Standort: debatte.ORF.at / Meldung: "Russland: Wie wichtig sind gute Beziehungen?"

zur ORF.at-Startseite
Russische Flagge weht im Wind

Russland: Wie wichtig sind gute Beziehungen?

Der russische Präsident Wladimir Putin wird im Westen ob seiner Politik, etwa der Annexion der Krim und Gesetzen gegen NGOs und Homosexuelle, kritisiert. Wie gefährlich ist Putin? Welche Rolle spielt Russland in den nun gärenden Konflikten? Wie wichtig sind gute Beziehungen zu westlichen Ländern für Russland?

Hinweis

1827 Beiträge

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

Deutsch war in Russland Hof-und Diplomatensprache.

bildschnitzer, 11.06. 09:04

Wir hatten am Institut eine Studentin aus Russland. Sie stammte aus einer ehemaligen Adelsfamilie, welche mit viel flexiblem Anpassungsvermögen das Stalin-Sowjetsystem überlebt hatte. Sie sprach fließend ein Deutsch aus dem Achtzehnten Jahrhundert.-----Hat sie von den Großeltern gelernt, die sich als einfache Arbeiter und vorbildliche Genossen zu den Leitern einer Kolchose emporgearbeitet hatten. (Diese Kolchose war übrigens in der Zarenzeit der Landsitz genaudieser Familie gewesen, und die Kommunistische Lokalverwaltung hatte krampfhaft nach qualifizierten Kolchosenleitern mit ausgezeichneter Schulbildung, Orts-und Sachkenntnis gesucht)
Jedenfalls ist Russland kulturell näher an Europa als das auswandererbesiedelte Amerika.

meinkleiner, 11.06. 09:12

Old Shatterhand war auch aus Deutschland!

bananarama, 11.06. 09:14

Die "Russlanddeutschen" (großteils unter Zarin Katharina angesiedelte deutsche Auswanderer) machten vor allem unter Stalin eine extrem schwierige Zeit durch. Der Kollaboration mit den Nazis verdächtigt, wurden sie nach Sibirien und Kazachstan deportiert, mit Repressalien drangsaliert, hatten kaum noch Zugang zu Hochschulbildung, etc. Viele wurden auch ermordet oder starben aufgrund der Repressionen. Dieses traurige historische Kapitel ist bei uns kaum bekannt. Inzwischen sind viele "Russlanddeutsche" eh wieder nach Deutschland rück-emigriert. (Helene Fischer ist eine von ihnen)
Ob Russland kulturell näher an Europa ist als die USA - das würd ich nicht unbedingt so unterschreiben. Allein wirtschaftlich ist die "Marktwirtschaft" in Russland nie angekommen. Und wird es hoffentlich auch nicht. Die Russen wollen das auch nicht. Bestenfalls gibt's dort Staatskapitalismus. Ich würd sagen, nicht einmal das...

bananarama, 11.06. 09:17

meinkleiner
ja, Karl May ist ein Kapitel für sich :-) seine Geschichten spielten sich im sozialen Niemandsland ab. Und auch im geographischen :-) er war aber ein großer Geschichtenerzähler, glaub ich. Die Blutsbrüderschaft gab's bei den "Indianern" mit Sicherheit nicht. Immerhin: Uschi Glas als kesse "Squaw" gefiel vielen... Und der Hosenanzug von Winnetou auch...

ibins, 11.06. 09:25

Was sagt uns das? Auch nur, dass die russischen Zaren eben deutscher Abstammung waren und nicht nur die, sondern natürlich auch viele Adelige dort. Und auch Putin spricht deutsch als Fremdsprache auf sehr sehr hohem Niveau, nicht aber aus Freundschaft zu Deutschland, sondern als KGB-Offizier in der DDR.
Und warum ein slawisches Volk europäischer wäre als europäische "Auswanderer" verstehe ich auch nicht. Geografisch ist der bedeutsamere Teil Russlands allenfalls auf europäischem Boden. Und selbst da bin ich mir nicht sicher, weil wirklich bedeutend für Russland sind die Erdöl- und Erdgasvorkommen des Landes. Und die sind ja in Sibirien oder?
Staaten haben keine Freunde. Generell nicht. Staaten haben Interessen. Und diese Interessen können gemeinsame sein oder konträre. Und nur darauf basiert Diplomatie.
Putins politische und diplomatische Bestrebungen liegen vor allem auf dem Wiederaufbau des ehemals sowjetrussischen Einflussbereiches, dass das weder im besonderen Interesse der westlichen Staaten, noch im Interesse der ehemaligen östlichen Sowjetrepubliken gelegen ist, ist doch auch verständlich nach den Lehren, die die Geschiche zu diesem Machtblock bietet.
Russland beabsichtigt nicht, über diese Länder sein Füllhorn auszuschütten. Die brauchen diese Gebiete und Staaten schon, um sie möglichst auszusaugen, und so die Militärmacht Russland zu stärken.
Ich kann einfach nicht erkennen, welchen großartigen Vorteil man mit Russland in diesem Zusammenhang erreichen sollte. Dass man deshalb diplomatische Kanäle abdreht, ist sicher auch keine Lösung. Aber allemal noch die "friedlichste", wenn man so will.
Und eine Entscheidung, ob jetzt mehr Russland oder mehr USA gibt es ohnehin auch nicht. Diese alte Aufteilung der Welt ist ohnehin auch "gestorben". Ich sehe in den USA spätestens seit Donald J. Trump keinen Verbündeten für die Staaten der Europäischen Union mehr. Die haben sich mit geballter Faust nicht erst vom G7-Treffen verabschiedet. Es wäre hoch an der Zeit, dass sich die Staaten der Europäischen Union entscheiden, ob sie Interesse an einer intensiveren Zusammenarbeit haben. Ich glaube, es gäbe längst gute Gründe dafür.

tynun, 11.06. 09:43

Mit dem Iwan brauchst a gutes Verhältnis.
Das ist für mich keine Frage.

Die friedliche Fußball WM 2018 beginnt ja am 14.Juni in Moskau.

prophezeien, 11.06. 08:51

Schon freut sich die gesamte Welt auf das Spiel Russland gegen Saudi Arabien im Luschniki Stadion in Moskau. Weltweit sendet Russland friedlichste Signale aus. Ein Russland ist immer ein guter Partner wenn alles stimmt. Gemeinsam können wir mehr erreichen. Möge der Sport den Frieden bringen.

ibins, 11.06. 08:59

Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Fußball-WM "friedlich" abläuft, obwohl die Fans da ein großes Risiko darstellen. Und da sind die russischen Fans auch nicht gerade bekannt dafür, besonders friedlich zu sein.
Was die Ukraine angeht, sehe ich schon nicht mehr so friedliche Signale Russlands. Anstatt auf die russischen Separatisten deeskalierend eingewirkt zu haben, hat Russland eigene Soldaten in fremdes Staatsterritorium entsendet und Teile dieses Staatsterritoriums gewaltsam eingenommen. Das nenne ich nicht friedlich.
Also, bitte lass' diese Friedensengelgesänge. Putin ist kein Friedensengel. Und es glaubt auch niemand.

ibins, 11.06. 09:04

Es ist auch nicht friedlich, wenn man fremde Staaten mit der eigenen Wirtschaftskraft "kauft", nur für die Bevölkerung "angenehmer" ist es allemal. Für mich sind die Expansionsbestrebungen Putins und Russlands nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht unverständlich, aber friedlich ist es nicht, wenn die ehemaligen und inzwischen "freien" Sowjetrepubliken mit militärischer Macht zu etwas gezwungen werden. Und dass nicht alle Staaten wieder zurück unter die Knute Russlands wollen, ist ja nicht nur erkennbar, sondern durchaus auch verständlich.

Gute Beziehungen zu Rußland sind sehr wichtig

blumenstrauß, 10.06. 14:04

Wenn auch vieles nicht gut ist was in Rußland abläuft, so sind die Beziehungen zu Rußland auch wichtig.

rebekka7, 10.06. 15:44

Da muss sich erst der Westen, vor allem die EU radikal verändern und erneuern, wenn neue, gute Beziehungen zu unserem europäischen Nachbarn Russland eines Tages entstehen sollen.

tynun, 10.06. 16:33

Dennoch ist das die Richtung, in die wir - auch - arbeiten müssen.

kaltiss, 10.06. 18:29

gibt es eine Diplomaten-Rückholaktion ?

ibins, 10.06. 18:46

Natürlich wären gute Beziehungen auch zu Russland durchaus wünschenswert. Aber momentan scheint es um "gute Beziehungen" gerade generell eher schlecht bestellt zu sein. Ich fände auch gute Beziehungen zu den Staaten des Nahen Ostens und dem Maghreb durchaus wünschenswert. Auch zur Türkei hätte ich gern gute Beziehungen. Außer Streit steht aber schon auch, dass diese guten Beziehungen auch wirklich von beiden Seiten gewünscht sein sollten und vor allem auch von der Verfolgung gemeinsamer Ziele und sogar Wertvorstellungen getragen sein müssen, um als solche auch zu funktionieren.
Derzeit vertiefen sich aber eher entgegen gesetzte Interessen und gemeinsame scheinen nichts mehr wert zu sein.
Mir gefällt diese Entwicklung tatsächlich nicht. Aber ich sehe sie so.
Was Russland betrifft, gibt es da wohl ein Problemchen in der Ukraine, das noch zu Meinungsverschiedenheiten führt. Mit den USA haben wir sowas auch, vor allem wirtschaftlich, wie es scheint. Da stehen deutsche Autos gegen Amazon und andere Internet-Giganten in den verschiedensten Wirtschaftsbereichen, aber auch Mac Donalds. Und jetzt baut man Zollschranken auf und glaubt so, die Probleme zu lösen. Es könnte aber auch sein, dass sie damit nur größer werden und neue dazu kommen.
Mich kratzen Zölle auf Harley Davidson genau so wenig, wie welche auf Burbon-Whisky oder Erdnussbutter, Jeans noch eher, aber da kaufe ich auch nicht immer führende amerikanische Marken.
Aber eines bin ich mir schon recht sicher. Trump irrt, wenn er glaubt, die USA könnten einen Handelskrieg nicht verlieren. Den Krieg vielleicht nicht, aber schmerzliche Einbußen erleidet auch diese Wirtschaftsmacht. Und zu gewinnen hat ohnehin niemand was daraus, so einen Wirtschaftskrieg zu führen.
Und Russland mit Putin wird sich auch irgendwie überlegen müssen, wie es mit der Ukraine jetzt konkret verfahren will. Nicht, dass ich keine Verständnis für die Anliegen Russlands hätte, aber ob man sie mit militärischer Invasion löst, ist halt so eine Frage. Da hätte es vielleicht andere Möglichkeiten gegeben.
Und die EU braucht sich in dem Chaos sicher auch keinen schlanken Fuß machen. Die politische Expansion gen Osten war auch kein Zeichen von diplomatischer Feinfühligkeit. Dass es Russland auch irgendwann reicht, war eigentlich absehbar.
Wie beide Seiten da raus kommen wollen, weiß ich nicht. Aber ich bin ja auch kein Diplomat.

