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Pallas Athene

Wie steht es um die Demokratie?

Eine autoritäre Politik gewinnt wieder an Zuspruch - auch in Österreich. Bei einer aktuellen Umfrage wünschte sich die Hälfte der Befragten einen "starken Mann", ein Viertel sogar einen Diktator. Was verbirgt sich hinter dem Ruf nach einem "starken Mann"? Wo muss die Politik ansetzen, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen? Wie steht es um die Demokratie?

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726 Beiträge

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Forum

Die besten Chancen in der heutigen Politik...

rosenfreund, 22.04. 13:33

...hat der oder die, die es schafft die Menschen am besten anzulügen.

Und das ist der Tod einer jeden Demokratie.

Ich hoffe auf die Medien, dass der kritische und aufdeckerische Journalismus wieder zurückkehrt. Wir hatten verdammt gute Journalisten, heute sind sie Handlanger der Politik und noch mehr der Wirtschaft geworden.

Antworten

Weil wir die Schoenrederei satt haben

sage, 22.04. 13:20

sagt ja keiner mehr wie es wirklich ist und negative Info wird versteckt, verschleiert, manipuliert usw

Antworten

zarathustra1, 22.04. 13:34

@sage: Genau da hast Du recht. Beispiel: Die illegale Einwanderung von syrische Migranten wurde uns verkauft, dass da alles hochgebildete Leute kommen. Arbeitsministerin Nales sprach kleinlaut, dass nur ca. 7 % der Migranten Fähigkeiten besitzen die es ihnen ermöglicht, in den Arbeitsprozess in Deutschland einzutreten. Viele aus Afrika stammenden Migranten werden nie für sich selbst sorgen können. Ma hoffe auf ihre Kinder.
Wir reden von e-Mobilität. Die Grünen sind gegen jeden Kraftwerksbau! Ja woher soll die Energie kommen? Für die Grünen aus der Steckdose. Ich schätze den Mehrbedarf auf mindesten 10 Kraftwerke.

sage, 23.04. 15:31

siehst Du so geht Schoenreden:
es kommen nur gute Fluechtlinge, natuerlich keine Wirtschaftsfluechtlinge weil das behaupten nur die Rechtsaussen, die Beamten geben niemanden Asyl der dann auf Urlaub nach hause fahert (sicherheitshalber natuerlich ueber Muenchen, Bratislava oder Ljulbljana) niemand der illegal hier ist bekommt Mindestsicherung. Schoenrederei damit die Beamten Ihre Diktatur weiter ausueben koennen und uns abzocken koennen.

Die 1. ORF Frage "wie steht es um die Demokratie"

reminder, 22.04. 13:08

wurde mittels Meinungsumfragen aber auch der Kritik von
autonomen Persönlichkeiten längst beantwortet und
ebensolange von der Politik negiert.

Der "starke Mann" wird bestenfalls von einer Mindernheit
gewünscht ohne Risiken abzuwägen.
Realistisch kein Thema und das ist gut so.

Zur 2. ORF Frage: wie kann die Politik das Vertrauen der
Bürger zurückgewinnen gibt es (auszugsweise) Gründe:

++die Anarchronismen der Machtkultur umgehend vergessen.
++eine professionelle Politik die Demut vor dem Bürger bei
täglichen Entscheidungen mit einbindet.
++es geht nicht an, dass vom Bürger für jeden Cent lt. Gesetz
Rechenschaft gefordert wird (Finanzamt...) und
Parteien bzw. Politiker monetäre "Narrenfreiheit" genießen.

Problem:
sie wollen einfach nicht auf "ersessene" abgesicherte (!) Begehrlichkeiten verzichten und einen fitten kosteneffizienten
Staat wo sich die Arbeit für Bürger und nicht der Parteifuzzis
und deren zu vielen Organisationen lohnt..

Fehlt die Intelligenz? Nein, man müßte nur genau bei
der in allen Parametern besseren Schweiz abgucken
und Positives übernehmen. Davon gibt es sehr viel....

Der Nettolohn kostet dem Unternehmen mind. 2,5 x so viel.
Die Kosten muss er am Markt einmal durchbringen ohne
Kunden zu verlieren....(Internet - Auslandseinkauf...)

