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Schüler an der Tafel

Bildung: Was soll sich ändern?

ÖVP und FPÖ wollen im Bildungsbereich vieles anders machen als bisher - und dabei auch Eltern - unter Androhung von Strafen - in die Verantwortung nehmen. Was bringen die Pläne? Wie realistisch sind sie? Was soll sich in Schulen und Kindergärten ändern?

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Forum

Ich finde, dass Lesen an Schulen vernachlässigt wird.

klargesprochen, 12.12. 17:27

Lesen fördert die Deutschkenntnisse und die Sprache.

jodel400, 12.12. 08:41

Dialekte haben es leider allgemein schwer, ob in Österreich oder in Deutschland. Regionale Unterschiede gibt es überall.
Meine Oma hat auch nicht immer Hochdeutsch gesprochen, teilweise konnte ich sie überhaupt nicht verstehen.
Aber doch lernt man viele Ausdrücke und übernimmt sie.
Ich wohne in NRW und kenne seit meiner Kindheit Jungen oder Buben, oder Jänner für Januar und mehr.
Ich bin damit groß geworden, allein schon duch die großen TV Shows mit Peter Alexander und anderen.
ZIB 2 schaue ich fast jeden Tag.
Es liegt mir einfach am Herzen, euch das einmal mitzuteilen.
Es werden viele Filme, Serien zusammen produziert, und ich finde es muss nur verständlich für jeden sein, ob für den Steirer, Tiroler. Berliner oder Wiener. Spricht ein Norddeutscher in seinem Dialekt, dann versteh ich auch nichts mehr. Es muss aber erkennbar sein, woher man stammt. Allein der Wiener Tatort muss hörbar aus Wien kommen.
Das ist unsere Sprache.
Ich finde, die verbindet uns.

klargesprochen, 12.12. 17:26

und was hat das mit dem Beitrag zu tun? Willst im Dialekt unterrichten?

rabo, 11.12. 19:53

Bin echt schmehstaad, wos da fir a Schas oft ummekummt.

Oida, des Problem is, dass i ned gern beim Macdonald habern tua, und genauswenig aos wia i gern ollawö diese deppaten Laberln friss, mog i an net des deppate Deitsch hean. Vastehst mi? Iss ja net soo schwea, oda?

bpcs, 12.12. 09:37

@19:53 - als Österreicher möchte ich eigentlich nicht mit einer solchen Sprache in Verbindung gebracht werden.

lieber orf, bitte nicht über die deutschen midien schimpfen!

felixaustria, 11.12. 18:30

Einfluss von deutschen Medien schon lange an Deutschlandismen gewöhnt. So rufen heute schon Dreijährige im Kindergarten „Guck mal“, würfeln keinen „Fünfer“, sondern „eine Fünf“ und setzen statt.....
-
viele filme im orf sind deutschversaut und auch die orf-experten für formel 1 oder wintersportarten lassen die fahrer nicht auf platz 1, platz 2 usw. fahren, sondern auf der eins, auf der zwei, ..... diese verdeutschung ist einer der gründe warum ich sportsendungen des orf nur noch sehr, sehr selten "gucke".

leggius, 11.12. 18:41

Ich schaue auch lieber die Übertragungen auf ZDF und ARD.

er66, 11.12. 17:02

Das deutsche Deutsch soll in Deutschland bleiben;
hier ist Österreich !
Nicht überall auf der Welt ist Deutschland !

rabo, 11.12. 17:25

Ich bin Auslandsösterreicher, wohne in Berlin und jedes Mal wenn ich nach Österreich komme, höre ich neue Wörter, die aus Deutschland importiert sind. Es ist entsetzlich.

In Österreich ticken höchstens die Uhren, nicht die Menschen.
Junge, die Cola ist aber lecker. Es dreht sich einem der Magen um, wenn man in Wien diese geballte Menge an deutschen Ausdrücken hört.

