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Wie kommt Athen aus der Krise?

Wieder ringen Griechenland und Brüssel um die Bedingungen für Finanzhilfen für das Land - es geht um die dritte Hilfstranche. Wie kann Athen die Krise in den Griff bekommen? Wann wird sich das Land wieder erholen? Droht doch noch der befürchtete "Grexit"?

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Wie wäre es mit der Wahrheit?

neuernickname, 21.02. 07:53

Ach so, Sowas darf man den Steuerzahlern nicht zumuten.

Fakt ist, dass es in GR gar keine Reformen gab, sondern man nach alter Art weitermachen darf. Nix, aber gar nix wurde verbessert.

Stattdessen gewährte man denen das Recht, dass GR jährlich bis zu 40 Milliarden Defizit machen darf, in etwa 40 bis 45% des Haushalts. Das war die Leistung des Tsipras, Hut ab.

Dieses Fass ohne Boden wird die europäischen Steuerzahler noch mindestens 300 bis 500 Milliarden kosten. Mit den bereits verschwendeten (besser gesagt den bankstern und Politikern geschobenen) 300 Milliarden ist es eine gewaltige Summe.

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Wie kommt Athen aus der Krise?

niloteur2, 21.02. 01:34

Einzig und allein durch einen radikalen Schuldenschnitt. Die "Rettungszahlungen" an Griechenland haben ohnehin nur den Sinn, die Forderungen der Spekulanten zu befriedigen. Sie bringen dem Land keine Vorteile, eher noch höhere Schulden. Das Finanzunwesen gehört endlich gekippt, und die Banken sollten wieder ihren ursprünglichen Dienst an der Volkswirtschaft verrichten. Ihre Aufgabe ist es nicht, Gewinne für Spekulanten ganzen Nationen abzupressen. Außerdem haben Kontrolleure meines Erachtens keinen Rechtsanspruch, in ein Land einzudringen und dort noch weiteres Unheil anzurichten.

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manz, 21.02. 02:34

Die Spekulanten sind allerdings in fast allen Ländern der Welt tätig und die Wirtschaftskrise, die sie - von Amerika ausgehend - ausgelöst haben, hat nur in Griechenland zum Staatsbankrott geführt. Da muss also in der griechischen Politik allerhand falsch gelaufen sein. Dort liegt die Wurzel des Übels, die Spekulanten haben es nur zugespitzt.

manz, 21.02. 02:38

Kontrolleure richten kein Unheil an, weil sie - wie der Name schon sagt - nur kontrollieren und nicht Politik machen. Wenn Griechenland mit seinen Geldgebern ihren Einsatz vor Ort vereinbart, haben sie selbstverständlich auch das Recht, dort ihre Tätigkeit auszuüben. Von eigenmächtigem "Eindringen" kann da keine Rede sein.

sage, 21.02. 03:51

Richtig. Auch Kaernten wurde vom Bund gerettet ohne dass es notwendig gewesen waere weil man haette ja das alte Bundesland bankrott gehen lassen koennen und das neue gleich in die Staatsverwaltung ueberfuehren koennen. Das haette den Spekulanten weh getan. Hat Schelling aber genau umgekehrt gemacht. Also solls auch bei Griechenland so laufen und alle Spekulanten sollen ihr Geld bekommen. Die EU solls zahlen. Das Kaernten-Prinzip geht ueberall wenn man nur will

Wie kommt Athen aus der Krise?

passagier055, 20.02. 13:55

Im Grunde kann man Athen nur das raten was man vielen Menschen in der Schuldnerberatung rät.

Ob Privatschulden oder Staatsschulden, so sind Schulden immer unangenehm. (ich habe selber auch mal viel Schulden gehabt).

Was bleibt einem da über?:.......
A.) Zuerst mal eine Umschuldung auf diese Bank die am wenigsten Zinsen dafür verlangt.
B.) Ist das bereits geschehen bleibt einem eh nur zahlen und sparen.