Vom Nettolohn muß der Bürger aber noch indirekte Steuern
und nicht zu knappe Gebühren an den Staat abliefern.
(KFZ Steuer D x 4, Anmeldung KFZ D x 5 usw.)

Wundert man sich warum auch der Mittelstand (ÖVP
Klientel) sein NO GO bzw. die rote Karte der Politik
aufzeigt?

Wenn es Politiker wundert hat es mit Realitätsverweigerung
und intellektuellem Defizit zu tun.
Nette Worthülsen überzeugen nicht, Fakten zählen.

Frau Mag. Rabern Koller setzte ein Ausrufungszeichen
aber auch das wird unverstanden bleiben ebenso wie
desaströse Wahlergebnisse.
Auswandern für junge, gut gebildete Leute eine unverzichtbare
Strategie wenn sie vom Job Lohn auch etwas haben wollen....

Antworten

Die Menschen wünschen sich nichts mehr als eine Demokratie...

rosenfreund, 22.04. 13:02

...aber eben eine andere als unsere Parteien - Diktatur mit ihren Propagandawahn es für uns vorsieht.

Antworten

reminder, 22.04. 13:20

492 Mio. € SPÖ Werbeausgaben in 2 Jahren in Kleinformate.

Verdoppelung der Medienförderung aktuelle Debatte
(Kauf von Journalistenmeinung, wehe du schreibts.....)

höchste Parteiförderung in Europa pro EW. ....

Proporzposten ohne Schreibtisch und Büro (LSR in OOE)
(Partei kassiert vom Gehalt Parteisteuer...)

Eine Parteiendiktatur die einer ex DDR gut stünde aber im
internationalem Wettbewerb unleistbar ist.

Von den Arbeitskosten (brutto plus LNK) erhält der Angestellte
gerade mal ein Drittel (!) und vom Netto muss er noch
indirekte Steuern und extreme Gebühren zahlen.

Es reicht, sagen viele Bürger und das zu Recht!
Für den Turnaround benötigt man junge dynamische und
ethisch unantastbare Leader aber keine Parteigrufties.
Kurz wäre so ein Typ wenn ihn die Partei gewähren ließe.
Rabern - Koller ist autonom und gut, aber hilflos vs. dem
Ungeziefer in den Gremien.

Demokratie kommt dann in einen schlechten Ruf,

henry11, 22.04. 13:01

wenn Demokratie (=Herrschaft des Staatsvolkes) nicht mehr dem gerecht wird.
In vielen Ländern und politischen Bereichen üben gewählte Politiker/innen autoritäre Politik aus und führen die Demokratie ad absurdum.
Wo Demokratie (in Europa) noch hochgehalten wird: Schweiz und auch Großbritannien.

Antworten

In einer Demokratie

facteur, 22.04. 12:52

ist die Stimme eines Dummkopfs genauso viel wert wie die eines Universitätsprofessors.
Ist nicht ganz unproblematisch, wie viele meinen.

Antworten

mrspex, 22.04. 13:01

Ohne die hätte das Wahlergebnis vom BP anders ausgesehen

iwasois, 22.04. 13:35

@facteur;
Und wird ein UNI-Professor gefragt, wer ein Dummkopf ist???
So wird er Antworten: Alle nur ich nicht. ;o)))
Leute die sich für Politik interessieren und wählen gehen, sind im Prinzip keine Dummköpfe.
Die Frage ist nur, wer lässt sich wie, beeinflussen und begeistern.
z.Bsp. wäre BP-Kandidat Hofer kein FPÖler gewesen wäre er heute höchstwahrscheinlich BP.

mrspex, 22.04. 15:54

Wenn nicht alle, die vor der Wahl auf VdB geschimpft haben (spö,övp) danach für VdB gestimmt hätten, dann wäre Hofer BP.
Die Leute haben aus Trotz VdB gewählt,nicht aus überzeugung

Es sind alleine parlamentarische Demokratien mit Verhältniswahlrecht...

meeting, 22.04. 12:24

die Demokratien war sein lassen. Jede Stimme zählt gleich, Stimmen aus Wahlkreisen für die Kandidaten, die nicht die Mehrheit erlangten gehen nicht verloren. In GB hat eine Partei mit 35% der Stimmen die absolute Mehrheit im Parlament. Man muss Mehrheiten bilden und Programme abstimmen. Ist zwar mühsam aber im Sinne einer Demokratie. Nicht umsonst sind die populistischen Unfälle in GB und den USA passiert.

