Standort: debatte.ORF.at / Meldung: "Was kann künstliche Intelligenz verändern?"

zur ORF.at-Startseite
Ein Mann spricht in sein Smartphone

Was kann künstliche Intelligenz verändern?

Künstliche Intelligenz wird schon jetzt mit zahlreichen klassisch „menschlichen“ Aufgaben beworben – vom Autofahren bis zur Krankenpflege. Wo ist künstliche Intelligenz hilfreich, wo bleibt der Mensch unersetzlich? Wie verändert sich die Arbeitswelt? Was kann künstliche Intelligenz verändern?

Beitrag schreiben

Hinweis

193 Beiträge

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

KI (AI) intelligenter als ein Mensch?

kurtkant, 17.07. 23:33

Ich traue derlei KI durchaus zu, Aufgaben schneller, effizienter, fehlerloser, ggf. sogar fehlerfrei zu erledigen als ein Mensch. Sie müsste auch gerechter sein, friedlicher, genügsamer, freundlicher, tolerant sein.
Sie müsste quasi ein weiser, gütiger Gott sein.

Doch leider bleibt es ein Apparat, in dem sich die sog. KI als Software verbirgt; ein von Menschen geschaffenes Ding.
Ich zweifle daher, dass es, wie jedes von Menschen geschaffene Ding, intelligenter ist als dessen Schöpfer.
(Hat ja seit Adam&Eva bis heute nicht funktioniert, intelligenter zu sein als... wer/was auch immer.)

Antworten

AI wird alles verändern

clark2005, 17.07. 20:59

und es wird nichts geben, das sie nicht besser kann, als ein Mensch. Es ist vielleicht romantisch jetzt zu glauben, das der Mensch was Gefühle oder Kunst betrifft irgendwie überlegen wäre nur das ist fürchte ich reine Illusion. AI braucht auch keine Menschen um besser zu werden, sie kann selbst lernen, genauso wie der Mensch, nur eben unendlich effizienter, vernetzter, und sie vergisst auch nichts mehr.

Antworten

Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt,

übrigens, 17.07. 19:49

seit es Computer gibt.

Jedes Smart Phone, jeder PC und natürlich jeder Roboter hat ein spezifisches Maß an Intelligenz, das ein Mensch nie erreichen kann. Mit Hilfe einer CPU, einer entsprechenden Interaktionsinfrastruktur und einer entsprechenden Software kann man Einheiten bauen, die jede spezifische Aktion besser kann als ein Mensch und dabei auch nicht müde wird.

All das hat aber nichts mit künstlichem Bewußtsein zu tun, und das wird es vermutlich auch niemals geben.

Antworten

oversixty, 17.07. 20:53

Mein Saugroboter macht seine Sache nicht schlecht. Er kompensiert Dummheit mit Fleiß. Er hat aber keine Chance gegen Ameisen, die kombinieren gemeinschaftlich Fleiß und Intelligenz.

Welcher Roboter von der Größe einer Ameise würde im Chaos eines Waldbodens zurecht kommen?

Regierungen werden ihr Ergebnis wesentlich verbessern,

grasti589, 17.07. 18:17

es ist ja mittlerwele bewiesen, daß normale, natürliche Intelligenz nicht ausreichtr, um sich den komplizierten Themen der Welt so zu nähern, wie es, um ihrer Meisterung willen, norwendig wäre, bzw es alles so zu erklär'n, daß wir Wählersepperln das angstfrei verstehn.

Antworten

ibins, 17.07. 18:42

Genau das ist das Allerletzte, was ich mir von künstlicher Intelligenz wünschen würde, dass sie die Menschen regiert. Wählerseppeln und deren Verständnis hin oder her.

Das wird noch sehr lange dauern - wenn überhaupt.

mladenec, 17.07. 16:45

Die derzeitige Lage: Wenn Außerirdische jetzt kämen würden sie sich sehr wundern, dass die Erdenmenschen so primitiv sind, weil sie an dem eigenen Ast sägen auf dem sie sitzen - das heißt : langsam den eigenen Planeten zu vernichten, ohne einen Ersatz gefunden zu haben.

