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NR-Wahl: Welche Inhalte entscheiden?

Mit dem näher rückenden Wahltermin wird nun auch bei den antretenden Parteien immer deutlicher, wie sie bei den Wählern punkten wollen. Welche Themen werden die Zeit bis 15. Oktober beherrschen? Welche Inhalte werden die Nationalratswahl entscheiden?

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17768 Beiträge

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Beiträge

Momentan weiß ich wirklich nicht wen ich wählen soll.

justemilieu, 13.09. 22:34

Es stehen die Personen im Vordergrund, die Programm scheinen sekundär. Die Programme von ÖVP und FPÖ werden jetzt peu a peu nachgeliefert.
Folgende Punkte wären für mich wichtig:
1. Sanierung des Staatshaushaltes ohne Kaputtsparen und ohne Verschleuderung von Familiensilber.
2. Reform des Sozialsystems ohne sozialen Kahlschlag
3. Punkt 1. und 2. könnten durch eine Pensionsreform mit Kürzungen für Kinderlose (die fehlenden Beitragszahler haben die Krise des Pensionssystem verursacht ) und eine Kinderlosenabgabe erreicht werden.
4. eine Steuerreform mit einer Familienbesteuerung
5.Bekämpfung der Steuerflucht (auf nationaler und Eu-Ebene)
6. Bekämpfung von Sozialdumping und von in und ausländischen Betrugsfirmen.
7. Eine Vereinfachung des Steuer- und Sozialversicherungsrechtes
8. Eine Verwaltungsreform durch Einsparung der Bundesländerebene
9. Freier Universitätszugang für inländische Mitbürger.
10. Abschaffung der unzeitgemäßen Wehrpflicht

krähe77, 13.09. 22:40

lauter alte zöpfe!
ICH und die ICH partei machen jetzt alles neu, das wird ja wohl programm genug sein, oder vertraust du ICH nicht?

raimund, 13.09. 22:41

Was bitte heißt Familiebesteuerung? Höhere Steuern für Familien?

bernidasbrot, 13.09. 22:41

Bei 1 bis 6 hättest mich überzeugt! Die Punkte sind gut!

mahner, 13.09. 22:42

da wirst du wohl eine eigene Partei "justemilieu" gründen
müssen.
Außer 8 und 10 finde ich deine Punkte gut oder diskussionswürdig.

Ist meine Privatmeinung.

wald4, 13.09. 22:45

Für mich sind die Grünen wählbar, die sind noch am normalsten momentan was die Zukunft betrifft, alle anderen argumentieren mit Angstparolen oder Statements der ewig gestrigen oder überhöhte Erwartungen was die Wirtschaft betrifft.
Von den momentanen Umfragewerten halte ich nicht viel.
Ich schätze schon das sie ein zweistelliges Ergebnis erreichen werden.

mahner, 13.09. 22:46

@raimund

An und für sich ist Familienbesteuerung klar. Hatten wir ja schon einmal.

Aber bei der heutigen Familiendiskussion. was ist Familie?

disputatio, 13.09. 22:49

"Kinderlosenabgabe" - ist wohl als Scherz gemeint, es sind die Kinderlosen (aus welchen Gründen auch immer) bzw. Alleinstehenden die überproportional in die öffentlichen Haushalte einzahlen von den Betriebskosten fürs wohnen bis hin zur Grabgebühr!

bernidasbrot, 13.09. 22:50

@Wald: Mit Pilz gemeinsam sind sie vielleicht noch zweistellig. Die KPÖ mit den jungen Grünen kannst ja auch noch dazuzählen.

bernidasbrot, 13.09. 22:51

Kinderlosenabgabe finde ich auch gut. Vielleicht sollte man halt fairnesshalber die befreien, die keine Kinder bekommen konnten.

justemilieu, 13.09. 22:53

@raimund bei der Familienbesteuerung nach franz. Vorbild wird das Haushaltseinkommen durch die Anzahl der Erwachsenen und durch die halbe Anzahl der Kinder dividiert. Also bei einer Familie mit 2 Kindern wird das Einkommen durch 3 dividiert und so die Steuerbelastung ermittelt. Der Steuervorteil ist pro Kopf mit ca. 5000 Euro limitiert. Also bei einer Familie mit 2 Kindern mit 15000 Euro.

bernidasbrot, 13.09. 22:56

Diese Familienbesteuerung finde ich gut. Die wurde schon mal von der FPÖ vorgeschlagen, aber bisher von der ÖVP leider (noch) nicht übernommen.

hahnemann, 13.09. 23:00

wenn jemand fragt, was Familienbesteuerung ist, versteht er das immer noch nicht - da muss man bei null beginnen

mahner, 13.09. 23:00

wo Kinderlose heute mehr Steuern zahlen als andere ist mir unbekannt. Grab und Wohnungskosten sind keine Steuern.

justemilieu, 13.09. 23:08

@bernidasbrot Es geht bei der Kinderlosenabgabe nicht darum Kinderlose zu bestrafen, sondern einen sozialen Ausgleich zu machen. Wer keine Kinder hat, egal ob unfreiwillig hat weniger zum Sozial- und Pensionssystem beigetragen, konnte aber mehr Geld verdienen und sich auch mehr Geld ersparen. Unser Pensionssystem ist nicht wegen der höheren Lebenserwartung sondern wegen der niedrigen Geburtenrate, die sich seit den 50iger Jahren halbiert hat, in der Krise.
Weil immer von Strafe gesprochen wird, wenn man von Kinderlosenabgabe spricht, jemand der krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann, erhält auch eine geringer Pension und dass obwohl es sicher unfreiwillig und mit Nachteilen verbunden ist.

justemilieu, 13.09. 23:15

die Familienbesteuerung wurde früher von der ÖVP vertreten, aber bei allen Steuerreformen hatten immer alle anderen Interessensgruppen den Vorrang. Offenbar war man der Meinung, dass diese sowieso die ÖVP wählen würden.

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