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Vater mit Babys

Geschlechterverhältnis: Was würde ein Papamonat verändern?

Über einen Rechtsanspruch auf einen bezahlten Papamonat wird heftig diskutiert. Die politischen Meinungen liegen weit auseinander. Wie schwerwiegend sind dabei die Argumente der Wirtschaft? Welche Regelung wäre für alle Beteiligten die beste? Was würde ein Papamonat im Geschlechterverhältnis verändern?

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635 Beiträge

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Forum

na was schon,...

jogl1949, 15.02. 12:10

...der papa hätt vielleicht mehr verständnis für die arbeit der mama,..

iwasois, 15.02. 13:30

Dürfte dann meine Frau, auch mal in meine Werkstatt kommen???
Wo es stinkt, staubt, laut und dreckig ist.
Und die Babys keine 3-4 Kilo haben,, wenn man nicht sogar einen Kran braucht um sie anzuheben.

kontra, 15.02. 14:33

@iwasois
Was hast denn du für Babys in deiner Werkstatt,
wenn du sogar einen Kran brauchst um sie
anzuheben....

iwasois, 15.02. 14:51

NO; Meine Babys, die ich zur Welt bringe, aus Stahl und Edelstahl ;o))))

Geschlechterverhältnis: Was würde ein Papamonat verändern?

hakim, 15.02. 10:05

nix. weil der papa wird's schon richten, daß buben und Mädchen halbwegs gleich verteilt sind.
sonst hilft ivana kratlatsch
https://www.youtube.com/watch?v=7Lao6dd28ds

valarmorghulis, 15.02. 14:01

Aber der Papamonat entspricht doch dem Familienzeitbonus.
Das Problem daran: nur öffentlich Bedienstete haben einen Rechtsanspruch darauf; Leute in der Privatwirtschaft nicht.

Bei uns wurde es schon bei beiden Kindern mit einer fadenscheinigen Begründung abgelehnt und nein mein Mann arbeitet nicht in einem KMU sondern in einem großen Konzern und ist dort zwar Abteilungsleiter hat aber zwei absolut kompetente Stellvertreter.

Für Juni hätten wir es wieder gerne; mal schauen ob es diesmal "gewährt" wird.

valarmorghulis, 15.02. 14:02

Ups falsches Kommentar zum Kommentar!

Dem Herrn Vizekanzler hat es ... gefallen

kurtkant, 14.02. 23:37

Vielleicht gefällt dem VK auch ein freier Karfreitag für alle, den "kleinen Männern und Frauen", für die, diese Zwergerl, er ja da sein will? Er sollte ihn ausprobieren!
Oder eine Ein-Klassen-Medizin ohne Bevorzugungen?
Oder gefällt ihm auch ein gekürzter Mindestlohn, von dem man menschenwürdig leben kann?
Er sollte in seinem "Papa-Monat" eigentlich nur die 150,- Euro bekommen, von denen sich ja seine Sozialministerin zu erhalten vermag.
Es wäre wünschenswert, wenn sich die da oben nicht nur die Rosinen herauspickten, sondern auch - temporär - das Übel erlebten, das sie mehrheitlich verursachen.

mozarttaler, 15.02. 09:17

vyi: Der Herr VK spendet sein Geld vom Papa-Monat zur Gänze!

mozarttaler, 15.02. 09:21

hätte fyi heissen solln

geier, 15.02. 13:09

mozart...hat er das schon? Wird er auch seinen Steuervorteil spenden? Und an wen? Irgendeine Liedgemeinschaft? Aber was auch immer: wir Steuerzahler zahlen voll!