Antworten

ibins, 17.07. 18:44

Keine Angst, mladenec, dass in den nächsten 10 Milliarden Jahren Außerirdische kommen würden, ist ausgeschlossen. Dass aber die ach so "intelligente Menschheit" die am kürzesten überlebende Spezies sein wird, ist mehr als nur wahrscheinlich.

KI und Unvernunft

erdling3, 17.07. 10:27

Im Zusammenhang mit Systemen wie KI, die auf vernunftbasierten Kriterien agieren, vergisst man gerne, dass der Mensch meist wenig vernünftig, sondern emotional und oft auch irrational entscheidet – was im Allgemeinen nicht schlecht, sondern eben menschlich ist.

Die „totale Vernunft“ führt ja auch dazu, den Menschen in rein mathematischen und ökonomischen Parametern und zu bewerten – das wird dem Menschsein aber nicht gerecht. Die permanente Analyse und Bewertung ebenso wenig.
Hier zeigen sich Diskrepanzen zwischen Mensch und KI, gerade was die „emotionale Intelligenz“ angeht.
Empathie und alles, was nicht dem (un)mittelbaren (ökonomischen) Vorteil entspricht, bliebe in einer künstlich intelligenten Welt wohl noch viel mehr auf der Strecke als es schon heute der Fall ist.

Auf der anderen Seite blenden wir den ökonomischen Gedanken gerne aus, wenn es um all die Software-entwickler und Technik-Tüftler mit den bahnbrechenden Erfindungen geht. Die haben alle vordergründig angeblich nur EIN Ziel: nämlich, die Welt zu verbessern, wenn sie sie nicht gar gleich retten wollen.
Das mag man glauben oder nicht, aber Fakt ist auch, dass es ihnen in erster Linie um den eigenen Profit geht. Auch hier sollten wir so vernünftig sein, die menschliche Unvernunft zu bedenken.
Allein deshalb wäre es töricht bis wahnsinnig, diesem elitären Zirkel die Gestaltung unserer Zukunft vertrauensvoll in die Roboterhände zu legen und das Beste zu hoffen.
Genau das tun wir jedoch, indem wir Silicon Valley und all die smarten Segnungen unreflektiert beklatschen, bewerben und verwenden.

So sehr ich dem Ganzen viel Positives abgewinnen kann – u. a., hier schreiben zu können – verstehe ich das prinzipiell blinde Vertrauen in eine Technik, die eigentlich erst in den Kinderschuhen steckt und ringsumher schon immense, fatale Probleme bereitet hat (Hackerangriff, Ausspähskandale, Überwachungstendenzen, Drohnenkrieg…) NICHT.
Von der Langzeitwirkung kann man überhaupt noch sehr wenig sagen – aber all das wird permanent ausgeblendet und kleingeredet, während wir uns immer weiter in Abhängigkeitsverhältnisse verstricken.

Überhaupt diskutieren wir als Gesellschaft die wirklich wichtigen Themen viel zu wenig, jetzt nicht nur auf die Technik bezogen.

Antworten

iwoaßjaanitwarum, 17.07. 19:25

Für dinge die menschen nicht verstehen, hatten sie schon immer irgendwelche übernatürlichen und mystischen erklärungen.

Ähnlich verhält es sich mit den von dir genannten dingen wie emotionalität.

Letztendlich funktioniert unser körper, unser hormonsystem unser gehirn auf basis vorhersehbarer physikalischer vorgänge im rahmen der naturgesetze und auf sonst nichts.

Für übernatürliche, ungreifbare, unlogische, irrationale oder emotionale dinge ist da nur platz, wenn man in irgend einer weise an gott glaubt.

erdling3, 17.07. 21:10

Interessant, was man alles aus meinen Texten herauslesen kann.
Also, Gott hatte ich beim Schreiben bestimmt nicht im Sinn, wenngleich Gotteskonstrukte ein guter Beweis für die menschliche Unvernunft sind.
Zumindest heute, wo es wissenschaftliche Erklärungsmodelle unserer Welt gibt. Gewiss vermag die Wissenschaft nicht alles zu beantworten, was manche mit metaphysischen Ideen zu füllen versuchen; oder aber die komplexen und komplizierten Wissenschaften wirken allzu einschüchternd auf einzelne, sodass sie sich lieber wieder auf einfache, konservative Antworten setzen; das kennen wir ja.

