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Wie politisch sind Studierende?

Die Wahl zur Österreichischen HochschülerInnenschaft hat die historisch niedrigste Wahlbeteiligung gebracht. Warum ist nur rund jeder und jede vierte Studierende zur Wahl gegangen? Wie gut und wichtig ist die politische Vertretung der Studierenden überhaupt? Wie politisch sind Studierende?

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221 Beiträge

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Die sollen studieren....

derpraetorianer, 19.05. 16:06

.....die Studierenden.

derpraetorianer, 19.05. 16:08

wie war das noch im alten Griechenland und Rom, die durften abstimmen die Steuern zahlten. Geld anderer Leute verteilen ist natürlich nett.

OPM=Other People´s Money

chromjuwel, 19.05. 16:23

"Die sollen studieren......die Studierenden."
Wie lange hält so eine Wahl in Durchschnitt auf?

hinterfrager, 20.05. 00:06

Studieren geht heute nicht mehr so wie früher. Damals sind die Studenten noch für ihre Überzeugungen eingetreten. Heute sind sie, meiner Beobachtung nach, Gesellschaftlich uninteressiert Ein Teil versucht in möglichst kurzer Zeit gut durch die Prüfungen zu kommen. Andere sind nebenbei voll damit beschäftigt sich die Miete für die Wohnung am Studienort zu verdienen. Früher hatte man noch Zeit sich "Onkel Ho" zu widmen.

Das Traurige ist doch, dass uns Steuerzahlersepperln, das Thema

grasti506, 19.05. 15:39

ÖH-Wahlen, aber so was am Oasch vorbei geht, so viel Fahrrad'ln und Reissack'ln können in China garned umfall'n. Wer ist schuld? Kein anderer als die Studenten selbst, oder? Wer and'rer in Sicht?

xcountry, 19.05. 16:07

was soll die Meldung? Was hat das mit Steuern Zahlen zu tun?

grasti506, 19.05. 21:26

@xcountry, 19.05. 16:07, hab's vergessen, sorry, leider .

xcountry, 19.05. 21:55

okay, für Freitag nachmittags ist der Aussetzer entschuldigt.

cptgue, 19.05. 15:28

Wahlbeteiligung BädAk Linz 8% sagt alles!!!!

grasti506, 19.05. 15:48

AH, hat sich da jetzt was geändert?@cptgue, 19.05. 15:28, früher haben wir immer g'schrieben PÄDAK.Kommt von PÄDagogischer Akademie, glaubte ich ,immer. Bei uns in Murau gabs auch mal das MUPED, aber ich kann mich nicht erinnrn, als, dass einer MUBÄD g'schrieb'n hätt. Hab ich da eine Rechtschreibreform verschlafen?

chromjuwel, 19.05. 15:54

Wer Akademien nicht persönlich kennt, weiss
vielleicht nicht, wie sie sich nennen.

grasti506, 19.05. 15:55

o tempora o mores!

schon 1983 verlangte ein ÖH-Vertreter, dass ich für seine Autoreparatur

grasti506, 19.05. 15:27

eine fiktive Rechnung auf einen ÖH-VW-Bus ausstellte. Wieso? Frag ich mich heute noch. Ich hab das einfach nicht verstanden.

chromjuwel, 19.05. 15:55

Das passiert, wenn man glaubt, dass bei der ÖH-Wahl
die ÖH "gewählt" wird.

Meine Elten (Arbeiterfamilie) ließen mich nur studieren

youonlyliveonce, 19.05. 15:01

weil ich ihnen versprochen hatte, in Mindestzeit abzuschließen und nicht herumzubummeln, zu politisieren etc...

Und ich habe es gehalten. Obige Verhaltensweisen kann sich eben nur erlauben, wer einen finanziellen Polster im Rücken oder einen Anschieber im geschützten Sektor hat.

Wählen war ich schon damals nicht mehr (letzte Teilnahme war eine Klassensprecherwahl 1973, die Vorkommnisse dort waren der Anstoß, NIE mehr eine Wahlzelle von innen zu betrachten)

grasti506, 19.05. 15:20

@youonlyliveonce, 19.05. 15:01, JA, GUT, aber, was willst Du uns damit sagen?

sonne21, 19.05. 19:05

@youonlyliveonce, 19.05. 15:01
Ich gratuliere dir und kannst stolz sein auf deine Eltern.