Wobei es schon komisch ist:........
Als privater oder als Unternehmer kann man den Konkurs anmelden und man bekommt die Möglichkeit nicht mehr alle Schulden zurückzuzahlen müssen.
Ich frag mich nur wieso dieses Prinzip auf einen Staat nicht gilt?

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c3po, 20.02. 14:53

Der Staat zahlt eigentlich nur die Zinsen. Die Schulden werden über neue Anleihen umgeschuldet.
Wobei weltweit die Verschuldung seit den 80ern gestiegen ist. Der Zinsdienst aber durch sinkende Zinsen ( 30 jähriger Zinszyklus) seit Mitte der 80er Jahre in etwa gleich geblieben ist.
Griechenland hat diese Phase im Schnelldurchgang gemacht. Durch den Beitritt zum Euro und geschicktes zurecht biegen der Statistik, sind die Zinsen auf griechische Staatsanleihen fast über Nacht gefallen. Mit dem billigen Geld hat man über Schulden das BIP aufgeblasen. Steigendes BIP auf pump, bei gleich steigenden Schulden - Verschuldung zum BIP bleibt gleich.
....
Man muss sich auf der anderen Seite die Frage stellen, wie kommen die Anleger aus der Krise. Denn eine zB 10 Jährige Anleihe kann man auch vorher am Markt verkaufen. Sinken die Zinsen, dann steigt der Kurs der höher verzinsten Anleihe.
Nach dem Crash 2007/2008 waren Anleihen nie unter Druck. Denn die Zinsen sind gesunken, der Kurs gestiegen.
Was wäre wenn es zB im Herbst 2017 zu einem neuen Crash kämme.
Die Zentralbanken haben ihr Pulver verschossen. Das Vertrauen sinkt - die Zinsen steigen.
Es würden also nicht nur die Aktienkurse auf Talfahrt gehen, sondern auch die Anleihen Kurse.
Es kämme zu einem Crash auf dem Aktien und Anleihen Markt gleichzeitig - der Supergau.

passagier055, 20.02. 15:17

klingt irgendwie logisch, @c3po......

Wenn ich das richtig verstanden habe ist es so der Schuldner niemals in Konkurs gehen darf.
Wär so wie wenn die USA den Konkurs anmelden würde, so würde die ganze Weltwirtschaft zusammenbrechen.
(Da her müsste die USA brav seine Schulden abbezahlen).

Nicht das Griechenland so ein Erdbeben wie die USA auslösen würde aber doch ein kleines Erdbeben in Europa.
(deshalb sind alle in Europa dafür das Griechenland nicht den Konkurs anmeldet).

Habe och das so richtig verstanden?

ösirepublik, 20.02. 15:27

besser am ewigen Tropf, als ein Toter Patient ...

c3po, 20.02. 15:44

Es kommt auf das Vertrauen an.
Eine Pleite Griechenlands würde das Vertrauen in die EU beschädigen und alle Schulden würden teurer werden.
Die Geldpolitik der EZB in Folge der Krise in Griechenland erspart uns derzeit an die 4 bis 5 Milliarden an Zinsdienst pro Jahr.
Die EZB kann aber nur Liquidität in den Markt pumpen, aber keine Pleite verhindern.
Man hat die Zeit die durch die EZB erkauft wurde untätig verstreichen lassen.
Die Zinswende scheint in den USA bereits da, Europa dürfte bald folgen.
In einen Zyklus steigender Zinsen können auch die Zentralbanken nicht mehr viel nach unten drücken.
.
Anders gesagt, anstatt die gekauft Zeit zu nützen um die Eurozone zu sanieren, hat man sich extra Anlauf genommen - auf die Wand zu.
.
Denn irgendwann ist auch das Vertrauen an die Allmacht der Zentralbanken weg. Dann wird es für alle richtig teuer.
.
Wenn möglich sollte man als Privater vor Ende das Jahrzehnts alle Schulden abbauen. Auch wenn sie noch so klein sind.
Denn steigende Zinsen, bei steigender Arbeitslosigkeit und steigender Inflation könnten einem schnell das Genick brechen.
Und man wird wieder die Banken retten und die Kleinen aussaugen.