ist mir wurscht

helmut71, 10.06. 10:39

wenn Arschkriecherei bei Despoten Vorteile bringen, solls mir recht sein. Darin hat Österreich viel Tradition.
Ansonsten liegt Russland geografisch gsd weit genug weg, als dass in absehbarer Zeit urlaubende Männchen ohne militärische Abzeichen auftauchen würden und Ostösterreich heim ins russische Reich holen wollen.

kakanien, 10.06. 10:56

Scheden und die baltischen Staaten denken da anders aber ist ja wurscht...

hakim, 10.06. 12:18

die scheden & wikinger sind ja auch verwandt mit den russen ;-)

helmut71, 10.06. 15:28

kakanien: die baltischen Staaten sind eh bei der NATO. Putin wird sich hüten...

rebekka7, 10.06. 19:58

@helmut71

Ich würde mir weniger Sorgen machen um Wladimr Putin und die angebliche Gefahr die von Russland durch ihn ausgeht, als mir mehr Gedanken machen über Donald Trump mit seinem Amerika First Problem.

xcorleone1985x, 10.06. 20:07

Gedanken sollte sich eher die globalistische Gemeinschaft unter der Regie Merkel und Macron machen, während Trump und Putin die Weltpolitik diktieren.

rebekka7, 10.06. 20:11

Während die G6 + 1 bereits in den letzten Zügen liegt, entwickelt sich eine neue WG+X Gemeinschaft.

Würde mich nicht wundern, wenn in nicht ferner Zukunft die USA zu dieser neue WG dazu gehören wird. Dann können die anderen einpacken.

ibins, 11.06. 09:46

rebekka7, ich glaube ja, dass mit dem Ausscheren der USA sich die G6 vermehrt um Gemeinsamkeiten bemühen werden. Nicht selten haben solche internationale Verschiebungen zu neuen Kontakten geführt. Wenn ein großer Markt zusehends verloren geht, muss man sich einen oder mehrere neue Märkte suchen. Und man wird sie finden. Und solche Märkte müssen nicht nur wegen Zöllen verloren gehen. Da gibt es auch jede Menge andere Gründe.
Ich bekomme wegen Trump sicher keine kalten Füße. Es wäre nur eben auch langsam an der Zeit, sich auf diesen etwas eigenwilligen Herrn einzustellen. Und auch er wird dereinst erkennen, dass die einfachsten Mittel oft nicht so die besten sind, wie sie angepriesen werden. Ich bin durchaus ein Anhänger davon, zuerst einmal schnell umsetzbare wirksame Mittel einzusetzen und dann die Strategie weiter zu entwickeln. Ich erkenne nur noch keine wirklich ausgeklügelte Strategie. Die Zölle auf Stahl und Aluminium braucht man aber auch nicht gleich über zu bewerten. So unglaublich viel ist das noch nicht.

ibins, 11.06. 09:49

Und ob Trumpelstielzchen was unterschreibt oder nicht, hat auch nicht sooo die Bedeutung. Diese ganzen Erklärungen sind für sich gesehen noch nicht wirklich bedeutend. Wenn danach aus einer solchen nicht wirklich auch was gemacht wird, sind die schneller vergessen, als sie formuliert wurden. Und wenn die Formulierung schon so ein Gewürge war, war sie auch nichts wert.

Frieden und Fortschritt sind die wichtigsten Ziele in der neuen

prophezeien, 10.06. 09:48

russischen Außenpolitik. Die Sportnation Russland im Fußballfieber. Ein neues Großereignis in Moskau. Österreich und seine Regierung hat viel dazu beigetragen den Frieden zu stärken. Der Sport als Verbinder der Völker. Wien als Friedenszentrum der Welt. Österreichs neue Initiative ??

inventor, 10.06. 10:10

In Moskau und 10 anderen Städten Russlands.

prophezeien, 11.06. 08:56

@inventor Es ist richtig es gibt viele andere Orte auch.
Moskau, St. Petersburg, Nischni Nowgord, Saransk, Kasan, Jekaterinburg, Rostow Am Don, Samara Wolgograd, Sotschi.
Die friedlichen Spiele sollen beginnen und die Welt verzaubern.
Der Göttervogel soll sein Auge öffnen.

prophezeien, 11.06. 08:58

Und natürlich Kaliningrad auch noch als Außenposten im Nordwesten.

ibins, 11.06. 09:40

Ist das jetzt schon russische Propaganda oder nur private Meinung? Wenn ein Land derartige Propaganda verbreiten muss, bekomme ich echt Angst. Ist ja nicht das erste Mal, dass mit einer sportlichen Großveranstaltung die "Friedlichkeit" propagiert wurde und unmittelbar danach der Weltkrieg gestartet wurde.

Hauptsächlich Kunstwerke niederländischer Maler werden gezeigt, die

vollkoffer, 09.06. 23:36

beider Seiten haben nix anderes zu tun, um darum zu politisieren, man kann es kaum packen.

inventor, 09.06. 23:40

Gesehen?

lokivonasgard, 10.06. 01:32

@vollkoffer, 09.06. 23:36
Nun das könnte aber auch an dem besonderen Verhältnis im 17. und 18. Jh zwischen Russland und den Niederlanden liegen. Schon mal von Zar und Zimmermann gehört?

Ich habe mir heute die Ausstellung im Kunsthistorischen Museum angesehen

veryfine, 09.06. 18:13

https://www.khm.at/besuchen/ausstellungen/die-eremitage-zu-gast/

Toll gemacht hupft es einen förmlich an wie sehr hier eine lange gemeinsame Tradition vorhanden ist. Die Habsburger dieselben großen europäischen Maler gesammelt haben wie die Romanows, die Architektur ganz ähnlich ist etc. Gut, das so schön vor Augen geführt zu bekommen und selbstverständlich drängt sich da auch der Gedanke auf wie Europa global wohl dastehen würde, wenn es Russland mit an Bord hätte. Sogesehen-ja natürlich sind gute Beziehungen wichtig. Was denn sonst?

veryfine, 09.06. 18:16

so gesehe kann man es auch als ein spannendes Symbol sehen,dass Putin diese Ausstellung bei seinem Wien-Besuch eröffnet hat!

bananarama, 09.06. 19:55

veryfine
du müsstest sagen: Gute Beziehungen WÄREN wichtig. Davon ist man derzeit Lichtjahre entfernt. Überall sind Egoisten an der Macht, aber sie wurden auch gewählt. Also will man keine guten Beziehungen. Und es ist auch keine Besserung in Sicht.
Ich hab mehrere Jahre in Russland gelebt, ich mag die Russen, ihre Fest- und Feierkultur und ihre Gastfreundschaft, auch ihre Trinkkultur und ihre Mentalität, die auf Arbeit und Leistung weitgehend pfeift :-) Das alles passt halt auch nicht so gut zu unserer Spießergesellschaft (das wissen wohl auch Kurz und seine Streberpartie nicht :-))
Russland ist halt auch das größte Land der Welt und immens reich an Rohstoffen (und weiß das klarerweise!). Die will es natürlich alleine verscherbeln, daher keine zu enge Kooperation mit Europa. Norwegen und die Schweiz wollen ja auch ihre eigenen Wege gehen, niemand will teilen. So wird man sich auch weiterhin mit Misstrauen und Paranoja begegnen. Irgendwie schade...

veryfine, 09.06. 20:06

bananarama: Wem sagst du das. Sehe ich auch so! Auch ich habe nebstbei persönliche Russlandbezüge-mein Bruder hat über viele Jahre Geschäftsbeziehungen gepflegt und war sehr häufig dort, ich hatte eine russische Schwägerin, hab diverse andere Kontakte mit diesem Background und habe sowieso immer schon die großen, alten russischen Literaten geliebt. Favorit: Der Idiot von Dostojewski! ;-)
Wo ich dir nur widerspreche-ich denke schon ( kann mich natürlich irren), dass Putin anfangs der 2000er Jahre sehr ehrlich die Hand Richtung Europa ausgestreckt hat, da war schon auch sehr viele Dummheit und Überheblichkeit seitens der europäischen Politiker mitverantwortlich, dass die Beziehungen sich nach und nach verschlechtert haben.

veryfine, 09.06. 20:17

da brauche ich auch nur an die böswillige Auslegung von Putins Vorschlag von einem gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok denken. Interessanterweise scheint man diesbezüglich langsam umzudenken.

bananarama, 09.06. 20:28

veryfine
ob Putin ehrlich die Hand Richtung Europa ausgestreckt hat damals? Vielleicht... Ich war von 2002/3 bis 2007 in Russland, da waren die Beziehungen in der Tat noch besser.
Ich mochte immer Tolstoj am liebsten. Obwohl ein langsamer Leser, hab ich seine großen Romane verschlungen. Anna Karenina, Auferstehung - und schließlich hab ich auch noch Krieg und Frieden gepackt. Großartig! Schade, dass man Tolstoj heute in Russland nicht schätzt. Passt nicht in die heutige Zeit mit seinen "altmodischen" Werten...
Ach ja, und ich mag Oblomov - den Helden von Gontscharows gleichnamigen Roman. Der Typ, der hunderte Seiten im Bett verbringt, aus Faulheit und Trägheit :-) Genial!! (ich bin manchmal auch sehr faul...)

veryfine, 09.06. 20:33

hihi-das kommt mir bekannt vor :-)

bananarama, 09.06. 20:36

die RussInnen hätten es auch fast geschafft, mich unter die Haube zu bringen. Vielleicht hätt ich damals zuschlagen sollen. So bin ich immer noch Junggeselle :-/ in Russland ist es eben wichtig, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Viel wichtiger als Job und Karriere...

veryfine, 09.06. 20:40

bananarama: wenns gepasst hätte, wärst der Haube eh nicht ausgekommen :-)

bananarama, 09.06. 20:42

ja, stimmt. Die Russen sehen das auch so ähnlich. Du hast vielleicht etwas von einer "russkaja dusha", veryfine, von einer "russischen Seele".
Und ich bleib weiter ein lonely cowboy :-)

bananarama, 09.06. 20:43

und reite dem Sonnenuntergang entgegen :-)

lokivonasgard, 09.06. 20:44

@veryfine, 09.06. 18:13
Natürlich haben Russland und Österreich viel gemeinsam. Beide blicken auch auf eine lange und sehr wechselvolle Geschichte (die sich teils überschnitt) zurück.