Papamonat einfach nur lächerlich - nur 1 Monat

gb1204, 14.02. 22:48

sharyyy, 14.02. 16:58

Nichts

Bin ich froh...

hitverdächtig, 14.02. 11:46

...dass ich das mit dem Nachwuchs schon seit Jahren abgeschlossen habe.
Papamonat, einen größeren Schwachsinn gibts wohl nicht. Wundert mich dass die jetzige Regierung sowas aufgreift.
Für die meisten Männer in der Privatwirtschaft ist eine 1monatige Auszeit unmöglich. Und man bekommt ca. 700 €? What? Für Lehrer, Beamte mag dass ja möglich sein, für den Handwerker nicht.

iwasois, 14.02. 12:23

JA; Für die jetzige Regierung gelten andere Werte.
Wo die Unterstützung der Nichtstuer, in den Hintergrund tritt.

aucheiner, 14.02. 16:25

"Für die meisten Männer in der Privatwirtschaft ist eine 1monatige Auszeit unmöglich"

Und bei Frauen gehen 1-3 Jahre problemlos? Weil sie eh nur putzen oder wie? Bist wohl mit der Zeitmaschine aus den 50er Jahren grad angekommen oder kommst aus Afghanistan?

So einen Blödsinn hab ich selten gelesen. Wenn ich das als Unternehmer machen kann, dann wird man es bei einem Angestellten wohl verkraften. Als ob Mitarbeiter unersetzlich wären, sowas Lächerliches. Gibts in deiner Firma kein Ressourcen-Management?

justemilieu, 14.02. 18:53

@aucheiner Als jemand der einen tiefen Einblick in die Arbeitswelt hat, kann ich nur bestätigen, dass Männer, die eine Karenz nehmen noch mehr benachteiligt sind als Frauen.
Bei Frauen verlieren 20-30 % ihren Job nach der Karenz. Bei den Männern können sich nur Bedienstete im staatlichen Bereich sowie absolute Spezialisten eine längere Karenz leisten. Bei einem Mann ist die Chance, dass er nach der Karenz gekündigt wird, weit über 50 %. Das ist sogar im Musterland Schweden so. Dort nehmen auch überwiegend die Frauen den längeren Teil der Karenz.

iwasois, 14.02. 19:02

@juste; Der Meinung bin ich nicht, denn nicht jeder Mann arbeitet in einer Schlüsselposition, wo er unabkömmlich ist.
In einem Betrieb von 100 Männern, sind nur 10 schwer ersetzbar.
Aber ersetzbar ist und muss jeder sein, zumindest für 4 Wochen.
Es könnte ja eine banale Krankheit, für den Ausfall schuld sein. Oder man kommt endlich drauf, das der Oberwichtige überhaupt nicht Abgeht. ;o))))

justemilieu, 14.02. 19:10

@iwasois In einem kleinen Betrieb geht jeder Mann oder jede Frau ab und auch in größeren Betrieben muss man denjenigen für einige Zeit ersetzen. Bei Frauen rechnet man damit, auch wenn es viele Firmen es zu verhindern versuchen, aber bei einem Mann ist das für viele Firmen ein "nogo".

iwasois, 14.02. 21:02

Auch das stimmt nicht;
In einem Familienbetrieb mit nur 2-3 Arbeitern muss eben der Chef wieder Handanlegen, sich für die Zeit einen Ersatzmann suchen oder weniger Arbeit annehmen. (Leihpersonal)
Das Vatermonat kommt ja nicht von ungefähr, man bereitet sich mind. 7 Monate drauf vor.
Ich war seinerzeit in so einer "unabkömmlichen" Situation.
Der Chef hätte mehr arbeiten müssen und ich hätte eventuell auch von zu Hause einiges erledigen können.

Papamonat?

sevilla1, 13.02. 20:12

Ich finde dieses Wort ganz schrecklich! Ist so eine unangebrachte Verniedlichung! Warum nicht Vatermonat? Gibt es auch einen Mamamonat?

tiefflieger, 13.02. 20:49

Was „wir“ alles brauchen..".

alfredsinnegger, 13.02. 21:03

Stillen ist nicht nur für das Baby gesund.

https://www.n-tv.de/wissen/Stillen-senkt-Diabetesrisiko-der-Muetter-enorm-article20234075.html