logopezi, 20.02. 16:55

@c3

bis auf letzteres bin ich ganz bei dir: ich seh kein Problem bei privaten schulden *mit zinsdeckel*, sondern sogar eine Gewinnchance, wenn eine galoppierende Inflation bis hin zur hyperinflation die schulden frisst. - ich kenn mehrere leute, denen bzw deren Eltern damals in Exjugoslawien der dinarverfall die hausbauschulden weggefressen hat, und zwar ganz dramatisch, von 30-100 Monatslöhnen auf ein butterbrot von 2-3 monatslöhnen.
zur Sicherheit sollte man aber nebenbei rücklagen haben um die bank jederzeit rauszahlen zu können, wenn alle stricke reissen.

jimmyantipolis, 20.02. 18:26

Als privater oder als Unternehmer kann man den Konkurs anmelden und man bekommt die Möglichkeit nicht mehr alle Schulden zurückzuzahlen müssen.

kann man indirekt. man stellt einfache seine zahlungen ein. man wird dann aber von niemanden mehr einen cent kredit erhalten. außer vom esm, denn durchgeknallte politiker erfunden haben.

ösirepublik, 20.02. 21:14

das ist prinzipiell falsch ..
die geben einem natürlich weiter Kredit ..
wollen allle weiter Geschäfte machen ..

jimmyantipolis, 21.02. 00:14

loooooooooooooool

.....aber selbstverständlich werden sich geldgeber geradezu darum reißen, einem pleitier, der seine schuldenrückzahlung einstellt, geld zu leihen, das ihnen der pleitier dann selbstverständlich auch nicht zurückzahlt.

welch überaus glänzendes geschäft, jemand geld zu leihen, von dem man von vornherein weiß, dass er es nicht zurückzahlt.

wenn nach brexit,...

rasmuachl, 20.02. 11:05

...grexit kommt, ist s vorbei mit der eu,.... dann bröckelt die hütte

Antworten

touren, 20.02. 12:07

de bröckelt eh schon

logopezi, 20.02. 13:54

Griechenland ist ungefährlich - in Italien lauert die wirtschaftliche Gefahr für euro und eu: schuldenstand über 130% vom bip, 30% faule Bankkredite bei einer eigenkapitaldecke von weit unter 10% (7-9%)

inventor, 20.02. 19:27

Ita est.

wenn sogar der IWF

swann53, 20.02. 10:23

sagt, dass die Schulden uneinbringlich sind, ist es an der Zeit von dem toten Pferd abzusteigen. Leider ist Merkel in ihrer beispiellosen Sturheit handlungsunfähig, wie ja auch bei anderen Themen.
Witzig, dass gerade die Oberkapitalisten vom Währungsfond für einen Schuldenschnitt sind...

Antworten

nadann1, 20.02. 12:45

Gut lassen wir Ihnen die Schulden nach! Und in fünf Jahren kommen sie wieder und wollen neue Hilfskredite? Was dann, zahlen wir dann wieder? Es ist nicht zu fassen!

ösirepublik, 20.02. 15:29

wenn die Griechen keine neuen kriegsschiffe und U-Boote kaufen, dann wird ihnen hoffentlich auch niemand mehr etwas borgen ..

Ganz einfach:

powermetal, 20.02. 09:07

Griechenland sollte es gleich machen wie die Türkei und Milliarden dafür verlangen, dass es die Flüchtlinge nicht durchlässt.

Ich wäre ein hervorragender Politiker. :-D

Antworten

homeroid, 20.02. 09:11

so ist es, und noch darüber das Geld von der EU zur Verpflegung - wäre durchaus angebracht.
Pech nur - das wäre sofort für Waffen und Produkte ausgegeben, die nicht in Griechenland erzeugt werden - profitieren würden die Rüstungskonzerne, Überwachungskonzerne und Nestle, PG und Konsorten. Und die Banken, die es "abwickeln".
Es is ein Teufelskreis.

maxheadroom, 20.02. 10:26

Und welche in Griechenland erzeugten Produkte sollten die Griechen kaufen?

nadann1, 20.02. 12:47

Ziegenkäse zum Beispiel!

maxheadroom, 20.02. 20:45

@nadann, geht nicht, der wird exportiert.

