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Woher kommt der digitale Rückstand Österreichs?

Der neueste OECD-Länderbericht zu Österreich zeigt, dass weite Teile des Landes aus IT-Muffeln bestehen. Was bedeutet das für die Wirtschaft? Warum ist hierzulande ein Problem, was etwa in Skandinavien selbstverständlich ist? Woher kommt der digitale Rückstand Österreichs?

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digitaler Rückstand Österreichs

klakanica, 22.07. 12:36

Wenn, wie die Pisa-Studien immer beweisen, das Schreiben und sinnerfassende Lesen Probleme machen, kann es mit dem Lernen und bei IT-Kompetenz nicht weit her sein. Sich auf einem Handy auszukennen oder den Fernseher 'programmieren' zu können, zeugt von keiner IT-Kompetenz. In Ö hapert es am Grundsätzlichen, nämlich an mangelnden Deutschkenntnissen (natürlich auch an Mathe-Kenntnissen) und das nicht nur bei Migranten. Es wenn man diese grundsätzlichen Dinge beherrscht, kann man einen Schritt weitergehen und versuchen sich eine IT-Kompetenz beizubringen.

c3po, 22.07. 15:06

Studien sagen oft wenig aus. Man kann davon ausgehen dass eine hohe unqualifizierte Zuwanderung jedes Studienergebnisse nach unten drückt.
Bei der IT Studie zeigt sich dass Österreich bei den gut ausgebildeten Fachkräften überdurchschnittlich ist, bei den gering Verdienern aber unterdurchschnittlich.
Wenn man das mit skandinavischen Ländern vergleicht, die eine relativ geringere unqualifizierte Zuwanderung haben dann wird man in Studien einfach schlechter abschneiden.
Länder wie Kanada mit einer extrem hohen Quote an qualifizierter Zuwanderung - Pässe nur an Asse - aber besser da stehen.
...
Der gut ausgebildete Österreicher ist aber Top.
Das Problem wird eher sein wie man die gut ausgebildeten Leute im Land hält. Wenn man die Schleusen öffnet und Zuwanderung ohne Ende statt findet. Dann werden jene die es können (die Asse) sich in Länder absetzen wo es weniger unqualifizierte Zuwanderung gibt.

ösirepublik, 22.07. 15:46

die Zuwanderung macht nur 1-2% aus ..
der Rückstand beim Rest der "EInheimischen" kommt woher ?
vom Bildungssystem ... und der mangelnden Qualifikation der Lehre sowie der veralteten Ausrüstung an den Schulen ...

c3po, 22.07. 17:02

Zitat
"die Zuwanderung macht nur 1-2% aus .."
Ich denke der Anteil der Zugewanderten an der Bevölkerung ist ein wenig höher.
....................
"der Rückstand beim Rest der "EInheimischen" kommt woher ?"
.....
Welcher Rückstand ?
Bei den Fachkräften liegt Österreich über dem Durchschnitt.
Wir haben ein sehr gutes Bildungssystem.

"Digitale Rückstand"

übrigens, 21.07. 22:19

Wenn man ihn beklagt, solte man dazusagen, was konkret gemeint ist. Digitalisierung ist ein derart allgemeiner Begriff, daß er für sich allein völlig nichtssagend ist!
Was wird beklagt? Wer soll sich womit auskennen und was ist mit auskennen gemeint?

fernsehwastl, 22.07. 09:03

laut statistik sind die deutschen - wieder einmal - besser als wir. interessanterweise war heute im teletext zu lesen, dass 53% der unternehmen in D schon mal opfer von cyberangriffen waren. mit einem schaden von 55 Mrd Euro...

Vielleicht wollen die Österreicher instinktiv

grasti506, 21.07. 07:20

kein Diktat und Ausgeliefert sein, jenen, die sich in der digitalen Welt besser auskennen als Du. Das gibt's nicht? ich erinnere mich jedesmal d'ran, wenn ich eines meiner 4 Kinder winselnd um Hilfe bitten muss, wenn auf meinem ipad, Mobiltelefon oder PC was nicht so läuft, wie's soll. Es werden sich noch viele Schlaumeier wundern. Wird die Welt einmal von jenen beherrscht, die sich digital gut auskennen und so den Rest der Menschen in Abhängigkeit halten können?

geier, 21.07. 08:16

So war es wohl auch, als die Schrift erfunden wurde.

