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Katalonien: Was führt aus der Krise?

In der Katalonien-Frage stehen Befürworter und Gegner einer Abspaltung der Region einander unversöhnlich gegenüber. Was kann die aufgeheizte Stimmung deeskaliieren? Welcher Weg führt aus der Krise? Wie sieht die Zukunft der Region aus?

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1374 Beiträge

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Forum

Gott selbst hat den spanischen Generalstaatsanwalt von dieser Welt abberufen.

inventor, 19.11. 13:57

Wohl auch eine Warnung an den König!?

More diffuse Eurospeak

ukglobal, 17.11. 13:14

Nach wie vor schlaegt das Unabhaengigkeitsstreben in Catalunya hohe Wellen. Heute soll - wie im EU-Block ueblich - eine gerichtliche Entscheidung in Bruessel erfolgen, die aber keine wirkliche Entscheidung bringen wird. Praesident Puigdemont darf weiterhin gelassen in Belgien bleiben, den Kampf um Souveraenitaet virulent lassen und das Block-Mitglied Belgien immer weiter der eigenen Zerreissprobe entgegentrudeln lassen.

Das liegt naemlich - wohl bedacht von Puigdemont - in der Zusammenstellung der belgischen "Regierung", in der die Flamen durch die starke NVA vertreten sind. Und die musste, als Vorbedingung zum Aufstieg als Regierungsteil, sich verpflichten, das Auseinanderwirbeln Belgiens nicht anzufachen ("anzuflamen"). Somit wird das deutliche und demonstrative Eintreten fuer die Unabhaengigkeit Kataloniens zu einer Art "proxy fight" der Flamen. Was sie zu Hause nicht duerfen, treiben sie erst recht in Catalunya voran.

ukglobal, 17.11. 15:54

Die belgische Staatsanwaltschaft hat heute vor Gericht fuer die Auslieferung des katalanischen Spitzenpolitikers plaediert. Das Gericht hat dazu keine Entscheidung getroffen und prueft, ob Puigdemont fuer Vergehen, die nicht in Belgien kriminell sind, an Spanien ausgeliefert werden darf.

ukglobal, 17.11. 16:04

Das naechste gesellige Zusammensein im flaemischen Gericht ist fuer 4. Dezember angesetzt, wird aber auch dann keine Entscheidung treffen.

kägr, 17.11. 19:42

Nur wer hätte erwartet dass Staatsanwalt in Brüssel Einstellung des Auslieferungsverfahren beantragt?

ukglobal, 18.11. 09:13

Niemand

querdenker, 17.11. 07:17

In den Nachrichten ist es jedenfalls sehr still geworden um Katalonien.

Die Berichterstattung ist wohl unerwünscht.

inventor, 17.11. 11:04

Man wartet, ob der Ex-Präsident aus Belgien an Spanien ausgeliefert wird,
und man wartet auch auf den Ausgang der Dezember-Wahlen in Catalunya.

kägr, 17.11. 19:02

Hoffentlich gewinnen am 21. Dezember wieder wie schon einige Male die Unabhängigkeitsbefürworter die Wahlen in Katalonien

Manch einer wird erst zufrieden sein, ...

hyperist, 16.11. 14:39

... wenn alle Staaten aufgelöst wurden und sich die Menschen wieder in Stämmen zusammenrotten - das ist dann wahre Autonomie!

manz, 16.11. 15:22

So weit kommt es gar nicht. Zuvor wird man die Zivilisation abgeschafft haben - im Namen des Klimaschutzes.

kägr, 16.11. 20:26

Was die Unabhängigkeit eines fast 10 Millionenvolkes mit eigener Sprache und Kultur wie es die Katalanen sind mit Auflösung aller Staaten und Stämmen zu tun hat............
Denn Katalanen steht wie fast allen europäischen Völkern ein eigener Nationalstaat zu...schon aus Gleichheitsgrundsätzen.
Warum dürfen Slowaken, Kroaten, Slowenen, Mazedonier, Ukrainer, Weißrussen...einen eigen Staat haben und Katalanen verbietet man es durch Gewaltexesse der Polizei und Politjustiz.....nur mehr traurig, dass die EU dabei zusieht, ja sogar die Spanier indirekt unterstützt

inventor, 16.11. 23:05

Montenegro ist noch kleiner und Kosovo ist überhaupt ein Witz,
die Montenegriner sind zum größten Teil Serben und die Kosovaren sind allermeist Albaner.

manz, 16.11. 23:06

Gewaltexzesse! Dass ich nicht lache!

inventor, 16.11. 23:18

Über Franco-Faschisten gibts nichts zu lachen.

kägr, 17.11. 00:00

Jemand mit Gewalt, Verprügeln am Abstimmen zu hindern ist ja scheinbar nur eine harmlose Schubserei........

seit 5 tagen 4 posts on top

abstauber, 16.11. 11:58

interessiert anscheinend derzeit niemand

manz, 16.11. 15:23

... oder es wurde bereits alles gesagt. Immer wieder dasselbe wiederzukäuen, ist ja auch langweilig.

China's Communists ridicule Catalunya

ukglobal, 15.11. 08:41

Wen konnte es schon ueberraschen? Die kommunistischen Machthaber in Beijing haben die Situation, eine Loesung in Spanien zu finden die einer Demokratie wuerdig ist, fuer ihre eigene Sache ausgenuetzt und veraechtlich gemacht.

Die fernoestlichen Diktatoren meinen, dass die Vorgaenge in Catalunya als "Warnung" fuer den Staat Taiwan dient, und "ebenso geloest werden wird." Bisher hat die Fuehrung ja nur eigene Landsleute verfolgt, eingekerkert und ermordet; dies koennte nun auf den Inselstaat zukommen.

Die moralische Aehnlichkeit von den Fuehrern der Volksrepublik, dem EU-Block und Spaniens faellt auf.

inventor, 15.11. 20:12

Schade, dass der erste Satz des zweiten Absatzes von 'dient' bis ' ... wird." '
sprachlichen Unsinn darstellt!

kägr, 15.11. 20:18

Soweit ist die EU schon, dass es Diktaturen als Vorbild dient um Unterdrückung zu rechtfertigen
Taiwans Selbstständigkeit müßte eigentlich schon lange anerkannt werden.
Und wer wie ich sowohl in China als auch in Taiwan war konnte feststellen wie unterschiedlich die beiden Länder sind

inventor, 15.11. 23:15

China - mit viel mehr Menschen als EU + USA zusammen - sieht dies eigentlich ganz anders.

kägr, 16.11. 00:08

Mir eigentlich egal wie es China sieht, Taiwan hat wie Katalonien Recht auf Selbstständigkeit und auch Hongkong, Macao, Tibet und die Uiguren

inventor, 16.11. 10:22

4/5 zumindest von deiner Ansicht teilen UNO und Republik Österreich nicht.

manz, 16.11. 10:57

Mit innerspanischen Angelegenheiten hat die EU absolut nichts zu tun, aber wenn sie sonst Diktatoren als Vorbild dient, dann kann das nur gut für deren Land sein, dann bekommt es nämlich humanistische Werte.

