen wäre hätten wir keine Bahn, keine Straßen und keine Kraftwerke.
Naturschutz ist wichtig, aber die Verhinderung für wichtige Dinge darf es nicht geben.

Antworten

tiefflieger, 28.09. 11:09

Gute Beispiele...... aber das muss man einkalkulieren wenn man so eine Parteifarbe in die Regierung holt

powermetal, 28.09. 11:14

Die Ökonomen werben ja immer damit, dass Wachstum nicht nur quantitativer sondern vor allem qualitativer Art sein kann. Wenn das wahr ist, sollte es ja kein Problem sein, jegliche zusätzliche Bebauung zu verbieten und stattdessen ein qualitatives Wachstum einzuleiten, also indem man Bestehendes immer effizienter macht und zwar mit Ressourcen die bereits erschlossen sind. Unter strengen Limitationen zeigt sich erst wer wirklich kreativ ist, schon alleine weil dann reversed engineering ins Spiel kommt, wenn man irgendwelche elektronischen Geräte zweckentfremden möchte.

ecomo, 28.09. 11:16

Stromleitungen braucht's für die Grünen nicht, denn der Strom kommt ja eh aus der Steckdose!

homeroid, 28.09. 11:24

>powermetal - so funktioniert die Welt nicht - alleine durch die ersten Sätze wäre ganz andere Schlussfolgerung notwendig - es muss Qualität geliefert werden, sei es im Bereich der "Erneuerung", oder bei Neubauten.
Qualitatives Wachtum durch "Verbot des Neuen" ist bereits Hinkelfuß.
Interessant wie eigentlich gute Gedanken sofort in die alte Denkmuster verfallen - ohne tatsächlich einen anderen Zugang zu überlegen.
Leider besteht hier ein ganz anderes Problem - statt Kritik, die Qualität "auskristalisiert", besteht heute nur PR, die Methode die alles verkaufen will.
So kommen wir nicht zu einer Qualität.
Qualitätsstreben steht im Widerspruch mit neoliberalem Kapitalismus, das "geplante Obsoleszenz" erfunden hat.
Am Holzweg!

horst11, 28.09. 11:55

@ecomo: klingt zwar ein bisschen gehässig von dir, ist aber nicht weit weg von der Realität.
Wir werden leider oft von Menschen regiert, die nicht nur keine Ahnung von realen technischen Prozessen haben, sondern sich dieser Ahnungslosigkeit überhaupt nicht bewusst sind.
Leider sind die planenden Ingenieure meist zu still, zu bedacht auf ihre Karriere, als dass von dieser Seite ordentlich Wind gemacht würde.

Was wirkt am besten.

joro1940, 27.09. 20:31

Wir werden die Klimakrise inclusive Artensterben und Rohstoffplünderung nicht meistern.
Warum nicht?
weil unser verhalten und unsere Denkmuster grösstenteil
noch von unserer jahrtausende alten Vergangenheit
bestimmt wird.
Nur damals waren wir wenige und waren ohne moderne
Hilfsmittel und konnten daher nur wenig Schaden anrichten.
Heute haben wir durch unsere Zahl und technische Hilfen
die Möglichkeit nach Heuschreckenart den Planeten
auszuplündern und das tun wir jetzt auch sehr effizient.
Und Medien und Politik beruhigen uns dabei.
Kennen sie die bekanntesten Slogans?
Es ist erst 5 vor 12 (und das seit 30 Jahren)
Jetzt müssen wir den Planeten retten.(womit)

Wir alle müssen was tun(was?)
Wir müssen uns alle einschränken (wie konkret)
u.s.w.u.s.w.
So kanns nicht weitergehen,(wie dann?)

Antworten

butterfliagn, 28.09. 08:15

Das ist der Fluch oder der Segen der Evolution. Evolution bedeutet auch Eroberung und sie hat nur eine Richtung, wie auch die Zeit sie hat. Das bedeutet iwF. dass sämtliche Vorgänge und sämtliches Leben im gesamten Universum so ablaufen (abläuft).