prisma, 21.07. 14:27

geier
schreiben ist eine Kunst,
diese Kunst wird aber schon zunehmend obsolet
denken folgt im Gleichschritt

grasti506, 21.07. 16:10

@geier, JA, und lesen, den "Wissenden" lag immer schon die Welt zu Füßen. Noch vor 60,70 Jahren ging noch so mancher zum Lehrer oder Pfarrer um sich ein Schreiben interpretieren zu lassen, oder?

fernsehwastl, 22.07. 09:01

grasti
Wird die Welt einmal von jenen beherrscht, die sich digital gut auskennen und so den Rest der Menschen in Abhängigkeit halten können
------------------
ähnliches hatten wir schon. erinnere dich an die umstellung von 1999 auf 2000. welche panik im vorfeld da schon verbreitet wurde, und softwarefirmen schaufelten vermögen. ein bekannter sagte mir, dass in jedem PC 4 uhren laufen. gratissoftware downgeloadet, PC auf 31.12.1999 23:59 gestellt, 2 minuten gewartet, nichts passiert. wenn 2 bestimmte uhren auf 2000 umspringen, ist der PC 2000er fit. zeitaufwand 10 minuten, kosten Null...wenn man's weiss..wird heute nicht anders sein...

grasti506, 22.07. 10:21

@fernsehwastl, Du verwechselst da was. Du kannst einen Jahrtausendsprung oder eine Währumsumstellung ( da war nämlich genauso eine Panik, nicht mit der
er allgemeinen Digitalisierung der Gesellschaft oder der Kultur vergleichen. Nimm einmal andre Szenarien, wo Du in fremde Systeme eindringen kannst, Daten klauen kannst, fremde SMS mitlesen kannst (gibt's schon, auch für Private).

fernsehwastl, 22.07. 10:37

grasti
ich verwechsel da nix, ich bin auf dein post von "digitaler weltbeherrschung" eingegangen, und wie abhängig und ausgeliefert wir heute dieser digitalen welt sind. siehe Wana Crypt0r 2.0 vor 2 monaten. hier wurden daten verschlüsselt und man musste sich mit bitcoins freikaufen. bitcoins kann man niemanden zuordnen, so passiert das total anonym. genauso wurde der 1999/2000 er sprung ausgenutzt. damals allerdings legal...

Was ist mit digitalen Rückstand gemeint?

ebf01, 21.07. 06:32

Weniger leicht zu überwachen?
In dem Fall bin ich gerne ein wenig rückständig

geier, 21.07. 08:17

Sind sie sowieso, wie der Frage an sich zu entnehmen ist.

tlw sind die Internetverbindungen am Land eine Zumutung

hahnemann, 20.07. 18:10

Der Ausbau läuft schon lange und ist nicht zu sehen

geier, 20.07. 20:16

Das ist auch der "Erfolg" einer schlechtgemachten Deregulierung des Marktes in der EU

xx1xx, 21.07. 08:29

Das ist eine Folge der Bekämpfung von Handymasten in der Ausbauphase. Die ist noch heute zu spüren. Wo man aufgeschlossen war gegenüber neuen Technologien, surft die Jugend heute am eigenen Hof. Wo man es die Alten als Teufelszeug verbannt haben, gab es keinen Ausbau, die Jugend wandert nun ab.

kerberos, 21.07. 11:00

Also ich kenne persönlich eine ganze Menge Leute, die absichtlich von Handymasten WEG in recht handyfreie Zonen gezogen sind, eben weil sie nicht ständig in der Strahlung sitzen wollen.

zwosi, 21.07. 11:29

kerberos: vermutlich kennst du aber weit weniger Leute, die tatsächlich auf die Nutzung eines Mobiltelefons verzichten.

vollgegeneu, 21.07. 13:58

Das ist eine Folge der Bekämpfung von Handymasten in der Ausbauphase

Wer bitte nutzt daheim LTE als Internet? Da gibts doch kein echtes Datenvolumen. Wie schaut man da IPTV, Mediatheken?
Und für den Standard, Kurier braucht man wirklich kein 3G.

