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Welche Themen entscheiden die Wahl?

Die Debatte über Dirty Campaigning und Strategien hat den Wahlkampf zuletzt geprägt. Doch welche inhaltlichen Themen entscheiden die Wahl? Welche Partei kann mit welchen Konzepten punkten?

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10816 Beiträge

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Beiträge

Aufruhr im Privilegienstadl

partyschreck, 13.10. 15:08

Der beschließt der vom einfachen Volk gewählte Nationalrat doch glatt ein Gesetz ohne vorab das Einverständnis der Wirtschaftskammer einzuholen - ein Affront sondergleichen! Wo kommen wir dahin? Das sind ja schon fast demokratische Zustände in diesem Land! Nur gut, dass das verordnete "Hände falten, Goschen halten" am Sonntag Abend ausläuft. Dann können die wichtigen Herren der Liste Kurz (f.k.a. ÖVP) endlich wieder ungefragt ihre wichtigen Wortspenden anbringen und Herrn Kurz anschaffen was er zu tun hat...

jimmyantipolis, 13.10. 15:12

Oh
Ein paar Parteien haben sich das ausgeschnapst ohne zu kapieren, dass die Reichweite der ueberhastet beschlossen Gleichstellung ueble folgen zeitigen kann, beispielsweise wird die nun weit längere kuendigungsfrist zu einer rapiden Vermehrung von leiharbeitsverhaeltnissen fuehren.

diefackel, 13.10. 15:13

Witzig finde ich auch, dass das die angeblichen "Ausgrenzer" von SPÖ und Grünen gemeinsam mit der FPÖ beschlossen haben …:-)

ronaldo34, 13.10. 15:13

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl hatte sich ein einer ersten Reaktion „enttäuscht“ gezeigt über ein „Wahlzuckerl zulasten der gesamten Wirtschaft, welches den Menschen im Land in Wirklichkeit einen Bärendienst erweist“. Diese Regelung bedeute eine massive Kostenerhöhung für Betriebe, „die am Ende des Tages für alle teuer wird“ - weil sie sich in der Arbeitslosenrate und im Wachstum niederschlagen werde.

Sehr geehrter Herr Leitl!

Wissen Sie nichts von den Kurz-Plänen über eine KÖSt-Halbierung bis Abschaffung idH von 6-12 MILLIARDEN Euro?

Freundliche Grüsse
Ihr ronaldo34

karlmartell1985, 13.10. 15:14

@partyschreck:

Gelungen! ;)

Steckt da etwa der Verdacht drinnen, dass Kurz und die alte ÖVP ident sind und es sich bei der "liste Kurz" nicht um eine neue Bewegung handelt? :)

veryfine, 13.10. 15:15

hat das die Liste Kurz nicht auch in ihrem Programm und hat Kurz nicht in der Diskussion mit Kern ebenfalls gesagt, dass er es für absolut notwendig hält?

jimmyantipolis, 13.10. 15:15

Diefackel
Ja, bei freien Abstimmungen im Parlament finden sich bisweilen recht sonderbare Allianzen.

veryfine, 13.10. 15:16

ist vielleicht doch nicht soweit her damit, dass er das Durchgriffsrecht in der ÖVP hat *g*

carlo, 13.10. 15:17

beispielsweise wird die nun weit längere kuendigungsfrist zu einer rapiden Vermehrung von leiharbeitsverhaeltnissen fuehren.
.........................................
Viel befasst habe ich mich mit dem Thema nicht.
Aber auch das war mein erster Gedanke als ich heute morgen
davon erfuhr.Ein Leckerbissen für Leiharbeitsfirmen.
Je länger ich darüber nachdenke umso mehr wir mir bewusst welch Schnellschuss das war.

algu, 13.10. 15:17

Zur Erinnerung: Kurz hat diese Angleichung vor 3 Monaten propagiert unter dem Motto Entbürokratisierung und "Einsparung" Ja, ja, das Kurzzeitgedächtnis!

solidstate, 13.10. 15:17

karlmartell1985
Was es reicht nicht die Farben zu wechseln um eine Partei umzupolen?
Wer hätte das gedacht!?
;-)

ronaldo34, 13.10. 15:17

Wie es auch sein soll wenn man tatsächlich Politik für die Bürger macht. Kommt nach der Wahl wieder Rot-Schwarz ist damit eh wieder Schluss für die nächsten Jahre...

jimmyantipolis, 13.10. 15:17

Veryfine
Richtig, Kurz hat das gesagt, aber auch, dass eine ueberhastete also die Probleme nicht berücksichtigende Gleichstellung nicht sinnvoll sei.

diskutant123, 13.10. 15:18

Der Herr Kurz hat alles gesagt was Stimmen bringt. Populismus in Reinkultur.
Nach der Wahl muss er ja nichts halten...erst in 4 bis 5 Jahren geht das Spiel wieder von vorne los.

veryfine, 13.10. 15:19

jimmy: ach ja klar, man nennt es dann überhastet, wenn es darum geht, Versprechen auch einzuhalten!