Man sollte seinerzeitig tätige und noch immer tätige Politiker der Eurozone

gscheitbär06, 19.02. 22:23

genauso wie kleine Geschäftsleute vor Gericht bringen und wegen betrügerischer Konkursverschleppung ins Gefängnis sperren

Antworten

manz, 20.02. 04:19

Tatbestandsmerkmale sind hier nicht erfüllt, keine Straftat.

apophis, 20.02. 05:58

Um nichts anderes als Konkursverschleppung handelt es sich hier bei dieser Hängepartie seit 2011.

skepsis, 20.02. 07:49

Zuerst mussten doch die Haftungen der Banken auf die europäischen Steuerzahler umgeschichtet werden. Nun, wo deutsche und französische Banken kein Risiko mehr tragen, ist das Interesse unserer Entscheidungsträger an Griechenland wohl gesunken.

c3po, 20.02. 09:49

zitat
"Nun, wo deutsche und französische Banken kein Risiko mehr tragen"
....
Ich stelle mal TARGET2 Salden in den Raum.
Solange der Euro weiter besteht sind die heutigen Salden bedeutungslos. Zerbricht der Euro, dann können große Verluste für die Deutsche Bundesbank entstehen.
Die Schuldnerländer würden sehr wahrscheinlich bei einer Auflösung der Währungsunion ihre Auslandsschulden nicht voll bedienen.
Griechenland birgt ein gewisses Risiko für den Zerfall des Euro.
Da Italien bei einer Pleite Griechenlands mit in den Abgrund gerissen werden könnte.

xcorleone1985x, 20.02. 10:10

Target2 Salden Betrag: 795.621.293.492,45 Euro (Stand: 31. Januar 2017)

https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Aufgaben/Unbarer_Zahlungsverkehr/target2_saldo.html

Aber wehe der Deutsche sagte: Stopp: Germany first, nun wollen wir erst einmal unsere Außenstände von euch haben!! Nur das macht er nicht, denn dann müsste die Regierung dem Volk ja mitteilen, für diese uneintreibbaren Außenstände die volle Verantwortung zu tragen. Also läuft alles schön so weiter, die Außenstände ja nicht publik machend, es könnte sich ja jemand finden, der eine Klage dagegen anstrebt. Ohnehin sind diese Außenstände nicht mehr einzutreiben, wer das glaubt, der glaubt auch an den Osterhasen. Die Deutschen produzieren und verschencken ihr Geld, unfassbar wie dumm die sind.

skepsis, 20.02. 10:10

Der Euro wird wohl nicht zerbrechen. Eher werden ein paar Länder die Währung verlassen.

xcorleone1985x, 20.02. 10:13

''Der Euro wird wohl nicht zerbrechen.''

Er ist schon Tot. Eine Währung, die man retten muss, ist keine Währung mehr.

skepsis, 20.02. 12:16

xcorleone1985x
Nach dem Kriterium wäre der Dollar schon längst tot.

Griechenlandkrise ???

satiriker, 19.02. 22:15

erst wenn man die Machenschaften der Black-Rock Investiren und derer in Dunstkreis öffentlich macht und deren Scheinheiliger-Abzockerverträge mit Staaten revidiert, erst dann können Volkswirtschaften wieder halbwegs vernünftig Investieren und für ihre Bürger sorgen oder?

