Standort: debatte.ORF.at / Meldung: "Nach Macron-Wahl: Sieg über den Rechtspopulismus?"

Emmanuel Macron

Nach Macron-Wahl: Sieg über den Rechtspopulismus?

Binnen kurzer Zeit und ohne etablierte Partei im Rücken hat Emmanuel Macron das Kunststück geschafft, in den Elysee-Palast gewählt zu werden. Viele haben aber nicht für ihn, sondern gegen Marine Le Pen gestimmt. Welchen Weg wird Frankreich unter Macron gehen? Ist Macrons Sieg ein entscheidender Schlag gegen Rechtspopulismus in Europa?

Beitrag schreiben

weitere Debatten

1555 Beiträge

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

Sieg über den Rechtspopulismus?

niloteur2, 22.05. 01:52

Es kann nur einen Sieg geben, jenen über den Neoliberalismus. Wenn dieser Sieg nicht bald gelingt, dann ist zu befürchten, dass es an allen Ecken und Enden kracht.

Antworten

wald4, 22.05. 07:45

In Deutschland wird der Sieg noch höher ausfallen.
Die Afd hat keine Chance.
In Österreich?

carlo, 22.05. 20:40

Es kann nur einen Sieg geben, jenen über den Neoliberalismus.
----------------------------------
Man schlachtet sozusagen das "falsche Schwein".
Nur das die von den "Neoliberalen" 99% der Mittel zur Verfügung aben und die rechten bestenfalls 1%
Nur würden die von linksdermitte nicht willgfährige Helfer der Neoliberalen sein, könnten die auch nicht soviel alleine ausrichten

Rechtspopulismus ist uralt

wettercafe, 22.05. 00:30

neu ist der Linksgrünepopulismus.

Antworten

mkws, 22.05. 02:02

Wenn denn daran nur irgendetwas Linkes wäre. Ich sehe leider nur Dinge wie Neoliberalismus, Quoten und Echauffierungskultur... Linke Themen sind in Österreich definitiv ausgestorben.

effenbeisser, 22.05. 06:03

Der da wäre??? Wenn man nichts zu einem politischen Thema beitragen kann, dann erfindet man halt einen Linkspopulismus?!

alpensymphonie, 22.05. 11:40

"Linksgrünepopulismus" ist als Wort genauso Flickwerk wie "Bittersüßesauce" und reflektiert einfach nur intellektuell nicht allzu hoch stehendes Umherschlagen.

wettercafe, 22.05. 20:13

oje, da fühlt sich wer betroffen...:-)

alpensymphonie, 22.05. 23:00

Nicht wirklich. Bloß amüsiert :-)

Macrons Umgang mit Medien

carlo, 20.05. 17:32

Journalisten müssen draußen bleiben

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-frankreich/emmanuel-macron-schliesst-journalisten-und-presse-aus-15022589.html

PS: Kalte Füsse der Bursche?

Antworten

alpensymphonie, 20.05. 23:27

Trump-Style. Möglicherweise bald auch in Österreich.

dergrossenagus, 21.05. 23:11

@carlo: der hat halt vom Trump gelernt...

Hr. Macron ist irgendwie...

johanngeorgmagflois, 20.05. 00:26

doch mehr als Fr. Le Pen - Frankreich neu und Vive la France - jung und frei - international und auch selbstbewußt französisch - aber eben nicht altbacken und von vielen Verbalvergehen und notwendigen "Vaterdistanzierungen" gezeichnet.
Man bekommt eventuell wieder Lust auf einen Cafe' und auf französische Ausdrücke, französischen Käse und Vin Rouge - Marine Le Pen - entschärft - im Hintergrund, stört da durchaus nicht. Fr. Le Pen hat eben doch auch als Frau gewisse Wählerschichten angesprochen.

Inhaltlich aber bleibt die Sache sehr spannend: Auch interessiert mich, wie er über Frankreichs jüngere Geschichte denkt - z.B. das französische Engagement in Libyen in jüngster Vergangenheit, das wohl mehr zerstörte als daß es half - und Frankreich verkaufte einst Hr. M. Ghadafi an die 200 Mirage Kampfjets.
Eine Nachdenkpause diesbezüglich wäre angesagt.

Antworten

Macron-Partei lässt über 50 Wahlkreise unbesetzt

carlo, 19.05. 20:41

Die Partei des neu gewählten französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron tritt bei der Parlamentswahl im Juni nicht in allen Wahlkreisen an. 51 der zusammen 577 Bezirke bleiben unbesetzt, teilte La Republique en Marche (LREM) in Paris mit.

http://www.orf.at/#/stories/2392273/

PS: Lustig, mit welche abstrusen Verrenkungen dies schön geschrieben wird.

Antworten

mahner, 19.05. 21:01

warum eigentlich treten so viele Medien ungeschminkt für Macron ein?

ER ist doch ein Feind der Bruderparteien von ÖVP und SPÖ in Frankreich, die er und Le Pen zerschmettert haben ?

Weiß das jemand ?

carlo, 19.05. 22:27

Weiß das jemand ?
..........................
Ja!.
Es gibt etwas zu zu bekäpfen und dass heist - "Rechts!"
Egal welch Schattierung man sonst ist.
Das sich da alles noch so dubiose einfindet, von der "Mitte" bis "linksdermitte", spielt da keine Rolle.
"Rechts" ist der heutige "Gottseibeiuns".

reservebuddha, 21.05. 12:55

Zurecht übrigens.

alpensymphonie, 21.05. 13:15

Manche Parteien sind halt dazu fähig, das Blockdenken aufzuweichen, wenn ein größeres Übel droht. Das hat sich schon in Österreich am 4.12. gezeigt; in Frankreich ist das Zeichen noch wesentlich deutlicher ausgefallen - neben den jüngsten dt. Wahlergebnissen ein weiteres Indiz dafür, dass Rechtspopulisten ihren Zenit überschritten haben. Auch wenn Le Pen ein Drittel geholt hat, hat es schon Zeiten gegeben, in denen sie wesentlich mehr hätte schaffen können.

