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Wie sinnvoll sind Quoten?

2018 kommt die verpflichtende Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten von Großunternehmen. Während die einen das für einen notwendigen Fortschritt halten, sehen laut einer Studie vor allem Männer wenig Sinn in gesetzlichen Quoten. Wie sinnvoll sind Quoten? Was sind die Argumente dagegen? Was spricht dafür?

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Forum

es gibt nur geschlechtsneutrale Kollektivverträge

reminder, 15.08. 22:11

und wer Cash über den Kollektivvertag bezieht hat sich das
mit dem AG ausverhandelt.

Der AG entscheidet bei wem und wie viel er über den KV
zahlt und was angemessen bzw. leistbar ist.
LNK.... sind bei uns definitiv zu hoch.
brutto 3.000 (netto 2.100) kosten 3840,-- 14 x im Jahr
und dafür ist der MA ca. 10 Monate (Schnitt) für Leistung
verfügbar.
5 Wochen Urlaub, Krankenstände, Bildungsurlaub, Kuren ect.
Mtl. Kosten also 5.376,-- € .....
und die muss man erst erwirtschaften....

Vermeintlich gleiche Arbeit ist nicht immer gleich gut
gemacht.
5 Verkäuferinnen sind unterschiedlich erfolgreich,
warum wohl?
Eine Wurstverkäuferin die sich schneutzt und ohne Hände waschen Ware (konkret Wurst) angreift ist nun mal genau
nichts wert (Entlohnung gemient) da sie Kunden vertreibt.
(so tats. gesehen....und daher beispielhaft)

Entscheiden muss immer noch der Chef der über den KV
bezahlt....

Übrigens: die Sozialpartner, vertreten durch SP und VP
Funktionäre, machen die KV´s....

trigo, 15.08. 22:49

Die LNK werden unsere Wirtschaft irgendwann abwürgen wenn die Politik nicht handelt.
LNK runter und die Gewinne stärker besteuern wäre mein Lösungsansatz.
Das erfordert ein EU einheitliches Steuersystem.
Wir haben die Gurke gerade gebogen,
vielleicht schaffen wir auch ein einheitliches Steuersystem.

kiscat, 16.08. 06:40

Ein EU-einheitliches Steuersystem wird es hoffentlich nie geben, da die Verwendung der Steuergelder (z.B. für Soziales) glücklicherweise unterschiedlich ist.
Über die LNK wird seit Jahrzehnten gejammert, für kleinere Betriebe waren sie ein Problem, aber die existieren kaum mehr. Die Großen leben immer noch, verschieben ihre Gewinne ins Ausland, verdienen genug. LNK können wenigstens nicht so leicht ins Ausland verschoben werden.
Die Gurken können ruhig wieder verbogen werden ...

trigo, 16.08. 07:26

@kiscat
Es gäbe Arbeit genug, bloß sie rechnet sich nicht.
Wenn wir die Rentabilitätsschwelle senken könnten wäre der Effekt am Arbeitsmarkt spürbar.
Einnahmen und Ausgaben müssen getrennt betrachtet werden.
Ich kann mich deiner Meinung nicht anschließen.

zwosi, 16.08. 08:03

reminder: .... und die muss man erst erwirtschaften........
Simmt. Aber wer ist "man" ? Richtig, der Arbeitnehmer. Denn wenn der nicht mehr Nutzen produziert, als die Gesamtkosten seiner Anstellungen ausmachen, ist er blitzschnell ein Ex-Arbeitnehmer.

zwosi, 16.08. 08:21

Zu den LNK: das ist eine völlig verfehlte Diskussion. Ich könnte die LNK mit einer ganz simplen Bestimmung um 77 % reduzieren. Man müsste bloß die Bruttogehälter um 23 % erhöhen und gleichzeitig die AbfertigungNeu abschaffen sowie die bisherigen Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung von den Arbeitnehmern zahlen lassen. Ändert genau nix an den Gesamtkosten für die Arbeitgeber und ebensowenig am Nettoeinkommen der Arbeitnhehmer, aber die LNK sind (fast) weg.
Nebenvorteile: Vereinfachung der Verwaltung der Sozialversicherungen und Ende des Verzockens der angesparten Beträge durch die Vorsorgekassen.

trigo, 16.08. 09:02

@zwosi
Deine Rechnung ist an sich richtig.
Unterm Strich ist dennoch die Arbeit zu stark belastet.
Der Arbeitgeber bezahlt zu viel der Arbeitnehmer bekommt zu wenig.
Die Abfertigung müsste generell weg.
Da trauen sich unsere Politiker aber nicht drüber.
Sie halten nämlich die Bevölkerung für dumm.
Jeder der ins Arbeitsleben eintritt sollte die Wahl haben ob er eine Abfertigung oder höheren Grundgehalt will. Das Problem würde sich so sehr rasch von selbst erledigen.

zwosi, 16.08. 09:14

Natürlich ist Arbeit zu stark belastet. Im Ausgleich schonen wir Vermögen und Kapitalerträge.

reminder, 16.08. 09:39

@zwosi:

österr. Steueraufkommen auf Kapitalerträge = ca. 0,8 %
und nach Immo Est und ERhöhung Kest. vermutlich
um ca. 1,-- %.
OECD mittel liegt bei 1,8 %, Schweiz, mit niedriger EkSt.
bei 2,- %.
so viel zu deiner theoretischen Rechnung die gerne von Linken
(keine Unterstellung dass du ein Linker bist...) angewendet wird.

Die Gesamtabgaben sind bei uns zu hoch und lt. Schelling, der
es ganz genau wissen muss, haben wir ein Ausgabenproblem!

