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Wer profitiert vom Aufschwung?

Die Wirtschaft in Österreich wird laut WIFO und IHS heuer und 2018 kräftig wachsen. Erleichterung auf dem Arbeitsmarkt wird es kaum geben. Wie kann man der Arbeitslosigkeit Herr werden? Wie sehr gilt das Motto "Geht's der Wirtschaft gut, geht's den Menschen gut" noch? Wer profitiert vom Aufschwung?

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Forum

Welcher Aufschwung???

thinkvision, 12.10. 16:10

Nur weil der BIP pro Kopf steigt heisst es nicht dass das Einkommen des Durchnittlichen österreichers steigt.

reminder, 12.10. 16:24

dein Einkommen nicht gut? Dann sieh dir mal deinen Satz
genau an und vergleiche im Duden was groß und klein gehört.

Genau das ist das Problem mit der Qualifikation.

fernsehwastl, 12.10. 17:50

ausserdem heisst es das BIP ( Bruttoinlandsprodukt - das.....produkt )

zwergnase01, 12.10. 19:02

Nehmt es nicht so tragisch, ich glaube Karl Marx war es der gesagt hat:
Orthographie is Opium firs Foik.......

bei schwarz-blau wäre es jetzt schon klar:

xcountry, 12.10. 15:55

weiter schreibe ich nicht, setze voraus, dass die Parteiprogramme im Wesentlichen bekannt sind.
Und dann Gratulation an alle sozial schwachen Wähler von Kurz und Strache für ihren Weitblick.

Dem Zugpferd Deutschland brummt die Wirtschaft

chefexperte, 12.10. 11:48

auf Kosten vieler Lohnsklaven, also Menschen mit befristeten Verträgen, Niedrigstlohn usw. Das stärkt zwar die Unternehmen schwächt aber massiv die Massenkaufkraft. Dies führt a la longue zu einem starken Nachlassen der Binnennachfrage und damit wird dann eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Deutschland rettet sich derzeit bzw. schon seit Längerem durch die Intensität der Exporte, schädigt aber damit gleichzeitig die Wirtschaft der Importländer.
Und bei uns schaut es, in abgemilderter Form, nicht viel anders aus.

AGRANA-Konzerngewinn stieg um 55%

krennderbischof, 12.10. 11:45

geht es aus diesem Grund den vielen kleinen Mitarbeitern besser oder doch nur den wenigen Managern?

fernsehwastl, 12.10. 13:44

für die vielen kleinen mitarbeiter heisst das womöglich nix gutes. 2018 wird es schwierig, bei solchen steigerungen die umsätze resp gewinn zu topen. könnte dann evtl kündigungen bedeuten...

vollgegeneu, 12.10. 17:35

genau, so läufts ab. Und die Manager die jetzt einsacken gehen ungestraft zum nächsten Konzern.
Wann wacht der Bürger endlich auf? SPÖVP sind untragbar

carlo, 13.10. 00:42

AGRANA-Konzerngewinn stieg um 55%
.............................................
Wirkt sich aber seit einem Jahr nicht auf deren Aktienkurs aus.
PS: Den Kurs denn ich übrigens regelmässig beobachte.

wieso auf dem Rücken der Sparer....

mamsi, 12.10. 11:34

Milchmädchenrechnung.... wovon Profitieren 95% der Österreicher mehr. Geringerer Zins um das Häuschen oder die Wohnung finanzieren zu können, oder höherer Zins, um auf die Spareinlage Zinsen zu bekommen. Da nunmal eine wesentlich höhere Anzahl an Österreichern Ihren Wohnraum finanzieren muß sollte jedem klar sein das kleinere Zinsen "Ertragreicher" sind. Oder nnders rum... 40k Auf dem Sparbuch bringen vielleicht 600€ bei 1,5% (aktuell eigentlich 0-0,5), jedoch bringen bei 200k Kredit 1,5%(aktuell) gegenüber 2,5% (wenn Zinsen steigen) eine jähliche Ersparniss von gut 2k Zinsen..... also was ist Dir lieber, 1,5 am Sparbuch oder 1,5 beim Kredit!!

chefexperte, 12.10. 11:43

Das Problem liegt für junge Menschen darin erstmal kreditwürdig zu werden. Um in den Genuß von 200 k Kredit zu kommen muß man bei der Wohnraumfinanzierung erstmal an Eigenanteil von zumindest 50 k zum Tragen. Und wie will man diese bei 9,5 - 1 % Zinsen ansparen. Bei unbezahlten Praktika und prekären Arbeitsverhältnissen braucht man dafür Jahrzehnte und nicht jeder erbt.