Säuglinge sollten, unabängig von ihrem Allergie¬risiko, mindestens bis zum Beginn des fünften Monats ausschließlich ¬gestillt werden. Frühestens dann raten Experten zur Beikost¬einführung. Spätes¬tens zu Beginn des siebten Monats sollte ¬dies geschehen. "Beikost bedeutet aber nicht automatisch Abstillen. Beikost und Stillmahlzeiten ergänzen sich im Idealfall", sagt Prof. ¬¬Michael Abou-Dakn, Mitglied der Nationalen Stillkommission und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Joseph-Kranken¬haus Berlin.
Vom Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Babys sechs Monate ausschließlich Muttermilch trinken sollten, sind deutsche Kinder weit entfernt.
Stillkinder und deren Mütter im Schnitt gesünder

CRISPR / Cas9 - die Genschere,
leicht anwendbar, präzise, preiswert und einfach,
wird es vielleicht ermöglichen, dass auch Väter stillen,
die Knospen sind ja vorhanden.

valarmorghulis, 14.02. 08:21

Gerade das Stillen ist aber ein Argument pro Papamonat. Zu Beginn seines Lebens besitzt ein Neugeborenes einen Magen von der Größe einer Haselnuss. Dass es da alle halbe Stunde trinken möchte ist vollkommen normal. Das ist so bei Fläschchennahrung wie bei gestillten Babies. Beim Stillen kommen oft vor allem beim ersten Kind noch Probleme wie eine Entzündung der Brustwarzen und damit verbundene Schmerzen hinzu.

Eine Mutter mit Neugeborenem sollte es am Anfang deswegen möglich sein, ausschließlich für die Bedürfnisse des Babys da zu sein, die ersten paar Wochen. Alles andere kann und darf in dieser Zeit von jemand anderen übernommen werden. Früher sind dafür meistens ältere weibliche Verwandte eingesprungen, aber die müssen heute meistens selber arbeiten oder wohnen weit weg. Deswegen sollte es möglich sein, dass der Vater in dieser ersten Zeit das Haushaltmanagment übernimmt.

milou77m, 14.02. 10:50

@valarmorghulis

Fertigmilch hält schon länger satt. Wir sind nach ca 6 Wochen auf die 1er Milch umgestiegen und die Kleinen haben max. alle 3-4 Stunden getrunken und nachts durchgeschlafen (6-7 Std.).
Mein Mann war nicht in Karenz/Papamonat hat mich aber abends und am Wochenende unterstützt und auch mal ein Fläschchen gegeben. Die Nachtfütterung hab ich übernommen damit er am nächsten Tag ausgeschlafen ins Büro konnte.

valarmorghulis, 14.02. 13:32

Auch Pre Milch und 1er Milch sollte nach Bedarf gefüttert werden zu Beginn. 1er Milch enthält Stärke, dadurch ist sie sättigender das stimmt. Diese ist in Muttermilch nun Mal aber einfach nicht enthalten.
Der 3 Stunden Rythmus den sie probagieren, entspricht allerdings sicher nicht den Bedürfnissen eines Säuglings (außer Babies die von Beginn an einen solchen haben - soll es auch geben). Wenn ein Neugeborenes Hungerzeichen zeigt, sollte es gefüttert werden. Alles andere ist für mich Quälerei. Klar ist das anstrengend und erfordert einiges an Nerven. Und man benötigt eben auch Hilfe von außen am Anfang bevor sich ein Rythmus eingespielt hat; was üblicherweise 4 bis 8 Wochen nach der Geburt der Fall ist. Diese zu erhalten wird der Mutter in den meisten (nicht industrialisierten) Kulturen der Welt ermöglicht und war auch bis in die vorindustrielle Zeit bei uns Gang und Gäbe.

valarmorghulis, 14.02. 13:35

Und dass ihr Mann sie am Wochenende unterstützt ist toll, sollte aber eigentlich nichts besonderes sein!

milou77m, 14.02. 13:51

@valarmorghulis

Es gibt auch 1er Milch ohne Stärke.
Man kann Babies sehr wohl einen gewissen Rhythmus angewöhnen - genauso wie sie erst lernen müssen dass man in der Nacht schläft.
Natürlich soll ein Baby gefüttert werden wenn es Hunger hat, das heisst aber nicht dass man dabei nicht einen Rhythmus einhalten kann (anfangs alle 1-2 Stunden und dann verlängern).
Hilfe von Aussen braucht man nicht unbedingt - va nicht beim 1. Baby; wenn schon Kinder in der Familie sind ist eine Unterstützung natürlich toll, zB mal auf den Spielplatz gehen.
Da die Mutter 8 bzw. 12 Wochen in Mutterschutz ist hat sie auch ausreichend Zeit sich auf das Baby einzustellen.