Mit jeden Chaoten gerät das Land...

rosenfreund, 18.05. 14:27

...noch weiter rechts, bis sie einmal ans Ruder kommen. Was schlimmer wäre.

Ich hoffe Europa findet seine Mitte!

Antworten

carlo, 18.05. 14:32

Ich hoffe Europa findet seine Mitte!
-------------------------------------------------------
Geographen des Institut Géographique National, des nationalen Geographieinstituts Frankreichs, errechneten 1989 den geographischen Mittelpunkt Europas als Flächenschwerpunkt und ermittelten eine Stelle im Dorf Purnuškės etwas nördlich von Vilnius in Litauen mit den Koordinaten 54° 54′ 0″ N , 25° 19′ 0″ O.

Quelle Wikipedia

reservebuddha, 19.05. 06:48

Absichtliches falsch-Verstehen ist ein diskussionszerstörendes Stilmittel.

zwergnase01, 19.05. 14:26

Man muß ja nicht unbedingt zum Lachen in den Keller gehen, ich nehme die Foren auch nicht immer toternst, wollte ebenfalls auf Europas Mitte im Baltikum hinweisen, Carlo war aber schneller.

carlo, 19.05. 20:33

Ich hoffe Europa findet seine Mitte!
........................................................
Die Wahrheit liegt zwischen zwei Extremen, aber nicht in der Mitte!
@Moritz Heimann

mahner, 19.05. 21:08

@reserve

absichtliches Fälschen von Begriffen zu verurteilen und aufzuzeigen, ist Pflicht jedes humanistischen und wissenschaftlich gebildeten Menschen.

Europa ist ein geographischer Begriff und reicht vom Atlantik bis zum Ural.

Es quasi mit EU gleichzusetzen ist eine politische Sauerei.

Und wo es als politischer Begriff je verwendet wurde, reicht es eben über das ganze geographische Gebiet: indoeuropäische Sprachen, Christentum, Aufklärung und Vieles mehr.

carlo, 19.05. 22:30

Es quasi mit EU gleichzusetzen ist eine politische Sauerei.
-------------------------------
Eine Diktion die von Deutschland ausging.
Leider wieder einmal wie so vieles ungute.

alpensymphonie, 21.05. 12:30

@Mahner: Es dürfte deiner wissenschaftlich humanistischen Bildung entgangen sein, dass es a) in Europa Staaten gibt, die nicht eine indogermanische Sprache besitzen (Ungarn, Finnland, Estland), während b) in ganz Nord- und Südamerika und in Australien indogermanische Sprachen als Muttersprachen gesprochen werden; dazu kommen die indogermanischen Amtssprachen in vielen afrikanischen Staaten. Weiters ist der Islam seit der Annexion Bosniens in Österreich anerkannt.

Europa ist mehr als eine simple Ansammlung von Nationalstaaten, und gerade das, was es ausmacht, ist momentan durch Rechtspopulisten bedroht: Vom Toleranzgedanken Lessings reden wir eh schon lange nicht mehr; die Gewaltentrennung wurde erst im Jänner durch den von Strache und Le Pen bejubelten Trump in Frage gestellt. Diesen uneuropäischen Geist haben 66% der französischen WählerInnen in die Schranken gewiesen.

Mit Sicherheit ist das kein Sieg über den Rechtspopulismus,

klargesprochen, 17.05. 22:36

denn es kommt auf die Politik der Zukunft drauf an. WIE wird Macron für sein Land, seine Bevölkerung in Hinkunft entscheiden. NUR durch vernünftiges Agieren wird er den Rechtspopulismus einbremsen. Gelingt es ihm nicht, wird der Rechtspopulismus zunehmen.

Man muss Frankreich mit seinen Problemen kennen, um darüber urteilen zu können.

Antworten

alpensymphonie, 18.05. 00:46

Ich glaube, dass das Wahlergebnis ein deutliches Bekenntnis gegen antieuropäische Strömungen ist, genau wie auch das Erstarken der Union gegenüber einer gleichzeitig weit hinter ihren Erwartungen liegenden AfD. Der Rechtspopulismus hat seinen Zenit überschritten. Es wird Zeit, die vernünftige Mitte wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

carlo, 18.05. 09:41

"antieuropäische stimmung"???
.....................................
Eine absichtliche Wortschöpfungs-Missgeburt, um die Mehrheit der Europäer zu diskreditieren.
Man schlägte den Sack und meint den Esel.
Der ist in diesem Fall die EU.

reservebuddha, 18.05. 10:37

Nicht ganz. Die EU verkörpert (nicht ideal, aber doch) die politische Europa-Idee im Gegensatz zu dem nationalistischen Fleckerteppich, der nicht viel kann, im Zeitalter von einflussreichen Großmächten ausserhalb (wobei natürlich Russland auch eine europäische Macht ist, aber eben auch eine asiatische).

Wir haben schon einmal als Folge dieses idiotischen Nationalismus die Situation gehabt, dass Europas in zwei Hälften gespalten war. Dasselbe wir wieder geschehen, wenn wir weiterhin die Nationalstaatlerei leben.

Auf fremd-Dominanz können nachfolgende Generationen gut verzichten. Daher ist zwar EU-Kritik gut und wichtig, aber die Forderung nach der Abschaffung der EU (und jedes ähnlichen Gebildes) definitiv Europa-feindlich.