Antworten

meeting, 22.04. 12:29

"wahr sein lassen"

zarathustra1, 22.04. 13:08

@Meeting: Nicht umsonst sind die populistischen Unfälle in GB und den USA passiert.
---------------------------------------------------------------------------------------
Das sind keine Unfälle! Das sind direkte Konsequenzen des Versagens der demokratisch gewählten Politiker. BK Helmut Schmidt sagte einmal: "Ein Politiker muss das tun was notwendig für sein Land ist, auch wenn er dann die nächste Wahl verliert". Resultat dieser Einstellung war, er wurde mit 100% der SPD- Delegierten, also seine Partei, abgewählt.

meeting, 22.04. 13:17

Also sprach Zarathustra, diesmal aber nichts Gescheites.
Helmut Schmidt ist des öfteren gewählt wurden. Nach Deiner Meinung darf muss ein Politiker nicht tun was notwendig für sein Land ist, schon gar nicht wenn er Gefahr läuft die nächste Wahl zu verlieren? Das sind doch die Regeln der Populisten.

zarathustra1, 22.04. 13:48

@Meeting: Du legst mir Sachen in den Mund die ich nie gesagt habe. Wo habe ich gesagt, dass ein Politiker das nicht tun soll/muss was gut für sein Land ist und wovon er überzeugt ist? Und dann argumentierst Du gegen mich mit Deiner falschen Interpretation. Das ist Populismus.

"Keinen Einfluß auf die Regierung" ?

mahner, 22.04. 12:22

Liest man die Fragen der Studie, finden 52%, sie hätten keinen Einfluß auf die Regierung.

Auf gut deutsch gesagt: sie finden, daß die Regierung NICHT ihre Interessen vertritt.

Wie so oft, ist für die Misere nicht die Regierung schuld, sondern der Wähler.

Er wählt hier eine Regierung und kommt bald drauf, daß die wesentlichsten Fragen in Brüssel entschieden werden (oder noch weitere weg) und unser Parlament nur die Hände erheben darf.

52% kritisieren das.

Derzeit übernehmen SPÖ und ÖVP unter Doskozil und Kurz/Sobotka weite Teile der FPÖ-Politik und ihre Umfragewerte steigen. Man kann daraus nur schließen, daß die Politik der FPÖ richtig und volksnah war.

Ganz im Großen gesehen:

Solange es möglich ist, daß viele Parteien in den Ländern Regierungsfunktionen erwerben können, funktioniert die Demokratie in Österreich.

Das heißt nicht, daß man politisch zufrieden ist.

Und das zeigt sich nicht bei kleinen Umfragen, sondern beim Wahlen. Siehe die Präsidentenwahlen, wo rund die Hälfte einen regierungskritischen Kandidaten gewählt haben. Ein Sample von Millionen und nicht von 1000. Aber das wollen die Medien nicht gerne hören.

Antworten

meeting, 22.04. 12:32

95% Prozent glauben, dass die Steuern zu hoch sind, weil sowieso alles in Brüssel entschieden wird. Da kann Demokratie nicht mehr helfen und ein populärer Populist muss ran.

meeting, 22.04. 12:33

95% Prozent glauben, dass die Steuern zu hoch sind, weil sowieso alles in Brüssel entschieden wird. Da kann Demokratie nicht mehr helfen und ein populärer Populist muss ran.

paradeiser, 22.04. 12:49

bei den Wahlen favorisiert bei uns der Wähler jene Partei,welche die am wenigsten mies erscheint,nicht jene,die gut für uns alle wäre.
Egal,wie das Wahlresultat ausfällt,nachner setzen sich all jene,die an die finanzielle Futterkrippe katapultiert wurden,zusammen um bei Geheimverhandlungen die Pfründe zu verteilen.Gegenstand dieser Verhandlungen ist strikt geheim,darüber darf der Wähler auf keinem Fall etwas erfahren.
Daß dies gegen den offiziellen Willen jedes Staatsbürgers ,also zu seinem Nachteil gehandhabt wird, ist sicherlich der Fall.
Sowas wird bei uns als Demokratie bezeichnet

Veränderungen ....

nichtnichts, 22.04. 12:18

" eh klar. nur wird er rein gar nichts erreichen. wenn man realistisch denkt.
jimmyantipolis .....

