Standort: debatte.ORF.at / Meldung: "Wie steht es um die Demokratie?" / Kommentaransicht

Pallas Athene

Wie steht es um die Demokratie?

Eine autoritäre Politik gewinnt wieder an Zuspruch - auch in Österreich. Bei einer aktuellen Umfrage wünschte sich die Hälfte der Befragten einen "starken Mann", ein Viertel sogar einen Diktator. Was verbirgt sich hinter dem Ruf nach einem "starken Mann"? Wo muss die Politik ansetzen, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen? Wie steht es um die Demokratie?

Mehr zum Thema:

zurück zur Debatte

733 Beiträge

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Beiträge

Das Problem unserer Demokratie ist die Diktatur der

brauser, 21.04. 18:33

Interessensvertretungen, welche ueber Parteien alle wichtigen Positionen im Land besetzen. Wie im Fussball darf sich der Waehler/Fan eine Farbe aussuchen, hat aber null Einfluß auf Akteure oder Taktik. Die bestimmt der Sponsor und der finanziert meist mehrere Klubs(sport oder parlament), sodass seine Interessen immer gewahrt bleiben.
Dem Irrglauben als kleines Mitglied irgendeinen Einfluss zu haben, sitzen in Sport und Politik nur die Gruenen auf.

Antworten

reservebuddha, 21.04. 18:52

Ich habe überhaupt nichts gegen starke Interessensvertretungen. Es sollte nur viel mehr davon geben, denn derzeit stehen viele Menschen im Regen, nämlich ohne solche Interessensvertretungen, und daher kommen sie tendentiell unter die Räder.

Dass Interessensvertretungen einander kompetent und durchsetzungsstark gegenübersitzen ist immerhin das Wesen der Sozialpartnerschaft, die lange Jahre wertvolle Resultate gebracht hat. Und auch hier sind viele Gewerkschaften eingeknickt, weil sie zuwenig von denen dominiert waren, die sie eigentlich vertreten sollten, dafür aber zu sehr von Parteilisten.

Dieses Loyalitäts-Ungleichgewicht (auch, aber nicht zuerst, verursacht durch einen Mangel an Solidarität der jeweiligen Arbeitnehmerinnen) bewirkt also genau das.

zurück zur Debatte