Das soll man bitte nicht missverstehen. Deutsches Deutsch ist in Deutschland ganz in Ordnung. Aber die Berliner essen ja schließlich auch keine Fisolen sondern grüne Bohnen und in Hamburg gibts nach wie vor Jungen und keine Buben. Warum also importieren wir diese Ausdrücke?

Ich bin in meiner Sprache komplett "zweisprachig", weil mich in Berlin Freunde und Kollegen nicht verstehen würden. Abe ich habe noch kein einziges deutsches Wort in meinen Sprachalltag in Österreich integriert. Warum? Haben wir keinerlei Stolz in dieser Hinsicht?

Die regionalen Unterschiede in Sprachen, Gewohnheiten etc. sind extrem wertvoll. Das sollte man nicht einfach aufs Spiel setzen.

alpensymphonie, 11.12. 17:35

Ich passe meinen Sprachgebrauch immer den Gegebenheiten an, sage in Wien brav "rauf" und in OÖ "auffi" statt "hinauf", bestelle in Wien ein (oder mehrere) "Krügerl" statt "Halbe", vermeide "Dackerl", "Wafferl" und "Åpföschlangerl" und integriere natürlich "Bahöö" in meinen Wortschatz. Warum nicht? Sprache ist kein Museum.

reservebuddha, 11.12. 17:35

Ich verstehe dich. Es ist schlicht und einfach schade um die lokale Ausprägung der Sprache. Das ist keine Abwertung dessen, wie man woanders spricht. Jeder Dialekt ist schützenswert.

er66, 11.12. 18:06

Danke, dass ihr mich verstanden habt !
Ich bin NICHT gegen die Deutschen ! Ganz im Gegenteil, ich mag sie; fast immer sind sie freundlich ! Was ich bei uns in Wien des öfteren vermisse ... Aber wir dürfen unsere Eigenheiten, Ausdrücke, etc. ja wohl auch haben.

montarenbici, 11.12. 18:10

Irgendwo haben wir da einen Widerspruch. Der eine Trend geht hin zur Globalisierung, und hier wird kritisiert, dass regionale Sprachen verschwinden. Beides nebeneinander geht eben schwer.

In Vbg isst man übrigens auch Bohnen und Tomaten und keine Fisolen und Paradeiser.

leggius, 11.12. 18:21

@montarenbici
Da sieht man eben auch, dass so etwas wie "Österreichisches Deutsch" ein Konstrukt ist, das eine politische und kulturelle Eigenständigkeit Österreichs untermauern soll. Ich kann in der Alltagssprache keine Grenzen zwischen "deutschem", "österreichischem" und "Schweizer" Deutsch feststellen, die den politischen Grenzen entsprechen.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass mir ostösterreichische Dialekte "fremder" sind als etwa der bayrische.
So wie es euch Vorarlbergern mit den Schweizern gehen dürfte.

montarenbici, 11.12. 18:30

Richtig, das schweizerische verstehe ich bestens, naja, die im Osten eigentlich auch, nur die verstehen mich nicht, wenn ich "normal" rede.

Naja,

montarenbici, 11.12. 15:34

ob man jetzt Terme heraushebt oder ausklammert, ob Buben oder Jungen das Gegenteil von Mädchen sind, ob man jetzt eine Kappe oder Mütze trägt, das ist doch irgendwo egal. Ganz ehrlich, um wie viele Wörter handelt es sich hier??

Wir (also Österreich und Deutschland) verwenden gemeinsame Literatur, schauen dieselben Filme, lesen dieselben Internetseiten, haben dieselbe Wikipedia, da ist es doch nur verständlich, dass sich Wörter nicht räumlich abtrennen lassen, die Sprache macht schließlich vor Grenzen keinen Halt.

Das einzig richtig österreichische Wort, das mir sehr am Herzen liegt, ist der Jänner, Januar finde ich komisch, aber auch damit könnte ich mich abfinden (solange ich ihn nicht aktiv verwenden muss). Die Welt (und unser Bildungssystem) hat wirklich andere Probleme.