chefexperte, 12.10. 11:44

sorry, 0,5 - 1 % natürlich.

mamsi, 12.10. 11:58

50k sparst Dir aber auch nicht mit 4% an! 50k Sparst du Dir nur an wenn du möglichkeit hast Geld auf die Seite zu legen. Eine Immobilie kannst du aber bei geringem Zins und guter Bonität auch mit weniger Eigenleistung finanzieren da sich die Immobilie zu einem grossen teil selbst besichert!

fernsehwastl, 12.10. 13:49

chef
Um in den Genuß von 200 k Kredit zu kommen muß man...
------------------------------
200 k kredit sind wahrlich kein genuß...LZ 15 Jahre, 1,0% zinsen bedeuten monatl 1200,00 ....:-(((

clarissa, 12.10. 11:07

da Österreich nicht die Vollbeschäftigung anstrebt, werden vom Aufschwung kaum Arbeitslose profitieren. Eher werden aus dem EU Raum Leute zuziehen und die Abgabeländer können zufrieden sein.

mamsi, 12.10. 11:55

vom Aufschwung arbeitslose profitieren.... Naja, man kann in Österreich, dem Land der sprundelnden Steuereinnahmen den schwarzen Peter eigentlich schlecht der Wirtschaft in die Schuhe schieben. Bedenkt man die Abgabenquote in AUT, Steuern, Abgabe, Gebühren, Lohnnebenkosten so fliesst für den "Staat" bei uns Milch und Honig. 500k Staatsbedienstete bei 6,6Mio Erwärbstätigen.... ist fast wie Griechenland!!

fernsehwastl, 12.10. 13:58

mamsi
da hast wohl um 50% aufgerundet. wir haben 4,22 mill erwerbstätige. davon zahlen die hälfte aufgrund ihres einkommens keine lohn- bzw ek steuer..

vollgegeneu, 12.10. 17:37

Das Problem sind die EU Ausländer. wann stoppt man endlich diesen Wahn? Freie Wohnortwahl ok, aber nicht Arbeitsplatzwahl. Alle Deuteschen, Un garn, Polen, etc. nachhause schicken solange es mehr als 1 Arbeitslosen in Österreich gibt.

Ich wurde nicht vom "Abschwung" tangiert,

carlo, 11.10. 18:29

warum sollte mich nun der "Aufschwung" tangieren?

Und ich denke, wirklich messbar wird der "Aufschwung" für die Arbeitnehmer nicht sein.
Oder bekam schon jemand deswegen eine überproportionale Gehaltserhöhung?

Lediglich für jene, die wieder eine Arbeit fanden, kann es zutreffen das sie den "Aufschwung" spüren.
Aber ist diese Arbeit auch so entlohnt, wird das man davon leben kann?
Ich meine Menschenwürdig leben - und nicht nur das er/sie aus der Statistik der Arbeitslosen wieder hinausfallen?

Möchte noch etwas hinzufügen zu "Wer profitiert vom Aufschwung?" .
Mein kleines, aber feines Aktiendepot wird pö a pö seit Jahresanfang spürbar mehr
Und somit - dank EZB - auch meine Aktien , in die ich 2015/16 flüchten musste, nachdem keine Zinsen mehr zu lukrieren sind.

Die EZB und mit ihr die EU, wollen die verfehlte Eurozonenpolitik auf dem Rücken der Sparer austragen.
Daür muss auch jeder Mindestrenter beitragen, der seine paar Netsch auf dem Sparbuch hat.
Denn wohin sollte der den ausweichen?
Aber nicht mit mir.

reminder, 11.10. 19:10

da es passt: lt. wissenschaftlicher Studie (so die SPÖ)
beginnt der Mittelstand (!) ab einem Bruttoeinkommen
von 1.200 € mtl., unmißverständlich nicht wöchentlich....
Nachzulesen im Web > Umfragen Wahl Nebentext.

Das zu interpretieren ist Verhöhnung.
Wie die 8.755 € mtl. 14 x für rund 20 Std. NR >Job dazu
passen sollte die SPÖ erklären.
Da zahlen auch die 1.200 brutto Mittelständler zumindest mit
der Mwst. mit. PKW werden sie sich kaum leisten können.

reminder, 11.10. 19:14

@carlo: pers. situation hier deplaziert....

auch mir geht es mit Aktien momentan sehr gut....

das Thema der Wahl ist nicht mein Befinden sondern wie
die Zukunft der Kinder und Enkelkinder sein wird.