valarmorghulis, 14.02. 20:19

Eine Mutter braucht in dieser Zeit sehr wohl Unterstützung. Zu früheren Zeiten arbeiteten die Frauen zwar oft bis zur Geburt auf dem Feld, das anschließende Wochenbett wurde aber immer genau eingehalten - 6 Wochen lang.
Auch heute wird empfohlen, dass die Mutter 10 Tage lang Bettruhe hält und weitere 2 Wochen längeres Stehen und schweres Heben vermeidet.
Bei einem Kaiserschnitt sollte dies sogar 6 Wochen vermieden werden.
Wenn sie gerne ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben, dann okay; andere Frauen wollen dies halt nicht und wollen die Unterstützung die ihnen auch zustehen sollte.

bösendorferflügel, 14.02. 22:38

@milou77m:
geh', sei' so nett und geh' ein wenig sparsamer mit dem "h" um. ist ja auch meist stumm....

milou77m, 15.02. 09:39

@bösendorferflügel

Welches stumme h meinen Sie denn?

@valarmorghulis

Ich hatte 2 primäre Sectios, Bettruhe hatte ich im Spital, 1 Tag, danach muss man wieder mobilisiert werden. Natürlich soll man nichts schweres heben.
Aber 10 Tage Bettruhe hätte ich nie ausgehalten. Gerade wenn man mehrere Kinder hat, kann man nicht einfach im Bett liegen. Das Baby wickelt sich auch nicht selbst.
Die Väter die helfen wollen und können (!) haben mit dem Familienzeitbonus die Möglichkeit dazu.

valarmorghulis, 15.02. 14:05

Aber der Papamonat entspricht doch dem Familienzeitbonus.
Das Problem daran: nur öffentlich Bedienstete haben einen Rechtsanspruch darauf; Leute in der Privatwirtschaft nicht.

Bei uns wurde es schon bei beiden Kindern mit einer fadenscheinigen Begründung abgelehnt und nein mein Mann arbeitet nicht in einem KMU sondern in einem großen Konzern und ist dort zwar Abteilungsleiter hat aber zwei absolut kompetente Stellvertreter.

Für Juni hätten wir es wieder gerne; mal schauen ob es diesmal "gewährt" wird.

Und äh jeder Mann KANN helfen; für Kinderpflege, -bespaßung und Haushalt brauchts nun Mal keinen PHD und sollte heutzutage einfach auch für Männer selbstverständlich sein; da scheiterts wohl eher am wollen.

Papamonat ist ein wichtiger Bestandteil zur Gleichstellung,

grasti589, 13.02. 19:51

Frau vs. Mann, am Arbeitsmarkt, bei einer Frau war's bis jetzt immer sicher, daß in Karenz geht, bekäme sie ein Baby.

tiefflieger, 13.02. 20:51

Wo ist Grenze zwischen Gleichstellung und „zwang“? Was kommt den als nächstes?

grasti589, 13.02. 21:49

@tiefflieger, scheiß Dich nicht an, flieg nicht zu tief, sonst haust Dir dei Nas'n an an Hundstrümmerl auf.

Mutter - Karenz .... Vater - Karenz Gesetzlich ermöglichen .

erlauchterkaiser, 13.02. 15:35

Nur zahlt hier die Familie finanziell drauf weil Vater mehr verdient in der Regel als die Mutter .

jimmyantipolis, 13.02. 15:55

Im Prinzip ist es die Entscheidung der Partner, wer in der karrenzzeit daheimbleibt.
Wenn man unbedingt einen "papamonat" (Rechtsanspruch auf einen Monat unbezahlten Urlaub waehrend der Mutterschutzzeit) will, von mir aus. Wenn nicht, ist's in den meisten Fällen auch kein Problem.

