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Lehrerin steht vor der Tafel

Lehrerberuf: Knochen- oder Wellnessjob?

Viele Lehrer und Lehrerinnen werden bald in Pension gehen, bis 2025 ist es jede/r zweite. Dieser Umstand könnte zu einem verschärften Lehrermangel führen. Warum will man heute noch Lehrer werden? Wie attraktiv ist der Job? Ist der Lehrerberuf ein Knochen- oder ein Wellnessjob?

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754 Beiträge

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Forum

xx1xx, 14.10. 10:59

Lehrer sollten ihre eigenen Schulnoten veröffentlichen.

der job wäre um ein vielfaches interessanter...

effenbeisser, 14.10. 07:03

wenn der lehrer seinem ureigensten ziel nachgehen kann - nämlich wissensvermittlung. aber wer sich dieses idealziel als grundlage für die berufswahl setzt, hat schon verloren.
denn vielerorts sehe ich den lehrer als spielball der gesellschaft, wo er oftmals nur als fauler, bequemer vertreter einer zunft wahrgenommen wird, die sehr viele ferien hat.
dies ist natürlich nur sehr oberflächlich wahr, weil er natürlich auch die volle breitseite verfehlter oder gar nicht erfolgter erziehung mitbekommt, bis hin zu kinder, die kein wort deutsch können oder wo es kulturelle unterschiede gibt, die eigentlich mit dem schulbetrieb nichts zu tun hätten.
frei nach dem motto "do hobts as!!". das ist aber insofern wenig intelligent, weil ein lehrer der mit jeder menge nebenschauplätzen zu kämpfen hat, erst recht kaum zeit für die wissensvermittlung hat. dadurch sinkt logischerweise das niveau und da es einem lehrer schon lange nicht mehr gestattet ist z.b. mal 70% der klasse durchfallen zu lassen, kommen solche kinder und jugendlichen mit einem maginalen basiswissen aus der schule. und dann geht wiederum die gesellschaftliche suderei los "wie konnte der schüler xy mit so wenig wissen nur die schule schaffen"?? und wieder geht die rechnung an den lehrer - mag auch in manchen fällen gerechtfertigt sein, aber gleichzeitig ignorieren wir tonnen von unfähigen eltern und kinder bildungsferner schichten, wo alles andere auf der agenda zu hause steht, nur nicht lernen und/oder üben.
in meinem elternhaus wurden schlechte noten nicht toleriert und da ich auch nicht zu den stärksten zählte, wurde bei mir zuhause am nachmittag geübt bis ich die aufgabe gut erledigen konnte. damals wars nervig und oft eine tortur, wenn man nichts lieber als dem ball nachlaufen wollte - heute bin ich dankbar, dass ich nicht solche "is mir alles scheißegal"-eltern hatte, die sich lieber ihrem freizeitstreß hingeben, als mit dem kind zu üben.

ganzeinfach, 14.10. 07:56

Wie jetzt? Sollen die Eltern in erster Linie für die Grund-Erziehung Zeit haben oder für die Wissensvermittlung? Haben nicht zuallererst mal die Eltern für eine gute Er- und Beziehung zu sorgen, für Ehrlichkeit zu sich und ihren Mitmenschen? Und die Schule dann vor allem die Aufgabe der Wissensvermittlung? Freilich muss es jeweils beides sein. Aber die Schwerpunkte müssen den Anforderungen entsprechend angepasst werden.

Und wenn und so lange die Eltern arbeiten müssen um den Unterhalt bezahlen zu können und deshalb keine Zeit für ihre Kinder haben, hat das wohl mit Freizeitstress eher weniger zu tun ob sie sich ihrer Aufgabe der Kindererziehung widmen oder nicht.

Allerdings finde ich, dass die vielen Übungen Zuhause absolut überbewertet, ja ab einer gewissen Menge sogar völlig kontraproduktiv für die Wissensaufnahme sind. Mehr als in einen Topf rein geht, geht nicht rein. Und die Töpfe sind in dem Fall noch im Wachsen.

Es ist mir nicht scheißegal. Im Gegenteil. Wenn das Kind zum selbständigen Lernen und Arbeiten erzogen werden soll, dann soll es doch mit seinem Hausübungspensum selbst zurecht kommen können und nicht die Eltern die Hausübung (teilweise) machen müssen.

Zu meiner Zeit haben wir in der Pflichtschule die Hausübung so schnell wie möglich gemacht und sind dann dem Ball hinterher. Freilich war auch mal eine helfende Hand der Eltern, wo man sich Rat holen konnte, wenn man nicht weiter kam und gerade im Volksschulalter ganz generell, sehr hilfreich. Aber wir haben unsere Fehler gemacht und die wurden dann in der Schule beanstandet. Da mussten die Eltern nicht Lehrer spielen.

Ich finde dass gerade der Umgang mit Fehlern ein recht wichtiger ist. Dass man nicht voraussetzen kann dass Volksschüler oder auch NMS Schüler korrekte wissenschaftliche Arbeiten abliefern, sondern dass da selbstverständlich kindliches Denken und Fehlertoleranzen, Flüchtigkeitsfehler usw. als völlig normal in Kauf genommen werden müssen.

Nichts gegen Gründlichkeit. An der lässt man es leider eh viel zu häufig in der Arbeitswelt mangeln. Aber zum Perfektionismus in vorauseilendem Gehorsam, braucht man die Kinder und ihre Eltern wirklich noch nicht erziehen. Sonst hat man genau das was wir heute haben, nämlich viele Menschen die von anderen Perfektionismus einfordern, selbst aber völlig unzureichend arbeiten.

Kinder machen auch Fehler, genau wie die Erwachsenen. Nur, Kinder verzeihen die Fehler noch viel leichter, sobald klar ist dass der andere etwas nicht

ganzeinfach, 14.10. 07:59

mit Absicht gemacht hat. Davon sollte man sich etwas abschauen.

geier, 14.10. 09:07

effenbeisser.... der job wäre um vieles fader, würde er sich nur auf Wissensvermittlung beziehen. Dann wäre er etwa so, wie das frühere Bildungsfernsehen. Klar, einfacher wäre der Job dann. Da könnte man dann auch sagen: toller Job aber ohne Kinder.

kerberos, 14.10. 10:09

Gerade jene Eltern, die eigentlich am meisten Zeit hätten, betreuen ihre Kinder meistens besonders wenig.

