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Flüchtlinge: Was kann Europa Nordafrika bieten?

Die EU feilt an einem Flüchtlingsdeal mit dem Bürgerkriegsland Libyen. Wie effizient ist eine Politik, die vor allem Fluchtwege abriegeln will? Was brauchte es, damit Menschen nicht mehr an Flucht denken? Welche Perspektiven kann Europa Menschen, die in Nordafrika keine Lebensgrundlage mehr für sich sehen, bieten?

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464 Beiträge

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Was kann Europa Nordafrika bieten? Für immer von dort zu verschwinden!

homeroid, 22.03. 09:59

Wir sollen die endlich in Ruhe lassen, keine "uns gewünschten Systeme einführen", notfalls mit Gewalt, wir sollen mit denen den freien Handel betreiben, und zwar so, dass sie selber - und nicht unsere Konzerne - mit uns handeln.
Und aufhören deren Landwirtschaft durch hoch subventionierte Produkte im "freien Handel" zerstören.
Das wäre genug für den Anfang.

alberich, 22.03. 10:29

Ein guter Ansatz! Allerdings muss einem klar und auch egal sein, dass dieser wundervolle Kontinent auch weiterhin in Hungersnot und Bürgerkrieg versinken wird. Das Problem der Flüchtlinge löst das aber ganz sicher, wenn sich diese armen Menschen weiter gegenseitig umbringen gibt es bald keine Flüchtlinge mehr!

logopezi, 22.03. 10:57

@homer
wenn Afrika den Afrikanern, dann aber auch Europa den Europäern!

alberich, 22.03. 10:59

Genau, aber dann auch konsequent!

homeroid, 22.03. 11:38

ich habe noch kein afrikanische Konzern angetroffen, das in Europa z.B. Bayer übernehmen will?
Ich denke, eure Meldungen sind mit der gleichen überheblichen Einstellung wie die europäische Politik ausgestattet - die Menschen sind zuerst aus Afrika mit Sklavenschiffen entführt worden (eine Wiedergutmachung wäre hier interessant), dann haben wir die Strukturen und Gesellschaft dort nachhaltig zerstört, ,und wir machen es bis heute (Libyen, zuletzt).

homeroid, 22.03. 11:46

https://de.wikipedia.org/wiki/Italienisch-Libyen

emperor, 22.03. 12:37

"not welcome" muss das gebot der stunde sein. und das muss auch konsequent durchgezogen werden, sonst macht das keinen sinn!

homeroid, 22.03. 12:59

wenn wir "not welcome" sind, dann schicken wir meistens ein Paar Bomber hin, um es etwas aufuweichen...

bpcs, 22.03. 13:05

@homeroid - die menschen sind mit sklavenschiffen "entführt" worden: dazu muss man aber dann auch ehrlicherweise sagen, dass die meisten nicht entführt, sondern von ihren eigenen stammesfürsten verkauft wurden. oder sie waren gefangene eines tribes und wurden deshalb verkauft. die afrikaner sind teilweise ärgere rassisten als wir - da genügt es, wenn du aus einem anderen dorf kommst, und keiner nimmt rücksicht auf dich.

homeroid, 22.03. 13:14

bpcs - man kann auch in Märchen glauben, um besser zu schlafen....

logopezi, 22.03. 13:32

@homeroid
keine Ahnung von derv Sklaverei hast du! das einzige was die Anerikaner udn die Europäer den afrikanischen sklavenjägern und -haltern geboten haben, waren neue absatzmärkte für die ware mensch. Sklaverei war immer schon integraler Bestandteil zentral- und nordafrikanischer Gesellschaften, lange vor Ankunft des ersten weißen.

homeroid, 22.03. 14:12

sage ich, mit Märchen als Beruhigung kann man leichter seine eigene "Größe" geniessen..

Mit der Solartechnik könnte man Afrika in ein blühendes Land verwandeln

bergler, 22.03. 09:37

Zuerst braucht es Projekte mit Spendengeldern damit sich das einmal herum spricht. Später sollte mit günstige Kredite weiter entwickelt werden. Das Zauberwort ist Strom von der warmen Sonne. Damit kann man Tiefenbohrungen betreiben und das Grundwasser anzapfen. Unterhalb vom Wüstensand sind riesige Wasserseen gespeichert. Mit genug Wasser könnte man dort große Gemüse und Getreidefelder besprühen. Das wäre dann die Grundlage für selbst erzeugte Lebensmittel und viele Leute könnten beschäftigt werden. Natürlich müssten vorher alle Terror Gruppierungen ausgerottet werden, damit nichts zerstört werden kann.

nadann1, 22.03. 09:41

Bitte wer soll das da unten machen? Das können doch wieder nur die weißen Ausbeuter und die haben mittlerweile die Nase voll so genannt zu werden!

logopezi, 22.03. 09:43

selbst wenn dud en Terror dort ausrottest: mit bewässerung aus grundwasser senkst du den Grundwasserspiegel noch weiter ab, alles vetrocknet noch mehr, und der fruchtbare boden versalzt durch die bewässerung so, dass dort bald nix mehr wächst. und was glaubst, was wir uns dann als Europäer, die die Technologie dazu geliefert haben, wieder anhören können!
nein danke, sollen tun und lassen in Afrika was sie wollen, es is eh nix recht was wir tun oder nicht tun dort, also schad um jedes bissl Engagement unsrerseits!

homeroid, 22.03. 10:01

schau https://de.wikipedia.org/wiki/Desertec
Solche Projekte bestehen seit Jahrzehnten, nur - dann würden die Nordafrikaner am Strom verdienen, also - wir bomben die Demokratie dort, und unsere Konzerne bauen es.
Ganz wichtig, wenn du Desertec Netz anschaust - keine einzige Leitung führt nach Süden.
Cleveren genug.

bergler, 22.03. 10:02

Nur den Kopf in den Sand stecken, das ist nicht die Lösung. Zuerst braucht es Projekte, damit den Afrikanern die Augen geöffnet werden. Ich habe schon gelesen, im Boden drinnen ist mehr Wasser gespeichert als oberflächlich vorhanden ist.
Besser in Afrika das Geld investieren, als für die Mars und Weltraumforschung. Das liegt uns näher und wenn man nichts tut, dann kommen aus Afrika mehr Flüchtlinge als vom Weltraum Aliens herein kommen. Auf das wesentliche konzentrieren wäre angesagt!