Die Frage ist warum Studentenvertreter politisch sein müssen?

cerotorre, 19.05. 14:03

Worum gehts ? Die Anliegen der Studierenden gegenüber der Universitätsleitung zu vertreten. Studienplanänderungen, Institutsbesprechungen, Probleme mit Professoren, Nachbesetzungen von Professuren,...
Dazu braucht es keine Parteikasper.
Würde es ein Parteiverbot auf der Uni geben - wäre auch die Wahlbeteiligung höher.

xx1xx, 19.05. 14:06

Ein Parteiverbot kann und soll es gar nicht geben. Ich hoffe Sie haben nicht studiert.

tibetterrier, 19.05. 14:40

Parteienverbot widerspricht übrigens dem Grundgesetz

cerotorre, 19.05. 15:14

Wir haben kein Grundgesetz

grasti506, 19.05. 15:51

@cerotorre, 19.05. 14:03, NA, LOGO soll'n die politisch sein, wenn die Richtung und oder die Farb' stimmt, oder ?

tibetterrier, 19.05. 18:36

cerotorre
Das ist Beckmesserei - "Grundgesetz" ist hier als zusammenfassender Überbegriff gemeint.
Aber um die eine Freude zu machen: in Österreich heisst es "Staatsgrundgesetz aus dem Jahr 1867"
Zufrieden ?
:-)

Wie politisch sind Studierende?

passagier055, 19.05. 12:58

Normal sind gerade Studenten sehr politisch.

Überall wo es in der Welt zu Protesten kommt ist dies hauptsächlich auf Studenten zurück zu führen.
(Außer bei Arbeiterproteste und Gewerkschaftsproteste).

Wenn die Wahlbeteiligung bei Studenten sehr nieder ist kann es nur 2 Gründe haben.

A.) entweder sind alle Studierende sehr zufrieden
B.) oder die Studenten haben alle Hoffnung aufgegeben und sind sehr unzufrieden und frustriert.

Aber es kann auch sein das die gesamte Jugend nicht mehr das ist was es einmal war. Jugendrevolution, Jugendproteste, Jugendkultur, dies alles scheinen Relikte aus vergangenen Zeiten zu sein.

Sinnvoll wär es aber für jeden Diktator und Machthaber die Jugend so zu manipulieren das sie sich nicht mehr bewegt .
(Auch in dieser verlogenen Demokratie und Freiheit).

Wenn ich da nur zurückdenke an die wilden 50er Jahre wo die Jugend noch ihre ersten Schritte alleine wagte.
Man wendete sich von dem ab, was die Erwachsenen ausmachte.

Oder an die 60er Jahre wo überhaupt der Höhepunkt der Jugendkultur war. Alt und Jung waren so konträr das es nicht höher sein könnte.

In den 70er Jahren begann man politisch die Jugend für sich zu entdecken. Kreisky war einer der ersten Politiker der sich bewusst der Jugend zugewendet hatte. Quasi nach dem Motto:......"lehnt die Jugend nicht ab, sondern holt sie in die Politik hinein". (Mit Erfolg).

Weil eben dies auch ein Vorzeigemodel war, was Kreisky tat hat es jede Partei nachgemacht. (Um ebenfalls bei der Jugend zu punkten).

Man braucht ja nur die Frauenpolitik als Beispiel nehmen.
Frauen und Jugend waren vorher noch politisch "uninteressant".
Da man glaubte diese Personengruppen sowieso alles vorschreiben zu können.

Vielleicht wurde die Jugend "zu sehr" politisiert, so das sie ihre eigene "Identität" verloren hat.
(Nur aus Eigenständigkeit kann auch eigenes kommen).

Alles zu politisieren kann dazu führen, das sich genau das Gegenteil entwickelt. (Überforderung der Sinne und Anreize !)
Anreize die vorgegeben werden sind dann oft keine Anreize mehr.

passagier055, 19.05. 13:14

Wenn man bedenkt das es in den 50er Jahren noch so etwas wie eine Rocker-Kultur gegeben hat.
Oder in den 60er Jahren noch so etwas wie eine Flower-Power Kultur.
Oder in den 70er Jahren die Kultur der "Freien Liebe" und Disco-Kultur.
In den 80er Jahren war die Punk-Kultur und Pop-Kultur noch etwas das Jugend-Kultur gleich kam.
Mit beginn der 90er Jahre kam noch diese Techno-Kultur auf.
Aber genauso monoton wie diese letzte Musikentwicklung war, so monoton wurde die Jugend.