Antworten

manz, 20.02. 04:20

Wieder einmal eine Verschwörungstheorie?

homeroid, 20.02. 09:09

https://www.blackrock.com/investing
Verschwörung?
Sie haben Webseite wo sie für Geschäfte werben - was ist hier Verschwörung?
Interessant wäre zu lüften wieso Griechenland 2,4% des BIP-s für Rüstungsausgaben macht, obwohl 2% der Limit in der EU ist, den Deutschland, z.B., nicht erfüllt - von wem kaufen die Griechen in der "Finanzkrise" die Waffen über dem vereinbarten Level.
Das sticht wörtlich ins Auge, aber Medien scheinen wieder auf das Offensichtliche blind zu sein.
Das macht den Trump das Spiel so leicht - bestimmte Sachen werden tatsächlich ausgeblendet, z.B. das mit dem Griechischem Milltär-Budget in der "Krise".
Und dann wundern wir uns wenn Gestalten wie Le Pen und Wilders reale Chancen haben - die Menschen sind keine Idioten.

ösirepublik, 20.02. 15:30

bist Du sicher ?
die Wähler in USA, Österreich oder GB sind zumindest auf einen Wahlschwindel hereingefallen ...

satiriker, 20.02. 21:14

Verschwörungstheorie ???
Das könne wohl nur sehr naive "Birnen" glauben.

Die Fakten an den Börsen zeigen ganz was anderes.
Lest gefälligst man die Börsennachrichten !!!
Aber nicht die vom sumpfigen Vindobona sondern die der Münchner-Börse.

Und wer glaubt, dass wir in einer Freien - Fairen - und Chancengleichen Marktwirtschaft leben, dem sei blos mal die Kingdom-Holding wärmstens ans Herz gelegt.

Fakten und Zahlen wiederlegen eben doch jeden Verschwörungstheorethiker als auch die Naivität vermeintlicher "Leuchten" am Kapitalmarkt, oder?

Gar nicht...

meinerseits, 19.02. 20:07

...denn die EU-Kapitalisten brauchen Griechenland, um uns alle zu melken.

Antworten

enver, 19.02. 21:05

@meinerseits-genauso ist es.Zuerst ein wenig produktives Land mit Geld und Waren fluten, die Menschen in die Abhängigkeit treiben um am Zahltag sagen zu können."Her mit der Finanzhochkeit und dem Familiensilber,sprich Staatseigentum.
Die Finanzhilfen bedienen die europäischen Großbanken oder werden in Westeuropa spekulativ wieder veranlagt.
Griechenlans hat definitiv Kolonialstatus; diese Umverteilung zugunsten des Großkapitals unter dem Deckmantel der Hilfe ,EU, Solidarität usw bezahlt der europäische Steuerzahler und vor allem der griechische Bürger. Dieses System ist doch zutiefst krank.

manz, 20.02. 04:22

Nichts als Schlagworte. Wer soll denn das sein, "die EU-Kapitalisten", "das Großkapital"? Hier werden elementare Strukturen wie "Staatsfinanzen" und "Privatwirtschaft" verwechselt.

meinerseits, 20.02. 08:47

Ein Hoch den Vertuschern! Bist sicher ein Banker. Wirst auch noch blöd schauen, wenn sie dich durch Automatisierung ersetzen!.

Als ob es Staatsfinanzen (und Steuern) ohne Privatwirtschaft gäbe!!!

Griechenland ist seit dem Jahre 2008 Bankrott

tschef, 19.02. 14:31

und wird kuenstlich immer am Halbsterben gehalten.

Es kaeme nur aus der Krise, wenn man einen Schuldenschnitt macht. Das weiss jeder, nur will es keiner zugeben, denn das koennte ein boeses Beispiel geben.

Es wird sich also exakt nichts aendern. Die griechischen Politiker werden beliebig ausgetauscht, und es passiert nichts.
Das System wird nicht wirklich verbessert, die Hilfstranchen fliessen von einer virtuellen Stelle zur anderen, damit die armen europaeischen Banken ja nicht umfallen.

Das gleiche Spiel jedes Jahr.
Aber macht euch keine Sorgen, wenn in Griechenland die Urlaubssaison beginnt, und Halb Europa wieder dort Urlaub macht, dann gibt es auch wieder die andere Seite: "Griechenlands Wirtschaft erholt sich".

