Standort: debatte.ORF.at / Meldung: "Wie sinnvoll sind Quoten?" / Kommentaransicht

Wie sinnvoll sind Quoten?

2018 kommt die verpflichtende Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten von Großunternehmen. Während die einen das für einen notwendigen Fortschritt halten, sehen laut einer Studie vor allem Männer wenig Sinn in gesetzlichen Quoten. Wie sinnvoll sind Quoten? Was sind die Argumente dagegen? Was spricht dafür?

zurück zur Debatte

549 Beiträge

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Beiträge

Jeder Arbeitgeber wäre ein Trottel, wenn er ...

yeti59, 10.08. 10:16

... bei tatsächlich (?) gleicher (?) Arbeit (Leistung) Männer zu einem höheren Lohn anstellen würde, anstatt Frauen zu einem geringeren Lohn. Aber eben nur "wäre"! Und warum passiert das nicht?
So viel zu "gleicher Lohn für gleiche Arbeit".

zwosi, 10.08. 10:48

Es geht nicht um irgendwwelche slogans, sondern schlicht darum, dass der Median der Bruttostundenlöhne für Frauen bei etwa 11 € liegt, für Männder bei ca 14 €.
Es werden einfach in Berufen, in denen Frauen überrepräsentiert wird, geringere Löhne gezahlt als in sogenannten Männerberufen.

gerry49, 10.08. 11:13

Der Handelskollektivvertrag weist schon seit Jahrzehnten niedrigere Steigerungen aus, als der Metaller-KV.
Im Handel arbeiten weit mehr Frauen als in der Metallverarbeitenden Industrie.
Das, und der Umstand, dass viele Frauen (familienbedingt) nur halbtags arbeiten, ist sicherlich ein Grund für die niedrigeren Durchschnittsgehalt der Frauen.
In den allerwenigsten Fällen werden Frauen für die gleiche Tätigkeit (selbst falls sie schlechtere Leistung als Männer brächten) ungleich bezahlt.

zwosi, 10.08. 13:01

gerry: ja. Die Teilzeitproblematik spielt allerdings beim oben angestellten Vergleich der Stundenlöhne naturgemäß keine Rolle.

hakim, 10.08. 13:31

jedem vernünftig denkenden - also keine rotgrünen ;-) - ist klar, daß Frauen im arbeitsprozeß irgendwann ein Kind kriegen könnten und dann aus der arbeit womöglich auf Nimmerwiedersehen sich kostspielig verabschieden.

also wird ein arbeitgebner damit auch finanztechnisch rechnen müssen indem er deren lohnkosten geringer veranschlagt ;-)

zwosi, 10.08. 19:30

bei den über 40 jährigen ist es wesentlich wahrscheinlicher, dass ein Mann Vater als eine Frau Mutter wird.

gaetan, 12.08. 14:08

Stimmt, allerdings sind die jeweiligen Auswirkungen auf die Firma sehr, sehr verschieden. Einmal mehr unvergleichlich.

zurück zur Debatte