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 Ein Fahrverbotsschild in Bad Mitterndorf.

Schneechaos: Wie gut funktioniert das Krisenmanagement?

Teile Österreichs scheinen im Schnee zu versinken. Die Lawinengefahr ist sehr groß, und Hunderte Helfer sind im Einsatz. Inwieweit können sich Privatpersonen auf das Schneechaos einstellen? Wie begegnet man den Gefahren in den Bergen am besten? Wer leidet besonders unter Schnee, Eis und Kälte? Wie gut funktioniert das Krisenmanagement?

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1479 Beiträge

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Forum

Das Wetter scheint ideal zu sein ...

wald4, 18.01. 11:29

...für Kitzbühel zum Beispiel, kommende Woche Temperaturen ein wenig unter Null und genug Schnee, was willst mehr im Winter.

Antworten

manz, 18.01. 13:12

Ich will mehr: einen Winter, wo die Temperaturen nicht innerhalb weniger Tage um 10 Grad hin und her hüpfen, was die Lawinengefahr erhöht.

bergler, 18.01. 17:17

>manz
dann bist falsch informiert, die Lawinengefahr wurde jetzt mit einigen Sonnentage stark gemindert. Nur in höheren West bis Nordhänge gibt es noch eine höhere Lawinengefahr. In allen anderen Hanglagen wurde die Schneeoberfläche etwas angeschmolzen. Sowas nennt man dann Bruchharsch, zum Skifahren nicht ganz einfach, aber flachere Hänge können auch nicht abrutschen. Würde es über 10 Grad warm werden, dann wird es um die Mittagszeit wieder gefährlicher.

manz, 18.01. 18:51

Dass Temperaturunterschiede beim Schneien die Lawinengefahar mindern, trifft nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen zu. Meist erhöhen sie die Gefahr, denn es bildet sich eine dünne, störanfällige Schwachschicht, die heimtückisch ist, weil sie gleich nach den Schneefällen noch nicht vorhanden ist und sich erst später bildet.

xx1xx, 18.01. 20:14

Einer unabhängigen Beurteilung der Lawinengefahr auf der Streif steht der Kommerz entgegen. Wie wir gehört haben, starten Läufer nur wegen des Geldes. Daher besteht die Gefahr, dass an Stellen gefahren wird, die sonst gesperrt wären. Zuseher, Prominente, Stars und Mega-Stars allen voran auch Karlheinz, wãren gefährdet, wenn eine Lawine abgeht und sich bis in den Ort hinein ausbreitet, so wie in der Ramsau. Heuer ist alles anders, Erfahrungswerte aus den letzten hundert Jahren kōnnen nicht herangezogen werden. Es müssen die besten Experten Entscheidungen treffen.

miraculix11, 18.01. 21:24

xx1xx selten so gelacht

xx1xx, 19.01. 07:05

Wahrscheinlich haben sie nicht einmal genug Bergretter mit Sonden dabei, wenn vor laufender Kamera ein Downhill-Fahrer verschüttet wird.

Warum Chaos

franzjosef1957, 18.01. 08:24

Wo bitte gibt es ein Schneechaos?
In Wien vielleicht, wenn es 5 Zentimeter schneit.
Aber Medien müssen gleich ein Chaos auspacken um gehört und gelesen zu werden.
Wenn Straßen zur Sicherheit gesperrt werden geht man gelassen damit um.
Ich bin in Tirol zum Schifahren.
Die schönsten Pisten zum Genießen.
Das Chaos habe ich nur in den Medien gesehen

Antworten

chromjuwel, 18.01. 09:37

Das Chaos entsteht zum allergrössten Teil durch verantwortungslose Menschen, die sich (leider
vielfach aus voller Überzeugung) weder an
Anweisungen, noch an Regeln halten.

manz, 18.01. 13:14

@franzjosef1957: Dieses billige und falsche Wien-Klischee ist mittlerweile schon ziemlich ausgelutscht.

kuota, 18.01. 16:11

nicht wirklich manz, die haben schon Probleme bei Regen!

manz, 18.01. 18:54

Gibt's in Wien zu wenig Regenschirme?

Wird jetzt eigentlich in Seefeld der Kunstschnee

molsheim, 17.01. 13:54

zur Bestimmung der Schneehöhe zum natürlichen Schneefall dazugezählt? Also 283 cm waren es schon, vielleicht schaffen sie dann die 300 cm Marke. Dummheit lässt sich allerdings in cm nicht messen!

