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Was muss sich am Bildungssystem verbessern?

Mit Schul- und Unibeginn rückt das Thema Bildung wieder in den Fokus der Politik. Wie steht es um die Qualität von Österreichs Schulen? Was geht gut, wo liegen die Schwachstellen? Was muss sich am Bildungssystem verbessern?

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713 Beiträge

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Beiträge

Zum x-ten mal:

plinius, 13.09. 17:09

An der Schule muss mehr gearbeitet werden. 14 Wochen Ferien und dann häufig nur Halbtags ist eine Zumutung und steht nicht im Einklang mit unserer Leistungsgesellschaft.

kerberos, 13.09. 17:18

Zum x-ten mal: Hör auf diesen Schwachsinn von wegen "halbtags" zu verbreiten, es wurde schon tausende Male erklärt, daß die Unterrichtszeit in der Klasse nicht der Arbeitszeit eines Lehrers entspricht. SO begriffsstutzig kannst nicht mal du sein.

plinius, 13.09. 17:29

Bin ich nicht. Denn mir ist bekannt, dass die Arbeitszeit eines Lehrers außerhalb des Unterrichts reine Theorie ist. Und die 14 Wochen Ferien sind ein Faktum.

bernidasbrot, 13.09. 17:56

13 Wochen Ferien! Und korrigieren wird der Lehrer ja nicht beim Unterriczten, oder? Kopieren und Listen führen auch nicht. Und Telefonate mit Eltern und Besprechungen mit Kollegen wohl auch kaum. Also was soll die Begriffsstutzigkeit?

alpensymphonie, 13.09. 18:16

Na, wenn Plinius denen, die in der Praxis stehen, erklärt, dass ihre Praxis reine Theorie sei, dann IST das Theorie, habt ihr verstanden!

soises, 13.09. 19:51

Ist doch immer das gleiche - Verallgemeinerungen! Ich kenne genug Lehrer, die arbeiten wesentlich mehr als sie müssten - das sind eben LEHRER aus Berufung - von denen spricht niemand. Ich kenne auch Lehrer, die das nicht sind, aus welchen Gründen auch immer - die sind dann immer repräsentativ für alle. Aber das gibt es ja auch bei anderen Berufsgruppen: Politiker, Bauern, Polizisten, ...

fossy1, 13.09. 20:09

österreichs lehrer sollten 1.716 stunden im jahr leisten - im klassenzimmer stehen sie bzw. sind sie 639 stunden (lt. einer studie die "NEWS" Anfang SEPT 2017 erhoben hat), der rest wird als vor-nachbereitung angegeben bzw. lt lehrer benötigt !
heuer wurden im AUGUST 12 von 16 lehrerfortbildungen in den fächern: deutsch, mathematik, geschichte und biologie abgesagt, das nur jeweils 5 teilnehmer waren bzw. am 2ten tag nur mehr 4 anwesend waren. Die meisten teilnehmer gab es bei der fortbildung SPORT wo die teilnehmer unter anderem TENNIS, BEACH-VOLLEYBALL, sowie SCHWIMMEN trainierten bzw. übten; lt. Studie nützen nur 10% der lehrer die fortbildungen im AUG jedes jahres, der rest absolviert diese während des schuljahres;
bitte nachdenken und selbst entscheiden ! DANKE

kva1000, 13.09. 22:49

@fossy1

1. Im neuen Dienstrecht sind Fortbildungen nicht mehr freiwillig, sondern verpflichtend und werden auch kontrolliert.
2. Offizielle Statistiken erfassen in Ö keine Überstunden, weswegen es wenig scheint. Dies Überstunden machen in Ö aber oft rund +40% der Unterrichtszeit aus (daher auch die hohen Personalkosten). Besser wäre es das mikrige Grundgehalt aufzufetten.
3. Deine Stundengaben sind obendrein falsch, wieso?
Eine Vollzeitstelle besteht aus 22 Stunden Unterrichtszeit/Woche (ist nicht gleichzusetzen mit Arbeitszeit). Nach deiner Rechnung wären die meisten Lehrer quasi geringfügig beschäftigt, da stimmt also was nicht.

helium, 14.09. 00:12

hm : bin bekennender Nicht-Fachmann - aber was spricht denn wirklich dagegen, für das zu Vermittelnde mehr Zeit zu haben ? - also die Kinderchen durch kürzere Ferien - sagma z. B. nur 6 - 8 Wochen/Jahr - länger in der Schule zu haben ?

grübel1, 14.09. 02:11

... Wenn also der Lehrberuf SOOO attraktiv ist - es stünde jedem frei diesen Beruf zu ergreifen ...

