Standort: debatte.ORF.at / Meldung: "Wie politisch sind Studierende?" / Kommentaransicht

Wie politisch sind Studierende?

Die Wahl zur Österreichischen HochschülerInnenschaft hat die historisch niedrigste Wahlbeteiligung gebracht. Warum ist nur rund jeder und jede vierte Studierende zur Wahl gegangen? Wie gut und wichtig ist die politische Vertretung der Studierenden überhaupt? Wie politisch sind Studierende?

zurück zur Debatte

209 Beiträge

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Beiträge

Aus Prinzip nie gewählt

rotfuchs, 19.05. 17:39

Während ich bei jeder Gemeinde-, Land- und Nationalratswahl meine Stimme abgeben, hab ich als Student die ÖH Wahlen aus Prinzip gemieden.

Ich bin der Meinung, dass die Unis nicht als politisches Schlachtfeld und Kaderschmiede der Parteien missbraucht werden dürfen. Wie überhaupt politische Einflussnahme im Bildungsbereich nichts verloren hat, egal ob Uni oder Schule.

Und das plötzliche Interesse heucheln 2 Wochen vor der Wahl, mit Gratiskuli und Wurstsemmel an jeder Ecke, war mir auch immer zu wider.

Antworten

richter, 19.05. 17:55

So habe ich es auch gemacht. Zusätzlich waren zu meiner Zeit die ÖH Vertreter meist Langzeitstudenten, die ihre Zeit verplempert haben, anstatt zu studieren. Später bin ich dann draufgekommen, dass die ÖH Funktionäre ganz schön verdient haben. Konnten ziemlich viel abschöpfen über Spesenabrechnungen, Essenseinladungen, etc.
Ich finde das auch heute noch ziemlich übertrieben. Bis auf ein paar wirklich engagierte Leute, sind da hauptsächlich ahnungslose Selbstdarsteller tätig. Siehe auch Frau Petrik, die ja aus unglaublicher Selbstüberschätzung sogar im TV ihre totale Unfähigkeit freiwillig zur Schau gestellt hat.

mirabeau, 19.05. 18:26

Im ÖGB gibt es eine
Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter und Fraktion Christlicher Gewerkschafter. Aber zu guter Letzt sind sie alle Gewerkschafter, also Interessensvertreter.

Die ÖH ist dagegen ein prolongiertes Kinderparlament, wo junge Erwachsene Parteien und parlamentarische Demokratie spielen und ausprobieren.

Der Student, der eine Nummer ziehen muss und sich dann 3 Stunden am Helpdesk der Uni anstellen muss, um eine einfache Auskunft von der UNI zu kriegen hat eben Pech.
DIe ÖH interessiert sich nicht für seinen Ärger.

Die Probleme des Studienalltags sind für die ÖH nur Nebensache.
Lieber beschäftigt man sich mit allem mit dem sich auch das Parlament beschäftigt, nur dass man keinerlei Kompetenz hat, also bleiben die wohlformulierten Forderungen und Resolutionen ungehört, ungelesen und natürlich unverwirklicht.

Aber irgend wann, wer weiß? Vielleicht kriegt man einen gut bezahlten Job als Abgeordneter im richtigen Parlament!
Sigi Maurer hat's vorgemacht.

Und deshalb wählen so wenige Leute bei der ÖH Wahl.
Denn wenn sie wählen würden, würden sie die ÖH legitimieren.
Und das wollen sie nicht, zumindest nicht diese ÖH.
Geht wo anders spielen, denken sie sich.

sonne21, 19.05. 18:47

@rotfuchs & @richter&mirabeau
Danke, fuer eure Beiträge... ganz meine Rede.
Wer was kann, braucht die alle nicht.
Ich bin fuer eine Anlaufstelle wo alle wenn sie Fragen haben hin gehen können OHNE Partei Mascherl

reservebuddha, 19.05. 20:24

"Wer was kann, braucht die alle nicht."

Das ist völliger Humbug.

xcountry, 19.05. 21:54

gibs auf, buddha, es ist schade um die Energie und Zeit. Ich war (nur) auf ÖH-Ebene zwar sehr faul, was das Wählen betraf, hatte aber immer Respekt vor den Leuten, die meist sehr engagiert gearbeitet haben. Rückblickend hätt ich mich wohl mehr dafür interessieren sollen.

helikopter, 19.05. 21:54

interessant...hab vom Uni-Leben null Ahnung - aber was sich da bei ÖH-Wahlen seit Jahren abspielt, ist ja noch schlimmer als bei AK-Wahlen und erinnert ein bisserl an "stell Dir vor, es gibt eine Wahl und keiner geht hin" *g* - spontaner Vorschlag : egal, wie nieder die Wahlbeteiligung - die Ergebnisse bestimmen die künftigen Vertretungs-Befugnisse - soll´s das
sein ? - oder sollte eine Wahl nur dann gültig sein, wenn es den p. t. Wahlwerbern gelingt, einen Mindest-%-Satz an Wahlberechtigten zur Urne zu locken !?

zurück zur Debatte