P.S. sogar in Vorarlberg sind Tomaten und nicht Paradeiser geläufig.

bananarama, 11.12. 16:05

montarenbici
Richtig. Auch in Tirol sagt niemand "Paradeiser", auch nicht "Obers" und nur sehr selten "Palatschinken".
Manche Ausdrücke aus dem Norden bereichern sogar unsere Sprache, genauso wie gewisse Ausdrücke aus dem Englischen.
Eher schade finde ich da schon den Untergang des Wiener Dialekts, den ich als Westösterreicher "urleiwand" finde - Wörter wie hackeln, hacknstad, Funsn, Blunzn(gröstl), Pepihacker, Burenheitl ("Eitrige"), schmähstad, Kiewara, Gfrast, blad (oder "gfüd"), Wappler, Oida, sind schon so eine Art Welkulturerbe. Aber in Wien hat der Dialekt offensichtlich einen etwas niedrigeren Stellenwert als im Westen, daher verschwindet er allmählich. Ich war neulich mal in der Bundeshauptstadt, und da hörte ich Kinder in der U-Bahn ziemlich "nordisch" plaudern. Das einzige, was immer noch typisch wienerisch bleibt - Wiener können keine Diphtonge. "weiß" wird zu "wäß", "heiß" zu "häß", usw. Auch leiwand :-)

samhot, 11.12. 17:18

Es sind wesentlich mehr Wörter als wir glauben und auch die Grammatik die wir verwenden ist eine andere. "Heuer" kennen die Deutschen nicht um nur ein Beispiel zu nennen. Es wird auch keine Mitvergangenheit im umgangssprachlichen österreichischen Deutsch verwendet. Niemand sagt "ich ging" sondern "ich bin gegangen". Eine Bewusstseinsbildung sollte hier schon einsetzen und wenn man es eh ok findet dass man deutsche TV Serien (vom ORF enorm gefördert) und deutsche Chats usw. konsumiert und dann dieses Idiom kritiklos übernimmt, welche Berechtigung hat dann eine Österreichische Nation? Also ich fühle mich in erster Linie als Europäer und Österreicher, aber das Zugehörigkeitsgefühl zur Deutschen Nation fehlt mir völlig. Wenn ich auf Reisen bin und dann spricht einem jemand auf einem anderen Kontintent mit "Alles klar, Moin oder tschüss" an, nachdem er meinen österreichischen Pass gesehen hat, dann befremdet mich das sehr und ich möchte dann lieber in Englisch oder Spanisch weiterreden weil ich dann meine österreichische Identität als gesicherter empfinde

montarenbici, 11.12. 18:08

@samhot
ja sicher sind es mehr Wörter als mir auf die schnelle einfallen, zumal es auch schwer zu beurteilen ist, was die anderen sagen.

Aber die Deutsche Sprache hat auch in Österreich große Variationen / Dialekte bzw. regionale Ausdrücke. Und weil Menschen mehr im Austausch mit anderen stehen (was prinzipiell ja gut ist), vermischt sich eben die Sprache.

die Eltern haben einen riesigen Einfluss auf

bpcs, 11.12. 14:19

die gesprochene Sprache ihrer Kinder. Wenn daheim "nach der Schrift" mit gelegentlichen Dialekt Wörtern oder Sätzen (z.B. in bestimmten Situationen) gesprochen wird, dann werden die Kinder später sehr wohl in allen Variationen der bei uns üblichen österreichisch-deutschen Sprache sprechen können. Sprachunterschiede zu erklären war bei meinen Eltern Standardprogramm - nahezu täglich. Kinder, die einseitig nur mit Dialekt oder mediengefärbtem deutsch/deutsch in Berührung kommen, haben diese Chance eher nicht so leicht.
Hier kommt auch dem täglichen vorlesen durch Eltern oder Großeltern eine grosse Wichtigkeit zu, solange Kinder selbst noch nicht so gut lesen können, sodaß Sie Literatur flüssig verstehen können. Durch das vorlesen entsteht Interesse an Geschichten und Literatur, und der Wille zum selbständigen lesen wird angetrieben. Sprachunterschiede werden dann wie selbstverständlich verinnerlicht.

ellibelli61, 11.12. 16:02

Meine Red`.