Antworten

mviertler, 17.01. 14:56

Um bei der Gelegenheit ins Buch "Guinness World Records" zu kommen, könnte man ja Kunstschnee auf die Hausdächer schneien.
(Wenn schon, denn schon).

chromjuwel, 17.01. 16:25

Gibt es schon.

xx1xx, 17.01. 17:50

Nahezu jeder Ort hat 2019 einen Schneerekord verzeichnet und freut sich schon auf seine Eintragung ins Buch der Rekorde. Ob da jatzt mit Schneekanonen vereinzelt nachgeholfen wurde ist irrelevant.

xcountry, 18.01. 14:22

sie sind wirklich nicht zu retten. Wie vertrottelt kann man sein, noch zusätzlich Energie für nichs und wieder nichts zu verschleudern. Der homo sapiens, in diesem Fall Organisator Martin Tauber ist nicht mehr zu retten. Und in den nächsten WIntern jammern sie wieder, dass es immer wärmer wird.

In Österreich funktionieren

ehegal, 17.01. 11:03

alle Krisenmanagements perfekt. Zusatz: Solange es keine Krisen gibt!

Antworten

redbullsbg1, 17.01. 17:04

ehegal, ich hoffe für dich das du nie in eine Situation kommst wo du die Freiwilligen, Bundesheer usw. benötigst. Ich bednake mich bei allen Freiwilligen Helfern die unermüdlich Arbeiten was geht. VIELEN DANK...Wenn man nicht betroffen ist kann man leicht schreiben gell.

Seefeld hat auch einen neuen Schneerekord,

molsheim, 17.01. 08:49

aber so geht es auch:
Obwohl in Seefeld fast schon zu viel Schnee liegt, wird für die nordische Ski-WM für einige Kurven im WM-Stadion trotzdem auch noch zusätzlich Kunstschnee produzieren werden müssen, sagt Martin Tauber. Der Naturschnee sei zwar in ausreichender Menge da, doch bis dieser nach dem Transport mit dem Lkw auf dem Platz sei, wo er liegen solle, sei er nicht mehr weiß sondern braun. Daher sei es einfacher die Schneekanone einzuschalten, erklärt Tauber.

Antworten

xx1xx, 17.01. 08:59

Saubere LKWs verwenden!

bergler, 17.01. 09:24

Das ist nun ein echter Schildbürgerstreich, bei so viel Naturschnee noch die künstliche Beschneiung einschalten. Ist das Narrenhaus in Hall auch schon überbelegt?

bananarama, 17.01. 12:39

Typisch Tourismusindustrie. Es müssten da echt teilweise mehr Verbote her...

Woche geprägt von Kälte und Sonne

butterfliagn, 16.01. 16:17

(..) In den nächsten Tagen werden unterdessen nur noch geringe Neuschneemengen erwartet. Mittwoch und Donnerstag wird den Prognosen zufolge vielmehr größtenteils sonniges und mildes Wetter erwartet. Gegen Ende der Woche wird es zunehmend kälter, die Temperaturen schaffen am Freitag laut ORF-Wetterredaktion maximal minus vier bis plus vier Grad. Das Wochenende bringt eine weitere Abkühlung, die Temperaturen erreichen höchstens plus drei Grad. (..)
Quelle: orf.at
------------------------------
Wemma sich sowas durchliest, steigen einem die Grausbirnen in lichte Höhen, bzw. do hauts da den Vogel aussa......
'bis zu vier Grad (Anm. 'plus')...... 'und eine weitere Abkühlung'.....'höchstens plus drei Grad'.

Es ist Hochwinter und die Temperaturen sollten - wie üblich - tagsüber im ein- bis zweistelligen (selten) Minusbereich liegen, und ned eine 'Abkühlung' herbeischreiben, die sich um EINEN EINZIGEN Grad dreht. *facepalm*

A besondere Wuchtl der Wetterredaktion.....

Antworten

chromjuwel, 16.01. 16:34

I tatat sagen, von 9 auf 4 Grad (Plus!) is eher eine
Abkühlung, als Erwärmumg.

xx1xx, 16.01. 16:55

Wenn die Natur schon für eine Sensation sorgt, dann muss der Reporter auch ein Star sein.