fossy1, 14.09. 07:13

kva1000
meinst du das bei der zeitung "NEWS" lauter vollkoffer sitzen oder das es doch leute gibt einen krips haben ??
auch wenn nur 50% davon stimmen, ist es jedoch schon zum überlegen - glaube aber das du selbst LEHRER bist und daher dich und deine kollegen verteidigen willst;

peterix, 14.09. 08:14

kva:
sagen wir mal dein beitrag stimmt.
es bleiben aber immer noch die 14 Wochen stehen.
durch die ständige unterbrechungen durch ferien geht natürlich auch der lern Rhythmus verloren.
alleine von dezember bis schulschluss gibt es kein monat ohne ferien.
warum verkürzt man da nicht die sommerferien um den kindern mehr zeit zwischen den prüfungen und schularbeiten zu geben.
ergo haben die kinder weniger lernstress ,alles geht leichter von der hand und auch die lehrer haben mehr zeit arbeiten zu verbessern,dadurch auch weniger stress.
klar ist aber das durch den explodierenden verwaltungsaufwand das lehrpersonal durch die kurze schulzeit extreme mehrarbeit hat.

fragedesgewissens, 14.09. 09:16

@keberos: es wurde schon tausende Male erklärt, daß die Unterrichtszeit in der Klasse nicht der Arbeitszeit eines Lehrers entspricht.
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Das sind nichts als Zugeständnisse der Gewerkschaft.

Wenn ich mir all die kopierten Zettel meiner Kinder ansehe, dann sehe ich, welchen Aufwand Lehrer benötigen um ihren Unterricht vorzubereiten.

Welche Lehrer ausser Mathe und Sprache müssen 20h die Woche etwas vorbereiten?

kerberos, 14.09. 12:12

Ich muß themenbedingt jedes Jahr neue Vorbereitungen machen und selbst bei den Dingen, die im Prinzip gleich bleiben, schau ich mich immer nach tagesaktuellen, interessanten Sachen um, sammle Berichte aus Fachzeitschriften, deren Inhalte ich schülertauglich aufbereite, lerne neue Programme und packe alles in immer wieder neue Moodle-Kurse, bereite praktische Übungen vor, korrigiere Aufgaben und Prüfungsbeispiele, helfe Programmierbeispiele zu verbessern - und tausend andere Dinge.

Nebenbei verwalte ich noch mehrere Server, Hardware, Software und Netzwerk für ca. 500 User, betreue ihre sämtlichen Supportanfragen, warte unzählige Drucker und das Verbrauchsmaterial, sonstige Peripheriegeräte, eine Schulwebseite etc. etc. Allein das würde wo anders als Job gelten, mal ganz abgesehen vom Unterrichten. Viele Lehrer haben Kustodiatsjobs, die durchaus viel Zeit fressen, oder sie sind z.B. zuständig für Berufsberatung, Bibliothek, sie sind Vertrauenslehrer, Klassenvorstände, etc. etc.

Meine Eltern (Lehrer) haben täglich viele Stunden korrigiert, vorbereitet und sich ziemlich häufig Nächte um die Ohren geschlagen bei der Organisation von Projekten, für Fächer wie Betriebswirtschaft oder Kunst. Ja, auch Kunst! Und da sind dann wirklich geniale Projekte rausgekommen, von denen teilweise die Leute noch 10 Jahre später profitieren.

Kolleginnen von mir bereiten zuhause zu aktuellen Themen Quizzes, Puzzles und sonstiges Materialien für Offenes Lernen vor und verbringen ihre Nachmittage und Abende damit, viel länger als die Kinder dann wirklich damit arbeiten.

Aber hey, das haben wir schon tausendmal erkärt, und manche User hier werden's einfach nie kapieren.

alpensymphonie, 14.09. 12:13

Ein Beispiel, Fragedesgewissens: Hast du annähernd eine Vorstellung davon, welche Arbeiten anfallen, wenn z.B. Chorprojekte anstehen? Häufigkeit: Eröffnungs- und Abschlussfeiern, aus Mengengründen in Ober- und Unterstufe gesplittet; Maturafeier; Brucknerhausauftritt 3.10. (kannst googeln); Tag der offenen Tür; Kooperation mit der örtlichen Landesmusikschule bei den beiden Adventgalas; die großen, abendfüllenden Frühjahrskonzerte und die Musikprojektwoche (natürlich auch Samstag und Sonntag); Proben der Band usw. Dein Problem ist, dass du vermutlich nicht beurteilen kannst, was da noch zusätzlich an organisatorischer und technischer Arbeit anfällt - teilweise und natürlich unentgeltlich bis nach Mitternacht (Bühne abbauen z.B.) - und diese Stunden über Stunden werden weder von deinem schlauen News erfasst noch irgendwie abgegolten (nur 30 Stunden Chor insgesamt als minderwertiges Freifach, aufgeteilt auf eine beachtliche Zahl an Mitwirkenden). Lassen wirs halt bleiben - das soll dann Schule sein nach deinen Vorstellungen?

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