Aber A1 rüstet doch jeden Ort mit Breitband aus, aber bei den Preisen nimmts aber keiner. Da nehme ich doch andere Anbieter über Kupfer wo man zumindest 3 Mbit leitung hat.

kerberos, 21.07. 14:55

Also ich hatte bis letztes Jahr kein Handy (und schon gar kein Smartphone) und die genannten Leute, die auf's Land gezogen sind, nutzen natürlich auch kein Handy, sonst würde es ja keinen Sinn machen, von Handymasten weg zu ziehen.

zwosi, 21.07. 21:00

kerkeros: ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Leute tatsächlich irgendwohin ziehen, wo es keinen Handy-empfang gibt. Nicht, weil sie das nicht gerne täten, aber weil sie solche Orte nicht finden werden.

kerberos, 22.07. 01:00

Also ich komm grad von 2 Wochen Urlaub zurück, wovon ich mind. die Hälfte der Zeit KEINEN Empfang hatte.

ösirepublik, 22.07. 15:49

eben, das ist bei uns auch so ..
raus aus den balllungszentren, und schon wird's "analog" ....
nicht mal durchgehend auf den Autobahnen kann man telefonieren, geschweige denn Daten empfangen ...

zwosi, 22.07. 16:23

kerberos: ich schaff das nicht. Wir haben zwar hier in der Gemeinde eine Bevölkerungsdichte von 7, aber dennoch mehrere Mobilnetze.

Ich vermute übrigens,

zwosi, 20.07. 17:21

dass gut 90 % der Leute, die ihre eigenen "Computerkenntnisse" als gut bis sehr gut einschätzen, nicht in der Lage sind, ein noch so simples Programm in welcher Sprache auch immer zu schreiben.
Nebbich digital natives.

it21, 20.07. 17:48

Das ist wohl richtig.
Ich habe auch gehört, dass die meisten Leute,
die meinen, gute medizinische Kenntnisse zu
haben, nicht einmal zu einfachen, chirurgischen
Eingriffen in der Lage sind...

derwolf, 20.07. 18:04

In einer einfachen Programmiersprache auszuprobieren, wie man Computer zum Laufen bringt, macht durchaus Sinn, damit man die Technik besser versteht. Aber die meisten Menschen - das könnten die von dir geschätzten 90 Prozent sein - brauchen keinerlei Programmierkenntnisse, wollen sie die Vorteile der digitalen Technik zum beruflichen Nutzen einsetzen. Sie müssen in einfachen Berufen Programme richtig bedienen können, in Führungspositionen Chancen erkennen und die besten Lösungen finden.

hahnemann, 20.07. 18:08

Viele Leute können angeblich auch gut kochen

it21, 20.07. 18:13

Einfache Programmiersprachen waren früher.

Jetzt hat man dann z.B.
Eclipse, Maven, Spring, Hibernate,
das Ganze dann unter SVN oder GIT,
eine Unmenge an Frameworks, etc.

Wozu sollte jemand, der nicht direkt an der
Programmierung Interesse hat, das ausprobieren
wollen ?

geier, 20.07. 20:28

Ich vermute, mit dem Anspruch von zwosi hätte z.b. der elektrische Strom nur bei Elektrikern Einzug in die Wohnung gehalten

zwosi, 21.07. 08:38

geier: da hast offensichtlich nicht wirklich gelesen. Ich hab nicht thematisiert, dass Laien Computer verwenden, sondern dass sie sich für Experten halten. Und selbst das hab ich völlig wertfrei angeführt.

diefackel, 20.07. 17:20

Der digitale Rückstand Österreichs resultiert aus allgemeinen Schwächen seines Bildungssystems. Wie ja auch der Bericht des ORF dazu klar artikuliert, sind es nämlich die Minderqualifizierten, die dabei den Rückstand verursachen, also genau jene Menschen, die z.B. in anderen Studien aufgrund ihrer Leseschwächen auch Probleme mit dem Erfassen von Inhalten zeigen. Allzu oft wird vergessen, dass digitale Inhalte und der Umgang damit nur eine technische Weiterentwicklung konventioneller Formen von Kommunikation, Wissensverarbeitung etc. darstellen. Es nützt daher nichts, Kindern, die nicht einmal richtig lesen können, Tabletts in die Hand zu drücken. Unser Bildungssystem sortiert Menschen entlang sozialer Grenzen aus, die Digitalisierung verschärft diese Kluft.