Und seien wir mal ehrlich: Ne halbe Stunde oder mind. 15 sollte jedem Elternteil sein Kind pro Tag schon wert sein.

ganzeinfach: Die meisten Kinder (mind. 90 %) üben viel zu wenig. Und ohne Übung funktionieren viele Dinge eben nicht ordentlich, seien es Vokabeln oder programmieren oder dividieren oder zeichnen oder klavierspielen. Hausaufgaben wurden ja nicht eingeführt, weil Lehrer es so wahnsinnig lustig finden, Hausaufgaben zu korrigieren oder Kinder zu nerven, sondern weil es einen wichtigen Lerneffekt hat, wenn man sich zuhause, in einer ruhigen Umgebung, die zu lernenden Sachen nochmal ins Gedächtnis ruft und sie alleine ausprobiert.

effenbeisser, 14.10. 10:37

ganz einfach - natürlich geht es beim job des lehrers um wissensvermittlung. was denn sonst?? und die eltern haben die pflicht das kind so zu erziehen, dass es dem schulunterricht ohne verhaltensauffälligkeiten folgen kann.
und sorry - keine zeit für kinder ... also wenn dem so ist, dann darf ich halt keine kinder bekommen. die gründe hierfür mögen vielfältig sein und ist ein anderes thema - aber egal wie, wenn ich kinder in die welt setze muss ich mich auch um sie kümmern - zeitlich, inhaltlich und auch finanziell.
das muss nicht immer perfekt sein, aber einfach zu sagen, ich setze kinder in die welt, habe aber keine zeit und damit hat es sich...das kann es nicht sein!! da brauchen wir dann über "liebe zu den kindern" nicht mehr reden. und nur damit das nicht schon wieder absichtlich missverstanden wird - es geht auch gar nicht darum helikoptereltern als vorbild zu nehmen....ganz im gegenteil!
und natürlich setze ich schon voraus, dass klar ist, dass der zeitaufwand für ein kind abhängig von der notwendigkeit für hilfe bzw. dem lernerfolg ist. wer kinder hat, die einmal nur etwas sehen müssen im unterricht und sie können es, hat da natürlich deutlich weniger betreuungsaufwand.

effenbeisser, 14.10. 10:40

geier - wer sagt denn das ein lehrer ein persönlichkeitsunfähiges bzw. steriles wesen ist, was im ddr-stil vorträgt?
und natürlich kommt auf einem lehrer auch noch sehr viel rund um die wissensvermittlung zu .... das ist doch vollkommen klar.
nur entbindet das nicht von einer guten wissensvermittlung. und wenn diese einfach nur mehr schwer oder gar nicht mehr möglich ist, dann kann man nicht einfach nur sagen "upps!! selber schuld! ist halt so, wenn man sich den job ausgesucht hat!"...

ganzeinfach, 14.10. 11:40

Nein, die meisten Eltern, also diese 90% haben eben zwangsläufig keine Zeit mehr für ihre Kinder in unserem System. Das ist nicht nebensächlich, sondern Hauptproblem!

Und da spreche ich gar nicht von mir.

Oder wann sollen die Leute Kinder bekommen? Mit 50? Wenn das Haus, die Wohnung abbezahlt ist? Nur, da ist die Fruchtbarkeit der Frau aber längst flöten gegangen.

Ach, die dürfen ja gar keine Kinder mehr bekommen. Wie nett. Nur mehr die Reichen dürfen Kinder bekommen. Erst versaut die Gesetzgebung das System, mit ihrem Neoliberalismus, denn das war vor 40 Jahren schon mal alles ganz anders, und dann will man auch noch den Leuten vorschreiben ob sie Kinder bekommen dürfen oder nicht. Geht es noch?!

Und wie wollen Sie bitte ein Kind erziehen dass es verhaltensunauffällig ist? Und ab wann ist es das? Und weshalb will man das Leben aus der Schule aussperren? Verhaltensunauffällig = Robotter oder Tod oder wie?

Ein Gedanke zur Diskussionskultur - und zur Schule?

nonamitas, 13.10. 14:03

Ich sage immer,
es ist ein Unterschied,
ob man Menschen auf der Seele herumtrampelt,
oder ob ihre Seelen gestreichelt werden.
Auch in den Folgen.

P.S.: Noch ein Gedanke, nur
zur Diskussionskultur:

"Nach manchen Gesprächen mit Menschen
hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln,
einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten
den Hut zu ziehen."

(Maxim Gorki, 1868-1936)

Lehrer sein ist sicher eine anstrengende Aufgabe.

ganzeinfach, 13.10. 13:10

Jedenfalls wenn der Lehrer seine Aufgabe ernst nimmt. Was in Höheren Schulen meiner Erfahrung nach nicht unbedingt der Fall war.

Was aber ich nicht verstehe ist, dass man mit Lernschwächen der Schüler teilweise gar nicht mehr umgehen kann.

Als ich in die Schule ging, hatte ich auch Probleme mit der Rechtschreibung. Legasthenie, wie es heute heißt, hatten in der Volksschule damals in meiner Klasse sicherlich so an die 80% der Schüler. Undiagnostiziert, selbstverständlich. Da waren von 21 Schülern vielleicht 4 oder 5 die fast alles richtig geschrieben haben. Der Rest hatte immer Fehler in den Ansagen (Diktaten).

Unser viertes Kind hat jetzt eben solche Probleme, die wir damals als völlig normal empfunden haben und die unsere anderen Kinder nicht haben. Ich selber habe die Rechtschreibung erst mit Ende der HTL großteils richtig zusammen gebracht. Wenn überhaupt. Es gab ja bereits die Rechtschreibprogramme am Computer. Und daraufhin wurde sie zu einem nicht unerheblichen Teil geändert. Sie kann also nicht wirklich ein Fundament haben, nicht wirklich was essenzielles beinhalten. Die Hauptsache ist doch, dass man sich verständigen kann.

In der Volksschule schon drängten die Lehrer bei unserem Sohn darauf, dass man doch etwas machen müsse, wegen Legasthenie und jetzt in der NMS wieder. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber dass da einfach nichts hilft außer dran bleiben und die Zeit geben. Und mit noch mehr Hausübungen und noch mehr Einteilen für Legasthenie-Einheiten wird das alles auch nicht schneller ins Gedächtnis sickern, sondern im Gegenteil, zu mehr Blockaden führen. Gut Ding braucht halt seine Weile. Und er machte ja auch stetig Fortschritte. Nur halt nicht so schnell wie sich das die Lehrer wünschen würden.

Ich sehe also, dass Lehrer mit ihrer eigentlichen Kernaufgabe teilweise völlig überfordert sind. Sie auch kontraproduktive Maßnahmen setzen und nicht damit zurecht kommen wenn etwas nicht sofort umgesetzt wird. Ja, sie womöglich sogar resignieren, statt einfach dran zu bleiben und die Schüler dort abzuholen wo sie sind.

Hinzugekommen ist die Unart dass man mittlerweile verlangt, dass die Eltern die Hausübungen verbessern sollen. So kommt natürlich ein völlig falsches Bild vom Schüler in der Schule an, dem der Schüler dann dort nicht gerecht werden kann. Deshalb dann wohl auch die Bestürzungen. Weshalb ich die Hausübung meiner Kinder auch nicht verbessere bzw. verbessern lasse. Meine Frau aber schon. Weil die lässt sich da eher von den

ganzeinfach, 13.10. 13:10

Weil die lässt sich da eher von den Lehrern ins Boxhorn jagen.

Und ich fürchte dass andere Mütter ebenso ticken. Weshalb eben ein völlig verzerrtes Bild darüber was die Kinder können in der Schule existiert.

Weiters fürchte ich, dass man Kinder die nicht so schnell alles annehmen deshalb zu einem großen Teil in die Sonderschule abgeschoben werden. Wenn diese auch heute anders heißt. Und das finde ich extrem schade. Nicht nur für meinen Sohn, sondern weil man sämtliche Kinder sinnlos her stresst, statt ihnen sinnvollen und friedlichen Umgang miteinander beizubringen.

Zugrunde liegt dem ganzen Drill und Bildungswahn meiner Meinung nach vor allem die Tatsache dass die Eltern gar keine Zeit mehr für ihre Kinder haben, weil ja die Mutter zumindest Teilzeit und der Vater Vollzeit arbeiten gehen muss um sich den Unterhalt überhaupt leisten zu können. Weshalb man also froh ist, wenn die Kinder möglichst durch die Schule und Hausübungen eingeteilt sind, weil man ja keine Zeit hat für sie.