Das ist der Grund vs. den fleißigen Linken hier gegenzuhalten
sonst glauben wirklich Einige dass das Sklavensystem bei
uns ab 16. 10. eingeführt wird. Der "Führer" wurde ja schon
vom Terminus verwendet und die Tiefe des Niveaus ist
unendlich wie die SPÖ eindrucksvoll bewies.

ösirepublik, 11.10. 21:00

das kann nur Kurz und seine VP unterbieten .. !

ibins, 12.10. 03:37

Also ich bin ja heilfroh, dass nur SPÖ-Abgeordnete für maximal 20 Wochenstuden "Arbeit" 8.755,-- Euro kassieren. Wenn die dann nach der nächsten Wahl weg sind, brauchen wir nur mehr die zahlen, die für auch 20 Wochenstunden Arbeit nur mehr weiß ich wie wenig kassieren werden. Oder bekommen die dann auch weiter ihre bisher sicher auch schon empfangenen 8.755,-- Euro?
Und klar, die aus der "sozialen Hängematte" sind es auch, die sich vor dem "Sklaventum" fürchten. Das tangiert sie ja. Oder sind es die, die für ihre 40 Wochenstunden jetzt schon keine 1.200,-- Euro bekommen? So wenige sind das nämlich gar nicht und deren Arbeitsverhältnis kann man getrost als Sklavensystem bezeichnen.
Hier geht es aber vorrangig um die Frage, wer vom Wirtschaftsausschwung profitieren kann, wenn es am Arbeitsmarkt jedenfalls zu keinen Entspannungen kommt und damit auch keine großartigen Sprünge beim Lohn zu erwarten sein werden.
Ich glaube ja, dass es tatsächlich wieder sinkende Arbeitslosenzahlen gibt. Und ich hoffe, dass die Arbeitnehmervertretungen, hier konkret die Gewerkschaften auch einen Anteil am Wirtschaftswachstum für die Arbeitnehmer herausschlagen können. Dann, und nur dann kann auch eine breitere Masse an diesem "Aufschwung" teilhaben. #carlo, unsere Stimme des Volkes hat es ja treffend beschrieben, dass sein kleines aber feines Aktienpaket dank der Geldpolitik der EZB wieder im Wert steigt. Es gibt wenige, die wirklich nennenswerte Aktienpakete tatsächlich unmitelbar selbst halten. Die profitieren auch am meisten vom Wirtschaftsaufschwung. So mancher spürt es wesentlich abgeschwächt durch seine fondsgebundene "Erlebensversicherung" oder über die "private Pensionsvorsorge. Mir hat die Zinssenkung seit 2007 nicht mehr viel gebracht, weil ich schon damals nicht mehr so hohe Schulden hatte und heute habe ich weder Schulden noch Geld auf der Seite.
Ich glaube, dass viele Bürger des Landes mit ihrer Arbeit nicht großartig was vom Aufschwung spüren. Und selbst wenn, würden bei den rund 1.500 Euro im Durchschnitt bei zusätzlichen 2 % auch nur 30 Euro pro Monat brutto rausschauen. Netto blieben dann so 15 Euro pro Monat, die neben der "Inflationsabgeltung" noch drauf kommen würden. So arg viel ist das auch nicht.

ibins, 12.10. 03:44

Recht gebe ich #reminder, was die untere Grenze des "Mittelstandes" angeht. Mit 1.200 Euro pro Monat kann man allenfalls noch "leben", aber das, was man sich so landläufig unter "Mittelstand" vorstellt, ist das mit Sicherheit noch nicht. Aber eben wenn dieser Wert so niedrig ist, sollte man sich auch überlegen, wo das "mittlere Einkommen" pro "Vollerwerbstätigem" liegen muss und wo man eventuell selber steht.

ibins, 12.10. 03:55

Kurz sehe ich noch nicht als "Führer" obgleich er sich innerparteilich schon einmal so manches "Druchgriffsrecht" gesichert hat. Als "Messias" sehe ich ihn aber mindestens genau so wenig. Ich finde es aber gut, wenn sich die ÖVP vorrangig für wirtschaftliche Interessen einsetzt und die SPÖ mehr auf gesellschafts- sozial- und arbeitnehmerpolitische Interessen konzentriert. Tatsächlich hat die ehemalige "Arbeiterpartei" in den vergangenen Jahren für diese noch immer größte Bevölkerungsgruppe eher "einschneidende" als begünstigende Maßnahmen mit getragen. Vielleicht war das auch richtig so. Ob man aber auch in Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs noch weiter Abstriche akzeptieren muss, darf auch gefragt werden.
Zu guter letzt möchte ich noch sagen, dass Österreich weder "abgesandelt" noch "an die Wand gefahren" wurde. Im Vergleich mit den Visegrad-Staaten steht Österreich wirtschaftlich gesehen jedenfallls nicht schlecht da.