ösirepublik, 18.05. 14:05

@rb .. richtig ..
aber WO ist die Beschwerdestelle für Brüssel & Co ??
unsre Politiker verscheißern uns schon so genug, und die Opposition kann nur mit brüssel-feindlichen Trompeten punkten ...

maumau, 18.05. 14:17

Macron kündigte an, daß er die Immigration von Afrika nach Europa erleichtern werde. Würde sagen, daß dies den Rechtspopulismus erst so richtig befeuern wird. Und da Avramopulos Grenzkontrollen in einem halben Jahr - also nach der Ö-NRWahl - nicht mehr zulassen will, dürfte dies auch für die EU und isb. Ö einiges an Konsequenzen haben.

xcorleone1985x, 18.05. 14:18

''...aber die Forderung nach der Abschaffung der EU (und jedes ähnlichen Gebildes) definitiv Europa-feindlich.''

Schwachsinn pur hoch zehn!!
DIESE EU hat sich seit ihrem Bestehen im Laufe der Zeit laufend zum Negativen entwickelt, der Euro eine Riesen Katastrophe der die Völker entzweit, ebenso die Flüchtlingskrise und da man DIESE EU nicht mehr reformieren kann muss sie eben abgeschafft werden. Das bedeutet aber nicht das man Europa-feindlich ist, denn Europa ist weit mehr als diese verkorkste EU.
Es lohnt sich auch nicht, das zu verteidigen, was man ohnehin aufgeben muss.

alpensymphonie, 18.05. 20:53

@Carlo: Dass Front National und AfD gegen die EU sind, ist eh selbstverständlich. Ich bezeichne sie darüber hinaus als "antieuropäisch", weil sie in ihrer gesamten Aufmachung die kulturellen und zivilisatorischen Errungenschaften Europas mit Füßen treten.

reservebuddha, 19.05. 06:46

@xcorleone, ein deutliches Manifest des Widerspruchs. :-)

Der Euro ist leider tatsächlich ein gewaltiges Problem des EU-Konzepts, die Flüchtlingskrise eben nicht, weil da die EU nicht einmal involviert gewesen ist, sondern von Anfang an reine Nationalstaatlerei die Probleme verursacht hat. Wenn man irgendwo die Notwendigkeit besserer Zusammenarbeit und Koordination sieht, dann grade beim Flüchtlingsproblem.

Wieso sollte man diese EU nicht mehr reformieren können? Ich sehe dafür keinen Grund.

Darüber hinaus sehe ich immer wieder Grund für Washington und Moskau, KEINE EU zu wollen. Die wird für solche Mächte im Grunde immer unbequemer. BEIDE Supermächte sind daran interessiert, es möglichst mit einzelnen kleinen Nationalstaaten zu tun zu haben. Das allein ist für mich ein Grund, sie zu befürworten, und möglichst gar nicht, auch nicht kurzfristig, einen Zwischenzustand zuzulassen, in den die sofort einhaken und einen weiteren Anlauf zur Zusammenarbeit nachhaltig verhindern können.

alpensymphonie, 19.05. 08:26

Divide et impera.

mahner, 19.05. 21:16

@alpen zu 20"53

Allein dein Gefasel von " weil sie in ihrer gesamten Aufmachung die kulturellen und zivilisatorischen Errungenschaften Europas mit Füßen treten.", zeigt deine Arroganz und dein Unwissen.

Ich habe meine Gymnasium weit vor dem EU-Beitritt abgeschlossen und eine ausgezeichnete humanistische Bildung dadurch erworben.

Europäische Kultur Zivilisation auf eine kitzekleine Zeitspanne zu reduzieren zeigt, daß diese Gedanken nur mit dem Kleinhirn erfunden wurden.

alpensymphonie, 20.05. 01:25

Die Zeitspanne seit 1789 als klitzeklein zu bezeichnen relativiert deine "Kleinhirn"- und "Gefasel"-Statements.

Frankreich ist sehr schwer umzupolen

regionaut, 17.05. 20:06

Macron bewegt sich mehr in der Mitte, mit einer links oder rechten Politik kann dieses verdorbene Land nur noch mehr ruiniert werden. Viel verbessern wird auch Macron nicht können, weil die Gewerkschaften in Frankreich zu stark sind. Wer international am Markt Erfolg haben will braucht günstige Entstehungspreise.
Wer viele Arbeitnehmer beschäftigen will, braucht bezahlbare Löhne. Am besten sieht man in Frankreich die Fehlentwicklung in den Tourismus Betrieben. Große Bettenburgen mit wenig Personal und kaum ein gutes Service. In 10 Jahren kann es auch noch nicht viel besser werden an France.

Antworten

ukglobal, 17.05. 21:17

Gerade die Tourismus Branche ist ein Herzeige-Modell, und hat dazu gefuehrt, dass Frankreich unangefochten an der Weltspitze im Tourismus liegt. Auch wenn ich wegen des Zweitwohnsitzes in Paris da wenig Gebrauch machen muss, bin ich regelmaessig in Nizza, Bordeaux, Lyon, La Rochelle und Rennes.
Morgen wieder in Paris, wo "La Nuit des musées" am Samstag wiederum die Hotels mit Fremden fuellen wird.

ukglobal, 17.05. 21:18

Gerade Burgen haben es uns angetan, und wir verweilen sehr gerne in solchen, besonders in der Region Aquitaine.

prisma, 18.05. 15:56

regionaut
der letzte Absatz hat es in sich:
viele Arbeitnehmer beschäftigen will, braucht bezahlbare Löhne. Am besten sieht man in Frankreich die Fehlentwicklung in den Tourismus Betrieben. Große Bettenburgen mit wenig Personal und kaum ein gutes Service. In 10 Jahren kann es auch noch nicht viel besser werden an France.
Der Tourismusbrache in Frankreich fehlt es nicht am Personal sondern an der Führung.
Vergleiche Schweiz, sehr gute Bedingungen für das Personal und Spitzenqualität für den Gast
sollst einmal in diese Brache hineinschnuppern

regionaut, 18.05. 17:04

Um die Entwicklung in Frankreich besser zu verstehen muss man vergleichen. In den älteren gewachsenen Skiorten in den französischen Alpen gibt es auch gut geführte Hotels so wie bei uns. Dann gibt es die neu entstandenen Skigebiete wo die großen Bettenburgen nebeneinander stehen mit wenig Service Personal und das sind die Produkte dort von der Neuzeit. Ich will jetzt da keine Orte nennen um gelöscht zu werden.

