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Wie politisch sind Studierende?

Die Wahl zur Österreichischen HochschülerInnenschaft hat die historisch niedrigste Wahlbeteiligung gebracht. Warum ist nur rund jeder und jede vierte Studierende zur Wahl gegangen? Wie gut und wichtig ist die politische Vertretung der Studierenden überhaupt? Wie politisch sind Studierende?

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221 Beiträge

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Forum

ich nehme an

ungläubiger, 22.05. 21:40

dass die meisten einfach ihr Studium erfolgreich abschließen wollen. Vor allem jene, die ernsthaft studieren, also z.B. Naturwissenschaften oder Technik, nicht eines der bekannten "Schwätzstudien".
Ich ordne daher Parolen, die ich nahe der Uni gesehen habe wie"Stipendien für alle" schwachsinnigen Linken zu, die möglicherweise mehr Zeit bei Demos als im Hörsaal verbringen.
Ich habe sehr erfolgreich studiert und meine Stipendien auf Grund von Zeugnissen erhalten.

alpensymphonie, 22.05. 23:37

Ich habe auch schnell und effizient studiert; die Zeit, an ÖH-Wahlen teilzunehmen, habe ich mir aber schon immer (aus Prinzip) genommen.

helikopter, 23.05. 01:17

>ungläubige : aber da wird´s ja auch Wahlwerber geben ham die für Dich durchaus wählbar waren ?

>alpen : OK ! aber da warst sicher nicht der einzige und warum haben
die (!) es nicht für nötige gefunden, die paar Minuten für´s Wählen aufzubringen ??

P. S. bin bekennender tumber Nicht-Akademiker !

xx1xx, 23.05. 08:40

Viele erhalten kein Stipendium, wenn die Eltern vermögend sind,

alpensymphonie, 23.05. 16:44

Helikopter: Was soll dein Understatement insinuieren? Nicht studiert zu haben bedeutet noch lange nicht, ein "bekennender tumber" Nicht-Akademiker zu sein. Es gibt viele Wege, sich Respekt zu verschaffen - ex negativo ist halt der dümmste Weg. Zum ersten Teil deines Postings: Bin ich meines Bruders Hüter? Ich find's jedenfalls lächerlich, wenn der 5-Minuten-Gang zur Wahlurne so vielen Studierenden zu mühsam ist. Entsprechend wenig Rückhalt haben dann die Studentenvertreter, das sollte allen klar sein.

inventor, 23.05. 18:28

Vermögender Bauern Kinder bekommen immer ein Stipendium.

bittersweet21, 23.05. 18:52

@inventor
Stimmt! Und meist ein Auto zur Matura. Im Gegensatz zu Arbeiterkindern, deren Eltern - lt. nachweisbarem Gehaltsbescheid - um 150 Euro zu viel verdienen.

alpensymphonie, 23.05. 19:14

Mir hat´s nicht geschadet, im Sommer in einer Tischlerei zu arbeiten, um das Studium finanzierbar zu machen. Ist schon eine Krux, wenn die Eltern ohne Erbe ein Haus bauen ;-)

helikopter, 23.05. 23:24

>alpen : gestatte mir mich gelegentlich selbst zu veräppeln - aber hier wollte ich nur klarstellen dass ich vom akademischen Leben absolut null
Ahnung hab - hätt übrigens was die väterlichen Mittel betrifft locker studieren können nur war ich schlicht und einfach zu faul dazu - und nee Du bist nicht für andere verantwortlich - ich frag mich nur, warum - trotz des dazu nötigen geringen Zeitaufwands - so wenige wählen gehn ? - könnte das vielleicht eine "Abstimmung mit den Füßen" sein !!

alpensymphonie, 24.05. 00:41

Sozusagen eine Pediokratie ;-)
"Die Herrschaft der Füße" - prima Buchtitel!

helikopter, 24.05. 11:16

geschätzter alpen, wie Du Dir wahrscheinlich ohnehin dacht hast, hab ich mit meiner Pediokratie *g* das :

"Unter einer Abstimmung mit den Füßen versteht man das Verlassen oder Vermeiden einer missliebigen Situation, beziehungsweise das Entscheiden für oder gegen etwas durch Hingehen, Weggehen oder Fernbleiben"

https://de.wikipedia.org/wiki/Abstimmung_mit_den_F%C3%BC%C3%9Fen

angesprochen.

