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Flüchtlinge: Was kann Europa Nordafrika bieten?

Die EU feilt an einem Flüchtlingsdeal mit dem Bürgerkriegsland Libyen. Wie effizient ist eine Politik, die vor allem Fluchtwege abriegeln will? Was brauchte es, damit Menschen nicht mehr an Flucht denken? Welche Perspektiven kann Europa Menschen, die in Nordafrika keine Lebensgrundlage mehr für sich sehen, bieten?

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504 Beiträge

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Forum

bulli, 23.03. 12:14

"Die 259 Kilometer lange bulgarische EU-Außengrenze zur Türkei ist außer an zwei Abschnitten von jeweils zwölf Kilometern durch einen Zaun mit Stacheldraht geschützt.
Flüchtlingen gelingt es dennoch immer wieder, sie unbemerkt zu passieren. Sie wollen nicht in dem ärmsten EU-Land registriert werden, sondern nach Westeuropa weiterreisen."
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So ist das: die "Verfolgten" wollen nicht im ärmsten EU-Land registriert werden, sondern nach Westeuropa weiterreisen. Klar, in Bulgarien gibt es nichts zu holen. In D, AUT und SWE jedoch sehr wohl. Das hat sich mittlerweile nicht nur bis Nord- sondern auch nach Schwarz-Afrika rumgesprochen. Daher verstehe ich die Frage nicht, was Europa Nordafrika "bieten" soll. Denn wir in Österreich sind für die Überbevölkerung, die religiöse Verbohrtheit und die mega-korrupten Zustände sowie die rivalisierenden Warlords nicht verantwortlich. Wenn, dann sollen den Sch*** dort die Amerikaner, Engländer und Franzosen in Ordnung bringen, denn die waren es, die Ghaddaffi unbedingt in Libyen beseitigen mussten. Aber lasst uns gefälligst damit in Österreich zufrieden, wir haben schon 2015 die volle Breitseite abbekommen, jetzt muss Schluss damit sein!

Antworten

elgatosupernowa, 23.03. 12:24

Entschuldigung dass ich das so schreibe, aber das ist Schwachsinn..."Aber lasst uns gefälligst damit in Österreich zufrieden, wir haben schon 2015 die volle Breitseite abbekommen, jetzt muss Schluss damit sein!"
Meinst du mit "damit" Menschen? Machst du einen Unterschied zwischen Menschen und Flüchtlingen? Kaum einer weiß, das Länder wie Ungarn, Polen, Tschechien und andere dieser undemokratischen Länder, erst zu sicheren Drittländern wurden, nachdem sie der EU beitraten. Wieso eigentlich? Weil sie zur EU gekommen sind, sind sie jetzt sicher? Dass die Ausländerfeindlichkeit in den besagten Ländern viel höher ist, als wie im Westen, darüber wird hier nicht berichtet. Dass Ausländer in einem Lokal vom Boden essen mussten (konkreter Fall in Polen), während sich der Mob köstlich darüber unterhielt, wird hier auch nicht berichtet...Also bitte, würdest du gerne in einem sicheren Drittland wie Bulgarien leben? Ach ja, sorry, ich habs vergessen, du bist ja kein Flüchtling...Und wie schon oben geschrieben, nicht Afrika hat uns "dankbar" zu sein, die Kolonien haben noch was zum wiedergutmachen...

lokivonasgard, 23.03. 12:24

"Klar, in Bulgarien gibt es nichts zu holen. In D, AUT und SWE jedoch sehr wohl."
Na bei dir gibt es ja, nach deinen Aussagen auch nix zu holen - also was solls. Deinen Postings zufolge nagst du ja selbst fast am Hungertuch.

"Das hat sich mittlerweile nicht nur bis Nord- sondern auch nach Schwarz-Afrika rumgesprochen."
Was für ein Quatsch. Die Flüchtlingszahlen gehen auch deswegen leicht nach unten, weil sich im Gegenteil derzeit herumspricht, wie gefährlich die Überfahrt nach Europa ist.

"Denn wir in Österreich sind für die Überbevölkerung, die religiöse Verbohrtheit und die mega-korrupten Zustände sowie die rivalisierenden Warlords nicht verantwortlich."
Wow, es geht doch nichts über ordentlich gepflegte Vorurteile.

effenbeisser, 23.03. 12:40

elga - wenn die osteuropäer ihr eigenes süppchen kochen - angefangen von wenig aufnahmen von flüchtlingen bis hin zu alltagsrassismus gegenüber flüchtlingen, dann muss man aber dort ganz dringend mal den hebel ansetzen! aber ich kann mich noch gut erinnern, wie man beifall geklatscht hat, dass endlich die ostblockländer teil der eu sind!! ich versteh nicht, wie man sich von dem verhalten dieser staaten jetzt so überrascht zeigen kann??
es kann aber bei all den missständen nicht der weisheit letzter schluß sein, dann die flüchtlinge halt dann allezu uns zu holen, denn sonst werden sich diese entwürdigenden vorfälle bei uns wiederholen!! und das schneller als uns lieb ist!!

iwoaßjaanitwarum, 23.03. 12:44

lokivonasgard, 23.03. 12:24

Was für ein Quatsch. Die Flüchtlingszahlen gehen auch deswegen leicht nach unten, weil sich im Gegenteil derzeit herumspricht, wie gefährlich die Überfahrt nach Europa ist

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So einen hanebüchenen unsinn habe ich selten gelesen. Die flüchtlingszahlen über das mittelmeer nehmen konstat und stetig zu und überhaupt nicht ab. Abgenommen hat lediglich die balkanroute, aus bekannten gründen (grenzschließung obwohl menschen wie du monate lang behauptet haben dies wäre unmöglich.....waren wohl hexer am werk).

Die flüchtlingsproblematik ist noch lange nicht vorbei, ganz im gegenteil, sie hat erst so richtig begonnen und darüber sind sich praktisch alle experten einig.....du sollest mal deine informationsquellen überdenken, denn die scheinen dir eine sehr unvollständige übersicht über die realität zu verschaffen.

lokivonasgard, 23.03. 12:45

@effenbeisser, 23.03. 12:40
"es kann aber bei all den missständen nicht der weisheit letzter schluß sein, dann die flüchtlinge halt dann allezu uns zu holen,"

Das wird ja auch immer nur von bestimmten kreisen in den Raum gestellt. Ernsthafte Ansätze gehen hingegeben von einer Notwendigkeit zur Weiterentwicklung in den Ursprungsländern aus, zu der wir alle wesentlich beitragen sollten.

iwoaßjaanitwarum, 23.03. 13:08

Das wird ja auch immer nur von bestimmten kreisen in den Raum gestellt. Ernsthafte Ansätze gehen hingegeben von einer Notwendigkeit zur Weiterentwicklung in den Ursprungsländern aus, zu der wir alle wesentlich beitragen sollten.

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Also zunächst einmal wird die notwendigkeit der weiterentwicklung in den ursprungsländern ja wohl von keiner politischen seite ernsthaft in frage gestellt....wieso diese notwendigkeit also als alternativmodell zu den bösen rechtspopulisten dargestellt wird, erschließt sich mir nicht ganz.

Ich weiß nur nicht wie du dir das vorstellt. Wir starten morgen programme in diesen ursprungsländern und übermorgen kommt keiner mehr? Darfs noch eine selbstgebastelte gänseblümchenhalskette zur rosaroten brille sein?

Fakt ist, selbst wenn wir jetzt MASSIVST solche programme starten (was wir tun sollten), werden die auswirkungen jahre, eher jahrzehnte auf sich warten lassen.......ändert also an der aktuellen situation praktisch überhaupt nichts.

Das problem welches effenbeißer geschildert hat, ist eines das mit deinen ansätzen nur sehr langfristig gelöst werden kann, aber jetzt geht es erstmal um die aktuelle situation, wir können uns nicht 15 jahre überlaufen lassen und hoffen das irgendwann die programme in den ursprungsländern greifen......

ätsch, 23.03. 13:10

Versteh nicht wieso man andauernd auf die länder losgeht die dichtmachen,schon mal überlegt das dort politik für die einwohner des landes gemacht wird und nicht für ein paar humanitätsfanatiker.man sollte vielleicht eine volksabstimmung machen ob die österreicher wirklich diesen zuzug von migranten gutheißen aber unsere politiker scheuen den willen des volkes weil sie genau wissen wie die mehrheit abstimmt.erfolg wird man nur haben wenn man eine globale lösung anstrebt und ja,wir müssen etwas von unserem reichtum abgeben,man braucht nicht jedes jahr ein neues handy o.ä.aber zuerst müssen die krisenländer selbst ihre probleme lösen,aus eigenen willen und mit sanfter unterstützung.

iwoaßjaanitwarum, 23.03. 13:29

ätsch, 23.03. 13:10
Versteh nicht wieso man andauernd auf die länder losgeht die dichtmachen,schon mal überlegt das dort politik für die einwohner des landes gemacht wird und nicht für ein paar humanitätsfanatiker

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Diese humanitätsfanatiker sind aber auch nur in ein paar europäischen ländern die lautesten stimmen, der überwiegende großteil der welt ist nicht so eingestellt, siehe amerika, russland, china, australien.....keines dieser länder nimmt so wie wir einfach jeden auf der vor der haustüre steht. Sogesehen sind merkel samt anhang eine kleine strömung, eine kleine minderheit. Der überwiegende großteil der welt ist zum glück noch halbwegs rational und vernünftig.

lokivonasgard, 23.03. 13:29

@iwoaßjaanitwarum, 23.03. 13:08
Wenn du dir die Beiträge des Club of Rome durchliest, dann würdest du deine Vorschläge ernsthaft in Frage stellen. Denn in den Publikationen wurde eindeutig aufgezeigt, dass "Grenzen dicht" das Problem nur scheinbar und kurzfristig löst, nicht aber langfristig, wo es im Gegenteil nur noch verschärft würde.

Und ja, die Programme brauchen eine Weile, bis sie greifen. Das zeigt eindeutig, dass wir schon viel zu viel Zeit damit vergeudet haben, auf die "Grenzen dicht"-Schreier zu hören, anstatt das Problem bei der Wurzel zu packen.