Der Besuch eines Zementwerkes...

matschgerant, 27.09. 17:32

...mit den entsprechenden Schautafeln dazu, wieviel Energie dort fürs Mahlen des Gesteins und den Hochofen draufgeht, wäre was für Schulklassen. Nur, die Betreiber werden keine Gaudi damit haben, wie auch die Bauindustrie. 6 % des weltweiten anthropogenen CO2-Ausstoßes stammen aus dieser Produktion, es macht also wirklich das Kraut fett. Wir werden den Beton natürlich weiter brauchen, aber die Herstellung muss massiv überdacht und in Richtung CO2-Neutralität getrieben werden. Durch Einsatz anderer Materialen kann man dort, wo es geht, natürlich einfach einsparen, bringt am Meisten.
Ich sag das nur alles, weil gerade so schöne Radiespots laufen...

Antworten

manz, 27.09. 17:55

Nach der Glühbirnenverbotslogik der Umweltminister, wonach Stromverbrauch klimaschädlich ist, müsste man auch alle Aluminiumwerke schließen und Alumniniumdosen verbieten.

gorgi2305, 27.09. 18:07

Typisch ÖVP am besten nirgends anfangen, gell manz.

soises, 27.09. 18:08

Alu ist in manchen Bereichen nicht ersetzbar. Als Dose eingesetzt ist es energietechnisch a Wahnsinn!

matschgerant, 27.09. 18:14

@manz
Recht genau hast dir mein Posting aber nicht durchgelesen, oder?

gorgi2305, 27.09. 18:34

Zu Deinem Posting matschgerant, volle Zustimmung. Und dieser Weg in Richtung mehr CO2 Neutralität muss auch von anderen Branchen gegangen werden, so wie es voestalpine bereits versucht.

campino, 27.09. 19:50

Hab schon vor Jahren alle Lampen im gesamten Haus auf LED-Bulbs umgerüstet. Diese Wolframglügbirnen oder Halogen produzieren ja 95% Abwärme und diese Quecksilber Halligen Energiesparlampen sind auch schon aus dem Hause verbannt.
SMD-LED ist die Zukunft. Zu Hause, bei Kfz, Straßenbeleuchtung etc.

lokivonasgard, 27.09. 20:28

@matschgerant, 27.09. 17:32
Perverserweise macht ausgerechnet die Beton-Industrie Werbung damit, dass sie besonders klimafreundlich sei. Da greift man sich echt nur mehr an den Kopf:
https://www.youtube.com/watch?v=Hp2yu9xyXeA

matschgerant, 27.09. 20:34

Eben, auf das spreche ich im letzten Satz an. Soviel Energie kann man leider schwer durch Speichern sparen, wie durch die Herstellung verbraucht wird. Wobei Bauteilaktivierung, wo sowieso Beton verbaut werden muss, schon gut ist. Ist aber ein Nischenprodukt.

homeroid, 27.09. 21:22

Aludosen kann man sofort verbieten, es bestehen Flaschen.
Aus Glas.

xcountry, 27.09. 21:51

okay, Zensur ich versuche es anders: über die, die der Glüh-Heizbirne nach trauern, sollte man speziell diskutieren. Dass die Betonlobby in ihrer Werbung Unwahrheiten verbreitet und dafür geklagt gehört, werde ich wohl noch schreiben dürfen.

powermetal, 28.09. 07:09

Welcher Baustoff erhält Wiesen und Wälder?
Natürlich Beton!

*rofl*

Also ich finde die Werbung klasse. Und sie würde auch Sinn ergeben, wenn es sowas wie ein Flächenmoratorium gäbe, wie es Niko Peach vorgeschlagen wird. Weitere Flächenversiegelung verbieten und stattdessen nachverdichten. Solange es billiger ist in die Breite zu bauen, wird das auch geschehen. Wobei natürlich das primäre Baumaterial Holz sein sollte. Beton braucht man aus Brandschutzgründen für die Treppenhäuser.

powermetal, 28.09. 07:13

PS: Wir haben in der Berufsschule das Kohlekraftwerk in Mellach besucht. Und irgendeinen Staudamm. Ich weiß aber nicht welcher das war.

horst11, 28.09. 09:54

@Beton: der verursacht natürlich viel co2, auch durch das irreversible austreiben von co2 aus den Ausgangsstoffen des Zement.
Aber hier einfach auf den Beton zu schimpfen, ist etwas kurzsichtig.

Die Nutzer der Beton Bauwerke sind die echten Verursacher, nicht der Beton Hersteller.
Und das sind wir wieder alle.
Haus fundamente, Decken, Brücken, Tiefbau, Hochhäuser, Tunnel...
Ja, auch Fundamente für Windräder und staumauern sind aus Beton.