Katalanische Nationalisten haben m.M.n. kein Recht, über die Köpfer der katalanischen Mehrheit hinweg Sandkastenspielchen zu spielen.

richter, 16.11. 11:26

@uk: Was für ein Unsinn! Jeder Strafzettel kann als Verfolgung unschuldiger Bürger umgemünzt werden.
Die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien sind tatsächlich verfassungswidrig. Diese Verfassung ist demokratisch zustande gekommen, kann daher nur gesamtstaatlich durch die spanische Bevölkerung auch demokratisch wieder aufgehoben werden.
Die EU tut jedenfalls gut daran, sich in dieser Angelegenheit nicht auf die Seite der Unabhängigkeitsbewegung zu schlagen, denn das wäre ja erst recht undemokratisch, weil 95% der EU Bevölkerung gar nicht weiß, worum es da geht und weil sich die EU sicher nicht auf die Seite von Verfassungsbrechern stellen kann und soll.
Wenn irgendeine Diktatur sich einzelne Aspekte einer komplizierten Gesamtlage herauspickt, kann das ja nicht bedeuten, dass man die Sache dann nur deshalb anders lösen muss, um denen nicht recht zu geben, auch wenn die tatsächliche Lösung vielleicht nicht angenehm, aber richtig ist.

kägr, 16.11. 20:19

Sehr humanistisch Menschen die demokratisch abstimmen wollen, aus dem Wahllokal hinauszuprügeln.....
Und warum wird nicht verbindend für beide Seiten über Unabhängigkeit abgestimmt, wenn immer wieder behauptet wird Unabhängigkeitsgegner sind mehr als Unabhängigkeisbefürworter?
Und seit Ende der Francodiktatur mit der spanischen Postfrancoverfassung sind nun 40 Jahre vergangen...und es sollten nun mehr Minderheitenrechte geben in einem Mehrvölkerstaat, nicht dass die 75% Spanier über das Schicksal der 20% Katalanen weiterhin entscheiden dürfen, weiter ein Volk über ein anderes herrschen darf

kägr, 16.11. 20:39

@richrer...wenn angeblich 95% der Europäer nicht weiß warum es geht warum mischt sich dann die EU ein - auf Seite Spaniens?
Weil alles anderes als neutral sind die Wortspenden der Brüssler Bürokratenpolitiker.....und auch die wir schaffen es Mutti und der Möchtegern Napoleon hat sich nicht gerade neutral verhalten
Warum sehen sie nicht, dass genau diie Nationalstaaten und der freiwillige Zusammenschluss zur heutigen EU das bisherige Erfolgsmodell Europas begründen? Also ein neuer Nationalstaat Katalonien würde Europa keinesfalls schaden....

kägr, 18.11. 13:34

Zum Glück unterstützen wenigstens die Grünen die Katalanen

Katalonien

ecomo, 13.11. 11:08

ist ein klassischer Fall der Entsolidarisierung, wie z.b. auch die Briten! Die vermeindliche Freiheit ist nur vorgeschoben.

kukuruz, 13.11. 13:11

Exakt!

Die EU hinkt ca. 2-5 Jahre hinterher. Siehe: Türkei --> Diktatur..

Anstatt zu schauen, was die Bevölkerung braucht, pfeift man auf Solidarität und pflegt eigene Ideen und Interessen und fördert einen Rechtsruck nach dem anderen.

Das ist halt a bissle blöd. ;)

carlo, 13.11. 16:27

...und pflegt eigene Ideen und Interessen und fördert einen Rechtsruck nach dem anderen....
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Kampf gegen Rechts : Ein Volk von Antifaschisten

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kampf-gegen-rechts-ein-volk-von-antifaschisten-13429214.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

kägr, 13.11. 20:14

Wenn man als Volk mit eigener Sprache, Kultur in einem eigenen Staat leben will hat dies nichts mit Unsoliidarität zu tun......Geld verstärkt höchstens den Wunsch.
Und rechts ist genauso wenig schlecht wie links - beides muss in einer Demokratie Platz haben...nur Extreme Beider Seiten sind ein Problem...
Und für alle die Unabhängigkeit mit Rechtsruck gleichsetzen, seit wann ist eigentlich Trennung mit allen Mitteln zu verhindern wie es Spanien macht links?

manz, 14.11. 12:34

Die Frage ist halt, ob das das katalanische Volk mehrheitlich will, oder ob Russland versucht, einem Teil davon einzureden, dass die katalanische Autonomie nicht Freiheit genug bietet.

manz, 14.11. 12:37

Die EU-Kritik ist hier völlig fehl am Platz. Wer fordert, das sie sich mit Katalonien solidarisiert, fordert gleichzeitig, dass sie sich mit einem Mitgliedsstaats entsolidarisiert, womit dann die EU als Staatengemeinschaft gesprengt wäre.

Hinterherhinken ist ein Standardvorwurf von Leuten, die im Nachhinein immer alles besser wissen.

kägr, 14.11. 19:46

Diese Verschwörungstheorien Rußland hat durch seinen Einfluss den Wunsch nach Unabhängigkeit erst erzeugt....lächerlich...genauso lächerlich wie die russischen Verschwörungstheorien die EU hat durch ihren Einfluss erst Proteste am Maidan in Kiev angezettelt.
Ohne latente begründete Unzufriedenheit wäre es nie möglich Menschenmassen für Unabhängigkeit Kataloniens oder Abwendung von Moskau zu begeistern
Und übrings so groß war die Autonomie der Katalanen nie, Basken und Navaro haben viel mehr Autonomie oder auch Südtirol oder Nordirland

Schwer zu sagen.

carlo, 12.11. 20:47

Aber ein Report im Weltspiegel/ZDF vor wenigen Stunden, machte vieles sichtbarer.
Die EU hat wahnsinnige "Ängste" vor solchen Separatismusbestrebungen.
Als nächstes könnten die Flamen wieder damit antanzen, wie in dem Report zutage kam.
Und womöglich als nächstes die Bayern.Und die Korsen.
Alle Gegner von solchen Separatismusbestrebungen berufen sich auf die "Verfassung", um solchen Freiheitsgedanken entgegenzutreten.
Das im Zuge von diesen Entwicklungen politische Mandatare inhaftiert werden, wie im Barcelona jetzt - unglaublich im Jahr 2017 und das in einer "EU"

PS Verfassungen sind Menschenwerk und jederzeit änderbar

kägr, 12.11. 21:08

und immer kommen in diesen Beiträgen so Beispiele wie Bayern, die einfach nicht mit Katalonien vergleichbar sind um gegen Selbstbestimmung-Unabhängigkeit zu polemisieren

carlo, 12.11. 21:28

Ich polemisiere nicht gegen Unabhängigkeit.
Und denn Bayern wünsche ich sogar das sie sich von Rest Deutschlands befreien.
Denn mit diesen haben sie nichts am Hut.
Ausser der Sprache.
Ausserdem wurde sie ja unter Druck ins deutsche Reich eingegliedert - nach dem verlorenen Krieg von 1866, wo sie sich mit Österreich gegen die Preußen verbündeten
Vielleicht sollten sie noch "Vorderösterreich" mitnehmen.

kägr, 12.11. 21:36

Habe nicht dich Carlo gemeint, sondern war allgemein gemeint

carlo, 12.11. 21:56

kägr.
Habe mich eh nicht betroffen gefühlt.Ich schrieb halt nur so zum besseren Verständnis
Ich bin halt ein unabhängigkeitsfetischist - frei nach Wilson "Selbstbestimmungsrecht der Völker".

https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstbestimmungsrecht_der_V%C3%B6lker

carlo, 12.11. 21:58

Sogar aus den USA kann man austreten.
Das Prozedere ist zwar extrem kompziert - aber die Möglichkeit besteht.

kägr, 12.11. 22:00

Stehe ja auch auf der Seite des katalanischen Volkes, der katalanischen Nation

inventor, 12.11. 23:34

D'acord!
Molte gracies!

whateveryoucallme, 13.11. 00:09

Was die USA Betrifft könnte das sogar passieren.
Texas und Kalifornien gibt es solche bestrebungen.

