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Welche Auswirkungen hätte eine EU-weite Maut?

Österreich und seine Nachbarländer setzen auf unterschiedliche Mautsysteme, die sowohl den Lkw- als auch den Individualverkehr betreffen. Oft wird in diesem Zusammenhang eine einheitliche Maut innerhalb der EU gefordert. Wie kann ein einheitliches Mautsystem aussehen? Wer profitiert davon? Was würde das für Alternativen zum Straßenverkehr bedeuten? Welche Auswirkungen hätte eine EU-weite Maut?

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181 Beiträge

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Forum

Autobahnen sind nützlich

kurtkant, 07.11. 00:07

darüber besteht sicher kein Zweifel, ungeachtet, welche Fahrzeuge diese Straßen benutzen.
Wenn diese Autobahnen nicht aus den Abgaben finanziert werden können, ist eine Benützungsabgabe sinnvoll. Diese könnte EU-weit eigehoben werden, womit jedes Fahrzeug auf allen Autobahnen Europas fahren dürfte.
Wenn dann ein Herr Leichtfertig einen anderen Staat auf Kosten seiner Steuerzahler sinnlos, also leichtfertig, klagt, dass dieser Staat seinen Autofahrern die Maut über die Kfz-Steuer rückerstattet, so ist dieser Herr im falschen Jahrhundert. Er könnte ebensogut hierzulande das selbe Modell durchsetzen.

carlo, 07.11. 00:29

Die Länder, die bis heute keine "Maut" haben, auch sie werden die "Maut" - logischerweise - auch einführen müssten.
Also kollektive Wegelagerei.

PS:Erinnert mich an unsere erst kürzlich geführtee Reise über den Rhein - wo an jeder Burg "Maut" eingehoben wurde - um weiter zu fahren dürfen.

querdenker, 07.11. 03:58

Da braucht man z.B. nur nach Salzburg fahren, wo an jeder Ecke in der Landschaft eine Parkplatzgebühr abgeschröpft wird. Bei so manchen Salzburger See kann man nicht einmal mehr beliebig stehen bleiben, da sind extra links/ rechts hölzerne Leitschienen und nur noch Parkbuchten mit Parkautomaten.

Widerlich so etwas. Da geht es nicht um das Geld, es ist einfach eine Belästigung, Und da hat man keine Lust mehr wieder mal hinzufahren,

geier, 07.11. 09:26

kurt...wenn sue schon den VM anstänkern.....sollten sie nicht die spezielle Situation der CSU Maut zumindest anführen? Ihr posting ist eobfach unsinn, so wie sie es geschrieben haben.

prisma, 07.11. 10:14

Vierte-Potenz-Gesetz
https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte-Potenz-Gesetz
Das Vierte-Potenz-Gesetz (auch Vierte-Potenz-Regel genannt) besagt, dass die Beanspruchung einer Straße durch ein Kraftfahrzeug umso größer ist, je größer die Achslast des betreffenden Fahrzeugs ist. Die Beanspruchung der Straße steigt proportional zur vierten Potenz der Achslast des die Straße befahrenden Fahrzeugs. Diese Gesetzmäßigkeit wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Versuchsreihe am Ende der 1950er Jahre in den Vereinigten Staaten entdeckt und war maßgebend für die Entwicklung von Standardbauweisen im Straßenbau.

Rechenbeispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ein Zahlenbeispiel soll veranschaulichen, wie unterschiedlich, dem o.g. Gesetz zufolge, ein PKW und ein LKW den Belag einer Straße beeinflussen.
• PKW (Gesamtgewicht 2 t, 2 Achsen): Belastung je Achse: 1 t
• LKW (Gesamtgewicht 30 t, 3 Achsen): Belastung je Achse: 10 t
Die Belastung der Straße durch jeweils eine Achse (2 Räder) ist bei dem LKW also 10-mal so groß wie bei dem PKW. Die Beanspruchung (Schädigung) der Straße durch jeweils eine Fahrzeugachse ist der o.g. Versuchsreihe zufolge bei dem LKW jedoch
10 hoch 4 = 10*10*10*10 = 10 000-mal so groß
wie bei dem PKW. Wegen der drei Achsen des LKW verdreifacht sich dieser Wert, da der PKW aber nicht nur eine, sondern zwei Achsen hat, reduziert sich der Vergleichswert wieder auf die Hälfte, sodass für beide Fahrzeuge sich der folgende Beanspruchungsunterschied ergibt:
LKW : PKW = 15 000 :1
Das bedeutet, dass der PKW erst nach 15 000 Überfahrten so viel Schaden anrichtet wie der LKW beim einmaligen Befahren der Straße. Daraus lässt sich ableiten, dass ein Großteil der Schäden in den Straßen durch den Schwerlastverkehr hervorgerufen wird und PKWs nur einen sehr geringen Teil dazu beitragen.

carlo, 07.11. 15:25

>Prisma
Der grösste Antreiber der EU - voher schon EG- war und ist noch immer die Transportlobby.
Sie verlagern ja die Läger auf die Strasse und deshalb auch die Wahnsinnsabnützung dieser Fahrbahnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/European_Round_Table

grossknecht, 08.11. 06:24

prisma, dafür werden mit dem lkw. 20.000 kg. bananen transportiert; mit dem pkw. vielleicht 1 kg., wenn überhaupt.
☻☻☻

grossknecht, 08.11. 06:26

gilt natürlich auch für yoghurtbecher, die ca. 30.000 km. zurücklegen, bis sie bei uns im kühlschrank stehen, oder für erdäpfel, die zum waschen nach sizilien gekarrt werden und danach wieder zurück.

freelancer, 08.11. 09:53

grossknecht - wohin schickt zB die NÖM die Yoghurtbecher, damit sie 30.000 km zurück legen?
Welche Erdäpfel werden zum Waschen nach Sizilien geschickt?
Bitte um Beispiele!
Sonst ist dies alles nur sinnloses Gebrabbel!

prisma, 08.11. 11:13

welch Ansichten auch immer hier geäußert werden, eins ist sicher,
die Sanierungskosten der Straßen bezahlt der österr. Steuerzahler

was ist eine Eu weite Maut

geier, 06.11. 19:56

eine Debatte über Kraut und Rüben, wenn es keine Einigung über die einzelnen Inhalte gibt.
1. wenn e mobilität überhaupt etwas wird, braucht man für e mobile eine Art Erdölsteuer.
2. wenn man eben eibe neue Erdölsteuer entwickelt, kann man das ja auf eine technisch einheitlich, kompatible Plattform stellen
3. dann kann man Kombinationen zwischen versch. Fahrzeugtypen und Strassen definieren ( Lkw/Pkw/ scgadstoffklassen..
.citymaut/ Autobahn/ Tangente.....Tag/Nacht...)
4. letztlich kann man auch die einzelnen Mauthöhen harminisieren ( muss man zb bei tag/nachttarifen, um zusätzl.Staus an grenzen zu vermeiden)

Weniger Verkehr wäre mehr...

lampenbaer, 06.11. 17:53

...keine Frage.

Mehr Lebensqualität, mehr saubere Luft, mehr Ruhe und das überhaupt natürlich an den Transitrouten noch viel mehr als entfernt davon.

Aber: Dinge haben Ursachen und auch Auswirkungen...

...so wie durch moderne Logistik-Konzepte wir JIT oder JIS ganze Läger zig Zulieferer auf die Straße gesetzt sind und dort munter herumrollen, so sind auf vielen LKW´s die zahllosen Pakete von Amazon und Co...

...bevor sie umgeladen werden in die Sprinter, LT´s und sonstigen Transporter damit ein Riesenhaufen von Menschen in prekären Dienstverhältnissen (Werksverträgen oder anderen Formen den Scheinselbstständigkeit) diese dann vor Eure und auch meine Haustür karren!