Außerdem gibt es auch dadurch seit Jahrzehnten einen Mangel an Arbeitsplätzen und dadurch immer schlechtere Realeinkommen. Weshalb man meint, man müsse sich über die bessere Bildung die Posten mit den besseren Gehältern streitig machen.

Was aber eine sehr kurzsichtige Einstellung ist. Man sollte doch über den Tellerrand hinaus blicken und das Große und Ganze nicht aus den Augen verlieren. Es werden trotz bester Bildung nicht wesentlich mehr Posten mit guten Verdienstmöglichkeiten entstehen.

Wieso wollen die Menschen nicht einfach vernünftig miteinander leben? Weshalb meinen sie, sich mehr verdienen zu können und zu müssen als andere? Weil sie nicht wissen was das ist? Das Leben? Vielleicht sollten sie sich doch mal über unsere Religion informieren, darüber was Jesus zu bedenken gibt, als sämtliche Religionen auch noch abschaffen zu wollen, wie manche meinen.

ganzeinfach, 13.10. 13:14

Aber klar, für die meisten geht sich der Unterhalt mittlerweile gar nicht mehr aus, wenn nicht Mutter zumindest Teilzeit und Vater Vollzeit arbeiten gehen. Wer in Miete wohnt und das sind ca. 40% in Österreich, oder ein Häusl gebaut oder eine Wohnung gekauft hat, hat alleine fürs Wohnen ziemlich hohe Kosten zu bestreiten. Und das meist genau im selben Lebensabschnitt in dem man Kinder bekommen kann.

Vor ca. 30 Jahren blieben die Mütter bei ihren Kindern Zuhause. Warum? Weil die Fremdbetreuung noch nicht so subventioniert war. Weshalb das Arbeiten gehen sich nicht auszahlte, weil man davon die Fremdbetreuung bezahlen hätte müssen. Weshalb das die wenigsten getan haben.
Und das zeigt auch deutlich, wie viel Geld da in der Fremdbetreuung bereits drinnen stecken muss.

Mein Vorschlag ist: Das Geld für die Fremdbetreuung den Eltern direkt zu geben, damit die es sich aussuchen können ob sie ihre Kinder selbst oder fremdbetreuen lassen wollen.

Statt Lohndumping durch Aufstocken der Löhne mit minderer Bezahlung, mit Steuermitteln zu betreiben, sollte man doch besser die Eltern von Kindern finanziell für den Erwerbsausfall entschädigen, wenn sie die Eigenbetreuung der Kinder übernehmen. Dadurch wird sowohl Arbeitslosengeld als auch Fremdbetreuungsgeld eingespart.

Zwei Gedanken - zum Thema Schule?

nonamitas, 12.10. 10:44

1.)

„Jeder Gedanke ist ein Samen -
so züchte dir keinen Wald aus Angst und Sorgen,
sondern fülle deinen Garten mit Herzlichkeit und Mut.

(Gero Vercetti, vermutlich 1465-1503)*

2.)

Ich sage immer, die Schule bringt
den Menschen nicht zum Reden, nein,
sie lässt das Beste in ihm verstummen.

*) Das Vercetti-Zitat ist übrigens das heutige Zitat im ORF-Teletext (Seite 734.1)

wald4, 12.10. 12:36

Schön daß es auch solche Beiträge gibt, schreibe ich mir gleich ins Stammbuch.:-)

geier, 12.10. 13:01

aber 2) steht schon im Widerspruch zur retroSchulpolitik, wo Leistung und Disziplin die voherrschenden Disziplinen sind..

dosimeter, 12.10. 14:23

Und der Schulstreik mit seinen
zugrunde liegenden Sorgen und Ängsten

ermutigt(!) also die jungen Leute ?
Mehr als die Schule das könnte ?

effenbeisser, 13.10. 06:26

geier - diese retroschulpolitik sehe ich aber nicht, denn hätten wir leistung und disziplin in den schulen, hätten wir viele probleme eben nicht. und das kann man wenn man in einem lehrbetrieb tätig ist, auch an allen ecken und enden sehen. geh mal raus in die schulen und rede auch mit lehrkräften. ich kann dieses ganze "ach nur ja die kinderlein nicht belasten" genauso wenig hören, wie das pauschale dumpfe geschimpfe über angeblich unfähige und faule lehrer.
die wahrheit ist, dass die schule durch die lebensphilosophie vom bildungsfernen mob ordentlich an status verloren hat, wo mitschüler gemobbt und teilweise lehrer bedroht werden.
hier gehört mal ganz klare kante gezeigt - solange der schule nichts anderes übrig bleibt, als sich devot so manchem mob zu beugen, weil sie hilflos auch keine alternativen hat, diese leute aus dem schulbetrieb zu entfernen, solange werden diese zustände auch bleiben. solange wird es auch keine leistung geben, wenn der lehrer in so manchen brennpunktschulen froh sein kann, wenn er wieder gesund nach hause kommt und von disziplin ganz zu schweigen.
darum muss die schule wieder ein ort werden, wo es eine ehre ist, dass man dort teilnehmen darf. schau dir mal dokus über afrika an - egal welche ich da gesehen habe, aber da laufen kinder 20km in die schule, weil es eben das größte für sie ist, zu lernen. und warum?? nicht weil komischerweise in afrika nur die übertollen superlehrer sind, sondern weil das der weg aus der armut ist.
und dann vergleich das mal damit, was der mob hier zu verlieren hat?? hier müßte man dem mob gegenüber eine viel härtere sprache anwenden. denn diese gesellschaftsschicht versteht nur drill und härte - für die ist "reden" ein akt von schwäche, wo man weiters weder achtung, noch respekt entgegen bringen muss.
daher bin ich total für diese retro-politik, denn dieser blauäugige stil der "wir haben uns alle lieb"-philosophie hat uns definitiv nicht weitergebracht.

geier, 13.10. 08:51

... zum Ausgangspunkt... soll die Schule doch zum Verstummen führen? .... Weil Reden ja Schwäche ist.... Wäre Unterdrückung ein Fortschritt?

effenbeisser, 13.10. 09:35

explizit für kinder bzw. deren eltern, die sich in schulen aufführen und in keinster weise an einer vernünftigen lösung interessiert sind, wäre ein schulverweis wohl die beste lösung!!
und wenn du das als unterdrückung sehen willst, bleibt dir das unbenommen. für mich ist es eher ein armutszeugnis wie weit wir schon (ver)kommen sind, dass wir eine nicht-duldung von verstößen gegen eine (schul)ordnung schon als "unterdrückung" wahrnehmen.
fühlst du dich eigentlich bei einer bestrafung wegen schnellfahrens auch in deiner entscheidungsfreiheit beschnitten oder unterdrückt?? denn immerhin ignorierst du wissentlich definierte regeln, wie so mancher mob wissentlich und mit vollem bewusstsein, der schule, dem lehrer den ideologischen mittelfinger entgegenstreckt.
ist das dann ein fortschritt, wenn einer polizei nichts anderes einfällt, als zu strafen und dich beim schnellfahren unterdrückt?? wie wärs mit einer 2-stündigen liebevollen und engagierten belehrung - nein sorry darf man ja nicht sagen!! - überzeugung und begeisterung (ist das so hoffentlich gesellschaftstauglich?) für die regeln des straßenverkehrs?? ist das so die welt wie du sie dir vorstellst??