Wenn man

iwoaßjaanitwarum, 11.12. 13:51

wirklich viel geld investiert und alle beteiligten einen guten job machen, kann es unter umständen gelingen das aktuelle bildungsniveau halbwegs zu halten.

Das niveau zu halte wäre angesichts der durchschnittlich sehr schlechten performance von kindern mit migrationshintergrund, kombiniert mit der großen anzahl dieser kinder, ein kleines wunder.

Wer von irgendwelchen bildungsreformen oder ähnlichem träumt ist größenwahnsinnig, momentan hat man beide hände voll mit schadensbegrenzung zu tun.

Das Problem des Zustandes der deutschen Sprache

alpenstimme, 11.12. 13:21

hierzulande sind weniger die paar "deutschen" Ausdrücke (gucken usw.), sonder sind die unnötig verwendeten vielen Anglizismen und auch das eine flüssige Sprache zerstörende Gendern! Hier sollte der Hebel angesetzt werden!

reservebuddha, 11.12. 14:42

*schnarch*

alpensymphonie, 11.12. 15:27

Mann, dieser Fremdwörter-Overkill zerstört echt unsere Sprache: "Problem" (aus dem Griechischen stammend); "Anglizismus"; "Gendern" ;-) Bitte finde passende urdeutsche SynonymInnen, sonst versteht dich keiner. Sarkasmus off.

Meine Meinung dazu: Sprache dient dazu, Gedanken präzise auszudrücken, und da tut es doppelt weh, wenn jemand seine Jammerei über den Niedergang unserer Sprache in schlechtes Deutsch verpackt. Was bedeutet z.B. "Das Problem des Zustandes der deutschen Sprache"? Wozu das doppelte "sind"? Was ist der Unterschied zwischen deinen "unnötig verwendeten vielen" und den grammatikalisch richtigen "vielen unnötig verwendeten" Anglizismen? Ich erkläre dir den Unterschied gerne, oder du kommst selbst darauf, wenn du Sprachgefühl besitzt. Die zerstörte "flüssige Sprache" könnte man durch "gestörter Sprachfluss" ersetzen usw.

Fazit: Weder der Gebrauch von Fremdwörtern noch das Gendern ist das eigentliche "Problem des Zustandes der deutschen Sprache", sondern die BenutzerInnen, die mit den Möglichkeiten, die sie bietet, nicht umgehen können.

reservebuddha, 11.12. 15:39

Mir tuts um die hiesigen Spezifika trotzdem leid, gebe ich zu.

alpensymphonie, 11.12. 15:56

Ich glaube nicht, dass die umzubringen sind, solange wir noch miteinander reden.