homeroid, 22.03. 10:06

>bergeler -- die Tatsache hat den Gaddafi des Kopfes gekostet, es war nicht Erdöl - "Zuerst braucht es Projekte, damit den Afrikanern die Augen geöffnet werden.." - nein, wir sollen unsere Augen öffnen, und verstehen, dass wir in Afrika nichts bverloren haben.
Die Präpotenz, die im Posting steht, das ist das Hauptproblem.,

bergler, 22.03. 10:41

>homeroid,
du klebst noch zu viel am Gaddafi seinem Geldsegen. Dieser Folterhäupling war zu viel für seinen Familienclan eingeschworen. In der Folge hatte er übersehen, dass sein hinaus gejubelter Islam, ihm dann durch Extremisten zur Strecke bringen wollten. Gekommen ist es dann anders, erst die Nato hat ihn dann entmachtet und die radikal Islamisten sind jetzt in Libyen verantwortlich für den Flüchtlings Transfer nach Europa. Merke dir das andere, nur neue Techniken können die Welt positiv verändern. Islamischer Terrorwahn ist genau das Gegenteil.

homeroid, 22.03. 11:41

ich "klebe" an niemanden, und masse mich nicht an über andere Menschen auf diese Art zu urteilen - letztendlich ist Gaddafi Produkt der italienischen Ausbeutung Libyens.
Und dein Posting ist ein einziges Wirrwar der populistischen Tages-Schlagzeilen, ohne jegliches Zusammenhangs, mit einer Überheblichkeit gekoppelt.

wacherbürger, 22.03. 11:44

@homeroid, 10:06
"...wir sollen unsere Augen öffnen, und verstehen, dass wir in Afrika nichts bverloren haben. "
---------------------------------------------
Du kennst das Bevölkerungswachstum in Afrika, du kennst die aktuelle Situation wie Bildung, Infrastruktur, desolate Landwirtschaft, fehlende berufliche Ausbildung der meisten Afrikaner.
Wie kannst du da sagen das geht uns nichts an?

Macht die Welt (nicht Europa allein) nichts dagegen, werden wir über kurz oder lang riesige Probleme kriegen. Die Migration wird unsere Welt zerstören.

Um dieses zu verhindern ist die ganze geldbesitzende Welt gefordert, dort mit langfristigen Projekten, Strukturen aufzubauen. Wir könnten das locker umsetzen, wir müssten wie oben beschrieben das ganze Weltraumprogramm einstellen, es bringt uns rein nichts. Es ist doch zigtausendmal wichtiger die Erde, soweit es überhaupt noch möglich ist, lebensfähig zu erhalten.

Länder wie Afrika benötigen Unterstützung, sie schaffen es selbst nicht. Gleichzeitig dürfen keine Waffen- und Munitionslieferungen dort eintreffen. Die UNO muss versuchen die Despoten fest zu setzen.

Es gab und gibt schon Projekte die funktionieren, es sind auch wieder welche verschwunden, wegen Geldmangel. Leider ist es so, wird die Betreuung von außen eingestellt verfallen die Projekte meist wieder. Daher kann es nur mehr Langzeitprojekte geben, die von außen kontrolliert und kapitalisiert werden.

Diese Projekte müssen über die UNO laufen, privatisierte Projekte würden wieder eine Menge an Geld vorbeisteuern, das ist leider so.

homeroid, 22.03. 11:49

"Diese Projekte müssen über die UNO laufen," - sage ich, WIR haben dort nichts verloren!
Wir können nur über UNO, und zwar wenn die Menschen in Afrika das wollen (!) helfen - aber so dass Sie dort alle Vorteile davon haben.
Im Grunde genommen sind wir es denen schuldig, sowieso.

Ja

ohayeq04, 22.03. 09:17

Die Statistik ist interessant und der Hinweis , daß man es auf fast alle Akademiker ausweiten kann , ebenfalls .
In allen - A L L E N - Ländern des Afrikan.Kontinents ist die politische Führung so korrupt,daß sich das auf Jahrzehnte nicht ändern wird. Die Korruption beginnt schon an den jeweiligen Flughäfen.
Ein Beispiel :
In Kampala, bei der Einreise , hatte mein Partner keine Impfbetätigung im Pass - die Lösung ? Ganz Einfach - 20 Dollar .

sonne21, 22.03. 09:23

und mich ärgert es maßlos, wenn ich sehe das die Frauen der Machthaber Shopping Touren nach Rom Mailand oder New York reisen und zu Hause ihre Menschen das nötigste zum überleben fehlt. Oder ihre Paläste mit Goldenen Badewannen.

logopezi, 22.03. 09:31

so kommt ein teil unsrer entwicklungshilfegelder von den schweizer bankkonten der afrikanischen herrscher in den europäischen wirtschaftskreislauf zurück...

sonne21, 22.03. 09:34

@logopezi,
i pfeif auf den Wirtschaftskreislauf!
die sollen sich um ihre Landsleute kümmern und sorgen.

logopezi, 22.03. 09:36

worauf du pfeifst oder auch nicht, ist denen aber herzlich wurscht.

logopezi, 22.03. 09:38

und wenn das entwicklungshilfegeld eh nicht den armen dort zu gute kommt, dann isses doch besser, es belebt die europäische luxusgüterindustrie (die lassen eh in dritteweltländern nähen zb und schaffen dort arbeitsplätze!) , als es liegt auf schweizer Bankkonten.

nadann1, 22.03. 09:47

Sonne
Es geht nicht nur um den Wirtschaftskreislauf, auch wir laufen mittlerweile im Kreis herum, nämlich aus Zorn wegen der Zustände in diesen Ländern für deren Armut wir noch beschuldigt werden ohne jemals dort gewesen zu sein!

homeroid, 22.03. 10:04

>ohayeg - und wer hat die Korruption installiert? Wer stellt die Diktatoren auf, seit Jahrzehnten?
Jetzt, wenn die Konzerne genug Macht ergriffen haben, jetzt machen wir es via "Freien Handel" - zuerst müssen wir aber die gleichen Diktatoren, die wir irgendwann installiert haben, entsorgen - weil sie mit Konzernen inkompatibel sind, beide wollen die gleiche Ausbeutung betreiben.

pythagoras111, 22.03. 14:22

..wobei 20 Dollar ja doch sehr günstig ist.
anderes Beispiel gefällig: nicht in Afrika - Nein! in Europa. Grenzübergang zwischen Szeged (Ungarn) und Arad (Rumänien). In einem Auto 3 Personen. (auch ich) Auto ist vollgestopft mit alten PC´s samt Bildschirmen, Skiern usw... es ist 01:30. Passkontrolle rumänische Seite. 100€ in den ersten Reisepass und du wirst durchgewunken... ohne weiteren Kommentar... easy going, oder? :-)

Ein Marshall-Plan für Afrika!

kurtkant, 21.03. 23:39

Die Initiative G.C.Marshall's hat einst Europa wieder auf die Beine gebracht. Die EU könnte den ausgebeuteten und rückständigen Kontinent Afrika auf die Beine bringen. Nicht durch Entwicklungshilfe (sinnlos), nicht durch Hilfslieferungen (sinnlos). Durch Ausbildung und Bildung!