@ätsch, 23.03. 13:10
Dann zieh doch in diese Länder, wo gerade teilweise Grundrechte ausgehebelt werden. Dnan verstehst du es vielleicht.

lokivonasgard, 23.03. 13:31

@iwoaßjaanitwarum, 23.03. 13:29
Ein Glück für dich, dass es diese "Humanitätsfanatiker" in Europa gibt. Denn diese müssen ja nicht nur für die Gesellschaft sprechen, sondern auch noch das ausbügeln, was Personen mit deinen Ansichten uns mal wieder einbrocken.

bulli, 23.03. 13:45

lokivonasgard,schrieb am 23.03. 12:24eine Antwort:
"Das hat sich mittlerweile nicht nur bis Nord- sondern auch nach Schwarz-Afrika rumgesprochen."
Was für ein Quatsch. Die Flüchtlingszahlen gehen auch deswegen leicht nach unten, weil sich im Gegenteil derzeit herumspricht, wie gefährlich die Überfahrt nach Europa ist.

"Denn wir in Österreich sind für die Überbevölkerung, die religiöse Verbohrtheit und die mega-korrupten Zustände sowie die rivalisierenden Warlords nicht verantwortlich."
Wow, es geht doch nichts über ordentlich gepflegte Vorurteile.
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Was Du schreibst, ist von A bis Z ein totaler Unsinn.
1. Die Flüchtlingszahlen schießen nach oben und gehen überhaupt nicht zurück. Frag nach in Italien, die hatten 2016 ca. 180.000 "Neuankünfte" nach ca. 160.000 in 2015
2. Ja, eh. die Überbevölkerung in Afrika bilde ich mir nur ein, das ist ein "Vorurteil". Das dort mega-korrupte Zustände sowie Warlords herrschen natürlich ebenfalls.
Sorry, aber Du bist nicht Ernst zu nehmen....

bittersweet21, 23.03. 14:14

Als die Hilfsorganisationen schon vor Jahren vor den Konsequenzen der Reduzierung der Geldzuwendungen an Flüchtlingslager bzw. -Länder warnten, hat man den Kopf in den Sand gesteckt, die Augen fest verschlossen. Und jetzt suhlt man sich in derselben Haltung in der selben Ignoranz. gepaart mit Arroganz und lächerlichem Selbstmitleid.

iwoaßjaanitwarum, 23.03. 14:15

lokivonasgard, 23.03. 13:29
@iwoaßjaanitwarum, 23.03. 13:08
Wenn du dir die Beiträge des Club of Rome durchliest, dann würdest du deine Vorschläge ernsthaft in Frage stellen

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Als ob ich den club of rome nicht kennen würde. Das ist ein haufen idealisten, die vollkommen weltfremd und unter missachtung sämtlicher politischer tatsachen ihre ideen ausheckt.

Es ist schon gut, dass es solche denker gibt, aber ich würde die eher in der philosophischen ecke ansiedeln als sonst wo.

Die "grenzen - dicht" schreier, wie du sie bezeichnest, gibt es ja in wahrheit gar nicht. Niemand will eine grenze dicht - sprich undurchlässig machen. Gefordert wird lediglich, dass wir die kontrolle darüber behalten wer herein kommt und wer nicht. Das bedeutet weder, dass wir niemanden mehr herein lassen, auch nicht das wir keine flüchtlinge mehr aufnehmen, es bedeutet lediglich, dass WIR die kontrolle darüber haben.

Und euer "grenze schließen geht nicht - blablabla" kennen wir schon aus 2015/16, bis dann die grenze auf der balkanroute vollkommen problemlos geschlossen wurde, zu schaden gekommen sind nur diejenigen, die von ein paar linksradikalen durch die botanik in den tod geleitet wurden.

Weißt du, es ist ja nicht schlimm wenn man sich mal irrt, aber wenn man dann direkt danach, zum gleichen thema, wieder den selben müll erzählt, dann wirds irgendwann bedenklich.

effenbeisser, 23.03. 14:53

ätsch - ganz so einfach ist es nicht!! wenn einzelne staaten dicht machen, die blöderweise in demselben staatenbund leben, wie jene die die flüchtlinge aufnehmen (müssen), dann ist das einfach nur unfair!! es geht nicht nur darum was der bürger will, denn hier handelt es sich um ein globales problem, welches nur gemeinsam zu lösen ist!! und wenn wir das machen, was der bürger will, würden wir alle morgen nicht mehr arbeiten gehen und hätten jedes monat einfach so weitere 10.000 am konto!!
vorallem finde ich es eine sauerei, wie man die knete der eu nimmt und sich sonst überall abputzt!!
und zur sperre der balkanroute - ich mag mir nicht vorstellen, wie schnell die wieder offen gewesen wäre, hätte es hunderte tote zivilisten durch erschiessungen an der grenze gegeben. gaaaanz schnell wäre diese grenze wieder offen gewesen, weil sich niemand selber gern als massenmörder hinstellt!!

Ausbeuter Frankreich

laurin2, 23.03. 11:07

Lt. eines Artikels in den "Deutschen Wirtschaftsnachrichten" vom 15. März 2015 kassiert die ehemalige Kolonialherrschaft Frankreich von seinen ehemaligen Kolonien jetzt immer noch 440 Milliarden Dollar JÄHRLICH als "Wiedergutmachung" von seinen ehemals ausgebeuteten Kolonien.
Daher müsste FRANKREICH ZUERST diese 440 Milliarden in den Aufbau wirtschaftlicher Strukturen in Afrika investieren!

Antworten

elgatosupernowa, 23.03. 12:09

Da gebe ich dir Recht, und dabei handelt es sich nicht nur um Frankreich. Auch andere Kolonialmächte müssten den afrikanischen Staaten Millionen an Entschädigungen zahlen. Und was Europa Afrika noch bieten könnte? Endlich eine Zusammenarbeit welche auf Augenhöhe ist. Man hat ja oftmals das Gefühl dass Afrika von keinem Land oder keinem Kontinent ernst genommen wird. Aber das kommt halt daher, dass Afrika den Europäern nix zu bieten hat. Klar, wenn man ein Kontinent nicht ausbeuten kann, dann ist es für keinen interessant...

lokivonasgard, 23.03. 12:29

Also für die 440 Mrd hätte ich gerne mal eine belastbare Quelle - denn wenn Frankreich solche Summen wirklich kassieren würden, hätten sie in der Kassa sicher nicht solche Ebbe, wie man derzeit sieht.

bpcs, 23.03. 12:49

@laurin 2 - also ich tue mir da auch schwer, das zu glauben. davon betroffen sind 14 länder: benin, burkina faso, guinea-bissau, elfenbeinküste, mali, niger, senegal, togo, kamerun, zentralafrikanische republik, tschad, kongo, äquatorialguinea und gabun. die 440 milliarden wären dann daumen mal pi ca 40 milliarden pro land pro jahr - ich bezweifle, dass das bruttosozialprodukt einiger dieser länder so hoch ist. und die abgabe ist als abzahlung der durch die französische kolonialregierung geschaffene infrastruktur gedacht. da sind meiner meinung nach komma fehler gemacht worden.

lokivonasgard, 23.03. 13:22

@bpcs, 23.03. 12:49
Da die Quelle unseriös ist (wie hier im Forum schon mehrfach angemerkt wurde) wundern mich solche "Kommafehler" keineswegs. Die haben einen Wert von "in 60 Jahren gezahlt" einfach als Jahressumme genommen - soweit zur Qualität dieses Mediums! Nur zum Vergleich: Frankreich hatte 2015 einen Staatshaushalt von knapp 300 Mrd. EUR!

Schaut man sich die Zahlen nämlich wirklich mal an, so wurden in den letzten 60 Jahren ca. 480-515 Mrd $ (= 440- 480 Mrd EUR) überwiesen, wobei da teilweise noch Zahlungen aus den Kolonien selbst enthalten sind. Derzeit dürften die Kolonien immer noch jährlich in Summe etwa 5 Mrd EUR überweisen - was schlimm genug ist, aber nicht entfernt an die Phantasiezahlen des Eingangspostings herankommt.

laurin2, 23.03. 15:08

ich hab's eben so aus den "Deutschen Wirtschaftsnachrichten" vom 15. März 2015 entnommen
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/15/frankreich-kann-seinen-status-nur-mit-ausbeutung-der-ehemaligen-kolonien-halten/

Wie kann man den Afrikanern helfen?

wacherbürger, 23.03. 08:11

Die guten Beiträge weiter unten erfreuen mich, wenn auch noch andererseit viel Mist geschrieben wird.

Natürlich muss die ganze Welt in diesem Gebiet mit Hilfe tätig werden, organisiert und verwaltet über die UNO. Die UNO hat kein Geld kann ich nicht mehr höhren, man muss diese halt wieder ausstatten damit. Da denke ich zuerst an Amerika, Japan, Rußland, China, Australien, Kanada, Neuseeland uvm. Wenn man die neue Forbesliste anschaut weiß man ebenso wo sehr viel Geld zu holen wäre. Gerade diese Menschen mit den dahinter stehenden Konzernen und Spekulationen müssten um einen Teil ihres Vermögens enteignet werden. Zweckgebundene Steuern und Börsesteuern einführen, wenn die Reichen sich nicht freiwillig massiv beim Wiederaufbau beteiligen. Kein Geld direkt an afrikanische Regierungen.

Lehrer in Afrika könnte man jetzt schon ausbilden und die englische Sprache zu erlernen müsste für jeden Afrikaner zur Pflicht werden. Rechnen, Lesen und Schreiben ist ebenfalls für jedes Kind Voraussetzung.

Die Finanzierung wäre gesichert wie beschrieben, dazu kommen noch Spenden. Keine Waffen-u. Munitionslieferungen nach Afrika. Aufbau von Solarkraftwerken, Brunnen und reproduzierbares Saatgut. Nicht von Monsanto diese einmalwachsende Getreide.

Medizinische Versorgung ausbauen, Maschinenringe installieren, Solaröfen zur Verfügung stellen und vor allem das Land wieder rekultivieren und viele Bäume pflanzen. Das Klima würde sich dadurch wieder verbessern.

Heranbilden von Facharbeitern und die Infrastruktur ausbauen. Diese Maßnahmen würden auch sehr viele Arbeitsplätze in den Industrieländern schaffen und viele junge Menschen aus den Industrieländern könnten dort als Sozialdienstleistender/leistende jeweils ca. 6 Monate helfen.
Afrika ist nur zu helfen wenn diese Projekte mindestens eine Generation begleitet werden, besser so als unendliche Migration. Die Vorschläge entsprechen nicht der Vollständigkeit, es gäbe noch viel mehr zu tun.