Mit neuen Steuern würde nur der Druck für längst überfällige
Strukturreformen wegfallen. Das will die SPÖ um die "recht
geschaffenen Begehrlichkeiten" der Genossen zu bewahren.
Daran scheiterte auch die VP in der Vergangenheit und H.C.
kam unverdient (!) zu Höhenflügen.

Genau dort liegt die Chance für S. Kurz und wenn er und die
VP zukünftig versagen wie in der Vergangenheit, dann ist die
VP nicht im Keller wie die SP, sondern für die Wähler
'unerreichbar" tief im Erdreich begraben....

Die FPÖ würde wieder Höhenflüge durch Fehlverhalten von
VP/SP starten können und wer will das wirklich?

zwosi, 16.08. 10:51

reminder: "so viel zu deiner theoretischen Rechnung ".....

Bloß hab ich gar keine Rechnung angestellt. Du schon, und dabei gewissentlich die von mir erwähnten nahezu inexistenten Vermögenssteuern unterschlagen. Von Erbschaftssteuern ganz zu schweigen. Und ja, es gibt ein Ausgabenproblem. Nicht zuletzt im Bereiche der Wirtschaftssubventionen und der landwirtschafltichen Förderungen.

zwosi, 16.08. 11:15

Veränderung der Steuerquote von 1965 bis 2012 in Prozentpunkten
D: +0,1
Bel: +9,5
Dmk: +18,3
F: +5,8
GR: +11,9
Ita +14,1
Lux +8,0
Nor +6,5
AUT +2,9
SW +4,8
SUI +6,2
UK +2,7

Lohnschere

hp123, 14.08. 18:22

Ich denke, vielen wissen nicht, dass der große Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen nur zustande kommt, weil die Gesamtheit aller Männer und Frauen verglichen wird. Also männlicher Manager mit Putzfrau etc.

Das wird bewusst verschwiegen, denn mit einer Zahl jenseits der 20% lässt sich leichter polarisieren und Politik machen.

Das Insitut der Deutschen Wirtschaft kommt übrigens auf eine Differenz von 2%. Da kann Geschick bei der Lohnverhandlung durchaus schon den Unterschied machen.

Frauen werden in diesem Land nicht benachteiligt.

Im Gegenteil, durch Frauenquoten werden Männer benachteiligt. In so einem Fall ist es aber wohl ok?

zwosi, 14.08. 21:50

Nein. Der Vergleich der Median-Stundenlöhne (brutto) zeigt die Frauen bei 11,04 €, die Männer bei 13,97 (in Österreich).
Über Deutschland weiß ich nix,

hp123, 14.08. 22:06

Wenn die Gesamtheit aller Männer und aller Frauen verglichen wird, ist diese Statstik absolut nichts wert.

Männer arbeiten mehr Stunden pro Woche, arbeiten länger (Stichwort Pension), arbeiten vermehrt in gutbezahlten Sektoren (Industrie) etc. etc. etc.

Das und vieles mehr spielt macht die Lohndifferenz aus, aber nicht(!) eine bewusste Benachteiligung von Frauen.

trigo, 14.08. 22:35

Eine Benachteiligung liegt vor wenn IM GLEICHEN BETRIEB bei GLEICHER ARBEIT unterschiedliche Löhne bezahlt werden.
Allgemein unterschiedliche Stundenlöhne können andere Ursachen haben.
Sie sind nicht aussagekräftig.

kiscat, 15.08. 01:06

Wünschenswert wäre auch eine Angleichung der Gehälter des Finanzsektors mit dem Produktionssektor.

trigo, 15.08. 11:33

@kiscat
Ui, da machst du aber ein großes Fass auf.

zwosi, 15.08. 12:07

hp123: hättest du vor dem posten gelesen, wüsstest du, dass die mittleren Brutto-Stundenlöhne verglichen werden, also weder Teilzeit noch (männliche) Spitzenverdiener Auswirkungen auf den Unterschied haben.

trigo: die Zahlen sind selbstverständlich aussagekräftig. Sie belegen, dass Frauen weniger verdienen. So dass man die Diskussion von der Frage OB es so ist verlagern kann zu der nach dem WARUM.

trigo, 15.08. 12:33

@zwosi
Ja es belegt, dass Frauen weniger verdienen.
Nicht mehr und nicht weniger.
Die Frage nach dem warum stellt sich jetzt wie du richtig erkannt hast.
Liegt dem eine allgemeine Benachteiligung der Frau im Berufsleben zugrunde oder spielen hier andere Faktoren eine Rolle?

trigo, 15.08. 12:38

Hier nochmal der link zur Bewertung der Statistik..
https://www.profil.at/home/einkommen-loehne-die-wahrheit-ungleichheit-323607

zwosi, 15.08. 13:41

Gibt wenig her, denn es ändert nix am Bestehen des Unterschiedes. Der größte Brocken erklärt sich übrigens daraus, dass Berufe, in denen Frauen überrepräsentiert sind schlechter bezahlt werden als jene, in denen die weiblich Präsenz schwach ist. Es geht eben genau NICHT um gleiches Einkommen im gleichen Job im gleichen Betrieb (das passt eh ganz gut), sondern um gleiches EInkommen bei ähnlicher Mühe und Kompetenz. Und da scheint es noch ziemlich zu hapern.

trigo, 15.08. 14:51

"gleiches Einkommen bei ähnlicher Mühe und Kompetenz"
für alle??
Ist dir die Bedeutung deiner Worte bewusst?
Ich denke wir werden den Mars besiedelt haben bevor wir das auf Erden geschafft haben.
Das ist gefährliches Gedankengut, das rüttelt am System.

zwosi, 15.08. 17:24

Am System zu rütteln ist nicht "gefährlich", sondern nötig.