Richtige Aussage, wenn man die "Mechanismen" nicht kennt, und wer kennt die schon ?

Antworten

Demokratie - die Geschichte einer stillen Veränderung

furher, 22.04. 12:10

Aus der ehemaligen, hochgelobten Demokratie - also der gemeinschaftlichen Entscheidungsfindung - ist im Laufe der Jahrzehnte eine Diktatur der Mehrheiten geworden.
Man sucht einfach garnicht mehr nach gemeinsam tragbaren Lösungen, sondern nur mehr - mit oft sehr unsauberen Mitteln - nach Mehrheiten, mit denen man den Gegner niederstimmen kann!
Und wenn die Dummen (die man ja bekanntlich leichter manipulieren kann) eine Mehrheit bilden, müssen die Gscheiten das eben büssen!
Mit Demokratie hat es aber absolut nichts zu tun...

Antworten

herrschoeberl, 22.04. 12:25

Korrektur: ... eine Diktatur der Mehrheiten ... => ... eine Diktatur der Mehrheitsparteien ...

furher, 22.04. 12:58

>>>herrschoeberl - eine Differenzierung ist nicht sinnvoll, da es egal ist, wie eine Mehrheit gebildet wird. Denn Mehrheitsparteien sind ja auch nur, wenn sie Mehrheiten hinter sich haben!

die illegalen Doppelstaatsbürger

zeroando1, 22.04. 11:57

gehen selbst im Ausland ( oder Inland) wählen.

Erdogan hat die Demokratie geholfen.

Antworten

Parteien sind im Vormarsch die die Demokratie unterwandern.

football, 22.04. 11:56

Keine Rezepte, wohl Populismus, aber sonst? Chaos in Europa schaffend und Rechtsextrem alles zerstörend? Nein danke !

Antworten

brixentaler, 22.04. 12:01

dann müssen die anderen Parteien halt bessere Argumente liefern und diejenigen, die an der Macht sind diese auch umsetzen.
Ansonsten : Abwahl

zeroando1, 22.04. 12:01

Keine Rezepte ?

Da denk ich zuerst an unsere Regierenden.

Spö und Övp wandern auf Fpö Spuren , haben keine Rezepte und servieren uns jeden Tag neue Streitereien.

Wärend Österreich vor die Hunde geht...

Ähnlich und noch schlimmer muss es in Frankreich sein..

mrspex, 22.04. 12:36

halb Europa ist "rechts".
Ungarn, Polen, Norwegen, Frankreich, Holland, Belgien. Aber diese Parteien haben die Lösung gegen EWU, Ausländer, Euro.
Nur die Etablierten halten an den ewig gestrigen Ansichten noch fest.

Verdrossenheit ?

brixentaler, 22.04. 11:23

Meiner Meinung nach sind viele Österreicher "demokratiemüde" in der Art, dass sie den Politikern und den Parteien teilweise zu recht nicht vertrauen.
Es wird oft gegen den Willen der Mehrheit entschieden, es wird vor den Wahlen vieles versprochen, was dann nicht gehalten wird, es werden die Bürger oftmals nicht wirklich in den Entscheidungsprozeß eingebunden ( es werden sich oftmals die Einwände zwar angehört und Verständnis gezeigt, aber trotzdem an den Entscheidungen festgehalten) und es wird von den Berufspolitikern eine geschwurbelte, nichtssagende Sprache verwendet, die kaum noch jemanden anspricht, anstatt Klartext zu reden.
Die einzige Lösung, die ich sehe ist es vermehrt auf direkte Demokratie zu setzen ähnlich dem Modell der Schweiz.
Dann kann man mitentscheiden und jenen, die immer noch dagegen raunzen entgegenhalten : "Hättest halt mitgestimmt".
Derzeit kann ich nicht in Sachfragen mitbestimmen , sondern bin gezwungen für eine Partei zu stimmen, wobei keine Partei in allen Belangen mit meinen Ansichten übereinstimmt.