@Ersatz des beton:
1. Beton hat viele gute Eigenschaften. Die muss man erst erreichen mit einem Ersatz.
2. Andere Baustoffe verursachen auch co2.
Reine Stahlbauten als Ersatz für Stahlbeton wäre co2 technisch auch kein Fortschritt.

@Holz: kommt in ganz vielen Bereichen überhaupt nicht in Frage als Ersatz.
Außerdem wächst Holz zwar nach, aber nicht schnell. Um es nachhaltig zu verwenden, muss der Verbrauch an die nachwachsende Menge gebunden sein.
Das kann sich nicht ausgehen, speziell weil Holz auch anderswo als Alternative verkauft wird, z.b. heizen.

Man kann es drehen und wenden, wie man will, wir leben einfach auf zu großem Fuß.
Die Menschheit als ganzes, aber speziell wir in den wohlhabenden Ländern.

xcountry, 28.09. 12:12

horst, zuerst lesen, dann wieder schreiben. Bitte.
Aus Käferholz, das zu Millionen m3 verrottet, weil die Industrie Billigholz aus der Ukraine, Russland etc. kauft kann man Bauholz machen. Und wir haben einen Zuwachs von ca 6% per anno. Und im Einfamilienhaus-Bereich könnte man enorm CO2 einsparen. Holz statt Ziegel und Beton.

xcountry, 28.09. 12:15

entschuldige, per annum oder pro anno heißt es eigentlich.

horst11, 28.09. 12:56

@xcountry: gegen Holzwände in kleinen Einheiten ist nichts einzuwenden.
Gegen Holzfundamente schon. Auch gegen Holzbrücken, gegen u Bahn Stationen aus Holz, gegen Tunnel aus Holz...

Man kann also co2 einsparen, wenn man EFH vermehrt mit Holz baut.
Aber nicht enorm, sondern nur wenig!!!
Grundsätzlich ist die Wohnung im Beton Hochhaus deutlich klimaschonender, als das EFH mit holzwenden, speziell wenn es vollunterkellert ist. Denn der Keller aus Holz würde nicht lange Freude machen.

Kleine wohnhäuser aus Holz mit so 3, 4 geschossen können sinn machen, aber es gibt noch wenig Erfahrung damit.

Jedenfalls kann man am co2 Ausstoß durch die Bauindustrie nicht die riesen Änderungen erzielen durch Holz.

xcountry, 29.09. 07:47

wer redet von Holzkeller, lies dich in die Literatur ein, dann schreib wieder.

horst11, 29.09. 09:52

Die meisten wollen einen Keller, ein Fundament braucht es auf jeden Fall, egal ob du davon sprichst oder nicht, sonst hast du buchstäblich auf Sand gebaut. Und für so ein vollunterkellertes EFH geht ganz schön Beton her, nur für den Keller, ganz gleich aus welchem Baustoff dann das Haus drauf gesetzt wird.

Wenn der co2 Ausstoß dadurch verringert werden könnte, dass man Dinge einfach ignoriert, die man nicht bedenken möchte, nicht nennt o.ä., dann wäre er schon lange stark reduziert.

Es ist aber nicht so.

Da kannst dich einlesen über Käferholz und holzbauweise bis dir schwindlig wird, jedes Haus braucht mindestens ein Fundament aus wasserdichten, beständigen Baustoffen. Und das ist beton.
Aber damit ist es nicht getan. Jedes Haus muss auch erschlossen sein: Wasser, Strom, Kanal, Zufahrt...
Auch da müssen Baustoffe und Materialien eingesetzt werden, die alle Norm Anforderungen erfüllen, co2 hin oder her.

Und somit ist der Bereich wohnen, vom Drang zum luxuriösen EFH, viel stärker belastet, hinsichtlich co2 Ausstoß, als durch die Auswahl an Baustoffen.