Ewiger Rekord

macanudo, 16.01. 09:42

7 Meter 20 cm, im Winter 1951/52 am Dobratsch.

Antworten

thelastsamurai, 16.01. 10:02

Nicht ganz richtig

11,90 Meter - das ist die höchste jemals in Österreich gemessene Schneehöhe. Erreicht wurde dieser Rekordwert allerdings auf über 3.000 Metern Seehöhe - am 9. Mai 1944 am Sonnblick in Salzburg. Das geht aus Statistiken der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hervor.

xx1xx, 16.01. 10:44

Der nun übertroffen werden wird.

bergler, 16.01. 12:35

Auf solche Schneemessungen halte ich nicht viel auf windigen Bergen, dort könnte die Windverfrachtung auch eine Rolle gespielt haben.

xx1xx, 16.01. 12:41

Im Tal dagegen können sie die Schneekanonen anwerfen um den Rekord zu brechen. Daher misst man besser weiter oben.

bergler, 16.01. 15:14

Wenns überall schneit, dann kommt in den Staulagen am meisten Schnee herunter. Ein Berggipfel ist niemals eine Staulage, darum sind die oberen Berichte gelogen und als unsinnige Nachrede zu betrachten, so schauts aus!

zwergnase01, 16.01. 16:20

Der Winter 1944/1945 war auch ein Rekordwinter.
Zuerst hat es bei unserem Haus einen Teil des Daches eingedrückt, dann wurde ich von einer Dachlawine verschüttet (ich habe an einem Sonnigen Tag vor dem Haus gespielt, mit einer Gugelhupfform aus Schnee Kuchen gebacken), als man mich freigeschaufelt hat, habe ich nur mehr einen Strumpf angehabt (Buben haben damals auch im Winter kurze Hosen und selbsgestrickte Wollstrümpfe getragen), ich bin weinend und barfuß über den Schnee und Eisplatten ins Haus gelaufen.
Schüler die in unserem großen Haus im Rahmen der Kinderlandverschickung (KLV) untergebracht waren haben dann das Hausdach abgeschaufelt (der Vater hats nicht tun können, der war im Krieg).
So habe ich einen schlimmen Winter in den Bergen in Erinnerung.

Rekordschneelagen...

matschgerant, 16.01. 06:49

...aber kein Rekordchaos. Also so schlecht läuft es nicht. Sind wir froh, dass bei uns dem Grunde nach unbewältigbare Naturkatastrophen fast ausgeschlossen sind. Das Glück haben nicht alle auf der Welt, vor allem in Verbindung mit vielen positiven Aspekten so eines stattfindenden Winters. Ich freue mich schon fast kindlich aufs WE und werde meine Leute im Schneeloch besuchen, wenn es ist noch etwas schaufeln helfen. Die Winterwanderung wird auch phantastisch sein.

Antworten

wald4, 16.01. 07:00

Endlich einmal Naturschnee, sonst würde eh auf Teufel komm raus beschneit.

butterfliagn, 16.01. 07:12

Kein Mensch kann in die Zukunft blicken - auch Prognosen sind nur eine 50:50 Annahme. Tatsache ist, dass - aus welchen klimatischen Gründen auch immer - die Wetterextreme sowie deren zeitliche Abfolge und Intensität im Zunehmen sind. Das heißt, dass der jetzigen Rekordschneemenge durchaus neue Rekorde folgen können. Genau so ist es mit dem Regenfällen, Hitze, Trockenheit, Stürme und Überschwemmungen, wo wir alle (auch die Experten) überfordert sein werden.

Dass wir erst am Beginn dieser Extreme stehen, muss auch jedem klar sein, da solche Ereignisse zeitversetzt in Bewegung geraten - sprich, die 'Sünden' der Vergangenheit (Jahrzehnte, Jahrhunderte?) zeigen ihre Auswirkungen in der Zukunft, die wir in der Gegenwart spüren.

Die Bewohnbarkeit des Planeten Erde wird für den Menschen (und auch für Tiere) immer unerträglicher.......

bergler, 16.01. 09:13

>butterfliagn,
für diese Generation und weitere mindest 1.000 Jahre werden alle verschiedenen Wetterlagen noch möglich sein. Dieser Winter hat sehr schneereich begonnen und wird auch noch länger so anhalten. Ein Blick hinaus zu unserer Wetterküche zum Atlantik kann das bestätigen. Verändern können wir Menschen wenig, nur gegen die Trockenheit im Sommer könnte mehr mit Beregnungs Anlagen nachgeholfen werden.

chromjuwel, 16.01. 09:19

Jo genau, es gibt eh noch viel zu wenig Erdfälle.