Ein Paradebeispiel für vollkommenen Unsinn:

tobiass777, 11.10. 13:27

"Geht's der Wirtschaft gut, geht's den Menschen gut". Es ist in Wirklichkeit genau umgekehrt: "Geht's den Menschen gut, geht's der Wirtschaft gut".

Den Unternehmen geht's nur dann gut wenn viele kaufkräftige Kunden die angebotenen Waren und Dienstleistungen einkaufen. Je mehr nachgefragt wird, umso höher können die Preise sein. Oder anders herum: Nur wenn möglichst viele/alle Bürger eines Landes über ein gutes, menschenwürdiges Einkommen verfügen können die Unternehmen gute Umsätze und Gewinne machen.

Daraus ergibt sich folgendes:

1) Abschaffung von Hungerlöhnen und Luxuseinkommen
2) Starke Umverteilung von den Reichen zum unteren Mittelstand
3) Volkswirtschaftliche und ethische Bildung für Volksvertreter
4) Die Erkenntnis, dass im kapitalistischem Wirtschaftssystem der Kunde der mächtigste Player ist, und
5) Kundenmacht organisieren und gesetzlich absichern

Abschließend möchte ich noch mit einem weiteren Unsinn aufräumen: "Unternehmer schaffen und sichern Arbeitsplätze". Wahr ist, dass nur viele kaufkräftige Bürger, die verstärkt einkaufen können, Arbeitsplätze schaffen und sichern !

ökonom, 11.10. 15:47

Das Zauberwort heißt Kooperation. Die hier nachzulesenden polarisierenden Standpunkte mögen für verbale Diskussionsspielchen recht anregend sein, zur Lösung sozioökonomischer Fragestellungen sind sie ungeeignet. Eine Wirtschaft floriert dann, wenn eine gute Ausgewogenheit in allen Bereichen besteht. Die Frage, wer dabei "wichtiger" ist, stellt sich nicht, weil auf Grund der Interdependenzen sind alle Rollen gleich wichtig. Was in der Diskussion z.B. zu wenig beachtet wird, ist der Umstand, dass es wenig Sinn macht in in "Produzenten" und "Konsumenten" zu unterscheiden. Im Grunde ist jeder Produzent auch Konsument u.u. (B to B).
In der Politik ist es leider nach wie vor so, dass stets nur eine Partei gewählt werden kann / darf. Es gibt jedoch keine Partei, die alle Kompetenzen zur Lösung der volkswirtschaftlichen Aufgaben besitzt. Unternehmen sind, wie eingangs erwähnt dann gut aufgestellt, wenn Kooperationen stattfinden. Dieselbe Kooperation wäre auch zur Regierung des Landes vonnöten. Anstatt sich täglich anzupatzen, wäre es viel interessanter einmal eine TV-Diskussion zu erleben, in welcher die Gemeinsamkeiten im Vordergrund stehen.

reminder, 11.10. 19:16

tobias77: die Definition von Wirtschaft ist die Kette von der
Marktforschung bis hin zum Verbraucher.

Marketing nennt man das (Summe aller Maßnahmen und
Vorgänge)

Lerne BWL bevor du dich lächerlich machst.

kiscat, 11.10. 22:55

Wirtschaft sind wir alle.
Als Produzenten und als Konsumenten, als Unternehmer und als Unselbständige, als Investierende und als Sparende.
Den Unsinn, unter Wirtschaft nur die Unternehmen zu subsummieren, habe ich nie verstanden.
Der Slogan hieß immer: "Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut". Und da alle die Wirtschaft sind, stimmt's ja eigentlich wieder.
Es sei denn, "gut" ist nur ein Durchschnittswert mit extrem großer Streuung. Das ist es leider in der Realität.

Es geht um Wertschöpfung

reminder, 11.10. 11:50

und die "Verteilung" der Erlöse ist bei uns geregelt.
(Sozialpartner, KV und Überzahlungen nach Leistung und bei
den klugen auch nach Ergebnis. Also Gewinnboni)
Die Steuerstufen von null bis 55 % bei der EkSt. nicht zu
vergessen...., das Transferinstrument per se!

Mehr Gewinn für alle kann erzielt werden wenn man "intelligente"
Produkte am Weltmarkt verkaufen kann.
Dazu sind gut ausgebildete Mitarbeiter nötig und pol. gewollte
Vereinbarungen für eine freien Handel.
Dass die Gegner von CETA das anders sehen möge auf
Lücken im Verständnis zurückzuführen sein.