ibins, 13.02. 16:28

Soweit ich weiß, war der Papamonat vom Strache aber nicht unbezahlt.

jimmyantipolis, 13.02. 16:32

Willst jetzt echt den strache als Vorbild nehmen? Lol.

milou77m, 13.02. 16:58

@ibins

Abgeordnete können nicht auf ihren Bezug verzichten.
Im Paragraf 16 des Bezügebegrenzungsgesetzes ist explizit ein Verzichtsverbot enthalten.
Daher hat Strache das Geld (lt Medien) gespendet.

iwasois, 13.02. 19:52

Drum soll es einen Betrag von ca. 2500€ geben so das sich jeder PAPA leisten kann ein Monat frei zu nehmen.

milou77m, 14.02. 10:47

@iwasois

Netto 2.500,-- für jeden? Egal was er verdient? Und wer soll das bezahlen?

iwasois, 14.02. 12:21

Die Gesellschaft, zahlt es sowie so.
Außerdem, ein Mann der für seine Familie nicht wenigstens 2500€ aufstellen kann, sollte keine Kinder zeugen.

milou77m, 14.02. 13:54

@iwasois
Wieso zahlt es die Gesellschaft sowieso?
Das Gehalt erwirtschaftet normalerweise der Arbeitnehmer, dafür wird er ja bezahlt.
Ich verstehe nur nicht wieso man plötzlich allen Vätern 2500,-- für den Papamonat bezahlen soll.

die panik der wirtschaft vor einem papamonat versteh ich nicht

effenbeisser, 13.02. 15:31

denn ein guter teil wird alleine deshalb schon diese variante außen vorlassen, weil er als vermutl. alleinerzieher gar nicht in der lage ist, sich den verdienstentgang überhaupt leisten zu können. dabei spielt es gar keine rolle ob gut oder schlecht verdient wird, denn viele jungväter haben oft zuvor noch ein eigenheim hingestellt und den arsch voller schulden. da will die bank an jedem monatsanfang eine namhafte summe als rate verbuchen können.
und andererseits ist auch die panik mancher unternehmer völlig unverständlich. denn wenn ich auf mitarbeiter stehe, die sich bis in die letzte faser mit dem unternehmen identifizieren, dann sollte man auch umgekehrt das verständnis aufbringen, dass man nicht so oft vater werden wird im leben, als das dieses monat groß zu buche stehen wird?! gerade in dieser zeit könnte auch der unternehmer seinem mitarbeiter auf eine persönliche art und weise zeigen, dass er ein wertvoller bestandteil des unternehmens ist!! das ist jedenfalls tausendmal mehr wert, als irgendeine larifari-ansprache an die belegschaft vor weihnachten und dem jahreswechsel!

jimmyantipolis, 13.02. 15:56

Effenbeisser
Nun ja, es gibt allerdings schon Forderungen, Väter zum papamonat zwangszuverpflichten.

effenbeisser, 13.02. 16:06

jimmy - das halte ich ehrlich gesagt für realitätsfremd, weil es sollte doch auch noch der akteur mitreden dürfen, um den es in diesem fall geht.

schachmeister, 13.02. 16:07

Die Argumentation mit dem Verdienstentgang sehe ich anders.
Wenn ich finanziell so beieinander bin, dass ich es mir nicht mal leisten kann, 1 Monat lang weniger zu verdienen, sollte ich mir das mit der Familienplanung auch überlegen.
Da können in täglichen Leben einer Familie ganz andere Kosten anfallen als ein Monatsgehalt.