Den Menschen auf ein hormongesteuertes, biologisches Triebwesen zu reduzieren, entspricht ihm andererseits auch nicht so ganz, meine ich.
Ihn in messbare Daten und Fakten zu zerschneiden führt gar zu brutaler Ökonomie ohne humanistische Ideale. Wenn überhaupt, so würde ich diese Ideale als das Menschliche definieren, mittels derer wir uns gegen die Maschine behaupten können - und müssen.

Über das originär Menschliche im Allgemeinen wollte ich mich gar nicht direkt äußern, denn es ist nicht leicht, sich hier zu einigen.
Worin sich der Mensch etwa vom Tier unterscheidet, darüber diskutiert man schon länger; ob es die Sprache ist (ist es nicht, es gibt den Bienentanz und gebärdende Primaten), das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit oder eben das, was wir Verstand oder Vernunft nennen, sei dahingestellt.
Wenn es jedoch der Verstand, die Vernunft, die Ratio ist, was uns unterscheidet, so stellt sich die Frage, inwiefern wir uns dann von einer Maschine, die uns an Verstand und Vernunft womöglich voraus ist, unterscheiden.
Aus Beobachtung und Erfahrung zu schlussfolgern, vernetzt zu denken und zu lernen etc. ist ja genau das, was KI ausmacht.

erdling3, 17.07. 21:11

Und dann, ja dann kommen gern schwer zu fassende Begriffe wie «Bewusstsein» oder «Seele» ins Spiel, die wir der Maschine absprechen und uns somit auf der menschlichen Seite sicher und unantastbar fühlen. Währenddessen entwickeln sich die Dinge schneller als uns - bewusst ist.
Warum? Weil uns die Maschine hier in unserer vermeintlichen Menschqualität in Frage stellt.
Dabei vermögen wir nicht zu sagen, was Bewusstsein überhaupt ist.
Ist sich der Mensch seines Menschseins zwingend bewusst?
Und wie entwickelt er dieses Bewusstsein?
Vor allem, wenn er gänzlich ohne andere Menschen aufwächst, wie z.B. Wolfskinder.
Und „Seele“ ist auch so ein leeres Schlagwort, welches der Kirche abhanden gekommen ist, und nun von der Lifestyle-Industrie gern benutzt wird, um uns Urlaub und Wellness zu verkaufen. Es scheint auch hier ganz praktisch.

Aber an all das habe ich beim Schreiben nur am Rande gedacht.
Ich dachte an das Menschliche, im Sinne der humanistischen Aufklärung, und gewiss nicht an das Göttliche.

Ich dachte auch eher daran, dass jede noch so vollkommene Technik von menschlich fehlerhaften Subjekten entwickelt, bedient und benutzt wird.
Den kritischen Blick auf die Benutzer kennen wir bereits als Überwachung, und man ist fleißig dabei, hier ordentlich nachzuschärfen.
Der kritische Blick auf jene, die am anderen Ende sitzen, seien es die Entwickler selbst oder politische/gesellschaftliche Systeme, welche die Technik für sich nutzen, fehlt hingegen weitestgehend, und darauf wollte ich hinaus.
Und auf das gutgläubige Vertrauen in alles, was uns als «smart» verkauft wird, welches ich mir erlaubt habe, in Frage zu stellen.

Es wird sich nicht vermeiden lassen, soziale Regeln neu zu verhandeln, und zwar so, dass nicht nur einzelne, sondern die Menschheit insgesamt direkt und indirekt von all den Innovationen profitiert.
Davon reden wir aber viel zu wenig, sondern glauben, die Musks und Zuckerbergs hätten prinzipiell nur unser aller Wohl im Sinn, und das ist ein Irrglaube.

Wir können uns unseren Anteil nicht erschleimen oder erkuscheln; wenn wir nicht entsprechende Regeln und Gesetze erlassen und demokratische Prinzipien walten lassen, werden wir (99 %) unseren Nutzen am Fortschritt nicht abbekommen.
Ich hoffe, das war jetzt verständlicher.