carlo, 13.10. 15:19

Nach der Wahl muss er ja nichts halten...erst in 4 bis 5 Jahren geht das Spiel wieder von vorne los.
...........................................
Und ihr Wähler fällt immer wieder drauf rein.
egal wenn ihr wählt.

klartexten, 13.10. 15:20

Ohne die gestrige Abstimmung hätte es wohl eine echte Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten nie gegeben. Es war immer klar, dass das von Seiten der ÖVP nur Wahlpropaganda war. Nun ist das für die OVP nach hinten losgegangen. Jenseits aller links- oder rechtsidelogischen Überlegungen war es mehr als überfällig, dass diese Form der Zweiklassengesellschaft abgeschafft wird. Ich bin selbst nicht Arbeiter und kann daher aussprechen, dass Arbeiter beim Management über Jahrzehnte als zweitwertig und natürlicher Feind der Unternehmensleitung angesehen wurden. In diesem Fall ist wahrlich kein Mitleid mit den Unternehmen angebracht, zu lange haben sie es verschlafen, das richtige zu tun..

jimmyantipolis, 13.10. 15:20

Richtig, diskutant, aber wer nicht gewählt wird, kann versprechen, was er will, er wird nichts einhalten koennen.

hahnemann, 13.10. 15:21

@party...
du vergisst, wer den Schaas jetzt zu bezahlen hat - das ist für die Gewerkschaften natürlich egal, solange sie es nciht selbst sind, sondern die Unternehmer - aber hier ist sicher nicht das letzte Wort gesprochen - jetzt geht es darum, dass auch die geteilte Interessensvertretung halbiert werden muss - wozu bräuchte man die denn jetzt noch?
egal welche Farbe

ronaldo34, 13.10. 15:21

Tja carlo also suchs dir aus : Blau oder Kleinpartei - wer weniger bewirken wird können nach der Wahl ist wohl jedem Nichtwähler bewusst...
P.s. wird Kurz erster und du warst NICHT wählen, hast ihn indirekt damit am meisten gestärkt ;-)

jimmyantipolis, 13.10. 15:22

Veryfine
Hast dich mit den Problemen auch beschäftigt, oder plapperst nur Parteilinie nach?

veryfine, 13.10. 15:23

was wäre da überhastet?
Große Unterschiede gibt es nicht mehr, was die Rechte von Arbeitern und Angestellten betrifft, nun sollen auch die letzten Ungleichheiten beseitigt werden. FPÖ und Grüne unterstützten im Nationalrat ein von der SPÖ eingebrachtes Gesetzespaket und stellten damit die erforderliche Mehrheit sicher. Insbesondere geht es um Verbesserungen beim Kündigungsschutz für ArbeiterInnen und einheitliche Regeln für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Allerdings werden die vorgesehenen längeren Kündigungsfristen für ArbeiterInnen erst ab dem Jahr 2021 gelten. Zudem sind Ausnahmen für Branchen mit überwiegend Saisonbetrieben möglich.

hahnemann, 13.10. 15:24

die SPÖ hat den Unternehmern mit Hilfe der FPÖ das Messer hinten rein geschossen - und die müssen den Schaas jetzt auslöffeln, ohne dass sie diskutieren konnte - nur wiel Kern und Strache sich 100 Stimmen versprochen hatten - das kostet aber leider locker 1000e Arbeitsplätze

partyschreck, 13.10. 15:25

Mit "überhastet" meint Kurz, dass die Wirtschaftskammer vorher nicht gefragt wurde - und dass die raunzen ist ja sowieso klar, das ist schließlich ihr Job. Die kurzen Kündigungsfristen der Arbeiter bedeutet ja in der Praxis, dass man sie schön flexibel in die Arbeitslose schicken kann, wenn man sie gerade nicht braucht und wofür dann die Allgemeinheit zahlen darf...

ronaldo34, 13.10. 15:25

@hahnemann
Wissen Sie nichts von den Kurz-Plänen über eine KÖSt-Halbierung bis Abschaffung idH von 6-12 MILLIARDEN Euro?

veryfine, 13.10. 15:25

Gerade mit der Geschichte hat man sich schon seit vielen Jahren beschäftigt. Bezeichnend ja auch,d ass Kurz in der Diskussion mit Kern als Ablehnungsgrund behauptet hat,es würden 2 unterschiedliche Betriebsräte erhalten bleiben,was im Faktencheck in der ZIB 2 widerlegt wurde!

hahnemann, 13.10. 15:26

große Unterschiede sind Kosten von einigen Hundert Millionen - nur weil die ahnungslose Journalistin im ORF die Gewerkschaften zitiert hat (es ist kostenneutral - dass ich nicht lache...)

da könnten wir anderen auch lt. Wirtschaftskammer kostenneutrale Massnahmen einführen - da fallen mir viele Ideen ein

jimmyantipolis, 13.10. 15:27

Jo, Party, und lange kuendigungsfristen fuehren zu enormer Zunahme von leiharbeitsverhaeltnissen.