Eine große Zahl Afrikaner, die dazu bereit sind, werden für ein oder zwei Jahre in allen Staaten der EU ausgebildet, wohnen gemeinsam in den Ausbildungszentren (nicht in "Flüchtlingsunterkünften") und werden danach wieder in ihre Heimaten zurückgebracht. Alles organisiert (somit keine Schlepper mehr nötig).
Jedes Jahr neue Auszubildende und jedes Jahr gebildete Menschen, die nach ihrer Rückkehr in ihren Heimaten einen Lebensstandard bewirken können, wie sie ihn sich wünschen.

Ich meine, der Friede und die Menschlichkeit sollte uns allen solch ein Plan wert sein.

gscheitbär06, 22.03. 07:56

Ausbildung:

In Ghana gibt es eine geringe Ärztedichte, nämlich nur einen Mediziner pro 10.000 Einwohner, das sind derzeit 2.587 Ärzte. Mindestens genauso viele ghanaische Ärzte arbeiten in Großbritannien.

In Frankreich arbeiten mehr Beniner Ärzte als in Benin selbst.

Etwa 12.000 Mediziner aus Sub-Sahara sind in den USA zugelassen. Das sind mehr Ärzte, als es derzeit in den Ländern Äthiopien, Ghana, Liberia, Tansania, Uganda, Sambia, Sierra Leone und Simbabwe zusammen gibt.

37 Prozent der in Südafrika ausgebildeten Ärzte arbeiten in OECD-Ländern. Die Migrationsbewegung des Gesundheitspersonals wird in Zukunft zunehmen, wenn afrikanische Regierungen nicht durch bessere Bezahlung (mit speziellen Anreizen für die Arbeit in abgelegenen Gegenden) und Ausrüstung der Krankenhäuser gegensteuern. Der schmerzliche Aderlass, der die meisten Länder in Afrika betrifft, ist gefährlich.

logopezi, 22.03. 08:11

danke für die bsp!
gilt aber genau so für Ingenieure und andre Ausbildungen.
ich wollt auch grad sagen, dass wir genau das, nämlich die leute von dort bei uns ausbilden, seit Jahrzehnten tun, diese sich aber weigern, dann wieder zurück in die Herkunftsländer zu gehen. ergo, kurtl: vergiss deinen bildungs-Marshallplan, er wurde probiert und funktioniert nicht!

gscheitbär06, 22.03. 08:38

Naja, wenn da einer in London studiert, wird er ja kaum zurück gehen und in einer Hütte als Arzt ordinieren.

gscheitbär06, 22.03. 08:42

Der ganze Artikel ist hier zu lesen:

Warum afrikanische Präsidenten im Ausland sterben

http://www.ortneronline.at/?p=45152

richter, 22.03. 09:02

@logopezi: Sehe ich genauso. Niemand geht in diese Länder zurück, weil dort einfach vieles ziemlich schrecklich ist. Politisch unsicher , katastrophale Versorgungslage, Riesenunruhen zwischen arm und reich, Bevölkerungsexplosion. Jeder, der Bildung hat und das sieht weiß, dass das in einem Menschenleben nicht lösbar sein wird.
Daher bleiben die Leute lieber bei uns, wo alles halbwegs funktioniert. Die werden daher alle niemals zurückkehren, außer auf Urlaub!

logopezi, 22.03. 09:35

@richter
eben. also wozu bilden wir diese leute aus? schad ums Geld!

poli2, 22.03. 09:37

der einwanderungs-irrsinn muss irgendwann mal ein ende haben.

die nicht ausgebildeten zuwandern zu lasen bringt nix, da es für die kaum arbeit gibt.

die gut ausgebildeten zuwandern zu lassen bringt auch nix, das es in den herkunftsländern die situation nur noch weiter verschlechtert.

ausbilden und wieder zurück schicken würde sinn machen, geht aber (nach vorstellung der üblichen verdächtigen) aber auch nicht, weil die ausgebildeten dann ein "recht" zum hier bleiben haben.

homeroid, 22.03. 10:14

>poli2-
"ausbilden und wieder zurück schicken würde sinn machen, geht aber (nach vorstellung der üblichen verdächtigen) aber auch nicht, weil die ausgebildeten dann ein "recht" zum hier bleiben haben."
Was würdest du denken, wenn jemand über dich in Afrika solche Postings verfasst?
"Die Europäer gehören von uns umerzogen, dass sie endlich aufhören andere Kulturen zerstören und Menschen dort als minderwertige Sklaven zu sehen, und dann wieder zureückgeschickt"....
Ich dir überhaupt bewusst, welche Präpotenz hinter solchen Gedanken steht?

mirabeau, 22.03. 10:51

Der Marshallplan für Europa war 1948 mit 13,12 Milliarden Dollar dotiert, das entspricht im Jahr 2016 rund 129 Milliarden Dollar (Wikipedia). Davon profitierten 17 Länder mit einer Bevölkerung von 304 Millionen Menschen (1950).

Afrika hat derzeit 1,22 Milliarden Einwohner, also ziemlich genau vier mal so viel.

Entsprechend müßte auch der„Marshallplan für Afrika“ mit der 4 fachen Summe des Marshallplans für Europa dotiert sein, um die selbe Wirkung zu entfalten, also 516 Milliarden Dollar. Oder 460 Milliarden EURO. Zum Vergleich: Das EU Budget betrug 2016 155 Milliarden Euro.

Für eine Marshallplan für Afrika brauchen wir demnach das dreifache eines EU Jahresbudgets.
Österreich zahlt pro Jahr rund 3 Milliarden an die EU. Österreichs Anteil am Marshallplan für Afrika wäre demnach 9 Milliarden, das sind 1062 Euro vom Baby bis zum Greis.

Das ist viel Geld, aber zumindest theoretisch machbar. Nur ist es aus meiner Sicht rausgeworfenes Geld, denn es gab ein noch viel wichtigeres Kriterium, daß in Europa zum Erfolg geführt hat:

Europa hatte zum Zeitpunkt des Marshallplanes eine sehr gut ausgebildete Bevölkerung.

Die Bildungssituation Afrikas ist dagegen katastrophal. Bevor wir also daran denken, der afrikanischen Wirtschaft mit einem Marshallplan auf die Beine zu helfen, brauchen wir erst eine radikale Bildungsoffensive für diesen Kontinent.

Aus meiner Sicht ist das überhaupt die einzige "Entwicklunghilfe", die nachhaltig wirkt:

Wenn wir in Afrika Schulen und Universitäten bauen und jedem Kind eine Schulbildung nach europäischen Standards ermöglichen, dann stellt sich die wirtschaftliche Entwicklung von ganz alleine ein.

gscheitbär06, 22.03. 11:07

mirabeau,

bitte nicht immer von "Wir" schreiben, mir ist es z.B. vollkommen wurscht, was die dort machen.

sonne21, 22.03. 11:13

Also mir ist es nicht wurscht wie es den Menschen in Afrika geht.
Und ich wünsche mir sehr, das diese Menschen endlich aus den Hilfestellungen etwas annehmen, fuer ihr Leben lernen.
Wie oft war schon unsere Pfarre dort um zu helfen....
es macht einfach nur traurig .. wenn man sieht es fruchtet zu wenig.

mirabeau, 22.03. 12:14

@gscheitbär06
Ich kann das schon verstehen, aber ich fürchte, wenn wir nix machen, kommen sie zu uns.