trigo, 15.08. 18:58

Systeme sind immer ungerecht. Sie sind es deshalb weil es Gerechtigkeit nicht gibt, sie ist Fiktion.
Das richtige Maß an Unzufriedenheit ist sogar von Vorteil.
Sie ist der Ansporn des Fortschrittes, die Zufriedenheit ist ihre Bremse.
Kein Fortschritt im Schlaraffenland!
Aber da sind wir schon weit vom Thema abgekommen....

zwosi, 16.08. 09:21

Gerechtigkeit gibt es durchaus. ABer nicht EINE für alle, sondern eine pro Person. :-)
Davon abgesehen wünsche ich mir eine Welt, in der nicht Unzufriedenheit der Motor der Entwicklung ist, sondern Neugierde und Schaffensdrang.

trigo, 16.08. 11:41

Chapeau!

dachstein999, 16.08. 13:54

@zwosi
"gleiches Einkommen bei ähnlicher Mühe und Kompetenz"

Endlich habe ich es erfahren, konnte Deine Gedanken ja nicht lesen...
1) Mühe ist rein subjektiv, schwer objektiv messbar
2) Kompetenz wird ja innerhalb der gleichen Branche berücksichtigt. Falls nicht, dann bitte bei AK und Gewerkschaften melden.
3) Du willst ja ernstlich nicht "Mühe und Kompetenz" einer Oberärztin mit einer Billaverkäuferin vergleichen ?
4) Gleicher Lohn mehr oder weniger für überhaupt alle, das geht eher in Richtung Kommunismus, bringt also nichts.
Du selbst willst ja Kreativität und Schaffensdrang fördern

Wo bleibt die Quote für Männer beim ORF?

derwisser, 14.08. 15:15

Studio Tirol

Medieninhaber und Hersteller
ORF Landesstudio Tirol
Rennweg 14
6020 Innsbruck

Redaktion
Brita Bauer = Chefredakteurin
Mag. Reingard Diermayr
Mag. Ulrike Finkenstedt
Mag. Hermann Hammer
Christoph Praxmarer
Mag. Ines Schwaninger
Mag. Natalie Wander
Claudia Zimmermann

25% Männer, so schauts aus!

Quelle:

http://tirol.orf.at/studio/stories/2501792/

zwosi, 14.08. 16:19

wisser: so wisse denn, dass nirgendwo und von niemandem eine Quote für simple Angestellte gefordert wurde.
Anbei eine Liste der bisherigen Landesinetndanten:

1967 – 1986: Hans Hauser
1986 – 1990: Rudolf Nagiller
1990 – 1994: Ernst Grissemann
1994 – 1998: Helmut Kaiser
1998 – 2000: Roland Adrowitzer
2000 – 2007: Robert Barth
2007 – 2012: Kurt Rammersdorfer
seit 2012: Helmut Krieghofer

trigo, 14.08. 19:45

Es stimmt,
der ORF verweiblicht merklich.
Damit meine ich nicht die Quote.

zwosi, 15.08. 12:08

eh klar. 50 Jahre, 8 Landesintendanten, null Frauen.

trigo, 15.08. 13:18

Die Quote habe ich nicht gemeint.
Da geht es um andere Dinge.

iwasois, 15.08. 13:25

Hat sich keine Angeboten???
Oder wollte keine diesen Scheißjob machen.

zwosi, 15.08. 13:54

sag's uns. Duwastjoois.

iwasois, 15.08. 14:35

Es hat sich keine Angeboten @zwosi; passt's
Weil da muss auch noch, das richtige Couleur stimmen.

Die Politik

mozarttaler, 14.08. 14:31

möchte den privaten Unternehmen vorschreiben wen sie für welche Position anzustellen haben??? Da kann nix G'scheites dabei rauskommen.

Genderwahn?

stbagent, 14.08. 06:40

Mit Gewalt lässt sich keine Quote erreichen. Als Primaten haben wir eine Stammesgeschichte, die nachvollziehbar ist. Die Gleichmacherei der Geschlechter und die Entsexualisierung enspringen einer unbefriedigten Gedankenwelt, die in der Aggression mündet, mathematische Verhältnisse der Sozialisierung zugrundezulegen.
Das Gesetz sieht sowieso alle Menschen gleichberechtigt und die Realität ist anders. Ich gebe aber zu bedenken, dass ein Matriarchat die Folge exzessiver männlicher Dominanz ist. Wir haben es mit einem Auf und Ab zu tun, das es nicht verträgt, es in Gesetze zu pressen. Ich wage auch die Feststellung, dass die Geschlechter nicht für die Erledigung aller Aufgaben gleichermaßen geschaffen und geeignet sind. Unterschiede muss es weiterhin geben. Sie dürfen aber nicht auf Unterdrückung beruhen.
Kinder an die Macht!

trigo, 14.08. 07:20

Eine Unterdrückung der Frau in unserer Gesellschaft existiert nicht,
sie entspringt der Phantasie einiger Quoten PolitikerInnen.

gregordergrosse, 14.08. 07:48

völlig richtig, die angeblich "unterdrückung" dient nur dazu, Frauen im scheidungsfall mehr vermögen zuzusprechen, als vor ihrer sog. "ehe" ......... alles fake!

zwosi, 14.08. 11:27

auch den Männern, denn in den meisten Fällen ist einfach bei der Scheidung mehr Vermögen vorhanden als bei der Scheidung.

zwosi, 14.08. 11:35

ähhh.... ".... als bei der Heirat" soll das natürlich heißen.

Warum nicht auch Quoten in der Politik?

murmeletier, 13.08. 20:59

Wann kommt denn endlich die erste Bundeskanzlerin in diesem rückständigen Land?!

alpensymphonie, 13.08. 21:50

Biiiitte nicht ganz so geistreich, Wahrsager. Dein Esprit ist schwindelerregend...

alpensymphonie, 13.08. 21:52

Und wie sagte der Papst heute so schön: "Ich mag keine Wahrsager". ;-)

kiscat, 15.08. 01:09

@alpensymphonie
Das hat der Papst nicht gesagt. auch nicht heute.

trigo, 16.08. 09:39

Eine Päpstin wäre mal angebracht.
Da schaut die Quote sehr schlecht aus.