Ja, da gibt es noch ein kleines Problem:
die eigene Leistungsfähigkeit (Bildung und Ausbildung) und
die eigene Leistungswilligkeit.
Vor der eigenen Türe kehrt man aber ungern...
Warum suchen Firmen monatelang vergeblich Fachkräfte
für IT oder Ingenieure obwohl 3.500 Basisgehalt geboten
wird? Warum haben wir einen Ärztemangel? Okay, manche
hauen ab da in DE attraktiver. GKK Salär für Ärzte eine
Zumutung.

phoebe07, 11.10. 12:14

Dass nicht jeder fähig ist Programmierer oder Arzt zu werden weil er vielleicht ganz andere Begabungen hat kommt dir nicht in den Sinn? Nur zur Erinnerung: Menschen sind weder Schachfiguren noch Computer.

reminder, 11.10. 12:53

sollte ich alle Berufe anführen?

30 % der Lehrlingsanwärter sprechen nicht deutsch....

Facharbeitermangel nicht in die Kategorie IT oder Arzt zu
ordnen. Firmen müssen auf Expansion und Exportjobs
verzichten weil eben Facharbeiter fehlen...

Als Unternehmer und Manager kenne ich die Probleme der
Unwilligkeit von Bewerbern.
Verlierer kennen 1.000 Gründe warum andere Schuld sind,
Sieger wissen dagegen wie hart die Arbeit vorher war.
So ist das Leben, leider für Manche.

schroedingerscat, 11.10. 14:47

@reminder welche firman bieten einem Programmierer 3500 Euro Basisgehalt an. schon mal mit job ads schauen versucht und realistischen Gehaltsangeboten. nicht jetzt dass in einigen Faellen (abh. von Region, Erfahrung, Niche) das moeglich ist und natuerlich mehr aber die Regel ist das beiweitem nicht. das sind Fantasien die nicht der Wirklichkeit entsprechen.

reminder, 11.10. 19:03

@schroed: ich orientiere mich nach regionalem standard
und kenne das mittelmass in österreich nicht, das gebe ich zu.

die 3.500 sind auch nicht gemessen an neueinsteigern sondern
eben mit erfahrung bzw. praxis.

da es zum thema passt: ooe orf berichtet, dass dachdecker
dringend lehrlinge suchen. 10 offene stellen, 1 bewerber.

das problem ist heute: nur bequeme jobs, viel geld und
viel freizeit. und zahlen sollen die spekulaten, banker,
millionäre und halt die sonstigen gauner....so manche postings.

vergleichen sollte man international, dann wacht man auf!

c3po, 11.10. 19:32

Der Facharbeiter Mangel ist global und wundert mich wegen des demographischen Wandels nicht.
Wobei das jetzt erst der Anfang ist.
Die Pensionierungswelle der nächsten 15 Jahre wird man durch Automatisierung kaum ausgleichen können.
Und wenn dann einige HR Manager als Bewerber am liebsten nur bestens ausgebildete Leute hätten die nebenbei noch ein bisschen Leistungssport betreiben dann geht das an der Realität vorbei.
Es ist sogar erschreckend dass die Wirtschaft nicht reagiert. Man hat auch mit Bewerbern zu tun die kaum deutsch können. Durch die Zuwanderung ist das nun mal so. Die muss man auch ausbilden, will man zukünftig ausreichend Facharbeiter haben.
Stattdessen will man die eigene Verantwortung an die Politik und Bevölkerung auslagern.
Die Abgaben sollen am besten so gering wie möglich sein, aber man will bestens integrierte und ausgebildete Bewerber haben.
Also das sind so richtige Träumer.

schroedingerscat, 12.10. 09:52

@reminder: ich bin schon zu lange Zeit im Ausland aber ich bin immer schockiert wenn ich von ehemaligen Kollegen was hoer und mal aus jux in die Zeitungen/online schau wenn ich mal heim komm.

die Kollegen verdienen zwar das was du sagst (und mehr) aber wollen jetzt nicht weggehen obwohl es ihnen dort nicht mehr gefaellt. Ein Grund ist dass sie eben Gehaltseinbussen hinnehmen muessten.

mir gehts eh "relativ" gut in der Hinsicht im Ausland d.h. ich hab in meinen besten Zeiten fast doppelt so viel verdient als einfacher Programmierer ohne Verantwortung/Fuehrungsaufgaben aber das hat auch seine Nachteile. Nichts mit so einfach mal Zahnarzt ohne gewaltig auslegen, nichts mit Facharzt ohne gewaltig in die Tasche zu greifen. Ein Butterbrot an Arbeitslose wenn ich mal ohne Arbeit dasteh. Die Mieten...ein Alptraum. und heutzutage ist die Situation nicht mehr so rosig, ich mein nicht mal so sehr was mich betrifft aber wenn ich an meine Kinder denk dann bereu ich schon fast dass ich ihnen das angetan hab.

reminder, 12.10. 14:12

schroed@ stimme deinen Erfahrungen zu.