Antworten

bittersweet21, 22.04. 11:39

Es steht jedem frei, zu "Sachfragen" entsprechende Bürgerbewegungen/-initiativen zu gründen und sich damit zu engagieren. Wenn man natürlich zu bequem dazu ist und jeden Pipifax als Befragung auf dem Tablett serviert bekommen will...kann man nix machen.

brixentaler, 22.04. 11:55

Komischerweise funktioniert es in der Schweiz aber so, warum nicht auch bei uns ?

bittersweet21, 22.04. 12:08

Das wurde schon x-mal debattiert und auch belegt, dass es so toll selbst in der Schweiz nicht funktioniert.
1. Beteiligung an Abstimmungen gering
2. Themen, die demokratische Werte an sich in Frage stellen (z.B. Menschenrechte) eigentlich gar nicht zur Abstimmung kommen dürften
3. Wirtschaftsthemen oft von Lobbyisten hochgeputscht werden
4. auch in der Schweiz immer mehr populistische, das Volk beeinflussende Schwätzer auftauchen
5. die Abstimmungen in den letzten Jahren deshalb zugenommen haben, was nicht im Sinne des Erfinders war
Usw.usf.

brixentaler, 22.04. 12:14

also für mich spricht nicht ein einziges der angeführten "Argumente" gegen die direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild, wobei speziell die Punkte 3 und 4 gerade in unserem System besonders negativ wirken (geheime Einflußnahme auf Politiker und Beamten mit Korruption etc.)

bittersweet21, 22.04. 12:20

Auch eine direkte Demokratie will gelernt sein. Wenn Menschen, die nichtmal wissen, was demokratische Werte sind - nämlich darunter NUR Mehrheitsrecht verstehen - über komplexe Sachfragen abstimmen, von denen sie ebenso Null Ahnung haben, weil bis dato nur von Kronenzeitung gelenkt, dann kann das einem Land nur schaden.

brixentaler, 22.04. 12:27

es wäre da halt Aufgabe der Berufspolitiker und Experten die Sachlage der Bevölkerung klar darzulegen, mit allen Vor- und Nachteilen ihrer Entscheidung.
Unsere Abgeordneten im Parlament sind auch nicht alles Experten in allen Bereichen in denen sie abstimmen und müssen sich somit auch auf die "Experten" verlassen. Die Intelligenz dürfte auch nicht höher sein als der Durchschnitt der Bevölkerung, also warum nicht die Wähler selber darüber abstimmen lassen.
Es hat bei Zwentendorf auch gut funktioniert, hier hat die Bevölkerung einen größeren Weitblick bewiesen als die Berufspolitiker.
Ebenso bei der Abstimmung über den EU-Beitritt.

mrspex, 22.04. 12:39

schon mal bei einer Gemeinderatssitzung od. im Parlament live dabei gewersen?
Dann wüsstet ihr wie demokratisch abgestimmt wird. Die Opposition kan einbringen was sie will, wird von der regierenden Mehrheit überstimmt. Die Demokratie endet nach der Wahl und beginnt bei öffenen des Wahllokals.

bittersweet21, 22.04. 12:42

Ja und? Bei Volksabstimmungen werden andere Vorschläge / Meinungen auch von einer Mehrheit überstimmt. Das liegt im Wesen von Abstimmungen.

mrspex, 22.04. 12:45

Ja, bei Volksabstimmungen weiss das Volk worüber abgestimmt wird. Bei Gemeinderatssitzungen wird ohne Informationen an das Volk beschlossen. Da vertreten die Politiker ihre eigenen Interessen, ohne vorher das Volk zu befragen.