2 Themen matchen sich um die Poleposition

40pips, 13.08. 17:34

für das Rennen um die dümmste und unnötigste Debatte:

1.) Die Quote
2.) Die Gehaltsschere

Am Ende macht das Diskutieren darüber genau so viel Sinn, wie bei der Frage:
"Ich bin zu dick und zu schwer, wie kann man die Schwerkraft beeinflussen, damit ich leichter werde."

zwosi, 13.08. 20:52

allerdings ist die "Gehaltsschere" kein Naturgesetz, und die Quote ist nicht gegen ein solches gerichtet.

An die Damen dieses Forums

dachstein999, 12.08. 17:21

Könntet Ihr bitte mal die konkreten Gründe für Eure gefühlte Unzufriedenheit hier auflisten ?
Eventuell könnten wir die Punkte durchgehen und dadurch besser verstehen.

zwosi, 12.08. 17:56

Wenn man wirklich etwas verstehen will, versucht man selbst, die Positionen des Gegenübers zu formulieren.

manz, 12.08. 19:29

Als man die Minderheitenrechte bei parlamentarischen Untersuchungsausschüssen gestärkt hat, hat auch niemand nach der "gefühlten Unzufriedenheit" der Opposition gefragt. Hier geht es um handfeste Argumente, nicht um Gefühle.

bradnseer, 12.08. 20:29

@dachstein:
Vorab: Es schreibt Dir die Bradnseerin.
Und ich kann dem ganzen Tamtam nichts abgewinnen. Somit auch nicht der "gefühlten" Unzufriedenheit.
Ich setzte mich mit 25 Jahren in einer Branche aufgrund meines Fachwissens gegen ältere, männliche Bewerber durch.
Ps: Es war damit kein "Schäferstündchen'" mit dem Boss Voraussetzung - wäre auch schwer gewesen, da es sich um ein Familienunternehmen handelt(e).
Bis zu meiner Pensi leitete ich das Unternehmen und bei der Auswahl der Mitarbeiter und -innen war mir das Wissen wichtig, nicht das Geschlecht.
Daher halte ich die Quotenregelung für Schwachsinn.
Gute Nacht!
Die Bradnseerin

meschek, 12.08. 21:21

manz, dann nenn´ einmal ... sagen wir: zwei "handfeste Argumente", daß das Geschlecht wichtiger ist als die Qualifikation.

rebekka7, 12.08. 21:43

Ach was, die Sitzverteilung ergibt sich aus einem natürlichen Ursprung, da gibt es nichts zu quotieren.

deladroite, 12.08. 23:04

meschek, diese Frage solltest du besser jenen stellen, die verantwortlich sind, dass die Medizineraufnahmeprüfung in Wien neuerdings nach Geschlechtern getrennt wird :-)

Wo doch das männliche und weibliche Gehirn keinen Unterschied aufweist. Wer das Gegenteil auch nur andeutet wird sogleich an den Femenpranger gestellt (ein Googlemitarbeiter kann ein Lied davon singen......)

mäander, 13.08. 12:52

Wen interessieren eigentlich solche Aufsichtsräte?
Wieviele Frauen würden denn von so einer 30% Quote direkt profitieren? Wenn, dann doch jene, die ohnehin schon eine relativ gute Position haben - die "kleine" Angestellte/Arbeiterin hat nichts davon.

es gibt einfach Unterschiede

wahrsager, 11.08. 20:33

offensichtlich wollen Frauen mehrheitlich gewisse Berufe nicht ausüben, andere Berufe sind hingegen sehr beliebt
so gibt es kaum Frauen im Baugewerbe oder als Formel 1 Fahrer als Autoverkäufer oder eben in Managementfunktionen
dafür gibt es viele Kindergartenpädagoginnen oder Verkäuferinnen in Kleidermodengeschäften
eine Quote im Berufsleben halte ich für total unsinnig
wenn jedoch Quoten eingeführt werden dann bitte nicht einen Beruf (Management) herausnehmen sondern dann verpflichtende Quoten in allen Berufen
damit wären wir dann voll im realen Sozialismus (man erinnere sich an die DDR) angekommen

fraukoziber, 11.08. 20:34

seit wann ist "management"ein beruf?

fraukoziber, 11.08. 20:35

übrigens: auch aufsichtsratsvorsitzende/r ist kein "beruf".

trigo, 11.08. 20:59

Wortklauberei, ist nicht hilfreich.

reservebuddha, 11.08. 23:32

Es ist ganz einfach: Wenn Frauen gewisse Berufe nicht ausüben wollen, wird so eine Quote auch nicht schlagend, denn die beruht ja ausdrücklich darauf, dass die sich Bewerbenden gleiche Voraussetzungen erfüllen.