Und was im Kleinen mit dem Amazonpaket abgeht, das kann man sich im großen Maßstab für Autozulieferer, Elektronik und sonstige Industrien hochskalieren - es gibt in gewissen Branchen mit starker Variantenvielfalt auch als Singlepart-Logisik, also alles wird einzeln geliefert...

...alles Irrsinn in den meisten Fällen und trotzdem sehr Hipp und als sehr innovatives Konzept angesehen - klar, man zahlt ja beim Transport nicht die kompletten Kosten, sondern nur einen Teil davon. Der Rest landet beim SteuerzahlerIn.
Es gibt auch eine Branche mit großer Lobby die ein irrwitziges Interesse daran hat hier eher noch den Trend anzukurbeln - also die Frächterlobby.
Nur: Ich als Selbstständiger frag mich ja wovor der Staat hier Angst hätte, in Österreich, weil: Die LKW´s sind überwiegend im osteuropäischen Ausland angemeldet und die Fahrer kommen auch "nur" von dort - also mit heimischen Arbeitsplatzverlust kann hier keiner ernsthaft drohen.
Es würde reichen die echten Transportkosten, also auch die sprichwörtlichen Totalcosts of ownership zur Verrechnung zu bringen...

...und schon nächste Woche würden ganz andere Logistikkonzepte ausgepackt!

Also wenn man daran dreht (was man unbedingt tun sollte) müsste auch Hr./Fr.Österreicher damit rechnen etwas einen Tag später zu bekommen, oder steigende Versandkosten bezahlen zu müssen. Das könnte soweit gehen sich wieder ein Produkt genauer ansehen zu müssen, weil die Rücksendung ohne Grund wieder mehr Geld kostet.

Aber JA! Es gehört unbedingt unnötige Ware und unötiger Verkehr weg von der Straße!! Sind wir dafür bereit auch möglicherweise wieder längere Laufzeiten zu akzeptieren?

prisma, 06.11. 18:17

lampenbaer
" Sind wir dafür bereit auch möglicherweise wieder längere Laufzeiten zu akzeptieren? "
wen meinst du mit WIR ?

lampenbaer, 06.11. 22:00

Alle!

knudelaug, 06.11. 17:42

31.11. ;-))))

Übrigens an die Adresse des bayrischen Verkehrsministers!

derwisser, 06.11. 16:42

Am Dienstag 31.11.2017 war auf der ROLA nur vereinzelt ein LKW zu sehen!

Ein Hinterfragen der Belegung an diesem Tag durch die ORF Dame die darüber einen Bericht machte wäre auch angebracht gewesen!

Noch gehört die Inntalautobahn der Republik Österreich!
Bayrische Frächter dürfen sie benutzen, mehr aber auch nicht!

Benützen dürfen sie sie aber nur wenn Platz dafür ist, daher ist der Vorschlag der LKW Börse zu begrüßen!

Komisch, keiner feiert die Alteisen Züge die MI, DO, FREI durch Tirol fahren!

Kein ORF Bericht nur ein Bericht über die jammernde Südtiroler LKW Lobby!

Komisch, auch Südtirol hat das letzte mal den Verkehr schon an der Provinzgrenze gestoppt

Wer in Westösterreich und Italien im Außendienst ist oder war,

derwisser, 06.11. 16:23

kann über diese lachhafte Dikussion nur lachen!

Zu meiner aktiven Zeit war eine Mautabrechnung von 240 bis 290 Euro im Monat allein in Italien auf der Telepassrechnung normal.

Dazu die Alberg-,Brenner- und Dauernautobahnmaut.

Lachhaft alle Argumente die man hier hört!

Wenn Vollidioten an dem Wochenende zum Oktoberfestende
von Kufstein bis Trient in der stehenden Kolonne parken!