Linkspopulismus gewinnt gegen Rechtspopulismus

kaltiss, 16.05. 14:59

Antworten

lokivonasgard, 16.05. 23:45

Macron soll deiner Meinung nach ein Linkspopulist sein, verstehe ich das richtig?

reservebuddha, 16.05. 23:47

Nein, der linke Melenchon hat eben nicht gegen die extrem rechte Le Pen gewonnen, sondern der wirtschaftsliberale Macron. Da kommt Links gar nicht mehr vor.

lokivonasgard, 17.05. 08:19

@kaltiss, 16.05. 14:59
Kommt noch eine Antwort?

totorohime, 17.05. 11:53

steht man weit genug rechts
sieht man nur noch linkspopulisten

diefackel, 17.05. 16:17

>kaltiss

Das Regierungsteam Macrons:
Premier: Édouard Philippe, (Republikaner, i.e. konservativ)
Außenminister: Jean-Yves Le Drian (Sozialdemokraten)
Verteidigungsministerin: Sylvie Goulard (Demokratische Bewegung, i.e. liberal)
Wirtschaftsminister: Bruno Le Maire (Republikaner, i.e. konservativ)
Innenminister: Gérard Collomb (Sozialdemokraten)
Umweltminister: Nicolas Hulot (unabhängig)
Justizminister: François Bayrou (Demokratische Bewegung, i.e. liberal)
Sportministerin: Laura Flessel (unabhängig)

Das soll "Linkspopulismus" sein?

lokivonasgard, 17.05. 19:10

@diefackel, 17.05. 16:17
Von dem User kommt sicher keine Antwort. Es war halt die übliche, einzeilige Anpatzerei...

Macron appoints Republican as PM

ukglobal, 15.05. 16:00

Ein Schritt in die richtige Richtung, und ein Signal fuer eine breit gefaecherte Regierungsbasis, ist die heutige Ernennung von Edouard Philippe vom moderaten Fluegel der Les Républicains zum neuen Premierminister. Durch den Schachzug koennte Macron auch andere Republikaner zum Wechsel zur REM Macron's bewegen.

Applaus fuer Emmanuel Macron!

Antworten

prisma, 15.05. 18:10

ich kann Macron noch nicht richtig einschätzen
ist er reiner Populist
oder nur ein Blender
https://www.openthesaurus.de/synonyme/Angeber
Gefundene Synonyme: Angeber, rechthaberisches Wesen, selbstherrliches Wesen, Angeber, Aufschneider, Blender, Großsprecher, Großtuer, Möchtegern,

nuss, 15.05. 18:19

sicher ist, dass Macron ein lupenreiner Narzist ist
solche Leute findet man überall auch in diesem Forum

ukglobal, 15.05. 18:26

>>prisma
Soweit ich es beobachten konnte - und in unseren Medien ist er sehr oft und regelmaessig - ist Macron weder "reiner Populist" noch "nur ein Blender."
- - -
>>nuss
Ganz sicher ist er nicht wie von dir beschrieben.

prisma, 15.05. 19:10

Macron á la DT ?
Abbau von Regulierungen für Unternehmen.
öffentlichen Ausgaben binnen 5 Jahren um 60 Mrd. € reduzieren durch Einsparungen uA im Gesundheitswesen um 15 Mrd. €
Unternehmenssteuern von 33,3 % auf 25 % senken
Abhängigkeit Frankreichs von der Atomenergie reduzieren
Demokratisierung der EU

ukglobal, 15.05. 20:16

>>prisma
"DT" ist was?

Macron will (zusammen mit Merkel) zuegig Reformen des zaehen Vertragswerkes der EU durchbringen. Das ist bisher vor allem an sozialistischen Regierungschefs gescheitert, allen voran Frankreich, Oesterreich, der Kommission, Belgien und den Typen Schulz, Juncker, Tusk. Ironischerweise strebt Macron solche Reformen an, die auch UK verlangt, aber nie bekommen hat.

So koennte der vorerst unglaubliche Fall eintreten, dass die EU sich so weit reformieren kann, dass fuer GB der Brexit weniger dringend wird.

prisma, 15.05. 20:44

uk
du übersiehst wie viele Andere, dass nur eine Gemeinschaft von
Produzent-Handel/Dienstleistung-Konsument die Wirtschaft bilden.
Das funktionierte teilweise, aber mit Macht und Vermögen im Fokus der persönlichen Gier gerät dies immer mehr aus dem Gleichgewicht.

prisma, 15.05. 20:47

korr.
"im Fokus der persönlichen Gier" gemeint ist ´ im Fokus des eigenen Vorteils´

ukglobal, 15.05. 20:48

Als Economist uebersehe ich nichts was mit macro-economics zu tun hat, und es war auch nicht mein Thema in den Kommentaren und im Posting. Daher ist von "uebersehen" keine Spur.