Alleine Nigeria wird 2050 Laut UNO mehr Einwohner haben, als die USA. Und 10 Jahre später hat Nigeria mehr Einwohner als die EU.
Wenn sich die auf den Weg nach Norden machen, wird sie nichts aufhalten können.

Alleine die Frage macht keinen Sinn

hausmuetterchen, 21.03. 22:48

Wenn ich unbedingt etwas haben will, dann biete ich dafür etwas an, Geld oder andere Gegenwerte. Wenn ich genug dafür hergebe, bekomme ich es auch in einem Bieterkampf.
Meine Frage daher, wollen wir wirklich Millionen des Afrikanischen Kontinentes bei uns haben. So erschliesst sich mir diese Frage.
Vielleicht meint der ORF es so, was können wir tun, um die Bevölkerung des afrikanischen Kontinentes zum bleiben vor Ort bewegen.
Vor allem wäre in den Köpfen der Bevölkerung vor Ort einmal das Gedankengut der Annahme der Hilfe zur Selbsthilfe dringend notwendig. Alles andere ist nur absolute Schmerzbereitung bei allen.

kurtkant, 21.03. 23:26

Europa hat sehr viel zu bieten: Sehr viel an Know-How, an Ausbildung und Bildung.
Deshalb mein Vorschlag: Temporär eine Anzahl (Wirtschafts-)Flüchtlinge in allen Staaten der EU aufzunehmen, sie auszubilden und wieder in ihre Heimat zu bringen. Danach weitere usw.
Hier brauchen wir sie nicht (auch wenn manche, auch Hiesige, diese Diktion als hart empfinden), aber wir können helfen.
Und es wäre dieser Vorgang besser, als bloße Geldflüsse, die seit Jahrzehnten versickern...

logopezi, 22.03. 08:15

die bleiben aber nicht in ihrer Heimat, sobald sie die Ausbildung haben! die sind ja nicht blöd und gehen mit einer guten ausbildung in ein entwicklungsland (zurück), wo sie einen schlapf verdienen, sondern arbeiten lieber für gutes geld in einem industrieland. (so blöd sind nur unsre leute, dass sie vor lauter idealismus für einen apfel und ein ei auf entwicklungshilfe gehen - aber doch nicht die dortigen einheimischen!) nächste Idee?

richter, 22.03. 08:21

@kurtkant: guter Vorschlag! Aber keiner von den dann gut ausgebildeten wird jemals wieder zurück nach Afrika gehen. Die bleiben lieber hier und machen irgendwelche niedrigen Jobs, bevor sie in dieses absolute Chaos aus Stammesfehden, Diktatoren, Misswirtschaft, Korruption, Armut, Hungersnöten, Wassermangel, etc. zurückgehen.
Nein! Die Antwort kann nur lauten: Vor Ort Schulen aufbauen, Wirtschaftsprojekte aufziehen, wo die Einheimischen etwas davon haben, Geburtenkontrolle unterrichten und rigoros alle Gruppen entwaffnen. Nur dann wird sich dieser Kontinent erholen können. Durch die Islamisierung von Afrika wird aber leider das Gegenteil passieren. Es werden noch zusätzliche Konflikte durch Stellvertreterkriege rivalisierender muslimischer Religionsausrichtungen in die Länder gebracht.

logopezi, 22.03. 08:26

ich würd sagen: einen hohen zaun rund um Afrika, und dann sollens dort machen was sie wollen und für richtig halten.

sonne21, 22.03. 09:00

ich schätze @kurtkant Beiträge sehr.
und beim durchlesen, dachte ich super Idee,
aber wollen die nach der Ausbildung nach Hause?
richter & logopezi, volle Zustimmung.

und ja @pezi, nur wir sind so Idealisten um für einen Apfel und ein Ei auf Entwicklungshilfe gehen, selbst im Familien Kreis erlebt.

Europa hat(!) viel angeboten. Desertec z.B. wäre lebensrettend

dosimeter, 21.03. 21:51

für Millionen Menschen gewesen.

Die hätte alle nicht flüchten müssen, wenn sie diese europäischen Hilfsprogramme mit Anstand angenommen worden wären.

Und jetzt blockieren sie mitten in Europa die technologischen Zukunftsprojekte - die für das Klima auf der ganzen Welt nachhaltig notwendig wären - indem Europa die Sozial- und Bildungs-Nachhilfe finanzieren darf, statt weiter forschen zu können.

Der ganze Orient könnte heute blühen wie (inzwischen endlich) Israel - wenn, ja wenn die "Führungskräfte" der islamischen Welt friedlich hätten leben wollen.

No Jo, solen wir die praktisch durchfüttern, so,

grasti506, 21.03. 21:37

dass die gar keine Lust kriegen auf Auswandern? Ja, das würden wir wahrscheinlich schaffen. Wie lange wird es dauern und die Begehrlichkeiten werden steigen? Müssen wir die dann auch erfüllen, durch die Androhung: "kommt nix, gut dann kommen wir und holen uns was"? Ich denk das Problem und die Herausfordrung, es zu lösen, ist um ein vielfaches grösser, als wir uns das alle hier vorstell'n können. Das allerschwierigste ist, reale Szenarien zu finden und dann noch genügend Menschen zu finden, die d'ran glauben und an einer Lösung mitarbeiten woll'n. Steht unsere gesammte Kultur zur Disposition?

richter, 22.03. 09:09

Ich sehe das leider genauso, wie Du. Bin da sowohl, was den arabischen, als auch den afrikanischen Weltteil betrifft nicht sehr optimistisch. Die haben dank unserer medizinischen Forschung eine irrsinnige Bevölkerungsexplosion, die nicht mehr in den Griff zu bekommen ist.
Das Ergebnis solcher Bevölkerungszuwächse kann man in der Geschichte stets feststellen: Völkerwanderung, Einwanderung und Übernahme anderer Länder. Das wird auch diesmal wahrscheinlich so sein.
Und ja: unsere gesamte Kultur steht zur Disposition. Aber: haben wir es uns anders verdient? Wir tun nichts, oder fast nichts, diese zu verteidigen und zu erhalten. Ganz im Gegenteil, wir arbeiten heftig daran alles selber zu zerstören. Unser Sozial- und Gesundheitssystem ist fantastisch. Was machen wir? Der Missbrauch wächst, alles ist selbstverständlich geworden, der Staat zahlt das schon, ein Land, wie Österreich muss sich das und noch 100.000 Einwanderer dazu leisten können.
Dann wird es halt so kommen, wie es kommen muss und wir verdienen es.