Solchen "Deppen" ist nicht zu helfen!

knudelaug, 06.11. 09:47

die sauberste loesung waere die aufhebung aller nicht kilometerabhaengigen gebuehren und die gleichzeitige einfuehrung eine europaweit einheitlichen, kilometerabhaengigen mautsystems.

geier, 06.11. 10:37

mit Parkgebühren überall auf öff. Grund.

knudelaug, 06.11. 10:52

ja, warum nicht ?

stell dir vor, die ganzen laterndlparker in den staedten sind weg. den frei werdenden raum koennte man der natur, den fussgaengern, den radfahrern und dem fliessverkehr widmen.

sanktjohanner, 06.11. 13:50

dann fahren viele halt nur mehr auf Bundes oder Nebenstraßen. Ich übrigens auch, habe als Pensionist leicht Zeit!

knudelaug, 06.11. 13:56

die kilometerabhaengige maut ist natuerlich auf allen strassen notwendig, nicht nur auf autobahnen. mit gps sollte das kein technisches problem sein.

grossknecht, 06.11. 14:22

.) solange der straßenzustand eine maut rechtfertigt: kein problem damit.
.) es wird natürlich schon ein erheblicher aufwand, sämtliche fahrzeuge vom mopedauto bis zum schwerlaster mit zuverlässigen, nicht manipulierbaren geräten auszustatten.

grossknecht, 06.11. 14:25

der vorteil bei so einem system: man könnte gleich parallel zur mautberechnung auch die diversen geschwindigeitsübertretungen automatisch ahnden.

helikopter, 06.11. 14:53

>knudelaug : gut erkannt !
>gk : gut ding braucht weile - also zuerst mal die brummis - und wenn dann auch nicht-autobahnen was kosten hört sich der unfug, dass die wo immer möglich autobahnen vermeiden, auf.

geier, 06.11. 16:20

diese Art der Mauteinhebung wird wohl langfristig die Mineralölsteuer für e Mobile ersetzen müssen.

EU-weite Maut kann nur funktionieren

oversixty, 06.11. 00:09

mit einer einheitlichen kilometerabhängigen Maut. Warum sollten Pendler, welche regelmäßig an Arbeitstagen ein par KM Autobahn benützen, ein EU-weites Autobahnpickerl kaufen müssen?

carlo, 06.11. 01:01

Möglich das es eines Tages kaum oder gar keine Pendler mehr gibt.
Dei EU in ihrer weisen Voraussicht, denkt und baut vor.

oversixty, 06.11. 01:40

Das kann nur Sarkasmus sein. Eher wird es in Zukunft Wanderarbeiter nach chinesischem Vorbild geben, wenn es durch weitere Freihandelszonen einen Wettbewerb mit Ländern ohne Sozialstandards gibt. Oder ist genau das damit gemeint: Arbeitnehmer werden dynamisch nach Bedarf als "Humankapital" organisiert herumgeschoben, untergebracht und optimiert versorgt...

Die Auswirkungen wären

7plus, 05.11. 22:50

u.a. dass Autofahren wieder mal teurer wird. Es ist ja nicht anzunehmen dass andere KFZ-Steuern dadurch sinken.
Treffen wird es in erster Linie wieder mal den Pendler.

geier, 06.11. 09:51

und darum verlagert der Rupprechter Ämter aufs Land....weit eeg vom Stau...in den Satu nsch Klosterneuburg.
und die Hanni entdeckt lt. Kurier Telearbeitsplätze zur Belebung!

Welche?

carlo, 05.11. 19:32

Die Länder, die bis heute keine "Maut" haben, auch sie werden die "Maut" - logischerweise - auch einführen müssten.
Also kollektive Wegelagerei.

PS:Erinnert mich an unsere erst kürzlich geführtee Reise über den Rhein - wo an jeder Burg "Maut" eingehoben wurde - um weiter zu fahren dürfen.