Gegenfrage

prisma, 22.05. 18:43

wie demokratisch sind Politiker

Wie Partei-politisch sind Studierende ?

dosimeter, 22.05. 08:44

xx1xx, 22.05. 11:14

Das kannst du jeden der 35 Wähler an der Donauuniversität Krems einzeln fragen.

also ich war damals nicht politsch...

idoc, 22.05. 07:33

als Student hatte ich anderes zu tun, als auf die Strasse zu gehen.

möglicherweise war diese Einstellung falsch, aber so habe ich und viele meiner Kommilitonen gedacht.

Ich denke mir, die heutige Generation wird so ähnlich denken, zumal ja der Zustand eines "Studenten" ein Ablaufdatum hat.

rasmuachl, 21.05. 19:16

wahlpflicht,... und aus die maus,...oder sie werden nicht mehr gefragt

rasmuachl, 21.05. 20:33

...das selbe gilt bei anderen wahle,... mitentscheiden oder schweigen

xx1xx, 21.05. 21:17

Wahlpflicht ist bei den Studentenwahlen die einzige Lösung. Studenten befinden sich ja noch in Ausbildung. Viele kennen weder die Grundsätze der Demokratie noch die Geschichte Österreichs.

xyungelöst, 21.05. 23:41

wie willst die durchsetzen??? wo nimmst die wahlhelfer her, die zu den kranken studenten nach hause gehen die stimme abholen?? ...
Ich bin für ein ende der zwangsmitgliedschaft bei der öh - weil man als mitglied nicht einmal mitbestimmen kann, was mit dem geld alles gemacht wird ...warum sollte man mit meinem geld linke rabauken unterstützen zb?

xx1xx, 22.05. 00:28

Hier muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden um einer Exmatrikulation entgegen zu wirken.

ibins, 22.05. 00:33

Und ich hab' geglaubt, die Grünen wären die Verbotspartei. Aber was unsere Rechten da ablassen, schlägt ja dem Fass den Boden aus. Wahlpflicht, Geld, mit dem linke Rabauken unterstützt werden, ärztliches Attest, um dier Exmatrikulation zu entgehen usw.
Wird hier auch gedacht oder versucht man nur, den "anderen" eins drauf zu geben?
Vor solchen Aussagen ekelt es mich richtig gehend. Mit Demokratie und Freiheit hat sowas nichts mehr zu tun. Das ist die Sehnsucht nach Diktatur der Marke Türkei. Aber in den Augen Erdogans ist sein Land ja auch das demokratischste des Erdballs. Vielleicht liegts ja nur an der "Sichtweise".

ibins, 22.05. 00:36

xyungelöst, wer Zwangsmitglied ist, darf wählen und damit bestimmt er auch, wofür die Gelder verwendet werden, ob für "linke" oder für "rechte" Rabauken.

reservebuddha, 22.05. 00:45

"Ich bin für ein ende der zwangsmitgliedschaft bei der öh"

Ich nicht. Eine ÖH, die an sich viele wichtige Dienste leistet, würde so finanziell ausgehungert.

" - weil man als mitglied nicht einmal mitbestimmen kann, was mit dem geld alles gemacht wird"

Doch. Dazu gibts die Wahl.

" ...warum sollte man mit meinem geld linke rabauken unterstützen zb?"

Willst lieber rechte Rabauken unterstützen? Na ehrlich, das ist ein etwas merkwürdiger Vorwurf.

xyungelöst, 22.05. 17:01

@reserve: ich will gar keine der rabauken unterstützen. Die ÖH braucht kein mensch zum studieren ...

helikopter, 23.05. 00:59

>buddha-Sir : Re Zwangsmitgliedschft : meinst also die wäre hier genauso wie bei AK/WK erhaltenswert ? - meinst nicht dass Interessens-Vertretungen die sich ihre zahlenden Mitgleider durch gute Arbeit er-arbeiten müssen - so wie der ÖGB - durchaus eine - bessere ! - Alternative sein könnten !?