Antworten

grenzenlosgänger, 23.03. 08:21

>wacherbürger
die von dir aufgezeigten Maßnahmen sind allesamt völlig richtig und würden ganz sicher helfen diverse Probleme zu lösen. Zum Teil wurden diese in der Vergangenheit ja auch praktiziert.
Da ich in den letzten Jahren in sehr vielen Ländern in Afrika - von Marokko, Namibia, Kongo, Somalia, bis Südafrika etc. war - kann ich dir berichten, dass diese Hilfe nur solange funktioniert - solange Europäer dafür sorgen, dass es funktioniert. Muss ich leider so sagen - denn, wenn diese wieder nach Europa zurückkehren - ist es wieder schnell vorbei mit der Wirksamkeit der Hilfe.
Was natürlich noch auffällt ist, dass China inzwischen sehr großen Einfluss auf Afrika hat - und in vielen Bereichen äußerst negativen Einfluss. Also, alles auf Europa zu schieben ist schlichtweg falsch.

lokivonasgard, 23.03. 08:35

@wacherbürger, 23.03. 08:11
Vermögenssteuern wirst du nicht durchbekommen, schon gar nicht in der derzeitigen US-Administration. Eher kann ich mir schon eine Finanztransaktionssteuer vorstellen, die zweckgebunden an die UNO fließt. Dass dieser derzeit Geld fehlt, um beispielsweise der Hungersnot in Afrika entgegentreten zu können, ist eine echte Schande!

@grenzenlosgänger, 23.03. 08:21
Er hat ja nicht alles auf Europa geschoben, sondern bewusst auf die UNO ;o)

Das mit China stimmt sicher. Ob das ein positiver oder eher negativer Einfluss ist, weiß ich nicht zu beurteilen.

Hilfe zur Selbsthilfe würde jedoch auch eine Verpflichtung in Afrika bedeuten können. Wenn beispielsweise ein Brunnen gebaut wird und die Erbauer dann wieder abziehen und das ganze bleibt sich einfach selbst überlassen, dann tritt genau das ein, was du beschrieben hast. Wenn man diesen Brunnen aber mit einem Mikrokredit verbindet, welchen eine Dorfgemeinschaft abstottert (die Zahlungen sind sehr gering, dürfen insbesondere die Gemeinschaft nicht überfordern und dienen auch nicht dazu, ein "Geschäft" daraus zu machen!). Solche Mikrokredite haben sich in der Vergangenheit sehr bewährt, da den Menschen, die für diese Kredite etwas erworben haben (im obigen Beispiel den Brunnen) damit auch einen Wert wahrnehmen, der dieser Erwerbung zugeordnet ist. Damit verbunden wurde ein intensiveres Bemühen beobachtet, diesen realen materiellen Wert auch zu erhalten, im Gegensatz zu dem Szenario, wo der Brunnen einfach geschenkt worden ist.

Auf solche Weise kann man deine Beobachtung, dass die Erfolge davon abhängen, dass jemand vor Ort sein muss, zumindest abmildern.

wacherbürger, 23.03. 08:40

@grenz...
Das ist mir bekannt, darum meinte ich die Hilfen müssten mindestens eine Generation betrieben werden. Natürlich werden nach einigen Jahren sich schon Erfolge einstellen, je nach dem kann man sich bis hin zu 20 Jahren langsam zurück ziehen.

Ich meinte natürlich die ganze Welt (Industriestaaten) muss sich daran beteiligen und das Geld muss an die UNO gehen und wird von dieser unter Aufsicht verteilt.

China beutet jetzt wie die westliche Welt die restlichen Rohstoffe aus und verschwindet dann ebenso.

wacherbürger, 23.03. 08:45

@loki...
Das mit den Microkrediten ist ebenfalls ein Weg zum Ziel, nur sollte man damit schnell beginnen.
PS: Amerika wird in Zukunft riesige Probleme haben, sollten die sich überall ausschließen. Die Amis sind hoch verschuldet, die übrige Welt kann auch ohne Amerika und deren Produkte überleben.

lokivonasgard, 23.03. 10:19

@wacherbürger, 23.03. 08:45
"Das mit den Microkrediten ist ebenfalls ein Weg zum Ziel, nur sollte man damit schnell beginnen."
Da bin ich ganz bei dir! Es wird ja teilweise sogar schon gemacht, aber eben noch viel zu wenig.

bergler, 23.03. 11:07

>wacherbürger,
das allerwichtigste ist die Sicherheit, von dem ist bei deinem Beitrag nichts zu lesen, mit täglichem Terror und Entführungen in Nordafrika werden die Menschen verunsichert und die kriegen Angst. Das ist nicht vergleichbar mit Europa. Überall kann viel Polizei finanziert werden und gröbere Terroranschläge gibt es in der EU nur alle 3-6 Monate. Österreich ist noch weit besser dran.
So helfen dort auch Kleinkredite nicht viel, weil die Terroristen diese nicht zurückzahlen.

wacherbürger, 23.03. 13:29

@bergler
Wenn du alles gelesen hast wäre das ein ganzes Paket an Hilfsmaßnahmen. Es wäre extrem schwierig für die Politik so eine radikale Hilfe umzusetzen, weil es auch vermögende Menschen betrifft die einiges an Geld loslassen müssten. Schnell geht da gar nichts. Bevor man jedoch riesige Mengen an Geld an irgendwelche dubiosen Staatslenker verteilt, sollte man wahre Hilfe angehen. Noch dazu nur EU-Geld.

Es gibt vorübergehend nur eines die Grenzen schützen und die Hilfsboote aus dem Mittelmeer zurückziehen. Wer trotzdem auf das Meer fährt ist selber schuld. Natürlich muss man die Länder informieren, dass ab Stichtag keine Rettungsboote mehr da sind. Das war bisher eh nur Schlepperhilfe.

klargesprochen, 22.03. 22:21

Wenn die Menschen genug zum Leben haben, sind

sie in ihrer Heimat Afrika glücklich. Niemand braucht zu glauben, dass sie hier bei uns glücklicher sind. Sie werden einem Kulturschock unterworfen, der ihnen stark zu schaffen macht

Es sind lediglich die Schlepper, (oder aber es sind andere Kräfte, die Europa destabilisieren wollen) die den Menschen ein Schlaraffenland Europa vorgaukeln. Und diese Menschen in ihrer Einfalt glauben daran.

Ich habs schon einmal geschrieben, Afrika ist ein schönes, großes Land mit sehr viel Möglichkeiten. Geldzuwendungen an die korrupten Obrigkeiten ist der falsche Weg. Mit Geld sollen Projekte geschafften werden, damit sich die Menschen selbst einbringen können und somit Perspektiven haben.
Und diese Projekte müssen dann jahrelang begleitet werden, denn es ist leider so, dass die Menschen in diesen Ländern gerne die Projekte vernachlässigen (wie ja bekannt ist)
UND dann gehört Geburtenkontrolle. Es ist ein Irrsinn, wenn da so viele Kinder ohne Zukunft auf die Welt kommen.
UND radikale Islamisten müssen in Afrika radikal bekämpft werden. Überall wo die sind, gibt es massive Armut und Unfrieden.

Antworten

bittersweet21, 22.03. 22:26

Ok, wenn du 'copy&paste' machst, mach ich's auch:

"denn es ist leider so, dass die Menschen in diesen Ländern gerne die Projekte vernachlässigen (wie ja bekannt ist)"

Weil sie in den meisten Fällen weder das Know how noch die Ressourcen haben, sie konsequent voranzutreiben.
Z.B. wenn bei Generatoren Teile kaputt gehen, woher nimmt man Ersatzteile? Wenn mühsam gebaute Strassen oder eigentlich Wege bei jeder Regenzeit verschlammen und versumpfen...usw. usf.

klargesprochen, 22.03. 22:29

tja, bittersweet, ich muss copy machen, denn der demokratische ORF löscht sonst meine Beiträge, die reell sind.

Ja was willst denn nun mit deinem Beitrag sagen, bittersweet? Alle Afrikaner hier in Europa aufnehmen? Oder was willst du eigentlich?

bittersweet21, 22.03. 22:29

Und wenn du, um eine Schule zu besuchen, kilometerlang laufen musst, eine Schuluniform brauchst, die sich deine Familie nicht leisten kann, und womöglich zusätzlich noch Schulgeld zahlen musst, dann kann dich deine Familie nicht zur Schule schicken. So schaut's aus mit der Bildung.
Welche - abgesehen davon - von religiöser Indoktrinierung befreit werden müsste.

klargesprochen, 22.03. 22:35

bittersweet, du bist kein geübrtiger Österreicher - das hast du einmal hier gepostet.
Ich will dir hier einmal eines sagen: Meine Mutter musste stundenlang in die Schule und dann wieder zurückgehen, Sie hatten wenig anzuziehen - so war das auch einmal bei uns ind Österreich.
Und dann werd ich dir noch etwas verraten, meine Vorfahren, haben das Land Österreich unter sehr schweren Umständen wieder mitaufgebaut.
Und was meinst du nun - soll man all die Afrikaner hier bei uns ansiedeln, und sie mit eine Fülle überhäufen, mit der sie niemals umgehen können?
Oder was willst du.......... sag es klar.

bittersweet21, 22.03. 22:38

@klargesprochen
Ich habe hier nie gepostet, KEINE gebürtige Österreicherin zu sein. Und unsere Vorfahren haben das wieder aufgebaut, das sie in ihrem nationalen Wahn selbst zerstört haben.

bittersweet21, 22.03. 22:40

PS: unter kräftiger Unterstützung der ehemaligen "Feinde".

klargesprochen, 22.03. 22:41

Meine Vorfahren haben nichts zerstört, sie sind Opfer.
Aber wo bleibt deine Antwort, was man tun kann, außer deiner offensichtlichen FOrderung alle Afrikaner hier aufzunehmen.

klargesprochen, 22.03. 22:42

Aber eines kannst dir sicher sein, bittersweet - wenn Europa destabilisiert wird, wird der Frieden hier enorm wanken.

bittersweet21, 22.03. 22:46

Europa wird, wenn überhaupt - wieder einmal - durch die kranken Auswüchse des Nationalismus und Rassismus destabilisiert.

bittersweet21, 22.03. 22:47

PS: nirgendwo stellte ich die Forderung, alle Afrikaner hier aufzunehmen. Also unterlasse bitte derartige Untergriffe. :-(

klargesprochen, 22.03. 22:48

bittersweet - das alles sind irgendwelche Phrasendresche von dir.
Wo bleiben deine Vorschläge, was du dir vorstellst, - außer dass du Europa ungerecht angreifst.
Die Fragestellung lautet ja, was Europa bieten kann - na was meinst denn?

lokivonasgard, 23.03. 08:42

@klargesprochen, 22.03. 22:48
Nein, die leeren Phrasen werden von dir hier gedroschen. Du versuchst deinen Nationalismus und deine Vorurteile zu füttern. Vorschläge gab es weiter unten genug und selbst im Post nach diesem hier werden konstruktive Vorschläge gebracht, was auch Europa (über die UNO) tun könnte.