"Was geschehen ist, wird wieder geschehen, / was man getan hat, wird man wieder tun: /
Es gibt nichts Neues unter der Sonne."

Quelle:Kohelet 1,9
(vermutlich 10. Jhd. v. Chr.)

reservebuddha, 05.11. 22:30

Stimmt, die Kohelet-Zitate werden sich nie erneuern. Die sind ewig gleich altbacken.

carlo, 06.11. 00:58

Die sind ewig gleich altbacken.
...........................................................

Der Irrtum strömt, die Wahrheit sickert.
@Peter Sirius

reservebuddha, 06.11. 07:10

Und noch so ein Kalauer. ;-)

geier, 06.11. 09:54

haben nicht alle EU Staaten so etwas wie eine Mineralölsteuer? Also doch alle sowas wie eine Maut. Und sollte die e Mobilitöt doch etwas werden, wirds Zeit, auch für solche Autos so etwas wie eine Strassen/Infrastrukturabgabe zu entwickeln.

was heisst EU weite Maut?

geier, 05.11. 16:49

1) einheitliches technisches System
2) einheitliche user Kategorien
3) einheitliche Mauthöhe
4) einheitliche Höhe für die einzelnen user Kategorien

bin wiedee mal in den usa - south carolina :

helikopter, 05.11. 12:20

auf den highways fällt auf, dass es viel weniger lkw gibt als auf unseren autobahnen - bei den tankstellen ist diesel deutlich
teurer (!) als benzin (gas) - und googlen ergibt, dass fast die hälfte aller transporte per schiene geht - bei uns sinds ca. 20 % - klarer fall : die spinnen, die amis !

vollgegeneu, 05.11. 12:41

war immer schon so, die amis hatten den Kat lang bevor wir ihn bekamen, strengere Abgasnormen als wir, siehe Dieselgate, etc. etc.

Gut, die Entfernungen in USA sind anderer Dimensionen, da ist die Zugfahrt wesentlich billiger. Und das man die Waren nicht quer durchs land wegen div. Förderungen ,wie in der EU, tranportiert hat auch so seine Vorteile.

carlo, 05.11. 19:41

und googlen ergibt, dass fast die hälfte aller transporte per schiene geht
.............................
Die "Antriebler" der EWG & später EU, waren die Lobbyisten- und noch mehr die Transport-Lobbyisten.
Das sollte niemals vergessen werden, wenn unsere Strassen mit LKW-Kolonen zugemüllt werden.
Die "Lagerhäuser" wurden - grosso modo - konsequent dezimiert und die Läger rollen jetzt auf den Strassen.

Perfect beschieben in "European Round Table"

https://de.wikipedia.org/wiki/European_Round_Table

gedankenspiel, 05.11. 20:16

Ja, die EU-europäischen Lagerhäuser sind leider immer mehr mit Achsen ausgestattet. Real spart dabei niemand, aber dank Subventionen sieht es immerhin so aus.

clarissa, 05.11. 07:51

Jedes Land muss gewährleisten, dass jeder durchfahren kann. Aber jedes Land kann bestimmen, wie der Transit durch darf. Es steht nirgends geschrieben, dass das die Strasse sein muss. Solange auch nur ein freier Platz auf der Bahn ist, muss dieser Platz gebucht werden . Österreich muss eben pro Tag die notwendigen Plätze auf der Bahn anbieten. Und was die Maut betrifft, da könnte Österreich durchaus dem deutschen Vorbild folgen.

