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Hurrikan in der Karibik

Werden Katastrophen häufiger?

Schwere Überschwemmungen in Südasien, zwei Hurrikans binnen kürzester Zeit in den USA bzw. der Karibik. Alles nur Zufall? Oder werden Katastrophen tatsächlich häufiger? Welche Rolle spielt der Klimawandel?

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1196 Beiträge

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Beiträge

Nein, aber die Berichterstattung wird reisserrischer.

solidstate, 13.09. 09:06

Insbesondere wenn es um die USA geht wird jeder Wind zur Katastrophe hochstilisiert. Dass die ihre Häuser so bauen wie wir unsere Hundehütten mag der Grund für viele Schäden sein, macht aber noch nicht jeden Wind zur Jahrhundertkatastrophe .

Hier in den Niederlanden bläst auch ein Sturm, 120 km/h werden erwartet. Es wird ein paar Bäume entwurzeln, den einen oder anderen LKW umschmeissen und ein paar Strassen werden unter Wasser stehen - business as usual.
Gibt's das gleiche in den USA gibt es Katastrophenberichterstattung über Hurrikane XY.

Antworten

solidstate, 13.09. 09:17

Über Karibikstaaten, die es viel stärker als die USA getroffen hat, wird erst nennenswert berichtet wenn Promis hinfahren.

solidstate, 13.09. 09:19

Ob's daran liegt, dass es für einen Journalisten viel angenehmer ist in einem Hotel in Miami auf den Sturm zu warten als sich in Haiti echten Gefahren auszusetzen?

shaman7, 13.09. 12:56

@solidstate, deine Einwände sind sicherlich berechtigt, auch mir missfällt die kultivierte US-Hysterie. Doch spiegeln auch andere Sachverhalte in die Berichterstattung.

Die Vorhersagbarkeit etwa. Tagelang ist das Herannahen des imposanten Wolkenstrudels beobachtbar. Oder die Bevölkerungsdichte am Festland. Und dann kommt noch der Umstand hinzu, dass Journalisten auch nur Menschen sind, die ein Thema – wirbelnd – gefangen nehmen kann.

Es ist im Eifer des Tagesgeschäfts oft schwierig, auf gesunder Distanz zu bleiben, oder dorthin wieder zurückzukehren.

miraculix11, 13.09. 14:22

Auf Distanz geht ja gar nimmer sonst sind sie arbeitslos. Also wird reisserisch auf Teufel komm raus übertrieben, Hauptsache die Auflage stimmt.

miraculix11, 13.09. 14:26

Wunderbares Beispiel der (katholischen) Kleinen Zeitung vor 3 Tagen. Fette Überschrift : Papst verletzt sich bei Vollbremsung.

Das Video dazu sollte man gesehen haben und man lacht nur mehr.

shaman7, 13.09. 14:38

Nun ja, @miraculix11, niemand hindert zu sagen: Mir ist das Gekreische zu blöd im Affenhaus!, und abgewendet.

Warum nur erfahren dann Skandalblätter und Sensationsnachrichten den reichweitenstärksten Zuspruch? Oder wird ein Großmaul ohne Substanz zum US-Präsidenten gewählt?

Meinst du nicht, die Art und Weise, wie kommuniziert wird, liegt auch an uns selber?

rebekka7, 13.09. 20:47

@solidstate
Der Hurrikan Irma ist in den USA mit 240 Stundenkilometer an Land gegangen. Da bleibt bei uns auch kaum mehr was stehen. Immer schön bei den Tatsachen bleiben.

mäander, 13.09. 21:40

"Der Hurrikan Irma ist in den USA mit 240 Stundenkilometer an Land gegangen."

Schon richtig, nur ist das dort in der Wirbelsturmsaison eher Regel denn Ausnahme. Wie in Ö sind im Flachland und den Tälern "nur" die Hälfte gewohnt und bereiten uns dementsprechend darauf vor.

guantanamera, 13.09. 21:43

@solidstate Respekt, dass du den Mut hast, hier entgegen der üblichen Berichterstattung die Wahrheit zu schreiben. Und du hast recht - über die Karibikinsel Kuba, die es dieshmal wirklich ganz arg erwischt hat, wird kaum ein Wort verloren. Obwohl dort die Evakuierung der Menschen so vorbildlich ist wie kaum anderswo, waren beim letzten Hurrikan 10 Menschenleben zu beklagen. Und unsere Politiker reißen zwar ihr Maul auf, dass sie gewissen Karibikinseln beim Wiederaufbau helfen wollen, Kuba ist aber leider nicht dabei.

rebekka7, 13.09. 21:49

@mäander

Hast Du keine Kommentare von den Betroffenen vor Ort selbst gehört?

Es war für sie alle die Hölle und so extrem noch nie dagewesen, was diese beiden Wirbelstürme dort angerichtet haben.

guantanamera, 13.09. 22:33

@solidstate habe da etwas Interessantes entdeckt, was auch bei den Auswirkungen des Wirbelsturms eine Rolle gespielt haben könnte: "Diese massiven, möglicherweise künstlich verstärkten Sturmsysteme, welche die Gefahren des globalen Klimawandels dramatisch beweisen sollen, sind offensichtlich direkt an den POTUS (President of the United States) gerichtet. Der angeblich vom Menschen hervorgerufene Klimawandel ist aber wohl eher ein Geschäftsmodell in der Form eines Ablass-Handels. Mit Verschmutzungsrechten werden dubiose Geschäfte gemacht, sie können ge- und verkauft und sogar an der Börse gehandelt werden. Die Aufkündigung des Klimaabkommens durch Trump bedroht nun diese lukrativen Geschäfte, von denen vor allem Konzerne durch den Handel und Staaten durch CO2-Steuern profitiert haben."

mäander, 14.09. 10:12

"Hast Du keine Kommentare von den Betroffenen vor Ort selbst gehört?"

Daß "Irma" ein Honiglecken für die Betroffenen ist, habe ich nicht behauptet.
"Katrina" war auch nicht schwächer.

"Es war für sie alle die Hölle und so extrem noch nie dagewesen"

Logisch, daß man als direkt Betroffener das so sieht.

Ein etwas drastischer Vergleich: Für heute ist Sturm in meiner Gegend vorhergesagt. In 30 Jahren hatte ich bis jetzt keine Sturmschäden; wenn es mir heute aber fünf Blumentöpfe kaputt weht, dann ist das auch "noch nie dagewesen".

mozartkugel24, 14.09. 10:29

@guantanamera
Von welcher Verschwörungstheorien-homepage stammt denn dein Zitat? Die Ablasshandelindustrie hat diese Stürme künstlich verstärkt, um der armen, wehrlosen Erdölindustrie zu schaden? Echt jetzt?

lokivonasgard, 14.09. 20:15

@mozartkugel24, 14.09. 10:29

Von
https://www.contra-magazin.com/2017/09/wetterextreme-als-waffe-das-weltklima-als-versuchslabor-wurden-harvey-und-irma-kuenstlich-erzeugt/

hat er's, einem Partner-Magazin von so "seriösen" Medien wie Russia Today oder ExtremNews ...

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