Uns geht es sehr gut weil wir gute Wirtschaft und tolle
Fremdenverkehrseinnahmen haben.

Auch die Waage VP vs. SP Ausrichtung passt gut.
Gesundheitssystem nach der Leistung gemessen hervorragend.
Aber dort wurden auch Jobs geschaffen die Parteifreunden
Freude machen... ähnlich bei VP anderswo und die FP wäre
nicht anders wie Kärnten beweist.

Das bedeutet aber nicht, dass man nachjustieren muss und
im bipolarem Sinn (Leistung und Kosten) denken muss.

Was allgemein feststellbar ist: der Staat hat.... und was muss
der Mensch.....Das ist kein Weg hin zur Eigenverantwortung
die natürlich auch für Verhalten und Lernwilligkeit gilt.

Spekulanten als Profiteure

stbagent, 11.10. 06:42

Bevor noch Auswirkungen auf Beschäftigung und Kaufkraft bemerkbar werden, redet uns die Politik ein, wir hätten bereits Aufschwung. Volkswirtschaftlich nennt man die Wendepunkte in der Konjunkturkurve "Krise". Ein echter Aufschwung ist dort zu sehen, wo es ungebremst stetig steil bergauf geht. Keiner der Forscher verrät uns, in welcher Kurve und welcher ihrer Modulationen wir uns befinden. Es fehlt der Überblick, wohin die Reise geht, wenn gerade einmal +3% in kurzer Distanz gemessen werden. Böse formuliert könnte der "Aufschwung" auch von Russland, das vom Westblock angezapft worden ist, über Sanktionen "geliehen" worden sein.

reminder, 11.10. 11:57

Ösis sind Negativdenker und an Stelle von Chancen zu
erkennen wollen denkt man über Vetos nach.
Egal ob Wirtschaft oder Politik, dafür sind wir international
nicht unbekannt wie eine deutscher Analytiker kundtat.

Nicht alle, wie Zunahme der PKW´s, der Flatscreen (2 bis 3
in Haushalten...) und Urlaubsreisen beweisen.
Auch das Kapitalvermögen steigt im Mittelstand wie Banker
erklärten. Mit dem Weltmarkt (z. B. Red Bull) steigt
naturgemäß der Reichtum überdurchschnittlich an.

Die teuren Jachten alleine im Mittelmeer oder Privatjets
in den USA beweisen, dass wir im internationalem Trend
liegen und die Politik dem machtlos gegenübersteht.
Wohnort Monaco steht als Zufluchtsort offen für Topsportler
und Wirtschaftsmagnaten.

stbagent, 12.10. 07:30

Bei wem steigt der Reichtum an? Wie oben beschrieben, gibt es Brosamen für die Masse und Akkumulation von Kapital bei den Reichen. Wie kommt das Geld unters Volk, dass auch die Masse etwas davon hat? Mit Flat Tax werden auch öffentliche Aufwendungen schwerer finanzierbar.....

reminder, 12.10. 14:16

Reiche und auch der Mittelstand investieren auch in Aktien
und dort schaffen die Betriebe Job´s und die Leute bekommen
ihr Gehalt. (Beispiel Voest Investition in Kapfenberg von
Aktionären finanziert...)

Für die Höhe der Löhne ist u. a. die Gewerkschaft und AK
als Sozialpartner mit im Boot.....nur zur Fairness!

Die Mär von den Lohnnebenkosten

kiscat, 10.10. 00:38

Firmen stellen so viele Mitarbeiter ein, wie sie brauchen, um ihre Leistungen zu erbringen. Sind die Lohnnebenkosten geringer, werden deshalb nicht mehr Mitarbeiter eingestellt, als nötig ist. Bestehen Marktchancen auf mehr Umsatz, dann werden Mitarbeiter eingestellt, ungeachtet der Lohnnebenkosten.
Besteht die Möglichkeit, Mitarbeiter durch Automation/Maschinen zu ersetzen, dann wird das geschehen, egal wie hoch die Lohnnebenkosten sind.
Es gibt heute kaum mehr ein Unternehmen (abgesehen vielleicht von ein paar Kleinstbetrieben), denen es ein Anliegen ist, Arbeitsplätze für Menschen zu schaffen. Sie schaffen Arbeitsplätze, weil sie die Arbeitskräfte brauchen
Hat irgendjemand (Unselbständiger) konträre Erfahrungen?