hahnemann, 13.10. 15:27

@veryfine
also bleiben lt. Deinem Verstandnis KEINE zwei Betriebsräte ?
das hat die Lady sicher nicht gesagt - aber sie hatte ohnehin keine Ahnung

hahnemann, 13.10. 15:28

Stimmen und Stimmen, aber keine Ahnung - aber das hatten wir vorher auch gewusst
ich würde Stimmen, die durch Blödheit gewonnen werden, gar nicht annehmen - wäre ich Politiker

xx1xx, 13.10. 15:29

https://www.youtube.com/watch?v=-YPB92uO1s8

homeroid, 13.10. 15:31

unabhängig der Debatte - gibt es einen Grund, warum eine Gruppe arbeitender Menschen nicht gleiche Rechte wie die andere hat?
Einen vernünftigen Grund der Ungleichstellung?
Alles andere gehört zu der Wirtschaftspolitik - und die ist kein Naturgesetz, sondern gehört gestaltet.
Ich denke, etwas was seit 1970 (!) nach Gleichstellung schreit, ist endlich passiert.
Was man daraus macht - bitte, wir bekommen bald die neue Regierung, die statt (fremde) Meere schliessen zu müssen so etwas gestalten kann.

partyschreck, 13.10. 15:33

@Jimmy: Dieser Logik folgenden wäre jede Errungenschaft der Arbeiterschaft ein Katastrophe für die Wirtschaft. Auch diesmal wird es kein sein... das war imho ein längst fälliger Schritt zur Bereinigung einer heutzutage nicht mehr nachvollziehbaren Ungleichbehandlung.

veryfine, 13.10. 15:33

mein Schwiegersohn, ein hochqualifizierter Fachmann, war längere Zeit bei einem großen Konzern über ein Leiharbeitsverhältnis beschäftigt-ich glaube, da wird grad wieder mal heftig der Nebelwerfer angeworfen!

jimmyantipolis, 13.10. 15:34

Homeroid
Es geht um die Frage, wie intelligent ein Thema geregelt wird, und schnellschuesse tendieren dazu, irgendwann böse folgen zu zeitigen.

veryfine, 13.10. 15:36

nur zur Klarstellung, der ist kein Arbeiter!

jimmyantipolis, 13.10. 15:36

Party
Wennst meinst, dass politische schnellschuesse sinnvoll sind. Ich bin als jurist, der weiß, welche Probleme die Politik damit schafft, eher anderer Ansicht.

homeroid, 13.10. 15:37

>jimmy - dann soll man die Urheber der Idee jetzt in die Regierung schicken, und sie das ausbaden lassen? Wäre logisch, oder?
Ich meine ernst - Mittelmeer gehört nicht zu Österreich, als Betätigung Polygon, vielleicht das mal klar kommunizieren, an einige aus der Regierung..

partyschreck, 13.10. 15:39

Und überhaupt - Leiharbeit muss jetzt auch nicht per se übel sein. Ich als Steuerzahler hab lieber einen Leiharbeiter in Beschäftigung als ein Unternehmen, dass seine Arbeiter nach belieben kurzfristig kündigt, in die Arbeitslose schickt, die dann mir an der Backe kleben. Ganze Branchen leben von dem Schmäh!

partyschreck, 13.10. 15:41

@Jimmy: Schnellschuss? Die Idee ist uralt und liegt seit Ewigkeiten in der Schubladen - jetzt war mal ein Zeitfenster der politische Möglichkeit und das wurde genutzt. Ich hätte generell gerne mehr wechselnde Mehrheiten anstatt der ewigen Koalitionsblockaden. Aber generell was Schnellschüsse betrifft bin ich bei dir...

maumau, 13.10. 15:41

Was mir hier so gefällt: da wird über eine Personengruppe in Ö drübergefahren (in diesem Fall die Unternehmer) und zur Kasse gebeten - und keiner weist darauf hin, daß die Mehrheit nicht über die Minderheit entscheiden darf. Ja, wenn's halt die richtigen sind ....

partyschreck, 13.10. 15:45

In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit über die Minderheit. Das ist so vorgesehen...

jimmyantipolis, 13.10. 15:58

partyschreck
da du von der arbeits- und wirtschaftspolitischen problematik offenbar nichts verstehst, geb ich's auf, darüber weiter zu diskutieren. denn mir als individiuum kann's völlig egal sein, was die da machen, bin selbst in keiner weise davon betroffen.

und richtig, die mehrheit entscheidet über die minderheit. da du dies begrüsst, gehe ich davon aus, dass du derartiges agieren einer schwarzblaue regierung dann wohl auch begrüssen wirst.

partyschreck, 13.10. 17:15

@Jimmy; Wenn einer hier regelmäßig beweist, dass er keine Ahnung hat, dann bist du das. Insofern bist du ein wunderbares Beispiel deiner Zunft. Hätten wir weniger Juristen, die für das Abschreiben von 35 Seiten einen Doktortitel geschenkt bekommen haben in Politik und stattdessen mehr Leute, die etwas Brauchbares gelernt haben, dann hätten wir entschieden weniger Probleme...

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