Ich erachte die Fragestellung an sich für unglücklich. Denn es geht eigentlich gar nicht um "Russland", sondern um die Regierung unter Putin. Und da muss man die Völkerrechtsverletzungen, initiiert durch diese Regierung sehr wohl ansprechen und auch mit entsprechenden Konsequenzen belegen, so solche Verletzungen stattfanden.

Es gibt starke Parallelen zwischen der Vorgehensweise des deutschen Reiches in den 30igern Jahren (Sudetenland und Österreich) und Putins in den letzten 20 Jahren (Georgien, Moldavien, Ukraine). In beiden Fällen wurden die Nachbarn zunächst politisch destabilisiert - in beiden Fällen mit Verweis auf die dortige Bevölkerung - um sich anschließend Stücke oder ganze Nachbarn einzuverleiben. Ich denke, dass es eine Lehre aus den 30iger Jahren ist, dass man solches nicht einfach hinnehmen darf.

@bananarama, 09.06. 19:55
Ich liebe auch Russland. Aber ich stehe den Aktivitäten der russischen Regierung überaus skeptisch gegenüber.
Am meisten liebe ich an Russen, wenn sie in eine melancholische Stimmung verfallen. NIEMAND und in keiner anderen Sprache auf der Welt kann man das besser ausdrücken, als auf russisch.

@veryfine, 09.06. 20:06
Dostojewski ist in der Tat zu Recht einer der Giganten der Literatur. Wobei mir persönlich die Poesie Puschkins besser gefällt.

@bananarama, 09.06. 20:28
Von Tolstoi hat mir "Peter der Große" am besten gefallen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen.

Von den moderneren Sachen mag ich Arkadi Gaidar am liebsten - da kam immer der Revolutzer in mir durch als Kind ;o)

veryfine, 09.06. 20:44

damit kann ich durchaus leben- Und du ja offensichtlich auch :-)

veryfine, 09.06. 20:46

oje loki-reden wir lieber nicht über Georgien und die Ukraine,da kommen wir unter Garantie nicht zusammen. Mag ich in meiner angenehmen Stimmung heute auch gar nicht erst anzetteln :-)

veryfine, 09.06. 20:50

aber ich denke gerade an dieses wunderbare, tief berührende Volkslied, gesungen von einem einzigartigen Chor-Gänsehaut: https://www.youtube.com/watch?v=CfWHPxUTwFQ

kakanien, 09.06. 20:52

veryfine
Tschetschenien? Meines Wissens über 160.000 Tote...

bananarama, 09.06. 20:55

ich stehe Putin und seiner Entourage auch sehr kritisch gegenüber, @loki, aber irgendwie bin ich heute auch eher harmoniebedürftig, wollte veryfine da nichts entgegnen. Russland mag ich eigentlich sehr gerne, die Russen natürlich auch, obwohl ich in vielem nicht übereinstimme mit der Mehrheit dort.
Ich würd gerne wieder mal dorthin fahren, mit Freunden essen und trinken, auch in Melancholie verfallen und nicht an das Morgen denke... Wie ich das früher oft gemacht habe...
Puschkin ist nach wie vor der große "Gott" der Russen. Jede(r) Russe/in kann etwas aus seiner Feder zitieren... Ich hab das in keinem Land der Welt erlebt, dass es so einen klaren, unbestrittenen Helden gibt. Puschkin ist ihr ein und alles... Als ich einmal sagte, mir gefalle Tolstoj besser als Puschkin, war das ein Riesen-Fauxpas...
(übrigens hatte Puschkin Migrationshintergrund, wisst ihr vermutlich eh, loki und veryfine)
Ein weiterer Fauxpas: Ich konnte einmal vor versammelter Kollegenschar ein Goethe-Gedicht nicht rezitieren... Megapeinlich in Russland...

veryfine, 09.06. 20:57

das ist eine noch bessere Aufnahme: https://www.youtube.com/watch?v=B38fAnDwe7A

kakanien: kein Thema, Tschetschenien ist ein schlimmes Kapitel. Aber auch eine andere Geschichte als die von loki angesprochenen Dinge.

veryfine, 09.06. 21:02

bananarama: dir könnte ich bei diesen Erzählungen ewig "lauschen"! Das gehört wohl auch zu den traurigen Realitäten in dieser Geschichte, dass hierzulande die Menschen viel zuwenig über Russland und die Menschen wissen und wie man auch in den Diskussionen zur Zeit des Putsches in der Ukraine gesehen hat, hauptsächlich an negative Erfahrungen , die ihre Verwandten aus den Kriegszeiten erzählt haben bzw an das Sowjetregime denken und das vorwiegend mit Russland assoziieren.

lokivonasgard, 09.06. 21:03

@veryfine, 09.06. 20:50
Bei dem Lied werde ich immer ganz melancholisch:

https://www.youtube.com/watch?v=KairmsARpyo

@bananarama, 09.06. 20:55
Hier ein Puschkin ;o)
Vergessen sah im Buch ich liegen
Ein Blümchen, das den Duft verlor;
Und seltsame Gedanken stiegen
In meiner Seele da empor:

Wo blühte es? in welchem Jahre?
Wie lange? und wer pflückt' es ab?
Stak einem Mädchen es im Haare?
Warum fand es im Buch sein Grab?

Erinnerung an ein Wiedersehen,
An eines Abschieds Schmerzgewalt,
An einsames Spaziergehen
Im stillen Feld, im dunklen Wald?

Ist sie noch seines Lebens Freude?
Wo sind sie nun, an welchem Ort?
Sind Glück und Leben schon für beide,
Wie diese Blume hier, verdorrt?

Und nein, ich wusste nicht, dass er Migrationshintergrund hatte. Aber wer hat das nicht im Grunde? ;o)

Beim Goethe wäre meine erste Wahl der Osterspaziergang. Ich liebe einfach den Faust 1 - ein echtes Action-Drama der Klassik, wie auch so vieles von Shakespeare ... Als zweites hätte ich ein paar Strophen vom Zauberlehrling drauf, in der Hoffnung, dass es keiner bis zum Ende hören wöllte *rotwerd*

veryfine, 09.06. 21:11

loki: wunderschön-ein russischer Chansonier. Chansons haben ja immer irgendwie einen Touch von Melancholie. Und Puschkin-einfach wunderschöne Poesie! Bei uns fiele mir das Rilke ein.

veryfine, 09.06. 21:11

da nicht das...

bananarama, 09.06. 21:12

danke, veryfine.
Ja, die Vergangenheit bietet natürlich traurige Kapitel, vor allem den 2. Weltkrieg. "Großer Vaterländischer Krieg" nennen den die Russen. Was aber erstaunlich ist: Im großen und ganzen mögen die Russen die Deutschen. Es gab da mal eine Umfrage, welches Volk sie am liebsten mögen. Hinter den Weißrussen landeten da die Deutschen an zweiter Stelle. Und auch ich hab das erlebt, dass man uns mag (Ösis werden oft mit Deutschen gleichgesetzt...). Ich war echt erstaunt, hatte anderes erwartet... Man bewundert die Deutschen irgendwie wegen der Pünktlichkeit und der Ordnung, lacht aber auch insgeheim über ihre Spießigkeit :-)
@loki. Danke für das schöne Gedicht! Ich sollte es auswendig lernen...
Übrigens: Das mit dem Goethe-Gedicht stimmt nicht. Da hab ich geflunkert, ich hab euch belogen, sorry. Einer Kollegin von mir ist aber so was ähnliches mal passiert. In Russland ist Auswendiglernen ein wichtiges Kulturgut. Ich sollte aber einmal vor Schülern ein deutsches Gedicht aufsagen, mir fiel so schnell keines ein, und da sagte ich dann spontan den Text eines deutschen Schlagers auf. So zog ich den Kopf aus der Schlinge... :-) bei einem Goethe-Gedicht zu stocken blieb dann aber meine "Urangst", solange ich in Russland lebte... Ich wache noch manchmal schweißgebadet in der Nacht auf :-)

veryfine, 09.06. 21:20

bananarama: das führen viele an. Ich denke dabei immer an Susanne Leonhard, deren Buch " das gestohlene Leben" mich sehr beeindruckt hat. Dort erzählt sie etwa wie Mitgefangene in den Stalin Lagern auf die deutschen Truppen, die damals in der Ukraine einmarschierten, hofften,weil sie sie als Befreier gesehen haben. Und diese unfassbar kluge, strikt nüchtern denkende Frau dachte still für sich " vom Regen in die Traufe! "

und ad Rezitieren: da müsste ich heute wohl passen. Hesse und manches von Heine bekäme ich noch zusammen und Versatzstücke von Goethe :-)

veryfine, 09.06. 21:28

das habe ich jetzt deswegen assoziiert, weil ich mir so ansatzweise erklären kann,warum man trotz der enormen Opfer die Deutschen nicht hasst. Was aber hier unterschätzt wird ist, dass die Wunden des großen vaterländischen Krieges dennoch so tief sitzen,dass die Expansionspolitik der NATO und die Putin Dämonisierung nur diesem selbst in die Hände spielen.

bananarama, 09.06. 21:35

da stimme ich dir zu, veryfine.

bananarama, 09.06. 21:38

aber diese doch recht ausgeprägte Sympathie für die Deutschen in Russland hat mich echt überrascht. Und dieser Eindruck stimmt schon, ich hab echt viele Russen aus allen Schichten kennen gelernt und bin auch tief in die Provinz gekommen. Am ehesten gibt es Vorbehalte in der Provinz, aber generell steht man den Deutschen wirklich nicht negativ gegenüber. Eher sind die Russen empfindlich, wenn man dem russischen Patriotismus und dem Gedenken an den "Vaterländischen Krieg" kritisch gegenüber steht.

veryfine, 09.06. 21:38

wenn ich vielleicht eines noch ganz persönlich in all meiner Subjektivität sagen darf-meine größte Sorge ist nicht Putin, den ich mit all seinen Mängeln für berechenbar und rational halte, sondern die Frage, wer bzw was nach ihm kommen wird.

jimmyantipolis, 09.06. 21:46

Es gibt starke Parallelen zwischen der Vorgehensweise des deutschen Reiches in den 30igern Jahren (Sudetenland und Österreich) und Putins in den letzten 20 Jahren (Georgien, Moldavien, Ukraine)

Noe, die gibt es bezüglich georgien und Moldawien definitiv nicht, diese Behauptung ist eine dreiste geschichtsluege.
Alle der diesbezüglichen Gebiete haben sich von den Sowjetrepublik, zu denen sie mal gehörten, bereits vor dem Austritt dieser teilrepubliken aus der Sowjetunion von diesen teilrepubliken abgespaltet (also, bevor diese selbstständige Staaten wurden) und stehen schon seit Jelzin unter dem Schutz Russlands vor ihrer heimholung.

veryfine, 09.06. 21:48

aber umgekehrt so wie die Welt jetzt auf dem Nationalismus Trip ist, wird das eh auch schon wurscht sein,wenn es so weiterläuft. Wenn alle ihre eigenen Interessen als unverrückbar First bezeichnen, kanns früher oder später nur heftig krachen!

rebekka7, 09.06. 22:06

@veryfine und @bananarama

Wer echt angenehm, Euer Zwiegespräch mit zu verfolgen.