Es ist ein Unterschied ob man über Roboter oder "nur"...

murphyslaw, 17.07. 07:20

...KI spricht!

Roboter werden uns noch lange nicht ersetzen können sie können maximal helfen und auch das nur bedingt.

Eine KI ist dem Menschen jetzt schon in einigen dingen Haushoch überlegen zum Beispiel Gedächtnis Stärke und etwas daraus abrufen, auch ist sie in ihrem Rahmen viel Lernfähiger! Es gab auch bereits Experimente wo KIs ihr eigenes Programm selbst weiterschreiben sollten was mit Rückschlägen auch funktioniert hatte, KIs die Computerspiele selbst gelernt und gespielt haben und dabei die Menschlichen Beobachter ganz schön verblüfft haben.

KI kann in vielen fällen hilfreich sein, ersetzen kann sie aber einen Menschen noch lange nicht da noch kein Medium existiert wo sie "aufstehen und losgehen" kann. Sollte dieser Punkt irgendwann erreicht werden müssen wir ihn eigentlich als Positiv begrüßen und die Arbeitswelt von Grund auf ändern.

(Ein Aufstand der Maschinen ist dann doch nur SciFi)

Antworten

Grenzen der künstlichen Intelligenz

mviertler, 16.07. 16:12

Es ist sicherlich möglich, einen Dackel(roboter) zu bauen, der lernt, wer seine Bezugsperson ist, und der auch lernt, mit dem Schwanz zu wedeln, sobald er die Bezugsperson sieht.
NUR,
er freut sich nicht!

Antworten

archetype, 16.07. 23:36

und er hebt auch nicht das haxl bein baum.

KI wird nie aus eigenem antrieb handeln.
und ist deshalb nicht wirklich intelligent.
mfg. h.t.

clark2005, 17.07. 21:02

Darauf würde ich nicht wetten :)

Schützt die AKWs mit scharfen Drohnen vor kleinen DemonstrantInnen.

dosimeter, 16.07. 08:36

Ganz automatisch. Tomtom mund Alexa haften für Folgeschäden.

Und dann erst an den Außengrenzen:

Nein wir haben nichts davon gewusst,
wir sind das nicht gewesen.

Antworten

gandalf, 16.07. 12:40

Dann kommt der böse Hacker und dreht deine Drohnen um, blöd gelaufen.

"Eines Tages" ... wird die KI sagen :

mirnixdirnix, 15.07. 18:04

>>> "Mensch" ... hau Dich über die Häuser !
Für Dich ist hier kein Platz mehr !
Du bist einfach zu dämlich !

Antworten

archetype, 15.07. 18:35

die meisten poster die übertriebene überwachungsangst haben, oder vom KI-jobkiller faseln, sind nur pessimistische "propheten".
nur tritt all das sicher nicht ein.
mfg. h.t.

bradnseer, 15.07. 20:42

Da braucht man keine neue KI:
Das hab ich vor .. Jahren schon gehört! ;-)

satiriker, 16.07. 07:14

@achetype
genau, den wer logisch denken kann der weiß, dass man bei KI jede Menge Fachleute benötigt, welche so ein System überhaupt erst am laufen halten können.
KI ist extrem wartungs- und reperaturanfällig . Zudem ist die Frage einer autarken Stromversorgung ja auch noch, oder?
Ohne Strom geht mit künstlicher Intelligenz gar nix, oder?

Blos keine Angst davor haben, denn derzeit ist jeder Floh-, jede Maus-, jeder Regenwurm-, jede Gelse - der künstlichen Intelligenz noch Haushoch überlegen - und wird es auch noch sehr lange bleiben, wetten?

archetype, 16.07. 23:41

auch ich bin der meinung dass sich trotz aller seiner verdienste
alan turing im bezug zur KI irrte.
mfg. h.t.

Hauptsächlich

reservebuddha, 15.07. 14:35

hat sie bei mir bewirkt, dass ich eine Aversion gegen den Namen "Alexa" entwickelt habe.