Seit mehr als 20 Jahren hat die Jugend keinen eigenen Still und keine eigene Identität mehr geschaffen.
Was ist heute überhaupt Jugendkultur?
Mit was kann man die Jugend von heute noch kulturell verbinden? (praktisch eh mit nix mehr).

Diese Jugend von heute hat weder eine eigene Musik noch eine eigene Kultur geschaffen. Diese Jugend wurde politisch in die Monotonie geführt !

ösirepublik, 19.05. 13:15

ganz einfach:
politisch nicht vorbelastet !
Vor allem, wenn man über Parteibuch dann einen Job (öffentliche hand) bekommt, wird man "eingefärbt", ob man will oder nicht ..

xx1xx, 19.05. 13:16

Ob es einem finanziell gut geht, hängt von der Umgebung, Betrachtungsweise, also den Befürfnissen ab.
Die österreichischen Universitäten haben jahrzehnte lang über ausländische Professoren nicht nur das Wissen, sondern auch die politische Einstellung in das Land importiert. Gehaltsvorstellungen der Absolventen liegen daher bei 150.000 Euro/Jahr (z.B. für einen Chirurgen, Zahnarzt) und auch weit darüber (Führungskraft in einem internationalen Unternehmen). Solche Vorstellungen werden dann auch in Studienrichtungen wie Ägyptologie hineintransportiert und erzeugen dort relative Armut, mancherorts kommunistische Mehrheiten.
Der Fokus auf die Wissenschaft geht dabei verloren.

ösirepublik, 19.05. 13:17

Diese Jugend von heute hat weder eine eigene Musik noch eine eigene Kultur geschaffen. Diese Jugend wurde gesellschaftlich in die Monotonie geführt !
ein braver , aber begeisterter passiver Bespaßungs- Konsument zu sein ...

tibetterrier, 19.05. 13:53

Ich bin ja nicht nur ein Seniorstudent, ich war einmal auch ein Juniorstudent - und zwar genau in den angeblich so "wilden Jahren" zwischen 1967 und 1973.
Ich muss euch enttäuschen. Die Uni war damals genau so wie heute kein revolutionäres Biotop, der Kreis der politisch Engagierten damals wie heute sehr klein.
Es ist ja eine witzige Rache der Geschichte, dass einige der Teilnehmer an der berühmt/berüchtigten "Uni-Ferkelei" heute Staatspreisträger sind (wie Günther Brus) - damals wurden sie zu Haftstrafen verurteilt und mussten ins Ausland regelrecht "fliehen"

passagier055, 19.05. 14:19

naja, @tibetterrier........

Es ist schon logisch das "Ablehnung zur Auflehnung" führt.
Vor den 70er Jahren war die Jugend schon politisch "unerwünscht", wenn man das so sagen kann.

Frauen und Jugend hatten den Mund zu halten und die Politik den "erwachsenen Männer" überlassen. Diese Ablehnung führte zur Auflehnung. Auflehnung wiederum führte zu einer eigenen Kultur und Kunst, und zu einer eigenen Identität.

Die Jugend ist heute zu sehr politisiert, so das man schon meint die Zeugen Jehovas sind hinter dir her.
Von einem Extreme zum andern. Von Ablehnung zur Jagd auf die Jugend.

Ist jedenfalls mein persönlicher Eindruck, @tibetterier.....
Aber vielleicht ist deine Wahrnehmung eine andere.

tibetterrier, 19.05. 14:28

passagier:
Das mit der "Ablehnung zur Auflehnung" hat schon was. Nur kamen - gerade in den 60&70er-Jahren alle bedeutenden Einflüsse in Kunst,Gesellschaft und Politik entweder aus dem Westen (USA, UK, Frankreich- entweder direkt oder über Deutschland) oder dem Osten (CSSR). Eine autochthone österreichische Szene, mit Ausnahme der "Aktionisten" in der Kunst, kann ich nicht erblicken

schäferdackel, 19.05. 20:46

wie politisch sind die studierenden? nicht so politisch wie der wastl kurz und solche wie der k.h. grasser u.a., die bei ihren politchefs solange geschleimt haben, bis sie spitzenpositionen ohne uniabschluss bekommen haben und weiterhin bekommen werden. die leute, die ihr studium mit dem doktorat mit der höchsten auszeichung (magna cum laude) erwarben, werden kaum das einkommen eines politikers erreichen, weder durch wisenschaftliche veröfentlichungen oder worträge in der ganzen welt.