Und im Winter dann wieder die Peitsche.
Es ist einfach nur laecherlich das Ganze.

Antworten

manz, 20.02. 04:24

In Griechenland herrscht Demokratie, dort werden Politiker nicht beliebig ausgetauscht, sondern bei freien Wahlen gewählt.

logopezi, 19.02. 12:24

was eu und Griechenland angeht, können wir gescheits ein was wir wollen, die machen sowieso, was sie wollen. was uns - udn damit meine ich jeden einzelnen - bleibt, ist, die eigenen Schäfchen so gut es geht ins trockene zu bringen. das hab ich i rahmen meiner Möglichkeiten bestmöglich getan, indem ich mein ganzes Geld aus den banken abgezogen hab und nur noch etwa den geldbedarf eines halben jahres in Giralgeld halte. der rest: mein ef-haus mit genug grund um darauf im notfall erdäpfel setzen zu können, ein paar Antiquitäten und Gold in kleinen stückelungen.

Antworten

it21, 19.02. 12:49

Ja, eigenes Giralgeld wollte ich mir auch schon
mal halten.

Aber man glaube es nicht, was die alles an
Voraussetzungen für eine Banklizenz verlangen...

rebekka7, 19.02. 12:54

Ich hab es ja vor zwei, drei Jahren bereits vorher gesagt, dass uns das Thema Griechenland (=Grexit) nicht aus den Headlines und damit auch aus den SM verloren gehen wird.

Zu dumm, habe erst vor Kurzem, alle meine Dokus zum dem Thema Griechenland weggeschmissen, schade um die Arbeit gewesen, überhaupt die "News" (mehrere Ordner) zu sammeln.

Aber egal, jetzt warte ich erst auf Frankreich, dann auf die Niederlande, Griechenland kommt dann ganz von alleine. Deutschland ist schon egal (= SPD+CDU-CSU).

logopezi, 19.02. 13:00

ach, it, für dich noch mal ganz langsam: was ich für ein halbes jahr brauche, liegt auf dem Konto (bzw habe ich als Bargeld zu hause, was ich oben nicht erwähnt habe), meine Ersparnisse außerhalb von banken und staatlichen zugriffsmöglichkeiten.

wie nennst denn du die form des geldes auf dem konto? für mich ist das Giralgeld, also buchgeld, weil nur aus Eintragungen in (heutzutage elektronischen) "Büchern" bestehend.

logopezi, 19.02. 13:02

@rebekka
ja, die wahlen werden interessant, was da politisch sich entwickeln kann - aber wirtschaftlich droht die Gefahr eher aus Italien: wenn die eu Griechenland schon kaum derstemmt...

it21, 19.02. 13:05

@logopezi
Zu deiner Info:
Giralgeld wird erst erzeugt, wenn du einen Kredit
aufnimmst, dessen Höhe so, durch bankeigenes
Guthaben nicht gedeckt ist.

Als Anregung dazu, kann ich dir empfehlen, dich
z.B. mit dem Thema Basel 1-3 zu befassen...

logopezi, 19.02. 13:23

dann lies mal die gängigen Definitionen (was ich zur Sicherheit, weil du mich verunsichert hast, vorhin grad getan hab): ja, es entsteht *zb* durch Kredite, aber auch durch Einzahlung auf ein Konto - also die paar netsch auf meinem Konto sind per definitionem waschechtes Giralgeld. sorry, aber entweder es irren sich mehrere quellen im web, oder du - du kannst dirs aussuchen.

it21, 19.02. 13:34

Naja, meine Software erzeugt das Giralgeld auf einer Bank.