Wien

kapitän, 27.09. 01:18

Eine interessante Sache, vielleicht speziell ein Wiener-Phänomen, sind Altbauwohnungen. Ich war vorgestern bei einer Freundin zu Gast, eine "fanatische" Klimaschützerin. Wohnhaft in einer 92 Quadratmeter Wohnung im 13. Bezirk. Deckenhöhe sei ihr besonders wichtig, meinte sie......in diesem Fall 5,82m. -> Luxury is defined by light and space! Die Gasheizung lief den gesamten Abend und bis in den Morgen um die Wohnung auf 21 Grad zu halten.
Ich wohne auf 82 Quadratmetern im Neubau mit Deckenhöhe 2,65m...bei mir reichen vier Scheit Buchenholz im offenen Kamin für einen ganzen Abend mit 25-26 Grad Raumtemperatur bei einer Außentemperatur von etwa fünf Grad.
Da stellt sich doch die Frage, was machen die Leut' mit dem ganzen leeren Raum über ihren Köpfen.....warum stehen so viele Leute in Wien auf Altbau?

Einzige Erklärung, das Zitat eines guten Freundes:

"Der Mensch ist im Prinzip ein Trottel" - H. 2018

Antworten

powermetal, 27.09. 01:32

Ich wäre auch nicht abgeneigt von einer Deckenhöhe von min. 3,3m. Da kann man dann schön Kinoplakate unter die Decke hängen und hat trotzdem noch Platz für Möbel. :-)

alpensymphonie, 27.09. 01:39

Da verhält sich eine reale oder imaginäre Freundin irrational. Reicht das schon für eine valide allgemeine Betrachtung? Und dann kommt noch ein realer oder irrealer Freund mit einem Zitat dazu, das über nichts etwas aussagt als über ihn selbst und über die, die ihn zitieren.

matschgerant, 27.09. 07:43

Ja die Gschichtln. Natürlich macht das Raumvolumen was aus, aber 5,82 m ist ca. die Höhe einer kleineren Turnhalle. 90- m2 Wohnungen mit so einer Regelhöhe gibt es normalerweise nicht, Stiegenhäuser vielleicht. Oder mal irgendwo eine Galerie. Richtig ist, es leben zuviele Menschen auf zu vielen M2, im schlimmsten Fall in einem EFH, das durch nur Außenflächen immer schlechter als die meisten Altbauwohnungen ist, selbst gedämmt. Das wäre ein Beispiel.
B. Durchlaufende Heizungen sind heute normal, weil sich Absenkungen als Irrtum herausgestellt haben, da spart man praktisch gar nichts. Wieviel KW in Buchenscheiten stecken wird auch oft unterschätzt, kommt ja auch auf ihre Dimension an. Übergangszeiten sind sowieso unübersichtlich weil der eine schon heizt und der andere nicht.
Der von @kapitän stolz produzierte Feinstaub ist übrigens nicht unschädlich, außer er hat eine Abgasreinigung.

xcountry, 27.09. 09:10

offener Kamin ist nicht das Klügste, was der moderne Mensch als Heizung verwenden kann. Und wozu braucht man 25 Grad? Es kommt auf viele Faktoren wie Sonnenstand etc. an. Und sollen wir jetzt alle Altbauwohnungen abreissen? Eine biologische Dämmung wenn möglich wäre gut, jedoch haben viele Altbauten enorm dicke Außenwände, daher auch oft angenehm kühl im Sommer.

kaltiss, 27.09. 09:44

es fahren auch Klimaschützer SUV

anmoesorbitante, 27.09. 09:58

Altbauten von vor der Jahrhundertwende haben gleichwertige wenn nicht sogar bessere Wärmeschutzwerte, als die großartigen Neubauten, die mit Styropor zugekleistert sind.

lokivonasgard, 27.09. 10:18

Ich lese aus den Beiträgen die Konsequenz derer, die offenbar Klimaschutz ablehnen heraus: Wir brauchen keinen Klimaschutz, weil auch von jenen, die sich dafür einsetzen, keiner frei von Sünde ist...