Flüchtlinge was kann Europa ihnen bieten

deladroite, 21.03. 20:43

heute durfte eine besonders naive ZARA Mitarbeiterin sich vor der Presse über die Behandlung der Flüchtlinge in Österreich aufregen. Z. B. wurde kritisiert, dass viele öffentliche Bäder für Flüchtlinge gesperrt wurden. Der Grund wurde natürlich nicht erwähnt.....
Aber wichtig: der ORF gibt denen die erhoffte mediale Präsenz.

40pips, 21.03. 21:30

Alle diese Vereine haben im ORF eine Gratis-Dauerlizenz, ihren Senf abzugeben.

Der absolute Wahnsinn besteht ja darin, das bis jetzt abwechselnd

gscheitbär06, 21.03. 20:14

Marine´schiffe europäischer Staaten da als Verlängerung der Schlepper gedient haben, etwa irische oder deutsche Marineschiffe, wieso die Iren ihre wertvolle Fracht nicht nach Irland, die Deutschen ihre Fracht nicht nach Cuxhafén oder sonst wohin, sondern nach Italien abgeliefert haben, weiß kein Mensch.

Besonders befremdlich sind da die Deutschen, die als Fährdienst agieren, in Italien abladen, und wenn die angeblichen Flüchtlinge illegal über Österreich oder die Schweiz nach Deutschland, also dem Land ihrer Retter einreisen wollen, schicken sie diese als illegal Eingereiste nach Österreich oder in die Schweiz zurück.

P.S. Die Franzosen unter dem Sozi Hollande haben stets gesperrt!

senfbaron, 21.03. 20:21

Ist "angeblich" das neue Lieblingswort der Rechtsnationalisten um alternative Fakten zu Kennzeichnen?

deladroite, 21.03. 20:38

Die Flüchtlinge werden nicht einmal 30 km von den Afrikanischen Küste "gerettet", um sie dann nach Italien zu bringen.
Viel kürzer wäre der Weg zurück nach Libyen, wo sie alle wegfahren. Würde man das durchsetzen, wäre diese Route bald nicht mehr interessant. Aber will "man" das....

ökonom, 21.03. 20:50

Der absolute Wahnsinn besteht ja darin, das bis jetzt abwechselnd
Marine´schiffe europäischer Staaten da als Verlängerung der Schlepper gedient haben, etwa irische oder deutsche Marineschiffe, wieso die Iren ihre wertvolle Fracht nicht nach Irland,
--------------------
Also, da sind schon sehr viel Zynismus und Boshaftigkeit drinnen. Rettungsschiffe als Verlängerer der Schlepper zu deuten, und Flüchtlinge auf Schiffen als Fracht zu bezeichnen ... What goes around, comes around ...

logopezi, 21.03. 21:03

rettungsschiffe als verlängerer der schlepper ist aber fast wortwörtlich das, was der frontex-chef selbst gesagt hat: "Eine der Ursachen für die hohe Zahl von Ausreisen per Boot von Libyen sei auch die intensivere Überwachung und Seenotrettung durch die EU", so Frontex-Direktor Klaus Roesler. Und der wird's als bestens Informierter wohl wissen, wie da der Hase läuft.

austriaforever, 21.03. 21:12

@gscheitbär06
vollste Zustimmung!

bergler, 21.03. 21:34

>gscheitbär und Zustimmer,
helle Köpfe finden ja immer einen Ausweg, nun was würdet ihr tun wenn ihr in der Haut dieser armen Flüchtlinge drinnen stecken würdet???
Diese Vorstellungskraft ist in letzter Zeit bei den Strache Anhängern verloren gegangen. Nicht einmal Hofer ist fündig geworden.

logopezi, 21.03. 21:40

@Bergler
welche Relevanz hat das, was unsereins tun würde, wenn er in deren haut steckte?
wir stecken nicht in deren haut, sondern in unsrer, und nachdem diese Migranten nicht unsre Interessen vertreten und das auch sonst niemand tut, sollten gefälligst wir das tun. ansonsten werden alle Interessen vertreten in unsrem land, nur nicht die unsrigen, und das kanns ja wohl auch nicht sein.

bergler, 21.03. 21:57

ja ja, wir sind wir und die anderen lassen wir verrecken.
In unserem Land gibt es so viele Superreiche, sogar ihre Gesundheit leidet darunter, es bräuchte nur so viel Verstand zu aktivieren, um den Geiz zu überlisten und für einige Milliarden Lebensmittel und Verdienst Möglichkeiten da unten in Afrika zu organisieren. Der innere Frieden könnte damit stark aufleben und das Problem wäre für einige Zeit behoben.

logopezi, 22.03. 08:31

... und dann organisieren wir Lebensmittel für da unten, und dann können wir usn anhören,d ass wir die dortigen Bauern in den ruin treiben!
was immer der westen in Afrika tut, die schaffens, dass ein pallawatsch dabei rauskommt und geben dann die schuld dem westen.
und was immer der westen in Afrika *nicht* tut, die schaffens, dass ein pallawatsch dabei rauskommt und geben dann die schuld dem westen.

also wenn wir sowieso in Afrika immer die bösen sind, dann isses einfacher nix zu tun, nach dem Motto, tuts was ihr wollts aber l. u. a. a.!

Um 800 Mio Euro ...

maumau, 21.03. 17:13

.. könnte man in Lybien eine Menge Land kaufen/pachten, um darauf Zeltstädte und Notunterkünfte (vulgo Lager) zu errichten.

chromjuwel, 21.03. 17:18

Möglich, aber wo liegt dieses imaginäre Land?

passagier055, 21.03. 17:20

800 Millionen finde ich sogar noch als billig !
Dies ist bestimmt der selbe Betrag den Österreich durch Steuerhinterzieher verliert.