bergler, 16.01. 09:39

>chrom,
das mit den Erdfällen solltest etwas genauer erklären.
Wir sollten uns allen bewusst sein, wir leben immer noch in der Nacheiszeit. Von Alaska über Grönland bis hinüber nach Sibirien gibt es immer noch ergiebige Kaltluftspeicher.
Auch kühle Sommer können noch viele kommen.
Klima Forscher werden mit Berechnungsfehler auch nicht verschont. Ein Treibhausklima kann auch umgekehrte Nachwirkungen haben!

chromjuwel, 16.01. 09:44

Erdfälle sind plötzlich auftretende Einbrüche des Bodens, oftmals auf Grund von Grundwasserentzug.

bergler, 16.01. 10:20

>chrom,
damit kannst sogar recht haben. Dort wo felsiger Boden ist gibt es auch kein Grundwasser. Anders ist es aber, wo sandiger oder lehmiger Boden ist, dort könnte auch viel Grundwasser drinnen sein. Beim künstlich beregnen sickert aber wieder viel Wasser durch.
Nachdem wir in Österreich die Abwässer gut mit den biologischen Kläranlagen säubern, so könnte ich mir vorstellen, dass sogar die Donau fast Trinkwasser Qualität hat. Das lässt sich überprüfen.
In Südtirol im Vitschgau sind schon viele Obst Beregnungsanlagen jahrhunderte lang im Betrieb. Das Wasser wird dort aus dem Schnalstalbach entnommen, ist sicher auch sauber.

chromjuwel, 16.01. 13:55

@be
Leider nicht richtig. Besonders Kalkstein wird oft über
Jahrtausende ausgeschwemmt und dann später vom
Grundwasser getragen. Wird das abgepumpt (zb für
Bewässerungsanlagen), kann oft das durchlöcherte
Kalkgestein die erhöhten Lasten (Gebäude, Strassen)
nicht mehr tragen.

wally54, 16.01. 18:48

Was für ein haarsträubender Blödsinn.

wally54, 16.01. 18:53

Zuerst wird der Kalkstein ausgespült und dann vom Grundwasser getragen. Lol.
Was rauchen Sie????

wally54, 16.01. 18:55

Die größten Probleme mit Wasserversorgung bei längerer Trockenkeit gibts in den Kalkalpen.

wally54, 16.01. 19:42

Ach ja, die Ursache von Erdfällen ist im übrigen nicht das Abpumpen von Grundwasser. Bitte immer gut recherchieren vor dem posten. Danke.

chromjuwel, 17.01. 09:15

@wa
"Zuerst wird der Kalkstein ausgespült und dann vom Grundwasser getragen."
Soweit richtig erkannt. Wenn du es noch genauer wissen möchtest, beschäftigst dich einfach mit der Thematik oder fragst einfach.

wally54, 17.01. 17:21

Also ich versuche es noch einmal.
Voraussetzung für ein plötzliches Absacken der Erdoberfläche ist die Bildung von Hohlräumen im Untergrund. In Regionen, in denen das oberflächennahe Gestein aus verhältnismäßig leicht löslichen Materialien wie Kalkstein, Gips oder Salzgestein besteht, können diese durch sogenannte Subrosion entstehen.

Die Gesteine werden dabei von Sicker- oder Grundwasser ausgelaugt und weggespült. Zurück bleiben unterirdische Karsthöhlen, die, wenn sie nahe an der Oberfläche liegen, die über ihnen verbliebenen Gesteinsschichten zum Einsturz bringen können. Geologen bezeichnen die daraus resultierenden Krater als Erdfälle, umgangssprachlich werden sie manchmal auch Senklöcher genannt.
Neben Erdfällen mit natürlicher Ursache treten auf der ganzen Welt auch Absenkungen der Erdoberfläche durch menschliche Aktivitäten auf. So können unentdeckt bleibende Brüche in Wasser- oder Abwasserleitungen den Untergrund so stark auswaschen, dass es an der Oberfläche zu Absenkungen kommt.
Ein wesentlich häufigerer Auslöser ist allerdings der Bergbau – immer wieder stürzen alte, nicht ausreichend abgestützte oder verfüllte Stollen und Schächte ein.
Das Grundwasser laugt aus. Stützen tut es nicht. Denn Karstgestein ist porös wie Schweizer Käse.
Ich hoffe ich konnte ihnen dienen.

chromjuwel, 17.01. 23:53

Da ich der Ingenieur bin und du Wiki Leser, wirst du eher wenig beitragen können. Tipp: Einsturz des National Corvette Museums in den USA studieren.

chromjuwel, 18.01. 00:01

"Das Grundwasser laugt aus. Stützen tut es nicht."
Du wirst verzeihen, das ich auf derartigen Unfug nicht näher eingehe. Man sollte schon zumindest mit Grundwissen bei einer Expertendiskussion antanzen.

wally54, 18.01. 06:14

Da ich der Therapeut bin stelle ich fest, dass es für sie wichtig ist, immer das letzte Wort zu haben. Woran das liegt weiß ich nicht. Aber ich wünsche ihnen alles Gute.

chromjuwel, 18.01. 09:35

Vielen Dank. Ebenfalls.