Jedenfalls verstehe ich die Aufregung nicht. Eine Frau ist neun Monate schwanger, man hat in etwa so lange Zeit gemeinsam mit dem Arbeitgeber eine freie Zeit zu planen. Warum soll man sich nicht 3-4 Wochen Urlaub nehmen? Wenn man schon mit der Werte-Argumentation anfängt, kann man das genau so gut auch auf den Vater umlegen, dem die Geburt seines Kindes der Urlaub auf jedem Fall wert sein sollte.

jimmyantipolis, 13.02. 16:10

Effenbeisser
Was realitaetsfremd ist, ist der Ideologie voellig egal. Aber lies mal die Postings hier durch, dann wirst genug derartige Forderungen finden.

jimmyantipolis, 13.02. 16:13

Nun, meine Ansicht ist, dass zwei Wochen rund um den geburtstermin ausreichend waeren, um die Problematik zu beheben, die um diese Zeit tatsächlich familiär vorhanden sein kann (Frau im Krankenhaus, bereits vorhandene Kinder muessen betreut werden etc).

effenbeisser, 13.02. 16:26

schachmeister - ich gebe dir zwar total recht, aber fakt ist eben auch, dass viele familien sehr wohl mit dem geld kämpfen. das ist sicher von fall zu fall verschieden....
was bei dem gut verdienenden familienvater keine rolle spielt, der ein schuldenfreies eigenheim oder sonst irgendwie günstig zur miete wohnen kann, ist bei vielen anderen die jeden cent umdrehen, sehr wohl ein thema.
wobei ich auch durchaus kritisiere, welchen bau- und größenwahn da manche beim errichten des eigenheimes unterliegen. neuer spitzenwert seit letzter woche: eigenheim errichtet um über 800.000€ und dabei 600.000€ auf kredit!! da kann man nur noch den kopf schütteln....kommt natürlich aber auch drauf an, wieviel man pro monat zurückzahlen kann?! wenn das 5000€ oder mehr sind, ist auch diese summe durchaus stemmbar!!

jimmyantipolis, 13.02. 16:29

eigenheim errichtet um über 800.000€ und dabei 600.000€ auf kredit!!

Nun. Ein bissl groessere Wohnungen kosten bei uns schon um die 600000. Und als Wertanlage fuer gutverdiener kann sich das schon rechnen, wenn man nur 2 Prozent Zinsen bei weit hoeheren jährlichen Preissteigerungen hat.

schachmeister, 13.02. 17:08

Die Summe sagt rein garnichts aus. Es kommt auf den Job, die Rate, den Zinssatz, die Wertsteigerung des Objekts.... an.

Ein Häuslbauer mit 100000 Schulden und einem unsicheren Arbeitsverhältnis ist sicher näher an der Insolvenz als ein Unternehmer oder gut verdienender Angestellter.

grasti589, 13.02. 19:53

@effenbeißer, Panik? Das Jammern ist die Sprache der Kaufleut! Vergess'n?

iwasois, 14.02. 12:30

Wer Rechnen kann und die heutigen niederen Kreditzinsen berücksichtigt, wird sich bei den zur Zeit hohen Mietzinsen, immer für einen EFH Kauf entscheiden. So er wenigstens gesund ist und einen gefragten gutzahlenden Beruf hat.
Da ja auch heute meist die Groß- und Eltern auch was zuzahlen.

iwasois, 14.02. 12:31

RICHTIG @schach; Schachspielen muss gelernt sein. ;o)))

iwasois, 14.02. 12:35

Unser Anwesen, das wir vor 27Jahren um 380.000AS erworben haben, ist heute mit all den Renovierungen und Sanierungen die ein Haus aus 1958 braucht, nicht unter 450.000€ zu haben.

Ich musste schon Ende der Siebziger Jahre ohne Papamonat u. Gleichberechtigung

erlauchterkaiser, 13.02. 15:05

den Kindern die Windel wechseln und so weiter da wir beide arbeiten mussten .
Mutter konnte es sichtlich besser aber wir konnten es für den Lebensaufbau nicht aussuchen .
Fast 40 Jahre später erfindet der Hr. Strache mit seinem Freund das alles neu !
Er als Bestverdiener braucht gar kein Papamonat !
Gaudium da er meist in der Öffentlichkeit sich zeigte zu Zeiten wo man Naturgemäß beim Kind zu sein hat .