Kann inhaltlich nur voll zustimmen !

fromist, 09.06. 22:09

@banaanaram. Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Ich würde den Unterschied von Russen und Amerikanern so umschreiben.
Du hast einen amerikanischen Freund dem du Geld schuldest und einen russichen Freund dem du ebenfalls Geld schuldest. Du kannst die Schulden aber nicht begleichen. Der Amerikaner wird sagen--- ist mir egal du musst bezahlen sonst verklage ich Dich. Bei Geld hört die Freundschaft auf. Der Russe wird sagen. Ach die Freundschaft ist mir wichtiger. Pfeif auf das Geld. Trinken wir einen Wodka.

inventor, 09.06. 22:21

@banarama
Noch ein Vorschlag:

Vergönne dir "Schlaf schneller, Genosse!"
Erzählungen von M. M. Soschtschenko!

inventor, 09.06. 22:40

Begeistert von Tschechows Stücken (wie Der Kirschgarten, Die Möwe, Drei Schwestern, Onkel Wanja) und Gogols "Der Revisor". Sehr beeindruckt von Dostojewskis "Die Brüder Karamasow" und Puschkin (Eugen Onegin; Novellen). Lermontow nicht zu vergessen!

lokivonasgard, 09.06. 23:26

@veryfine, 09.06. 21:11
Eigentlich ist es ein russisches Volkslied. Ich habe es auch als Balalaika-Song ohne Text, da gefällt es mir sogar noch besser. Leider nicht im Internet gefunden... Und ja, es gibt wenige Lieder, die einen mit wenigen Takten in vollkommenen Melancholie schießen können. Für mich zählen einige russische Lieder dazu. Ich habe auch eine Schallplatte aus den 60igern, auf denen sozusagen moderne russische Volkslieder sind. Ich LIEBE diese Platte!

@bananarama, 09.06. 21:12
Für mich ist es ein Ausdruck von Bildung, wenn man auch etwas von den Nationaldichtern zitieren kann. Muss ja nicht gleich immer eine ganze Ballade vom Schiller sein. Aber ich treffe heutzutage zunehmend Menschen, die kein einziges Stück von Schiller benennen, geschweige denn zitieren könnten. Ähnlich mit Goethe, Herder, Lessing, ...

@veryfine, 09.06. 21:20
Heinrich Heine mit seiner teils unglaublich bissigen Art ist wirklich was feines. Lustig finde ich, dass er auch wirklich anzügliche Gedichte schrieb, wie so manch anderer große auch (Goethe sowieso, aber auch ein Wilhelm Busch hatte es faustdick hinter den Ohren), von den echten "Klassikern" Hartman von Aue oder Walther von der Vogelweide ganz zu schweigen - in deren Werken es hintergründig gehörig zur Sache geht. Sie haben sich bewusst gegen die klerikale Literatur ihrer Zeit gestellt.

@veryfine, 09.06. 21:28
Eine weitere Erklärung ist, dass sich Russland häufig über das erduldete (!) von außen zugefügte Leid definiert hat. Das war unter dem Mongolenjoch genau wie im 2. WK. Nachdem das Mongolenjoch endgültig abgeschüttelt war, stürzte das Reich gleich mal in eine veritable Staatskrise... Böse formuliert will der Russe irgendwie leiden, dann ist er erst vollständig.

Ich denke nicht einmal, dass die Wunden des Vaterländischen Krieges so tief sitzen. Was aber für Russen unendlich demütigend in den 90iger Jahren war: Dass man ihnen den Stolz des Sieges teilweise madig machte. "Der Russe" (sofern man das überhaupt so sagen darf) ist unglaublich leidensfähig, so lange er dadurch Grund zum Stolz hat. Ich habe in den 90igern wirklich traurige Szenen in Russland erlebt, wo Soldaten ihre Orden aus dem 2 WK verkaufen mussten, weil sie mit ihrer Pension nicht über die Runden kamen. Das war eine unendliche Sauerei.

@jimmyantipolis, 09.06. 21:46
"diese Behauptung ist eine dreiste geschichtsluege."
Wohl kaum.

@inventor, 09.06. 22:40
In der Tat, großartige Autoren. Die Möwe habe ich ganz vergessen...

lokivonasgard, 09.06. 23:28

Ach eines noch für die Nacht: Hat jemand von euch schon mal Volkslieder in einer russischen Kirche gehört? Ich hatte mal das Vergnügen, da waren wir in einer winzigen Kirche nahe Moskau - eigentlich nur ein Altarraum. Plötzlich kamen zwei Mädels und ein Bursche rein und haben gesungen. Die Akustik war unfassbar...

jimmyantipolis, 09.06. 23:59

Wohl kaum

Selbstverständlich ist es eine dreiste geschichtsluege. Habe meine Argumente dazu uebrigens angeführt, während Herr lokivonasgard nichts anderes als unbegründete Behauptungen in den Raum stellt.

inventor, 10.06. 00:00

prodolschenie sledujet

lokivonasgard, 10.06. 01:06

@jimmyantipolis, 09.06. 23:59
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaukasuskrieg_2008

"Im September 2004 legte der neue georgische Präsident Micheil Saakaschwili der UN-Generalversammlung einen Plan vor, der unter anderem Südossetien und Abchasien wieder in Georgien eingliedern sollte. Die beiden abtrünnigen Gebiete lehnten den Plan ab. Nach der Errichtung eines Kontrollpunktes an der Transkaukasischen Fernstraße durch Georgien verschlechterten sich die Beziehungen deutlich. Wiederholt kam es zu Schusswechseln zwischen georgischen und südossetischen Einheiten. Ein im Juli 2004 in Moskau unterzeichnetes Waffenstillstandsabkommen konnte die Region nicht dauerhaft befrieden.

Schon jahrelang gab es Scharmützel zwischen Georgien und den Separatisten. Der ehemalige georgische Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili erklärte im September 2008, dass Georgien bereits 2005 eine Militäroperation zur Rückeroberung Südossetiens und Abchasiens geplant habe. Ende 2006 führten beide Seiten konkurrierende Volksabstimmungen und Präsidentschaftswahlen durch, an denen die Gegenseite jeweils nicht teilnehmen konnte. Während die Osseten nahezu einheitlich für eine Unabhängigkeit stimmten, sprachen sich die südossetischen Georgier genauso geschlossen für eine Wiedervereinigung aus. Der Europarat [!] nannte das südossetische Referendum „ungerecht, unnötig und nicht hilfreich“, während das russische Außenministerium erklärte, man hätte es mit einer „freien Meinungsäußerung des Volkes“ von Südossetien zu tun, die durch „demokratische Prozeduren“ zustande gekommen sei.[wenn das nicht ident zum Verhalten des deutschen Reiches ist, was dann?]

Am 22. Januar 2006, während der Heizperiode, unterbrachen zwei Explosionen die Erdgas-Pipeline aus Nord-Ossetien nach Tiflis; zur gleichen Zeit kam es in derselben Gegend durch Sabotage an Elektrizitätsleitungen auch zu Stromausfällen in Georgien. [Und auch die Destabilisierung ist ident] Am 27. September 2006 verhaftete Georgien vier russische GRU-Offiziere und elf georgische Staatsangehörige wegen Spionageverdachts. Am Tag darauf berief Russland seinen Botschafter Kovalenko und weitere Mitarbeiter aus Tiflis zurück. Präsident Putin bezeichnete die Verhaftung als Geiselnahme und Staatsterrorismus.[Sogar die Wortwahl ist vergleichbar] Am 2. Oktober übergab Georgien die russischen Geheimdienstler an die OSZE; sie reisten noch am selben Tag nach Moskau. Tags darauf brach Moskau alle Verbindungen nach Georgien ab"

inventor, 10.06. 09:53

okantschanie sledujet

lada, 10.06. 16:40

Anna Karenina, Krieg und Frieden - LEW Tolstoy
Peter der Erste - ALEXEI Tolstoy

Die beiden sind nicht verwandt.

bananarama, 11.06. 00:01

fromist
da magst du recht haben. Man unterscheidet in volkstümlicher Hinsicht ja zwischen "Kokosnussvölkern" (außen hart und innen weich) und "Pfirsichvölkern" (außen weich und innen hart). Die Russen sind ziemlich eindeutig ein Kokosnussvolk. Was den ersten Eindruck betrifft meist barsch und reserviert (sie lächeln z. B. fast nie "ohne Grund"; und russische Verkäuferinnen sind oft extrem unfreundlich - ein japanischer Freund von mir erschrak da manchmal fast zu Tode...), wenn man sie besser kennt, tauen sie aber auf. Oft kann man dann letztlich alles haben von einem Russen. Ich liebe das.

campino, 09.06. 15:06

Putin sollte mehr zur EU halten trotz Turbulenzen in der EU als zu dem Wappler Trump.
Dennoch sollte sich Putin mit Trump treffen. aber lieber nicht in Österreich, sondern sonst wo. Nordkorea würde sich doch gut eignen für ein Meeting for Trump and Putin.

rebekka7, 09.06. 22:14

Hauptsache die Beiden finden überhaupt ein neues Gesprächsklima miteinander, egal wo auf diesem Globus.