geier, 13.10. 10:02

warum die Aggression? Ich habe mich klar nur auf den Punkt 2 des ontop Post bezogen. Ich habe mit keinem Wort die Schulordnung kritisiert oder für das Ignorieren votiert. Ich erlaubte mir einfach darauf hinzuweisen, dass das Verstummen, das ja oben kritisiert wird, etwas mit Disziplinierung zu tun hat. Aber was solls...

geier, 13.10. 10:05

mit dem absurden Vergleich zu Verkehrsstrafen erlaube ich mir darauf hinzuweisen (abgesehen von der Gefährdung für andere etc.), dass es im Gegensatz zu Schülern in der Regel sich um Erwachsene handelt.

kerberos, 13.10. 10:53

Effenbeisser: Sehr gut passender Vergleich. :-) Es gibt halt Leute, die WOLLEN es nicht verstehen. Und ich rede dabei nicht von Schülern, sondern von manchen Kommentatoren hier.

effenbeisser, 13.10. 17:45

10:05?? wo wäre der vergleich absurd?? man kann auch behaupten es wäre absurd, dass wir oktober hätten.
der vergleich ist insofern passend, weil es dem einfachen prinzip folgt, dass gegen bekannte regeln rigoros verstoßen werden. ob es hier eine gefährdung gibt oder nicht ist vollkommen uninteressant. ich hätte auch einen bestimmten verein oder organisation als vergleich hernehmen können, wo es keinerlei gefährdung gibt, aber es dennoch nicht toleriert wird, wenn gegen deren regeln verstoßen wird.
und - aja und jugendliche dürfen natürlich alles oder??! mit dem pauschalargument "es sind halt jungendliche"! ob du's glaubst oder nicht, aber auch für die gibts regeln, sonst wären jugendrichter vollkommen für die würscht.
aber auch hinter den problem-jugendlichen stehen in wahrheit erwachsene eltern, denn wenn dem elternteil die bedeutung der schule bewusst ist, kommt es eh nicht so weit. denn selbst im schlimmsten fall, kann man sich hilfe einholen oder das gespräch mit der schule suchen, wenn es probleme gibt.
niemand macht der überforderten alleinerzieherin die sich nicht 3-teilen kann einen vorwurf. sondern ich rede explizit über eltern und kinder die nicht wollen. und da sehe ich durchaus im weitesten sinn auch eine "gefährdung", wenn der schulbetrieb permanent gestört oder mitschüler gemobbt werden. und das der akteur jugendlicher ist, ist für mich keine rechtfertigung, denn es gibt dahinter einen erziehungsverantwortlichen, der der erziehung nachzukommen hat.
und ich bezog mich eigentlich darauf bzw. kritisierte diesen satz...
[...]steht schon im Widerspruch zur retroSchulpolitik, wo Leistung und Disziplin die voherrschenden Disziplinen sind..[...]
aber was solls....

Und? Was ist jetzt die Botschaft?

nonamitas, 11.10. 11:54

1.)

„Worte sind nur Worte,
und wo sie so gar leicht und behände dahinfahren;
da sei auf deiner Hut, denn die Pferde,
die den Wagen mit Gütern hinter sich haben,
gehen langsamen Schrittes.

(Matthias Claudius, 1740-1815)

2.)

Ich sage immer,
Dinge brauchen Zeit –
Gedanken lassen sich oft Zeit.

3.)

Ich sage immer,
es ist wichtig, darauf zu achten,
was nun eigentlich die Botschaft ist.

4.)

Und? Was ist nun eigentlich die Botschaft?
Die eigentliche Botschaft? Nicht dieser Debatte hier, sondern der Schule selbst. Etwa an die Schüler*innen, was sollen sie an Haltung von der Schule mitnehmen - z.B. was die Frage angeht, wie soll mit Fehlern umgegangen werden? Wie mit begangenem Unrecht?

Ist die (gelebte) Haltung der Schule dazu derart,
dass sie wie folgt auf den Punkt gebracht werden könnte:

„Andere zu Unrecht zu verleiten,
ist sinnvoller, als eigenes begangenes Unrecht
in Ordnung zu bringen.“

P.S.:

Ich sage immer,
Umwege sind oft
der kürzeste Weg ans Ziel -
und manchmal
ist es sogar der einzige.

dosimeter, 11.10. 12:34

Spruch an der Aushangtafel einer Schule (dort angebracht durch die gewählte SchülerInnenvertretung):

'Nicht auf das Hirn - auf das Herz kommt es an'.

Was dann ein Schüler darunter gekritzelt hat, möchte ich hier nicht zitieren .

dosimeter, 11.10. 12:38

Selbstverständlich verleitet die Schule zu immer größeren Fehlern:

Wer Atomphysik nicht gelernt hat, kann keine Atombomben bauen.

Also bleiben wir besser alle dumm und lieb.

Ironie off.

panagoulis, 11.10. 13:02

ich halte es da eher mit dem Motto der "Erlebnispädagogik":
"Mit Hirn, Herz und Hand"!

xx1xx, 11.10. 13:05

Dosimeter, nachdem du dafür aber auch Mathematik brauchst, lassen wir auch das aus.

Die 'no school' Bewegung

xx1xx, 11.10. 10:51

ist heute viel stärker ausgeprägt als jemals zuvor. Lehrer passen sich dem an und verweilen bis zur Matura beim kleinen 1x1 oder der Rechtschreibung. Dafür haben Social Media eine dominierende Rolle übernommen, das gab es früher nicht. Die Langeweile jedes einzelnen Schülers lässt sich auf die Minute genau zurückverfolgen, mit modernen Handys über Jahre bis Jahrzehnte hinweg.

dosimeter, 11.10. 12:00

Diese HandisiererInnen in den Klassen schaden sich selber am meisten.

Teils wachen sie dann kurz von dem Schulabschluss auf - teild verstehen sie nie, warum gerade sie in der Mindestsicherung gefangen gehalten werden

- warum sie nicht einmal den Text auf der Lebensmittelpackung verstehen, im Supermarkt, und immer dicker werden.

wie für jeden Beruf gibt es auch für den

bpcs, 11.10. 09:33

Lehrerberuf "Berufene", bei denen sich die Schüler glücklich schätzen können, lernen zu dürfen. Bei einem sehr großen Teil der "nicht oder weniger Berufenen" wird es wahrscheinlich ein konstantes Auf und Ab zwischen Knochenjob und Durchschnittsjob sein. Von Wellness kann, glaube ich, überhaupt nicht die Rede sein.
Ich denke, um den Lehrerberuf erfolgreich auszuüben, muss man in erster Linie sich selbst und andere Menschen lieben/mögen. Man sollte je nach Fachrichtung überdurchschnittlich intelligent sein. Man sollte für die eigene Fachrichtung "brennen" und jungen Menschen dieses "brennen" vermitteln wollen. Idealismus dafür, die Entwicklung unseres Landes durch die neue Generation zu verbessern und zu fördern, wäre auch sehr nötig.

wald4, 11.10. 10:13

Ein positiver Idealistischer Mensch.
Nur bei jedem User kommt wahrscheinlich auch die Erinnerung durch das viele Lehrer einfach aufgegeben haben und überfordert waren.
Und sich früher auch in die Gewalt gegen Schüler retteten.
In den 60igern, 70igern, 80igern fand man nicht einmal was dabei, das gehörte praktisch zur "Erziehung".
Es gab aber auch positive Ausnahmen möchte ich dazusagen, aber ich befürchte fast die waren in der Minderheit.
Jetzt haben wir praktisch fast eine Umgekehrte Situation, das eher manche Schüler gewalttätig werden.