Wirklich ernst ist es eher bei Kalifornien mit der Bewegung "Yes California"

über 500tsd Unterschriften dazu gibts betreits doch wurde das ganze im April diesen Jahres gestoppt

hintergrund ist das einer der redelsführer J.L. marinelli russland verbindungen hat und man wollte das erst klären bevor man weiter macht.

er ist nun zurückgetreten und hat zudem beschlossen zukünftig in russland weiter leben zu wollen :))

Schon wieder diese Russen lol
In den Polls (mit ca 1000 Teilnehmern gibt sübrigens nur 36% beführworter für eien loslösung

Troztdem ist das nicht wenig für die so sehr gerühtem VEREINIGTEN Staaten Amistan

ukglobal, 13.11. 08:14

whateveryoucallme,schrieb am 13.11. 00:09eine Antwort:
"Was die USA Betrifft könnte das sogar passieren."
- - - - - -
Theoretisch ja, praktisch nicht (d.h., Null Prozent Chance). Gerade das Beispiel California (mein Heimatstaat) hat dies gezeigt.

kägr, 13.11. 08:53

Aber wichtig ist Theorie....im Unterschied von den rechtlichen Möglichkeiten in Spanien

hero7, 13.11. 09:22

Eine Verfassung zu schreiben, die dem eigenen Volk nicht einmal die Völkerrechte einräumt ist Unrecht.

hero7, 13.11. 09:24

In Spanien leben nicht nur Spanier, klar, dass die Spanier die Katalanen nicht verstehen, sie sprechen ja nicht einmal ihre Sprache.

inventor, 13.11. 09:55

Euskera verstehen die Spanier noch viel weniger, dabei gehört Euskadi zu Espanya!

hawedere1, 13.11. 18:51

Wenn die EU also wahnsinnig große Ängste hat, vor Separatismusbestrebungen, so wäre sie ja total bescheuert, wenn sie den Austritt Kataloniens gutheißen würde.
Und wer möchte denn eine bescheuerte EU haben? ;-)
Wer von den Schreibern hier halst sich selbst unnötig viele Probleme auf, nur weil es irgendeinem Bekannten gefällt.
All jene, die sich in der EU so schlecht behandelt fühlen und dieses extrem menschenunwürdige Staatengebilde verabscheuen, dürfen sich gerne verabschieden und sich in Russland sesshaft machen. Dort ist Vieles, nein sogar Alles viel besser. (haha)

kägr, 13.11. 20:06

bescheuert ist keine Regel für Trennung von Staaten zu haben. Also ist die EU jetzt bescheuert, sie sollte Regel dafür aufstellen....seit dem Lissabonvertrag gibt es ja auch Regel für Austritt eines Landes.
Und es ist ein Märchen, dass durch eine Teilung Spaniens ein wirklicher Dominoefekt weiterer Staatenteilungen entstehen würde....welche Staaten sind neben Spanien (Mehrfachteilung)wirklich davon betroffen, ist eine positive Abstimmung für Trennung vorstellbar?
Belgien, Großbritannien und eventuell Südtirol....sonst fällt mir eigentlich nichts ein... .

inventor, 14.11. 00:33

Wann wird Abchasien von EU-Staaten als Staat anerkannt?
Die Abchasen wollten nie zu Georgien gehören,
wurden aber gegen ihren Willen von Stalin in der UdSSR-Zeit zu Georgien/Grusinien geschlagen.

kägr, 14.11. 08:10

Wenn es eine faire Volksabstimmung gibt warum nicht....

manz, 14.11. 12:40

Die EU hat wahnsinnige Ängste? Da werden, glaube ich, eigene Ängste auf den Gegner projiziert. Objektive Belege gibt es dafür nicht.

seit wann ist politische Meinungsbildung strafbar???

matahari, 12.11. 16:41

Jeder Bürger in einem freien Land sollte das Recht haben, seinen politischen Willen kundzutun. Und Mehrheiten bestimmen.
Seit wann gilt dieser Grundsatz nicht mehr in einem demokratischen Land???
Und solche, die ihre Region benachteiligt sehen und lieber eigenständig sein wollen, dann als Volksverhetzer zu verhaften, das spottet jeder Demokratie! Und der brutale Polizeieinsatz sprach Bände. Da fühlt man sich eher gedanklich in eine Diktatur versetzt, wenn man die Vorgänge beobachtet.
Ob die Unabhängigkeit Kataloniens klug oder unklug ist, das müssen schon die Katalanen entscheiden.
Wie will Rajoy das jetzt noch kitten?

geier, 12.11. 16:44

hat das nicht mehr mit der gültigen spanischen Verfassung zu tun als mit "Demokratie" als allg. Schlagwort.

abstauber, 12.11. 17:17

ich weiß ja nicht inwieweit du einen unterschied zwischen "seinen politischen willen öffentlich kundzutun " und den "politischen willen ungesetzlich per abstimmumg durchsetzen lässt" - erkennen kannst.

hero7, 12.11. 17:25

Ich habe die Auftritte in Barcelona nicht verfolgen können, aber Pfiffe waren sicher auch dabei. Ob er seinem Anliegen etwas Gutes getan hat bezweifle ich. Besser wäre gewesen, schlichtend zu wirken und nicht trennend.

sevilla1, 12.11. 17:31

Rajoy und seine PP wollen nicht versöhnen, sie wollen herrschen. Was er da heute in Barcelona abzieht, ist eine unverfrorene Show. Es war Rajoy, der im Jahre 2006 gegen ein von der Mehrheit des Parlaments beschlossenes und von Juan Carlos bereits unterzeichnetes Gesetz, welches den Autonomiestatus Kataloniens erweitert hätte, beim Verfassungsgericht klagte. Das Urteil dauerte 4 Jahre und die Richter kassierten nur 14 der insgesamt 114 angefochtenen Artikel, was ja eigentlich für Rajoy eine Blamage war, er verkaufte es aber trotzdem als grossen Sieg. Damit begann es aber unter den Unabhängigkeitsbefürwortern noch mehr zu brodeln. Jedoch wurde kein weiterer Schritt seitens Madrid in Richtung Verbesserung des Autonomiestatuts gesetzt. Tatsache ist ja, dass die autonomen Regionen in Spanien nicht gleich behandelt werden. So darf z.B. das Baskenland seine Steuern selbst einziehen und führt dann den Solidaritätsbeitrag an Madrid ab (regimen floral), in Katalonien ist es ungekehrt: Madrid zieht die Steuern ein und zahlt dann an Barcelona zurück (regimen comun). Und es gibt noch andere Nachteile.
Ein Problem ist sicherlich auch, dass die Spanier nie richtig ihre Geschichte aufgearbeitet haben. Wenn man in Deutschland das Hakenkreuz ans Fenster malt, kommt die Polizei und führt dich ab. In Spanien liegt Franco in einem protzigen Mausoleum im Valle de los Caidos, wohin Pilgerfahrten in Autobussen veranstaltet werden.
Spätestens nach der ersten (eiskalten) Reaktion Rajoys nach dem Referendum und der unsensiblen (vorsichtig ausgedrückt) Ansprache des Königs im TV ist das Kind in den Brunnen gefallen. Ein König sollte in einer solchen Situation beruhigen, wie eben ein Bundespräsident in Österreich oder Deutschland dies tun würde, und nicht noch Öl ins Feuer giessen. Man sollte die beiden vom Hof jagen, Puigdemont absetzen und ganz von vorne beginnen.