Antworten

rebekka7, 15.07. 15:01

Jetzt schon Allergien darauf? Das ist doch erst der ganz kleine Anfang, warte ab !

inventor, 15.07. 17:30

Aversion ist nicht Allergie.

it21, 15.07. 17:32

Das ist kein Problem, dann man kann
es auch auf andere Namen einstellen.

Bei mir hört es, wie in Raumschiff Enterprise,
auf "Computer"...

erdling3, 15.07. 17:53

Dann nix wie rein in die Alexa-Einstellungen!
Gebt dem Ding doch Namen, die ihm wirklich entsprechen:
Spion
Spitzel
Schnüffler
Wanze…

Vielleicht ändert es was am leichtfertigen Umgang mit dem Gerät, wenn man jeden Zuruf bewusst an einen Spion etc. adressiert...

fraukoziber, 15.07. 17:57

"alexa, du bist eine wanze!" - "nein, ich bin alexa."
"alexa, du bist ein spion." "ich bin keine spionin und höre nur zu, wenn du das aktivierungswirt sagst."
"alexa, du ist eine leugnerin." - "das ist aber nicht nett von dir."

also soweit hätte ich das mal hausintern abgeklärt. aus rache wird sie jetzt wieder nur jeden 10. musikwunsch verstehen und dafür dauernd songs spielen, die mir die nackenhaare aufstellen.

erdling3, 15.07. 18:04

Wenn man es wohlwollend sehen will:
Für einsame Menschen mit Redebedarf scheint die gute Alexa zumindest Unterhaltungswert zu bieten.
(Nicht, dass ich dich zu dieser Zielgruppe zähle, fraukoziber, keine Sorge!)

fraukoziber, 15.07. 18:06

ich schon, erdling, ich schon ... es ist viel unterhaltsamer mit alexa zu streiten als mit herrn koziber. ;o)

erdling3, 15.07. 18:11

Liegt das vielleicht daran, dass Alexa über einen Ausschaltknopf verfügt, für den Fall, dass die Streitlust wieder abebbt - und der Herr K. nicht?

fraukoziber, 15.07. 18:12

*gggg*

inventor, 15.07. 22:32

Idiosynkrasie ned vergessen!

reservebuddha, 15.07. 23:53

Bei mir hörts auf garnix, mir kommt sowas nicht ins Haus!

oversixty, 16.07. 01:03

Ich beschränke mich auf "hallo Tomtom" ;-)

KI und Überwachung

erdling3, 15.07. 10:41

Die allgegenwärtige Überwachung im öffentlichen Raum wird ja immer dann weiter vorangetrieben, wenn mal wieder was Übles passiert ist, weil die Menschen dann aus der akuten Angst heraus ihre Freiheit nur allzu bereitwillig opfern. Und mittlerweile haben wir schon ausgiebig geopfert.
Was in Kombination mit Gesichtserkennungssoftware heute schon möglich wäre, daran denken viele schon nicht mehr.
Aber diese Software existiert.
WORAN WÜRDEN WIR ES ÜBERHAUPT MERKEN, WENN SIE AKTIVIERT WÜRDE?

Es ist auch gar nicht nötig, die Gesichter zu scannen, um zu wissen, wer wann wohin geht; nach meinem Wissensstand ist dies auch durch die Analyse unserer Gehweise (Schrittfolge…) möglich, die scheinbar ähnlich eindeutig ist wie ein Fingerabdruck.
Eye-Tracking – soll irgendwann die Steuerung von Smartphones per Augenbewegung ermöglichen – geht noch einen Schritt weiter und lässt ebenfalls Rückschlüsse auf den User ziehen: Wohin schaut er am Screen wie lange, bevor er klickt, ob er klickt… und auch hier ergibt sich nach einer gewissen Zeit enorme sensible Kenntnisse über das (Klick)verhalten, das dem Klickenden selbst gar nicht bewusst ist.