Sie müssten sehr politisch sein, sind es aber nicht.

homeroid, 21.05. 19:05

es droht denen aber "US Schicksal" - ORF heute: "..Das neue Verschuldungsniveau birgt zum anderen aber auch Risiken für die US-Wirtschaft. Haupttreiber der Verschuldung sind vor allem Studentenkredite, die zu einer immer größeren Bürde vor allem für junge US-Amerikaner werden. Viele von ihnen brauchen mittlerweile viele Jahre im Berufsleben, um diese Kredite wieder abzustottern. .."
Rosige Aussichten.
Wenn sie nichts dagegen unternommen, und die Parteien die dies vorhaben, dann wird es bald kommen - und es wird "zu spät, da wir über Verhältnisse gelebt haben"...
Wir - wer?

ibins, 22.05. 00:41

Die dortigen Studiengebühren sind wirklich "nicht ohne". Für meine Schwester waren es in etwa 4 Jahresgehälter als Fachärztin in einem Krankenhaus. Glücklicher Weise konnte ihr meine Mutter dieses Geld "vorstrecken".
So wird aber auch verhindert, dass Kinder weniger gut betuchter Eltern dieses Bildungsniveau überhaupt erst erreichen.
In den USA ist bei Gott nicht alles so "golden".

Re Wahlbeteiligung :

helikopter, 20.05. 21:27

quergedacht : wie wär´s denn, für die Gültigkeit einer Wahl eine Mindest-Beteiligung anzusetzen ??? - denn im Extremfall könnt´s ja passieren, dass zwar nur 10% der Wahlberechtigten hingehn, aber das Ergebnis trotzdem bestimmt, wer in Zukunft die 100 % vertreten darf.

zwosi, 20.05. 21:38

Das wär an sich kein Problem, solange die fehlenden 90 % freiwillig nicht gewählt haben.

helikopter, 20.05. 21:47

Hi, zwosi ! - na, früher gab´s ja bei bestimmten Wahlen Wahl-Pflicht wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht - war aber auch ned s´gelbe vom Ei - also ich seh schon eine gewisse Problematik darin, dass es bei extrem geringen Wahlbeteiligungen - und läppsche 25 % kratzen schon daran - dazu kommen könnte, dass eine an sich bedeutungslose, aber straff organisierte Gruppe, die ihre Hansln in hohem Ausmaß zur Urne bringen in der Lage ist, das Sagen erlangt - ist das noch gelebte Demokratie oder schon
bedenklich !?

- hab den Gedanken schon mal gebracht : 19.05. 21:54 - hat aber niemand angebissen.

sage, 21.05. 05:47

Eigentlich richtig
Eine Wahl muesste eine Wahlbeteiligung von 50% plus eine Stimme haben um gueltig zu sein, andernfalls wird das letzte vorherige Wahlergebnis fuer die naechste Legislaturperiode verwendet. Da es immer Ungenauigkeiten gibt koennte man je nach Genauigkeit der Listen der Wahlberechtigten auch 55% festlegen.

zwosi, 21.05. 10:33

"gelebte Demokratie", helikopter, ist es nicht, ohne Beteiligung des demos. Andrerseits: wer nicht willens ist, zu wählen, erklärt sich damit einverstanden, dass andere bestimmen, wie's laufen soll.
Und ich würde, auch wenn der Gedanke nicht zwingend ist, Enthaltung nicht für ein Zeichen der Unzufriedenheit halten, sondern für eines der Zufriedenheit.

disputatio, 21.05. 11:14

ich betrachte Stimmenthaltung teilweise als eine Form von Resignation (grundsätzlich nicht im Hinblick auf die Studierenden) und auch als eine Form von Protest.

Bedenklich ist, dass es dadurch dazu führen kann, dass einzelne Parteien mit bereits rund 35 Prozent der Wahlberechtigten (aufgrund des Wahlrechts, dass die stärkeren Parteien bevorzugt) über nahezu 100 Prozent Macht lukrieren.

Um diesem Ziel möglichst nahezukommen versuchen sie einen möglichst kurzen (und gut "getimten") Wahlkampf zu führen damit es gar nicht zu sehr ins Bewusstsein gelangt, dass Wahlen sind und parallel dazu ist die eigene Klientel mit Zuckerbrot und Peitsche zur Wahlurne zu treiben und logischerweise "richtig" zu wählen.