Ich würde schon zu ein wenig Denkarbeit vor dem Posten raten, wüsste ich nicht, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit sinnlos ist.

reservebuddha, 11.08. 23:33

"damit wären wir dann voll im realen Sozialismus (man erinnere sich an die DDR) angekommen"

Nein, wären wir natürlich nicht, wobei aber tatsächlich die Gleichberechtigung einer der wenigen Aspekte gewesen ist, in denen die DDR dem Westen voraus gewesen ist.

kiscat, 12.08. 01:17

Aufsichtsratsvorsitzender ist ein Beruf.

meschek, 12.08. 21:17

Das mit den Aufsichtsräten ist ohnehin klar: Da sitzen dann Politikerinnen drin, die dorthin abgeschoben werden können.
Wie jüngst in D die SPD-Tante, die dann nach 14 Monaten Aufsichtsrat 13 Mio Abfetigung kassierte, damit sie ihren Posten wieder räumt.

meschek, 12.08. 21:19

`tschuldigung, 12 Millionen
http://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/wirtschaftktnhp/5162318/Zwei-Jahresgehaelter_Zwoelf-Millionen-Euro-Abfertigung-fuer-ein

manz, 13.08. 02:25

Wenn Frauen gewisse Berufe nicht ausüben wollen, wird so eine Quote auch nicht schlagend, denn die beruht ja ausdrücklich darauf, dass die sich Bewerbenden gleiche Voraussetzungen erfüllen.
________________________________________________

Ist es wirklich so, dass eine vorgegebene Frauenquote in Aufsichtsräten nicht erfüllt zu werden braucht, wenn sich keine Bewerberinnen finden oder keine mit gleichen Qualifikationen? Das wäre dann eine glatte Augenauswischerei.

zwosi, 13.08. 14:19

meschek: nur, dass die Dame gar nicht im Aufsichtsrat saß......

zwosi, 13.08. 14:58

und, soviel ich weiß, auch keine Politikerin war.

Erfahrungen aus meinem Bereich

alduran, 11.08. 14:01

Ich möchte euch meine Erfahrung als Gehaltsverrechner in einem Bereich zur Verfügung stellen, in dem eine verpflichtende Frauenquote schon seit mehreren Jahren existiert. Ja, es ist ausdrücklich meine Erfahrung.
Nein, sie war nicht wirklich schlecht, aber besonders gut auch nicht.
Was hat sich mit der Quote verändert? Nichts! Wo früher unfähige Männer mit Vitamin B in führende Positionen gehievt wurden, werden jetzt halt auch teilweise unfähige Frauen mit der Quote in führende Position gehievt. Die, die wirklich gut ihre Arbeit machen und es nicht groß hinausposaunen wie toll sie nicht sind, kommen noch immer zu nichts. Egal ob Frau oder Mann. Wer glaubt, dass Leistung und Qualifikationen etwas zählt, der hat leider keine Ahnung von der Realität. Das Einzige was zählt ist wie man sich verkauft und wie man kurzfristig den Umsatz für Managerboni steigert, egal ob der Gewinn dadurch steigt oder nicht.
So wurde eine Kunststudentin Prozessmanagerin, eine Germanistik-Absolventin Personalchefin und eine Publizistik-Absolventin Key Account Managerin. Alle wohlgemerkt ohne auch nur einen Tag Erfahrung in dem Bereich. Hauptsache abgeschlossenes Studium und Hauptsache Quote erfüllt.
Und das Positive?
Ich habe neue und menschlich interessante Kolleginnen kennengelernt. Eine Chefin bekommen, die einen unfähigen und autoritären Rechthaber ersetzt hat und sich fast schon liebevoll um uns kümmert.
Das teilweise aufbrechen von diversen Netzwerken die sich gegenseitig immer wieder Gefallen getan haben.
In meinem Bereichen hat sich das Arbeitsklima und das Raumklima durch den höheren Frauenanteil verbessert. Meine Kollegin hat fast schon einen Urwald in ihrer Bürohälfte. Außerdem ist sie wesentlich gesprächiger als mein Ex-Kollege.
Mein Fazit:
Verbessert hat sich nur in Einzelfällen etwas, denen mindestens ebensoviele Verschlechterungen gegenüberstehen.
Der Frauenanteil ist in der gesamten Zeit (Quote operativ seit 2005) um sage und schreibe 2% (von 23 auf 25%) gestiegen (Stand 2016). In absoluten Zahlen gesprochen habe wir in unserer Abteilung jetzt um 9 Frauen mehr als vor 12 Jahren. Die Anzahl weiblicher Führungskräfte sind von 3 auf 5% gestiegen. In absoluten Zahlen plus 5 Frauen.
Warum kommen nicht mehr Frauen?
Mangelndes Interesse am Betätigungsfeld der Firma. Das hat leider nichts mit Bildung, Erziehung oder Benachteiligung zu tun.
Gleiches sehe ich bei meiner Tochter. Interesse an Technik null, obwohl mehrfach versucht sie zu begeistern.

melhut, 11.08. 14:50

"Mangelndes Interesse am Betätigungsfeld der Firma. Das hat leider nichts mit Bildung, Erziehung oder Benachteiligung zu tun."

Und genau in diesem Punkt muss ich dir leider widersprechen. Frauen kommen nicht mit einem mangelnden Interesse an Technik zur Welt. Sie werden von der Gesellschaft dazu gemacht. Eltern haben nur begrenzt die Möglichkeit, diesen Einflüssen entgegenzuwirken. Und selbst das geht nur, wenn es den Eltern auch selbst bewusst ist.

Ansonsten eine sehr interessante Geschichte.

sodenkeich, 11.08. 17:14

Der Erfahrungsbericht - ich denke das er die Sache fast trifft.
Habe mehr als 40 Jahre Beruferfahrung - unselbstständig doch einiges erreicht, dann selbstständig, Quereinsteiger überall wie es schlimmer gar nicht geht laut Lehrbuch.
So jetzt zum Unterschied Männer und Frauen - wer sagt die gibt es nicht - der lügt oder MUSS lügen.
Frauen sind klüger - sage ich mal so - wer in der Techink gut sein will - bis auf ein paar Ausnahmen - hat nichts anders im Kopf - Tag und Nacht - auch wenn er schläft kommen Lösungen, so vernarrt sind Frauen selten, viel mehr Männer, und wenn man mit dem Kopf mehr dran arbeitet wird man auch das besser können - daher wird man sich da profilieren.
Frauen haben ganz andere Stärken, die ich als Mann gar nicht bewerten kann und will, aber ein Mix ist sicher sehr gut, davon bin ich überzeugt, wenn ich auch sicher bin das es Erfolgsgeschwindigkeit reduzieen wird in vielen Fällen, aber ich glaube Erfolgsqualität steigern wird.
Aber es verlangt viel Geschickt in der Führung, wenn das funktioniert bringt es was, aber der Weg ist steinig.
Einen Satz zum Schluss - mein alter Chef sagte mir immer : Nimm die Leute wie sie sind, nutze was brauchbar ist - akzeptiere was man nicht brauchen kann, nur wenn sich herausstellt das da gar nichts zu brauchen ist trenne dich.