So ist es mit vielem: Es entzieht sich schlicht unserer Kontrolle, ob und wann wir kontrolliert/analysiert/bewertet werden.
Was wissen wir schon, was mit unseren Daten passiert, nachdem sie entstanden sind?
Vermeiden lassen sich Daten kaum; sobald ich einen biometrischen Pass besitze, bin ich registriertes Mitglied im Club.
Selbst wenn ich z. B. den Smart-Meter ablehne, wird er dennoch installiert, halt mit dem treuherzigen Versprechen, ihn nur teilweise zu aktivieren.
Und ich rede gar nicht von jenen Daten, die manche von uns bereitwillig und großzügig herausrücken; oder von Versicherungen, die schon heute im Austausch mit sensiblen Daten Vergünstigungen gewähren (gewiss nicht zum Nachteil der Versicherung!) etc.

Antworten

erdling3, 15.07. 10:42

Wir können das Ausmaß und die Folgen der permanenten Vermessung gar nicht mehr abschätzen, und mit der Schere im Kopf lebt es sich sehr eingeschränkt.
Bin ich schon auffällig, weil ich die Rolltreppe am Bahnhof zum Spaß rauf und runter fahre oder mich länger als der Durchschnittsbürger an gewissen Plätzen aufhalte? Was, wenn sich die Verdachtsmomente im Lauf der Zeit summieren? Oder wenn ich noch dazu auf Demos gehe oder die „falschen“ Leute kenne, mit verdächtigen Personen verwandt bin oder in einer "schlechten" Gegend wohne…

All das kann man messen und bewerten (und das passiert), und jedes Detail könnte einem irgendwann zum Nachteil gereichen; sei es, wenn wir uns bewerben, eine Versicherung abschließen, einen Kredit brauchen, eine Wohnung suchen, …
Dann geht es schon um elementare Bedürfnisse wie wohnen, ärztliche Behandlung etc., die man uns im schlimmsten Fall verweigert.

Im ALLERschlimmsten Fall killt uns gleich die Drohne. Weit weit weg (z.B. in Syrien, im Irak…) passiert das jeden Tag.
Hier entscheidet die KI, entscheidet der Algorithmus über Leben und Tod, weil das „Ziel“ zur falschen Zeit am falschen Ort ist oder sonstwie verdächtig – ohne Möglichkeit zur Verteidigung, Gerichtsprozess o.ä.

erdling3, 15.07. 10:52

Bevor ihr mich verwirrten Spinner auslacht, denkt auch daran: Die Zeiten können sich ändern (politisch, gesellschaftlich …).
Die Daten aber bleiben für immer, und man weiß nie, was künftige Regierungen/Machthaber dann damit anstellen werden.

Beispiel Amsterdam 1940:
„Wer nichts zu verbergen hatte, wurde erschossen“

„…Amsterdam gilt seit jeher als Musterbeispiel gelungener Stadtplanung. Bereits 1851 begann die Stadt, systematisch Daten der Bevölkerung zu erheben, um optimal ihre Ressourcen zu verteilen. Fürs "Bevolkingsregister" gaben die Einwohner bereitwillig Beziehungsstatus, Beruf und Religionszugehörigkeit an. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.
Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von einem Tag auf den anderen entschied ein Marker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hatte 90 Jahre lang niemand etwas zu verbergen gehabt - schließlich diente die Erfassung ja dem Wohl aller.“

https://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-17-Editorial-Nichts-zu-verbergen-2755486.html

archetype, 15.07. 18:30

fachärzte nennen übertriebene überwachungsangst paranoid.
die KI ist auch kein jobkiller.
da es immer dienstleister, handel, handwerker, instandhltungs- und reparatur-trupps geben wird.
mfg. h.t.

erdling3, 15.07. 20:39

Meinst du jene Fachärzte, denen du weiter unten noch jede Kompetenz absprechen wolltest?
Zur Erinnerung:

archetype,schrieb am 13.07. 12:14 eine Antwort:
„…psychologen die glauben etwas herauslesen zu können können das nur in deren einbildung.
auch psychotherapeuten glauben sie hätten jemand "therapiert".
nur ist deren glauben nicht die realität…“

archetype, 15.07. 20:42

psychologen sind keine fachärzte der psychiatrie.
die natürlich kompetent sind.
mfg. h.t.

ich meine - so ziemlich alles

helmut71, 15.07. 09:01

wir stehen da erst ganz am Anfang - so wie mit dem Internet vor ca. 40 Jahren. Keiner weiß genau, wie sich die Welt verändern wird, aber Automatisierung, Robotik und KI werden die Welt in den nächsten 20 Jahren komplett verändern.
In 20 Jahren lenkt niemand mehr selbst Autos, viele alltäglichen Handgriffe werden wir schlicht verlernen, weil wir sie nicht mehr tun.

