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Wie sinnvoll sind Quoten?

2018 kommt die verpflichtende Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten von Großunternehmen. Während die einen das für einen notwendigen Fortschritt halten, sehen laut einer Studie vor allem Männer wenig Sinn in gesetzlichen Quoten. Wie sinnvoll sind Quoten? Was sind die Argumente dagegen? Was spricht dafür?

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549 Beiträge

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Beiträge

Frauen aus der Sicht des Unternehmers

gerry49, 10.08. 09:42

In einem kleinen Geschäft arbeiten 2 Mitarbeiterinnen.
Angenommen, eine davon wird schwanger. Was passiert dann?
Der Unternehmer muss für die nächste Zeit einen Ersatz für die Schwangere einstellen. Das bedeutet im Allgemeinen einige Wochen Einarbeitungszeit, in der nicht die volle Leistung gebracht werden kann. Jetzt stellt euch vor, die Dame, die nun eingestellt wurde ist genau so fleißig, oder noch tüchtiger als die Schwangere. Was passiert nun, wenn die ehemals Schwangere wieder ins Berufsleben zurückwill? Der Unternehmer MUSS die als Ersatz gedachte Dame entlassen (die wird sich natürlich riesig freuen, weil wie kommt die dazu, ihren Arbeitsplatz unverschuldet zu verlieren) und die ursprüngliche Mitarbeiterin wieder einstellen, die er (in schnelllebigen Branchen) wieder eine gewisse Zeit einschulen darf, in der weniger Leistung gebracht wird.
Der Unternehmer mit den zwei Angestellten wird es sich also sehr gut überlegen, ob er Frauen anstellt, da sie ihm im Fall einer Schwangerschaft enorm viel Geld und Zeit kosten können.

Hier wirken die Gesetze, die zum Schutz der Frauen erdacht wurden so, dass Frauen oft erst gar nicht angestellt werden.
Hat das der Gesetzgeber bedacht? Was passiert nun, wenn der Gesetzgeber hier eine Quotenregelung einführt, die den Unternehmer zwingt, Frauen einzustellen?

fraugrassamenrat, 10.08. 10:18

In einem kleinen Geschäft arbeiten 2 Mitarbeiter.
Angenommen, einer davon wird krank. Was passiert dann?
Der Unternehmer muss für die nächste Zeit einen Ersatz für den Kranken einstellen. Das bedeutet im Allgemeinen einige Wochen Einarbeitungszeit, in der nicht die volle Leistung gebracht werden kann. Jetzt stellt euch vor, der Mitarbeiter, der nun eingestellt wurde ist genau so fleißig, oder noch tüchtiger als der Erkrankte. Was passiert nun, wenn der ehemals Kranke wieder ins Berufsleben zurückwill? Der Unternehmer MUSS den als Ersatz gedachten Arbeitnehmer entlassen (der wird sich natürlich riesig freuen, weil wie kommt der dazu, seinen Arbeitsplatz unverschuldet zu verlieren) und den ursprünglichen Mitarbeiter wieder einstellen, den er (in schnelllebigen Branchen) wieder eine gewisse Zeit einschulen darf, in der weniger Leistung gebracht wird.
Der Unternehmer mit den zwei Angestellten wird es sich also sehr gut überlegen, ob er Männer anstellt, da sie ihm im Fall einer Krankheit enorm viel Geld und Zeit kosten können.

Hier wirken die Gesetze, die zum Schutz der ArbeitnehmerInnen erdacht wurden so, dass ArbeitnehmnerInnen oft erst gar nicht angestellt werden und statt dessen ein Roboter eingesetzt wird.
Hat DAS der Gesetzgeber bedacht?

gerry49, 10.08. 10:36

@fraugrassamenrat
Das von Dir gezeigte Beispiel einer Krankheit lässt sich aus mehreren Gründen nicht mit einer Schwangerschaft vergleichen:
Eine Krankheit dauert in den allermeisten Fällen nicht so lange. (letzten Wochen der Schwangerschaft+2 Jahre Karenz)
Nachdem ein Mitarbeiter so lange krank war muss man ihn nicht wieder einstellen, man kann ihn sogar währen der Krankheit kündigen, was bei jungen Müttern nicht erlaubt ist.
In manchen Branchen wäre der Einsatz von Robotern nicht möglich und auch nicht wünschenswert.

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