kägr, 12.11. 18:03

Europa regt sich immer als erstes auf, wenn in der Türkei, Russland, Venezuela oder sonstwo wenn demokratischen Grundsätze mit Füßen getreten werden....und was geschieht im jetzigen Staat Spanien?
Übrings auch in den kritisierten Ländern berufen sich die aländer auf Gesetze, Verfassung und Mehrheiten im Parlament

catal, 12.11. 18:33

Spanien mit Diktaturen gleichzusetzen ist eine Beleidigung fuer jene, die tatsaechlich in einer Diktatur leben muessen. In welchem Land koennen Separatisten zu Grosskundgebungene aufrufen, wo die Unabhaengigkeitsfahne geschwungen wird und Parolen fuer die katalanische Reublik skandiert werden? Wo koennen Parteien, wie ERC und PDeCAT die Putschisten als Regierungsvertreter gestellt haben, wieder zu Wahlen antreten, wo koennen Putschisten sich wieder als Kandidaten fuer Wahlen aufstellen lassen ? Die Meinungsfreiheit ist, wenn manche offensichtlich aus Mangel an Information nicht zur Kenntnis nehmen wollen, ist in Spanien ganz gross geschrieben. So kann man ungstraft das Bild des Koenigs oeffentlich verbrennen oder zerschnipseln, wie es Vertreter der Antisystem-Partei CUP getan haben. Auch diese Handlung versteht mannoch unter Meinungsfreiheit. Man kann jegliche Meinung vertreten, erst wenn sie in eine illegale Handlung umgesetzt wird, wird es strafbar, wie geschehen durch die Putschistenregierung.
Wo werden in Spanien demokratische Grundsaetze mit Fuessen getreten?

abstauber, 12.11. 19:01

catal
darum meine frage oben, er/sie sagt aber nichts mehr dazu

kägr, 12.11. 19:05

Nur sowohl Rußland, Türkei und auch Venezuela sind keine Diktaturen, nur die gewählten Mächtigen nehmen es mit den demokratischen Rechten für Opposition und Minderheit nicht zu ernst.......
Und was war das Herausprügeln von Abstimmungswilligen dann als demokratische Grundsätze mit Füßen zu treten, als Gewalt gegen Andersdenkende, die nicht mit Gewalt ihrer Meinung Ausdruck verliehen haben....
Und Andersdenkende dürfen wohl an Wahlen teilnehmen, aber dürfen dann ihr Wahlprogramm nicht erfüllen.......
Natürlich sehe ich einen Unterschied zu den Europäischen rechten und linken Diktaturen des vorigen Jahrhunderts.....nur Kritik am undemokratischen Gewalteinsatz der Madrider Polizei in Barcelona und auch dem Versuch politische Probleme durchs Strafrecht zu lösen (erinnert doch irgendwie an Politjustiz) muss erlaubt sein, muss sogar sein

abstauber, 12.11. 19:33

kägr
selbstverständlich ist kritik am vorgehen der spanischen exekutive erlaubt und auch meiner meinung nach angebracht.
genauso aber auch die kritik am vorgehen von puidgemont als präsi der katalonen rechtswidrig eine unabhängigkeit im parlamentvon katalonien zu beschließen.
um wieder zum eingangspost zu kommen, seine politischen ansichen kund zu tun ist das eine, sie wissentlich gesetzewidrig beschleißen zu lassen, das andere.

kägr, 12.11. 19:45

Bin ja auch nicht mit allem was Katalonien durchführt einverstanden.....nur mir könnte noch keiner erklären, welche Möglichkeit die Katalanen haben Unabhängigkeit zu erlangen ohne die Gesetze des verlassenden Staates Spanien nicht zu beachten
Bitte nicht mit ändern kommen, bei 75%,Spanier und 20% Katalanen im Staat Spanien ist dies ja unrealistisch.........
Und der Wunsch nach Unabhängigkeit ist ja nichts undemokratisches für ein Volk mit eigener Sprache, Kultur........

catal, 12.11. 19:47

"Andersdenkende dürfen wohl an Wahlen teilnehmen, aber dürfen dann ihr Wahlprogramm nicht erfüllen.." Sie duerfen sehr wohl ihr Wahlprogramm durchsetzen, aber nur unter Einhaltung der gesetzlichen Spielregeln...
"Gewalteinsatz der Madrider Polizei in Barcelona.." Die Polizei war nicht aus madrid, sondern aus Zaragoza...
Es gibt ein Strategiepapier der Separatisten, die den Einsatz der pruegelnden Polizei mit Verletzten als gewuenschtes Bild fuer die Weltoeffentlichkeit eingeplant war, um Spanien als Unterdrueckerstaat darzustellen und die Unabhaengigkeit wie der Kosovo zu erlangen. Nachzulesen unter https://politica.elpais.com/politica/2017/10/09/actualidad/1507569660_552707.html
" Versuch politische Probleme durchs Strafrecht zu lösen.." Die einseitige Unabhaengigkeitserklaerung und die Ausrufung einer katalanischen Republik ist schlichtweg ein Putsch und die Folgen hat fuer die Regionalpolitiker hat nichts mit einer Politjustiz zu tun. Diese Regionalpoliker haben auch den Eid auf die spanische Verfassung abgelegt in der die Unteilbarkeit Spaniens festgeschrieben ist, wie auch in allen anderen EU-Laendern.

kägr, 12.11. 19:57

Mit Polizei aus Madrid, meinte ich spanischsprachige Polizei, nicht katalanisch sprechende Polizei.
Und zwei andere EU-Staat haben bzw. zeigen vor wie man mit abstimmungswilligen Teilen demokratisch vorbildhaft umgeht: Großbritannien mit Schottland und Dänemark mit Färöer und auch Grönland.
Und über die anderen Staaten können wir nicht urteilen, denn bis jetzt ist es nirgends zu einer Ssituation wie in Katalonien gekommen....egal was in deren Verfassung stehen mag, entscheidend ist das Verhalten in so einer Situation.....positiv hat sich dabei ja auch Kanada bei Quebec hervorgetan.

catal, 12.11. 20:15

Zunaechst, Katalanisch ist auch "Spanisch", wie das Gallegische und das Kastellanische....
"...abstimmungswilligen Teilen demokratisch vorbildhaft umgeht: Großbritannien mit Schottland und Dänemark mit Färöer und auch Grönland..", weil es verfassungsmaessig moeglich ist und hat nichts mit Vorbildhaftigkeit zu tun.
Jetzt wird gewaehlt und man wird sehen welches Gewicht die Separatisten haben werden.

sevilla1, 12.11. 20:21

@catal
Ich wäre vorsichtig bei "El Pais", einem zurecht renommierten Blatt, pure Objektivität zu erwarten; wahrscheinlich hat "La Vanguardia" genau das Gegenteil geschrieben.
Ich bin kein Anhänger der Unabhängigkeit Kataloniens, aber die Zentralregierung in Madrid hat nach dem Urteil des Tribunal Constitucional im Jahre 2010 absolut nichts unternommen, um die latente Gefahr einer Eskalation abzuwenden. Wie ich ja bereits ausführte, waren es Rajoy und seine PP die eine zurecht geforderte Erweiterung des Autonomiestatuts verhinderten. Es kann nicht sein, dass das Baskenland und Navarra mehr Eigenständigkeit besitzen als Katalonien. Die Verfassung stammt aus dem Jahre 1978, als jede Menge Franquisten im Parlament sassen und leider gibt es noch immer genug davon.