ibins, 21.05. 11:18

Eine Wahl kann man schon für ungültig erklären, das ist nicht das Problem. Nur was bewirkt das dann?? Beim Bundespräsidenten war's geregelt. Da haben die drei Nationalratspräsidenten - wenn auch eingeschränkt - die Funktion als Kollegialorgan übernommen und es gab ja ein gewähltes Parlament. Bei der Studienvertretung weiß ich es nicht, aber vielleicht interessiert es die Studenten nicht, ob und von wem sie vertreten werden. Anders kann ich mir eine Wahlbeteiligung von 25 % nicht erklären. Aber angenommen, man würde jetzt die Wahl für ungültig erklären, was würde dann weiter passieren? Bliebe die alte Vertretung einfach im Amt, bis es eine gültige Wahl gibt, oder würde sie sich auflösen? Und dann? Ich erinnere nur an die Auflösung des Parlaments in Österreich. War auch keine so tolle Lösung des Problems, oder?

xx1xx, 21.05. 17:52

Bei der Donauuniversität in Krems muss man jedes Mal überprüfen ob das Wahlgeheimnis noch gewahrt bleibt. Wenn immer nur die gleichen paar wählen gehen und einmal einer krank wird ...?

grasti506, 21.05. 18:19

@helikopter, 20.05. 21:27, SEHR GUTER Vorschlag. Hängt auch mit Demokratieverständnis zusammen. Sagen doch die Nichtwähler zum Schluss, na ich hab da jedenfalls nicht mitg'wählt. Es ist viel zu wenig in den Hirnen manifestiert, dass Nichtwählen automatisch heisst, sich dem zu unterwerfen, was die Mehrheit der Wähler g'wählt haben. Das ist vor allem dann problematisch, wenn nicht sichergestellt ist, dass die verbleibenden Wähler einen representativen Querschnitt des Wahlvolkes bieten. In Wirklichkeit heisst Nichtwähl'n, Kampflose, hirnlose Unterwerfung einer dubiosen Mehrheit. Wer das will, soll so sein, die soll'n dann aber die Pap'n halten und mitarbeiten PUNKT.

helikopter, 21.05. 19:53

eine interessante Disku mit guten Argumenten...danke !

grasti506, 22.05. 12:11

@heli, meinst Du mich? Was hab ich Falsches g'sagt? Hilf mir bitte!

logopezi, 20.05. 08:37

die Studenten haben halt immer mehr durchschaut, dass es bei den ganzen parteinahen Kandidaten bei öh-wahlen überhaupt nicht um die Interessen der studenten geht, sondern nur darum, dass ihnen eine bühne als zukünftige karrierepolitiker bei den Mutterparteien geboten wird. und dieses Spielchen spielen immer weniger studenten mit - bzw wählen sie parteiunabhängige fachschaftslisten, die (zumindest vor einigen jahren noch, als ich student war) wirklich die Interessen der Studenten im auge hatten.

mati, 20.05. 09:21

Ja, so sehe bzw. erfuhr ich das auch. Kein Mitstudent, der sein Fach auch wirklich studieren wollte, interessierte sich auch nur im Entferntesten für eine der politisch tätigen Gruppierungen auf Universitätsebene. Was nicht heißt, dass Interessensvertretungen unwichtig sind!

carlo, 20.05. 09:28

Was nicht heißt, dass Interessensvertretungen unwichtig sind!
.................................................................................
Interessensvertretungen sind immer wichtig.
Nur wie sie zustandekommen und ob das die beste Methode ist, das wäre schon längst zu hinterfragen.

logopezi, 20.05. 09:31

hm, wär mal interessant: wie viele derer, die sich als Studenten in der öh politisch engagierten, wurden in weiterer folge *in ihrem studienfach* bzw in sich daraus ergebenden berufen wirklich top?

oder war das Studium nur mittel zu dem zweck, sich in der öh politisch betätigen zu können um so eine politische karriere anzuvisieren, indem man sich ggü der jeweiligen Mutterpartei profiliert?

logopezi, 20.05. 09:31

...und zwar in der Privatwirtschaft, wohl gemerkt!

zwosi, 20.05. 09:48

hmmm.... und wieviele von denen, die sich nicht in der ÖH engagierten, wurden "wirklich top" ? Müsste ich raten, käm herauas "noch weniger",

carlo, 20.05. 11:07

oder war das Studium nur mittel zu dem zweck, sich in der öh politisch betätigen zu können um so eine politische karriere anzuvisieren, indem man sich ggü der jeweiligen Mutterpartei profiliert?
............................
Ich weis aus persönlichen Beobachtungen das es längst so ist.
Dazu werden auch eigene Kinder als "Thronfolger" vorbereitet.
Begonnen hat es so richtig ab 1980.
Zumindest war es vorher für mich nicht so erkennbar
Und da nehme ich sogar meine Familie von der Beobachtung nicht aus.
Wobei sie ja nicht alle in der Politik landen müssen - es genügt schon, wenn sie sich in den Institutionen einnisten dürfen.