Österreich hat die Wende bei den Sanktionen eingeleitet

povolny, 09.06. 06:36

Angesichts der noch unter Obama zwecks wirtschaftlicher Kriegsführung verordneten Sanktionen regte sich von Anfang an Unbehagen innerhalb des Westblocks.
Europa hat einen Lagevorteil im Handel mit dem Fernen Osten. Den USA ist im Hegemoniewahn die eigene Landmasse nicht groß genug, weshalb sie ihr Imperium über die ganze Welt aufspannten.
Die Großmacht Russland hat gemeinsam mit China Trümpfe im Ärmel, die Europa aus der Krise helfen können: Durch die Neue Seidenstraße auf der Schiene wird Wirtschaftswachstum wieder möglich. Seltsam ist, dass gewisse Meinungsträger in der EU wie ferngesteuert gute Beziehungen zu einem friedlichen Russland schlechtreden.
Unzuträglich für gute Beziehungen ist jedenfalls, dass entlang der russischen Grenze sich die NATO eingegraben hat. Dazu kommt, dass Westpropagandisten diese aggressiven Handlungen als friedenserhaltende qualifizieren und die Bedeutung wichtiger Sprachinhalte ungeniert uminterpretieren.
Wenn also immer mehr Staaten in Europa die Sinnlosigkeit der Sanktionen offiziell einsehen, kann dies nur zu einem neuen Frühling nach dem verordneten Winter führen.

matschgerant, 09.06. 07:45

„Angesichts der noch unter Obama zwecks wirtschaftlicher Kriegsführung verordneten Sanktionen regte sich von Anfang an Unbehagen innerhalb des Westblocks.“

Noch viel mehr Unbehagen löste damals die Perspektive eines bewaffneten Konfliktes zwischen NATO und Russland aus. Manche mögen nicht erkennen, wie knapp es war. Und die Ostukraine ist nach wie vor eine von Russland immer wieder erneuerte Zündschnur. Im Übrigen sind die Gegensanktionen von Russland wirtschaftlich gesehen fast schärfer.

matschgerant, 09.06. 07:53

„... dass entlang der russischen Grenze sich die NATO eingegraben...“
Meines Wissens nach ist eine Grenze eine Grenze. Russland massierte schon vorher angstauslösend Einheiten in Sichtweite der Baltennrepubliken, wie es es auch im Falle von Krimannektion und dem selben Versuch in der Ostukraine gemacht hatte. Die meisten gefallenen Russen gibt es glaube ich im Donbass, also westlich der Grenze, wo sie nicht hingehören...

zwosi, 09.06. 08:55

povolny: wodurch hat Ö eine Wende "eingeläutet" ? Durch wiederholte (und weiterhin jederzeit wiederholbare) Zustimmung zu den Sanktionen etwa?

kiscat, 09.06. 09:08

Ö will sicherlich nicht als einziger EU-Staat vorpreschen, aber deponiert ist es und vielleicht kommen doch auch andere dazu.
Vielleicht hebt Russland auch einmal die "Gegensanktionen" für Österreich einseitig auf? Wäre vielleicht ein guter Schachzug.

zwosi, 09.06. 09:26

kiscat; warum wäre das "ein guter Schachzug"?
Die Absicht hinter solchen ist doch, einen Gegner zu besiegen, oder ? Man kann keine Partie gewinnen, ohne dass jemand eine verliert.

silke71, 09.06. 09:59

...massierte schon vorher angsteinlösend Einheiten....Mannomann es ist aber doch ein kleiner Unterschied ob man Einheiten auf seinem eigenen Staatsgebiet in Reaktion auf multinationale Truppen der Nato an seine eigene Grenze verschiebt oder nicht? Wenn Russland also Truppen in seinem eigenen Land verschiebt ist das also angsteinflössend aber wenn die Nato immer mehr multinationale Truppen in verschiedenen Ländern an die russische Grenze schickt ist das alles kein Problem und normal? Wenn die Nato ein manöver in der ukraine abhält ist das normal? Und zwecks zündschnur und ukraine ist es sicherlich auch Russland das da eskaliert wenn die Ukraine eine zaubershow mit babtschenko abliefert, Russland öffentlich des Mordes beschuldigt also offen lügt und falsche Beweise präsentiert und alle westlichen Staaten die diese Show geglaubt haben als komplette Vollidioten dastehen hat lassen? Mit dieser Aktion hat die Ukraine beweisen was man von den Anschuldigungen gegen Russland in der Vergangenheit zu halten hat nämlich überhaupt nix. Es wäre mal an der Zeit das die eu die Ukraine an die Leine nimmt.

jimmyantipolis, 09.06. 11:20

Die Absicht hinter solchen ist doch, einen Gegner zu besiegen, oder ? Man kann keine Partie gewinnen, ohne dass jemand eine verliert.

Nun, bei dieser Partie koennen beide Seiten nur verlieren.

zwosi, 09.06. 14:54

jimmy: drum war der Vergleich mit Schach schwach, dort geht das nicht.
Zum Rest: es kann auch zum Nutzen aller ausgehen. Eine Rückbesinnung auf lokales WIrtschaften könnte großen ökologischen Gewinn, und damit wirklich Gewinn für die Menschheit mit sich bringen.

jimmyantipolis, 09.06. 15:31

Eine Rückbesinnung auf lokales WIrtschaften könnte großen ökologischen Gewinn, und damit wirklich Gewinn für die Menschheit mit sich bringen.

Das ist nur begrenzt möglich. Schon alleine, weil die einen die Rohstoffe, die anderen enorme Mengen am Arbeitskräften, andere wieder mehr Technologie und Know how haben und es auch nicht besonders sinnvoll waere, wenn alle dasselbe machen. Aber was man genauso gut im Lande herstellen kann, sollte man auch tun

zwosi, 09.06. 19:24

Nona ist es nur mit Einschränkungen möglich. Es gibt (außer mir) nix perfektes.

Die G7 Teilnehmer

libertär, 08.06. 23:07

streiten öffentlich, ob Russland wieder teilnehmen soll (nachdem Trump diesen Wunsch geäußert hat). Inzwischen hat der russische Präsidentensprecher Peskow schon mitgeteilt, dass Russland es vorziehe, sich auf andere Formate zu konzentrieren.

bananarama, 08.06. 23:11

Russland kann sich ruhig auf "andere Formate" konzentrieren. Das ist nur Geschwätz. In Wirklichkeit brauchen sie Europa und den Westen allgemein wie die Luft zum Atmen. Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. In Russland hat man sich immer am Westen orientiert, die ganze Kultur ist auf den Westen ausgerichtet und misst sich ständig mit Europa. Mit Asiaten können die Russen in ihrer bildungsbürgerlichen Tradition gar nicht so megamäßig viel anfangen.... Das ist ja gerade das traurige Dilemma von Putin & Co...

kiscat, 09.06. 00:23

Es ist eher ein Dilemma für die EU, dass sich die USA zumindest für die nächsten Jahre von Europa verabschiedet hat. Da hat man sich unter der Führung von NATO/USA mit Russland zerstritten und jetzt wird man vielleicht zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich die USA ohne EU wieder an Russland heranpirschen.
Dabei hätte ein Blick auf die Landkarte gezeigt, dass Russland größter Nachbar der EU ist und ein Blick in die Geschichtsbücher, dass Russland immer ein europäisches Land war.
Zum Glück ist man in Österreich gscheit.
Russland wieder zurückholen wird sicherlich erst möglich sein, wenn einige Machthaber der EU mit Realitätsverlust keine Machthaber mehr sind. Und wenn die Briten draußen sind.

Einer geeinten EU könnten die USA

oversixty, 08.06. 21:12

nicht mehr diktieren, welche Länder sanktioniert werden sollen, ohne sich selbst mehr zu schaden.

Leider ist Deutschland nicht auf der Seite einer geeinten eigenständigen EU ohne abhängig zu sein von irgend einer der Großmächte. Weder Die USA, noch eine andere Großmacht könnten es sich leisten, eine geeinte EU wirtschaftlich mehr zu schaden als gleichzeitig sich selbst.

inventor, 09.06. 16:28

Deutschland wird (nichtständiges) Sicherheitsratsmitglied.

Während unter einer Präsidentin Clinton die Konfrontation eher

dosimeter, 08.06. 19:49

USA + Europa gegen Russland + IslamistInnen (+ China?) vorhersehbar schien,

könnte unter Präsident Trump nun eine Konfrontation

USA + Russland gegen Europa + China + Japan eskalieren,

wobei die IslamistInnen das Zünglein an der Waage spielen könnten (und z.B. eine Spaltung der G8 ausützen könnten).

Anders gesagt:

Gute Beziehungen zu Russland ja - aber WESSEN Beziehungen ?

mirabeau, 08.06. 20:37

Ich habe keine Ahnung, was sie damit meinen.

dosimeter, 08.06. 21:32

Keine Sorge: Das wird bis 2022 sukzessive klarer werden.
Rechtzeitig beten kann da durchaus hilfreich sein ...

lokivonasgard, 08.06. 23:04

@dosimeter, 08.06. 19:49
"Während unter einer Präsidentin Clinton die Konfrontation eher USA + Europa gegen Russland + IslamistInnen (+ China?) vorhersehbar schien"
Wie kommst du denn zu dieser kruden Behauptung? Gerade unter Clinton fand eine Entspannung zwischen den USA und Russland statt.

kiscat, 09.06. 00:31

Was hat H. Clinton damit gemeint, als sie angekündigt hat, die Stellung der USA als Führungsmacht ausbauen zu wollen?
Trump hingegen hat ein Zurückziehen angekündigt.

silke71, 09.06. 10:03

Loki wann war Hillary Clinton präsidentin der USA?

lokivonasgard, 09.06. 13:10

@silke71, 09.06. 10:03
Und mal wieder eine Leseschwäche von dir. Das kam nicht von mir, sondern war eine Behauptung von dosimeter...

clarissa, 08.06. 12:47

Russland ist eh gestraft genug, weil da wollen nicht einmal Flüchtlinge hin, genau wie in den Iran oder nach China. Oder diese Länder haben so gute Beziehungen zu den Schleppern, dass sie deshalb verschont bleiben. Ich meine, wenn man die Geschäftbeziehungen Chinas in Afrika sich anschaut oder des Iran und Russland in Syrien. Gute Beziehungen sind schon wichtig.