Wenn bittersweet beispielsweise einwendet, dass eine Schule in 20km Entfernung bei schlechter Infrastruktur und eventuell verbunden mit Kosten, welche sich die Familien nicht leisten können, nicht viel bringt, dann kann dieses Problem auf zweierlei Maß behoben werden: Entweder es werden mehr Schulen errichtet, in geringerer Entfernung (eventuell können auch mehrere Schulen von derselben Lehrerschaft "versorgt" werden. Oder man investiert in Infrastruktur - beispielsweise indem man Fahrräder an die betroffenen Familien abgibt.

ponyhof, 23.03. 08:53

Nur mal so zu Erinnerung.....gab es in Ö auch nicht per Fingerschnipp Wohlstand. Auch meine Eltern mussten stundenlang zu Fuß in die Schule gehen, Sommer wie Winter. Den ersten TV hatte das Wirtshaus, das halbe Dorf war bei einer Sendung anwesend. Geschlafen wurde mit allen 6 Geschwistern in einem Raum und in den Ferien gings zum Helfen zur Verwandtschaft.
Ps@bitter, hast du nicht mal gepostet dass du in D aufgewachsen bist, in Amerika lebtest und erst als Erwachsene nach Ö gekommen bist?

bittersweet21, 23.03. 09:04

@ponyhof
Nein, das habe ich nie gepostet. Sondern: dass ich viele Jahre meines Berufslebens im Ausland verbrachte, u.a. in D und USA.

ponyhof, 23.03. 09:10

Also hast du nie in D und USA gelebt, sondern bist immer wieder auf Geschäftsreisen dort gewesen?

bittersweet21, 23.03. 09:15

@ponyhof
Ich empfehle dir, dich auf das Debattenthema zu konzentrieren. Mein Lebenslauf steht nämlich nicht zur Debatte und ich muss diesen auch nicht vor dir rechtfertigen. Abgesehen davon, dass ich auf deine Unterstellungen keinen Wert lege.

ponyhof, 23.03. 10:06

? Unterstellungen? Bist mit dem falschen Fuß aufgestanden? = Frage, keine Unterstellung.
Danke für deine Empfehlung, aber auf diese lege ich keinen Wert.

iwoaßjaanitwarum, 23.03. 12:04

bittersweet21, 22.03. 22:46
Europa wird, wenn überhaupt - wieder einmal - durch die kranken Auswüchse des Nationalismus und Rassismus destabilisiert.

-------

Ja, es war ja auch wieder ein rassist bzw. nationalist der in london mit dem auto in eine gruppe kinder fährt und anschließend einen polizisten niedersticht.

lokivonasgard, 23.03. 12:20

@ponyhof, 23.03. 08:53
"Nur mal so zu Erinnerung.....gab es in Ö auch nicht per Fingerschnipp Wohlstand."
Und wer sagt, dass dies in Afrika so sein wird? Die Frage ist doch immer, ob die Menschen sich die Bildung leisten können. Und in Afrika ist dies aktuell eben bei weitem nicht immer der Fall.

@iwoaßjaanitwarum, 23.03. 12:04
Nur das solche Anschläge Europa nicht zerstören werden, aber die Forderungen der Nationalisten sehr wohl das Potential dazu haben.

iwoaßjaanitwarum, 23.03. 12:53

@iwoaßjaanitwarum, 23.03. 12:04
Nur das solche Anschläge Europa nicht zerstören werden, aber die Forderungen der Nationalisten sehr wohl das Potential dazu haben.

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Ach jetzt sind wir schon von destabilisieren zu zerstören übergegangen in der rethorik. Nichtmal 2 weltkriege und nichtmal hitler haben es geschafft europa zu zerstören (gibts ja noch meines wissens nach), aber unsere nationalisten, die werdens schaffen......was für ein quatsch, ist ja zum totlachen solche verschwörungstheorien.

Bitte, das ist wirklich sagenhafter unsinn den du hier verbreitest.

Interessant finde ich

lokivonasgard, 22.03. 22:14

dass nur sehr wenige User hier im Forum offenbar eine Antwort auf die Frage des Threads haben.

Viel öfter liest man davon, was wir angeblich NICHT haben, weil wir alle schon bis auf die Knochen verarmt scheinen.

Wie so oft ist es leichter "Nein" zu sagen, als konstruktiv dazu beizutragen, was wir denn tun können. Dies ist leider eine Methode, die allzu oft angewendet wird...

"Wie effizient ist eine Politik, die vor allem Fluchtwege abriegeln will?"
Gar nicht. Wie der Club of Rome seit 40 Jahren aufzeigt, verschlimmert dies mittelfristig bereits die Situation bei uns nur.

"Was brauchte es, damit Menschen nicht mehr an Flucht denken?"
Eine soziale Absicherung in den Herkunftsländern. Bildung (v.a. für Frauen) und eine echte wirtschaftliche Perspektive. Wie auch immer dies zu erreichen ist.

"Welche Perspektiven kann Europa Menschen, die in Nordafrika keine Lebensgrundlage mehr für sich sehen, bieten?"
Dieselbe Antwort, wie bei der letzten Frage.

Antworten

klargesprochen, 22.03. 22:20

Loko, hast auch eine Antwort auf deine Fragen?

bittersweet21, 22.03. 22:22

Kannst du lesen? @klargesprochen

jasomirgott76, 22.03. 22:28

@loki "Wie effizient ist eine Politik, die vor allem Fluchtwege abriegeln will?"
Gar nicht. Wie der Club of Rome seit 40 Jahren aufzeigt, verschlimmert dies mittelfristig bereits die Situation bei uns nur."

Erm...auch das Grenzen offen lassen und alle reinwinken verschlimmert seit 40 Jahren die Situation bei uns nur.

"Was brauchte es, damit Menschen nicht mehr an Flucht denken?"
Eine soziale Absicherung in den Herkunftsländern. Bildung (v.a. für Frauen) und eine echte wirtschaftliche Perspektive. Wie auch immer dies zu erreichen ist."

Korrekt...aber der Teufel hängt am letzten Satz: Wie erreichen? Bildung ist nun mal vor allem nur WESTLICHE Bildung, die von vielen Menschen in Afrika und im Nahen Osten abgelehnt wird. Eine soziale Absicherung gibt es nur wenn du einen Mittelstand hast der gut einzahlt. Und den kriegst du nur wenn du wissenschaftliche Entdeckungen und technologische Erfindungen produzierst. Was wiederum den Kreis schliesst zur BILDUNG, die vor allem eine westliche ist...

"Welche Perspektiven kann Europa Menschen, die in Nordafrika keine Lebensgrundlage mehr für sich sehen, bieten?"
Dieselbe Antwort, wie bei der letzten Frage."

Nein, es sind schon zwei unterschiedliche Fragen die zwei unterschiedliche Antworten verlangen. Das Problem ist dass wir zwar - westliche - Bildung anbieten können, dass diese aber auch angenommen werden muss, egal wie schmerzhaft sie für religiöse und kulturelle Sensibilitäten auch sein mag. Das heisst wir reden hier auch über eine Bringschuld, die erfüllt werden muss.

lokivonasgard, 22.03. 22:39

@klargesprochen, 22.03. 22:20
Loko?

Ich habe versucht, in http://debatte.orf.at/stories/1777939/forum/55101511/#55101512
eine Antwort zu geben, ja. Und auch in diesem Beitrag habe ich welche niedergeschrieben, wenn auch nur sehr kurz.

@jasomirgott76, 22.03. 22:28
"Erm...auch das Grenzen offen lassen und alle reinwinken verschlimmert seit 40 Jahren die Situation bei uns nur."
Kennst du eigentlich ein paar Schriften des Club of Rome? Die schreiben nämlich nix von "reinwinken". Hier findest du einen Einstieg: https://www.clubofrome.org/activities/reports/ oder http://www.clubofrome.at/Aktuelles/ oder lies (wenn auch mit veralteten Zahlen) die Grenzen des Wachstums.

Ich denke, dass die Umsetzung der in der Tat nur sehr rudimentär umrissenen Punkte weniger von den Ländern Afrikas in Frage gestellt wird, sondern vielmehr schlicht an der Finanznot der UNO leidet (die ja aktuell nicht einmal das Geld aufbringen können, um die akute Hungersnot in Afrika abzuwenden - es ist eine Schande!!!) Wirtschaftliche Absicherung muss übrigens nicht unbedingt ein System wie bei uns sein. Bis zum Einsetzen der Dürrejahre in den letzten Jahrzehnten waren beispielsweise Tierherden eine häufig genutzte Absicherung.

Wer sagt eigentlich, dass sich "westliche" Bildung mit "religiösen und kulturellen" Gegebenheiten in den afrikanischen Ländern beißen muss? Und vor allem: Wer sagt, dass es schmerzhaft sein muss? Wenn uns etwas solche Beispiele wie die Türkei (bis zum Ausufern Erdogans) oder Tunesiens (bis heute) oder (bis zum arabischen Frühling) sogar Libyen und Ägypten zeigten, dann dass sich diese keineswegs widersprechen müssen.

Was meinst du mit einer "Bringschuld"? Für wen?

Diese Schätzung von 50.000 Rückkehren erinnern an die Heimflüge mit...

gscheitbär06, 22.03. 20:52

...der Hercules,

die der rote Minister vor bald 1 Jahr verkündet hat, alle groß die Pappen offen, aber machen das Gegenteilige.