Und dass dafür imaginäre Bekannte und Freunde herhalten müssen, ist auch nicht neu.

matschgerant, 27.09. 10:48

„SUVs“ gibt es übrigens von 5 bis 35 Liter Spritverbrauch. Teilweise auch ein Marketingbegriff

lokivonasgard, 27.09. 11:59

@matschgerant, 27.09. 10:48
Wenn ich mit dem "großen" nach D fahre (das ist ein SUV), dann verbrauche ich um die 4,3 Liter auf 100km. Im Stadtverkehr (wo ich ihn nie fahre, weil ich dafür meinen kleinen Hüpfer habe oder das Fahrrad nutze) nimmt er natürlich deutlich mehr, so knapp unter 6 Liter.

xcountry, 27.09. 12:07

Loki, welcher "großer" ist das? Den kauf ich mir zu meinem E-Auto dazu, für die ganze Familie für Fernfahrten. Unser sehr sparsame alte Skoda brauch 5 Liter Diesel, das ist aber kein"großer".

lokivonasgard, 27.09. 12:25

@xcountry, 27.09. 12:07
Der Volvo X40 mit der kleinsten Motor-Variante, als Diesel. Der reicht locker aus, auch einen schweren Anhänger den Berg raufzuziehen. Allerdings ist das kein Auto, um Beschleunigungsorgien zu feiern (was ja einige unter "Fahrspaß" verstehen) und die 4.3 Liter erreichst du auch nur mit entsprechender Fahrweise: 100 km/h mit eingelegtem Tempomat und keine großartigen Beschleunigungen und Bremsungen. Nach D geht es aber durchaus durch Berge, das macht sich beim Verbrauch erfreulich gering bemerkbar.

Mit einem Opel Crossland X Diesel hatte ich sogar einen Durchschnittsverbrauch auf Fahrten nach D unter 4 Liter. Aber den kann ich aus anderen Gründen alles andere als empfehlen.

Mein Kleiner ist ein Smart und braucht übers Jahr gesehen so um die 3.7-3.8 Liter Super auf 100km - gewissermaßen im realen Drittel-Mix, was deswegen lustig ist, weil der Hersteller angibt, dass das Auto im Drittelmix 4.4 Liter auf 100 km verbraucht...

Im Smart hast du auch einen Eco-Score angezeigt. Wenn du die Bremse nur schief anschaust, bist du weg von 100%. Da also 100% zu schaffen, ist echt ein Kunststück. Aber wenn dir das gelingt, dann hast du auch einen entsprechend geringen Verbrauch.

manz, 27.09. 18:06

Altbauwohnungen spielen für Umweltstrategien keine Rolle. Die sind nun einmal da, und es wird wohl niemand auf die Idee kommen, sie leerstehen zu lassen. Die Heizkosten sind bei großen Räumen höher, aber was hat das mit dem Klima zu tun?

homeroid, 27.09. 21:29

Altbau Häuser sind bestimmt eines - nachhaltig.
Vor mehr als ein Jahrhundert gebaut, aus Holz und Ziegel, etwas Glas und Stahl, und noch immer sind sie gut, leicht zu reparieren, flexibel mit Widmung.
Was z.T. Durch hohe Räume möglich.
Kastenfenster, mit Doppelverglasung Innen, sind ganz gut, dazwischen Sonnenschutz.
Da kommen die neuen Häuser selten in die Nähe.
Mit Fotovoltaik am Dach, oder wo es sonst geht, können sie gut die Energiewende überstehen.
Auch städtebaulich ist die Blockstruktur, vorausgesetzt entkernt und begrünt, ganz gut.
@kapitän - ganz falsch ;-)

lokivonasgard, 27.09. 22:56

@manz, 27.09. 18:06
"Die Heizkosten sind bei großen Räumen höher, aber was hat das mit dem Klima zu tun?"
Ja, was hat ein Mehr an Heizen wohl mit dem Klima zu tun?!

@homeroid, 27.09. 21:29
"Kastenfenster"
Diese sind zumeist auf beiden Seiten nur einfach verglast. Früher wurde der Zwischenraum im Winter mit isolierendem Material befüllt. Macht man das nicht, bildet sich im Winter eine Konvektionswalze aus, die leider sehr effizient Wärme abführt. Die Isoliereigenschaften solcher Fenster sind daher unbefüllt sehr dürftig. Aus dem Grund werden die Abstände bei modernen Fenstern immer relativ klein gewählt, damit sich diese Konvektionswalze nicht ausbilden kann.

"Da kommen die neuen Häuser selten in die Nähe."
Eine vernünftige Außenjalousie dürfte das locker toppen :o)

"Auch städtebaulich ist die Blockstruktur, vorausgesetzt entkernt und begrünt, ganz gut."
Würde ich auch so sehen. Zur Not kann man auch Altbausubstanz heutzutage gut thermisch sanieren.