trigo, 11.08. 21:05

@alduran
vieles kommt mir bekannt vor
@melhut
Mann und Frau sind gleichwertig aber nicht gleichartig sagt uns die Wissenschaft. Frauen sind in vielen Bereichen überlegen, die Technik gehört nicht dazu.

reservebuddha, 11.08. 23:54

"Und genau in diesem Punkt muss ich dir leider widersprechen. Frauen kommen nicht mit einem mangelnden Interesse an Technik zur Welt. Sie werden von der Gesellschaft dazu gemacht."

Diesbezüglich bin ich nach meiner Erfahrung nicht sicher. Ich habe Frauen erlebt, die von typischen "Männer-Themen" fasziniert sind, allerdings nur sehr wenige. Ich habe viel erlebt, die sozusagen zum Zwecke studiert haben, einen Job zu bekommen, und zwar die überwiegende Mehrheit der Frauen in diesem Bereich, mehr als Männer. Die Begeisterung und Faszination, mit der viele Frauen an andere Themen gehen, habe ich von ihnen grade in diesem Thema nicht so oft erlebt, trotzdem aber vergleichbare Kompetenz (erstaunlicherweise, denn ich könnte keine Kompetenz auf einem Gebiet aufbauen, das mir am A.. vorbeigeht).

Ich sage damit: Ich weiß es nicht. Aus meiner Erfahrung könnte ich nicht sagen, woraus sich das ergibt. Vielleicht ist es eine Fehlwahrnehmung meinerseits, vielleicht eine andere Art, sich den Themen zu nähern (wobei ich bei Frauen Begeisterung und Hingabe auch nicht andes Wahrnehme als bei Männern, nur eben statistisch auf anderen Gebieten, also glaube ich weniger, dass es das ist). Ich erinnere mich auch nicht, selbst in eine bestimmte typisch männliche Richtung getrimmt worden zu sein.

An Intelligenz und Kompetenz sehe ich allerdings keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Bloß immer wieder an der Interessenslage, und ich bin nicht sicher, ob die These von der Anerzogenheit hält. Die ist mir ehrlich gesagt zu simpel gestrickt, und scheint mir genau so wenig plausibel wie die (für sich genommen noch dümmere) biologistische Variante.

manz, 13.08. 02:33

Frauen werden nicht von der Gesellschaft am Interesse an Technik gehindert. Die unterschiedlichen Interessen von Mädchen und Buben sieht man schon im Kleinkinderalter, wo sie mit der "Gesellschaft" noch gar nicht in Berührung gekommen sind.

Völlig unsinnig, da bekommst dann in der Privatwirtschaft

gscheitbär06, 10.08. 19:40

zwangsweise so Damen ala Frauenberger, Braunes, Vasilakou, u. a. zwangsweise vorgesetzt.

iwasois, 10.08. 19:57

Genau und aufs Auge gedrückt, mit einem Portfolio das sie, wie man sieht nicht schaffen.

arbes, 10.08. 21:51

Aber nur , wenn sie gleichwertig wie der Mann ist. Aber das zu beurteilen wird schwierig.

geier, 11.08. 08:32

Witzig....es geht nur um "rote Quoten". Erinnert sich niemand vob diesen Kampfpostern an eine Rauch Kallat? Oder an sas Sprachtalent Benita sowieso?

reservebuddha, 11.08. 11:56

Stimmt, das ist wirklich ein Drama, da wir ja bekanntlich NUR total geniale, integre, ja fast schon heilige Männer in der Politik und Wirtschaft haben! *zerkugel*

zwosi, 11.08. 12:00

cih erinnere mich, geier, sogar an Damen wie Gehrer, Sickl. Forstinger....(und an Herren wie Krüger, Reichhold, Haupt) etc.

poli2, 11.08. 13:47

ja, es gibt auch genug abschreckende beispiele bei den männern.

aber wien ist echt arg. wehsely (die ist gsd eh schon weg) und sima bitte nicht vergessen!

reservebuddha, 11.08. 23:56

Wien ist diesbezüglich auch nicht ärger als andere Bundesländer, aber man stellt es gerne so dar, weil das Wien-Bashing dann effizienter ist.

gewogen und für zu leicht befunden

trigo, 10.08. 19:29

Am 6. Juli finden an allen drei medizinischen Universitäten Österreichs wieder die Eignungstests für das Medizinstudium statt. In Wien gibt es dieses Jahr eine Neuerung: Die Auswertung des Eignungstests (EMS-Test) erfolgt getrennt nach Geschlechtern. Das hat die Medizinische Universität Wien im Dezember 2011 in ihrem Mitteilungsblatt verkündet. "Die Ermittlung des Testwerts erfolgt genderspezifisch", heißt es dazu in Paragraf 10. Man reagiert damit auf das schlechtere Abschneiden der Bewerberinnen im Vergleich zu den Männern. An der Medizin-Uni Wien waren 2011 rund 56 Prozent der Testteilnehmer Frauen (2010: ebenfalls 56 Prozent), nach der Auswertung betrug die Frauenquote bei den zum Studium Zugelassenen aber nur 43,1 Prozent, geringfügig mehr als 2010 (42 Prozent). Die Medizin-Uni Wien will diese geschlechterspezifische Unausgewogenheit mit einer neuen Auswertungsmethode ausgleichen. - derstandard.at/1331207289145/Medizin-Uni-Wien-Frauen-werden-bei-Aufnahmetest-milder-beurteilt

http://derstandard.at/1331207289145/Medizin-Uni-Wien-Frauen-werden-bei-Aufnahmetest-milder-beurteilt

iwoaßjaanitwarum, 11.08. 02:49

Man kann mich gerne als altmodisch bezeichnen, aber bei dem auswahlverfahren für menschen deren professionalität jeden tag über leben und tod entscheidet, wünsche ich mir auch professionalität als einziges auswahlkiterium.