Antworten

unschuldsvermutung, 22.03. 21:30

In dem Fall ist das ja gut so.

klargesprochen, 22.03. 21:50

Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die Medien sowas noch breit treten. Ja was meint man denn, wieviele noch kommen werden, um sich die 1000 Euronen abzuholen? Zumindest einen Versuch ist es Wert, wenns nicht funktioniert, bekommt man einen Gratisflug in die Heimat und 1000 Euros. Und dann wirft sich die Frage auf, wieviele dann mit gefälschten Papieren wieder kommen wollen.

bittersweet21, 22.03. 21:55

Jo, genau, wenn die Schlepper schon x-tausende Euronen kosten, die Flucht lebensgefährlich ist, kommen "die" natürlich immer wieder, um sich hier tausend Euro abzuholen! *scheibenwischer*

klargesprochen, 22.03. 22:00

geh bittersweet..... die haben andere Maßstäbe. Die, die hier angekommen sind, sind ja auch gut angekommen und werden daheim erzählen, wie fein es hier in Europa ist. Und meinst du allen Ernstes, dass die Buschtrommeln die Gefahr, auf die sie sich einlassen, weitergeben?

bittersweet21, 22.03. 22:00

Es darf aber sich hier jeder gern von Eritrea nach Libyien zu Fuss durchkämpfen, sich dort ein Schlepperboot organisieren und damit ins Mittelmeer starten. Gute Reise, liebe Zyniker! :-(

lokivonasgard, 22.03. 22:06

@gscheitbär06, 22.03. 20:52
Also "" groß die Pappen offen" hast in diesem Fall hier du im Forum. Vielleicht solltest du mal darüber nachdenken, wie du von anderen Menschen sprichst.

@klargesprochen, 22.03. 22:00
Offenbar haben nicht nur "DIE" (mir wurde in meiner Jugend noch beigebracht, dass es unhöflich ist, andere als "die" zu bezeichnen) andere Maßstäbe. Zum Glück richten sich bei uns die Maßstäbe weder nach jenen, die am lautesten schreien, noch nach jenen, die am lautesten jammern, noch nach denen, die am meisten die Hose voll haben, weil sie in ihrem Leben nicht geschafft haben, sich trotz aller Möglichkeiten in Österreich eine gesicherte Existenz aufzubauen.

@bittersweet21, 22.03. 22:00
Ja, blanker Zynismus hat hier im Forum und leider auch in der Politik mittlerweile Hochkonjunktur.

Aber das liegt vielleicht auf an dem eklatanten Mangel an Allgemeinbildung. Wie sagte Goethe doch so schön:
"Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen."

Ich habe das Gefühl, dass sich einige hier im Forum keineswegs "von allen Wesen, die wir kennen" unterscheiden.

ponyhof, 23.03. 09:02

Der Vdb Wahlkampf hat @bitter Spuren hinterlassen.

"Sobotka rechnet mit 50.000 Rückkehrern"

vutura, 22.03. 19:12

Hoffentlich kann unser Minister rechnen, ich kenne seinen Ausbildungsgrad nicht. 50 Mio Steuergelder auf Schätzung, alle Achtung, der Mann hat Mut und gehört zum Heer

Antworten

kommunale501, 22.03. 19:31

Nachhilfeunterricht in Mathematik hätte Sobotka dringend notwendig.
So ähnlich hat eine Finanzministerin auch gerechnet, als sie meinte, die Milliarden, die wir den Griechen überwiesen haben wäre "ein gutes Geschäft".
Es ist doch ein kleiner Unterschied, ob man Schotter verkauft oder Milliarden ~ minus Zinsen ~ nach Griechenland schickt in der Hoffnung, das Kapital käme jemals zurück.
War ein kleiner Irrtum, aber es sind ja nur Zahlen. :( :(

bergler, 22.03. 20:32

also ich glaube ihr beide oberhalb würdet einen Nachhilfe Unterricht brauchen. Ich schätze mal, diese Asylwerber kosten dem Staat so um die 600 Euros im Monat. 2 Monate wäre doppelt so viel. Wenn diese Flüchtlinge dieses 1,000 Eurogeschenk annehmen, dann könnte man denen auch noch eine goldene Uhr dazu geben, dann hat man immer noch profitiert, wenn sie "für immer" abreisen. Unser Staat ist auch nicht bettelarm, mit den Steuern von den Tourismusbetrieben ist das an einem Tag wieder herinnen.

is ja lieb wie man hier

abstauber, 22.03. 18:39

behauptet, gesundheits und sozialsystem wären wegen flüchtlingen arg bedroht!
mal mit zahlen unterlegen wäre schön, dann könnt man eventuell darüber schreiben.
sollte ich mich irren, dass das system ganz wo anders hapert verneige ich mich in ergebenheit.

Antworten

vollkoffer, 22.03. 19:07

da braucht man keine Zahlen oder geschönte Statistiken,

es reichen die Grundrechnungskenntnisse.

lokivonasgard, 22.03. 19:14

@vollkoffer, 22.03. 19:07
Was für eine "Argumentation" "Da braucht man keine Zahlen" - ganz in Trump-Manier!

sonne21, 22.03. 19:49

ich habe auch keine Zahlen,
aber ich musste unlenkst in die Ambulanz.
Augen und Ohren auf hilft um mit zu bekommen was los ist.
Wünsche allen beste Gesundheit,
damit wir das Überlastete System nicht brauchen.

alberich, 22.03. 20:00

Wenn wir das Sozialamt für Afrika spielen und Leute die hier nichts eingezahlt haben und auch nie etwas einzahlen werden oft besser versorgen wie die eigene beitragszahlende einheimische Bevölkerung (Zahnersatz und viele andere Beispiele) , dann werden wir bald für unsere Versorgung kein Geld mehr haben. So lange manche Illusionisten glauben das "Teilen" unseres Wohlstandes besteht aus weniger Pommes Frites zum Wienerschnitzel und dem Einsparen der Nachspeise geht es ja noch. Wartet aber bis wir ein Alterslimit für Gesundheitsleistungen bekommen (in England schon Realität), dann haben unsere Politiker ein Problem mit dem Volkszorn!

bittersweet21, 22.03. 20:05

@sonne21
Und? Hast du dann "unlenkst" in der Ambulanz eine repräsentative Umfrage gemacht? Oder schätzt du automatisch alle "fremd" aussehenden Menschen als Nicht-BeitragszahlerInnen ein?

gscheitbär06, 22.03. 20:19

bittersweet21,

Also ich kann ja nicht über sonne21 urteilen, ich war Ende 2015/16 wegen einer Hüftoperation im AKH, hatte dann einen Herzstillstand und war alleine 12 Tage auf der Intensivstation, also da habe ich über das Spitalsleben nicht viel mitbekommen, außer, dass nachher auf der normalen Station ich immer wieder, sagen wir Nordafrikaner als Bettnachbarn hatte.

einige Jahre vorher war ich in der Rudolfsstiftung, (auch wegen einer Operation), dort wollte ich mit einen Türken im Raucherkammerl fragen, ob ihm das Gesicht eingeschlagen wurde, er konnte mit 3 Wörtern Deutsch irgendwie erklären, dass es sich um einen Geburtsfehler handelt.

was glaubst jetzt, haben die zwei Patienten in die Krankenversicherung einbezahlt, nix oder wenig?

bittersweet21, 22.03. 20:26

@gscheitbär06
Hättest du sie gefragt, wüsstest du es.
Hausfrauen, die sich 2x Mal an der Hüfte und am Knie und an den Schultern operieren lassen, haben übrigens auch nichts ins "System eingezahlt. Die waren immer kostenlos mitversichert.

gscheitbär06, 22.03. 20:47

bittersweet21,

bevor du solch einen Blödsinn pstest, solltest Gesetze über der für Österreicher eingeführten, jahrzehntelang friedlichen Gesellschaf in Österreich durchsehen.

bittersweet21, 22.03. 20:51

@gscheitbär
???

gscheitbär06, 22.03. 20:57

bittersweet21,

das nennt sich im weitersten Sinn Sozialpartnerschaft, die aber nach klaren Regeln funktionierte, also Einzahler/Entnehmer,, diese Zeiten sind allerdings durch zu viele Entnehmer vorbei, irgendwann platzt das Ganze

bittersweet21, 22.03. 21:09

Und wie kommst du auf die Idee, dass Menschen, die als Flüchtlinge anerkannt sind, nichts dazu beitragen würden? Selbstverständlich braucht es Zeit, aber wir haben in Ö sehr viele "ehemalige" Flüchtlinge, die schon lange dabei sind, dieses "System" mitzutragen.

gscheitbär06, 22.03. 21:20

@bittersweet21

da hast natürlich Recht, man kann alles ausschalten, sich dumm stellen, reines Zahlenwerk und jahrzehntelang funktionierende Gesetze missachten.

bittersweet21, 22.03. 21:24

Da hast du dich aber jetzt trefflich beschrieben.

landei72, 23.03. 07:59

Wenn Bezieher die nie auch nur einen Euro eingezaht haben immer mehr werden und die Einzahler gleich bleiben oder sogar weniger werden (teilzeit) ...
Ein bisschen Hausverstand und Realitäts Sinn reichen da schon aus um sich die Folgen auszumalen.

Was auch geschieht

gune, 22.03. 15:36

ich vertraue der Regierung, dass sie es wie gewohnt erfolgreich bewerkstelligt auch dank ihres großen Eifers bis ins kleinste Detail höchste moralische Ansprüche widerzuspiegeln, dass uns bei maximalen Kosten der größte Schaden entsteht.