lotos, 08.06. 13:19

Es freut Amerika, wenn Europe Russland ausgrenzen möchte. Das sind doch die Bestrebungen einen Keil zwischen Europa und Russland zu treiben. Ich hoffe, die Europäer sind schlau genug um dies zu erkennen.

silke71, 08.06. 14:33

Clarissa Russland hat über 1 Mio. Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. So wie es ausschaut wollten die nicht in den Westen.

rebekka7, 08.06. 14:42

@silke71

... auch eine Tatsache, die im Westen tot geschwiegen wird.

silke71, 08.06. 14:51

Ja leider wieso vieles in dieser Angelegenheit. Doch die Zeiten sind dabei sich zu ändern...

rebekka7, 08.06. 15:02

... viel zu langsam, viel zu langsam, ......

geier, 08.06. 16:15

selber schuld wenn ihr diese Bewegung von der Ukraine nach Russland nicht mitbekommen habt. Orf und co haben darüber berichtet.

zwosi, 08.06. 16:40

clarissa: Iran nimmt jedenfalls mehr Flüchtlinge auf als Deutschland.

silke71, 08.06. 16:44

Geier meinst du also die Bewegung ala babtschenko? Der ja angeblich von Russland in Kiev ermordet wurde? Das die Ukraine Russland öffentlich dafür verantwortlich gemacht hat und viele westliche Staaten natürlich sofort auf diesen Zug aufgesprungen sind um dann einen Tag später nach der wundersamen wiederauferstehung von babtschenko als vollkommene Idioten dazustehen? Geier meinst du diese Bewegung? Oder meinst du den Verfassungswidrigen Putsch gegen janukowitsch den der Westen ermöglicht und unterstützt hat? Meinst du diese Bewegung Geier? Man sollte hat schon wissen wer was zu verantworten hat bevor man hier Kommentare reinstellt die nur das eigene Unwissen beweisen.

silke71, 08.06. 16:52

Rebekka so langsam geht es gar nicht voran. Wirtschaftlich ist Russland im Wachstum angekommen, Steigerungen von über 40% im Handel alleine mit Deutschland und auch Österreich, Mrd. Verträge mit China, Ägypten, der Türkei, Iran, Indien, usw.usw. Die Währung sreserven steigen, niedrige Inflation, Rüstungausgaben werden zurückgefahren und northstraem 2 ist auch durch und schon im Bau entgegen aller Widerstände. Man muss seitens des Westens zwar nach aussen hin einen auf starken Mann bzw. Frau machen doch hinter den Kulissen sieht das glaube ich ganz anders aus.

meinkleiner, 08.06. 16:59

@silke: Russland sagt es waren 1 Mill. Flüchtlinge 2014. UNHCR sagt 120000. Jetzt sollen es laut Russland noch 200 000 sein.

silke71, 08.06. 19:57

Kleiner als erstes informierst du dich mal wieviele Einwohner im Kriegsgebiet gelebt haben bevor Kiev angegriffen hat. Dann informierst du dich wieviele jetzt noch dort leben und dann mein lieber kleiner kommst du wieder und dann reden wir nochmal über Zahlen.

meinkleiner, 08.06. 20:09

informier dich wie viele Inlandsflüchtlinge in der Ukraine sind, inkl. der Füchtlinge von der Krim! Nur so hast du einen Überblick wie viele von russischen Soldaten vertrieben wurden.

meinkleiner, 08.06. 20:13

ich spar dir das Telefonat mit dem Moskauer Büro. Es sind fast 2 Millionen und es werden schon wieder mehr, da bereits Dörfer, die 15km hinter der Kontaklinie sind beschossen werden!

lokivonasgard, 08.06. 23:17

@clarissa, 08.06. 12:47
Der Grad an Uninformiertheit ist wirklich grandios. Der Iran ist das Land weltweit mit den viertmeisten aufgenommenen Flüchtlingen. Unter den Top 10 der Staaten mit den meisten aufgenommenen Flüchtlingen befindet sich überhaupt nur ein einziger der westlichen Industriestaaten: Deutschland auf Platz 8.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12786/umfrage/aufnahmelaender-von-fluechtlingen/

@silke71, 08.06. 14:33
Interessant nur, dass die in keiner Statistik aufscheinen.

@silke71, 08.06. 16:52
"Wirtschaftlich ist Russland im Wachstum angekommen,"
Abzüglich der Inflation ist Russland immer noch im Minus mit seinem Wachstum:
Wachstum 2017: 1.55%, Inflation 2017: 6.67%
Wachstum 2018 (bisher): 1.71%, Inflation 2018 (bisher): 2.75%

@silke71, 08.06. 19:57
"bevor Kiev angegriffen hat."
Und es wird ganz im Sinne Putins weiter gelogen, dass sich die Balken biegen. Genau wie auf der Krim, wo plötzlich Soldaten ohne Hoheitszeichen auftauchten, geschah es auch im Osten der Ukraine.

silke71, 09.06. 10:12

Ja Loki wo sind denn dann die ganzen donbassbewohner hin? In die Ukraine sind sie nicht, im Westen sind sie nicht also wird es dann wohl eng oder? Du kannst Zahlen zwecks russischer Wirtschaft rechnen wie du willst doch an den Fakten wird das nix ändern und es wird also auch bei uns bei wachstumszahlen die Inflation abgezogen? Und zwecks krim: dort waren schon immer russische Soldaten stationiert laut Vertrag mit Kiev. Da wurde nicht plötzlich irgendwer hingeschickt. Und sind die seperatisten nach Kiev marschiert oder asow und aidar nazi Kampftruppen in den Osten? Also deine offenen lügen, das verharmlosen und gutheissen von nazi Kampftruppen die mit ss Runen und hakenkreuzen auf den Körper tätowiert oder auf Kampffahrzeuge gesprüht durch den Osten ziehen, den verfassungswidrigen Putsch in Kiev spricht wirklich Bände. Deine Ignoranz ist einfach unfassbar.

lokivonasgard, 09.06. 13:55

@silke71, 09.06. 10:12
"Ja Loki wo sind denn dann die ganzen donbassbewohner hin?"
Ich dachte immer, wenn sich jemand in einem Forum produziert, dass die Person sich dann im Vorfeld informiert. Lt. UNHCR sind in der Ukraine 1.845.246 Menschen auf der Flucht (http://popstats.unhcr.org/en/overview#_ga=2.2946997.461105309.1528543965-1725737820.1528543965). Davon sind 1.505.600 Personen Binnenflüchtlinge, was bedeutet, dass sie in anderen Teilen der Ukraine untergekommen sind (http://www.unhcr.org/news/updates/2015/10/5614d38e3/ukraine-fact-sheet.html). Die restlichen Flüchtlinge - so um die 340.000 Menschen verteilen sich v.a. auf die EU und Russland. Die Zahlen, welche meinkleiner, 08.06. 16:59 schrieb (also ca. 120.000-200.000 Flüchtlinge in Russland sind daher realistisch. Die von Russland behauptet 1 Mio Flüchtlinge sind schlicht erlogen.

"In die Ukraine sind sie nicht"
Diese aussage zeigt von deinem Unwissen.

"Du kannst Zahlen zwecks russischer Wirtschaft rechnen wie du willst doch an den Fakten wird das nix ändern und es wird also auch bei uns bei wachstumszahlen die Inflation abgezogen?"
Ja auch bei uns stellt man das Wachstum der Inflation gegenüber. Was denn sonst. Das eine nennt sich Brutto- das andere Nettowachstum.

"Und zwecks krim: dort waren schon immer russische Soldaten stationiert laut Vertrag mit Kiev."
Richtig. Dass diese Soldaten plötzlich ohne Hoheitabzeichen militärische aktionen durchführten, gehört ja aber wohl kaum zum Vertrag mit der Ukraine.

"Also deine offenen lügen, das verharmlosen und gutheissen von nazi Kampftruppen die mit ss Runen und hakenkreuzen auf den Körper tätowiert oder auf Kampffahrzeuge gesprüht durch den Osten ziehen, den verfassungswidrigen Putsch in Kiev spricht wirklich Bände. Deine Ignoranz ist einfach unfassbar."
Jaja. Das übliche Anschütten, wenn die Fakten dich Lügen strafen.

silke71, 10.06. 02:32

Loki zwecks Flüchtlingen kannst du dir die zahlen gerne drehen wie du willst und auch mit Deinem brutto oder netto Wachstum kannst du es dir gerne hinbiegen doch die einzige Wahrheit ist das halt nicht. 1.5 Mio. Binnenflüchtlinge in der Ukraine? Ja ganz sicher ....Und zur krim: es gehörte aber auch sicher nicht zum Vertrag das es einen westlich orientierten umsturz , auch Putsch genannt, in Kiev gegeben hat nachdem dann Politiker der swoboda Partei sich vor die Kamera gestellt haben und verlauteten das alle Verträge die janukowitsch abgeschlossen hat ,inklusive Pachtvertrag für die krim, ungültig gemacht werden. Dazu nur eine kleine Klarstellung: Putin hat weder den Maidan noch den Sturz von janukowitsch unterstützt, er ist nicht eines morgens wach geworden Hund hat sich gedacht: hed ich habe heute noch Zeit zwischen 11 und 12 uhr jetzt hole ich mir mal schnell die krim. Russland hat diese Krise nicht ausgelöst sondern der Westen. Das ist der Fakt den du und einige wenige immer wieder gerne verschweigen. Du faselst weiter oben was von völkerrechtsbrüchen von Russland und das man sie sanktionieren musste. Meine Frage,wieder mal,was ist mit den Sanktionen nach den völkerrechtsbrüchen von den USA, Saudi Arabien,Israel, gb ,Deutschland oder auch Frankreich? Es hat vor der Ukraine Völkerrechtsbrüche der sog. Westlichen wertegemeinschaft gegeben und auch danach doch sanktioniert hat man nur Russland. Also kannst du das Völkerrecht in die Tonne treten weil wenn man es immer nur einseitig sanktioniert hat es seine Berechtigung verloren. Und der letzte Absatz zwecks Anschüttungen: es ist mir schon klar das es dir unangenehm ist wenn man das Thema nazis in der Ukraine anspricht, oder die todeswelle von kievkritischen Politikern und Journalisten die totgeschwiegen wurde, die Attacken von swoboda und rechter Sektor Anhänger auf schwule und Juden in Kiev, die gewalttätigen demos, die Gesetze gegen die sprachfreiheit, die Korruption, die Opfer von Kiev im donbass, usw.usw. Da kommen von dir komischerweise keine Links und Kommentare die das verurteilen. Oder der Fall babtschenko der ja Zeit wie infam Kiev versucht Russland was anzuhängen. Wo bleibt da dein Aufschrei? Deine Verurteilung? Deine Forderung nach Bestrafung? Egal wer Nachfolger von Putin wird kein Mensch wird jemals wieder die krim aufgeben und das nicht weil er ein böser Mensch ist sondern weil weder die Bevölkerung noch die Opposition in Russland das möchte.

lokivonasgard, 10.06. 10:19

@silke71, 10.06. 02:32
"Loki zwecks Flüchtlingen kannst du dir die zahlen gerne drehen wie du willst und auch mit Deinem brutto oder netto Wachstum kannst du es dir gerne hinbiegen doch die einzige Wahrheit ist das halt nicht. Binnenflüchtlinge in der Ukraine? Ja ganz sicher "
Ich halte fest: Von mir kommen offizielle Zahlen den UNHCR. Für dich sind das "zurechtgedrehte Zahlen". Ich denke, das sagt einiges über deine Seriosität aus und belegt ein weiteres Mal, welche Intention du eigentlich hier verfolgst - wie auch dein restliches Posting.