bittersweet21, 22.04. 12:58

Geh bitte, willst vor jeder Gemeinderatssitzung eine Volksbefragung machen? Im Übrigen kannst du dich über die Punkte, die jeweils auf der Agenda stehen, informieren, und aktiv dafür oder dagegen Stimmung machen, in deinem Dorf. Und: du darfst als Zuhörer dabei sein.

mrspex, 22.04. 13:02

Und? Bringt gar nichts. Nur zuhören erlaubt,nicht einmal kommentare

Auf jeden Fall wären Drittländer gut beraten, und nicht nur diese,

football, 22.04. 10:45

wenigstens die Demokratie so nachzuvollziehen wie es eben in der BRD, Schweiz oder bei uns hier ist. Besser geht es nicht, obwohl es etwas zu verbessern gäbe.

Antworten

herrschoeberl, 22.04. 12:17

... in der BRD, Schweiz oder bei uns hier ...
------------------------------------------------------------------------------
Gerade dieser Satz zeigt schön das Problem der österreichischen Demokratie. Der Besitz eines Parlaments und die Existenz von Wahlen machen noch keine Demokratie. Beides hatte die UdSSR auch.

Demokratie kann nur dann funktionieren, wenn die Wähler richtig informiert werden und bei repräsentativen Demokratien die Parteien vor der Wahl ihre Absichten präzisieren. Ist das bei uns so?

Da wäre etwa 2012 der Vorstoß gewesen, das Amtsgeheimnis abzuschaffen. Gibt es das noch?

Es mag 2014 (+/- 1 Jahr) gewesen sein, da versuchte in Deutschland ein CSU-Mitarbeiter den ZDF milde für seine Partei zu stimmen. Am nächsten Tag war der Mann arbeits- und parteilos. In Österreich wählt man Männer dieses Kalibers zum Bundeskanzler.

Nun was die Wahlprogramme angeht, so denke ich dass "Fairness für Alle" oder so ähnlich nicht wirklich aussagekräftig ist. Dagegen ist "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe" ja noch richtig präzise, obwohl in Österreich noch nie ein Marokkaner gestohlen wurde.

Ist unsere Demokratie nicht schon ein wenig korrodiert? Ich denke, wir Wähler sollten sie wieder einmal auf den Stand von Deutschland und der Schweiz bringen!

Wie

dersichnenwolftänzelt, 22.04. 10:20

es um die Demokratie steht? Eigentlich bestens, wenn man in einem Land sogar 3 1/2 mal zur Urne schreitet bis der Präsident fest steht ;)

Aber ernsthaft: Die Studie in Ehren, aber so ganz kann ich das Ergebnis auch nicht glauben. Man hat ja selbst Kontakte auf verschiedensten sozialen Ebenen, aber auf so ein Ergebnis würde ich niemals kommen. Die ein, zwei Bekannten mit denen man besser nicht über Politik spricht hat vermutlich jeder, aber in diesem Ausmaß? Wie bei Studien üblich kann sowohl der Auftraggeber als auch der Durchführende das Ergebnis immer beeinflussen.

Antworten

jimmyantipolis, 22.04. 10:26

studien (die sich regelmäßig auch nur auf ein kleines sample stützen) haben nicht mal die treffsicherheit von meinungsumfragen, die auch nicht selten danebenliegen. und richtig, die ideologie des autors bestimmt bisweilen den ausgang einer studie ganz erheblich.

jimmyantipolis, 22.04. 10:30

und aus der befragung von sagen wir 500 bis 1000 menschen ist es recht vermessen (eher eine schweinerei) zu sagen "DIE Österreicher" wollen den starken Mann und DEN ÖSTERREICHERN das vorzuwerfen, nur weil die ergebnisse im befragten sample so waren.
am besten gefällt mir, dass gerade die nun mit dem finger auf die österreicher zeigen, die, wenn bei ausländern derartige pauschale urteile erfolgen, sofort von xenophoben tendenzen sprechen

panagoulis, 22.04. 10:30

Na ja, als ich - so Mitte der Siebzigerjahre - meinen Zivildienst machte (der war damals noch ganz neu, und man musste öfter mal erklären, "was das eigentlich ist")
war eine der Standardreaktionen (ich übertreibe wirklich nicht!)
"Also, unterm Hitler hätts des net geben!"