diefackel, 20.07. 17:31

Klar sollte sein, dass die Digitalisierung und die dauernde Verbindung zu Netzen und ihren Services das Leben jedes Einzelnen und das Zusammenleben massiv verändern werden. Dieser Prozess ist meines Erachtens unumkehrbar und hat möglicherweise das Ausmaß eines veritablen Evolutionsschrittes.

zwosi, 20.07. 19:34

fackel; jo eh .... Das Zusammenleben der Menschen im postsozialen Zeitalter hat schon sehr gelitten, der direkte Kontakt der Leute miteinander verschwindet, zuletzt wird sich die Menschheit in voll verdrahtete Monaden auflösen.

xx1xx, 21.07. 08:32

Diese Konditionierung erfolgt von den Eltern. Zu viele Kinder sind bei ihren Eltern einfach unerwünscht. Das ist eine Folge der Suchtkrankheiten bei den Eltern, allen voran der Nikotinsucht.

reservebuddha, 21.07. 18:32

"Es nützt daher nichts, Kindern, die nicht einmal richtig lesen können, Tabletts in die Hand zu drücken."

Richtig. Danke!

"Diese Konditionierung erfolgt von den Eltern. Zu viele Kinder sind bei ihren Eltern einfach unerwünscht. Das ist eine Folge der Suchtkrankheiten bei den Eltern, allen voran der Nikotinsucht."

Nicht, dass, Rauchen unbedingt gesund wäre, oder es gut wäre, vor Kindern ständig zu rauchen (also ja, Eltern sollten das möglichst nicht tun), aber zu behaupten, dass Kinder rauchender Eltern sich daher unerwünscht fühlen, ist Tinnef.

ösirepublik, 22.07. 15:51

ganz einfach:
Warnhinweis auf die Zigarettenpackung:
"Rauchen schadet den IT-Kenntnissen ihrer Kinder" ....

Ich WARNE vor der Digitalisierung der Schule

reservebuddha, 20.07. 13:26

In einer Volksschule hat sowas überhaupt nichts verloren. Ab 10 vielleicht in Maßen. Insbesondere die Unsitte, Einschulungen für die Produkte eines ganz bestimmten Anbieters fix in den Unterricht zu integrieren, ist eine unlautere Förderung und eine Wettbewerbsverzerrung seitens des Staates.

Noch viel schlimmer allerdings sind die Folgeschäden des Anfixens von Minderjährigen mit dieser Art Droge.

Man soll ruhig "digital rückständig" bleiben, wenn dafür der Rest des Bildungsniveaus passt. Dann lässt sich das in geeignetem Alter nämlich umso leichter aufholen.

martell, 20.07. 14:16

Blödsinn... an dem Beitrag sieht man ja was dass wirkliche Problem ist...
und zwar dass die meisten Menschen ja überhaupt keine Ahnung haben was "Digitalisierung" überhaupt bedeutet.

Das hat ja nichts mit "Internetsurfen" zu tun...

sondern da geht es darum Programmiersprachen zu verstehen und zu erlernen die die Quelle, den Ursprung einer technologischen Welt bedeuten die uns die nächsten Jahrzehnte massiv prägen wird....

Vergleichbar mit der Schrift... mit der Sprache mit Fremdsprachen etc...

Und hier kann man gar nicht früh genug anfangen Menschen in Kontakt mit dem Alphabet, mit der philosophischen Dimension von Sprache und Schrift diverser Programiersprachen zu bringen....

martell, 20.07. 14:28

sprich, dass Kinder von klein an lernen, dass sie es sein können welche die Technik gestaltet und nicht umgekehrt... wäre doch eine der zentralsten Zukunftsfragen überhaupt.

Denn eines ist klar.. die Technik, die Digitalisierung wird massive Sprünge vorwärts machen... und es geht einfach darum ob unsere Gesellschaft in der Lage sein wird schlicht und einfach "Bücher lesen und verstehen zu können" oder ob man "Bücher" einfach als Abstellflächen, oder Brennmaterial verwendet.....

Momentan sind wir auf einem geistigen Stand vergleichbar mit dem Mittelalter. Wo einzig Mönche und Geistliche in der Lage waren zu lesen, aber die masse der Leute keine Ahnung davon hatte welch Möglichkeiten Schrift und Bücher für die eigene Weiterentwicklung haben könnten...

kerberos, 20.07. 14:38

Wenn du Kindern versuchst, programmieren beizubringen, obwohl sie noch nicht mal ordentlich lesen können, hast du ein Problem. Ich weiß in dieser Hinsicht, wovon ich spreche. Leider.