Es ist ja eine sache wenn man mit diesem genderunsinn bei irgendwelchen aufsichtsratspositionen herumexperimentiert, aber doch bitte nicht bei medizinischem personal.....da kann man sich doch wirklich nur an den kopf greifen.

trigo, 11.08. 07:43

Die Quote wird über die Eignung gestellt.
Die Benachteiligung der Frauen erweist sich als Mär.
Ich zweifle auch den großen Gehaltsunterschied in Österreich an.
Ich denke hier wurde "schöngerechnet".

zwosi, 11.08. 12:06

sorry. trigo, so ist eine vernünftige Diskussion nicht möglich. Der Unterschied von € 11 Stundenlohn für Frauen und € 14 für Männer ist nun mal ein Fakt. Man kann lange darüber streiten, ob es sich dabei um Diskriminierung handelt oder ob es nachvollziehbare Gründe dafür gibt, ob Änderungsbedarf besteht oder eh nicht etc etc.
Was man (bei vorausgesetzter Ernsthaftigkeit) nicht kann, ist, die DIfferenz einfach leugnen.

melhut, 11.08. 12:34

Hier ein interessanter Artikel zum eingesetzten Eignungstest:
http://derstandard.at/1331779733863/Kommentar-zum-EMS-Ein-erniedrigender-Loesungsansatz

Ich muss der Autorin zustimmen. Anstatt die Ergebnisse eines schlecht konzipierten Tests geschlechtsspezifisch auszuwerten, sollte man lieber den Test verbessern.

poli2, 11.08. 13:52

der test ist für männer und frauen gleich gut/schlecht!

melhut, 11.08. 17:27

"poli2,schrieb am 11.08. 13:52eine Antwort:
der test ist für männer und frauen gleich gut/schlecht!"

Kannst du diese Meinung rational begründen?

trigo, 11.08. 19:44

@zwosi
Lies mals das!
https://www.profil.at/home/einkommen-loehne-die-wahrheit-ungleichheit-323607

trigo, 11.08. 20:51

@melhut
Ein guter Test ist nicht der, der eine Quote von 50 zu 50 ergibt.
Die Quote sollte kein Kriterium sein.

Last die Besten arbeiten und keine Quoten.

blumenstrauß, 10.08. 16:10

Egal ob Frau oder Mann nur die Besten werden bei meiner Firma eingestellt.

kiscat, 10.08. 18:50

Wer kennt irgendwo ein Lohnschema, bei dem es Unterschiede nach dem Geschlecht gibt?

iwasois, 10.08. 19:18

Frauen, sollten sich eine Quote nicht gefallen lassen.

zwosi, 10.08. 19:27

kiscat: ein solches Schema gibt es nicht. Aber typische Männerberufe haben bessere Lohntabellen als typische Frauenberufe.
Faktum bleibt, dass Frauen pro Stunde 11, Männer jedoch 14 € verdienen.

iwasois, 10.08. 19:55

@zwosi; wie sollte nun die Entlohnung im Gegensatz zu den Männern aussehen???

franzjosef1957, 11.08. 07:36

Fakt ist auch, daß manche Männer mehr verdienen als andere Männer. im gleichen Beruf. Sie verkaufen sich eben besser.
Es gibt auch Frauen, welche im gleichen Beruf mehr verdienen als andere.
D.h. Nur mehr Kollektivlohn, freiwillige Überzahlungen müßten verboten werden.
Fakt ist aber auch, daß Frauen im Handel arbeiten, wo es eben leider üblich ist, viele Stunden nicht zu bezahlen.
Als (Frauen)Minister punktet man eben mehr, zu schreien, daß Frauen benachteiligt sind, als sich gegen die meist ausländischen Konzerne durchzusetzen. Arbeit wäre es auch viel mehr

iwasois, 11.08. 13:12

@FJ; Männer oder Frauen, verkaufen sich nicht besser, sondern leisten unterschiedlich und werden danach bezahlt.
Nur wer mehr kann und auf Dauer leistungsfähiger, flexibler, verlässlicher usw. ist, wird besser entlohnt als der KV vorschreibt.
Natürlich muss er sich dessen bewusst sein und es auch verlangen.
Kein Unternehmer wirft seinem Mitarbeiter Geld nach, er versucht die Leistung wie alles andere, so billig als möglich zu bekommen.
Das ist ganz einfach Geschäft und Unternehmertum.

Wirklich interessante Gleichzeitigkeit von zwei Meldungen:

yeti59, 10.08. 10:58

1. die Entlassung eines Google-Mitarbeiters, weil er geschrieben hatte, Frauen seien „offener gegenüber Gefühlen und gegenüber Ästhetik“ und würden sich "eher für Menschen Interessieren".
2. Gendergap beim Aufnahmetest für das Medizinstudium, noch dazu trotz der speziell für weibliche Kandidaten hinzugefügten Testteile „Soziales Entscheiden“ und „Emotionen Erkennen“.