kägr, 12.11. 20:29

Es ist demokratisch vorbildhaft wenn Gesetze, Verfassung eine Abstimmungsmöglichkeit durch Referendum zulassen.....Spanier scheinen ja keinesfalls bereit zu sein Gesetze dementsprechend zu adaptieren...
Und auch wenn es Spanier nicht so gerne hören, Katalan ist nicht Spanisch......das von Ihnen Kastellan bezeichnende ist international Spanisch.....sie selbst verwenden ja sogar meistens die spanische Flage um Kastellan darzustellen und die Fahne Kataloniens für Katalanisch.....
Und hat sich irgendjemand Gedanken gemacht wenn im Dezember oder bei einer nächsten Wahl die Unabhängigkeitsbefürworter wieder die Mehrheit in Katalonien erringen? Stand heute hoffen ja beide Seiten Mehrheit zu erringen....und die Umfragen zeigen auch ein Kopf an Kopf Rennen, den alle Unterschiede sind definitiv in der statistischen Schwankungsbreite

catal, 12.11. 20:48

sevilla1,schrieb am 12.11. 20:21
"Ich wäre vorsichtig bei "El Pais", einem zurecht renommierten Blatt, pure Objektivität zu erwarten; wahrscheinlich hat "La Vanguardia" genau das Gegenteil geschrieben." Es handelt sich nicht um einen Kommentar sondern um jene der am 20. September im Zuge der Hausdurchsung bei Josep María Jové, (rechten Hand von Ex-Vizepraesidenten Junqueras) beschlagnahmenten Unterlagen.
Ich moechte erinnern, dass im Zuge der Erarbeitung der Spanischen Verfassung, Katalonien die gleiche Finanzierungsautonomie wie fuer das Baskenland angeboten worden ist. Der katalanische Langzeitpraesident Pujol, der auch als einer der "Vaeter" der Spanischen Verfassung gilt, hat dies aber, aus welchen Gruenden auch immer, abgelehnt.
Alle im Zentralparlament vertretenen Parteien inklusive der Nationalisten aus dem Baskenland, Galizien, Kantabrien, Kanaren haben beschlossen, die Verfassung innerhalb der naechsten 6 Monate zu ueberarbeiten beginnen, wobei davon auch die Finanzierung der Autonomien neu geregelt werden soll. Einzig allein die Katalanischen Nationalisten haben ihre Mitarbeit an der Neugestaltung der Verfassung verweigert...

sevilla1, 12.11. 21:02

@catal
Wenn Sie so gut informiert sind, dann können Sie mir sicherlich folgende Frage beantworten:
Warum hat die PP unter Rajoy 2006 beim Verfassungsgericht Klage gegen ein Gesetz eingebracht, das von allen Parteien mit Ausnahme der PP beschlossen und nur wenige Tage vor der Klage von Juan Carlos unterzeichnet wurde? Und welche 14 Artikel (anstelle der ursprünglich 114 geforderten) wurden gestrichen?

catal, 12.11. 21:10

sevilla1,schrieb am 12.11. 21:02
"Warum hat die PP unter Rajoy 2006 beim Verfassungsgericht Klage gegen ein Gesetz eingebracht, das von allen Parteien mit Ausnahme der PP" Das ist ganz einfach erklaert, weil die PP der Auffassung war, das einige Punkte der Gesetze nicht verfassungskonform sind. Das geschieht auch bei uns, der "Gesetzgeber" kann sich naemlich auch "irren" und nicht verfassungskonforme Gesetze beschliessen. Der Verfassungsgerichtshof verlangt sodann eine Aufhebung bzw. eine Nachbesserung dieser Gestze....

kägr, 12.11. 21:15

Und die PP hat erklärt Überarbeitung der Verfassung kann keinesfalls Möglichkeit beinhalten über Unabhängigkeit abzustimmen...also wenn dies von vornherein ausgeschlossen wird, erklärt ja ja warum Katalonien daran nicht mitarbeitet...
Vergleiche Madrids mit Franco werden immer zurückgewiesen, Barcelona muss sich aber dauernd Pujol vorhalten lassen....

kägr, 12.11. 21:21

Der Verfassungsgerichtshof wird von Parteien nicht angerufen, weil eventuell Gesetzte nicht verfassungskonform sind, sondern weil man hofft, dass Gesetze die einem nicht passen nicht verfassungskonform sind und sie daher zu Fall bringt....und genau dies war der Grund für die PP zum Verfassungsgericht zu gehen....

sevilla1, 12.11. 21:30

@catal
Und die von Ihnen zitierten Unterlagen, die bei der Hausdurchsuchung bei Josep María Jové am 20. September gefunden wurden, wurden erst einigeTage nach dem Referendum veröffentlicht und alles hat sich also so abgespielt wie in den papers vorausgesagt? Kommt Ihnen das nicht merkwürdig vor?
Und wenn sich also der Gesetzgeber "geirrt" hat (offensichtlich nur bei 14 der ursprünglich 114 in Frage stehenden Artikel), warum hat man sich dann in den vergangenen 6 Jahren nicht um eine Nachbesserung bemüht? Meine Antwort darauf ist: die PP ist nicht daran interessiert!

catal, 12.11. 21:52

"vergangenen 6 Jahren nicht um eine Nachbesserung bemüht?"
Also kurz zur Vorgeschichte: PSOE-Praesident Zapatero hat fuer seine parlamentarische Mehrheit die Unterstuetzung der katalanischen Natiionalisten benoetigt. Im Gegenzug hat er den Nationalisten angeboten, dass sie das "Estatut" (Verfassung der katalonischen Autonomie) neu gestalten koennen und sie all das hineinschreiben koennen, was sie sich wuenschen. Er wuerde alles akzeptieren. Die PP war gegenueber diesen Freibrief von Anfang an kritisch eingestellt und hat Bedenken dahingehend geaeussert, dass gewisse Artikel nicht verfassungskonform waeren und hat schliesslich diese Punkte beim Verfassungsgerichtshof auch geltend gemacht. Wenn Artikel absolut verfassungswidrig sind kann man auch nichts nachbessern.....sondern nur aufheben!
Dass nicht alle beeinspruchten Artikel vom Verfassungsgerichtshof nicht aufgehoben worden sind, spricht fuer die Unabhaengigkeit der Gerichte? oder?

catal, 12.11. 22:01

kägr,schrieb am 12.11. 21:21
Wo ist das Problem? Wenn etwas verfassungswidrig ist, ist es verfassungswidrig, wenn etwas verfassungskonform ist, ist es verfassungskonform, da spielen irgendwelche Hintergedanken von Parteien keine Rolle. Wenn eine Partei der Auffassung ist, dass ein Gesetz verfassungswidrig sei, so wird sie dieses beeinspruchen. Das ist doch ihr Recht oder sollte man Parteien dieses Recht nehmen, nur weil es einem nich passt?

kägr, 12.11. 22:08

Habe der PP nicht das Recht abgesprochen, nur die Gründe dargelegt, warum sie beinsprucht haben....und die Gründe waren einfach die Hoffnung, dass der Verfassungsgericht aufhebt weil man das Autonomiepaket einfach ablehnte...und der hat es ja auch in den wichtigsten Punkten aufgehoben, unwichtigere wurden bestätigt

catal, 12.11. 22:14

kägr,schrieb am 12.11. 21:15
"Und die PP hat erklärt Überarbeitung der Verfassung kann keinesfalls Möglichkeit beinhalten über Unabhängigkeit abzustimmen..." Bitte etwas genauer sein. Es ist nicht nur die PP sondern auch die PSOE sowie Ciudans dagegen, dass die einzelnen Autonomien ueber die Unabhaengigkeit abstimmen koennen.
Warum versuchen nicht die Nationalisten mit Podemos gemeinsam eine parlamentarische Mehrheit zu finden, die vorsieht, Unabhaengigkeitsreferenden in die Verfassung zu implementieren?