Es geht um den Praesidenten und seine Ideen den verkorksten Block der 27 Mitglieder zu reformieren. Dazu ist seit gut 15 Jahren nichts geschehen, was den 'Brexit' ueberhaupt erst moeglich gemacht hat.

prisma, 15.05. 21:22

uk
das mit ´verkorkst´ ist voll treffend
um besser kommunizieren zu können verwende ich hier auch die gängigen Bezeichnungen Arbeitgeber (AG) bzw. Arbeitnehmer (AN), Wirtschaftstreibende sind wir ja alle.
Also zum Verkorkst gehören beide und jeder will mehr, vordergründig für seine Gemeinschaft (Status) oder sein Klientel. natürlich sitzen die Mächtigen ´1. Reihe Fußfrei´
Zu Zeiten des Arbeitskräftemangels hatten diese Leute viel Macht, das ist aber Vergangenheit.
##
genau diese Verkorkstheit prangere ich an, ich sehe mehr populistische als ausgewogene ´Lösungen´ von all den Akteuren

zapadong, 15.05. 22:36

Bitte um Aufklärung:
Warum wurde bei der Siegesfeier Macrons die europäische Hymne gespielt und nicht die französische?

ibins, 16.05. 00:24

Macron ist als "glühender Europäer", also europafreundlich im Gegensatz zu Le Pen in die Wahl gezogen und hat gewonnen. Da scheint es nicht ganz unlogisch, bei der Siegesfeier die Europahymne zu spielen. Le Pen hätte natürlich die französische Hymne gespielt.

ibins, 16.05. 00:34

Macron ist mir auch zu wenig "bekannt", als dass ich ihn "einschätzen" könnte. Ich spreche auch viel zu schlecht französisch, um ihn direkt zu verstehen. Meines Wissens ist er aber ein Befürworter einer Europäischen Gemeinschaft, "wirtschaftsliberal", Kenner des Finanzmarktes und intelligent. Ich kenne auch die Zustände in Frankreich nicht wirklich, außer, dass es der ehemaligen "Grande Nation" nicht so wirklich gut geht. Daher kann ich auch nicht sagen, welche Maßnahmen für Frankreich erforderlich oder gut sind und welche nicht. So ist es natürlich schwer, seine politischen Ziele richtig einzuordnen.
Dass man die derzeitige Europäische Union "reformieren" will, ist ja nicht falsch. Auch diese Union muss weiter entwickelt werden, damit sie nicht obsolet wird. Dass er in Frankreich "Reformen" angehen muss, ist auch klar. Und ich halte Macron für intelligent, also glaube ich auch, dass er Verbesserungen erreichen kann.
Mein Vater hat immer gesagt:"Abgerechnet wird zum Schluss". Wir werden auch sehen, ob für Frankreich die Pfeile nach oben gehen werden oder nicht. Schwarz sehe ich nicht einmal fern, warum also für Frankreich mit "Presidente" Macron??

ibins, 16.05. 00:49

Die Feststellungen #ukglobal's kann ich immer nur schwer verstehen. Ich habe immer das Gefühl, dass einfach alles was Republican ist, gut ist und alles andere schlecht. Für mich ist ein Politiker noch lang nicht gut, weil er einer bestimmten Partei angehört. In Österreich gibt's die "Nieten" quer durch alle Parteien. Und wir haben hier auch viele, denen keiner zu blöd sein kann, solang er nur einer gewissen Partei angehört und in jedem Fall zu blöd ist, wenn er dieser Partei nicht angehört.
Ich finde unseren Justizminister gut, obwohl er garkeiner Partei angehört, wohl aber von einer vorgeschlagen wurde. Ich finde unseren derzeitigen Sozialminister Alois Stöger wenig berauschend, obwohl er der von mir grundsätzlich bevorzugten Partei angehört.
Und mich stören sogenannte "präkere Arbeitsverhältnisse" und "Scheinselbständigkeit" im Pflegebereich, beides, weil es modernes Sklaventum ist und mit ordentlichen Arbeitsverhältnissen nichts mehr zu tun hat.
Ich finde ein funktionierendes, solidarisches Gesundheitssystem wichtig und auch, dass besser verdienende dafür mehr zahlen als die vorhin genannten modernen Sklaven.
Und ich fände es auch gut, wenn eine Union die für Menschen wichtigsten Standards nicht allzu weit auseinander klaffen lässt. Damit meine ich sicher keine Normen, sondern eben Sozialstandards. Und in einer Union sollte es Zusammenarbeit geben und nicht puren Neid dort und Geiz da. So funktioniert es nämlich auch im Kleinen schon sicher nicht.

ibins, 16.05. 01:01

Dass #ukglobal einen "brexit" für nicht mehr zwingend notwendig erachten könnte, falls es Macron gelänge, die EU zu reformieren, verwirrt mich aber total. Bis zum Votum und auch danach war der "brexit" ja quasi die Auffahrt in den Himmel oder der Weg ins Schlaraffenland für Großbritannien überhaupt. Und jetzt sollten es Reformen richten können???
In meinen Augen war der "brexit" unnotwendig "wia a Kropf" (übersetzt für ukglobal "unnötig wie eine Schilddrüsenwucherung"). Das war Populismus pur eines britischen EU-Abgeordneten, dem seine eigene Arbeit wohl dermaßen auf den Geist gegangen ist, dass er nicht sich selbst, sondern sein ganzes Land "entlassen" hat.
Großbritannien ist eines der großen und wirklich mächtigen Länder in dieser Union und wäre durchaus in der Lage gewesen, entsprechende Reformen in die Wege zu leiten. Warum sollte das Macron jetzt gelingen, was David Cameron nicht hätte genau so gelingen müssen?
Kann doch nicht sein, dass man schon jetzt anfängt, diese Entscheidung neu zu hinterfragen.