Als Informatikerin vertrete ich die Meinung, daß man in der Volksschule Deutsch, Mathe, Sachunterricht sowie Handarbeiten und Musik haben sollte, wobei Programmieren vielleicht als eine Form von Handarbeiten durchgehen kann, so wie Weben oder das aneinanderleimen von Holzblöcken, um ein Vogelhaus zu machen, aber eben nicht als eigenes Fach, sondern (z.B. in Form von "Scratch") als ein Teil des kreativen Gestaltens. Als eigenes Fach würde es viel zuviel Zeit fressen, die man für Dinge braucht, die für Kinder grundlegender wichtig sind, um erst mal sich selbst zu entwickeln. Ich hab teilweise mit Kindern zu tun, die nicht nur nicht lesen und nicht rechnen können, sondern sich auch nicht die Schuhe zubinden, keine Schere benutzen und einen Stift in der Faust halten, noch nie in ihrem Leben eine Kuh oder ein lebendes Schaf gesehen haben und deren Aufmerksamkeitsspanne ca. 5 min beträgt. Aber hauptsache sie haben mit 5 schon ein Smartphone, auf dem sie herumwischen... Das ist nicht nützlich für die Entwicklung, und ich finde echt nicht, daß man dem in der Volksschule noch mehr Raum einräumen muss.

kerberos, 20.07. 15:12

Oh, fast vergessen, Turnen sollte man in der Volksschule natürlich auch haben, und zwar nicht nur in der Variante Fußball spielen, sondern auch mit WANDERN.

reservebuddha, 20.07. 16:11

"und zwar dass die meisten Menschen ja überhaupt keine Ahnung haben was "Digitalisierung" überhaupt bedeutet.

Das hat ja nichts mit "Internetsurfen" zu tun...

sondern da geht es darum Programmiersprachen zu verstehen und zu erlernen die die Quelle, den Ursprung einer technologischen Welt bedeuten die uns die nächsten Jahrzehnte massiv prägen wird...."

Ich weiß ziemlich genau, was theoretische Informatik bedeutet. Aber um da überhaupt einzusteigen, braucht man die anderen Kulturtechniken. Man steigt ja auch nicht als Volksschulabgänger in die höhere Wissenschaft ein.

Das Lernen von irgendwelchen Software-Paketen halte ich jedenfalls für eine idiotische Art, da einzusteigen. Das wäre so, als würde man den Turn-Unterricht als Vorbereitung zu einem Medizin-Studium interpretieren, nur dass Leibesübungen wichtig sind, während das Beherrschen eines Schreibprogramms von Anbieter A, und nicht-Beherrschen desselben von Anbieter B einfach nur idiotisch ist.

kerberos, 21.07. 14:59

Die Sache ist die: Es ist wichtig, den Umgang mit z.B. Textverarbeitungsprogrammen zu lernen. Dazu nimmt man eben irgendein Textverarbeitungsprogramm - oder auch zwei. Aber man sollte eines davon bedienen lernen, um die Grundkonzepte zu lernen, übertragen auf andere Programme muß man es dann halt selbst. Aber von Microsoft Office auf Libre Office oder Open Office umzusteigen oder umgekehrt ist jetzt nicht unzumutbar schwer, wenn man mal gecheckt hat, wie das mit dem Einfügen von Tabellen, Bildern, Inhaltsverzeichnissen, Fußnoten, Seitenzahlen etc. funktioniert.

reservebuddha, 21.07. 18:37

@kerberos, gern, einverstanden. Das darf gern erfolgen, sobald das Schreiben an sich beherrscht ist. Das rechtfertigt immer noch zwei Unsitten nicht, nämlich:

1. zu glauben, dass man zum Erwerb der Grundlagen ständig mit elektronischen Geräten beschäftigt sein müsste (das Gegenteil ist der Fall), und

2. dass man sich krampfhaft einem kommerziellen quasi-Standard anpasst.

Ja klar, in einem bestimmten Alter (meiner Meinung nach eher über als unter dem Pflichtschulalter, jedenfalls sicher nicht im Volksschulalter) ist es sinnvoll, gewisse Fertigkeiten zu erwerben, vorausgesetzt, sie sind gut vorbereitet.