Antworten

it21, 15.07. 10:21

Da sehe ich keine Gefahr, denn diese Handgriffe
werden alle in einer der großen Wissensdatenbanken
für die Nachwelt aufgehoben, z.B. von Youtube....

rebekka7, 15.07. 13:49

.... in 20 Jahren wird man damit beginnen, zuerst auf freiwilliger Basis, menschliches Bewusstsein zu speichern.

Das ist der Beginn zum ewigen Leben, jedenfalls aus der Sicht der Menschen, eine Art Paralleluniversum.

mäander, 15.07. 22:35

"Das ist der Beginn zum ewigen Leben, jedenfalls aus der Sicht der Menschen, eine Art Paralleluniversum."

Wer so denkt, unterliegt einem groben Denkfehler - ähnlich wie beim klonen gibt es dann nur eine Kopie von einem selbst. Sterben wird man trotzdem.

Bei der ‚künstlichen Intelligenz‘ fehlt die Kreativität

langweiler, 15.07. 00:25

Man kann sich da einen mehr oder weniger verlässlichen ‚Sklaven‘ programmieren, welcher auf Dauer dann eher lästig statt hilfreich ist, finde ich.

Antworten

gandalf, 15.07. 00:52

Dafür braucht man aber nur natürliche Intelligenz im großen Maßstab zu verblöden und bekommt dafür zufriedene Sklaven.

langweiler, 15.07. 01:16

Zur Zeit nutze ich dieses verblödete System zu meiner Zufriedenheit.
...mal schauen, wie lange man mich noch lässt.
;-)

wald4, 15.07. 06:20

Na ja der nächste Evolutionsschritt vielleicht lernt die künstliche Intelligenz von selber dazu.
Sience Fiktion wird Realität

langweiler, 15.07. 07:36

Diese ‚selbstlernenden Programme‘ gibt es ja schon.
Trotzdem sinds nicht kreativ.

gandalf, 15.07. 12:11

@langweiler 01:16

Ich halte uns die Daumen ;-)

rebekka7, 15.07. 14:47

@langweiler

Nicht die neue Künstliche Intelligenz wird zum Sklaven für Menschen bleiben, sondern wenn schon, wird sich ein umgekehrtes Abhängigkeitsverhältnis weiter entwickeln.

Menschen, wenn überhaupt, werden dann noch als Unterentwickelte, besten Falls geduldet sein. Vielleicht nur noch für wissenschaftliche Forschungszwecke, oder aus romantischen Gefühlen heraus, sogar das halte ich alles für möglich!

Aber so wie immer gesagt, vor der Sintflut, man glaubt es erst dann, wenn es bereits zu spät ist.

KI wird nie die menschliche intelligenz ersetzen.

archetype, 14.07. 17:42

die KI wird nie aus eigenem antrieb handeln und hat keinerlei triebfedern.
wir haben 200 milliarden nervenzellen mit 5 synapsen im gehirn.
es wird nie so eine umfangreiche hardware und kein entsprechend lernfähiges programm geben.

das sollte also reichen.
leider reicht es bei manchen nicht:
https://derstandard.at/userprofil/postings/84963

mfg. hubert taber

Antworten

superikonoskop, 14.07. 18:15

Aber geh, kennst du Sebastian Kurz?

Läuft auf raspberry pi ganz großartig, gibt bald einen Skill für Alexa...

Derzeit leider nur die xenophobie library und refugees library
verfügbar...