ukglobal, 16.05. 07:42

ibins,schrieb am 16.05. 01:01eine Antwort:
"... Dass #ukglobal einen "brexit" für nicht mehr zwingend notwendig erachten könnte, falls es Macron gelänge, die EU zu reformieren, verwirrt mich aber total."
- - - - - - - - - -
Ich habe Brexit aktiv unterstuetzt aus pragmatischer Ueberzeug, nicht aus "Herz und Sentiment." So habe ich auch Ende 2015 gehofft, dass PM Cameron auf einem EU-Gipfel tiefgreifende Reformen den anderen Blockstaaten abringen koennte. Solche Reformen waren Kern der zunehmend EU-feindlichen Haltung der Konservativen seit mehr als 10 Jahren. Als Cameron vom Gipfel zurueckkehrte und posaunte, "wir haben alles erreicht in Bruessel!" obwohl NICHTS erreicht worden ist, habe ich mich von Cameron abgewendet und habe mich tatkraeftig fuer "Leave" eingebracht.

Nun betreibt Macron einen guten Teil dieser einstigen Reformwuensche, inclusive dem bisherigen Tabu von Aenderungen von EU-Vertraegen!! Als Pragmatiker warte ich nun ab, wie diese Reformen und Aenderungen aussehen werden, und - wenn sie weit genug gehen - kann mir vorstellen, einen Verbleib des UK im EU-Block eines Tages zu unterstuetzen. Das ist auch meine 'fine-tuned' Haltung in Parteigremien.

Mediale Diktion

champ, 15.05. 15:53

Vor einer Woche bezeichnete der Orf den FN als rechtsextrem. Heute wird selbiger als rechtspopulisisch bezeichnet. Was nun?

Antworten

ukglobal, 15.05. 16:10

Interchangeable terms

kottan, 15.05. 16:20

Genausogut könnte man Macron als Kapitalfundamentalisten bezeichnen ....

evro, 15.05. 16:27

wenn's um kapital geht, wird doch fast jeder zum fundamentalisten
oder?
;-)

mirabeau, 15.05. 17:03

Vor einer Woche bezeichnete der ORF Macron auch noch als "sozialliberal".

raimund, 15.05. 17:40

Das hat mit den Wahlen zu tun. Es gibt Berichterstattung vor einer Wahl und danach.

aber geh...

nomercy, 15.05. 11:15

der rechtspopulismus ist erst im kommen

ob nicht macron nicht selbst ein populist ist, wird er erst beweisen müssen

Populismus ist häufig geprägt von der Ablehnung von Machteliten und einigen Institutionen, Anti-Intellektualismus, einem scheinbar unpolitischen Auftreten, Berufung auf den „gesunden Menschenverstand“ (common sense) und die „Stimme des Volkes“, Polarisierung, Personalisierung, Moralisierung und Argumenten ad populum oder ad hominem.

Populismus betont häufig den Gegensatz zwischen dem „Volk“ und der „Elite“ und nimmt dabei in Anspruch, auf der Seite des „einfachen Volkes“ zu stehen. Populismus hat hingegen kein bestimmtes, eigenes Wertesystem, das seinen ideologischen Kern ausmachen und ihn von anderen Ideologien abgrenzen würde. Er kann daher mit ganz unterschiedlichen politischen Richtungen und Zielsetzungen einhergehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus

das obige passt zurzeit auch auf macron

Antworten

mirabeau, 15.05. 17:05

Populisten sind immer die Anderen.

ibins, 16.05. 01:18

Ich habe schon geglaubt, die Definition wäre "Eigenproduktion" gewesen. Ich persönlich verwende dieses Wort kaum, weil es als Bezeichnung für so manche Politiker geradezu verharmlosend ist. Le Pen ist für mich keine "Populistin", sondern eine glasklare "Nationalistin". Mit welchen Methoden sie Stimmen lukrieren will, stört mich weniger. Strache ist ein genau so populistischer Nationalist. Und wer das gut findet, wird ihn auch wählen. Das selbe gilt für Wilders, den verbliebenen der Kaszynski-Brüder und andere in Europa. Ich bin mehr für Zusammenhalt, denn für Abschottung und kann deshalb auch nichts mit Nationalismus anfangen, wie wohl ich noch ganz gern in Österreich lebe und auch lange gern im Ausland Österreicher war. Heute fällt es mir nicht mehr so leicht, mich des allgemeinen Rufes der Österreicher im Ausland zu erfreuen. Hoffentlich werde ich es nie bevorzugen müssen, mich diesbezüglich bedeckt zu halten.

First trip, and tripped up

ukglobal, 15.05. 10:10

Am ersten Amtstag reist der frz. Staatspraesident zur deutschen Kanzlerin. Es ist zwar die erste Dosis an "Realpolitik", aber sicher keine Liebesbezeugung. Frankreich und GB sind die Supermaechte Europas, Deutschland die unbestrittene Wirtschaftsmacht #1. Franzosen hegen Freundschaft mit UK, Spanien, Luxembourg und sogar Belgien; aber mit 'les boches' gibt es nur ein Zwecksverhaeltnis.

Es war die erste Chance Macrons sich aus den Fussstapfen seines sozialistischen Vorgaengers zu befreien, und Eigenstaendigkeit zu demonstrieren. Ein erster Staatsbesuch in westliche, noerdliche und suedliche Nachbarn waere ein emanzipierter Schritt, anstatt ein Dahintrotten zu einem Arbeitsbesuch nach Berlin. Willkommene Wahlkampfmunition fuer die Opposition.