Woher kommt der digitale Rückstand Österreichs?

martell, 20.07. 12:25

Österreich ist da gar nicht das große Thema... in Europa generell leben wir im digitalen Steinzeitalter...

Aber das ist ok... Das eröffnet Chancen für Leute die Ideen haben und etwas verändern wollen, weil defakto in allen Bereichen enormes Potential nach oben besteht....

Nokia 3310

steppenwolf57, 20.07. 10:35

Ich habe ein Nokia 3310 aus der Steinzeit und bin heilfroh, nicht auch in der Freizeit vernetzt zu sein......... Beruflich ist die digitale Vernetzung eine große Hilfe und ein Segen. Wer es nicht schafft, dies zu trennen, der wird zwangsläufig der digitalen Demenz anheimfallen.

iwoaßjaanitwarum, 20.07. 12:18

Das gesammelte wissen der menschheit auf knopfdruck in der hosentasche zu haben, ist auch im privaten ein für mich unverzichtbarer luxus.

Und was zum teufel ist digitale demenz?

ponyhof, 20.07. 12:38

Das sollte dir deine KI in der Hosentasche beantworten können.

reservebuddha, 20.07. 13:35

Es geht nicht so sehr um die Nutzung der Digitalisierung, die in vielen Bereichen natürlich segensreich ist.

Aber man vergisst oft die negativen Folgen. Wieviele Menschen sind heute echt süchtig danach? Wieviele Jugendliche haben heute echte Entzugserscheinungen, wenn sie ein paar Stunden ohne die Gurke verbringen müssen? Wir haben es kollektiv mit einem Suchtverhalten zu tun, das in ähnlichem Ausmaß (und bei ähnlicher neurologisch messbarer Auswirkung) längst zum Verbot anderer Suchtmittel geführt hat und hätte. In dem Fall aber rührt keiner ein Ohrwaschl.

DAS ist die Problematik, der wir uns früher oder später stellen müssen: Der vernünftige Umgang mit der Technologie.

zwosi, 20.07. 17:08

"Digitale Demenz" ist ein Buch von Manfred Spitzer. Sollte man, wenn man dieses Thema diskutieren will, gelesen haben.

Das Ziel ist stets Mittelmass

geier, 19.07. 20:24

Deshalb ist Ö bei neuen Entwicklungen auch nicht "Spitze". Beispiel: Anzahl der Patente von Ö im Vgl. Zu anderen Ländern.
Viele sind stolz auf handwerkliche Fähigkeiten, Lehrlingsausbildung etc. Daraus werden aber auf breiter Basis keine Technologieführer.
Allerdings.....Dieses Mittelmass macht auch die vielbeklatschte österr. Gemütlichkeit und Gelassenheit aus.

cerotorre, 19.07. 21:47

Das Mittelmass wird auch auf der Uni gezüchtet.
Karriere des akademischen Mittelbaus ist wichtiger als die besten Köpfe auf der Uni zu haben.
In USA sind Uni's Brutstätten des High Tec.
Bei uns sind sie Aufbewahrungsstätte für Nieten (Ausnahmen wie Penninger bestätigen nur die Regel)

das irrste gerät ist wohl das smartmeter, das man uns...

bartolini, 19.07. 19:34

...aufs auge drücken will

Denn zweitens fürchten Datenschützer, dass der Stromanbieter und andere Unternehmen die Kunden ausspionieren können. Die Zähler sind so genau, dass sich mit ihnen problemlos messen und dank statistischer Vergleiche errechnen lässt, wie viele Menschen gerade in der Wohnung sind und was sie tun. Kein Wunder also, dass die Geräte bislang ein Flop sind, kaum jemand entscheidet sich dafür.

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-11/smart-meter-teuer-daten-vermarkten

iwasois, 19.07. 20:40

Es dürfen sich nur 5% dagegen entscheiden hab ich gehört.
Alle andern 95% haben gar keine Wahl. @bartoli

bartolini, 19.07. 20:52

Der Abänderungsantrag liegt futurezone.at vor. Konkret heißt es darin: "Im Rahmen der durch die Verordnung bestimmten Vorgaben für die Installation intelligenter Messgeräte hat der Netzbetreiber den Wunsch eines Endverbrauchers, kein intelligentes Messgerät zu erhalten, zu berücksichtigen."

https://futurezone.at/netzpolitik/smart-meter-zwang-in-oesterreich-faellt/24.598.389

iwasois, 19.07. 21:53

Wenn man das genau liest, muss man schon die Montage des Smartmeters verbieten. Solang die Fernabschaltung möglich ist.