Mei, in DIESEM Belang (Zivildienst) hatt es sich geändert - aber generell???

Ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll, hier den Boten zu beschuldigen statt den Realitäten ins Auge zu sehen und sich bessere Strategien gegen die(wieder!) größer werdende Demokratiefeindlichkeit einfallen zu lassen.

jimmyantipolis, 22.04. 10:32

na und. die siebziger jahre sind 40 jahre vorbei. ^du bist in deinem kopf immer noch deutlich in der vergangenheit. verlangst aber von den österreichern, weit fortschrittlicher zu sein, wie dein denken es ist.

panagoulis, 22.04. 10:34

wenn Du meinst, Jimmy....

Meinen letzten Absatz solltest Du aber nicht "unter den Tisch fallen lassen"!

jimmyantipolis, 22.04. 10:34

und damit's klar ist. ich habe den spruch bisweilen auch gehört. und zwar von menschen, von denen ich gewiss wusste, dass sie nie wieder eine diktatur haben wollten.

panagoulis, 22.04. 10:35

*lach*

bittersweet21, 22.04. 10:35

@jimmyantipolis
Bei Umfragen, die über einen Zeitraum von vielen Jahren durchgeführt werden, kumulieren sich auch die Fallzahlen.

jimmyantipolis, 22.04. 10:36

tja., die demokratiefeindlichkeit geht einher mit der demokratieverdrossenheit. und diese könnten demokratische politiker durchaus ändern, wenn sie sich endlich zusammenreißen und beste politik für das land und dessen bewohner machen.

jimmyantipolis, 22.04. 10:38

tja pana, da kannst durchaus lachen. aber bei menschen, die in einer diktatur aufgewachsen und älter geworden sind, sind eben gewisse begriffe kein tabu gewesen, obwohl sie die diktatur abgelehnt haben. aber richtig, es waren KEINE widerstandskämpfer.

jimmyantipolis, 22.04. 10:39

wobei pana, mich die meinung eines verbohrten, verbissenen menschen wie dich nicht mal mehr richtig stört.

panagoulis, 22.04. 10:40

gehst wieder "ad personam",
weil Du sachlich nicht weiterweißt?

Ja mei.....

jimmyantipolis, 22.04. 10:41

Bei Umfragen, die über einen Zeitraum von vielen Jahren durchgeführt werden, kumulieren sich auch die Fallzahlen.

so sie seriös und absolut NEUTRAL - objektiv gemacht wurden. denn die fragestellung, die person des fragestellers und die auswahl der befragten sind die wichtigsten grundlagen jeder studie.

jimmyantipolis, 22.04. 10:42

doch pana, ich weiß sachlich weiter. aber dein *lach* ist eine typische reaktion eines menschen, mit dem ich privat NICHT allzuviel zu tun haben wollte. oder gar nichts, guter freund.

panagoulis, 22.04. 10:45

das *lach* war natürlich darauf bezogen, dass diese "rhetorische Figur" ja zu erwarten war von Dir, Jimmy
- abseits des (eigentlichen) Inhalts

aber mei, bleiben wir bei "den pösposfalschen - oder gar gefälschten - Umfragen", wenn Du meinst...

Dylan:

"Oh, the leaves began to fallin’
And the seas began to part
And the people that confronted him were many
And he was told but these few words
Which opened up his heart
“If ye cannot bring good news, then don’t bring any”

maxheadroom, 22.04. 10:46

@pana, als ich, Mitte der 70er Jahre meinen Zivildienst machte, damals war das noch neu, selbst die zuständige Ergänzungsabteilung in der Praterstrasse wusste von der Gesetzesänderung nur Lückenhaftes. Aber den von dir erwähnten Satz habe ich während meines ganzen Zivildienstes niemals gehört. Also reihe ich das zu den von dir gewohnten Übertreibungen.
Aber ich habe mir, wohl im Gegensatz zu Dir, eine sinn- und sozial nutzvolle Zivildienststelle gesucht.

hakim, 22.04. 10:47

du meinst also etwa, Jimmy, wenn man das richtige tausender-sample befragt,bekäme man 100% Zustimmung zu einem neuern dollfuß als starken mann ;-)

panagoulis, 22.04. 10:50

maxheadroom, WO "hast Du denn gedient"?