PS Es liese sich mit der richtigen Auslesemethode für "Politiker" vieles - relativ - leicht ändern.

furher, 20.05. 12:36

All die hier aufgezeigten Missstände mögen zwar stimmen, sind aber absolut keine Begründung, nicht wählen zu gehen!
Nur infantile Ausreden, um nicht zugeben zu müssen, dass man bislang sowieso von Papa & Mama alles zum Hintern getragen bekommt, keine wirtschaftlichen Probleme kennt und möglicher Weise auch die nötige Reife nicht gegeben ist! Und natürlich nicht zu übersehen, die von den Eltern bereits vorgegebenen Ansichten, dass man auch trotz Bequemlichkeit oder gar Faulheit ohnehin alles bekommt, wofür Andere sich abgestrudelt haben!
Denn wieso können denn die 24% zur Wahl gehen?

passagier055, 20.05. 14:04

Vielleicht schaffen diese 24% ihr Studium nur deshalb weil sie in der Politik auch leicht durch "Plagiatsfälschung" unterkommen.

Gewisse Vorteile muss eine Partei wohl haben, wenn man immer häufiger Politiker erwischt die ihr Studium nur durch "Abschreiben" erlangt haben.

Gibt sicher genug Beispiele.......gg
Nach dem Motto:....."Geh zur Partei und du bist auch durch Abschreiben dabei".....gg

reservebuddha, 21.05. 11:41

"bzw wählen sie parteiunabhängige fachschaftslisten, die (zumindest vor einigen jahren noch, als ich student war) wirklich die Interessen der Studenten im auge hatten."

So ist es, das habe auch ich getan. In dem Zusammenhang muss ich mich aber fragen, warum die auch nicht mehr so intensiv gewählt werden, denn die tun in den meisten Fällen tatsächlich was für die Studierenden.

Wenn man bei einer Diskussion

derpatriot, 20.05. 00:34

5 mal pro Satz "Innen" hört kommt einem das speiben. Gut das selbst die meisten weiblichen Studierenden an unserer Uni den Genderwahnsinn ablehnen.

effenbeisser, 20.05. 06:36

Diese Erfahrung kann ich nur teilen!! Ich arbeite teilweise mit erfolgreichen jungen weiblichen Wissenschaftlerinnen zusammen und für die ist das überhaupt kein Thema!! Ich kenne keine einzige die selber gendern würde! Und das Thema Gleichberechtigung ist bei uns gelebte tägliche Realität und auch alles andere wäre unvorstellbar! Dieser Genderwahnsinn nervt wirklich jeden und er wird vorallem von Frauen an die Spitze getrieben, deren Selbstwert unterirdisch ist! Wer wirklich erfolgreich und selbstbewusst durch das Leben geht, hat andere Sorgen!!

ösirepublik, 20.05. 07:39

an den Unis regnet es Geld, auch in öffentlichen Positionen ..
aber in der Arbeitswelt ist die Schlechterstellung noch lange nicht beseitigt ...

fragedesgewissens, 20.05. 08:25

@ösi: Wo sind denn die nachweisbaren Schlechterstellungen von Frauen in der Realität?

Seit Jahren ließt man immer von Schlechterstellungen und wenn man nachfragt, dann gibts keinen einizgen Beweis für eine systematische Schlechterstellung von Frauen.

zwosi, 20.05. 10:04

Bruttostundenlöhne, Median: Männer knapp 14 €, Frauen etwas über 11 €.
Pension aus Sozialversicherung, Median: Frauen 872 €, Männer 1636 €.
Über Ursachen könnte man jetzzt lange diskutieren. Dass Frauen ökonomisch schlechter gestellt sind, steht allerdings fest.

mäander, 20.05. 22:00

"Bruttostundenlöhne, Median: Männer knapp 14 €, Frauen etwas über 11 €.
Pension aus Sozialversicherung, Median: Frauen 872 €, Männer 1636 €."