Antworten

dersichnenwolftänzelt, 15.05. 10:32

Die gesamte (kontinentale) westeuropäische Nachkriegspolitik ist auf die deutsch-französische Freundschaft aufgebaut.
Im Geiste Charles de Gaulles und Konrad Adenauers ist dieser erste Staatsbesuch genau der Richtige.

ukglobal, 15.05. 11:05

>>dersichnen
Ich stimme schon zu dass das franzoesisch-deutsche Verhaeltnis wertvoll fuer die Befriedung des Kontinents gewesen ist, sorgfaeltig unter der Beobachtung und Kontrolle durch die drei Westmaechte. Erst mit dem Erscheinen einer Europaeischen "Union" wurde die Notwendigkeit weiterer Kontrolle (und Besetzung) gelockert. Das Erbitten Adenauers auf Wiederaufnahme in den Kreis zivilisierter Staaten wurde von CdG erhoert und ermoeglicht. Das ist auch gut so.

2017 jedoch waere etwas mehr Emanzipation eines franzoesischen Staatspraesidenten - folgend der tief verankerten Skepsis vis-à-vis Deutschen durch Franzosen - und Distanz zu Deutschland loeblich. Ich glaube und hoffe auf ein starkes Frankreich, weniger an Frankreich, das lediglich als EU-Mitgliedsland #22 sich einer unheilvollen Idee unterordnet.

rebekka7, 15.05. 12:23

Auch eine BK Angela Merkel ist sich im Klarem darüber, scheitert Macron, dann scheitert auch Europa mit seiner EU, endgültig !

dersichnenwolftänzelt, 15.05. 14:37

> uk So schön die Worte auch sind, in die Du Deine message verpackst: Du plädierst für eine Abschwächung der Deutsch-Französischen Freundschaft. Emanzipation? Die Grande Nation ist emanzipiert genug.

ukglobal, 15.05. 15:50

>>dersichnen

Ich plaediere in der Tat fuer ein nuechterneres Verhaeltnis zwischen Deutschland und einem - auch von mir voll bestaetigten 'emanzipierten - Frankreich (die Bestaetigung dafuer finde ich in meinen Aufenthalten in Frankreich 2x im Monat).

Ich finde den Amtsantritt eines neuen Praesidenten als passende Gelegenheit, dass dieses Amt sich von der unverstaendlichen Unterordnung einer Kommission, und zu enger Bindung an Berlin, befreien + emanzipieren soll. Auch im Hinblick auf 'Brexit', durch den auch Frankreich erheblicher Schaden droht, ist es besser, schadenreiche Solidaritaet mit der EU herunterzufahren, und bilaterale Beziehungen zu Staaten in den Vordergrund zu stellen.

Macron

sowa, 13.05. 10:01

wird es sehr schwer haben bei den kommenden wahlen eine mehrheit zu bekommen.
es waren immerhin fast 40% nichtwaehler, welche Macron und auch Le Pen nicht gewaehlt haben.
wenn diese 40% nun auf alle parteien (prozentuell ungewiss) aufgeteilt werden, hat auch Le Pen noch chancen fuer mehr stimmen.
ich wuerde sagen, lassen wir uns ueberraschen.

Antworten

ukglobal, 13.05. 10:05

Keine Frage, Macron's Partei wird es sehr schwer haben. Jedoch ist die Position des Front National ebenso fruchtlos wie schon in der Vergangenheit. Bei 15% in den Umfragen wird sie kaum mehr als 10 Sitze gewinnen, wenn ueberhaupt so viel.

carlo, 13.05. 10:15

Bei 15% in den Umfragen wird sie kaum mehr als 10 Sitze gewinnen, wenn ueberhaupt so viel.
....................................................
Alles "demokratisch" legitimiert.
Wie es sie die "B-liten" eben so vorstellen.
In jedem anderen - normalen Land der Welt -ausser England kömmen sie auf ca. 80 Sitze bei 15% der Stimmen.

Wenn wir das US-Wahlsystem einmal aussen vorlassen, wo man sogar mit Millionen weniger Stimmen Präsi werden kann.

c3po, 13.05. 10:58

Macron wird wahrscheinlich wenig Unterstützung haben.
Daher eher wenig voran bringen.
Das wird wahrscheinlich den extremen Parteien, egal ob rechts oder links Auftrieb verschaffen.

ukglobal, 13.05. 17:36

>>carlo

Das Wahlsystem ist allen (in Frankreich) bekannt, und voll als demokratisch erkannt und akzeptiert (Dasselbe gilt natuerlich fuer UK und USA, Canada und Australien...). Zurufe und Belehrungen aus Laendereien, die auch durch Frankreich erstmals Demokratie fuer sich erfahren durften, sind dabei irrelevant und ueberfluessig.

rebekka7, 14.05. 13:57

Macron ist ein christlicher Hoffnungsträger, man wird sehen.

mahner, 14.05. 22:21

@ukglobal

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

sogar das impliziert, daß jede Stimme gleich zählt.

Und erst seit De Gaulle nimmt man dieses kuriose Wahlrecht von England in Frankreich zum Vorbild.

Und uns gab nicht Frankreich die Demokratie, sondern die eroberten 3 Parteien 1918 selber. Grob gesprochen Sozialdemokraten, Konservative und Nationale.