Klimawandel, weniger heizen notwendig !

sonnenfreund, 26.09. 21:13

Ich bemerke, dass es heute bloß Ende August mal etwas kühler ist, schon die Heizungen angeworfen werden. In meiner Kindheit in den 80ern war es noch deutlich kälter, geheizt wurde aber bei weitem nicht dermaßen früh im Jahr. auch bei unserem Nachbarn sehe ich Mitte Juni oft noch Rauch aufsteigen (das in Graz, dass fast mediterranes Klima hat). Das ist umweltschädlich, und bei den steigenden Temperaturen durch den Klimawandel gar nicht notwendig. Eine Temperatur von 21-22°C sind für ein Wohnzimmer im Winter völlig ausreichend, und das auch im T-shirt, mehr haben wir bei gleicher Temperatur im freien auch nicht an. Auf 25°C zu heizen halte ich für unnotwendig, und braucht viel Energie, und verursacht hohe Kosten. Auch das Kühlen mit Klimaanlagen halte ich schon für wichtig (Arbeitsleistung), aber da ist es wiederum nicht nötig unter 25°C zu kühlen, da die Außentemperaturen hoch sind.

Antworten

zapadong, 26.09. 21:29

Wir haben Ende September!
Und vielleicht hatte die Demo FFF in Wien am Freitag so einen grossen Erfolg, dass wir heute Schnee am Untersberg haben.
Weiter so?

sonnenfreund, 26.09. 22:44

@zapadong
Ich weiß dass wir Ende September habe, dass oft auch schon Ende August geheizt wird, war eine allgemeine Anmerkung. Ich bin trotzdem, jetzt gerade 3,1°C am Außentemperaturfühler am Grazer Stadtrand, noch weit vom Heizen entfernt. Im Zimmer hat es 24,6 °C , da die Wände vom langen Sommer+ Septembersommer noch Wärme gespeichert haben. Es muss schon länger kalt sein, dass wir zu heizen anfangen müssen.
Verringert auf jeden Fall den CO2 Ausstoß durch Heizungen, härtet ab und ist somit gut für das menschliche Immunsystem.
In diesem Sinne Temperaturregler runterdrehen, bzw. mit dem Heizen noch zuwarten. War übrigens mit meiner Familie Dienstagnachmittag (22.9) noch im Badesee schwimmen (Wassertemperatur 21,6°C). Euer Grazer Sonnenanbeter.

lokivonasgard, 26.09. 22:55

@sonnenfreund, 26.09. 22:44
Ich habe im Winter im Haus nur 17°C und brauche da nicht einmal lange Klamotten oder gar irgendwelche Winterpullover - allerdings nur, wenn ich die Lammfellhausschuhe trage. Denn wenn einmal die Füße schön warm sind, ist es auch der Rest des Körpers.

Und ich gehe aktuell auch noch jeden Tag in den Pool. Wobei die 14 1/2°C, die er aktuell hat, schon eine kleine Herausforderung sind :o)

rebekka7, 26.09. 23:59

Ohne einen grundsätzlichen Wandel und neu Ausrichtung einer inzwischen gescheiterten menschlichen Zivilisation, kann man auch an den Temperaturreglern drehen in welche Richtung auch immer, das wird die Klimakatastrophe nicht mehr stoppen.

xcountry, 27.09. 21:54

und Leute wie zapadong werden es anscheinend nie verstehen.

sonnenfreund, 27.09. 21:55

@lokivonasgard: So ist es richtig, genau so, und nicht anders.
Abhärten macht uns alle gesünder. Ich spreche hier so manche Wollsockenschläfer/innen an.

lokivonasgard, 28.09. 00:03

@sonnenfreund, 27.09. 21:55
"Ich spreche hier so manche Wollsockenschläfer/innen an."
LOL. Blöd gelaufen, denn ich schlafe mit Wollsocken, wenn auch bei offenem Fenster. Ganz passe ich wohl doch nicht in dein Schema ;o)

Abholzen der Wälder, zubetonieren der Natur............