effenbeisser, 13.02. 15:18

ich will jetzt nicht strache verteidigen, aber das wichtigste ist doch, dass es immer mehr väter gibt, die sich auch ums kind kümmern wollen. zu welchen zeiten und ob geld vorhanden oder nicht, kann jedem egal sein.
noch dazu finde ich es positiv, dass er als vorbild der einfachen schicht auch eine vaterrolle vorlebt, die bis dato in diesen unteren sozialen schichten vollkommen uninteressant oder gar verpönnt war. und das finde ich eigentlich sehr gut...
noch zu mundls zeiten hieß es "gschropm - san weiba-soch!"...und das ganze ist jetzt gerade mal 40 jahre her...

erlauchterkaiser, 13.02. 15:33

Natürlich ist das positiv ....nur wie er das vorbringt ist es irgendwie Gurkenwasser .
Und vor allem sollte es die Weibliche ( Politik ) Seite ( Mütter usw. ) sein die darauf pocht .

jimmyantipolis, 13.02. 16:01

Und vor allem sollte es die Weibliche ( Politik ) Seite ( Mütter usw. ) sein die darauf pocht .

Nun, wenn die weibliche Seite darauf pocht und die männliche will nicht daheimbleiben, gibt's sowieso ein ernsthaftes Partnerschaftsproblem. Da wuerde es nichts nuetzen, wenn Frau das gesetzliche recht haette, den Mann zwangszuverpflichten.

effenbeisser, 13.02. 16:11

richtig jimmy - von dem mal ganz abgesehen, halte ich es für extrem unvernünftig jemanden zum kinderhüten zwangsverpflichten zu wollen. denn da geht es um etwas ganz wichtiges und da soll jeder der beiden die aufgabe mit vollem herzen wahrnehmen. ansonsten schüttelt dann wieder einer sein kind zu einem geistigen "krüppel"....was wir ja alle nicht wollen!
und wenn eine frau darauf pocht, dass der mann zuhause bleibt, kann die auch nicht sonderlich viel am kasten haben. denn jede halbwegs intelligente frau klärt solche haltungen schon vorher mit dem partner ab...bzw. zeigt sich eh schon vorab, ob er dazu neigt, sich vor allen pflichten zu drücken oder ob er wirklich partnerschaftlich agiert! der stammtischsitzer und hallodri wird selten ein vorzeigevater werden und den dann zu einem monat zu verdonnern - also ehrlich, da tut mir dann das baby leid! erziehungsmaßnahmen ja gerne - aber nicht auf kosten eines neugeborenen!

milou77m, 13.02. 17:01

@effenbeisser

Nur weil der Vater daheim ist heisst es noch lange nicht dass er sich um das Baby/die Frau kümmert.

Genauso wie ein erwerbstätiger Vater, ddr die Familie ernährt,sich auch mal um das Kind kümmern kann; halt abends, am Wochenende.

Wirtschaft

martell, 13.02. 13:27

Gerade aus Sicht der Wirtschaft sehe ich da wenig wirkliche Probleme... eher im Gegenteil.

Das wichtigste für jedes Unternehmen, für jedes Startup etc... ist es, dass die Mitarbeiter in der Zeit in der sie da sind... top motiviert und effizient arbeiten - aber vor allem loyal zum Unternehmen sind.

Wenn jemand Vater wird und sagen wir dafür ein halbes oder ein ganzes Monat zu Hause bleibt... dann sind das Erfahrungen und Momente für die er sein Leben lang dankbar sein wird.

Ein Unternehmen, dass seinen Mitarbeitern vermittelt ihnen solche Momente verwehren zu wollen... ist ein Unternehmen in dem keiner wirklich dauerhaft arbeiten und glücklich sein wird....

milou77m, 13.02. 14:52

Das würde ich so pauschal nicht sagen.
Nicht jeder Mann will den Papamonat nützen.
Und auch nicht jede Mutter will dass der Vater daheim ist und sich eine gemütliche Auszeit auf der Couch gönnt.

reservebuddha, 13.02. 15:18

"Nicht jeder Mann will den Papamonat nützen."