Warum schreiben wir nicht gleich alle gemeinsam

dosimeter, 10.10. 21:23

"Leute werdet LehrerIn - da braucht ihr nur 22 Stunden wöchentlich arbeiten, dürft ungestraft kleine Kinder malträtieren, drei Monate durchfeiern, seid unkündbar pragmatisiert, habt ein Spitzengehalt, und könnt wegen Depressionen mit 45 Jahren in Frühpension gehen":

Dann gibt es doch bestimmt bald gar keinen Lehrermangel mehr.

- Ironie off.

inventor, 10.10. 22:59

@denkerin geht uns hier sehr ab.

alpensymphonie, 10.10. 23:01

Ich glaube, der graust einfach vor diesem Forum; und ich könnte das gut verstehen.

schowiedader, 11.10. 05:00

Interessant in diesem Forum sind nicht nur viele Beiträge von LehrerInnen, sondern besonders die ü b e r Lehrerinnen. Ich glaube, es gäbe sehr viele Missverständnisse in der Bevölkerung bezüglich Arbeitszeit und Verdienst aufzuarbeiten. Ob sich das aber lohnt, bleibt eine andere Frage.

wald4, 11.10. 07:17

Erschreckend niedriges Bildungsniveau vieler User, vor allem an Herzensbildung mangelt es bei vielen.
Die verwenden solche Foren nur um sich anonym auszukotzen, ist leider so und Themenunabhängig.

dosimeter, 11.10. 08:35

Die Themenstellung des Forums lautet "Arbeitsbedingungen", und daraus folgt die Frage, ob "Lehrermangel in Zukunft" bevorsteht. Das wäre eigentlich das Thema.

Stattdessen ständigen Fehldarstellungen und oberflächliche Bewertungen der Arbeitsbedingungen durch Leute,

die diese Arbeitsbedingungen selber NIE ausprobiert haben
- und die das auch nicht ausprobieren wollen:

Das erweckt hier ein falsches Bild -
und das immer on-top provokant formuliert.

Dezidierte Ungerechtigkeiten lasse ich nicht unwidersprochen, und offensichtlich inkompetente Wortmeldungen teils auch nicht:

Die digitale Gesellschaft kann es sich nicht leisten, die Schulen verzerrt darzustellen - und dadurch dann politisch falsche Maßnahmen zu setzen.

dosimeter, 11.10. 08:41

Ein Beispiel ist diese ständige "Lob der Privatschulen:

Meine Erfahrung ist hingegen, dass das Lern-Niveau in Privatschulen im Durchschnitt geringer(!) ist

als in öffentlichen Schulen - dass aber der finanzielle Lebenserfolg der Privatschul-Absolvierenden später dennoch größer ist, weil sie sozial besser vernetzt wurden. Man kennt einander, und schanzt einander die Jobs zu:

Aber man ist deswegen keinesfalls gebildeter oder kompetenter.

sage, 12.10. 06:41

Die alles entscheidende Frage ist wieso es nun 75 Jahre nach dem Ende des Krieges noch immer keine Bueros fuer Lehrer in den Schulen gibt wo sich die Lehrer in der Arbeitszeit aufhalten (muessen) . Das ist in jedem Unternehmen so. Warum die Lehrer nicht dafuer streiken zeigt doch ein Verstaendnis von ihrer Arbeit mit dem Fokus auf Freizeit oder Nebenjob

dosimeter, 12.10. 09:21

Und was, wenn es noch wesentlich dringendere(!) Anliegen gibt, für die LehrerInnen streiken müssten ?

Und was würden die lieben Medien beim Lehrerstreik schreiben ?

"Lehrer haben soeben noch eine Woche länger Urlaub gemacht" ?

dosimeter, 12.10. 09:29

Außerdem:
Wenn der "Nebenjob" endlich mal redlich bezahlt würde

(statt dass die einzige 'Honorierung' später ein staatlicher Orden nach 30 Jahren größtenteils ehrenamtlich-selbstausbeuterischer Tätigkeit bleibt):

Dann reden wir gern weiter über den wahren(!) Zeiteinsatz der Lehrkräfte.

Und noch was zum "Hobby":
Weder Regionalpolitik noch Freiwillige Feuerwehr noch Sozialeinrichtungen wie "Essen auf Rädern" sind "unnütze Privatvergnügen".

Viele LehrerInnen helfen noch dazu in mehr als einer solchen Einrichtung unbezahlt mit.

Das ist ein uralter Ehrenkodex dieser Berufsgruppe.

sage, 12.10. 09:52

@Dosi
Kommt drauf an, sie koennen ja vom 15. JULI bis 15., August streiken und die Zeit in und vor den Schulen von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr.

sage, 12.10. 09:55

Lehrer bekommen fuer 11 "Monate 38 Stunden pro Woche bezahlt. Wir reden von dieser Zeit, nicht vom Ehrenamt weil das darf man ja in der bezahlten Zeit nicht machen. Ich hoffe der Arbeitgeber kontrolliert das entsprechend

alpensymphonie, 12.10. 10:03

Vergiss es, @Dosimeter: Dieses Forum dient dazu, Stimmung zu machen und Komplexe abzuladen, da kannst du Argumente bringen, was du willst.

Eine @Sage-Schule wird halt eine sein, in der es keine Schulkonzerte mehr gibt, keine Theaterbesuche oder Schikurse, keine Vernissagen, eine Schule, in der Maturaarbeiten erst nach vier Wochen fertig korrigiert sind (weil nach 17:00 und am Wochenende nicht gearbeitet wird) usw.
Gsd hab ich dann aber meine Kinder aus der Schule heraußen, denn eine Verbesserung stellt die Sage-Beamtenschule sicher nicht dar.

alpensymphonie, 12.10. 10:43

Hihi. Ich stelle mir gerade einen Schikurs an einer Sage-Schule vor. Um 8:00 stecken die Lehrer an ihrer Schule (z.B. in Linz) ihr Karterl in die Stechuhr. Dann werden sie mit einem Bus (welchem?) ins Schigebiet gekarrt (z.B. Wagrain). Dort nehmen sie die SchülerInnen in Empfang, die natürlich zuhause geschlafen haben und nun von ihren Eltern in voller Montur täglich zur Seilbahn gebracht werden, und führen den Schikurs bis ca. 15:00 durch. Dann holen die Eltern ihre Kinder, die Lehrer fahren ebenfalls mit dem Bus (welchem?) zurück und lochen ihre Karte nochmals um 17:00. Von Montag bis Freitag, am Freitag allerdings etwas kürzer.
Klingt zwar idiotisch, aber dem Kontrollzwang ist Genüge getan.

sage, 12.10. 10:50

Genau! Wie meinen Sie macht es ein Vertreter der herumfaehrt? Der hat selbstverstaendlich die Stechuhr mit und hebt das Telefon nicht ab wenn jemand spaeter anruft. Auch der Monteur laesst die Maschine einfach laufen wenn er vergessen hat sie auszuschalten bevor er ausgestempelt hat. Das nachen alle Berufsgruppen so, sogar die Polizei laesst den Kriminellen um 18.00 Uhr frei wenn da die Arbeitszeit zu Ende ist. Oder der Arzt, laesst den Patienten einfach verbluten wenn die Arbeitszeit aus ist. Warum sollen die Lehrer das nicht duerfen?