Eine Tourismusbetriebssteuer

xx1xx, 15.01. 23:45

oberhalb des Höchststeuersatzes nur für den Fall, dass ein Betrieb (die Gegend, Kommune) Nutznießer von öffentlich bezahlten Rettungsmaßnahmen, Lawinensprengungen, Versorgungsflügen udgl. mehr geworden ist, schafft einen Fairness-Ausgleich für alle anderen Betriebe, die nicht so viele Touristen haben und ihren Gewinn auch nicht von öffentlicher Hand querfinanzieren lassen. Gewinne privatisieren, Verluste durch die Öffentlichkeit bezahlen lassen, schafft betriebsfeindliche Rahmenbedingungen im Tourismus-Zweig. Sie trifft auch nur jene Betriebe, die über den Höchststeuersatz hinaus verdienen.

Antworten

manz, 16.01. 01:47

Halten sich denn in den lawinengefährdenden Regionen Österreichs nur Touristen auf? Sollen etwa auch die dort ansässigen Westösterreicher mehr Steuern für Rettungsmaßnahmen, Lawinensprengungen und Versorgungsflüge zahlen, quasi als Strafe dafür, dass sie in den Alpen wohnen, und die Donauanrainer für die Hochwasserschutzbauten?

xx1xx, 16.01. 02:05

Nur wenn sie über dem Höchststeuersatz liegen.

xx1xx, 16.01. 02:11

Und im Tourismus ihr Geld verdienen.

manz, 16.01. 04:02

Zum Beispiel alle, die in Wien ihre Wohnung über AirBnB an Touristen vermieten.

Die Natur ist Schuld

molsheim, 15.01. 20:30

Wie sagte der steirische Landesrat Seitinger laut ORF:
Die Natur wird immer brutaler.
Auch Politiker sollten denken, bevor sie den Mund aufmachen.

Antworten

ochsensepp, 15.01. 20:51

Das Leben war und ist immer lebensgefährlich (Copyright:Erich Kästner). Naturgewalten nehmen zwar mit dem Klimawandel auch objektiv zu, aber im Quadrat der tatsächlichen Entfernung davon weit überproportional. Der Katastrophengrusel verbreitet sich ja auch beinahe in Echtzeit in jeder warmen Stube. Mitgefühl spielt dabei kaum mehr eine Rolle.

fortis, 15.01. 21:14

siehe unten - und die Wahrheit ist, die werken alle bis zum Umfallen und wie ich schon geschrieben hab, das brutale ist die Natur lautet die Antwort - wie deppert ist das alles!!

rebekka7, 15.01. 21:43

@molsheim

Gut, dass der Herr Landesrat Seitlinger seine Meinung kundgetan und verraten hat in seiner Tollheit. Denn genauso schaut auch von Leuten wie er, die generelle Gesinnung zum Umweltschutz und Klimaänderung aus.

rebekka7, 15.01. 21:44

... Alle leben unter uns, aber viele davon außerhalb !

xx1xx, 16.01. 00:19

Sofort die Schuld vom Bürgermeister/Sicherheitsverantwortlichen zu weisen, nachdem klar geworden war, dass eine Lawine auf einem Skilift mitten im Ort erwartet wurde, aber nur der Skilift gesperrt wurde, nicht aber der Ort evakuiert war, wobei mindestens 60 Menschen nur durch Zufall dem Tod entgingen, was den Verdacht auf fahrlässige Gemeingefährdung eröffnet und den Ort Ramsau am Dachstein von nun an zu einem permanenten Sicherheitsrisiko für Touristen macht, ist der klare Reflex eines Landesrats, Politikers, der weiß, dass hier verteidigt, interveniert, werden muss, weil die Staatsanwaltschaft zuständig ist und er davon ausgehen muss, dass diese auch Anklage erheben wird.
Es muss also rasch ein Schuldiger gefunden werden. Der eigene Kontrollverlust macht dabei "die Natur" aus, früher einmal sagte man dazu "Schicksal". Das wäre unverfänglich und in alter bäuerlicher Tradition der Opferrolle um permanente Förderungen und Hilfszahlungen sicherzustellen.