Von Ingeborg Bachmann stammt der Satz: "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar."
Für Google gilt das offenbar nicht! Dort wird man gefeuert, wenn man die Wahrheit sagt!

gerry49, 10.08. 11:23

In einer Welt, in der die veröffentlichte Meinung immer mehr von der wirklichen Meinung der Menschen und von den Tatsachen abweicht, wundert mich das nicht.
Hätte Google den Mitarbeiter nicht gefeuert, wäre ein Shitstorm über die Firma hereingebrochen, der Google weit mehr geschadet hätte, als einen (möglicherweise guten) Mitarbeiter zu verlieren.
Man stelle sich einmal den entgegengesetzten Fall vor:
Eine Mitarbeiterin schreibt in einem Memo, dass Männer aggressiver und rücksichtsloser sind. (Was genau so der Wahrheit entspricht, wie das Frauen offener gegenüber Gefühlen und gegenüber Ästhetik sind und sich eher für Menschen Interessieren.)
Beide Aussagen sind wahr, doch die eine darf man (Frau) tätigen, bei der anderen verliert man (Mann) seinen Job.

audiophil, 10.08. 13:09

Korrekt. Unter anderem deswegen bin ich beruflich niemals mit einer meiner Mitarbeiterinnen allein in einem geschlossenen Raum. Es ist immer die Türe offen und die Rollos sind oben. Ich habe absolut keine Lust mir mein Leben von einer Frau zerstören zu lassen. Generell bin ich bei Frauen sehr vorsichtig u.a. auch was Scherze oder Floskeln anbelangt. Ist heutzutage einfach sinnvoller.

greensoul, 10.08. 13:36

Ist schon eine geile Welt die wir uns gerade basteln. Am besten sagst du nämlich gar nix mehr öffentlich was irgendwie die Geschlechter betrifft.

Darf man eigentlich noch sagen dass der Mann einen Penis hat oder ist das auch schon diskriminierend für irgendjemand? ;)

gerry49, 10.08. 16:16

@audiophil
Wenn eine böse Mitarbeiterin ihren männlichen Vorgesetzten loswerden will braucht sie nur folgendes zu tun:
Sie wartet bis ihr Vorgesetzter alleine in einem Raum (z.B. Teeküche) ist, geht dann zu ihm und beginnt laut zu schreien, dass sie unsittlich berührt wurde.
In 9 von 10 Fällen ist der Vorgesetzte am nächsten Tag Geschichte.

melhut, 10.08. 17:39

Ihr seid wahrlich nicht zu beneiden, angesichts der Angstwelt, in der ihr lebt.

Zusatzfrage: hat irgendwer das Manifest des Google-Mitarbeiters gelesen? Wohl kaum. Ich schon, daher weiß ich, dass da ein paar gute Sachen, aber auch ein paar weniger gute drin standen. Gefeuert hätte er deshalb nicht müssen, wenn es nach mir gegangen wäre. Aber Kritik ist durchaus berechtigt.

alduran, 11.08. 08:32

@melhut ich habe das Manifest gelesen auf diversitymemo.com.
Ich kann die Hysterie auch nicht ganz verstehen. Der Herr ging die Sache äußerst sachlich und mit fundierten Aussagen an. Wenn man natürlich einen Teil aus dem Kontext reißt, siehe die zitierten Zeilen in den Medien über die emotionale Zugänglichkeit von Frauen, dann kann man daraus natürlich Sexismus konstruieren.

Jeder Arbeitgeber wäre ein Trottel, wenn er ...

yeti59, 10.08. 10:16

... bei tatsächlich (?) gleicher (?) Arbeit (Leistung) Männer zu einem höheren Lohn anstellen würde, anstatt Frauen zu einem geringeren Lohn. Aber eben nur "wäre"! Und warum passiert das nicht?
So viel zu "gleicher Lohn für gleiche Arbeit".

zwosi, 10.08. 10:48

Es geht nicht um irgendwwelche slogans, sondern schlicht darum, dass der Median der Bruttostundenlöhne für Frauen bei etwa 11 € liegt, für Männder bei ca 14 €.
Es werden einfach in Berufen, in denen Frauen überrepräsentiert wird, geringere Löhne gezahlt als in sogenannten Männerberufen.

gerry49, 10.08. 11:13

Der Handelskollektivvertrag weist schon seit Jahrzehnten niedrigere Steigerungen aus, als der Metaller-KV.
Im Handel arbeiten weit mehr Frauen als in der Metallverarbeitenden Industrie.
Das, und der Umstand, dass viele Frauen (familienbedingt) nur halbtags arbeiten, ist sicherlich ein Grund für die niedrigeren Durchschnittsgehalt der Frauen.
In den allerwenigsten Fällen werden Frauen für die gleiche Tätigkeit (selbst falls sie schlechtere Leistung als Männer brächten) ungleich bezahlt.

zwosi, 10.08. 13:01

gerry: ja. Die Teilzeitproblematik spielt allerdings beim oben angestellten Vergleich der Stundenlöhne naturgemäß keine Rolle.

hakim, 10.08. 13:31

jedem vernünftig denkenden - also keine rotgrünen ;-) - ist klar, daß Frauen im arbeitsprozeß irgendwann ein Kind kriegen könnten und dann aus der arbeit womöglich auf Nimmerwiedersehen sich kostspielig verabschieden.

also wird ein arbeitgebner damit auch finanztechnisch rechnen müssen indem er deren lohnkosten geringer veranschlagt ;-)

zwosi, 10.08. 19:30

bei den über 40 jährigen ist es wesentlich wahrscheinlicher, dass ein Mann Vater als eine Frau Mutter wird.

gaetan, 12.08. 14:08

Stimmt, allerdings sind die jeweiligen Auswirkungen auf die Firma sehr, sehr verschieden. Einmal mehr unvergleichlich.