Und die gesamte EU macht sich wegen lächerliche 800 Millionen in die Hose

maumau, 21.03. 17:23

sinnerfassend lesen: .... in Lybien ... Sprich, Lybien verkauft Land für diesen Zweck an die EU, die dort Lager errichtet und verwaltet. Noch besser wäre natürlich, das UNHCR würde sich darum kümmern.
Grundsätzlich ist jedes Land dafür verantwortlich, wem es seine Infrastruktur zur Verfügung stellt. Dh. wenn Lybien seine südlichen Grenzen nicht schützt, sind sie selbst für die hier Hereinströmenden verantwortlich.
Kurzfristig wäre es wirklich besser, den Shuttledienst - nach entsprechender Warnung - einzustellen.

chromjuwel, 21.03. 17:34

@mau
"sinnerfassend lesen: .... in Lybien ... Sprich, Lybien"
Ja, danke, wir haben verstanden. Nun aber zur
Beantwortung meiner Frage, wo dieses imaginäre
Land denn liegen soll ......

rnnp, 21.03. 18:01

Vielleicht mal richtig schreiben "Libyen"!

wacherbürger, 21.03. 18:18

@passagier055, 17:20
"Und die gesamte EU macht sich wegen lächerliche 800 Millionen in die Hose"
-------------------------------------------------------
Das wären pro Land knapp 30 Millionen Euro, wäre für Ö sicher kein Problem, bei den vorhandenen Schulden.
Was mich stört ist, mit welcher Normalität die EU einfach das Geld ausgeben soll, die Welt besteht aus mehr Länder. Was jetz 800 Millionen sind, sind am Ende Milliarden. Und das in ein Land das 3 Regierungen hat. Es gibt null Garantien, genau wie bei Erdogan.

senfbaron, 21.03. 20:24

Wer soll denn dieses Land verkaufen?
Wo soll das verkaufte Land liegen?
In der Sahara?
Wer baut dort die Infrastruktur auf?

Immer etwas skurril, wenn man aus der Ferne lustige aber völlig weltfremde Vorschläge verbreitet. Was, wenn ein anderes Land auf die Idee käme, Österreich Land abzukaufen und dort Lager zu errichten?

ösirepublik, 21.03. 20:29

WO liegt Syrien und WO liegt die Sahara ?

logopezi, 21.03. 21:06

land kaufen, Infrastruktur und sonstiger pipapo: warum sollten wir uns deren kopf zerbrechen? grenzen dicht und die Sache hat sich für uns.

alfredsinnegger, 21.03. 21:42

"Um 800 Mio Euro könnte man in Lybien eine Menge Land kaufen/pachten..."
Schrieb maumau, 21.03. 17:13 , ösirepublik, also nicht Syrien!!!
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Die Libysche Wüste gehört zu den trockensten Wüsten der Erde und ist der kulturhistorisch bedeutsamste Teil der Sahara.
Außerdem hieß es, Gaddafi lasse Flüchtlinge in der Wüste an Libyens Südgrenzen aussetzen
http://jungle-world.com/artikel/2011/09/42719.html

logopezi, 21.03. 21:48

Gaddafi lebt noch?

alfredsinnegger, 21.03. 22:30

Ja, der ist jetzt bei den Jungfrauen,
aber über Euere Leute brauch ich Euch ja nicht informieren,
da seid Ihr besser auf dem Laufenden.

Nordafrika ist eine Chance für Russland ?

passagier055, 21.03. 14:28

Europa kann eigentlich niemand etwas bieten, denn Europa hat viel verschlafen.

Man sieht ja den russischen Einfluss in Syrien und auch langsam in der Türkei. Nun will Russland auch im Bürgerkrieg von Libyen mitbestimmend wirken. Was dann bedeuten würde dass Russland die Südgrenzen zu Europa kontrolliert.
Womöglich kann das gut sein und für eine Stabilität in der Flüchtlingsfrage bringen.

Würde Russland wirklich Stabilität in diese Regionen bringen so käme es Europa nur recht. Aber damit hat Russland auch einen Trumpf in der Hand. Man sieht es ja bei Erdogan wie er mit "seinen Flüchtlingen" erpresst und droht. Das könnte dann auch bei Russland der Fall sein.

Russland hätte auch einen Trumpf in der Hand damit Europa nicht ständig mit den Sanktionen der USA mitzieht.
Quasi:............"Ziehst du mit der USA mit, lasse ich die Flüchtlinge nach Europa".

Hätte Europa nicht die ganze geschlafen, so könnten wir es selbst bestimmen wie die Außengrenze zu Europa aussieht.
(Aber wie es aussieht wird dies bald Russland bestimmen).

bulli, 21.03. 14:33

Das Problem mit den Russen ist halt, dass die noch nie irgendwo so etwas wie "Stabilität" reingebracht haben. Bestenfalls haben sie repressiv geherrscht (wie im ehemaligen Ostblock).
Noch dazu hat Russland das Pech, einen ehemaligen KGB-Oberst als Präsidenten zu haben, der im Geiste noch immer ein "Kalter Krieger" ist. Es ist mehr als kühn, Russland auch nur irgendwie mit "Stabilität" in Verbindung zu bringen.

chromjuwel, 21.03. 14:43

@pa
"Nun will Russland auch im Bürgerkrieg von Libyen
mitbestimmend wirken."
Russland wirkte von Anfang an bestimmend mit, ja
ist sogar für den Bürgerkrieg verantwortlich.
"Ziehst du mit der USA mit, lasse ich die Flüchtlinge
nach Europa".
Russland ist für 90% der Flüchtlingsströme verantwortlich.
Die Taktik, Europa mit Flüchtlingen zu lähmen und fin.
auszubluten, ist schon lange im Gange.

logopezi, 21.03. 14:47

und wir lassen die Taktik aufgehen, indem wir brav monat für monat abertausende Flüchtlinge nehmen.

chromjuwel, 21.03. 14:49

So ist es.

passagier055, 21.03. 14:49

So würde ich aber nicht denken, @bulli........
Wer seine Gegner grundsätzlich für dumm hält hat schon verloren bevor das Speil überhaupt begonnen hat.

Russland will mehr Mitspracherecht in Europa und in der NATO.
Bekommt Russland nicht auf legale Weise zu diesem Mitspracherecht wird man sich strategisch ein Mitspracherecht besorgen. Zu einem strategischen Mitspracherecht gehören nun mal auch Flüchtlinge.

Für Stabilität konnte die USA auch nicht wirklich sorgen.
Die USA konnte nach dem 2. Weltkrieg auch nur deshalb in Europa für Stabilität sorgen da man ja selber Abstammung ist zu den Amerikanern.

Außer Japan, Europa, Südkorea gibt es eh kaum Länder wo die USA für Stabilität gesorgt haben. Amerika wirft irgendwo die Bomben und verschwindet wieder. Hat man in Vietnam gesehen, im Irak, in Afghanistan des ersten Krieges, usw........
(in diesen Ländern kann man zwar einen amerikanischen Sieg sehen, aber nichts von Stabilität).

wacherbürger, 21.03. 15:41

Schon komisch, die Amis haben dort alles angezettelt und jetzt beschimpft man Rußland.

Ich finde man müsste schon lange das Embargo gegen Rußland beenden und versuchen wieder diplomatische und nachbarschaftliche Beziehungen mit Rußland herstellen. 70 Jahre nach dem Weltkrieg würde es an der Zeit sein mit diesem Staat wieder ins Reine zu kommen. Die Amis können ja weiter mit Rußland den kalten Krieg führen.

Wird Rußland weiter so isoliert, ist es für die legitim sich mit den Ländern in Nahost und Nordafrika zu verbünden.