Antworten

geier, 22.03. 17:12

Wieder ein bösartiger Beitrag, der zur Lösung dieses ernsten Themas nichts beiträgt.

alberich, 22.03. 17:30

Spätestens wenn der einfache (einheimische) Bürger realisiert, dass seine Ansprüche an das Sozialsystem und vor allem im Gesundheitssystem wegen der Massenzuwanderung massiv eingeschränkt sind, dann geht auch der kleine Mann auf die Straße und wird die Ursache des Ärgernisses vertreiben!

abstauber, 22.03. 17:39

alberich
hast du jemals schon daarn gedacht, dass dein von dir beschriebenes sozial /gesundheits system nicht wirklich wegen den flüchtlingen in gefahr ist, sondern viel mehr ein ........ problem ist?

geier, 22.03. 17:55

Alberich ..... Angst machen kann auch eine Leidenschaft werden...... wenn aber vor allem Junge Menschen kommen, wäre das für das Gesundheitssystem für die nächsten 30 ? Jahre wohl kein wirkliches Problem.

rasmuachl, 22.03. 18:10

geier,....nimm dir fünf junge,... ach so hast du das nicht gemeind ?,.. typisch, .. vor der eigenen tür kehren und den anderen in ruhe lassen

geier, 22.03. 18:21

Ras....ich verstwve nicht, was Sie meinen.

abstauber, 22.03. 18:29

geier - 18:21

warum überrascht mich das jetzt nicht

abstauber, 22.03. 18:31

wer, soll das schon verstehen

kommunale501, 22.03. 19:40

@abstauber
.......nicht wirklich wegen den Flüchtlingen....
na, was glaubst du, wo der Haken liegt????
Doch nicht bei uns, die schön brav in das System einzahlen.

Flüchtlinge: Was kann Europa Nordafrika bieten?

sülzheimer, 22.03. 15:07

Waffen, Militäreinsätze, Unterstützung von Putschregimen, Schweigen zur Inhaftierung und Folter politsch Andersdenkender, usw. usw.

Antworten

sonne21, 22.03. 15:15

sülzheimer, 22.03. 15:07
meiner Meinung nach, alles nur das nicht.

ellibelli, 22.03. 16:26

Ich nehme mal an er hat das ironisch gemeint?

lehmansfatcat, 22.03. 16:35

Hätten sie Gaddafi nicht deinstalliert, hätten wir das ganze Schlamassel nicht! Aber ups, das waren ja die Amis, ein Schelm wer Böses glaubt...

inventor, 22.03. 18:05

Frankreich hat da ein gerüttelt Maß an Schuld, da meist Präsidenten mit Größenwahn.
Die FIDE aber wollte den (gewaltsamen) Sturz al-Gaddafis verhindern.

mirabeau, 22.03. 18:08

Nein, das waren ausnahmsweise einmal nicht die Amis.

Die haben nur mitgetan.
Gaddafi wurde vor allem auf Betreiben der Franzosen gestürzt.
Obama hat anfangs sogar gezögert, aber Hillary Clinton hat ihn dazu gedrängt. Heute nennt Obama das Bombardement den größten Fehler seiner Amtszeit.

Am der "Errichtung der Flugverbotszone" wie die Bombardierung Gadaffis und seiner Truppen euphemistisch genannt wird, haben neben Frankreich auch die Vereinigten Staaten, Italien, Großbritannien, Dänemark, Spanien, Belgien, Niederlande, Norwegen, Griechenland, Schweden, Bulgarien, die Türkei und einige Golfstaaten mitgemacht.

Mit Italien trifft die Flüchtlingswelle also keinen gänzlich Unschuldigen.
SSKM, haben wir früher gesagt.

bulli, 22.03. 14:41

Österreich hat Italien versprochen, eine "bedeutende Anzahl von Migranten", die sich derzeit in Italien aufhalten, aufzunehmen. Das sagte der italienische Innenminister Marco Minniti im Interview mit der italienischen Tageszeitung "La Stampa" am Mittwoch. Zwar bestätigte ein Sprecher von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) die Einigung mit Italien, Asylwerber aufzunehmen, die genaue Zahl sei aber noch Gegenstand von Diskussionen. Klar sei hingegen bereits, dass die Personen ausschließlich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sein würden, deren Chancen auf einen positiven Bescheid sehr gut stünden. Bei der Einigung handelt es sich laut dem Innenministerium in Wien um das EU-Umverteilungsprogramm (Relocation), das bereits 2015 beschlossen worden war
----------------------
So schaut das mit unseren rot-schwarzen Politikern aus: offiziell zu Hause in Österreich einen auf "hart" bzgl. Flüchtlinge machen (siehe Sobotka, Kurz, Doskozil) und auf EU-Ebene wird bucklerisch und kleinlaut zugestimmt, brav weitere Migranten aufzunehmen, da die Italiener von vorne bis hinten mit dem Endergebnis ihres Gratis-Schuttle-Dienstes von der afrikanischen Küste aufs italienische Festland nicht mehr fertig werden. Ganz so, als hätte Österreich 2015 nicht eh schon mit 90.000 die volle Breitseite abbekommen. Ganz so, als ob sich die Visegrad-Staaten NICHT wegducken und eh auch schon voll mit tun würden bei der Umverteilung.
Sie arbeiten fleißigst daran, dass die FPÖ spätestens 2018 die Absolute bekommt, denn die Leute sind schon dermaßen angefressen, was die Flüchtlinge betrifft, aber Rot und Schwarz interessiert das in Wahrheit in ihrem abgeschiedenen Glockenturm noch immer nicht.

Antworten

emperor, 22.03. 14:46

gerade bei denen besteht die gefahr, dass die für immer hier bleiben und das ist ja grundsätzlich nicht im sinne des asylrechtes.

gscheitbär06, 22.03. 14:55

da kann aber rot/schwarz die nächste Wahl vergessen

sülzheimer, 22.03. 15:05

Und was hat diese Themenverfehlung mit dem Thema "Flüchtlinge: Was kann Europa Nordafrika bieten?" zu tun?

Ach ja - nichts.

whateveryoucallme, 22.03. 15:18

dabei ist die flüchtlings problematik bei unbegleiteten minderjährigne gar nicht gegeben.

solange sie noch jung genug sind ist eine migration auch in usnere kultur auf jedenfall möglich wenn nciht sogar relativ leicht.
sprach und ausbildungsproblem erledigt sich durch den schulweg.

so grausam das klingt aber ein fehlendes elternhaus kann hier die sprachsache nicht negativ beeinflussen. sollns halt für immer bleiben macht ja nichts. in dem fall nicht viel anders als in österreich geborene.

emperor, 22.03. 15:22

whatever
du hast schon recht, aber angesichts der aktuellen lage und der unglaublich rücksichtlosen politik (nämlich uns gegenüber) sollte das einzige ziel sein gar niemanden mehr aufzunehmen! grad mit vielen jungen gibt es problem ohne ende, wie der aufmerksame mensch ja mitbekommt!

logopezi, 22.03. 15:38

@emp
lt Statistik ich glaub der wiener Polizei erhöhen folgende Faktoren das Risiko für Straffälligkeit bei Migranten (aufzählung, keine Reihung): negativer asylbescheid, alter 17-27, männlich, >400 tage hier, Moslem.

poli2, 22.03. 15:56

"... dass die Personen ausschließlich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sein würden ..."

und ich befürchte, dass man sich da "ausschließlich" auf die altersangabe des "flüchtlings" verlässt. selbst wenn der schon vereinzelt graue haare hat (solche fälle solls ja geben)

maumau, 22.03. 17:00

Ihr überseht dabei, daß die Sozialisierung bereits im Kindesalter beginnt: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr - und das beginnt auch bei Gleichberechtigung, etc.
Ist es nicht bezeichnend, daß die EU und Italien mit derartigen Aufnahmeansinnen vor der BP-Wahl zurückhaltend war, aber dann von Ö, wie es hieß, ein beträchtliches Angebot erwartete? Nun hat Sobotka weitere Aufnahmen zugesagt - trotz offenem Brenner und einer Flüzahl von mindestens 70000 letztes Jahr und 90000 vorletztes Jahr, bei unter 10000 (oder sogar unter 5000) Rückkehrern/Abgeschobenen.
Eine maßlose Frechheit den Österreichern gegenüber.

kommunale501, 22.03. 19:45

.....bulli, du spricht mir aus der Seele.
Aber das rührt leider keinen Politiker.

kommunale501, 22.03. 19:53

@whatever
ja, ja, sind doch alles Fachkräfte, wie man uns weismachen will.
Aber wie man es auch seitens der Politik drehen und wenden will, dem Volk können sie solche G´schichtln nicht mehr reindrücken.

Warum scheitert Afrika? Warum scheitert Asien nicht?

mirabeau, 22.03. 14:33

Afrika hat seit 1960 zwischen 450 und 600 Milliarden Dollar an Entwicklungshilfe erhalten, also einen kompletten „Marshallplan für Afrika“, wie ihn Kanzler Kern kürzlich vorgeschlagen hat.

Doch die Wirtschaftskraft der Länder hat sich so gut wie gar nicht verbessert. Das Geld versickerte in korrupten Kanälen oder in unzähligen Kriegen. Alleine seit 1990 waren oder sind 23 von 53 Staaten in bewaffnete Konflikte verwickelt.

Diese Konflikte kosten die afrikanischen Wirtschaften durchschnittlich 12 Milliarden Euro pro Jahr, wie eine Studie von Oxfam International festgestellt hat. Das ist etwa die gleiche Summe, die an Entwicklungshilfe an die afrikanischen Regierungen bezahlt wird.
(http://tinyurl.com/zn85957)

Gleichzeitig explodiert - anders als in Asien - die Bevölkerung.
Afrika hat derzeit 1,22 Milliarden Einwohner. Für 2050 prognostiziert die UNO 2,4 Milliarden. Alleine Nigeria wird 2050 mehr Einwohner als die USA haben, sagt die UNO voraus.

Asien entwickelt sich anders:

Nur ein Beispiel:
Malaysia stand 1960 wirtschaftlich ungefähr auf einer Stufe mit Ghana. Beide Länder waren britische Kolonien, beide waren 1957 unabhängig geworden. Selbst die Einwohnerzahl ist fast gleich. Das Bruttoinlandsprodukt Malaysias stieg bis zum Jahr 2003 auf rund das Viereinhalbfache nach Kaufkraftparitäten. Ghana steht dagegen heute immer noch dort, wo es 1960 war.

Die einfache Antwort, die einige in diesem Forum geben, die sich im Wesentlichen auf die Formel "Europa ist an allem Schuld" reduzieren läßt, ist zu billig.

Wer so denkt, tut Afrika nichts Gutes, denn er verbreiteten den Glauben, dass Afrika nur von aussen, also durch die EU und die USA gerettet werden kann.
Diesen Glauben gab es übrigens schon einmal: Er war die Begründung für den Kolonialismus.