catal, 12.11. 22:23

kägr,schrieb am 12.11. 22:08
"der hat es ja auch in den wichtigsten Punkten aufgehoben, unwichtigere wurden bestätigt"
Ich kann mmir nicht vorstellen, dass die 14 aufgehobenen Artikel der ursprünglich 114 beeinspruchten Artikel die wichtgsten waren!

catal, 12.11. 22:50

kägr,schrieb am 12.11. 20:29
".sie selbst verwenden ja sogar meistens die spanische Flage um Kastellan darzustellen und die Fahne Kataloniens für Katalanisch...."
Zur Information: Das Emblem der "Spanische Fahne" beinhaltet auch die katalanische Flagge. Jede Autonomie hat seine eigene Flagge.

kägr, 12.11. 23:00

An @ catal, genau, dass habe ich schon x-fach geschrieben, welche Möglichkeit haben die Katalanen mit 20% wenn die wichtigsten Parteien Spaniens mit 75% gegen die Änderung der Verfassung sind mit der Möglichkeit unabhängig zu werden ohne die Gesetze des verlassenden Staates Spaniens nicht zu befolgen...denn niemand selbst glaubt daran, dass Katalanen und Podemos mit Basken jemals eine 2/3 Mehrheit haben werden.
Also wenn der wichtigste Punkt gar nicht Gegenstand von Verhandlungen laut drei von vier spanischen Parteien sein dürfen, können, ...ist es ja verständlich warum Katalanen nicht zum Alibi daran teilnehmen wollen...
Und ja es waren die für beide Seiten wichtigsten, prestigeträchtigsten Punkte die aufgehoben wurde, u.a. die Bezeichnung Nation für die Katalanen....aber dies ist ja bei einer so heiklen Sache nichts ungewöhnliches

kägr, 12.11. 23:02

Um Begriffe zu konkretisieren, meine Fahne des spanischen Staates der für Darstellung der Sprache auch im Staat Spanien verwendet wird

inventor, 14.11. 00:25

"Kastellan" ist ein Schlossverwalter, ein Kastellaufseher.
Die spanische Sprache wird auch castellano/Kastellano/Kastilisch bezeichnet.
Man sagt nicht "das Kastellanische" sondern "das Kastilische".
Autonomie ist femininum.
"enthalten" ist besser als "beinhalten".

Die Sprachen Katalanisch, Galicisch (galego) und Baskisch (euskera) sind nicht Spanisch, @catal.

Die wundersame Vermehrung, oder auch es hat Hirn geregnet.

gscheitbär06, 12.11. 10:12

Gestern Abend, als alle Sender von hunderttausenden Demonstranten in Barcelona berichtet haben, waren es für den ORF noch zehntausende, heute hat er diese Zahl korrigiert.

Zehntausende Demonstranten haben in Barcelona die Freilassung von acht separatistischen Politikern gefordert.

http://orf.at/stories/2414521/

inventor, 12.11. 10:28

Eine Schande ist die Madrid-Lastigkeit des ORF.

homeroid, 12.11. 10:53

man will doch dass die PensionistInnen ruhig schlafen, nach ZIB - wer will die Aufregung um die Zeit?

it21, 12.11. 11:41

Aber die Demonstranten waren doch für die
Inhaftierung der Verdächtigen:

"Barcelona: Großdemo FÜR politische Gefangene" ...

inventor, 12.11. 13:00

Richtig gelesen, aber falsch interpretiert!

kägr, 12.11. 13:38

Und heute provoziert Rojoy mit Reise nach Barcelona

inventor, 12.11. 14:36

er tut wahlwerben dort.

kägr, 12.11. 15:36

Und provoziert alleine durch seine Anwesenheit

it21, 12.11. 16:00

@kägr
Eigentlich nicht!
Ich habe mir ein Video von seiner Anwesenheit
angesehen.
Er hat weder jemanden beleidigt, noch mit Farbe
besprüht, oder sonst irgendwie angestänkert...

kägr, 12.11. 19:07

Nur seine Worte tragen keinesfalls zur Beruhigung bei

it21, 12.11. 19:36

Ja, die Einheit Spaniens zu beschwören,
muss für Separatisten sehr beunruhigend sein...

kägr, 12.11. 19:48

Diktatoren würden sich gleich wie Rajoy verhandeln und ein nicht mehr im gleichen Staat leben wollende Nation provozieren, statt zu deeskalieren

catal, 12.11. 20:26

kägr,schrieb am 12.11. 19:48
Provoziert hat nicht Rajoy sondern Puigedemont.
"...nicht mehr im gleichen Staat leben wollende Nation..." und was soll mit den Katalanen geschehen, die Katalonien integriert in Spanien sich wuenschen. Ueber diese Katalanen soll einfach daruebergefahren werden?

kägr, 12.11. 20:35

Deshalb soll ja abgestimmt werden um zu sehen, wie die Mehrheit denkt....
und wer will Abstimmung keinesfalls?

kägr, 12.11. 20:40

Nach einer von außen organisierten Abstimmung die für beide bindend wäre müsste man endlich das Gerede von der schweigenden Mehrheit weglassen, denn nicht an Wahlen Teilnehmende kann man keinesfalls einer Seite zuordnen....was ja die Madrider, Spanische Seite immer wieder argumentativ versucht

catal, 12.11. 21:34

kägr,schrieb am 12.11. 20:40
Am 21.12.17. wird in Katalonien gewaehlt und man wird sehen wie die Separatisten abschneiden werden....

kägr, 12.11. 21:41

Entscheidend wird Mobilisierung sein....vermute aber, dass bei der von Madrid durchgeführten Wahl die freiheitsliebenden Unabhängigkeitsbefürworter ein Mobilisierungsproblem haben könnten - warum an einer Wahl des verhassten Spaniens teilnehmen....und dies ist ja auch die Hoffnung der PP

Da finde wer den Unterschied zw. Spanien, der Türkei oder China

gscheitbär06, 11.11. 19:46

und erklärt diesen dann.

inventor, 11.11. 21:23

Spanien ist (mit Ausnahme von Euskadi) ein Latein-Töchter-Land.

bösendorferflügel, 11.11. 21:48

@gscheitbär06 19:46
Spanien ist in Europa, was man von China gar nicht und von der Türkei nur sehr zurükhaltend sagen kann.

inventor, 11.11. 22:21

Über die geographischen Grenzen zwischen Europa und Asien gibt es heute unter den Erdkundlern gar keinen Konsens, - den hat es um 1900 noch gegeben.

brauser, 12.11. 09:43

Tja im fernen Kärnten, umgeben von Bergen die den Horizont verstellen, mag es tatsächlich so erscheinen als wäre dahinter alles das selbe.

hawedere, 12.11. 09:48

@inventor: die Grenzen zw. Europa und Asien haben wir in der Schule als Merksatz so gelernt: "Uralgebirge, Uralfluss, Kaspisches Meer und Kaukasus"

inventor, 12.11. 10:26

Zwischen 1950 und 1960

Uralgebirge, Uralfluß, Kaspischer See, Manytsch-Niederung, Don bis zur Mündung (dann Grenze im Meer bis zum Bosporus und den Dardanellen usw.), @hawedere.
Höchster Berg Europas: Mt. Blanc

Heute laut EU höchster Berg Europas: Elbrus

it21, 12.11. 14:46

Der Unterschied zw. Spanien, der Türkei oder China ?