Meine unmassgebliche und sicher nichtumfassende

tibetterrier, 19.05. 12:35

Meinung als Seniorstudent:
"Meine" Fachschaft arbeitet viel, bietet gute Sachen an und scheint sich - auch mit teilweisem Erfolg - einzusetzen.
Dass sie immer betonen muss, sie sei nicht "heteronormativ", mann man halt in Kauf nehmen.
Vom Rest der ÖH bemerke ich ausser in Wahlzeiten (laut Häupl Zeiten des fokussierten Unsinns) zum Glück kaum was.

reservebuddha, 19.05. 13:03

Na das ist es ja. Den Sinn der ÖH erkennt man an den kleinen Dingen. :-)

wacherbürger, 19.05. 12:33

Es mag welche geben die sich dafür interessieren, die Mehrheit ist mit dem Handy und mit den sozialen Netzwerken zufrieden. Warum sollte man sich da anstrengen.

ösirepublik, 19.05. 13:20

gemnau ..
von ehemaligen Absolventen und deren Werbe-Verblödung dazu erzogen ...

Ihr müsst jetzt ganz stark sein, denn...

robbie1978, 19.05. 12:09

...im "echten" Leben ist der ganze Zinnober vollkommen irrelevant und interessiert niemanden.
Tipp: das kann man sogar an der Wahlbeteiligung erkennen.

chromjuwel, 19.05. 12:12

Das stimmt schon alleine deshalb nicht, weil viele
PolitikerInnenkarrieren in den Vertretungen auf den
UNIs begonnen haben.

chromjuwel, 19.05. 12:15

Aktuelles Beispiel: Sigi Maurer (mir übrigens zutiefst
unsympathisch, aber das ist eine andere Sache).

Die Wahlbeteiligung

lada, 19.05. 10:51

war immer schon niedrig.
Als ich in den 90-ern (Jus) studiert habe, war die Wahlbeteiligung etwa 30 %. Ich bin übrigens wählen gegangen.

xx1xx, 19.05. 10:52

Also die absolute Minderheit.

reservebuddha, 19.05. 10:56

Wahrscheinlich drücken die FHs die Wahlbeteiligung noch zusätzlich. Allerdings wird man das erst sehen, wenn die Zahlen bekannt sind.

xx1xx, 19.05. 10:57

Heute wählt diese Minderheit eine AG, mit welcher die Universitätsleitung nicht mehr zusammenarbeitet, weil sie die Demokratie und den Rechtsstaat gefährdet.

xx1xx, 19.05. 11:04

An den FHs studieren Leute, die selten eine AHS besucht haben. Dort muss man erst einmal erklären was die ÖH ist. Oft fehlen auch dafür die Vorsussetzungen. Als Aufnahmeprüfung daher Geschichte vorsehen...

raimund, 19.05. 11:54

Ich auch.

chromjuwel, 19.05. 12:04

@xx
"An den FHs studieren Leute, die selten eine AHS besucht
haben."
Das stimmt natürlich nicht. Der Praxisbezug von FHs
bevorzugt tatsächlich Absolventen von HTLs. Aber
Grundstufe AHS haben diese Studierende zumeist auch.
Viele Studiengänge setzen sogar abgeschlossene
Studien voraus. Vielleicht informierst du dich erst einmal.
Kann ja nicht so schwer sein!

xx1xx, 19.05. 14:04

Die Grundstufe AHS oder eben die neue Mittelschule. Bestimmt gibt es aber eine Ausnahme.

clarissa, 19.05. 10:27

Dummköpfe wollen offenbar nicht mitbestimmen , das hatte ja gerade in GB gravierende Folgen. Danach dann zu demonstrieren, das ist doch entschieden mehr nach dem Geschmack. Was für Dummköpfe.
Aber was die ÖH betrifft, ich finde, dass da solche Organisationen eher abgeschafft werden sollten. Es ist Sache der Uni den entsprechenden Service anzubieten. Bei 25% Wahlbeteiligung ist die Berechtigung dieser Vertretungen verspielt.

reservebuddha, 19.05. 10:32

Also bist du derselben Meinungen wie die Dummköpfe, die nicht mitbestimmen wollen, wie ihre Services organisiert und angeboten werden.