Deutsches Deutsch bei Deutschkursen für Zuwanderer

samhot, 11.12. 11:12

Ich finde es wirklich nicht gut, dass Zuwanderer in Österreich mit Bundesdeutschen Lehrbüchern arbeiten müssen. Warum kann man da keine Bücher produzieren die auf die Eigenheiten des Österreichischen Deutsch eingehen und wo auch Themen behandelt werden die die neuen Bürger vor Ort erleben? Zum Beispiel Bergwandern in Tirol und ein Rundgang über den Wiener Ring. Stattdessen gehts um Currywurst essen in Hamburg. Das stärkt weder die Identität der Österreichs und die Berechtigung das es eine Nation ist, noch hilft es bei der Integration und ausserdem geht es an der praktische Anwendung der Sprache vor Ort völlig vorbei. Ich bin froh, dass hier endlich eine Diskussion losgetreten wird, man kann sich nicht der Realität verschliessen, dass Österreich anders tickt als Deutschland und dass hier einfach ein anderes Deutsch gesprochen wird. Gerade gestern habe ich genau dieses Thema mit einem Zuwanderer diskutiert, der gemeint hat er hätte auch seine Lehrerin im Deutschkurs gefragt warum man kein Buch verwendet mit österreichischem Deutsch. Das ist doch ein Ausdruck, dass wir Österreicher uns minderwertig gegenüber dem Bundesdeutschem Deutsch fühlen und so haben es dann gerade Zuwanderer ungleich schwieriger das Deutsch vor Ort zu verstehen. Ich würde ja sogar so weit gehen und in den Deutschkursen "Ausflüge" in den Dialekt machen, damit die Zuwanderer nicht komplett vor den Kopf gestossen werden wenn sie in der Folge ihr Deutsch praktisch anwenden

arbeitstier, 11.12. 11:20

alles richtig.

leggius, 11.12. 18:29

Es ist kein Ausdruck von Minderwertigkeit, sondern von ökonomischer Rationalität.
Deshalb wird ja auch kaum ein Film "österreichisch" synchronisiert. Und kein Buch aus dem "Deutschen" ins "Österreichische" übersetzt.

oisam bei mir wird´s keine Piefkelandismen geben...

dergrossenagus, 11.12. 10:48

http://orf.at/stories/2417476/

bei mir wird weiter in der Mundl-Sprache geredet und geschrieben. S´österreichische darf nicht untergehen, genau wie der echte Wiener... gö, es Trottln, depperte!!! Schaut´s dass eich nit beeinflussn losst´s vam Hochdeitschn, sunstan gebiarat eich a Watschn, dass eich 14 Tog da Schädl wocklt!!!

Der Enkel eines Nachbarn geht jetzt in die HTL,

banker30, 11.12. 10:43

nachdem er einige Aufnahmetests bei Firmen für den Beginn einer Lehre nicht geschafft hat. Was soll man da sagen???

kerberos, 11.12. 10:47

Was man da sagen kann? Hmmm...

1) Mal sehen wie weit er kommt.

2) Vielleicht lernt er bei LEHRERN ja mehr als bei einem LEHRherrn, der sich über die Lehre nicht drübertraut.

laszlopapp, 11.12. 12:13

Bei meinem Enkerl wars umgekehrt. In der HTL kathastrophal kam nicht mit, jetzt in der Lehre seit Sept. große Begeisterung. Hoffentlich bleib es so!

kerberos, 11.12. 14:25

laszlopapp: Das ist ja auch der Normalfall, weil man sich normalerweise eine Lehre aussucht, die einen interessiert. (Oder jedenfalls hab ich das immer als den Normalfall betrachtet.)

Lehrer bejammern sich oft gegenseitig

brauser, 11.12. 09:54

und fühlen sich auch dabei auch noch von ihrer Umgebung ständig bestätigt, will sie kaum soziale Kontakte außerhalb des schulischen Umfelds pflegen. Sobald es aber darum geht etwas zu verändern, ist aber plötzlich eh alles super und jegliche Reformen werden blockiert.
Wenn dann muss nur bei den Schülern und den Eltern etwas gemacht werden.
Dabei zeigt sich gerade in der Grundschule, dass die Lehrkraft das um und auf ist. Leider wollen die wenigsten Lehrer zugeben und eingestehen, dass es in Ihrer Zunft neben hochqualifizierten und fähigen Kollegen auch etliche Flaschen gibt. Jedoch gibt es weder ein Belohnungssystem für besonders engagierte Lehrer, noch Sanktionen für Versager. Denn jegliche Kritik und Reformwille in diese Richtung wird als Angriff auf das System verstanden und gemeinschaftlich abgeschmettert.