Nur in Spanien gab es eine Regionalregierung,
die doof genug war, die Unabhängigkeit zu erklären...

kägr, 12.11. 15:38

Weil sie gedacht hat, Spanien akzeptiert andere politische Meinungen....dabei handelt es wie China, Türkei

it21, 12.11. 15:56

"Weil sie gedacht hat..."
Damit ist sie von völlig unrealistischen Gegebenheiten ausgegangen, hat also "doof" agiert...

kägr, 12.11. 19:11

hatten halt die Hoffnung in Europa sind demokratische Grundsätze höher als in der Türkei, China.....scheint aber wirklich doof zu sein dies zu erwarten

it21, 13.11. 17:24

Ja, wirklich doof zu glauben, die spanische Regierung
würde die Verfassung ignorieren und wie die Katalonier,
sich nicht an die Gesetze halten...

kägr, 13.11. 20:17

Verfassung kann man auch ändern, demokratischer machen...scheint Madrid entgangen zu sein
Setzen lieber auf Vorgehen a la Türkei, Rußland, Venezuela....

it21, 13.11. 20:55

Klar kann man die Verfassung ändern.
Aber versuche mal, eine 2/3-Mehrheit zum Ändern
von dieser zu finden, noch dazu zu einem Nachteil
von Spanien...

kägr, 13.11. 21:11

also kann eine 75% Mehrheitsvolk ein 20% Minderheitsvolk auf Dauer unterdrücken, zwingen im gleichen Staat zu leben......sehr demokratisch...
welche Möglichkeit haben somit Katalanen einen Staat wie fast alle europäischen autochthones Völker, Nationen mit eigener Sprache, Kultur und Siedlungsgebiet zu bekommen?
In anderen Angelegenheiten wird mit Minderheiten viel verständnisvoller vorgegangen, werden Rechte von Minderheiten auch gegen Willen und Nachteil der Mehrheit geschützt, erlaubt...

kägr, 13.11. 21:22

Als Verteidiger der EU bin ich nur mehr entsetzt wie sich Brüsel und einige Regierungschefs in der Katalonienkrise verhalten....muss mich in diesem Punkt einfach der Kritik an der EU anschließen (kommt ja zum Glück von Grünlinks und rechts und daher kann ich nicht in ein Eck gestellt werden)
Die gleichen handelnden Personen die nichts unternommen haben um Größbritannien entgegenzukommen um den doofen Brexit zu verhindern, sind nun auf der Seite der Spanier...und das obwohl Katalanen sogar europafreundlich über als Spanier sind.....
Das Verhalten dieser Personen ist Wasser auf die Mühlen der EU-Kritiker......

it21, 13.11. 21:27

Ändert alles nichts an der Tatsache,
dass die Mitglieder der katalonischen
Regionalregierung absolut doof und
realitätsfern agiert haben.
Der Schaden ist groß, denn tausende
Unternehmen sind deshalb abgewandert.

kägr, 13.11. 21:47

Ermöglicht wurde diese Firmenverlegung erst durch ein spanisches Anlassgesetz für Katalonien welches die Rechte der Eigentümer beschnitt
Normalerweise können Eigentümer über den Firmensitz entscheiden und nicht wie in diesem demokratisch mehr als fragwürdigen, an Diktaturen erinnernden Gesetz der Vorstand.....die Eigentümer hätten wahrscheinlich von Madrid nicht so unter Druck gesetzt werden können um Verlegung zu beschließen bzw. sie haben mehr Verbundenheit zu Katalonien - von Durchführung der Absiedling von Zentralen sind wir ja fast überall noch weit entfernt.
Nur dieses Gesetz welches nur beschlossen wurde um Katalonien zu schaden zeigt ja warum Katalanen Spanier nicht vertrauen können und weg aus dem Staat wollen....

it21, 13.11. 21:58

Wovon redest du da ?
Es ist immer der Vorstand als Eigentümervertreter,
der über eine Absiedelung, oder Standortverlegung
entscheidet.
Das ist im übrigen weltweit so!

kägr, 13.11. 23:31

Nein Ortsverlegung von Konzernzentralen müssen auch wenn es der Vorstand vorschlägt vom Aufsichtsrat oder den Eigentümern gebilligt werden....und genau dies wurde durch das Gesetz ausgehebelt
Zum Unterschied von Eigentümern hat Vorstand bei solchen weitreichenden Entscheidungen normalerweise nicht die Befugnis es selbst zu entscheiden.....
Warum nur hat Madrid ein dem Aktienrecht oder dem Genossenschaftsrecht u.a. Der Caixabank widersprechendes Anlassgesetz beschlossen, um Katalonien zu schaden?

it21, 13.11. 23:58

Der Vorstand hat die Pflicht, bei Standorten und Produktionsstätten, die in Krisenregionen liegen,
umgehend zu handeln.
Dies kann die vorübergehende Schließung,
oder eine Standortverlegung bedeuten.
Dazu braucht er von niemandem eine Genehmigung.

kägr, 14.11. 08:17

Beschluss zukünftiger langfristiger Zentralverlegung, trotz weiteren Funktionieren der Zentralen sind definitiv keine Vorstandsentscheidungen - dies ist sogar Madtid bekannt, daher ja das Anlassgesetz

it21, 14.11. 18:51

Das so generell zu sagen, ist einfach Unsinn.
Denn das hängt vom Konzern und seinen
eigenen Regeln und den entsprechenden
Verträgen ab, ob man den Vorstand
einschränkt, oder nicht.

Bei dem Konzern, in welchem ich derzeit
tätig bin gibt es z.B. keine derartige
Einschränkung.

Und wie gesagt, gibt es IMMER entsprechende
Notstandsverordnungen, die im Krisenfall
eine derartigte Einschränkung aufhebt.

Denn Sitzungen des Aufsichtsrates gibt es in der
Regel nur alle paar Monate, meist zum
Zeitpunkt der Bilanzen...

kägr, 14.11. 19:35

Es gibt keinen Notstand, daher hat Madrid ja ein Gesetz erlassen, damit Vorstände vereinfacht ohne Abstimmung und Eigentümer Zentralen verlegen können....
Und laut Aktienrecht gibt es Einschränkungen für Vorstände die nur ausdrücklich von Aufsichtsrat oder Eigentümer aufgehoben werden können, aber wenn sie nicht ausdrücklich aufgehoben werden gibt es diese Einschränkungen, Gesetz gilt dann

Protest's not going away

ukglobal, 11.11. 19:18

Die Polizei vor Ort schaetzt die Menge, die heute fuer die Unabhaengigkeit von Catalunya und die Ausrufung der Republik demonstriert auf rund 750,000.

Es ist Festtags-Atmosphaere in Barcelona heute Abend, mit Parolen und Gesang.

kägr, 12.11. 13:41

Und wurde uns auch in diesem Forum immer wieder erklärt, Katalanen wollen ja gar nicht mehr weg....haben ihre Meinung geändert......wie es die spanischen Nationalisten und ihre Versteher sagen würden sind vernünftig geworden

The times they are a changing ...

ukglobal, 10.11. 16:01

Ein oesterreichisch-sprachiger Medien Outlet verbreitet diese in UK ungueltige Behauptung:
"Großbritannien wird die EU am 29. März 2019 um 23.00 Uhr GMT (0.00 Uhr MEZ) verlassen"
( http://orf.at/stories/2414381/2414378/)
- - - --
Das ist falsch; so wie Catalunya stellt auch UK die Zeit um ("Spring forward"), und bleibt unveraendert in der gleichen Zeitzone wie Portugal.

ecomo, 10.11. 17:36

gääähnnn....