ösirepublik, 19.05. 10:44

sie meint die Dummköpfe, die Erdogan, Trump, Hofer & Co wählen, in der irrigen Meinung, es würde was ändern ...

reservebuddha, 19.05. 10:48

Mir ist eine gewisse Allergie gegen derartige Vereinfachungen gegeben. Ich bitte um Verständnis. Ich mag solche geistigen Luftlöcher nicht, die entstehen, wenn jemand zwischen den Aufgaben einer Interessensvertretung und Selbstorganisaton und denen einer Universität nicht unterscheiden will.

xx1xx, 19.05. 10:52

Österreichs Universitäten rächen sich langfristig Wer mit dieser Einstellung einen Abschluss erhält, ruiniert die Universitäten.

freegumbo, 19.05. 10:13

Die ÖH-Fraktionen gehen mit Themen wie Gendergerechtigkeit oder Abschaffung des Kapitalismus hausieren, die Probleme auf den Unis bestehen aber eher in "zu wenig Computer- und Lernplätze".
Diese Anspruch vs Realität Problematik ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die niedrige Wahlbeteiligung.

Darüber hinaus weiß jeder Studierende, dass die ÖH-"Politiker" zu einem Gutteil, na sagen wir, "eigenwillige" Menschen sind, die häufig im Studium nicht so engagiert sind, sich aber trotzdem überall wichtig machen, bißchen wie freigestellte Betriebsräte. Im Gegensatz zur Masse sind sie nicht fürs Studium auf der Uni, das eigentliche Ausbildungsziel ist Berufspolitiker zu werden. Warum soll man denen mit der eigenen Stimme Legitimation verschaffen? Was hat man davon? Dass man dann Menschen wie die Wulz finanziert?

emperor, 19.05. 10:27

gendergerechtigkeit - wenn ich das schon höre, geht mir das messer in der hose auf. genau das ist der grund, warum ich solche leute überhaupt net derpack. keinen cent dürfte der staat in solche gruppierungen stecken.

youonlyliveonce, 19.05. 10:29

Die Analyse trifft es im Wesentlichen!

Viele dieser ÖH Funktionäre studieren nur, um die formale Voraussetzung für einen A-Posten im öffentlichen Dienst und im geschützten Sektor zu erlangen, die tatsächlichen Leistungen sind zweitrangig, das wahre Kriterium sind die politische Auffälligkeit und "Mentoren" (Vitamin B).

reservebuddha, 19.05. 10:33

"keinen cent dürfte der staat in solche gruppierungen stecken."

Verwechsle nicht die ÖH mit den Fraktionen, die sie gestalten. Es gibt genauso Fraktionen, die das völlig anders angehen würden. Nur kriegen die halt entsprechend keine Stimmen.

fraukoziber, 19.05. 10:36

"der staat" steckt auch keinen cent in "solche gruppierungen", die ÖH finanziert sich über die ÖH-beiträge.

reservebuddha, 19.05. 10:37

Ah, das hab ich glatt übersehen!

sonne21, 19.05. 10:40

Ich bin schon fuer eine Vertretung
aber wie gesagt fuer EINE ohne Politik Mascherl.
Weil die Studierenden sollten nur ein Ziel haben,
ihr Wunsch Studium zu erreichen.

reservebuddha, 19.05. 10:43

Ehrlich gesagt erscheint es mir auch übertrieben, gleich drei Referate gesellschaftspolitischen Agenden zu widmen. Aber wenn eine Mehrheit das nicht will, wählt sie eben anders.

emperor, 19.05. 11:20

kb
du glaubst aber selbst nicht, dass uns steuerzahler das nix kostet, hmm?

fraukoziber, 19.05. 11:21

doch, das glaube ich. du kannst mir aber auch den posten im budget nennen, aus dem die ÖH finanziert wird, um mich vom gegenteil zu überzeugen.

chromjuwel, 19.05. 12:07

Da gibt es tatsächlich Leute, die nicht wissen, was die ÖH ist.