Ein Witz in England, daß die Ukip mit 4.7 Milionen Wählern dann 2 Sitze bekam. Erinnert an die bösesten Diktaturen in der Welt. Man sollte sich dort schämen.

rebekka7, 14.05. 22:34

Hollande hat Frankreich an die Wand gefahren. Ob es Macron gelingt es wieder zu einen ist fraglich, aber ich wünsche es ihm. Denn Niemandem kann es gelegen sein, wenn Frankreich in ein Chaos versinkt.

rebekka7, 14.05. 22:36

Man kann es aber nicht mehr übersehen, Europa ist im Umbruch. Ob es zu einem neuen Aufbruch kommt, wird die jüngere Generation entscheiden, hoffentlich verschläft sie nicht vor lauter Eigendünkel.

ukglobal, 15.05. 06:43

mahner,schrieb am 14.05. 22:21eine Antwort:
" ... Und uns gab nicht Frankreich die Demokratie, sondern die eroberten 3 Parteien 1918 selber..."
- - - - - - - - -
Keine Ahnung was bei euch "1918" gewesen sein soll, doch weiss ich aus UNSEREN Geschichtslehrstunden, was Frankreich, GB und die USA seit etwa 1944 auch bei euch durchgesetzt haben.

abstauber, 15.05. 07:08

nachdem in den USA bis in die mitte des vergangenen jahrhunderts die sogenannten jim crow laws die regelen zur rassentrennung festlegten, brauche wir aus dieser richtung sicher keine belehrung wie man demokratie lebt.

lokivonasgard, 15.05. 09:08

@mahner, 14.05. 22:21
"sogar das impliziert, daß jede Stimme gleich zählt."
Nein, tut es nicht. Im Gegenteil. Es wird sogar ernsthaft darüber diskutiert, dass dieses System undemokratisch ist. Wenn du schon diese Meinung vertrittst, dann sollte es eher so sein, dass ein bestimmter Stimmenanteil ein entsprechendes Gewicht bei Entscheidungen haben sollte. Dein Prinzip kann jedenfalls bewirken, dass selbst 15% der Sitze 0% Gewicht bei Entscheidungen bedeuten.

"Und erst seit De Gaulle nimmt man dieses kuriose Wahlrecht von England in Frankreich zum Vorbild."
Und was soll das über das Wahlrecht aussagen?

"Ein Witz in England, daß die Ukip mit 4.7 Milionen Wählern dann 2 Sitze bekam. Erinnert an die bösesten Diktaturen in der Welt. Man sollte sich dort schämen."
Nein, sollte man sich nicht. Auch wenn ich ukglobal nur ungern in Schutz nehme, aber demokratische Regeln, wenn klar kommuniziert, müssen keineswegs immer dieselben sein. Offenbar ist dem nicht so, wie ein Blick auf zwei der ältesten Demokratien (UK und USA) zeigt. Man kann darüber diskutieren, ob dieses Systeme noch zeitgemäß sind, schämen muss man sich dort jedenfalls nicht.

@ukglobal, 15.05. 06:43
"Keine Ahnung was bei euch "1918" gewesen sein soll,"
Eine überaus dünne Einstellung, in einem österreichischen Forum. "Lernen S' ein bisschen Geschichte" würde Kreisky sagen.

ukglobal, 15.05. 09:41

lokivonasgard,schrieb am 15.05. 09:08eine Antwort:
"Eine überaus dünne Einstellung, in einem österreichischen Forum. "Lernen S' ein bisschen Geschichte" würde Kreisky sagen."
- - - - -
Keine Ahnung was DAS wieder heissen soll.
Ich habe in meiner Antwort ("... doch weiss ich aus UNSEREN Geschichtslehrstunden, was Frankreich, GB und die USA seit etwa 1944 auch bei euch durchgesetzt haben.") bereits profunde Geschichtskenntnisse aufgezeigt, die Bezug nahmen auf unsere (UK, US, und im spezifischen Fall Frankreich) Aktionen um euch Demokratie beizubringen. Erweitert dadurch, dass 1918 und der anschliessenden Friedenskonferenz (natuerlich in Frankreich) der erste Versuch offensichtlich fehlgeschlagen war.

ukglobal, 15.05. 09:43

".... , in einem österreichischen Forum."
- - - --
Es ist ein spezifisch Frankreich bezogenes Forum

lokivonasgard, 15.05. 12:19

@ukglobal, 15.05. 09:41
"Ich habe in meiner Antwort ("... doch weiss ich aus UNSEREN Geschichtslehrstunden, was Frankreich, GB und die USA seit etwa 1944 auch bei euch durchgesetzt haben.") bereits profunde Geschichtskenntnisse aufgezeigt,"
Eben nicht. Eher das Gegenteil. Und da einer meiner Neffen und zwei meiner Nichten in GB in die Schule gingen, weiß ich auch, dass der 1. WK und seine Folgen dort intensiv im Lehrplan bearbeitet werden.

Der Thread bezieht sich auf Frankreich. Das Forum ist vom ORF und damit ja wohl immer noch österreichisch.

Künftige Regierungskoalition Macrons in der Krise

carlo, 12.05. 19:58

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-frankreich/kuenftige-regierungskoalition-macrons-in-der-krise-15012642.html

PS: Eines wundert mich, gerade die FAZ die im Vorfeld der Wahlen den Macron regelrecht anhimmelte, nun kritisch über ihn berichtet.
Ist Macron ihr auf einmal zu sozialistisch?

Antworten

ukglobal, 12.05. 20:08

Sonderbar, da es ueberhaupt keine Koalition mit und unter Macron gibt.

carlo, 12.05. 21:45

>uk
Da du dich ja immer damit brüstest, das du nie deutsche link anklickst, kannst also auch nicht mitreden um was es da wirklich geht.
Macron wird mit seiner Liste sich mit anderen verbünden müssen, sonst kann er gleich von Anfang an "hobelblasen" gehen.

ukglobal, 13.05. 07:54

Ich habe den ungelesenen Artikel nicht moniert, sondern die Unzulaessigkeit (fruehzeitige Vorwegnahme) der Ueberschrift.

Der Liste von rund 430 Namen potenzieller Kandidaten fuer REM (La Republique En Marche) kann man aber entnehmen, dass Macron's Partei zu einem Rehash oder Recycling der alten Sozialistischen Partei verkommen wird, was den Wahlsieg der Republikaner zu einem Cohabitation bringen wird: Neo-Sozialdemokratischer Praesident, Konservativer Premier. Sicher nicht unwillkommen...