sage, 12.10. 10:53

Das Problem haben alle Berufsgruppen aber nur bei den Lehrern wirds eben nicht kontrolliert. Niemand weiss warum aber ist halt so. Ist eh nur unser Geld

alpensymphonie, 12.10. 10:58

Ad 10:50:
Da habe ich als Vater massiv etwas dagegen. Ich will, dass eine Liftkarte voll ausgenützt wird, schließlich bezahle ich sie ja. Ich will, dass meine Kinder mit anderen die Schikursabende verbringen dürfen (meine eigenen waren von ersten Abenteuern geprägt). Ich will, dass sie nicht täglich vier Stunden mit dem Bus herumgekarrt werden.

sage, 12.10. 11:00

Ja, wie gesagt, Vertreter und Monteure schaffen unterschiedliche Arbeitszeiten ganz problemlos

Arme arme Lehrer - Es wurde der 12 Stundenarbeitstag beschlossen...

frager, 10.10. 15:58

...- gilt aber nicht für alle

Inserate schalten: Lehrer gesucht

22 Stunden Wochenarbeitszeit / 792 Stunden Jahresarbeitszeit

nur 36 Wochen im Jahr arbeiten
14 Monate-Gehälter erhalten

Anfangsgehalt € 2.420,00 plus Fächerzulage
Endgehalt € 4.330,00 plus Fächerzulage

Fächerzulage bis zu € 660,00 monatlich

Es melden sich sicher sehr viele denn sie könnten noch zusätzlich in der Privatwirtschaft Geld verdienen.

phoebe07, 10.10. 16:20

Nach deiner Rechnung würde ein Journalist oft nur 10 Minuten am Tag arbeiten (länger dauern weder die Beiträge in Rundfunk und Fernsehen noch das Tippen eines Zeitungsartikels.
Was du bei deiner Milchmädchenrechnung übersiehst ist die Zeit der Vorbereitung von Stunden inklusive Erstellen des Materials, die Korrektur von Hausübungen und Schularbeiten, die Zeit die man - teilweise sinnlos - in Konferenzen absitzt.

frager, 10.10. 16:48

Nicht Milchmädchen Rechnung:

offizielle Zahlen aus Österreich:

Und nur zu deiner Vorbereitungszeit:
1 Klasse Volkschule ABC und Schulstart - da brauchst für jede Stunde 30 min Vorbereitungszeit als Lehrer ab 5 Dienstjahren ?
7 Klasse AHS Mathematik: Seit 40 Jahren der gleiche Stoff da kannst die Schularbeiten der letzten 10 Jahre kopieren.

Macht das alles in der Schule - in den leeren Klassen am Nachmittag. Da brauchst nicht zu tragen ( die schweren Hefte oder Arbeitsblätter deiner Schularbeiten ).
Jede Einkaufstasche einer Frau ist wahrscheinlich schwerer.

Ihr jammert seit Jahren die Schüler werden immer schlechter - wer bildet diese aus ?

Wenn ein Schüler eine Nachprüfung hat - ist auch der Lehrer verantwortlich - vielleicht kann er sein Wissen nicht ordentlich vermitteln.
Dann soll er ab August diesen für die Nachprüfung vorbereiten. Dann kommst auf mehr als 36 Woche Jahresarbeitszeit.

Arbeitszeit am Arbeitsplatz: mit Zeiterfassung ( Stechuhr )

7.30 Beginn bis 16.00 Uhr

reservebuddha, 10.10. 16:52

@frager, deine Darstellung ist für mäßig engagierte, wurschtige Lehrer sicher angebracht.

Daher die logische Gegenfrage: Wollen wir solche?

Wenn wir die aber - wie ich annehme - nicht wollen, sondern solche, die tatsächlich einiges an Zeit aufwenden (und zwar erheblich mehr als 38.5 Stunden pro Woche), wollen wir die dann von hinten bis vorne mit unrealistischen Arbeitszeiten und Arbeitskonditionen nerven, bis sie das Handtuch schmeissen, und ihrerseits wurschtig werden? Oder bis die wirklich guten Leute drauf pfeifen, weil sie in der Privatwirtschaft erheblich mehr verdienen können, und die, die überbleiben, zweite oder dritte Wahl sind?

Wollen wir das?

Ich wills nicht.

reservebuddha, 10.10. 16:53

"Wenn ein Schüler eine Nachprüfung hat - ist auch der Lehrer verantwortlich - vielleicht kann er sein Wissen nicht ordentlich vermitteln.
Dann soll er ab August diesen für die Nachprüfung vorbereiten. Dann kommst auf mehr als 36 Woche Jahresarbeitszeit."

Ja, wennst ein kollektives Götz-Zitat hören willst, dann mach das. Dann kriegst halt nur mehr Hascherl in den Beruf, die sonst nirgends eine Chance haben, und für diesen Beruf erst recht zu blöd, aber sich dafür deppert erpressen lassen.

Tolle Idee!

frager, 10.10. 16:55

Phoebe versuch es als Journalist wenn du glaubst die arbeiten noch weniger.

Die sind aber nicht im geschützen Bereich tätig.
Egal was Sie leisten volle Bezüge 36 Wochen Arbeiten = 9 Monate und 14 bezahlt bekommen.

Wenn in der Privatwirtschaft so gearbeitet wird - bist als erster arbeitslos.
Sei froh das du dort bist und warte auf die Pension natürlich erst ab 65 und nicht früher.

fraukoziber, 10.10. 16:59

was würde ein unmotivierter lehrer in dem fall wohl tun?
richtig: einfach keinen schüler mehr durchfallen lassen.
nicht ganz durchdacht, deine strategie, leser.

wer motivierte menschen zusätzlich schikaniert, wird sie - wie buddha eh schon geschrieben hat - verlieren sie zunehmend die motivation und bringen mit ziemlicher sicherheit keine besseren leistungen.

vor-, nachbereitung, austausch über schwierige schülerInnen auch außerhalb der regulären konferenzen, austausch mit eltern auch außerhalb offizieller sprechstunden, ... all das macht einen guten lehrer, eine gute lehrerin aus.
und wo die vor- und nachbereitung machen, ist komplett wurscht.

in sehr vielen branchen ist teleworking schon gang und gäbe, warum sollte das gerade bei lehrerInnen so furchtbar sein?

frager, 10.10. 17:07

reservebuddha

Ich gebe dir Recht. Es gibt genug Lehrer die mehr als die verlangte Zeit einsetzen und mit vollem Ehrgeiz dabei sind.
Die meisten von Ihnen sind in Private Schulen gegangen - dort geht etwas weiter.

Dort zahlen die Eltern viel Geld damit die Ausbildung der Kinder erfolgreich abgeschlossen wird.

Ich bin selbst in einer Privatschule groß geworden.
Da kannst dich als Eltern nur 1 Mal beschweren - dann bekommst du eine Besuchsbestätigung und auf Wiedersehen. Nehmen Sie ihr Kind und gehen Sie in eine öffentliche Schule.

Es ist leider in der vergangenen Zeit viel zu viel Macht der Schule genommen worden. Wenn heute das Kind nicht will wird der Lehrer verantwortlich gemacht.