"Also kannst du das Völkerrecht in die Tonne treten weil wenn man es immer nur einseitig sanktioniert hat es seine Berechtigung verloren."
Schon klar, dass User wie du so denken. Du machst dich da sehr gut im Team mit tynun, der ja auch Grundrechte einfach mal so ablehnt.

"Da kommen von dir komischerweise keine Links und Kommentare die das verurteilen."
Was eine platte Lüge ist, da ich einen Großteil der unsäglichen Zustände, welche du aufzählst, sehr wohl verurteile und auch im Forum schon verurteilt habe. Doch das Unrecht in der Ukraine rechtfertigt nun einmal nicht den Völkerrechtsbruch durch Russland.

"Oder der Fall babtschenko der ja Zeit wie infam Kiev versucht Russland was anzuhängen. "
Das eigentlich interessante an diesem "Fall" ist meiner Meinung nach, dass die Menschen einen solchen Mord durch die Putin-Administration für überaus plausibel hielten aufgrund der vielen Ermordungen putin-kritischer Journalisten in den letzten Jahren.

Und wie gesagt: Ein schwacher Versuch der Ablenkung durch dich noch dazu.

meinkleiner, 10.06. 15:15

@silke: natürlich hat Russland die Krise ausgelöst. Janukowitsch wollte den Vertrag mit der EU immer unterschreiben. Eines Tages bekommt die Ukraine 15 Mrd.$ von Russland. Für 11 Mrd,$ werden Staatsanleihen gekauft, der Rest verschwindet. Plötzlich weigert sich Janukowitsch den Vertrag zu unterschreiben und es kommt zu Protesten. Am 20.2 wacht Putin in der Früh auf und gibt den Befehl zur Rückholung der Krim. Erst am 22.2 flieht Janukowitsch und wird daher abgesetzt. Das sind die Fakten, die du ignorierst. Versuch dein Argument mit dem Völkerrecht einmal bei deinem Finanzamt! Zahl nur mehr 0,05% Steuern weil Amazon in Irland auch nicht mehr bezahlt.

Trump und Putin wollen sich in Wien treffen

leoschwabo, 08.06. 12:44

Putin bat Kanzler Kurz, das Treffen der Supermächte zu organisieren.
Die Regierungen in Moskau und Washington erwägen einem Medienbericht zufolge ein Treffen ihrer Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump. "Wir denken über den Präsidenten-Gipfel nach, und in Gesprächen mit amerikanischen Partnern kommt diese Frage auf. Aber es gibt noch keine Übereinkunft", zitierte die Nachrichtenagentur RIA am Freitag Diplomatenkreise.
(oe24)

Wie denkt Österreich

mahner, 07.06. 22:12

Es ist immer gut, Meinungen des Volkes zu zitieren. Experten (meist vor Jahren oder Jahrzehnten von den Sozialdemokraten in dieses "Expertentum" befördert) hören wir jeden Tag, vom Volke hört man wenig. Und wenn, meist Negatives aus Facebook.

Zur Frage des Tages auf Österreichs größtem Medium:

Krone.AT-Voting heute

Frage: Österreichs Freundlichkeit gegenüber Rußland gut ?

Ja 93% Nein 7%

49.229 Teilnehmer

bananarama, 07.06. 22:14

wow, Kronenzeitung! Das ist mal echte Information! :-) Wer wohl bei so einem Voting mitmacht...

mahner, 07.06. 22:28

@banana

Warum machst du hier mit ?

Erstaunlich ist die Zahl.

Aber die Krone hat auch eine große Auflage (gekaufter Zeitungen)

bananarama, 07.06. 22:31

mahner
Kronenzeitung-Umfragen haben immer eine eindeutige Schlagseite, beinhalten keinerlei repräsentativen Informationswert.

mahner, 07.06. 22:47

@banana

Alle Wahlen haben eine eindeutige Schlagseite. Sonst gäbe es
statt jahrzehntelang nur SPÖ und ÖVP jetzt nicht eine neue Regierunf ÖVP - FPÖ. Hat diese keinen repräsentativen Informationswert.?

Die Institute haben ein Sample 500 - 1000.

Hier stimmen 50.000 ab.

Für dich bedeutungslos ? Für mich nicht.

bananarama, 07.06. 23:00

Kronenzeitung-Leser sind doch zu einem Großteil bereits ideologisch einschlägig konditioniert, @mahner. Das weißt du doch hoffentlich selber.
Ich überfliege die Zeitung ja selber manchmal, warum auch nicht? Die Berichterstattung dort ist sehr durchsichtig-populistisch. Überrascht dann auch nicht, dass ein Großteil der Leserschaft zurzeit russland- und putinfreundlich gestimmt ist. Das ist aber nicht repräsentativ für ganz Österreich.

tynun, 07.06. 23:00

Für mich auch nicht.
Natürlich gibt es einen sogenannten "sampling error", weil natürlich ausschließlich oder fast ausschließlich Kronenzeitungsleser mitgestimmt haben.
Dennoch: beachtlich.
Für mich ein Fazit: Obwohl man uns von den Systemmedien her immer einreden will, Russland wäre "schlecht", findet es ein großer Teil (die Mehrheit, vermutlich), "gut".
Auch das spielt sicher die Flüchtlingsfrage hinein.
Weiters die political correctness, die den Leuten auf die Socken geht.
Und wohl auch eine gewisse Sehnsucht nach einem starken Mann.
Aufschlussreicher russischer Besuch jedenfalls.
Danke, Wladimir I., und bis bald!

bananarama, 07.06. 23:04

tynun
jawohl, "sampling error" nennt man das wohl. Danke für das Stichwort! you took the word right out of my mind...

tynun, 07.06. 23:13

Ein sampling error ist nur dann was Schlimmes, wenn man ihn zu verschleiern versucht oder ihn verheimlicht.
Ich nehme aber nicht an, dass die Kronenzeitung vorgibt, eine repräsentative Umfrage unter allen Österreichern gemacht zu haben.
Und die Kronenzeitungsleser sind natürlich schon eine beachtliches Heer.

bananarama, 07.06. 23:22

das stimmt schon, tynun. Wer die Krone hauptsächlich liest, ist klar. Aber @mahner bringt so eine einschlägige Sampling-Error-Umfrage und kündigt das Resultat quasi als "Stimme des Volkes" an. So was ist propagandistische Trollerei. Das Volk ist mehr als die Krone-Leserschaft.

tynun, 07.06. 23:31

Andere Medien sind da - aus meiner Sicht - viel schlimmer.
Die tun unter dem Deckmäntelchen vermeintlicher Objektivität so, als würden sie alle Seiten berücksichtigen.
Dabei haben sie enorme Schräglage.

bananarama, 07.06. 23:37

andere Medien haben aber vielleicht eine etwas "gebildetere" Leserschicht, die das alles besser beurteilen kann.
Sorry, das war jetzt etwas überheblich. :-) aber das sollte die Debatte hier schon aushalten, oder?

silke71, 08.06. 07:52

Ja bana diese Beleidigungen hält dieses Forum sicher aus doch was sagt das über jene aus die Krone Leser oder FPÖ Wähler im vorhinein als dumm bezeichnen obwohl sie die allermeisten davon gar nicht kennt? Es sagt im Endeffekt aus das jene User ihre eigene Meinung und Ideologie als die alternativlos einzige ansehen und alle die anderer Meinung sind sind dumme nazis. Ich habe dich eigentlich nicht so kennengelernt doch solche Aussagen wie deine sind dann schon verstörend. Man kann von der Krone halten was man will sie war ist und wird immer die weit überlegen auflagenstärkste Zeitung in Österreich sein und sie hat daher auch Gewicht in der öffentlichen Meinung. Man fordert immer Toleranz und das anerkennen anderer Meinungen doch komischerweise sind diese Forderungen bei manchen ausser Kraft gesetzt wenn es um Krone und FPÖ geht.

lokivonasgard, 08.06. 08:12

@bananarama, 07.06. 22:14
Sei nicht so spöttisch, echter Qualitätsjournalismus würde mahner doch überfordern ;o)

@silke71, 08.06. 07:52
Entsprechende Studien zeigen, dass die FPÖ ihre Hauptwählerclientel in den formal niedrig gebildeten Bevölkerungsschichten hat.

"Es sagt im Endeffekt aus das jene User ihre eigene Meinung und Ideologie als die alternativlos einzige ansehen und alle die anderer Meinung sind sind dumme nazis. "
Des Lesens nicht mächtig? Der einzige, der hier von Nazis schwafelt bist du. Ein billiger Versuch rhetorischer Manipulation.

tiefflieger, 08.06. 08:45

schließe mich dem Ergebnis der Kronen Zeitung Umfrage voll an.....

kakanien, 08.06. 09:23

wie man sieht, stimmt diese Umfrage unter den Kronenzeitungsleser.
Bei Lesern, von Presse, Kurier, SN, Standard wird es wohl anders aussehen aber die kann man ja mit Bildern weniger beeindrucken.

geier, 08.06. 09:29

diese Kroneumfrage mit dem eindeutigen Ergebnis interpretiere ich im Sinn "wie erfolgreich vermittelt diese Zeitung ihren Lesern ihre Meinung" .... also sehr erfolgreich. Das denkt eben dann "das Volk" (woher soll es auch wissen, was sich so abspielt auf dieser Welt ... ausser durch Medien).
Witzig, die Krone nicht zu den "Systemmedien" zu zählen.

xcorleone1985x, 08.06. 09:31

@loki
"echter Qualitätsjournalismus "
Eine Studie vergleicht die politischen Einstellungen von Journalisten in 17 Ländern. Resultat: Die Redaktionen sind kein Abbild der Bevölkerung.
https://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Journalisten-sind-gruen-und-links/story/17603575

Genau... das nennt man "echter Qualitätsjournalismus" der perfidensten linksgrünen Indoktrination feinster Sorte, welcher auch du zum Opfer gefallen bist. Die Mehrheit dieser Journalisten ist eher ein Abbild der politischen Eliten und sollen das Volk vom eigenständigen Denken abhalten. Aber wenn sie mal beginnen zu denken, aufzuwachen, die "falschen Fragen" stellen, werden sie gern als "bildungsfern" tituliert.