seriousman, 10.10. 07:48

Man muss schon sagen, soviel Unwissenheit geballt zu formulieren ist auch eine Kunst.

c3po, 10.10. 18:33

Ich bin bei der Senkung der Lohnnebenkosten skeptisch. Bei dem derzeitig guten Wachstum wird eine Senkung der Lohnnebenkosten möglich sein. Weil der Staat einfach mehr Einnahmen hat wird vieles möglich sein.
Aber im Prinzip ist die Senkung der Lohnnebenkosten auch nur ein Wahlzuckerl für die Unternehmer. Die Lohnnebenkosten werden schleichend wieder angehoben werden. Vor allem dann wenn der Aufschwung mal vorbei ist.

zwosi, 10.10. 23:09

Unternehmen interessieren sich einen Dreck für LNK, sondern ausschließlich für TCO, also die gesamten Beschäftigungskosten.
SInd diese niedriger als der Wert des Results der Arbeit einer zusätzlichen Kraft, wird diese eingestellt, andernalls nicht.

helikopter, 11.10. 00:03

"zwosi" hat - wie meist - den Durchblick : was denn sonst !?
ceterum censeo plädiere ich dafür, dass Steuern & Sozial-Beiträge nicht vom Arbeitgeber, sondern vom Arbeitnehmer abzuführen wären - das entlastet erstere als unbezahlte Einheber - und klärt letztere endlich dahingehend auf, wer wieviel von ihrem- mehr oder weniger hart verdientem - Lohn kassiert.

Zudem meine ich, dass das - weltweit übliche - "ein Arbeitsjahr hat zwölf Monate, vereinbart wird ein Jahresgehalt, der wird durch zwölf dividiert und monatlich ausbezahlt" endlich auch bei uns eingeführt werden sollte - gleiches gilt für Pensionen.

kiscat, 11.10. 01:25

@seriousman
Wie wäre es, etwas zur Sache zu sagen, anstatt nur eine überhebliche Kritik abzugeben?
Ich bin jedenfalls lange genug in der "Wirtschaft" tätig, um zu wissen, wie die Sache läuft.
@helikopter @zwosi
Egal wer was zahlt oder das Jahresgehalt durch 12 oder 14 geteilt wird, die Personalchefs wissen genau, was der Mitarbeiter je Produktivstunde kostet und danach wird beurteilt, ob er dafür auch die entsprechende Leistung erbringt. Alles andere ist nur politische Augenauswischerei.
13. und 14. Monatsgehalt dient nur dazu, um die Arbeitenden zu "zwingen" für Urlaub und Weihnachten "anzusparen" (das Geld wird dann für größere Ausgaben verwendet) und dafür gibt's das Steuerzuckerl (kostet also dem Staat und nicht dem Unternehmer).

fernsehwastl, 11.10. 06:29

heli
na gott sei dank hast du den durchblick. einzige ausnahme: wenn letzterer -also der arbeitnehmer - auf seinen lohnzettel schaut, sieht er ganz genau, wer wieviel von seinem bruttolohn bekommt. sonst hast den durchblick: Ah ja, noch eine ausnahme: wenn du das jahresgehalt auf 12 monate aufteilst und nicht auf 14 monate, zahlst mehr abgaben.Beispiel: 30.000 brutto jährlich: bei 14 Monatsgehältern 7920,00 abgaben, auf 12 monate aufgeteil ca 9266,00 abgaben. wenn du das willst, sollte es "endlich" eingeführt werden aber sonst hast den durchblick..Ah ja, noch eines: Deutschland dürfte nicht zu "weltweit" gehören, denn dort ist Urlaubsgeld auch möglich. aber sonst hast den durchblick, stimmt...

helikopter, 11.10. 11:47

>kiscat : stimmt ! - hab dem auch nicht widersprochen.
- zu Deinem letzten Absatz : diese Bevormundung mag früher ihre Berechtigung ghabt haben - hat sie das heute auch noch ?