Wer so denkt, trägt auch Verantwortung für die fatalistische Lethargie, die so viele afrikanische und nordafrikanische Gesellschaften befallen hat.

Längst findet aber auch in Afrika ein Umdenken statt:

"Wer Afrika helfen will, darf kein Geld geben."

meint etwa der Kenianische Ökonom James Shikwati
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/entwicklungspolitik-wer-afrika-helfen-will-darf-kein-geld-geben-1437005.html

Antworten

c3po, 22.03. 14:56

Das Problem ist halt, von dem Geld was nach Afrika geflossen ist, ist 80% zurück geflossen. Auf Schweizer Konten und in Immobilien in London.
Die Zukunft von Afrika hat sich eine Handvoll Leute unter den Nagel gerissen. Hofiert von den Banken Europas.

sülzheimer, 22.03. 15:03

Afrika?

Gibt es so pauschaliert genauso wenig, wie es Asien gibt.

Also ist diese völlig verallgemeinernde Fragestellung ziemlich sinnlos.

iwoaßjaanitwarum, 22.03. 15:04

einfach ein abkommen verabschieden, wo diese afrikanischen ländern vollkommen zollfrei alles nach europa exportieren dürfen, ihnen aber gleichzeitig zu erlauben, die eigene wirtschaft durch zölle vor importen zu schützen.

Das wäre besser als entwicklungshilfe, weil es die wirtschaft vor ort massivst fördert. Ist wie mit dem sprichwort mit dem fisch um dem hungernden......

Eine florierende wirtschaft ist grundvorraussetzung für wohlstand und entwicklung.

sülzheimer, 22.03. 15:08

Anstatt dessen fischen die europäischen Fangflotten die Gewässer vor der afrikanischen Küste leer.

whateveryoucallme, 22.03. 15:23

ein großen problem in afrika ist die katholische kirche die massiven einfluss hat und dort massiv den "schutz des lebens propagiert"

man arbeited hier aktiv gegen geburtenkontrolle selbst in den aids verseuchtesten regionen.

das zusammen mit der entwicklungs und hungerhilfe hat eine situation geschaffen in der gerade gegenden die gar nicht so viele menschen erhalten können ungleich viele geburten haben.

die leute dort müssen mit externer hilfe am leben gehalten werden einfach weil, egal mit wiviel anstrengung, die lokalen resourcen eben nicht mehr hergeben.

dazu kommt das die katholische kirche dank ihrer christlichen NGOs dort felsenfest drinnensteht, in allen lebensbereichen.
wohl auch ein grund für die falsche resourcen verteilung

logopezi, 22.03. 15:27

@what
du meinst also, ngos wie boko haram mit ihren selbstlosen einsatz gegen die überbevölkerung machen es besser als die christl kirche(n)?

iwoaßjaanitwarum, 22.03. 15:35

logopezi, 22.03. 15:27

------------

Ich glaube man kann mit sicherheit sagen, dass alle fanatiker, ob nun christl. kirche oder boko haram schädlich sind für solche länder.

bergler, 22.03. 17:53

>iwoaßjanid,
da gibt es schon einen größeren Unterschied zwischen christlichen Dörfern und Boko Haram Sekte-Terroristen. Bei den einen wird gefeiert, gesungen und getanzt und bei den anderen explodieren die Sprengladungen und dann werden meistens Jugendliche zum umpolen gekidnappt. Bei dir laufen nicht mehr alle Räder gleichmäßig, da sollte nachgeschaut werden.

mirabeau, 22.03. 17:53

@whateveryoucallme
"ein großen problem in afrika ist die katholische kirche die massiven einfluss hat und dort massiv den "schutz des lebens propagiert""
---------------------

Ganze 13 Prozent der Afrikaner sind katholisch.
Der Einfluss der katholischen Kirche ist in Afrika ist nicht ganz so groß, wie sie vielleicht annehmen.

lokivonasgard, 22.03. 22:17

@mirabeau, 22.03. 14:33
Weil die größten Teile Afrikas viel später das koloniale Joch abgeschüttelt haben, als die meisten asiatischen Länder. Und wenn Geld nicht als Hilfe zur Selbsthilfe fließt, sondern als "großzügige" Gabe, dann kann sie den Kontinent nicht weiterentwickeln. Im Gegenteil: Das liefern von Saatgut, beispielsweise, welches nicht von den Bauern in Afrika selbst vermehrt werden kann, führt nur zu einer wirtschaftlichen und finanziellen Abhängigkeit von den Saatgutfirmen.

Interessante Posting-Zuordnung,

homeroid, 22.03. 14:17

die Poster, die sonst die FPÖ in der "Wunschregierung" sehen, haben die etwas überhebliche Ansichten gegenüber der Völker Afrikas - wobei sie selber quasi Ihren "Frust gegen der Eliten" auf eigene "Benachteiligung" und "berechtigten Ängste" zurückführen - gleichzeitig behandeln sie ein ganzes Kontinent von einem Standpunkt des "besser seins" und Überheblichkeit.
Irgendwie paradox, meine Zeitgenossen?!

Antworten

logopezi, 22.03. 14:20

und wenn du jetzt noch erklärst,w as das eine mit dem andren zu tun hat bzw warum das eine das andre ausschließen sollte/könnte/müsste...

homeroid, 22.03. 14:22

Gegenüber den mehr Benachteiligten ist einer "nur" Benachteiligter bereits Elite?
Was hat man dann gegen Eliten, wenn man selber glaubt einer davon zu sein ;-) ?

sonne21, 22.03. 14:23

homeroid, 22.03. 14:17

Welche Vorschläge hast du ?
außer Menschen in ein Eck zu stellen .
Oder bist du zufrieden so wie es ist ?

homeroid, 22.03. 14:28

Als Erstes - Waffenembargo für ALLE Staaten in Afrika. Komplett abstellen - und Embargo an alle Staaten die dort Kriegshandlungen, egal welcher Art, führen (UNO ausgeschlossen, klar).
Dann Verbot der Dumping-Pries Importen der Landwirtschaftsprodukte aus EU und des "Westen".
Entmachtung der Konzerne, vor allem in der Landwirtschaft, und ausschließlich über UNO (ohne "privaten Teilnehmer") ein Marshall Plan,von mir aus, aber so konzipiert, dass das Geld dafür angewendet auch tatsächlich in Afrika bleibt.
Und dann schauen wir weiter.

emperor, 22.03. 14:30

ich bin zwar nicht frustriert, aber ja - ich fühle mich tatsächlich den allermeisten leuten überlegen. vielleicht grad deswegen, weil ich nicht frustiert bin...
ich bin lediglich angfressen, was bei uns abgeht und wie wir mit meinem geld rumschleudern, egal welchen missstand man jetzt hernimmt!

homeroid, 22.03. 14:30

fast Vergessen - 10-jähriges Verbot für Fischfangflotten aus allen Länder die nicht in Afrika sind, in einer Entfernung von, sagen wir, 100 Meilen vom Land.

emperor, 22.03. 14:32

homer
von mir aus. ich unterstütze alles, was dazu beiträgt, dass diese leute nicht zu uns kommen!

homeroid, 22.03. 14:34

>emperor - stimme ich zu - wieso wurden die Banken dann nicht reguliert, wenn sie das Geld von Steuerzahler verbraten haben?
Wieso kann die EU, außer gegenseitiges Übervorteilen, nix auf die Beine stellen wo Kosten, ohne des kurzfristigen Profites, entstehen?
Wieso können wir nicht FAIRE Freihandelsverträge als EU initiieren?
Wieso können wir nicht die Finger von Afrika lassen, und die Waffen dort nicht verkaufen?

emperor, 22.03. 14:34

ich handle auch teilweise danach und versuche, faire produkte zu supporten, sofern das geht.

homeroid, 22.03. 14:35

eben, viel mehr kannst als einzelner nicht machen

emperor, 22.03. 14:37

homer
wegen mir:
keine einzige bank wäre gerettet worden.
den ganzen verwaltungswahn hier gäbe es nicht.
kein einziger aus dem diskutierten personenkreis hätte jemals einen fuss in unser land gesetzt!

WIR (also AT) verkaufen übrigens net so viele waffen und mit der eu bin ich sowieso nicht einverstanden, was da abgeht!

homeroid, 22.03. 14:38

ích schreibe die ganze Zeit von der EU - und bin froh in Wien dabei zu sitzen ;-)

emperor, 22.03. 14:40

die seltsamen aussagen mit frust in verbindung mit fpö und das andere geschwätz sind natürlich reinste polemic. sorry, aber das gehört hier gesagt, das musst du aushalten!

homeroid, 22.03. 14:40

nähmlich - entweder gibt es die EU, oder nicht - es kann nicht sein, dass bei heikleren Sachen alle den Schwanz einziehen - das nennt man Feigheit, und nicht "Patriotismus"..
muss gehen, sorry...

sonne21, 22.03. 14:40

@homeroid,
danke, aber das wollen wir ja alle, keiner will das es Afrika schlecht geht... am meisten Zorn habe ich über die Saatgut Vertreiber ...
die hatten ein Saatgut... dann kamen die Wichtigmacher.
Und am meisten Zorn gilt der Politische Führung in den Länder
die goldene Badewannen haben, ihre Frauen mal schnell auf Einkaufstour nach Paris fliegen... die sich nicht um ihr Volk kümmern.

emperor, 22.03. 14:42

für mich sind "WIR" nicht die EU. das ist schon mal ein riesen unterschied. von mir aus müsste es die eu in der form nicht geben. freier handel von mir aus unter gewissen bedingungen. freier personenverkeht, niederlassungsfreiheit, zentrale verwaltung usw - klares nein!

homeroid, 22.03. 20:00

Zöllner und Grenzbeamten als AMS Alternative?
Kostet nur mehr Geld, und bringt nur - Stau.

1000 Euro Gratisjetons fürs "Ringelspiel"

franz1504, 22.03. 13:52

Das scheint mir ja eine echte Okkasion für die "Rückkehr" ins Heimatland zu sein.
Ich denke einmal, das Kontingent wird sehr bald ausgeschöpft sein.
Warum?
Ganz einfach:
1) 1000 Euro kassieren
2) nach Hause fahren (natürlich gratis, versteht sich)
3) ab ins nächste Schlauchboot oder in ein anderes beliebtes Reservetransportmittel (weiße Transporter waren bis vor kurzem noch sehr in - vielleicht gibt es ja heuer eine andere Modefarbe) und wieder in Europa "einreisen"
4) sollte das Kontingent wider Erwarten noch nicht erschöpft sein, könnte man ja dann noch ein zweites Mal kassieren und nochmals heimreisen ... bis zur nächsten Einreise.