ibins, 05.11. 08:28

Was bitte an der "deutschen" Autobahnmaut wäre denn so nachahmenswert, dass Österreich diesem folgen sollte? Soweit ich weiß, ist die LKW-Maut dort weitgehend am Österreichischen System angelehnt und kilometerabhängig und die nun beschlossene Maut für ausländische PKW's mit den zeitabhängigen Pickerln und für inländische PKW quasi "mautfrei" und dafür mit einer "Infrastrukturabgabe" so geregelt, dass jeder diese zahlen muss, selbst wenn er mit seinem Auto nicht einen Kilometer Autobahn fährt.
Gemacht hat man das deshalb so, weil man damit eine reine "Ausländermaut" installieren wollte. Und genau das finde ich persönlich mäßig nachahmenswert oder "vorbildhaft". Ich würde mir eine kilometerabhängige Autobahnmaut für alle Kraftfahrzeuge, bei LKW's wie schon jetzt auf Nutzlast und Schadstoff bezogen und für PKW's nach Hubraum und Motorleistung bezogen, aber genau so kilometerabhängig wünschen. Und diein alle Richtungen undifferenzierten "Pickerl" sollen endlich von den Windschutzscheiben verschwinden.

clarissa, 05.11. 08:34

Nun die Maut muss die Kosten für die Strassenerhaltung und auch die Kosten für die Krankenbehandlung sozusagen decken. Österreich rechnet mit 300 000 Krebstoten pro Jahr wegen der Feinstaubbelastung, hab ich gelesen. Die Österreicher zahlen ja eh Steuern und damit sollte es abgedeckt sein, daher mein Votschlag es wie die Deutschen zu halten. Die kassieren bei den Ausländern, die ja auch die Schäden massiv mitverursachen.
Grundsätzlich wie gesagt, soll der Transit auf die Bahn und auch das muss kostendeckend gezahlt werden. Der österr. Steuerzahler sollte das nicht bezahlen müssen.
Ich bin gegen eine einheitliche EU Maut, weil dann vermutlich der Transitverkehr eher noch mehr ansteigen wird. Denn auch eine EU Maut wird kaum so ausgelegt sein, dass die tatsächlichen Kosten und Folgekosten gedeckt sind.

ibins, 05.11. 08:34

Dass eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene jedenfalls auf zeitliche Sicht zielführend wäre, ist unbestritten. Ob man das aber "erzwingen" muss, bleibt dennoch zumindest hinterfragenswert. Druck wird in diese Richtung ja ohnehin gemacht, sei es durch ständige Kontrollen auch auf der A 12 - Inntalautobahn oder auch die Blockabfertigung an der deutsch-österreichischen Grenze bei zu hohem Verkehrsaufkommen. Und man baut ja auch entsprechende Bahntunnel, wie den "Brenner-Basis-Tunnel". Allerdings "klappt" auch das nur, wenn die Nachbarländer auch entsprechend den Ausbau der Schiene forcieren und so die LKW's und Güter schon auf der Schiene an der Grenze hier ankommen. Sonst wird der Tunnel ein leeres Loch durch die Berge bleiben und die LKW weiter auf der Straße Schlangen bilden.

ibins, 05.11. 08:44

No, bei knapp 9.000.000 Einwohnern aktuell und knapp 90.000 Geburten pro Jahr, wird sich die Sterblichkeitsrate dann ja wohl bald auch wieder erholen. Es ist ja anzunehmen, dass mit zunehmend dann jährlich weniger Lebenden auch irgendwann wieder weniger sterben werden.
Nein, lustig ist es nicht, wenn uns der Transitverkehr zunehmend "ausrottet". Andererseits killen wir uns auch kräftig mit Zigaretten, Alkohol, ungesundem Essen und weiß ich, was noch alles. Würde man die Sterlichkeitsraten aus allen diesen Gründen "aufsummieren", wär niemand mehr am Leben. Ich bin daher auch mit den auf einen konkreten Grund direkt verbundenen Sterbefällen immer etwas vorsichtig. Und Österreich und da besonders Tirol, aber auch Salzburg und Kärnten und zunehmend auch aus den ehemaligen "Ostblock-Ländern" über Burgenland, Niederösterreich und die Steiermark war schon immer und wird auch Zukunft ein "Transitland" sein. Man bräuchte allerdings nur gedanklich die Grenzen Österreichs aus den Landkarten löschen, und müsste schon ein anderes Wort "erfinden", um den lokal belastenden Schwerverkehr über diese "Transitrouten" anders bezeichnen. Und das gäbe dann auch gleich eine andere Sichtweise für dieses durchaus wichtige Thema.