Schade nur, daß man in den Medien immer die billige Schlagzeile "Frauen verdienen weniger" hört/liest und der breiten Mehrheit nicht erklärt, daß das daran liegt, daß viele Frauen in schlechter bezahlten Berufen arbeiten und eben nicht für gleiche Arbeit weniger Geld bekommen.

Zum Thema: Bei einer Wahlbeteiligung von rund 25% erübrigt sich eigentlich jede Diskussion zum Ergebnis. Interessant finde ich, daß die zur Wahl stehenden Listen zumindest namentlich den "großen" Parteien ähneln - genau wie bei den Gewerkschaften übrigens.
Zufälle gibt's...

zwosi, 21.05. 11:35

mäander: ich geh mal davon aus, dass die "breite Mehrheit" das ganz gut weiß.

mäander, 21.05. 13:11

@zwosi: Da bin ich mir nicht sicher. In meinem erweiterten Bekanntenkreis plappern einige diese Schlagzeile nach und können mir auf Nachfrage dann nichts Näheres mehr dazu sagen.
Auch eine Arbeitskollegin konnte nicht verstehen aus welchen Gründen sie weniger verdient und warum dies nicht ungerecht ist...

Wie sagten erfahrene politische Philosophen:

johanngeorgmagflois, 19.05. 23:59

Die Studierenden eines Landes sind der politisch sensibelste Teil der Bevölkerung eines Landes.
Ihre Wahlen sind daher oft eine Ankündigung von sich in der Bevölkerung eines Landes politisch langsam sich durchsetzenden Haltungen und Veränderungen.
Die Gewinne des VSSTÖ - Verband Sozialistischer Studenten
und die Stabilität der Stimmenanteile sich links verstehender Fraktionen, gewinnen Respekt ab - und erhöhen die Spannung für die Bundeswahlen für unser Österreichisches Parlament doch irgendwie.
Auch die FPÖ schrittelt - zumindest ihre Leader - nunmehr doch auch schon merkbar zu menschenrechtlichen Haltungen - eher nach links und demokratisch. .

allesamt unwählbar

montarenbici, 19.05. 22:15

Ich war wahlberechtigt und wäre gerne zur Wahl gegangen, doch keine Fraktion vertritt meine Interessen. Keine.

Nach meinem Verstand ist es meine Pflicht vernünftig zu studieren, es ist schließlich mein Beruf (ob das Wort "Beruf" das ganz genau trifft, darüber lässt sich streiten). Immerhin wird mein Studium von meinen Eltern und vom Staat Österreich finanziert, da ist es nur respektvoll es auch in der Regelstudienzeit zu beenden. Und wenn ich in einem Kurs mal speziell gut abschneide, freue ich mich auch darüber.

Also würde ich Vertreter in der ÖH brauchen, die für engagierte Studenten eintreten, doch das tut keine einzige Fraktion. Da geht es nur um mehr Geld für Studenten, mehr Toleranzzeit, etc. Ich möchte, dass eine Universitätskultur aufgebaut wird, wo Leistung im Fokus steht, alle anderen, die nur Faullenzen, haben an der Uni nichts verloren. Wenn das eine Fraktion in Zukunft so vertritt, dann hat sie meine Stimme, ansonsten nicht. Und folglich werde ich auch in Zukunft nicht zur Wahl gehen.

superikonoskop, 19.05. 23:10

Mit Dir als Patienten hätten wir nie einen gesellschaftlichen Fortschritt erzielt...
Der Edison hat was neues gemacht, mit seiner Birne..
Und der Zuckerberg, und blabl.
Tu nur so weiter, du wirst verlieren!
So wie Trump!"

P.S: Die Pubertät kann echt ganz lange dauern...

Ich würde mich an deiner Stelle von den Eltern, dem Bauernbund, dem CV, Pfadfindern, Jungschar, katholischer Jugend, Identitären, dem MKV und Mensa distanzieren und einmal die Sau rauslassen!

reservebuddha, 20.05. 00:00

"Da geht es nur um mehr Geld für Studenten, mehr Toleranzzeit, etc."

Was ist eine "Toleranzzeit"?

Was hat das mit Faulenzen zu tun, wenn Studierende schlicht und einfach berufstätig sind, oder Kinder haben, oder welche Gründe auch immer?