Sorry, war nix "übertrieben" an meiner Darstellung
- hängt aber vielleicht eben doch auch vom Einsatzort ab.

(Meine "oberste amtliche Chefin" war übrigens eine FPÖlerin mit eindrucksvoll "bewegtem" Familienclan.... - mit der hatte ich aber wenig zu tun, SIE war aber dafür verantwortlich, dass ich nicht in der Jugend-Sparte eingesetzt wurde)

bittersweet21, 22.04. 10:54

Ein Sample muss ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung sein. Deshalb werden soziodemografische Daten mit abgefragt. Bei der Auswertung wird durch Gewichtung angepasst. Das sollte bekannt sein.

mahner, 22.04. 11:53

zu pana 10.30

Was soll man zu Usern sagen, die immer nur ein gewisses Thema kennen: 70er jahre und Furcht vor Gespenstern.

Wo gibt es es "Demokratiemüdigkeit" in Österreich ? Alle Fakten zeigen Anderes: 1 ganzes Jahr Wahlkampf in Österreich mit den mannigfachsten politischen Diskussionen und danach eine Wahlbeteiligng von über 70 % !

Müde machen die beiden Großparteien, die die öffentliche Meinung zu 80 % beherrschen und Richtungen, die wie nicht vertreten, dort herabsetzen und verteufeln. Bei Wahlen erhalten sie dann zusammen 22% !

Und der Ruf nach einem starken Mann ? Welche Partei hätte den nicht gerne ? Einen, der die Wähler vertritt und nicht die Uno, die EU und die NATO.

Solange starke Männer - die nötig sind - (oder Frauen) ihre Stärke aus Wahlen ziehen und nicht aus Gewalt und Meinungskauf ist dieses ganze Gerede um angeblichen Verlust von Demokratie nur eine Lüge.

Man schaue nach Frankreich: wie bei uns bei der Präsidentenwahl: die Vertreter von Sozialisten und Konservativen (Herrscher seit 1945) stellen nicht einmal mehr ernstzunehmende Kandidaten. Im Rennen sind Rechts, Weitlinks und (angeblich) unabhängig. Undemokratisch ? Nein, nur Ausdruck des politischen Versagens von Sozialdemokratie und Konservativen.

Eine Entwicklung, die wir von Österreich kennen, die aber in ganz Europa stattfindet.

Man mißbraucht solche Arbeiten und Umfragen, um Stimmung gegen jede grundsätzliche Änderung der Politik zu machen. Überalle geht es darum, daß die gewählten Politiker wieder ihre eigenen Wähler vertreten und nicht hehre Ziele in den Wolken.
Die Granden der UNO, der EU, der Nato werden von uns nicht gewählt.

elgatosupernowa, 22.04. 12:17

Ich habe in den 70gern noch nicht in Österreich gelebt, doch aufgrund meines Interesses an österreichischer Geschichte weiß ich, dass nicht nur beim Bundesheer zum damaligen Zeitpunkt diese Gespenster Realität waren. Da gab es doch auch auf der Uni Wien Leute die gelehrt haben, die genau dieses Gespenst weiter gelebt haben, ganz offiziell und ohne Befürchtungen. Und diese Gespenster (der Begriff taugt mir) sind bis heute weiter unter uns...
Ansonsten glaube ich dass man den Begriff Demokratie erstmal neu bewerten muss. Denn das auf was die Welt zusteuert ist eine Konzerndiktatur, unter dem Deckmantel einer Demokratie, oder des Begriffs Demokratie.

mrspex, 22.04. 12:43

@dersichnenwolftänzelt
Von wievielen deiner Kollegen kennst du die echte polit. Stellung?
Keiner hat die SPÖ gewählt, aber trotzdem immer vorne. Entweder lügen alle oder es gibt falsche Auszählungen.
Und wenn ich ein Ergeniss für eine Studie brauche stelle ich die Fragen dementsprechend richtig.