Das System ist nur von beiden Seiten wieder in die richtige Lage zu bringen.

frager, 10.10. 17:15

fraukoziber

schon durchdacht

das sollte doch den Einsatz von beiden Seiten während des ganzen Schuljahres erhöhen - mit intensiven förderungen usw. - nicht einfach dann durch winken in die nächste Klasse. Das wäre der falsche Ansatz.

egal wo wer arbeitet ist richtig - nur von zu Hause ist es schon bequemer oder ?
war eine Reaktion auf nach Hause schleppen von heften usw.

Man kann schon jammern aber das ist auf sehr sehr hohem Nivau.

fraukoziber, 10.10. 17:20

ja, ist für die, die das machen sicher bequemer. ich arbeite auch viel von zuhause aus (als nicht-lehrerin), weil ich hier auch mehr ruhe habe, mich besser konzentrieren kann, weil es mir daheim wurscht ist, wenn ich auch am abend arbeite.

warum muss man es arbeitnehmerInnen möglichst unbequem machen, wenn es anders auch geht?

phoebe07, 10.10. 18:38

@frager
habe den Schuldienst nach kürzester zeit quittiert und bin in die Privatwirtschaft gegangen - weil ich keine Lust hatte auch am Sonntag noch Vorbereitungen zu machen oder Schularbeiten zu korrigieren (zwei Schularbeitsfächer). Und bei Vorbereitungen geht es nicht so sehr um die Inhalte an sich sondern primär um eine der jeweiligen Klasse angepasste Methode der Vermittlung. Beim Fremdsprachenunterricht hat sich im übrigen seit meiner Studienzeit fast alles verändert - nicht zuletzt die Maturaaufgaben die heute viel praxisorientierter sind aber nur mit massivem Medieneinsatz realisierbar.

alpensymphonie, 10.10. 20:31

@Frager: Gut, dass es dich und deine Inserate gibt. Dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, den Lehrermangel auf diese Weise in den Griff zu bekommen, ist wirklich verwunderlich.

Der Lehrermangel an sich ist ja vollkommen unverständlich. Wenn deine Angaben stimmen (und die stimmen gaaaaanz sicher! Echt jetzt! Wirklich! Fußballer arbeiten ja auch nur 2x90 Minuten pro Woche), müsste es doch eigentlich eine kaum regulierbare Lehrerschwemme geben.
So ein Rätsel aber auch...

phoebe07, 10.10. 21:56

und der Moderator des Mittagsjournals arbeitet überhaupt nur eine Stunde - und das nicht jeden Tag.

alpensymphonie, 10.10. 22:04

Dieser Thread zeigt eh sehr deutlich, worum es in diesem Forum geht. Mich wundert ja, dass der ORF eine Diskussion über eine einzelne Berufsgruppe unter diesem verblödeten Forumstitel überhaupt anzettelt. Wann gibt's z.B. mal ein Forum über

Immobilienmakler - Knochenjob oder Halsabschneider
Sozialarbeiter - Knochenjob oder Looserdeponie
Archäologen - Knochenjob oder Gratisurlauber

?

orfonlineteam, 10.10. 22:09

Wir begleiten jede Woche die Sendungen "Dok1" und "Talk1" mit einer Debatte.
Am Mittwoch letzter Woche war "Die (un)geliebten Lehrer - Knochen- oder Wellnessjob?" Thema der Diskussionssendung. Die Sendung ist leider seit heute nicht mehr abrufbar.
Heute musste die Sendung dem Fußball weichen.

Mit freundlichen Grüßen
(C)

alpensymphonie, 10.10. 22:29

Schön. So weit, so bekannt.

Ich denke aber doch, dass man - wenn schon Dok1 und Talk1 bei der Formulierung vollkommen versagen - nicht jeden Titel unreflektiert übernehmen muss, v.a. wenn absehbar ist, auf welchem Niveau und Kenntnisstand die Diskussion geführt werden wird.

Und noch etwas: Ist geplant, weitere Berufsgruppen an den Pranger zu stellen?

zwosi, 10.10. 23:05

Übrigens: Usain Bolt arbeitet(e) 2 bis 3 Minuten po Jahr.

phoebe07, 11.10. 07:54

und SchifahrerInnern haben 6 Monaten Ferien.

xx1xx, 11.10. 13:09

Mehr, sind ja nur wenige Rennen im Jahr. Daher sind die Fußballer so neidisch. Außerdem kommst als Skifahrer auch einmal ins Ausland.

Wer den Mut hat, Fehler zu machen ...

nonamitas, 10.10. 11:19

"Die Wahrheit nachbilden
mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden
ist besser, viel besser."

(Giuseppe Verdi, 1813-1901)

Ich sage immer,
wer den Mut hat,
Fehler zu machen,
sollte auch den Mut haben,
seine Fehler
so in Ordnung zu bringen,
wie jene es verdient haben,
an denen sie begangen worden sind.

---

Wie kommt es eigentlich dazu, dass ausgerechnet das System Schule heute so unfähig ist, mit eigenen Fehler umzugehen, Fehlerkompetenz zu leben?

Gerade die Institution, die mit so viel Hingabe auf die Fehler Anderer zeigt, ist so völlig unfähig, sich den eigenen Fehlern zu stellen...

… kann es sein, dass dies (auch) ein Grund ist, warum Leute wie Thomas Brezina nicht Teil dieses Systems werden woll(t)en?

dosimeter, 10.10. 11:52

Die Lehrkräfte stehen einzeln in den Klassen, Vor- und Nachbereitung einzeln, und sie sind weisungsabhängig:

Sie dürfen öffentlich nicht reden über ihren Job - das ist das Dienstrecht. U.a. zum Schutz der betreffenden Kinder.

Fehler werden also intern besprochen - bis zum Burnout. Meist erfährt nicht mal der Rest des Kollegiums Details.

Die öffentlich(!) rede-befugten Führungskräfte der Institution Schule aber stehen nicht(!) in den Schulklassen.

Vor allem nicht die MinisterInnen (die meisten von denen überhaupt noch nie).

Also: Wer bitte sollte also da eigene(!) Fehler öffentlich zugeben (dürfen) ??

dosimeter, 10.10. 12:03

Und noch etwas zum Begriff "Fehler":

Ob es ein "Fehler" war, dass jemand "überhaupt unterrichtet", dass jemand "zu ausgiebig ermahnt" wird (wegen Schlägerei z.B.), dass jemand das "falsche Lehrbuch verwendet", dass jemand "eine Prüfung zu früh ansetzt":

Willst du das wirklich endgültig(!) beurteilen ?
Was dem einen ein "tödlicher Fehler", ist dem anderen vielleicht "eindlich der Anlass zum Umlernen".

Kennst du den Spruch: "Fehler/Krisen sind Chancen" ?
OHNE Fehler GIBT ES KEIN LERNEN.

Lernen heißt Fehler-machen-dürfen.
Und zwar bitte für alle(!) Beteiligten.

Fehler sind das Beste, was uns die Schulen zu bieten haben.

geier, 10.10. 13:15

"öffentlich" über Fehler berichten; das wäre toll, die Krone hätte gleich eine Dauerdoppelseite. Und wozu wäre das gut? Außer zur Schaffung fragwürdiger Emotionen.

frager, 10.10. 15:45

Vielleicht wollte Hr. Brezina länger als 22 Stunden in der Woche arbeiten.

Oder mehr als 36 Wochen pro Jahr arbeiten. Ergibt 792 Stunden im Jahresarbeitszeit.

Es könnte Ihm aber auch seine Freizeit zu viel geworden sein.

Oder einfach mehr Geld verdienen.