Warum wird das eigentlich immer bewertet, in welcher Zeit jemand studiert? Wen interessiert das?

effenbeisser, 20.05. 06:43

Buddha- hast du schon mal eine Uni von innen gesehen?? Ich arbeite seit Jahren auf so einer und kenne natürlich auch viele Studenten! Gerade jene die neben Studium auch noch arbeiten müssen sind auch jene, die am meisten weiter bekommen! Weil sie eben wissen, wie die Welt da draußen so abläuft! Und jene die Ewigkeiten für ein Studium brauchen leben meist in einer Scheinwelt oder haben stinkreiche Eltern zuhause sitzen, wo es in Wahrheit um gar nichts geht!

molly66, 20.05. 08:19

Die Wahlbeteiligung zeigt welchen Stellenwert die Fraktionen bei den Studierenden haben.
Würde man das Budget für den Support Studierender ausgeben und nicht für zB "NO WKR Randale" u.ä. würde man manche vielleicht ernster nehmen können.
Die Studierenden haben mehr (Vertretung) verdient, als derzeit angeboten wird.

montarenbici, 20.05. 13:33

@effenbeisser
wenigstens jemand im Forum, der erkennt, wie es an den Unis abläuft

reservebuddha, 20.05. 19:48

"Buddha- hast du schon mal eine Uni von innen gesehen??"

Ja.

Ich verstehe grade deshalb nicht, welchen Sinn es haben soll, ein Studium zeitlich zu begrenzen.

War selber in der ÖH aktiv..

superikonoskop, 19.05. 22:02

Zuerst in der HTU (HochschülerInnenschaft an der TU, damals noch ohne den "Innen", obwohl da mehr Frauen aktiv waren, als im Durchschnitt der Studierenden..)

Das war 1986 und sehr schön. Ich war beim Studi Streik damals,
wir waren alle links. Das war damals noch nicht so böse ;-)

Und ich war in der Fachschaft. Basisarbeit, Bücherbörse und kopierte Prüfungsangaben vom letzten Semester...(Es gab ja kein Internet..)

Die Fachschaftsliste hat auf der TU immer gewonnen (wegen dem Service ;-) ) (oder der Dienstleistung, dem Service ist grammatikalisch wohl falsch..)

Deswegen haben wir uns auf "Hauptausschussebene" auf das "allgemein politische Mandat" konzentriert..

Da waren Freiräume, vom TU-Club (selbstverwaltetes Kulturbeisl mit Livemusik bis hin zum Kino im Audimax, mit zertifiziertem Filmvorführer, analog..)

Aber anfangen hast du müssen mit sowas wie Erstsemestrigen-Tutorien (meine waren beim Wirten vis a vis..)

Schönen Gruss an die FLÖ, und, an die Freunde der italienischen
Oper...(wenn sich wer erinnert, an Payerbach :-)) )

superikonoskop, 19.05. 22:28

Was ich nicht verstehe:
Wir hatten damals einen Menschen von der AG, in der Fachschaft. (Aktionsgemeinschaft= CV = MKV = ÖVP)
Der war ja so ganz OK. Ich habe mich überreden lassen,
zu seine "Burschis" mitzugehen..

Leider konnte ich, trotz ganz viel Alkohol, nicht verstehen, warum die
dann anfangen, solche Lieder zu singen..
Gekontert mit der Internationale, aber erst, als das Taxi schon da war..

Aus Prinzip nie gewählt

rotfuchs, 19.05. 17:39

Während ich bei jeder Gemeinde-, Land- und Nationalratswahl meine Stimme abgeben, hab ich als Student die ÖH Wahlen aus Prinzip gemieden.

Ich bin der Meinung, dass die Unis nicht als politisches Schlachtfeld und Kaderschmiede der Parteien missbraucht werden dürfen. Wie überhaupt politische Einflussnahme im Bildungsbereich nichts verloren hat, egal ob Uni oder Schule.