effenbeisser, 05.11. 08:46

clarissa - also das bezweifle ich, dass in deutschland die ausländer in erster linie für die schäden verantwortlich sind! deutschland ist DAS autoland schlechthin in europa mit 80 mio. einwohnern!
sie sind nur bedingt ein transitland und österreich gerade im inntal in relation zu seiner größe und privilierten lage, zikfach mehr vom transit betroffen...

clarissa, 05.11. 08:47

nicht die Verlagerung des gesamten Güterverkehrs nur des reinen Transitverkehrs. Österreich muss die Plätze auf der Bahn anbieten und solange es da freie Kapazitäten gibt, darf man eben die Strasse nicht benützen. Das muss auch saftige Strafen bedeuten. Und wie die BRD und Italien damit umgehen, nun die werden das schon händeln. Österreich braucht da einfach Rückgrat, weil Österreich ist seiner Bevölkerung verantwortlich und nicht dem Transit. Die EU ist da Anwalt des nicht notwendigen Transit (ich schätze der macht sicher die Hälfte des Transit aus) , die EU fördert ja diesen nicht notwendigen Transit mit Unsummen. Platter muss Anwalt der Bevölkerung sein, dass nicht 300 000 an Krebs sterben müssen, wegen einem massiv geförderten nicht notwendigen Transit.

vollgegeneu, 05.11. 11:14

bahnanschluss gibts nur in wörgl oder wels für rola

querdenker, 05.11. 07:39

An sich wäre es sinnvoll eine einheitliche Maut einzurichten.

Nur bei dieser EU, so wie sich die Union bisher eben entwickelt hat, ist zu befürchten, dass das System nur komplizierter und teurer für die Bevölkerung werden würde.

Jedenfalls wenn die EU Kommission dabei mitwirken würde.

ibins, 05.11. 08:18

Die Europäische Union ist ein lose zusammengewürfelter Haufen von zunehmend "nationalistischen" Einzelstaaten geworden, die das Wort "Zusammenarbeit" nicht (mehr) kennen. Es liegt nicht an "dieser EU", sondern an den einzelnen Staaten, wenn sie "nichts zusammen bringen" und jeder Staat sich in seinen Egoismen ergeht. Die EU-Kommission ist nichts anderes, als teils "abgehalfterte nationale Politiker", die im Grunde genommen kaum irgendwas zu sagen haben.
Aber klar, wenn man "selber" zu blöd zu allem ist, kann man es dann so schön auf "diese EU" schieben, die ja nichts zustande bringt und besser auch nirgendwo "mitwirken" sollte.
Beschlüsse aber fallen einstimmig im "Rat" der Regierungschefs und nicht in der Kommission. Letztere hat nur die Umsetzung gemeinsamer Beschlüsse in den Nationalstaaten und der dazu geschlossenen Verträge zu kontrollieren.
Natürlich wäre ein einheitliches Mautsystem in der gesamten EU mehr als nur sinnvoll. Aber jetzt ist eben jeder Nationalstaat eigene Wege gegangen und sicher keiner dieser Nationalstaaten bereit, daran auch nur irgendwas zu ändern.
Und genau so schaut es in fast jedem Themenbereich aus. Es bliebe aber jedem Nationalstaat unbenommen, ob nun mit oder ohne EU sein eigenes System zu überdenken und es einem anderen entsprechend anzupassen. Nur hat das halt auch nur dann irgendeinen Sinn, wenn auch andere Staaten mitziehen und sich auch anpassen. Womit wir wieder einmal beim Problem der Europäischen Union wären. Die EU ist ein loser Haufen nationalistischer Einzelstaaten, die jeder für sich seine Egoismen pflegt. Dabei sind regional unterschiedliche Interessen und Ziele ja auch keineswegs samt und sonders "Irrsinn", nur halt so auch nicht wirklich sinnvoll zu verfolgen.
Die Stümper sitzen aber schon in den Nationalstaaten und werden von diesen in die Institutionen der EU "entsandt". Und eines ist "diese EU", wie sie derzeit besteht, mit Sicherheit nicht, nämlich eine gemeinsame "Ober- und Überregierung". Wir haben keine "Vereinigten Staaten von Europa" sondern eben nur einen losen Staatenbund.Und gerade diejenigen, die über die Unfähigkeit der EU am meisten wettern, erkennen nicht, dass sie selber "das Problem" sind.