klippundklar, 26.09. 15:48

nur weiter so. Ich frag mich oftmals, dass dem Übel, das da rundherum irgendwelche Schuhschachtelbetriebe mit riesigen Parkplätzen gebaut werden, kein Riegel vorgeschoben wird. Es gibt Tiefgaragen - also muss ich nicht riesige Flächen zupflastern. Außerdem leben wir im Zeitalter der Lifte und Rolltreppen - wo ist nun das Problem, dass sich z. B. 2 unterschiedliche Betriebe übereinander bauen und Tiefgaragen haben??? Bitte jetzt nicht sagen - die Kosten. Das kann man regeln.
Die Natur wird mit riesigen Photovoltaikanlagen zugestellt - statt Wiesen und Bäumen ---- schwarze Flächen. Wieso kann man die nicht auf Häuser, die ja ohnehin Dächer haben, bauen???? Vor allem auf all diese riesigen Gebäudekomplexe, die verschiedenste Betriebe hinstellen? Da wird wegen Wattestäbchen und Trinkhalmen herumgeeiert - und daneben sieht man das Große nicht!!!
Ich wäre für ein Schulfach Tierschutz und Umweltschutz. Kindern sollte dies bereits in den Kindergärten intensivst beigebracht werden. Immerhin ist es ihre Welt, in der sie später leben werden.

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mozartkugel24, 26.09. 16:04

Klimaschutz ist tatsächlich schon in Volksschulen ein Thema. Das ist aber 1-2 Generationen zu spät.

horst11, 26.09. 17:11

Hey lasst die Schule außen vor.
Die hat ohnehin schon weit mehr Aufträge, als sie erfüllen kann.
Man kann einem Kind nur eine gewisse Anzahl an Fähigkeiten pro Jahr beibringen.

Man MUSS sich NICHT mit den komplizierten Zusammenhängen der Produktion oder Raumplanung o.ä. befassen, wenn man noch nicht ordentlich lesen und schreiben kann.
Im Prinzip ist die Materie auch den allermeisten Lehrern zu hoch.

Das stinkt schon wieder nach derartigen Vereinfachungen, dass eigentlich nur politische Ideologie übrig bleibt und die hat schon gar nichts in der Schule verloren

homeroid, 26.09. 18:37

>klipundklar - großteils richtig. Auf „warum“ ist die Antwort - Eigentümerverhältnisse.
Monopole lassen es via Politik nicht zu, weder der freie Markt, noch die Politik funktionieren in dieser Causa - es sind die Konzerne die ihre Interessen per „Spenden“ oder Aufsichtsratsposten verwirklichen.
Ein Netz der kleinen Verbraucher und Erzeuger ist nicht erwünscht.

austrian, 26.09. 20:06

@horst Dass auf Beton wenig Gemüse wächst kann man auch im Kindergarten zum Thema machen. Wenn die Kleinen auf den Hof meines Sohnes kommen, da nehmen sie sehr viel mit sagen die KIGA Pädagoginnen und sie rufen mitunter noch nach 2 bis 3 Wochen an, um Fragen der Kids korrekt beantworten zu können.
Und da wird nicht heile Welt vorgegaukelt, sondern durchaus auch gesagt, dass der Kuhfladen nicht nur guter Dünger für Pflanzen ist, sondern das enthaltene Methan schlecht fürs Klima ist.

austrian, 26.09. 20:13

@homeroid ich habe noch gut im Kopf mit welch lachhaften Argumenten und dann auch mit Druck man uns wegen kleiner PV Dachanlagen abhalten wollte.
Die Konzerne und Kapitalgesellschaften und deren Lobbies haben die Politik längst einkassiert — nach einer kleinen Politkarriere ein hübscher Aufsichtsratsposten und schon flutscht es.
Deshalb mag und unterstütz ich FFF, ja und selbst Corona find ich in Summe positiv, weil da die Wirtschaftshaie echt überfordert sind — dass es "Kriegsgewinnler" Amazone etc gibt seh ich dabei schon auch.

homeroid, 26.09. 21:29

Eben, sie nehmen nicht mehr das Geld, nach Schröder, oder Schüssel sieht man ganz genau wie die Erfüllung der Lobby-Wünsche belohnt wird - und das sind komplett verschiedene Parteien.
Eine Legislaturperiode aushalten, und man hat Social climbing Fortschritt in sonst unerreichbarer Höhe.
Völlig „legal“.
Jetzt wird es brenzlig - die Grünen werden nicht einsteigen, und man kann nach Coronavirus auch nicht mehr wie davor - mal sehen Wie sie die Kurve zu kratzen versuchen werden...