Schulen brauchen kein WLAN

xx1xx, 10.10. 11:13

Zumindest ist fast allen Gegenden, wo eine Internetversorgung über den Handynetzbetreiber erfolgt.
Das eingesparte Geld kann für die Schüler ausgegeben werden.

Ein Gedanke - zum Thema Schule?

nonamitas, 10.10. 10:16

Ein Gedanke -
möglicherweise - zum Thema Schule
(und wo sie heute scheitert):

Ich sage immer,
es ist wichtig,
dass Menschen jemanden haben,
der sie zu IHREM richtigen
Weg ermutigt.

sterndalgucker, 10.10. 10:20

Ermutigen wäre gut. Leider hören viele Kinder und Jugendliche nicht mehr drauf bzw. befinden sie sich in einem Umfeld das Ermutigungen ignoriert.

sterndalgucker, 10.10. 10:21

Ergänzung: ... bestenfalls ignoriert, schlimmstenfalls torpediert

ösirepublik, 10.10. 10:25

und wer ermutigt die Lehrer ?
die Gewerkschaft jedenfalls nicht ...

sterndalgucker, 10.10. 10:35

@ösirepublik: z.B. ein sterndalgucker der seiner sterndalguckerin, der sie nach 40 Jahren Sonderpädagogik beinahe schon das "Kreuz abgetreten" haben, immer zuhört und versucht Lösungen mitzufinden.
Leichter ist es nicht geworden, obwohl sie mittlerweile im Management Bereich der Bildungsdirektion versucht gegen so manche Windmühle anzukämpfen

schowiedader, 10.10. 11:59

Ich war 42 Jahre ein sehr glücklicher Lehrer und wisst ihr , warum? Ich war nie bereit, mich in ein Jammertal zu begeben und mitzuweinen. Ich habe mir mein Lehrersein so gestaltet, dass es für mich, aber vor allem für meine SchülerInnen oft Grund gab zu lachen, zu scherzen, dann fiel die eigentliche Arbeit umso leichter. Übrigens: Meist unterrichtete ich Schüler, die am Rande der Gesellschaft angesiedelt waren, 14-16 jährige, also Pubertierende und sonstige "Gfraster"...also hätte ich Grund genug gehabt zu jammern.
Ein guter Freund und erfahrener Kollege sagte mir einmal, als ich etwas verzweifelt war:"Es hat dich niemand gezwungen, Lehrer zu werden. Nicht das System, nicht die Politik und nicht die Schulaufsicht sind letztlich verantwortlich für das , was du machst, sondern nur du allein. Oiso richt das! Oder mach was anderes!"

sterndalgucker, 10.10. 12:47

@schonwiedader - meine sterndalguckerin war auch lange Zeit glückliche Lehrerin, obwohl sie Kinder mit zum Teil enormen Defiziten unterrichtet hatte. Leider haben sich die äußeren Umstände in den letzten 4-5 Jahren massiv geändert, so dass es dringend an der Zeit wäre dort Maßnahmen zu setzen.
Mit traumatisierten Kindern (und deren Eltern) in 10 oder mehr Sprachen zu kommunizieren ist tatsächlich eine Herausforderung die über die Grenzen hinaus geht. Die Erfolgserlebnisse werden immer weniger.
Dazu kommt noch, dass sich Männer seelisch besser abgrenzen können, d.h. weniger mit-leiden - aber sich auch weniger mit-freuen wenn was gelingt

vielleich sollte man,...

jogl1949, 10.10. 09:34

...den lehrberuf auf zeit befristen damit diese hochgebildeten menschen auch im wahren leben einmal zeigen könne dass sie lebenfähig sind

phoebe07, 10.10. 09:44

vielleicht sollte jeder der Lehrer kritisiert einmal einen Monat lang sein Lieblingsfach in der Schule unterrichten - und erst5 danach weiter reden. Dann wüsste er/sie wie es in der Schule zugeht und würde kaum mehr vom "wirklichen Leben" daherschwafeln.

portofrei, 10.10. 09:53

@jogl
Wenn laut deinen Aussagen der Beruf eines Lehrers eh so bequem ist, warum haben wir dann einen Lehrermangel?

youonlyliveonce, 10.10. 10:14

@porto: na ja, man muß immerhin schon um 8 in der Hackn sein und eine Gutteil der Arbeitszeit stehen...

portofrei, 10.10. 10:16

:-)

ösirepublik, 10.10. 10:23

nicht jeder will ein Beamtenleben "genießen" …
Wir als steuerzahlende (und Beamtenerhaltende) sehen nur die Lehrer , wie schlimm muß es in den zuständigen Landes- & Bundesmysterien zugehen ? das Chaos bezüglich Lehrernachwuchs, Diensteinteilung etc.. kommt ja auch von irgendwoher … also Beamtenkollegen ...

alpensymphonie, 10.10. 12:13

Vielleicht sind dir, @Ösirepublik, zwei Dinge entgangen:
1. Zu uns Steuerzahlenden gehören auch LehrerInnen.
2. Der Beamtenaufnahmestopp aus dem Jahre weiß ich nicht hat dafür gesorgt, dass die letzten pragmatisierten Lehrkräfte schon alle um die 60 sein müssen und dass unsere Schulen in wenigen Jahren völlig Beamten-frei sind. Alle anderen sind Vertragsbedienstete.

alpensymphonie, 10.10. 12:19

@Jogl: Es würde mich interessieren, in welchem Bereich des "wirklichen Lebens" einer bestehen kann, der wie du nicht einmal seine eigene Sprache beherrscht. Das dürfte jedenfalls in einem so verantwortungsvollen, leistungsorientierten und intensiven Beruf sein, in dem man sogar mitten am Vormittag (9:34) Zeit hat, Postings zu verfassen.

Eltern müssen den Stoff unterrichten,

xx1xx, 10.10. 08:17

weil die Lehrer zu wenig machen. Das gilt in allen Fächern. Nur dann können gute und sehr gute Noten erzielt werden. Beim Sport übernehmen das oft die Vereine.
Der Lehrstoff ist das Minimum, was für ein Genügend ausreicht. Alles andere geht weit darüber hinaus. Für die Eltern ist das teuer und zeitaufwendig, weil die Stoffvermittlung zuhause stattfindet und in der Schule nur mehr überprüft wird, was von dem zuhause erworbenen Wissen gerade Thema ist.

dosimeter, 10.10. 09:09

Wieviele Kinder hast du denn ?
Und wieviel Stoff ?

phoebe07, 10.10. 09:42

es darf daran erinnert werden dass eine gewisse Elisabeth Gehrer Stunden gekürzt hat ohne den Lehrplan entsprechend zu kürzen und somit kaum Zeit für Wiederholung, Übung oder Vertiefung bleibt. Dafür die Lehrer verantwortlich zu machen ist ein Zeichen von Unwissenheit (oder bewusste Lüge)

portofrei, 10.10. 10:00

@phoebe07
Aha.
Und die Genossinen Schmied, Heinisch-Hosek und Hammerschmied konnten das in 9 (!) Jahren nicht reparieren?
Schwach. Sehr schwach.

sterndalgucker, 10.10. 10:10

@portofrei: nein, da in Koalition mit schwarz und auf der Gewerkschaftsseite ein Betonschädel

portofrei, 10.10. 10:13

@sterndalgucker
Ooooh, die Armen....

sterndalgucker, 10.10. 10:14

jo, eh!