floptino, 06.11. 15:27

ja die größten Stümper sind die Tiroler, wer schimpft der kauft !
Einzige beste Lösung ist; wenn die Schiene billiger ist als die Strasse ! Asfinag freut sich auch über 1 Million LKW weniger auf der Strasse sind ja nur ca 100 Millionen weniger Einnahmen , ja und wenn dann noch 500.000 mit der Bahn fahren , dann ist die Freude doch noch viel grösser oder ?

Nachdenken, wollen wir eine EU oder nicht?

grasti589, 05.11. 00:33

Wenn ja, wie soll diese aussehen? Aus diesem Blickwinkel ist eine sog. Kernunion eine gute Idee. 1. Abstimmung in jedem Land, ob die Menschen meinen, eine EU bringt ihnen langfristige Vorteile und ob sie überhaupt eine Union woll'n. Die JA, Länder mit dem grössten JA Prozentsatz, bilden die Kernunion, legen neue, auf den bisherigen Erfahrungen basierende Regeln und Verträge fest, die für die Kernunion gelten soll'n. NEIN Länder haben je, 10 Jahre Zeit, ihr Land und ihr Volk auf die neuen Regeln vorzubereiten und neuerlich im Land mit JA oder NEIN, nach neuen Regeln abstimmen zu lassen, oder umgekehrt, Zusätzliche Abstimmung in allen bereits bestehenden Mitgliedsländern, nach neuesten Regeln, ob ein Land zusätzlich aufgenommen werden soll. Das Regelwerk muss unbedingt enthalten, wie eine Union mit einem Land umgeht, welches sich nicht an akzeptierte, Regeln hält. Zahlungsstop, oder gar Unionsausschluss. So was auf die Reihe zu bringen kann doch, bei vorhandenem Willen, nicht soo schwer sein.

vollgegeneu, 05.11. 11:15

das lkw problem zeigt, was die eu drauf hat. ich brauch diese eu nicht, warte auf neue volksabstimmung

grasti589, 05.11. 19:14

@vollgegeneu, JA, wir wissen jetzt auch, was Du d'rauf hast.
Danke für Deine ehrliche Offenlegung.

bergler, 05.11. 21:57

>grasti,
diesem Ansinnen nach bist du ein eingefleischter FPÖler.
Immer wieder Volks Abstimmungen, obwohl die meisten Bürger mit diesen Fragen überfordert wären. Für die Medien wären ständige Volks Abfragen ein gefundenes fressen. Solchen Unsinn kannst vergessen, in den Parlamenten debattieren doch die geschulteren Leute.

grasti589, 06.11. 18:21

@bergler, jetzt hab ich eine urlange Antwort geschrieben, warum ich kein FPÖler bin und warum es notwendig ist, auch eine pro EU Linie demokratisch legitimieren zu lassen, weil's sonst nie funktioniert, Du kannst in einer Demokratie langfristig nicht gegen den Willen der demokratischen Wähler regieren. Leider ist mein super Beitrag jetzt weg, hab I falsch d'ruckt oder ned, für die Zensi war nix dabei, hoffi. lg