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Wie sinnvoll sind Quoten?

2018 kommt die verpflichtende Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten von Großunternehmen. Während die einen das für einen notwendigen Fortschritt halten, sehen laut einer Studie vor allem Männer wenig Sinn in gesetzlichen Quoten. Wie sinnvoll sind Quoten? Was sind die Argumente dagegen? Was spricht dafür?

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549 Beiträge

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Beiträge

gewogen und für zu leicht befunden

trigo, 10.08. 19:29

Am 6. Juli finden an allen drei medizinischen Universitäten Österreichs wieder die Eignungstests für das Medizinstudium statt. In Wien gibt es dieses Jahr eine Neuerung: Die Auswertung des Eignungstests (EMS-Test) erfolgt getrennt nach Geschlechtern. Das hat die Medizinische Universität Wien im Dezember 2011 in ihrem Mitteilungsblatt verkündet. "Die Ermittlung des Testwerts erfolgt genderspezifisch", heißt es dazu in Paragraf 10. Man reagiert damit auf das schlechtere Abschneiden der Bewerberinnen im Vergleich zu den Männern. An der Medizin-Uni Wien waren 2011 rund 56 Prozent der Testteilnehmer Frauen (2010: ebenfalls 56 Prozent), nach der Auswertung betrug die Frauenquote bei den zum Studium Zugelassenen aber nur 43,1 Prozent, geringfügig mehr als 2010 (42 Prozent). Die Medizin-Uni Wien will diese geschlechterspezifische Unausgewogenheit mit einer neuen Auswertungsmethode ausgleichen. - derstandard.at/1331207289145/Medizin-Uni-Wien-Frauen-werden-bei-Aufnahmetest-milder-beurteilt

http://derstandard.at/1331207289145/Medizin-Uni-Wien-Frauen-werden-bei-Aufnahmetest-milder-beurteilt

iwoaßjaanitwarum, 11.08. 02:49

Man kann mich gerne als altmodisch bezeichnen, aber bei dem auswahlverfahren für menschen deren professionalität jeden tag über leben und tod entscheidet, wünsche ich mir auch professionalität als einziges auswahlkiterium.

Es ist ja eine sache wenn man mit diesem genderunsinn bei irgendwelchen aufsichtsratspositionen herumexperimentiert, aber doch bitte nicht bei medizinischem personal.....da kann man sich doch wirklich nur an den kopf greifen.

trigo, 11.08. 07:43

Die Quote wird über die Eignung gestellt.
Die Benachteiligung der Frauen erweist sich als Mär.
Ich zweifle auch den großen Gehaltsunterschied in Österreich an.
Ich denke hier wurde "schöngerechnet".

zwosi, 11.08. 12:06

sorry. trigo, so ist eine vernünftige Diskussion nicht möglich. Der Unterschied von € 11 Stundenlohn für Frauen und € 14 für Männer ist nun mal ein Fakt. Man kann lange darüber streiten, ob es sich dabei um Diskriminierung handelt oder ob es nachvollziehbare Gründe dafür gibt, ob Änderungsbedarf besteht oder eh nicht etc etc.
Was man (bei vorausgesetzter Ernsthaftigkeit) nicht kann, ist, die DIfferenz einfach leugnen.

melhut, 11.08. 12:34

Hier ein interessanter Artikel zum eingesetzten Eignungstest:
http://derstandard.at/1331779733863/Kommentar-zum-EMS-Ein-erniedrigender-Loesungsansatz

Ich muss der Autorin zustimmen. Anstatt die Ergebnisse eines schlecht konzipierten Tests geschlechtsspezifisch auszuwerten, sollte man lieber den Test verbessern.

poli2, 11.08. 13:52

der test ist für männer und frauen gleich gut/schlecht!

melhut, 11.08. 17:27

"poli2,schrieb am 11.08. 13:52eine Antwort:
der test ist für männer und frauen gleich gut/schlecht!"

Kannst du diese Meinung rational begründen?

trigo, 11.08. 19:44

@zwosi
Lies mals das!
https://www.profil.at/home/einkommen-loehne-die-wahrheit-ungleichheit-323607

trigo, 11.08. 20:51

@melhut
Ein guter Test ist nicht der, der eine Quote von 50 zu 50 ergibt.
Die Quote sollte kein Kriterium sein.

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