>wastl : das mit dem Steuervorteil durch den 13. und 14. stimmt - der sollte aber bei einer "Reduzierung" auf 12 Monate dadurch erhalten bleiben dass der Steuersatz entsprechend angepasst wird - also unterm Strich gleich viel übrig bleibt - ja und mit dem Urlaubsgeld in Deutschland hast natürlich recht...

tobiass777, 11.10. 13:34

@kiscat

Ich stimme Deinen Schlussfolgerungen zu 200 % zu. Du hast es klar auf den Punkt gebracht. Dem ist nichts hinzuzufügen

Das Finanzamt

mozarttaler, 09.10. 11:08

also der Staat.

fernsehwastl, 09.10. 11:29

und sonst noch ???

mozarttaler, 09.10. 11:32

Fragt sich halt, wofür der Staat das Geld wieder ausgibt bzw. verschwendet.
Am wenigsten bleibt jener Person die dafür auch gearbeitet hat.

fernsehwastl, 09.10. 11:33

na ja, langfristig gesehen sichert es ihr vielleicht den arbeitsplatz. A ned schlecht, oder ?

ösirepublik, 09.10. 22:20

höchstens ein paar Beamten ...
hohe Nebenkosten verhindern Arbeitsplätze

ganz groß im trend sind patriotische österreichschlechtmacher

totorohime, 09.10. 09:44

so ein aufschwung kommt da ganz ungelegen.

phoebe07, 09.10. 11:33

wer vorhandenen Dreck aufzeigt ist also ein Schlechtmacher - nicht derjenige der den Dreck verursacht hat.

totorohime, 10.10. 07:15

wirtschaftlicher aufschwung ist das thema
ist wirtschaftlicher aufschwung dreck?

vollgegeneu, 10.10. 17:34

Wo in Österreich ist der angebl. Aufschwung schon angekommen?
Wenn Arbeitsplätze geschaffen werden, kommen sofort EU Ausländer die diese besetzen, weil es daheim gar nichts gibt. Und der Österreicher lebt weiter vom AMS:

totorohime, 11.10. 07:16

die arbeitslosenzahlen sinken trotzdem
und die wachstumsprognosen wurden massiv nach oben geschraubt.

ösirepublik, 11.10. 19:54

die "Besetzung" von Arbeitsplätzen passiert durch das Mangement ...
und nicht durch "EU-Ausländer"

"Aufschwung" geschieht mittels Zwang

kurtkant, 08.10. 21:28

In den vergangenen Jahren haben sich die Vorschriften gehäuft, die Menschen dazu nötigen, Überprüfungen in den eigenen vier Wänden vornehmen lassen zu müssen (Feuerbeschau, Gasleitungsprüfung, Objektprüfung uvm.), ebenso in den KUM's (Gastgewerbe, Kleinhandel usw.).
Jede nicht bestandene Prüfung führt zu weiteren Kosten, nicht bloß an Abgaben, sondern für die Gewerbe, die prüfbefugt sind (Konz. Rauchfangkehrer, Elektriker, Installateure, Baumeister...).

Der nächste "Aufschwung" steht dem Vernehmen nach 2018 bevor: So, wie kürzlich die TV-Geräte unbrauchbar gemacht wurden und man gezwungen war, neue oder Zusatzgeräte zu kaufen, so werden demnächst Millionen an Radios durch "Umstellung" auf Digital unbrauchbar gemacht.

Mich wundert, dass dies zu keinem Aufschrei führt. Die Österreicher zahlen offenbar gerbe für etwas, das sie nie bestellt haben; von der Ressourcenverschwendung rede ich gar nicht, denn auch durch diese schwingt der "Aufschwung" noch höher.

von welchem aufschwung genau ist die rede?

kicker61, 08.10. 18:05

it21, 08.10. 18:36

Dadurch, dass die Mieten so stark steigen,
verdienen die Vermieter viel mehr...

reminder, 08.10. 19:06

it21: werde vermieter! dann weißt du was Sache ist:

Wohnung 100m2: Kosten ca. 340.000,--

2 % return on capital: 6.800,--
0,5 % Ausfallrisiko: 1,700,--
0,5 % Investment intern 1,700,--
Nebenkosten pauschal 1.000,--
plus 10 % Mwst. ergibt also die Jahresmiete von rund 13.000,-

Bei einem Nomaden in 10 Jahren ist der Gewinn weg....

Rechnen kannst du also eher nicht.

ösirepublik, 09.10. 22:22

wieviele Nomaden pro Wohnung gibt es ?
oder meinst du den Mietwucher ..
Haus 20 jahre nicht sanieren, Fenster und Türen kaputt, Dachrinne zugewachsen, Keller feucht ....
aber feste Mieten erhöhen ...

ösirepublik, 09.10. 22:25

bei 13.000,- miete sind 6.800,- gewinn wohl "fett" genug ..
da kann jedes 5.Jahr ein Nomade kommen, verarmst du immer noch nicht ...