Standort: debatte.ORF.at / Meldung: "Welche Folgen hätte der Sozialhilfe-Plan?" / Kommentaransicht

Euroscheine in Geldbörse

Welche Folgen hätte der Sozialhilfe-Plan?

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) schlug vor, dass EU-Ausländer erst nach fünf Jahren Anspruch auf Sozialhilfeleistungen haben sollen. Wie ist der Vorstoß mit der Personenfreizügigkeit der EU vereinbar? Welche Reformen braucht das System? Welche Auswirkungen hätte eine Einschränkung der Leistungen?

zurück zur Debatte

549 Beiträge

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Beiträge

Bei allem Idealismus:

apoll123, 20.03. 21:17

Realitätsverweigerung bringt niemanden weiter. Wenn ich in Bulgarien 500.- verdiene, in Dänemark auch ohne Chance auf einen Job aber das Doppelte als Mindestsicherung erhalte, werde ich dort hingehen. Direkt in die Sozialfalle! Wie hat sich die derzeitige EU Regelung bis dato ausgewirkt? Die gut ausgebildete Jugend verlässt Bulgarien in Massen. So gleichen wir Europa nicht aus. Und ich finde es richtig, wenn ein Politiker klar seine Meinung sagt. Ob das den selbst ernannten (und nie etwas selbst verantwortenden) Experten passt oder nicht. Bei diesen "Experten" geht es meist um deren eigene Existenz. Würden sich Politiker klarer zu ihren Vorstellungen bekennen, und sich nicht so oft hinter Expertisen verstecken, müsste so mancher sich einen neuen Job suchen.

reservebuddha, 20.03. 21:18

"Wenn ich in Bulgarien 500.- verdiene, in Dänemark auch ohne Chance auf einen Job aber das Doppelte als Mindestsicherung erhalte, werde ich dort hingehen." .. und nichts kriegen. Auch jetzt schon nicht. Daher ist das Thema tatsächlich ziemlich unergiebig.

bittersweet21, 20.03. 21:34

Vielleicht sollte Herr Kurz mal aufklärend seriöse Informationen verbreiten, anstatt ständig mit weiteren Holzscheiten das Feuer der Unwissenden zu schüren?

lehmansfatcat, 20.03. 21:44

Leider gibt es hier sehr viele Realitätsverweigerer. Aber GSD ist das im wirklichen Leben nicht so. Die Leute sehen die Probleme und diese werden nicht weniger...

kurtkant, 20.03. 21:51

Die Sache wäre ganz einfach: Harmonisierung der Sozialsysteme. in Anfang wäre, dass Arbeiter aus dem EU-Ausland hier nur so viel in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, als auch in ihrem Land eingehoben würde. Und dann bekämen sie hier (!) auch nur soviel, wie in ihrem Land ausbezahlt wird.
Gleiches könnte auch für Kinder gelten, die nicht hier leben, doch für die die österreichische Familienbeihilfe ausbezahlt wird. Sollten diese nun nach Ö geholt werden, bekämen sie auch nicht mehr, als ihnen in ihrer Heimat zustünde.

bittersweet21, 20.03. 22:05

Das wäre keine Harmonisierung.

kurtkant, 20.03. 22:08

@bitters.: Eh nicht. Aber dieser Vorschlag verhindert, dass sehr viele Kinder mit einem mal nach Ö geholt würden, weil ihre Eltern dann hier Familienbeihilfe bekämen.

bittersweet21, 20.03. 22:10

Die Familienbeihilfe ist ja auch keine Sozialhilfe, weil die bekommen Millionäre auch.

lehmansfatcat, 20.03. 22:12

Ich würde vorschlagen, wir harmonisieren die Beihilfen auf dem Niveau Rumäniens oder Bulgariens. Die dummen Österreicher haben dann halt Pech gehabt ...

kurtkant, 20.03. 22:15

@bitters.: Ja, leider. Aber egal. Nun Klartext: Ich war vorige Woche wieder einmal in Wien. kenne Wien aus den späten 60ern, Anfang 70ern sehr gut. Da war kaum ein Mann auf der Straße. Wenn Du heute in Wien unterwegs bist, siehst Du Unmengen an Männern, die nichts zu tun haben. Und die haben möglicherweise Familien, die auch nichts zu tun haben.
Verzeih, wenn ich sarkastisch werde: Es gibt in Wien meinem Eindruck nach, heutzutage nur noch Soz.-Hilfe-Empfänger.

bittersweet21, 20.03. 22:19

@kurtkant
Ich lebe in Wien und habe keine Ahnung, wovon du sprichst. Dass in einer Großstadt mehr Menschen unterwegs sind als auf dem Land, mag dich erschrecken, aber das ist vollkommen normal.

bittersweet21, 20.03. 22:39

Oh mein Gott!

kurtkant, 20.03. 22:51

@bitters.: Sei tagsüber in Deinem Wien unterwegs, etwa in den Öffis, und sehe. Und dann stelle Dir selber die Frage, angesichts von beliebigen Menschen: Wovon leben die eigentlich?

bittersweet21, 20.03. 22:57

Ja und? Da ich ebenso unterwegs bin, fragen sich das andere vielleicht genauso. Oder bei dir.

kurtkant, 20.03. 23:04

@bitters.: Wir schreiben aneinander vorbei... Wär' erhellend, mit Dir in der U6 zu fahren, tagsüber. Oder in der U4 in Deiner Nähe... und dann schauen wir uns das "Publikum" einmal an, und mutmaßen...

lehmansfatcat, 20.03. 23:08

@kurtkant: Dein Eindruck ist völlig richtig! Das denken mittlerweile sehr viele Menschen in Wien...

bittersweet21, 20.03. 23:10

Dealer gab's auch schon in den 1970igern. Und ungute "Grätzl" auch.

kurtkant, 20.03. 23:18

@bitters.: Gratuliere: Du lebst in der besten aller möglichen Welten!

bittersweet21, 20.03. 23:20

Naja, heute wäre ich lieber in einer Welt, in der es keine Rückenschmerzen gibt.:-)

zurück zur Debatte