Der König von Spanien müsste von seinen mehr als zwei...

inventor, 09.11. 10:03

...Dutzend Titeln wenigstens folgende zwei

für immer aufgeben:

Erzherzog von Österreich

Graf von Tirol

Tirol und ganz Österreich dürfen sich das nicht weiter bieten lassen.

ukglobal, 09.11. 14:30

Thema: "Katalonien: Was führt aus der Krise?"

inventor, 09.11. 20:56

Casa Austria

manz, 10.11. 01:43

Da die Monarchie in Österreich abgeschafft ist, können Adelstitel hier nicht zum Politikum gemacht werden. In Katalonien gibt es sie ohnehin nicht.

abstauber, 10.11. 11:25

invent
na endlich einer der die wahren probleme von uns österreichern erkannt hat.
;-))

prisma, 10.11. 16:01

ukglobal
was hast gegen inventor ?
die Geschichte (history) ist einmal die Grundlage
der Gegenwart (presence).
Du wirst doch auch nicht beim Hausbau mit dem ersten Obergeschoß anfangen ?
na ja, da bin ich mir bei dir nicht ganz sicher

ukglobal, 10.11. 16:06

>>prisma
Deine Besorgnis ist unbegruendet, da meine drei Haeuser bereits stehen, und kein Umbau bevorsteht.

Die Frage, "was hast gegen inventor ?" verstehe ich nicht. Sie ist auch unbegruendet.

prisma, 10.11. 16:18

ukglobal
wenn alles unbegründet ist, wie begründest deine Wortspenden ?
= nicht böse gemeint ;-)

kägr, 11.11. 15:36

Daus Haus Bourbon ist ja auf Grund der Geschichte einfach eine Provokation für die Katalanen. Und wie sich der König nun verhällt...er wird allen negativen Vorurteilen der Katalanen gerecht

sevilla1, 12.11. 20:51

@kägr
Stimmt, die Fernseheansprache des Königs, die ich in Originalsprache verfolgt habe (ich habe ein Diplom in Spanisch) war sehr hart und uneinsichtig. Nicht einmal die leiseste Anspielung an das rücksichtslose Verhalten der Guardia Civil (ganz egal, ob aus Madrid oder Zaragoza stammend), er bewies sich als ungefiltertes Sprachrohr von Mariano Rajoy. Würde sich so ein Bundespräsident in Österreich oder Deutschland verhalten? Definitiv nein! Absolut unklug, nur wenige Tage vorher gab es schon beim Trauermarsch durch Barcelona Pfiffe gegen ihn. Da hätte ich mir doch etwas mehr Sensibilität erwartet. Die Katalanen waren immer gegen die Monarchie und besonders gegen die Bourbonen.

Katalonien gehört zu Spanien und das gilt auch für die EU.

blumenstrauß, 08.11. 15:50

Salzburg war auch ein Erzbistum und gehört noch immer zu Österreich.

ukglobal, 08.11. 16:05

Ein unpassender Vergleich, und truegerische Prognose.

inventor, 08.11. 16:23

Salzburg war ein selbständiges Fürsterzbistum.

Katalonien war ein Teil des Königreichs Aragonien,
dessen König Ferdinand die regierende Königin
Isabella von Kastilien geheiratet hat, dadurch erst
entstand die spanische Monarchie. Die (Erb)Tochter beider
war Juana la Loca/Johanna die Wahnsinnige, deren ältester Sohn
mit dem Habsburger Don Felipe el Hermoso, Erzherzog Karl,
der spanische König Carlos I. und Kaiser Karl V.
des Heiligen Römischen Reiches geworden ist.
Nach dem Tode des kinderlosen spanischen Habsburgerkönigs
Karls II. des Verhexten rissen sich Anfang des 18. Jahrhunderts
die Bourbonen Spanien samt dessen Überseeweltreich
unter den Nagel.

gb1204, 08.11. 18:00

blumenstrauß@ Hast du das jetzt so Festgelegt? Was gilt auch für die EU ?

inventor, 08.11. 18:08

ad 15:50
Catalunya war nie ein Erzbistum.

it21, 08.11. 18:12

Mal schauen, ob der neue Salzburger
Erzbischof dem neuen Trend folgt und
die erneute Unabhängigkeit des
Erzbistums Salzburg ausruft.

Endlich keine Steuern mehr (-:

inventor, 08.11. 18:51

Als Metropolit ist er auch für die Bistümer Klagenfurt(Gurk), Graz-Seckau, Innsbruck und Feldkirch zuständig, also insgesamt für fünf Länder Österreichs (außer dem in Vorarlberg zu Mehrerau gehörenden Gebiet).

kägr, 08.11. 19:42

Wie oft noch wird der total unsachgemäße Vergleich österreichisches Bundesland Katalonien noch erhoben werde?
Es geht um Konflikt zweier unterschiedlicher Völker, Nationen mit unterschiedlicher Sprache, Kultur und unterschiedlich empfundener, gesehener Geschichte..
Auch ist mir neu, das Katalonien aus EU austreten will.....wollen endlich einen eigen Staat haben wie fast alle autochthonen Völker Europas mit eigener Sprache

manz, 08.11. 20:26

Also wenn die Sprache das Maß für Volk und Nation und politische Unabhängigkeit ist, sind wir wieder bei den österreichischen Bundesländern: Dann müsste sich Vorarlberg von Restösterreich abspalten.

kägr, 08.11. 22:30

In Europa its Sprache definitiv ein entscheidendes Maß für Volk und Nation. Alle neuen Staaten Europas in den letzten 30 Jahren wurden an Hand dieses Kriteriums gegründet

it21, 08.11. 23:13

@kägr
Warum hat dann der Kosovo keine eigene Sprache ?

kägr, 09.11. 00:17

Auch beim Kosovo ging es um zwei Sprachen Völker, einziger Unterschied zu anderen Staatsgründungen der letzten Jahre in Europa, die Albaner haben sogar schon einen Nationalstaat......und den Katalanen soll sogar einer verwehrt werden!?

it21, 09.11. 00:44

Wenn aber die Albaner schon einen Nationalstaat haben,
was machen die dann noch bei den Serben im Kosovo ?

Haben die noch nicht mitgekriegt, dass sie sich nach
Sprachzugehörigkeiten aufsplitten müssen ?

reservebuddha, 09.11. 07:54

"In Europa its Sprache definitiv ein entscheidendes Maß für Volk und Nation. Alle neuen Staaten Europas in den letzten 30 Jahren wurden an Hand dieses Kriteriums gegründet"

Ist sie nicht. Wir haben unter Anderem deshalb sprachliche Minderheiten, weil es in Abstimmungen mehrfach Entscheidungen gegeben hat, sich zum (anders sprachigen) Österreich zu bekennen.

inventor, 09.11. 09:50

Richtig.

ukglobal, 09.11. 10:11

Es erfolgen weiterhin Vergleiche hier die unzulaessig sind.

inventor, 09.11. 10:38

Bis jetzt war hier kein Diskursbeitrag unzulässig.

ukglobal, 09.11. 11:09

Wenn man unter Diskussion ein "Aneinander Vorbeireden" mit themenfremden Vergleichsversuchen versteht, wird man solche Beitraege als 'zulaessig' interpretieren; aber eben nur dann.

inventor, 09.11. 14:07

Diskurs = (lebhafte) Erörterung/Abhandlung/Besprechung

kägr, 09.11. 21:25

@it21 Kosovo ist ja schon weg von Serbien....nur der Nordkosovo um Mitrica sollte wegen serbischer Mehrheit und Grenze zu Serbien wieder zu Serbien kommen
Und Minderheiten in einem anderen Staat sind ja kein Widerspruch zu Nationalstaaten... .es können Sprachinseln sein, könnten Minderheiten im Ihrem Siedlungsgebiet sein oder es bevorzugen nicht selbstständig zu werden, trotz theoretischer Selbstständigkeitsmöglichkeit, wie zweimal in Quebec trotz französischer Bevälkerungsmehrheit geschehen