PS: schließe mich dem Ergebnis der Kronen Zeitung Umfrage ebenso voll an.....

bananarama, 08.06. 09:34

Eigentlich wollte ich ja keinen Kronenzeitung-Leser beleidigen. Manchmal stehen ja auch interessante Sachen in dieser Zeitung, und es gab auch KolumnistInnen, die ich mochte (z. B. Marga Swoboda, ev. auch Günter Nenning, Telemax, auch Roland Girtler ist interessant, Christoph Schönborn und Gerti Senger ebenfalls).
Aber man kann halt auch feststellen, dass dieses Blatt sehr tendenziös berichtet und versucht, Stimmung zu machen. Stimmungsmache ist den Blattmachern wichtiger als objektive Berichterstattung. Das ist kein Geheimnis, liebe Leute! Die Kronenzeitung hat in Österreich Politikkarrieren aufgebaut und zerstört, hat Umfragen und Wahlen beeinflusst, dies ganz bewusst und mit Vorsatz.
Vergessen wir das nicht!
Und wenn man sich dann erlaubt, diese Zeitung zu kritisieren, dann heißt es, man beleidige die Leser pauschal und bezeichne sie als dumm und als "Nazis". So was hab ich nie behauptet. Eigentlich sind solche Trollereien unerträglich.

lokivonasgard, 08.06. 10:09

@xcorleone1985x, 08.06. 09:31
Was gut ist, denn von einem Journalisten erwarte ich mehr Qualität als von der durchschnittlichen Bevölkerung.

Der Rest ist dümmliches, politisch indoktriniertes Geschwafel.

bananarama, 08.06. 10:14

@lokivonasgard
stimme dir voll und ganz zu. Leider vertreten wir schon bald eine Minderheitenmeinung, wie mir scheint. Bitte bleib in Österreich! :-)

lokivonasgard, 08.06. 17:01

@bananarama, 08.06. 10:14
Ich muss gestehen, dass ich angesichts einiger Äußerungen aus der Österreichischen Politik schon mit dem Gedanken gespielt habe, mir ein anderes Zuhause zu suchen...

bananarama, 08.06. 22:50

die Zeiten sind nicht einfach, @loki. Aber ich glaube, in ganz Europa weht ein rauher Wind zurzeit. Ö ist da keine Ausnahme. Deutschland ist vielleicht besser. Aber es gibt noch schlimmere Länder als Ö. Politiker sind nicht alles, sind vielleicht gar nicht mal so wichtig. Es gibt überall gute Menschen, die die Bezeichnung "Mensch" verdienen. Was ich sagen will: ich bin froh, dass es Leute wie dich gibt. Und es tut gut zu wissen, dass sich solche Leute in "meinem Land" bewegen...

lokivonasgard, 08.06. 23:01

@bananarama, 08.06. 22:50
"Es gibt überall gute Menschen, die die Bezeichnung "Mensch" verdienen."
Das kann ich zweifellos aus eigener Erfahrung unterschreiben. Und diese sind auch normalerweise in der Mehrheit. Wenn aber eine überlaute Minderheit am Ende den Ton bestimmt, dann wird es kritisch.

Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich überall einen Job finde. Und wer sagt denn, dass es Europa bleiben muss?

"Was ich sagen will: ich bin froh, dass es Leute wie dich gibt. Und es tut gut zu wissen, dass sich solche Leute in "meinem Land" bewegen..."
Danke für die Blumen :o)

bananarama, 08.06. 23:23

ich meine das so, wie ich es schreibe, lokivonasgard.
Ich selber könnte auch woanders leben, vielleicht gehe ich irgendwann noch mal in die Südsee, wer weiß. Muss schauen, wie sich das Leben entwickelt.
In diesem Forum sind in der Tat allerhand grausliche Sachen zu lesen, und über die derzeitige Regierung will ich gar nicht reden, du kennst eh meine Einstellung. Aber es gibt auch überall Lichtblicke, auch in der tiefsten Provinz, aus der ich gerade schreibe :-)
ich versuch mich, im Leben eher spirituell weiter zu entwickeln, nehme die Politik nicht allzu ernst. In diesem Forum geb ich halt manchmal meinen Senf dazu ab. Und ich lese immer gerne Beiträge wie die deinigen. (ja, und womöglich hast du sogar recht: sie repräsentieren eh die Mehrheit. Manchmal scheint es mir auch so.)
Spokojnonj nochi, i vsego dobrogo!

lokivonasgard, 09.06. 10:10

@bananarama, 08.06. 23:23
Für mich kommt am ehesten Canada in Frage. Ich liebe dieses Land einfach, auch wegen seiner großartigen, gelebten Toleranz, die ich dort überall erfahren habe.

Russisches Transkript in einem Forum über Russland, das hat mal was...

Tebje tosche spakojni nochi i dobri utro.

inventor, 09.06. 16:26

Poka!

lokivonasgard, 09.06. 18:01

Yesho odin, kto znayet russkiy jazik. Kak u tebia dela, drug inventor?

inventor, 09.06. 20:17

Ja pischu 'jeschtscho'.
Spassiba, charascho! Ja gawarju ne mnogo pa-rysskij, drug loki.

lokivonasgard, 09.06. 20:29

LOL!
Pisat v transkriptu trudno dlja menja. Isveni toche pochaluista moaja grammatika. Ja lutsche ponimaju, nemnogo gavarju, plocho schitaju i otschen plocho pissaju. Ot kudo tui snaesh russkij jasik? U menja potomuschto maja mat russkaja. Po etomu ja lublju Rocciaja no k sachelenju ja ne lublju politika Putina.

inventor, 09.06. 22:15

@lokivonasgard
pa-russkij, iswinite!
Meine wenigen Russisch-Kenntnisse stammen von einem sehr guten Russisch-Dolmetscher, der in der Volkshochschule prima Russischkurse abhielt, als ich im Alter von ca. 12 - 14 war und etwas auch aus russischen Schachbüchern (z.B. 120 isbrannych partij M. I. Tschigorina) und -zeitschriften (Schachmaty w CCCP, Abo), die ich mir im Anschluss daran aus Moskau von Meschdunarodnaja Kniga schicken ließ (Langenscheidt-Wörterbuch hatte ich ja). Mir gefällt die russische Sprache besser als die englische. Im Gymn. begann Englisch erst im 15. Lebensjahr mit wenigen Stunden pro Woche ab der 5. Klasse = 1. Oberstufenklasse. Schriftl. Maturaarbeiten waren damals in Latein und Griechisch, in Englisch nicht.
Spassiba dla russkowo teksta, drug loki! Dobryj wetscher!

lokivonasgard, 10.06. 01:27

@inventor, 09.06. 22:15
Meine Russisch-Kenntnisse stammen aus der Jugend und vielen Besuchen in Russland. Da meine Mutter Russin ist, waren wir regelmäßig zu Besuch, v.a. in Moskau und im Tulski Oblast, später auch Leningrad mehrfach. Aber ich habe auch (damals noch zusammen in der Sowjetunion) Weißrussland, die Ukraine und Armenien (mein Schwager ist Armenier) besucht.

Kulturell bin ich bis heute ein begeisterter Fan des Goldenen Rings. Und die nördlicher anmutende Vegetation (man denke nur an die typischen Birkenwäldchen rund um Moskau) und die Weite des Landes fand ich schon immer faszinierend. Vergleichbares an Natur erfuhr ich nur in Neufundland. Mit Russland verbinde ich auch schon immer Zugreisen - neben einem 2-Wochenurlaub ohne Technik und Strom (aber mit guter Essens-Versorgung ;o) ist daher noch eine Fahrt mit der Transsibirischen ganz oben auf meiner To Do Liste. Was jeder sich auch anschauen sollte sind die Metro-Stationen in Moskau innerhalb des Rings. Jede für sich ein wunderschönes Kunstwerk. Und Russland zur Weihnachtszeit ist auch ein Traum. Ich habe mal im Jänner erlebt, wie über Nacht 2 Meter Schnee fielen - als Kind fand ich das toll ;o)

Essentechnisch mag ich die einfache russische Küche extrem. Borschtsch, ein Pilzeintopf, ein Fissoleneintopf oder Soljanka mit einem Schuss Smetana - hmmmmm. Tschi mochte ich hingegen nie wirklich. Pelmeni nicht zu vergessen, einfach mit Smetana oder auch nur mit Butter. Klassisch auch etwas, das bei uns wohl als arme-Leute-Essen gilt: Einfach nur gekochte Erdäpfel mit Butter und ein wenig Salz. Da schmeckt man noch, wie Erdäpfel eigentlich schmecken... Und Blini (mit unterschiedlicher Auflage - im Gegensatz zu Palatschinken werden echte Blini mit saurer Milch gemacht) oder Piroschki mit Kraut und Ei gefüllt (also allem, was bläht ,o) Das russische Brot hat einen ganz eigenen (für mich leckeren) Geschmack, der sich von unserem Brot durchaus unterscheidet. Dazu Kwas oder Birkenwasser zum Trinken und nicht zu vergessen der Tee (wobei der grusinische Tee ja aus Georgien kommt). Erst vor wenigen Jahren habe ich bei uns eine Teesorte entdeckt, die mich sozusagen jedesmal beim Trinken in meine Kindheit zurück katapultiert.

"Spassiba dla russkowo teksta, drug loki! Dobryj wetscher!"
Gern geschehen - es war mir wirklich ein Vergnügen!!! - und dir ebenso.

inventor, 10.06. 09:47

Dobroje utro!
Gestern gab es als Abendessen auf meinen Wunsch hin
gekochte Erdapferln mit Butter und Buttermilch.
Es schmeckte meiner Frau und mir herrlich!
Poka!