Digital? Jetzt muss ich meinen Royal digital bestell'n!?

grasti506, 19.07. 18:53

Na, den Kebab krieg ich persönlich, vom einem freundlichen Menschen zubereitet. Mahlzeit.

it21, 19.07. 19:21

Wenn sich der freundliche Mensch nach dem
WC-Gang nicht die Hände gewaschen hat,
dann kriegst du aber ordentlich Durchfall.

Bei einem digitalen Royal wäre dir das nicht
passiert....

grasti506, 19.07. 23:02

@it21, bewerte das mal nicht über, welcher Würschtelstandler hat sich nachweislich, immer seine Hände sauber gewaschen, am Häus'l? Würden wir über so manche Zustände in unserer Essensversorgung Bescheid wissen, gäb's wesentlich weniger Übergewichtige

it21, 20.07. 15:55

Darum liegen hier auch die Vorteile des digitalen Royal,
direkt aus dem 3D-Drucker...

grasti506, 21.07. 16:19

@it21, wurscht, mich sehn die nur mer selten bis nimma, die digitalen Royale

Eine Ursache: In Österreich wird man nicht etwas durch Kompetenz

cerotorre, 19.07. 15:54

Sondern durch Partei oder Freundeskreis.
somit sind Entscheider im Normalfall minder qualifiziert. Genau die Typen suchen sich dann Untergebene die möglichst noch weniger qualifiziert sind. Kommt dann einer mit Qualifikation muß er diese verstecken oder kann sie nicht anwenden da nicht gewünscht.

Somit kein Bedarf sich (digital) zu qualifizieren, weil Qualifikation eher negativ besetzt ist.

Ein anderer Grund ist natürlich die Schule und ihre Lehrer. Dem gewöhnlichen Lehrer ist der soziale Status der Eltern des Schulkindes sicher wichtiger als eine digitale Bildung.
Man beschäftigt sich lieber mit verstaubter Wissenanhäufung um dann beim Armin Assinger in der Show etwas zu wissen...was man sonst im Leben mit Sicherheit nicht braucht.

Naja wird sich mit Sicherheit nichts ändern... weil da sind sich dann alle einig.

altlemur1, 19.07. 16:43

Das mag im öffentlichen Bereich und auch in staatsnahen Unternehmen stimmen, in der Wirtschaft sieht es anders aus.
Und Karriere durch Vitamin P ist kein österreichisches Unikum, das gibt es anderswo genauso - und zwar durchaus auch in Ländern, die in Punkto Digitalisierung weiter als Österreich sind.
Was aber in Österreich wirklich feststellbar ist, ist eine gewisse Feindlichkeit allem Neuen gegenüber - das ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe dafür, dass Österreich neuen Entwicklungen fast immer hinten nach hinkt...

derwolf, 19.07. 16:52

@ cerotorre

Ein österreichischer Journalist hat das einmal kürzer formuliert: Tausche Neugebauer (ehem. Beamtengewerkschafter) gegen Zuckerberg (Facebook).

Liegt wohl in der Mentalität, sich Dingen die neu und...

brauser, 19.07. 15:48

...anders sind,

nicht mit Interesse und Neugier zu nähern, sondern sie erstmal mit: "So an Schas brauch ma net" zu quittieren.
Ist ja auch viel bequemer etwas abzulehnen als sich damit auseinander zu setzen und etwa gar etwas dazu zu lernen.

Ist aber nicht nur im Umgang mit digitalen Geräten so. Wer in Österreich einmal ein Zeugnis oder Befähigung erwirbt, muss diese nie mehr erneuern. Auch wenn er 40 Jahre nichts mit der Materie zu tun hatte.

ponyhof, 19.07. 16:20

Und das Gegenteil: Alles mit Applaus zu quittieren ohne den wirklichen Nutzen oder die Gefahren zu hinterfragen.
Es gibt genug Ausbildungen die regelmäßig aufgefrischt bzw. zu Fortbildungen müssen. zb. Ärzte, Krankenschwestern, zustänige für Brandschutz.... Wer bekommt einen Job wenn er 40 Jahre mit einer Materie nichts zu hatte? Abgesehen davon, dass er so um die 60 Jahre wäre?