Würden wir in der EU mit Rußland auf Augenhöhe verhandeln und die anstehenden Probleme wie Migration usw. Rußland miteinbeziehen, würde sich manches besser regeln lassen.

Nur hinhacken bringt nichts, grade wo Europa rundherum die Partner verliert.

logopezi, 21.03. 15:47

würden wir uns wirtschaftlich mit Russland zusammentun, wäre das nur zu beiderseitigem nutzen: wir könnten von deren Rohstoffen profitieren, die russen von europäischer Technologie.
die amis würden ziemlich alt ausschauen, drum nutzen sie auch alle Möglichkeiten um das zu verhindern, und wir gehen ihnen aus dummer Hörigkeit auf den leim.

chromjuwel, 21.03. 15:53

"Schon komisch, die Amis haben dort alles angezettelt
und jetzt beschimpft man Rußland."
Mal besser aufwachen! Weder haben "die Amis dort"
irgendetwas angezettelt, noch sollte man Russland
mit dem Kreml und seinen Protagonisten verwechseln.

chromjuwel, 21.03. 15:54

Auch bitte - nach dem endgültigen aufwachen - informieren,
wer wirklich in den Ländern gezündelt hat, aus denen nun
Flüchtlingsströme nahen.

logopezi, 21.03. 16:01

@Chrom
syrien hat seit anfang der 60er seine Bevölkerungszahl fast versechsfacht - das ist zündeln genug, da brauchts keinen zündler von außen, um so ein land, so eine Gesellschaft zu destabilisieren!

chromjuwel, 21.03. 16:12

@lp
Das Zündeln begann in Syrien aber schon vorher.

logopezi, 21.03. 16:23

dann war das zündeln aber nicht sehr effizient, wenn es über 50 jahre braucht bis es brennt. glaubst nicht dass syrien viel zu unwichtig ist, als dass da jemand über 50 jahre lang zündeln würd?

chromjuwel, 21.03. 16:29

Wie man sieht (und weiss), eben leider nicht.

wacherbürger, 21.03. 16:32

@chromjuwel, ich erinnere mich die Amis gesehen zu haben wie sie in Nahost Krieg gespielt haben und dann sind sie wieder schnell abgehauen.

chromjuwel, 21.03. 16:34

Wo genau war das? Und wann?

wacherbürger, 21.03. 16:38

Steht im Internet! :-)

chromjuwel, 21.03. 16:41

Also weisst du nicht, was du zu sehen geglaubt hast.
Fata Morgana?

wacherbürger, 21.03. 18:21

:-))

Trinkwasser Essen Arbeit.

bildschnitzer, 21.03. 13:49

Wenn Menschen irgendwo die Grundlagen zum Kindergroßziehen haben, bleiben sie dort.-------Das Smartphone mit Internet zeigt erstmals in ganz Afrika, wo es Trinkwasser, Essen, und Arbeit gibt. Unsere Webcams sind auch in Dire Dawa im Netz zu sehen.------Das Smartphone/Internet wirkt wie die Buchdruckerkunst zur Zeit Luthers.-----Auslöser eines Dreißigjährigen Krieges.

logopezi, 21.03. 14:02

das Problem sind nicht die Grundlagen zum kinder großziehen - das Problem in Afrika ist, dass die mit den Grundlagen zum großziehen eines Kindes 5 kinder großziehen. das kann nur schief gehen, und tut es auch. und wir in Europa sollen dann die dort zu-vielen aufnehmen.

richter, 21.03. 14:05

@schnitzer: Die Antwort ist zu einfach. Afrika hätte genug Ressourcen "zum Kindergroßziehen". Aber nicht wenn es so viele Kinder sind und wenn so viele völlig absurde Kriege und Fehden ausgetragen werden.
Natürlich erscheint vielen Afrikanern dann Europa als das Paradies, wo man hinmöchte. Noch dazu mit den Zusatzinfos durch die Schlepper, dass sie in Europa alles gratis vom Staat bekommen. Das löst eine richtige Reisehyterie nach Europa aus, wo dann die große Enttäuschung Platz greift. Dann ist es aber zu Spät: für die Einwanderer, die verloren zwischen Staaten herumgereicht werden und für Europa, das sukzessive die Grenzen hochfahren muss, wenn es nicht sleber sozial zerstört werden möchte.

logopezi, 21.03. 14:10

wäre die afrikanische Bevölkerung seit anfang der 70er nur im selben ausmaß gewachsen wie die Bevölkerung der westlichen welt, wäre der hunger dort besiegt. aber gibst du ihnen die Ressourcen, dass von 5 kindern nicht 2 ganz und 2 fast verhungern, sondern alle 5 satt werden, haben sie halt 10 statt fünf kinder, und von diesen verhungern dann vier ganz und vier halb...

obietrice, 21.03. 14:17

logopezi, was für Ressourcen geben wir ihnen denn? Unseren Müll? Lebensmittel, die einen Bruchteil von den afrikanischen Kosten?

logopezi, 21.03. 14:27

ja, auch unsren müll - vom sortieren, verkaufen und deponieren zb von elektronikschrott leben dort menschen. liefert man denen keinen müll mehr, haben sie kein einkommen mehr.

und ad Lebensmittel: liefert man ihnen teurere Lebensmittel bzw zu teureren preisen, dann überlebt vielleicht der dann wieder konkurrenzfähige afrikanische bauer, aber in den hundert Familien, die dann seine Lebensmittel teurer kaufen müssen, verhungern die hälfte der kinder, weil sie ums selbe Geld weniger Nahrungsmittel kaufen können als von den billigeren importierten. (den aufschrei aus den Entwicklungsländern über steigende getreidepreise hat man gehört als die getreidepreise aufgrund der Ölsaaten für biosprit stiegen. nach deiner Theorie hätte durch steigende importpreise aber die afrikanische Landwirtschaft einen boom erleben müssen. tatsächlich aber sind dadurch mehr leute verhungert.
das Problem in Afrika ist einfach, dass dort die Geburtenrate zu hoch ist, dort mehr leute leben als das land ernähren kann. so lange man das nicht angeht (und zwar die leute dort!), wird es dort nie was andres als Hungersnöte und kriege geben, ganz egal was "der westen" tut!

helikopter, 21.03. 14:30

>obi : wozu einem Kontinent Resourcen geben, der selber mehr als genug hat ? - und dass die Überbevölkerung mehrere Väter hat - darunter "gutmeinende" europäische NGOs, diverse Religionen - insbesonders die katholische Kirche - sozialer Druck auf die Frauen etc etc - das sollt auch mal gesagt werden.

helikopter, 21.03. 14:32

ceterum censeo/im übrigen bin ich der Meinung, dass die - gut gemeinte - "Entwicklungshilfe" - so wie sie derart gehandhabt wird - unterm Strich möglicherweise mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

ich frag mich was in aller welt ist so schwierig daran...