Braucht er ja nicht. Ist freiwillig.

milou77m, 13.02. 15:20

Dann wird der Arbeitgeber aber die Mitarbeiter bevorzugen die eben nicht in den "Papamonat"/in Karenz gehen.

reservebuddha, 13.02. 15:21

Weiß er ja vorher nicht. ;-)

effenbeisser, 13.02. 15:21

milou - interessant was du über uns männer alles glaubst zu wissen?! hast du noch mehr vorurteile über uns männer auf lager?? übrigens - ist im umkehrschluss die aussage gültig, dass sich die mutter (offenbar ganz im gegensatz zum faulen vater) den a.... aufreisst?? komm probier es nochmal....

effenbeisser, 13.02. 15:23

milou 15:20 - das wird der arbeitgeber aber nur bei jobs so halten, wo es um gar nichts geht (z.b. absolute hilfsjobs). ansonsten - wenn er gscheit ist, sucht er sich lieber fähige leute aus, als sich vor einem papamonat zu fürchten. denn ein fähiger guter mitarbeiter ist um das x-fache wertvoller, als ihm der papamonat je kosten könnte...

Der bezahlte Papamonat muss kommen.

blumenstrauß, 13.02. 13:03

Strache war ganz begeistert, er hat dieses Monat getestet und will auch den Karfreitag frei und bezahlt haben.
Man sieht, Gesetze bringt man leichter durch wenn die Politiker am meisten davon haben.

erlauchterkaiser, 13.02. 15:29

Dieses Argument könnte man viel Realistischer beschreiben !
Politische Fangerei sonst gar nichts.
Könnte ohne Papamonattitelieung bereits real Gesetz sein .

was hinter den arbeitsthemen wie bei diesem sehr oft steht...

effenbeisser, 13.02. 07:43

ist doch in wahrheit die frage, welcher chef möchte ich sein? ich habe hier schon unternehmer gelesen die sinngemäß der auffassung sind "wenn der nicht spurt, kann er gleich gehen!". klar gehts ums grundsätzliche, ist das auch vollkommen ok - in allen anderen fällen verhalten sich so, nur moderne sklaventreiber?!
wenn ich aber als chef meinen mitarbeiter nicht nur als funktionierende einheit sehe, dann ist auch klar, dass der mitarbeiter auch private interessen hat - wie z.b. eben die familienplanung. auch kann sich der mitarbeiter mal in seiner freizeit beim sport verletzen und länger ausfallen.
d.h. man wird sich so und so überlegen müssen, was mache ich, wenn der mitarbeiter längere zeit ausfällt. und da kommt halt auch ganz stark zu tragen, welch unternehmerisches konzept ich habe, solche engpässe gut zu überwinden.
und da gibts halt solche die sich in einem markt mit unglaublich viel konkurrenz bewegen und wo sie nur im bestmöglichen fall wirtschaftlich überleben können. und dann gibt es solche, die ein produkt oder eine dienstleistung anbieten können, wo man halt mehr wirtschaftlichen spielraum hat. und wenn eine durchaus mögliche situation schon dazu führen kann, dass ein unternehmen zusperrt, weil ein mitarbeiter mal einen monat nicht da ist, dann hat dieses glaube ich ganz andere probleme...

Papamonat super Sache

wieselburger, 13.02. 06:14

Der Familenzeitbonus (Papamonat) ist eine tolle Sache welch ich selbst in Anspruch genommen habe. Diese Zeit werd ich niemals missen.
Einziges neg. ist das sich der Arbeitnehmer es selbst finanzieren muss d.h. ich habe 1/12 weniger Urlaubsgeld,1/12 weniger Weihnachtsgeld sowie auch für das Monat aliquot weniger Urlaubstage bekommen!
Viele wissen das hier leider nicht und deswegen könnte ich in den Betrieb wo ich beschäftigt bin relativ einfach gehen weil´s der Firma nichts kostet... macht in Summe ca. schon knapp die 700€ aus!
Bzgl. den Thema dann fehlt der Mitarbeiter weil im Papamonat kann ich nur sagen wenn er sich den Fuss bricht ist er auch gleich ein paar Wochen nicht in der Firma sowie es hat ein jeder Mitarbeiter ja Anspruch auf 25 Tage Urlaub!
Bitte liebe Nörgler hier im Forum--> seit ihr alle Firmenchefs oder einfach es den Vätern nur neidig weil es vielleicht bei euch damals es noch nicht gegeben hat?