wald4, 16.01. 06:55

Die Natur kann nie Schuld sein, eher durch das eingreifen des Menschen in die Natur zum Beispiel durch Errichtung von Schipisten und Schiliften das erfordert daß Abholzen von Wäldern.
Das hat natürlich weitreichende Folgen.
Aber das darf ein Bürgermeister wahrscheinlich nicht sagen denn der Tourismus ist ja die Heilige Kuh der Berge.

chromjuwel, 16.01. 16:04

"Die Natur wird immer brutaler."
Hab's auch gelesen und gedacht, der hat an scheenan Klescher.

Fehlt bloß noch die Debatte

ochsensepp, 15.01. 20:01

die die „Krone“ morgen bestimmt vom Zaun brechen wird (und „Österreich“ und „Heute“).
Wer ist für eine Lawine vom Dachstein verantwortlich, die es seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie in diesem Ausmaß gegeben hat. Ich wette, dass vom Bürgermeister bis zu den Experten, ja bis hin zu den Gemeinde- und sogar Liftangestellten alle durch den Kakao gezogen werden!

Antworten

fortis, 15.01. 21:12

Um Haaresbreite sind 12 Menschen am Tod vorbeigegangen - beim Speisesaal rein und hinten wieder raus!! gehts noch!! und das alles ist überhaupt nicht vorherzusehen. Vorgestern hab ich noch geschrieben, dass und das droht, da hat man mich gelöscht - wo leb ich denn da??

mountie, 15.01. 21:21

Naturgewalten muss man auch einfach akzeptieren können. Lawinen, Steinschlag, Gewitter, es gibt viele Gefahren in der Natur. Du kannst vorsichtig sein, du kannst Vorkehrungen treffen, trotzdem wird es 100%ige Sicherheit nie geben.

rebekka7, 15.01. 21:49

Du stellst die Frage falsch,

richtig muss es lauten,

"Wer ist für die Räumung des Schnees vom Dachstein verantwortlich ?"

Ja so deppert sind die Menschen geworden. An G-tt glauben sie ohnedies nicht mehr, jetzt ist die Natur dran !

rebekka7, 15.01. 22:06

Bin schon gespannt, wen sie dann versuchen die Verantwortung zu zuschieben, wenn es vielleicht schon in zwei, drei Wochen heißt,

Der Osten und Süden Österreichs versinkt im Schnee !

Man darf gespannt sein !!

xx1xx, 15.01. 23:49

Die Verantwortung ist ganz klar bei der Gemeinde und ihren Experten zu suchen. Sie wussten, dass die Lawine abgehen wird, sperrten den Lift, aber nicht das unmittelbar daneben liegende Hotel, das den Alkohol ausschenkt. Es hätte noch schlimmer kommen können und auch die Kirche und weitere Häuser dem Erdboden gleich machen können.

manz, 16.01. 01:55

Dass die Gemeinderäte von Ramsau Hellseher sind und wissen, wann und wo Lawinen abgehen, halte ich für ein Gerücht.

xx1xx, 16.01. 11:23

Sie mussten davon ausgehen, weil der Lift mitten im Ort aus diesem Grund gesperrt war. Weitblick und Intelligenz nennt man das heute, was früher einmal als Hexerei verfolgt wurde.

Was ich erlebt habe

fortis, 15.01. 18:24

sieht so aus, dass man trotz Warnung vor den Naturgewalten (Lawinen, Hochwasser...) vielfach Orte verbaut hat die einfach für derartige Ereignisse bekannt sind. Gutachten wurden blauäugig erstellt und der Bürgermeister arbeitet im Vorstand der Baugesellschaft mit - so sieht das dann vielfach aus. Als brutal wird dann die Natur dargestellt, nicht die Menschen, wie dem ORF-Bericht zu entnehmen ist!?