effenbeisser, 21.03. 12:39

die aussengrenzen der eu zu überwachen und abzusichern??? dann bräuchten wir nicht ständig anderen staaten etwas bieten, die uns dann doch nur - stichwort türkei - dafür frotzeln und uns vorführen!!

logopezi, 21.03. 12:43

man müsste dann farbe bekennen und sich selbst die Hände dreckig machen. man könnte nicht mehr rosabebrillt-idealistisch den in der Praxis einfach nicht haltbaren flüchtlingsrechten huldigen.

effenbeisser, 21.03. 12:49

vorallem würde ich schon überhaupt nicht akzeptieren, dass länder ihre eigenen bürger nicht mehr zurücknehmen?? hallo??
vielleicht fällt uns eines tages einfach mal ein, dass wir nix mehr in den eu-topf einzahlen?! mal sehen, wie lange das die anderen staaten mittragen...?!

sonne21, 21.03. 13:11

mich wundert es so wie so, wie leichtfertig die EU mit Geld umgeht, sparen wurde schon lange abgeschafft, wie wird es ohne das Geld von Großbritanniens weiter gehen?

laurin2, 21.03. 13:21

Die EU Grenze zur Türkei ist nur 300 km lang (zu Mexiko 3.000 km...) also Anleitung bei Trump und Orban holen!
Und die Griechische und Italienische Marine soll nicht als Schlepper fungieren sondern die Bootsflüchtlinge zurück in die Türkei und Libyen bringen und nicht auf das EU Festland!

chromjuwel, 21.03. 13:36

Stelle mir das gerade bildhaft vor, wie die Griechische
Marine in der Türkei anlandet - wenn die Türkei das nicht
möchte ......

chromjuwel, 21.03. 13:38

"Die EU Grenze zur Türkei ist nur 300 km lang (zu
Mexiko 3.000 km)"
Das ist sogar mir neu!

obietrice, 21.03. 14:18

Laurin, von geografie hast keine Ahnung, oder?

logopezi, 21.03. 14:40

laurin meint wohl die griechisch-türkische landgrenze, die aberd erzeit eh nur eien untergeordnete rolle spielt.
nichtdestotrotz ist es notwendig, die gesamte gr-tür grenze, also auch die seegrenze, besser abzusichern, undurchdringlicher zu machen als sied as derzeit ist. und das wäre technisch kaum ein Problem, es fehlt nur seitens der eu der wille dazu, weil: siehe oben 12.43 Uhr!.

chromjuwel, 21.03. 14:44

@lp
Das war wohl allen klar! Aber darum ging es natürlich nicht.

ösirepublik, 21.03. 20:21

apropos außengrenze (für geografie-muffel) :
"Auf Grund des Inselreichtums erzielt Griechenland eine bemerkenswerte Küstenlänge von 13.676 km, wovon etwa 4.000 km auf das griechische Festland" ..
dann sichere mal 14.000 km Küste !

logopezi, 21.03. 21:12

falsch, ösi, man braucht nicht 14tsd km küste sichern, sondern nur die grenze der gr Hoheitsgewässer zu denen der türkischen bzw zu internationalen Gewässern.

Zuerst könnte man versuchen den dortigen Menschen nicht die Lebensgrundlage

brauser, 21.03. 11:57

zu entziehen, indem man Ressourcen stiehlt und subventionierte Lebensmittel hin verkauft.

gscheitbär06, 21.03. 11:59

wer stiehlt irgend etwas?

bulli, 21.03. 11:59

Wann wird diese ewige Leier endlich aufhören, uns mit Schuldkomplexen gegenüber Afrika zu beladen. WIR sind für die dortige Überbevölkerung, die Misswirtschaft und die korrupten Warlords nicht verantwortlich. NEIN!

bulli, 21.03. 12:00

Und so weit ich weiß, bezieht Österreich weder Strom, Lebensmittel oder sonstige Ressourcen aus Afrika.....

brauser, 21.03. 12:31

Selbstverständlich trägt Europa eine Hauptverantwortung an den willkürlichen Grenzziehungen und dem Chaos in Afrika.
Millionen von Hendl und Tonnen von Tomaten werden EU-subventioniert nach Afrika geliefert, sodass die dortigen Bauern mit den Preisen nicht mithalten können.
Österreich bezieht natürlich Kaffe, Kakao, Fisch, Tee, Schnittblumen und viele andere Waren aus Afrika.
Europäische Konzerne besetzen das wenige fruchtbare Land und verbrauchen das Wasser.

logopezi, 21.03. 12:52

@brauser
1. wer zwang die afrikanischen länder, die Grenzziehung in den +-60 jahren seit ende der Kolonialzeit beizubehalten?
2. würden diese Lebensmittel nicht geliefert, hieße es, wir lassen die leute dort verhungern, während sich bei usn die hendln und Tomaten türmen.
3.würden wir die genannten Lebensmittel nicht aus afrika beziehen, hieße es, wir verweigern ihnen den handel und entziehen ihnen so die Lebensgrundlage.
4. und nein, europäische Konzerne besetzen das fruchtbare land nicht, sie pachten oder kaufen es, und zwar von den dort einheimischen. wenn es denen nicht recht ist, dass die europäischen konzerne das pachten oder kaufen, dann dürfenb sie es ihnen halt einfach nicht verpachten oder verkaufen.

passagier055, 21.03. 13:11

ich gebe dem @brauser recht..........

ja ja......@logopetzi........
wir sind nur lieb und brav, und nützen andere nicht aus.
Mit den Tomaten ist ein gutes Beispiel an Verlogenheit.
Würde der afrikanische Bauer mit den Preisen mithalten können so könnte er von seiner Arbeit leben. Da er aber nicht mehr davon leben kann muss er deshalb auch hungern.

Deine Theorie ist vom Teufel selbst, @Logopetzi.......

logopezi, 21.03. 14:05

@passagier
vor diesen lebensmittellieferungen aus Europa sind aber in Afrika auch die leut verhungert. was war damals die ausred?

ösirepublik, 21.03. 20:22

daß´gute Lebensmittel exportiert werden .. alles !
und nix für die Bevölkerung bleibt !
zusätzlich zu den Dürren und Trockenperioden ..

eine effiziente überwachung,..

rasmuachl, 21.03. 10:27

... der zone land /meer in nordafrika wär eine möglichkeit

brauser, 21.03. 11:54

Das passiert eh, aber überwachen kannst nur außerhalb der Hoheitsgebiete anderer Staaten. Und das ist dann schon recht weit weg vom Land.

gscheitbär06, 21.03. 12:00

bei einem nicht funktionierenden Staat sollte das den Europäern aber sowas von schnurz egal sein

logopezi, 21.03. 12:12

@gscheit
Geschäftsführung im notfall analog zum hier nicht anwendbaren §1036 abgb