ösirepublik, 19.05. 12:08

Parteien- & Wahlkrampf-Finanzierung ...

ABSCHAFFEN!!

autonom, 19.05. 10:01

Wenn sich mehr als 3/4 der Studenten einen Sch... um eine ÖH kümmern, bei welcher sie in bester UDSSR Manier zahlende Zwangsmitglieder sind, kann das nur das Signal zur sofortigen Aufhebung der Zwangsmitgliedschaft sein! Wer an seiner Uni gerne ein bisschen Parteipolitik spielen möchte, kann das ja gerne auf freiwilliger Basis tun.

fraukoziber, 19.05. 10:04

autonom, studierst du? sind dir die aufgaben der ÖH bekannt? hier geht es nicht "nur" um wichtige serviceleistungen, die die studierenden als ganz selbstverständlich hinnehmen, sondern auch um mitsprache sowohl in studienrichtungsbelangen als auch in fachschaftsbelangen und im rahmen der fakultätsvertretung.

reservebuddha, 19.05. 10:07

Nein, denn das würde zugleich den Wegfall etlicher wichtiger Dienstleistungen bedeuten, die unabhängig von der Wahlbeteiligung in Anspruch genommen werden können und werden.

reservebuddha, 19.05. 10:08

@fraukoziber war schneller und besser, die sonstigen Vertretungen hab ich vergessen.

zwosi, 19.05. 10:15

autonom: was genau hat das jetzt mit der UdSSR s.A. zu tun ? Dort gab es keine Studentenkammer mit Zwangsmitgliedschaft.

reservebuddha, 19.05. 10:19

"was genau hat das jetzt mit der UdSSR s.A. zu tun"

Nix, aber es klingt guat. ;-)

Angebobt und Nachfrage

fragedesgewissens, 19.05. 09:36

haben auch diese Wahl beeinflusst.

Die regierenden Fraktionen und die Opposition hatten offenbar kein Angebot, welches

1.) wählbar wäre
2.) zur Wahl motiviert hätte.

reservebuddha, 19.05. 09:40

Das ist in der Bundespolitik nicht viel anders, und trotzdem ist da die Wahlbeteiligung erheblich höher.

Ich denke, dass die meisten Studierenden schlicht und einfach gar nicht wissen wollen, was ihnen eine starke ÖH bringt, und mit der Einstellung nicht hin gehen, dass sie ohnehin nur möglichst schnell ihre Scheine machen wollen und dann ins Berufsleben einsteigen.

Schade eigentlich. Denn Scheine bedeuten ja nicht, das alles auch wirklich gut verstanden und verarbeitet zu haben.

phoebe07, 19.05. 09:50

Das ist sicher ein Aspekt - ein anderer ist wohl auch die relativ greoße Zahl an Inskribierten die nicht oder nur selten auf der uni anzutreffen sind (vom "Werkstudenten" bis zum Mag. der es sich grundsätzlich offen lässt 'irgendwann' noch seine Diss - fertig - zu schreiben und deswegen immatrikuliert bleibt. (Habe ich seinerzeit auch gemacht bis ich nach 3 Jahren eingesehen habe dass mir der lange Atem für eine Diss fehlt)

ösirepublik, 19.05. 09:50

was würde die Wahl ändern ?
garnichts ...
das bisherige Un-System wurde ja durch die Parteien und Vorfeldorganisationen so hergestellt ....

fragedesgewissens, 19.05. 10:10

@phoebe: du liefesrt in deiner Aussage bereits das Argument, warum deine Annahme falsch sein könnte.

phoebe07, 19.05. 12:31

wie meinst du das - ich nehme an dass ein TEIL der Inskribierten es nur formal geblieben ist und das das einer, aber nicht der einzige Grund für die niedrige Wahlbeteiligung ist. Ein weiterer könnte auch das Desinteresse von Seniorenstudenten an der ÖH sein deren Serviceleistungen sie nicht in Anspruch nehmen.