alpensymphonie, 11.12. 15:45

Ach ja, endlich einmal eine differenzierte und sachlich profunde Kritik an einem ganzen Berufsstand jenseits aller Klischees. Diese Lehrer, die kaum soziale Kontakte außerhalb des beruflichen Umfelds pflegen - im Gegensatz zu DEN Tischlern, DEN Ärzten, DEN Informatikern und DEN in allen anderen Berufsgruppen Tätigen. Das Tolle an diesem Forumsthema ist, dass wirklich jeder hier eine Behauptung (Begründet? Zweitrangig!) absondern und dann auch noch felsenfest glauben kann.

die paar deutschen einsprengsel.....

grazerbert1, 11.12. 09:29

...stören mich zwar auch manchmal, aber die anglizismen sind wohl in ihrer überschäumenden menge schlimmer.
aber was ist das gegen die slawischen (va tschechischen) und jiddischen teile (zb wo der bartel den most holt) unserer umgangssprache, die uns seit mindestens 250 jahren begleiten?
solange wir nicht plattdeutsch oder schwäbisch (wir könnet alles, nur net hochdeutsch!) lernen müssen....

für mich als Sprachenliebhaber

xcountry, 11.12. 09:05

ist diese Entwicklung eine Katastrophe. Einige Meldungen hier wie: kein wichtiges Thema, etc. zeigen den Mangel an umfassender Bildung - und damit auch Liebe für gewisse Bereiche.

brauser, 11.12. 09:40

Sprache dient der Kommunikation mit- und dem Verständnis untereinander.
Alles andere ist affektiertes Einbildungsbürgergehabe für Leute denen Form über Inhalt geht.

alpensymphonie, 11.12. 09:46

Da ich mich kritisch geäußert habe, beziehe ich diese Meldung durchaus auf mich. Mir aus der Distanz einen "Mangel an umfassender Bildung" anzudichten ist billig und sagt mehr über den Urteilenden als über den Beurteilten aus. Als selbsternannter "Sprachenliebhaber" wird dir nicht entgangen sein, dass sich Sprachen ständig weiterentwickeln. Gerade das Deutsche ist eine der räuberischsten Sprachen, die ich kenne, und gerade ihrer Präzision wegen, die sie dadurch erreicht, liebe ich sie. Das Motiv "Sprachschutz", das beim Thema "Deutsch(deutsch) in der Schule" mitschwingt, hat etwas Hysterisches an sich. Deutsch wird nie untergehen, ganz einfach weil es knapp 100 Millionen "Native Speakers" hat (als Slowene würde ich mir mehr Sorgen machen), und auch die regionalen Ausprägungen unserer Sprache sind nicht zum Umbringen.

brauser, 11.12. 09:57

Naja die regionale Ausprägung in manchen Alpentälern wird sich sicher erhalten.
Aber das Wienerische z.B. wird auch von der autochthonen "Was hast gsagt"- Generation kaum mehr gesprochen.

alpensymphonie, 11.12. 17:37

Hab mich übrigens auf @xcountry bezogen.

xcountry, 11.12. 23:15

brauser, auf dieser Ebene kann ich nicht mit diskutieren. Dazu habe ich eine zu wenig auf Kommunikationsbasis reduzierte sprachliche Vergangenheit, Und alpensymphonie: es ist für mich schon sehr spät, möchte aber noch kurz fest halten: was verstehst du eigentlich unter "das Deutsch"? Das Fernsehpiefkedeutsch, welches ich meine und welches unsere Jugend jetzt schon vorwiegend spricht ist für mich...
mir fehlen die richtigen Worte,
I hupf jetzti in die Hapfn, guade Nocht.

alpensymphonie, 11.12. 23:43

Das Fernsehdeutsch hat seine Ursachen aber nicht im österreichischen Bildungswesen (um das es hier letztendlich geht). Trotzdem gute Nacht.