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Wie geht es bei den Grünen weiter?

Wenige Monate vor der vorgezogenen Nationalratswahl ist Eva Glawischnig als Bundessprecherin der Grünen zurückgetreten. Was bedeutet der Rückzug Glawischnigs für die Partei? Erhöht der Wechsel an der Spitze die grünen Chancen bei der Wahl im Herbst? Wie geht es bei den Grünen weiter?

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3542 Beiträge

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Beiträge

Unsicherheit ist für die Grünen kein guter Ratgeber

reform75, 19.05. 23:38

Natürlich weiß man im Kreis der grünen Führung, dass Lunacek und Felipe keinen Erfolg einfahren werden. Und die Aussichtslosigkeit, an einer Regierung beteiligt zu sein, hellt die Chancen, die Stimmung und die Motivation auch nicht auf. Besser wäre es für die Grünen, klar zu sagen: Wir wollen mit unseren Werten eine überzeugende Opposition darstellen.

Was völlig neu ist: Bis vor Kurzem bestand noch eine positive und vertrauensvolle Beziehung zwischen SPÖ und Grünen, nicht zuletzt aufgrund des Schulterschlusses beim gemeinsamen Wahlkampf für Van der Bellen.
Nun zerbricht diese Allianz vor unseren Augen. Das schwächt das linke Lager und stärkt das rechte Lager. Ich stelle das völlig wertfrei fest.

Antworten

reform75, 19.05. 23:42

Ganz am Rande: Die These von userxy, dass der Masterplan der ÖVP darin bestehen könnte, nach der Wahl eine Groko neu aufzustellen (ohne Kern, hingegen mit einem Ersatzmann der SPÖ in der Rolle des Vizekanzlers) finde ich inzwischen recht interessant.

userxy, 19.05. 23:42

Wenn dem höheren Ziele vorangestellt sind und es dafür eine Abmachung gibt, nachdem Grün auf Bundesebene ohnehin nicht regieren wird und dafür auf den Landesebenen mehr Möglichkeiten in Aussicht gestellt bekommt?
Ich weiß, meine Phantasie, aber dafür kann ich nichts, bin ein kreativer Mensch:-)

reform75, 19.05. 23:44

Ich weiß von ein paar Insidern, dass die großkoalitionären Bande und Verflechtungen in Österreich sehr stark sind. Das würde deine These stützen.

reservebuddha, 19.05. 23:46

"Nun zerbricht diese Allianz vor unseren Augen. Das schwächt das linke Lager und stärkt das rechte Lager. Ich stelle das völlig wertfrei fest."

1. Dann müssten die Ausritte Straches gegen Kurz ganz Ähnliches bewirkt haben, nämlich das rechte Lager geschwächt.

2. Die Unterstützung Van der Bellens war kein "Schulterschluss", sondern eine polit-hygienische Notwendigkeit.

userxy, 19.05. 23:47

Naja, es ist auch von europäischem Interesse, wie die Wahl in Österreich ausgehen wird.
Abgesehen davon, werden die über Jahrzehnte gewachsenen Netzwerke nicht so einfach klein bei geben, wo sie doch strukturell alle Möglichkeiten haben, auch wenn es viele Sympathisanten der FP gibt, dennoch, diese sind noch nicht entsprechend verankert und es wurde noch nicht umgebaut.

reform75, 19.05. 23:50

reservebuddha
"Schulterschluss" beschreibt eine Realität, die "polit-hygienische Notwendigkeit" ist eine bekennerhafte politische Sympathiebekundung. Ich bevorzuge in Debatten einen analytischen Ansatz. Was deinen Ansatz nicht abwerten soll.

reform75, 19.05. 23:52

userxy: es ist auch von europäischem Interesse

Diese Dimension stützt deine These zusätzlich. Da wirken im Hintergrund sicher "dringende Empfehlungen" ....

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