Antworten

matschgerant, 15.01. 18:34

Und ist die Anzeige raus? Also ich halte das jetzt etwas für abgeschrieben und zwar bei der Piefkesaga. Es gibt jetzt auch keine Dauermeldung, irgendwelche Neubaugebiete wären groß in Lawinengefahr.

xx1xx, 15.01. 18:46

Das Geschäftsmodell lautet: Kassieren bis zum Umfallen bei Schönwetter, öffentlich bezahlte Hilfe bei Schlechtwetter.
Gewinne privatisieren, Verluste durch die Gemeinde ersetzen lassen.
Daher sollte es über dem Höchststeuersatz noch einen speziellen Tourismusbetriebs-Steuersatz geben. Dieser kommt dann zum Zug, wenn massiv öffentliche Hilfe in Anspruch genommen werden musste, z.B. nach Versorgungsflügen, Lawinensprendungen uvam. bis zu einer Höhe der Finanzierung der Rettungsmaßnahmen.
Touristen müssen die Rettungsmaßnahmen ja auch privat bezahlen.

mountie, 15.01. 19:13

Für die Familienbetriebe im Gastgewerbe und in der Hotellerie die ich kenne, ist es wirklich nicht leicht zu überleben, von Kassieren bis zum Umfallen gar nicht zu reden. Leicht ist diese Arbeit auch nicht! Vielleicht solltest du neben deiner zukünftigen ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Lawinenkommission ein Hotelier werden und Kassieren bis zum Umfallen?

rebekka7, 15.01. 21:46

Man hat 150 Jahre lang die Natur brutal ausgebeutet und vergewaltigt. Jetzt beginnt sie, sich gegen den Menschen zu wehren um sie los zu werden. Vollkommen recht hat sie !

manz, 16.01. 02:01

Ah, die personalisierte Natur ist böse auf uns. Da werden sich wohl demnächst die Bäume und Sträucher in fleischfressende Pflanzen verwandeln und uns alle verspeisen.

Man spricht gerne von Lawinen und deren Gefahren.

prophezeien, 15.01. 17:31

Wer hilft den Wildtieren ? Werden die ausreichend mit Futter wie Heu versorgt. Und was ist mit den Tieren die in den Bergen halb verschneit sind ? Gibt es hier eine Versorgung für die Schützlinge?

Antworten

xx1xx, 15.01. 17:36

Leider nein. Es sind Menschen in Gefahr, daher haben sie das Nachsehen. Möglicherweise kommt ein jahrzehntelanges Jagdverbot um die Bestände wieder aufzubauen.

wald4, 15.01. 17:50

Unter dem Schnee sind sie gut geschützt (-die Bodenlebewesen)
Die die keinen Winterschlaf machen, werden von den Jägern versorgt, aber nicht mit Blei.:-)

matschgerant, 15.01. 18:40

Es gibt einen zu hohen Wildbestand, deswegen ist die Fütterung überhaupt notwendig. Warum der Bestand so hoch ist, weiß man auch.

matschgerant, 15.01. 18:42

...wobei mir natürlich jedes einzelne Tier sehr leid tut, das durch den Einfluss des Menschen in Misslage kommt, nur so zur Sicherheit dazu gesagt.

wally54, 15.01. 20:16

Wildtiere füttern. Ist ja auch so eine Sache. Warum macht man das? Wildtiere nicht Haustiere....

mäander, 15.01. 20:43

"Wildtiere nicht Haustiere"

Für manche ist es scheinbar das Gleiche.

powermetal, 16.01. 17:47

Dann gibts halt mal ein Jahr ein paar weniger Tiere zum abschießen. Für was anderes sind die eh nicht da.

chromjuwel, 17.01. 12:01

Wenn's Büchserl knallt und's Gamserl fallt....

Besser vorsichtiger sein

aucheiner, 15.01. 17:05

Die Lawinenexperten haben selbst schon bemerkt, dass sie mit der aktuellen Situation in Ramsau etwas überfordert waren.
Das ist kein Vorwurf, das ist einfach ein Mangel an empirischen Daten.

Solche Neuschneemengen in so kurzer Zeit sind ein 30jähriges oder sogar 100jähriges Ereignis. Da gibt es wenig Erfahrungswerte, wie sich der Schnee verhaltet.

Jetzt wird man hoffentlich vorsichtiger sein.

Antworten

zwergnase01, 15.01. 18:34

Früher hat mann immer gesagt, da wo alte Heustadeln und alte Almen stehen besteht keine Lawinengefahr.
Daß das nicht unbedingt stimmt hat man vor Jahren in Mühlbach/Hochkönig festgestellt.
Auf dem Widdersberg sind hunderte Jahre die sogenannten "Vier Hütten" gestanden, vor mehr als 15 Jahren hat eine der Hütten eine Lawine weggerissen, die zweite Hütte mußte auch geräumt werden und wurde in der Nähe neu aufgebaut.
Also alte Bauernweisheiten müssen nicht unbedingt stimmen, es kann auch anders kommen.

rebekka7, 15.01. 20:14

Und wie so erwähnt niemand, dass heute auf dem Ankogel in Kärnten, auf einem Forstweg, ein 24-jähriger junger Mann mit seinen Vater (Förster) in Begleitung in eine Lawine geraten ist?