Antworten

fraukoziber, 22.03. 13:59

geht es noch ein bisschen zynischer?
abgesehen davon, dass schlepper meist mehr als das verlangen: schon was gehört von den toten im mittelmeer, von vergewaltigten und versklavten frauen?

emperor, 22.03. 14:13

die gesamtkosten für die flüchtlingsströme sind sicher so heftig, dass es uns allen die sicherung dabei raushaun würde. begonnen von allen bürokratischen kosten, die unterbringung, medizinische versorgung (teils extrem teuer), sonstige sozialgeschenke, einsprüche gegen negativbescheide usw. bis hin zu sauteueren abschiebungen. ein wahnsinn, was uns das kostet. von den leuten, die sich dann noch illegal bei uns aufhalten und irgendwo rumrennen möcht ich gar net erst anfangen.

homeroid, 22.03. 14:19

>franz - das war nur tägliche populistische Daseins-Meldung von Sobotka - Hauptsache wir dämonisieren weiter die Flüchtlinge und Fremden.
Ein Angebot ist etwas faires, von mir aus, aber - 1000€ - was sollen sie damit anfangen?!

logopezi, 22.03. 14:23

@homer
stell lieber die frage, was wir mit ihnen anfangen sollen!
und das Angebot sieh so: wir bieten ihnen 1000.- euro, damit sie doch bitte unsre Gesetze einhalten und urteile befolgen! wann hat der Staat jemals einem Österreicher 1000.- euro geboten, damit er ein Gerichtsurteil befolgt? beim Österreicher heisst es: entweder du befolgst es, oder wir sperren dich ein!

homeroid, 22.03. 14:37

>logo - von mir aus, aber dann soll er es im Stillen tun, und wenn das Früchte bringt - was ich bezweifle - dann kann er es melden.
So ist das nur bla-bla aus dem Pröllschen Lautsprecher...

effenbeisser, 22.03. 14:47

koziberin - das hab ich mir auch gedacht, es ist an zynismus nicht mehr zu überbieten, leuten die hier keine zukunft haben auch noch 1000.- zu schenken!! es mag schon sein, dass es für die oberen nur ein trinkgeld ist aber 1000.- sind auch für viele österreicher sehr viell geld!! und was 1000.- bei den leuten zuhause wert ist und welche gratiswerbung das für tausende bedeutet, mag ich mir gar nicht erst vorstellen!!
sowas schafft böses blut und man bettelt auch bei uns "bitte bitte wählt die fpö!! wir tun alles dafür..."!! unfassbar diese kurzsichtigkeit!!

fraukoziber, 22.03. 14:51

effenbeisser:
rückkehrhilfe gewährleistet unter anderem, dass menschen nicht einfach untertauchen und ist daher sinnvoll.
zynisch ist jedoch franz's behauptung das würde dazu führen, dass die rückkehrenden sofort wieder die flucht antreten würden. mittlerweile ist hinlänglich bekannt, was so eine flucht für die menschen bedeutet.

effenbeisser, 22.03. 15:06

Woher willst du wissen das die Menschen nicht für eine gewisse Zeit wo untertauchen?? Ob in oder außerhalb Österreichs?? Das ist doch eine berechtigte Frage??

logopezi, 22.03. 15:41

@kozi
ein untertauchen verhindert man aber am besten mit sofortiger übernahme in schubhaft bei persönlicher Zustellung des höchstinstanzlich negativen asylbescheides.

Die sind ja selber Schuld...

lokivonasgard, 22.03. 13:27

... auf diesen Tenor laufen etliche der Postings hier in dem Thread hinaus.

Und dann führt man die Kriege in Afrika an und die schlecht entwickelte Wirtschaft und die Überbevölkerung und den Hunger.

Diese "Argumente" sind an blankem Zynismus kaum mehr zu überbieten. Wie hier in der Vergangenheit schon x mal gezeigt wurde, ist das hohe Bevölkerungswachstum eine Folge von Armut, schlechten Bildungsstandards und fehlender sozialer Absicherung in den Gesellschaften. Deren Ursache ist jedoch häufig von Aktivitäten aus unseren Breiten verursacht.

Man werfe nur mal einen Blick auf Nigeria oder den Südsudan - Ländern mit enormen Erdölvorkommen und gleichzeitig zählen sie zu den ärmsten Ländern der Welt. Warum? Weil die Einnahmen aus der Förderung des Öls nicht den Ländern zugute kommen, sondern an irgendwelche Aktionäre in Europa oder den USA fließen.

Oder man nehme sich den Hunger her. Man könnte meinen, dass z.B. Europa hier doch wirklich nichts für kann. Doch weit gefehlt! Zum einen wurden in "Entwicklungshilfeprogrammen" (auch hier kann der Begriff nicht zynischer verwendet werden) diese Länder mit Saatgut versorgt, welches resistent gegen bestimmte Krankheiten oder wenig anfällig gegen Trockenheit ist ect. Doch dieses Saatgut kann nicht vor Ort gewonnen werden. Aus einer Landwirtschaft, die auf kontinuierlicher Selbstversorgung aufsetzte, wurde eine Abhängigkeit von teuren Saatgutimporten. Wieder fließen die Gewinne nach Europa oder den USA.

Dabei sind die Probleme in der afrikanischen Landwirtschaft nur zum Teil selbst verursacht: Durch den anthropogenen Klimawandel kommt es zu einer enormen Ausdehnung von ariden und Wüstenflächen. Länder in Westafrika waren in den 70iger Jahren noch Nahrungsmittelexporteure - heute muss der Großteil der Nahrungsmittel teuer importiert werden.

Dass bis auf wenige Ausnahmen der Kampf gegen den anthropogenen Klimawandel ziemlich weit oben auf der Agenda westlicher Staaten steht, fällt auch wieder auf Afrika zurück. Zwar haben sie selbst praktisch keinen Anteil an dem Ausstoß der Klimagase in den letzten 150 Jahren, jedoch versucht man ihnen nun klar zu machen, dass es nicht zielführend ist, ihre Wirtschaften über expansives Wirtschaftswachstum zu entwickeln. Durchaus korrekt, aber wenig hilfreich für die Staaten in Afrika.

Was bleibt? Die Wirtschaften vieler Staaten in Afrika stecken in einer Negativspirale fest, die nicht unwesentlich von unserem Konsumverhalten angetrieben wird.

Antworten

lokivonasgard, 22.03. 13:28

Und was könnten wir nun den Staaten bieten? Nimmt man sich einmal die nordafrikanischen Staaten her, so könnte man in Joint Ventures eine alternative Energieversorgung für die Staaten selbst, aber auch für Europa installieren. Die europäischen Hersteller der Solarpanele könnten wieder viel Terrain gegenüber chinesischen Billigimporten gewinnen (es würde uns also helfen). In Afrika müsste man massiv in Bildung investieren, da die Anlagen von der Bevölkerung vor Ort realisiert und instand gehalten werden sollten. Gleichzeitig könnte Europa davon profitieren, dass über längere Zeiträume die Abnahme von Strom zu vernünftigen Preisen erfolgen könnte. Das würde allen bei uns zugute kommen: Günstiger und sauberer Strom zugleich und eine Reduktion der Abhängigkeit von Öl und Gas. Auf diese Weise könnte die Energiewende in Europa ernsthaft gelingen.

In Nordafrika würde viel in Infrastruktur zu investieren sein. Macht man dies wiederum über Joint Venture Konstruktionen, würde dies zu einer weiteren, nachhaltigen Entwicklung beitragen.

In der Folge würde die soziale Absicherung in diesen Ländern stark steigen. Parallel zu den Maßnahmen würde das Bildungsniveau sukzessive angehoben werden. Da diese Wirtschaftsprojekte (halb)staatlich aufgesetzt werden könnten, würde es darüber hinaus zu einer Stärkung und Stabilisierung der staatlichen Strukturen beitragen.

Solche Maßnahmen (die natürlich nicht auf Nordafrika beschränkt bleiben müssen) sind als mittelfristige Investitionen zu betrachten. Die großen Auswirkungen wird man erst in Jahren spüren. Wir alle sollten uns aber die Frage stellen, was sinnvoller ist: Kurzfristig in eh schon destabilisierte Regionen noch mehr Waffen zu bringen, um einen Scheinfrieden aufrecht zu erhalten oder langfristig in die Zukunft Europas UND Afrikas zu investieren?

logopezi, 22.03. 13:38

ja klar, loki: wir geben unsre Energieversorgung über das Erdöl hinaus auch noch für Strom in die Hände des IS und seiner Sympathisanten! wenn solarstromfelder, dann aber bitte in Spanien: das kommt Europäern zugute, die dort arbeit finden, ist in Europa (kürzere Leitungsverluste), weniger risikobehaftet, und das Klima ist in südl zentralspanien annähernd wie in Nordafrika.

und die von dir angesprochenen jont ventures gab es seit 30 jahren und länger: was daraus geworden ist - oder genauer: was die draus gemacht haben - siehst eh.

mirabeau, 22.03. 14:03

"Man werfe nur mal einen Blick auf Nigeria oder den Südsudan - Ländern mit enormen Erdölvorkommen und gleichzeitig zählen sie zu den ärmsten Ländern der Welt. Warum? Weil die Einnahmen aus der Förderung des Öls nicht den Ländern zugute kommen, sondern an irgendwelche Aktionäre in Europa oder den USA fließen."
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Das ist natürlich kompletter Blödsinn.
Nigeria ist seit langem Mitglied der OPEC.

Nigeria verdient an seinem Öl, wenn es durch EXXON gefördert wird, nicht weniger, als jedes andere Land, zum Beispiel Norwegen.
Es ist nicht so, dass die Ölkonzerne das Öl klauen!

Es ist nur so, dass die Einnahmen nicht wie in Norwegen der Allgemeinheit zufließen, sondern in in den Händen einer kleine korrupten politschen Elite versickert, die dicke schweizer Nummernkonten hat, während 33% der Nigerianer von 2 Dollar am Tag leben.