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Plakat eines Demonstranten

Wie politisch darf Wissenschaft sein?

Am Samstag demonstrieren beim "March for Science" weltweit Wissenschaftler für eine Aufwertung überprüfbarer Wahrheiten - und werden dafür durchaus auch kritisiert. Welche Rolle kommt der Wissenschaft in Zeiten des Internets und der verkürzten, populistischen Botschaft zu? Wie politisch darf Wissenschaft sein?

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293 Beiträge

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Beiträge

wenn sie wirklich für " überprüfbarer Wahrheiten "

xx13, 21.04. 17:57

demonstriert haben, dann sind sie ebenfalls eine sekte, wie all die anderen sekten auf dieser welt - religionen, astrologen, homöopathiker, etc...

"wahrheit" gibt es in der wissenschaft gar nicht - nicht mal konzeptionell (außer in der philosophie, die sich zumindest mit dem begriff beschäftigt)...

Antworten

whateveryoucallme, 21.04. 21:22

na die gibt es sehr wohl, wenn diese auch abweichen mag von der definition der theorie so bleiben bestimmte dinge dennoch, für alle praktischen anwendungen, wahrheiten.

so sind dinge wie evolution schlicht und einfach fakt.
unabhängig in wie weit sich details innerhalb der theorie noch ändern mögen.

fakt ist auch die erde ist keine scheibe. ist nicht nur xxxtausend jahre alt, und wenn ein apfel vom baum fällt ist das das werk von gravitation und nicht gott etc

das hat nix mit sekte zu tun, 2+2=4 nicht 9 ein halb. es gibt überprüfbare belgbare fakten auch wenn sie per definition immer als theorie bestehen bleiben, sprich die tür niemals zugemacht wird um sie eventuell doch einmal zu wiederlegen.

in der praktischen anwendung sind diese art von fakten zumindest um magnituden näher an der wahrheit drann als alles andere, sie wahrheit zu nennen mag semantisch falsch sein, aber eigentlich korrekt und immernoch besser als all die anderen alternativen wegen denen wir uns seit jahrtausenden abschlachten

sülzheimer, 21.04. 21:40

xx13
dein posting ist das radikale gegenteil von intelligent.

denn wenn es keine wahrheit in der wissenschaft gäbe, dann gäbe es z. b. auch keine funtkionierende technik oder keinerlei medizinischen fortschritt. alleine daran erkennt man wie unsinnig deine behauptung ist.

xx13, 22.04. 08:11

das passiert wenn sich eine wissenschaft nicht mehr für ihre grundlagen interessiert - dann wird sie mit ihrem lächerlichen absolutheitsanspruch zu einer weiteren religion.

gibt euch nicht zu denken, dass alle "wahrheiten" die ihr jetzt konstatiert sich historisch mehrmals radikal gewandelt (oft ins exakte gegenteil) haben. könnt ihr mir sagen, warum gerade jetzt die endgültige "wahrheit" erkannt wird?

aber eine diskussion erübrigt sich, ihr werdet es nicht mehr verstehen, dass es kein schlüssigen konzept für das konzept "wahrheit" gibt, es daher nicht mal überprüfbar wäre ob etwas eine wahrheit wäre. und das die naturwissenschaft den begriff wahrheit nicht braucht und auch nicht benützt...

aber das passier thalt, wenn sich die naturwissenschaft als allumfassende wahrheitssekte aufschwingt - und ich bin selbst (auch) naturwissenschafter, der aber seine grundlagen und grenzen kennt...

lokivonasgard, 22.04. 09:38

@xx13, 22.04. 08:11
Allein die Tatsache, dass du in diesem Forum deine Beiträge posten kannst, bedeutet klar, dass es eine Form von Wahrheit gibt und die Naturwissenschaften dieser Wahrheit hinreichend nahe gekommen sind, um dir die Technik zur Verfügung zu stellen.

Niemand spricht von "absoluter" Wahrheit. Und der Umstand, dass sich Konzepte aus der vorwissenschaftlichen (und sogar bisweilen aus der jüngeren) Zeit als nicht korrekt herausgestellt haben und dann korrigiert wurden, ist die große Stärke der Wissenschaft - denn nur dadurch nähert man sich der Wahrheit an.

Wahrheit im Sinne des Eingangstextes zu diesem Thread meint meiner Meinung nach, dass das Ignorieren offensichtlicher Fakten und das Schaffen von "Alternativfakten" nicht einmal entfernt den Anspruch auf Objektivität haben, wie wissenschaftlich fundierte Behauptungen.

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