Sein Vater blieb unverletzt, sein Sohn wurde 100 Meter von der Lawine mitgerissen und verschüttet und konnte mit Helfern nur noch tot geborgen werden.

Wie konnte dort so ein Lawinenunglück passieren, noch dazu, wo es in Kärnten außerdem bisher relativ wenig geschneit hat ?

zwergnase01, 15.01. 21:02

Der Wind verfrachtet oft Schnee und da kann schon eine Lawine abgehen.
Ich habe früher viele Schitouren im Hochgebirge gemacht (speziell im Frühjahr) und habe mich immer wieder gewundert, daß auf relativ flachen Hängen auch Lawinen abgegangen sind.

sharyyy, 15.01. 14:41

Alles egal, Hauptsache das Geschäft floriert.

Antworten

xx1xx, 15.01. 14:46

Florierte.
Nun muss investiert werden. Freiwillige Helfer müssen bezahlt werden.

portofrei, 15.01. 14:55

@xx1xx
Was verstehst du am Begriff "Freiwillige Helfer" nicht?

chromjuwel, 15.01. 16:21

Wo steht denn, dass er den Begriff nicht verstanden hätte.
Und was ginge es dich an?

portofrei, 15.01. 16:50

@cj
Wen interessiert deine Meinung aus dem fernen Finnland.
Hast was beizutragen auch?

aucheiner, 15.01. 16:53

@chrom
Da du den Begriff auch nicht erfasst hat: Freiwillige Helfer machen das per definitionem unentgeltlich. Insofern enthält die Aussage von xx1xx einen inneren Widerspruch.

chromjuwel, 15.01. 16:55

@ae
Gerade weil ich den Begriff ganz genau erfasst habe, frage
ich ja. Möchtest du vielleicht @po den Unterschied
zwischen "freiwillig" und "unentgeltlich" erklären?

chromjuwel, 15.01. 16:57

@ae
Und im Anschluss könntest dich ja auch dem Debatten-Thema
zuwenden.

portofrei, 15.01. 16:57

@aucheiner 16:53
Genau das meinte ich.
Keine Ahnung warum xx1xx oder gar chromjuwel nichts mit dem Begriff Freiwillige Helfer anfangen können.

chromjuwel, 15.01. 16:58

@po
Musst wirklich nicht andauernd die Bildungslücke raushängen lassen.

aucheiner, 15.01. 17:08

@chrom
Schon gut. Hast recht. Niemals einen Fehler zugeben. Kurs halten, weitermachen. Gleich wie deine Genossen.

chromjuwel, 15.01. 17:11

@ae
"Niemals einen Fehler zugeben. Kurs halten, weitermachen."
Komische Einstellung. Brauchst ein paar links?

mountie, 15.01. 17:33

chromjuwel
Ich appelliere an die Vernunft. Eine Diskussion, in der es nur darum geht Recht zu haben, bringt uns nicht weiter. Dem Betreiber der kleinen Kinderschischaukel jetzt vorzuwerfen, es sei Schuld an der Lawine ist doch absurd.
Leben und Leben lassen, sollte doch ein allseits akzeptiertes Motto sein. Warum muss ich krampfhaft versuchen Schuldige zu finden, anstatt für die Zukunft zu lernen. Ich denke das Ausmaß dieser Lawine war nicht vorherzusehen und schon gar nicht, wurde eine bekannte Gefährdung aufgrund wirtschaftlicher Interessen verschwiegen. Durch Lawinen verschüttete Häuser hat es übrigens schon immer gegeben, auch daran ist nicht der Tourismus Schuld. Das heißt aber nicht, dass wir nicht an einem nachhaltigen Tourismus arbeiten müssen und neue Liftprojekte sicher nicht dazu beitragen.

chromjuwel, 15.01. 18:39

@mou
"Dem Betreiber der kleinen Kinderschischaukel jetzt vorzuwerfen, es sei Schuld an der Lawine ist doch absurd."
Habe ich nie. Wie schon gesagt kenne ich die Region bestens.