Angebot wird aber schnell erweitert: Pferde, Wein, Autobahnen asap als update verfügbar.

superikonoskop, 14.07. 18:19

Lo mei, wenn das neuronale Netzwerk zu 98% aus
Kurz Schlüssen besteht,
ist ein embeddet System mit 2 GB Ram besser als 200G Synapsen.. ;-)

hansheinerich, 14.07. 18:21

Jetzt sind wir ihm auf die Schliche gekommen: Erinnert ihr euch an den Film Christine? Kurz wird von seinem Geilomobil gesteuert.

superikonoskop, 14.07. 18:27

noch was:
Was sind bitte "keinerlei triebfedern." Oder "Triebfedern"??
Das verstehe ich nicht. Federn haben Vögel, aber die nennt man nicht "Triebfedern". Uhren hatten Triebfedern, für die "Unruh".
Ich will aber eine Ruh!
Meinst du Flugzeuge? Das heißt "Triebwerk", Flugzeuge haben keine Federn. Wenn sich Vögel mit ihren Federn und Flugzeuge mit ihren Werken zu nahe kommen, kann das gefährlich werden -> Birdstrike ;-)

hansheinerich, 14.07. 18:32

@super: Sie denken eben nicht vierdimensional :-) Triebfedern sind Motive, odr? Sie hatten doch auch eine Triebfeder, bevor Sie Ihr Posting verfasst und veröffentlich haben. Ich hatte natürlich auch eine Tirebfeder bzw. habe sie gerade :-)

hansheinerich, 14.07. 18:32

Ein Tippefehler ist der Beweis, dass ich kein Roboter bin :-))

superikonoskop, 14.07. 18:38

@hansheinerich,
;-)
4 dimensional denke ich schon, also, ich nehme die Zeit mit ins Kalkül..darüber hinaus habe ich echte Probleme.

Das man Motivation mit "Feder" übersetzten kann, sorry, da fehlt es mir an Deutschkenntnissen, das habe ich nicht gewußt..

Obwohl ich eigentlich Deutsch auf C1 level spreche ;-)

hansheinerich, 14.07. 18:46

Ich habe hier mal - auch auf die Gefahr hin, humorlos rüber zu kommen - eine Auswahl an "Triebfeder"-Ergebnissen. Big Google ist allwissend (KI????)

https://www.google.at/search?q=triebfedern+des+menschen&oq=triebfeder&aqs=chrome.2.69i57j69i60j69i59j0l2.3748j0j7&client=tablet-android-huawei&sourceid=chrome-mobile&ie=UTF-8

hansheinerich, 14.07. 18:47

Jetzt könnten's mich sogar hacken :-)

superikonoskop, 14.07. 19:02

@hansheinerich,
du hast ja so Recht, leider ist der Mensch aber in Wirklichkeit weder eine blöde KI noch reine Satire. Der ist real. Und, nach der letzten Profil Umfrage steht die ÖVP bei 34% :-(

Weil die leute nicht "Tagespresse" lesen sondern "Fellner" news:
"Österreich", oe24 etc.

Fox TV im schönen Alpenland...
ORF und so wird ja wohl einer "Reform" zum Opfer fallen, sowie die Sozialversicherung, die Sozialpartnerschaft usw. und die Menschlichkeit..

Da ist nur die "Achse der Blockierer und Systembewahrer" dagegen.

Armes Österreich, die mit den "Achsen" (sic) sollten einen "Achsenbruch" erleiden, asap!! Wäre auch schon in vergangenen Zeiten gut gewesen, die so an die heutigen erinnern :-(

archetype, 14.07. 22:41

diese 5 synapsen entsprechen einer fünferlogik.
und 5^x ist 2^x haushoch überlegen.
mfg. h.t.

inventor, 15.07. 11:25

Feder

Vogelfeder
metallene Schreibfeder
ein Schreibgerät
elastisches (spiralförmiges) Metallstück
im Plural (Federn) auch: Angst
Diminutiv (Federl): eine Rindfleischsorte

archetype, 15.07. 18:54

in deiner aufzählung fehlt noch federspiel.
eine weinqualitätsstufe in der wachau.

triebfeder ist ein ausdruck der psychologen.
und steht für antrieb und motivation.
mfg. h.t.

inventor, 15.07. 19:05

Ja, Beweggrund.