Und das plötzliche Interesse heucheln 2 Wochen vor der Wahl, mit Gratiskuli und Wurstsemmel an jeder Ecke, war mir auch immer zu wider.

richter, 19.05. 17:55

So habe ich es auch gemacht. Zusätzlich waren zu meiner Zeit die ÖH Vertreter meist Langzeitstudenten, die ihre Zeit verplempert haben, anstatt zu studieren. Später bin ich dann draufgekommen, dass die ÖH Funktionäre ganz schön verdient haben. Konnten ziemlich viel abschöpfen über Spesenabrechnungen, Essenseinladungen, etc.
Ich finde das auch heute noch ziemlich übertrieben. Bis auf ein paar wirklich engagierte Leute, sind da hauptsächlich ahnungslose Selbstdarsteller tätig. Siehe auch Frau Petrik, die ja aus unglaublicher Selbstüberschätzung sogar im TV ihre totale Unfähigkeit freiwillig zur Schau gestellt hat.

mirabeau, 19.05. 18:26

Im ÖGB gibt es eine
Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter und Fraktion Christlicher Gewerkschafter. Aber zu guter Letzt sind sie alle Gewerkschafter, also Interessensvertreter.

Die ÖH ist dagegen ein prolongiertes Kinderparlament, wo junge Erwachsene Parteien und parlamentarische Demokratie spielen und ausprobieren.

Der Student, der eine Nummer ziehen muss und sich dann 3 Stunden am Helpdesk der Uni anstellen muss, um eine einfache Auskunft von der UNI zu kriegen hat eben Pech.
DIe ÖH interessiert sich nicht für seinen Ärger.

Die Probleme des Studienalltags sind für die ÖH nur Nebensache.
Lieber beschäftigt man sich mit allem mit dem sich auch das Parlament beschäftigt, nur dass man keinerlei Kompetenz hat, also bleiben die wohlformulierten Forderungen und Resolutionen ungehört, ungelesen und natürlich unverwirklicht.

Aber irgend wann, wer weiß? Vielleicht kriegt man einen gut bezahlten Job als Abgeordneter im richtigen Parlament!
Sigi Maurer hat's vorgemacht.

Und deshalb wählen so wenige Leute bei der ÖH Wahl.
Denn wenn sie wählen würden, würden sie die ÖH legitimieren.
Und das wollen sie nicht, zumindest nicht diese ÖH.
Geht wo anders spielen, denken sie sich.

sonne21, 19.05. 18:47

@rotfuchs & @richter&mirabeau
Danke, fuer eure Beiträge... ganz meine Rede.
Wer was kann, braucht die alle nicht.
Ich bin fuer eine Anlaufstelle wo alle wenn sie Fragen haben hin gehen können OHNE Partei Mascherl

reservebuddha, 19.05. 20:24

"Wer was kann, braucht die alle nicht."

Das ist völliger Humbug.

xcountry, 19.05. 21:54

gibs auf, buddha, es ist schade um die Energie und Zeit. Ich war (nur) auf ÖH-Ebene zwar sehr faul, was das Wählen betraf, hatte aber immer Respekt vor den Leuten, die meist sehr engagiert gearbeitet haben. Rückblickend hätt ich mich wohl mehr dafür interessieren sollen.

helikopter, 19.05. 21:54

interessant...hab vom Uni-Leben null Ahnung - aber was sich da bei ÖH-Wahlen seit Jahren abspielt, ist ja noch schlimmer als bei AK-Wahlen und erinnert ein bisserl an "stell Dir vor, es gibt eine Wahl und keiner geht hin" *g* - spontaner Vorschlag : egal, wie nieder die Wahlbeteiligung - die Ergebnisse bestimmen die künftigen Vertretungs-Befugnisse - soll´s das
sein ? - oder sollte eine Wahl nur dann gültig sein, wenn es den p. t. Wahlwerbern gelingt, einen Mindest-%-Satz an Wahlberechtigten zur Urne zu locken !?

Das Grundproblem sind die Zwangs-/Pflicht-Beiträge

poli2, 19.05. 16:37

wenn das geld sowieso sprudelt, egal was man tut, dann darf man sich nicht wundern.

reservebuddha, 19.05. 20:22

Das Geld wird nun einmal gebraucht. Wie sollte die ÖH sonst ihre Services aufrechterhalten? Es wird ja auch nicht das Bundesbudget gekürzt, nur weil ein Prozentsatz nicht zur Wahl geht.

interessante Frage

xcountry, 19.05. 16:11

als Student war ich auch fast nie wählen, hab diesen Wahlen keine Bedeutung bei gemessen, obwohl wir alle politisch hoch inetressiert waren. Nationalrats-, Gemeinderats- und Präsidentschaftswahlen hab ich keine ausgelassen.