Ich wähle darum deine Quellen als jene des Irrtums...

logopezi, 19.02. 13:56

jo, auf der parkbank vielleicht.
na erklär mir bitte, warum mein Konto im Vornamen Giro- heisst.

it21, 19.02. 14:08

Dann versuche mal, dein Girokonto mit einer schlechten
Bonität zu überziehen.
Denn dann würdest du ebenfalls auf die Hürden
der Basel-II-Vorschriften zur Erzeugung des Giralgeldes
stoßen, was für die Bank bedeuten würde, das dir dann
verliehene Geld zur Gänze als Eigenkapital haben zu
müssen...

hinterfrager, 19.02. 18:46

So viel ich weiß, haben namentlich bekannte Politiker zu lasten Österreichs Haftungen übernommen. Mit den Kollegen in der EU muss man doch solidarisch sein. Den Rentnern und kleinen Pensionisten wird man schon noch etwas abpressen können.
Hat bei den Kosten für die neuen Gäste auch funktioniert. Viele Steirer bekommen auch den Hunderter nicht. Die zeitliche Nähe zum Einwanderer Chaos sagt einiges darüber, wer in solchen Fällen die Rechnung bezahlt. Dass kann man sich nur erlauben, wenn man so treue Wähler hat.

manz, 20.02. 04:29

logopezi hat keine Chance, sein Geld vor den Banken (?) und dem Staat zu schützen. Eine Währungsreform, und schon kann er seine gehorteten Scheinchen als Zunder verwenden. Wie das geht, kann man derzeit in Venezuela beobachten.

logopezi, 20.02. 04:38

ach manz, lesen ist deine stärke nicht: das bissl, was ich in bargeld halt, das riskier ich eben - der Bequemlichkeit halber.
wirklicher Ersparnisse habe ich aber nicht in form von fiatwährung oder gar auf der bank liegen, sondern - siehe eben oben.
die können also ihre währung reformieren so oft sie wollen, Gold und Grundbesitz könnens nicht entwerten. somit können sie mich dort, wo keine sonne hinscheint.

hinterfrager, 20.02. 13:36

So weit hat man uns mit der EU gebracht. Haben wir beim Schilling diese Angst gehabt?
Der EU schlägt von der Bevölkerung, meiner Meinung nach ein berechtigtes, massives Misstrauen entgegen, so dass fast alle einen von der Politik verursachten wirtschaftlichen Absturz befürchten. Gewisse Politiker treiben uns mit dem "Blankoschek" der damaligen Volksabstimmung noch weiter in diese Vereinigung. Sie übernehmen aus Solidarität mit fremden Staaten gigantische Haftungen. Das Risiko tragen die "kleinen Leute" unserer Bevölkerung. Siehe reale Rentenkürzungen.

Griechenland zeigt die Schwachstellen der EU

c3po, 19.02. 11:48

Und Schwachstellen der Eurozone.
Anders als in den USA gibt es in der Eurozone nicht einen Finanzminister, sondern 19.
Ein Beschluss über Griechenland sieht ein portugiesischer Finanzminister anders als ein deutscher, oder slowakischer.
Eine vernünftige Einigung ist also schwieriger. Denn eine vernünftige Einigung ist hart. Wer kann das schon seinen Wählern verkaufen. Welcher Finanzminister will der Bevölkerung in Polen, Slowakei, etc erklären, warum sie über eigene Schulden den Griechen einen höheren Lebensstandard erhalten sollen, als sie selbst haben.
.
Genau so sieht es bei den Banken aus.
In den USA lies man Banken pleite gehen. Die schwachen Banken in den USA mussten zudem Geld vom Staat nehmen um eine ausreichende Kapitaldecke zu haben. Damit hatte der Staat ein Mitspracherecht und die Banken wurden reglementiert und saniert.
In Europa haben die Banken einfach gesagt passt schon und haben weiter gewurstelt.
Welcher österreichische Finanzminister hätte die RBI zwangsweise unter Finanzierung und Kontrolle und Sanierung der EU gestellt. Ebenso in Italien, etc.
In Italien liegt die Zahl der faulen Kredite bei fast 30% !
...
Die weitere Schwachstelle der EU ist Wachstum um jeden Preis.
Eine Mitgliedschaft der EU bedingt dass man früher oder später in die Eurozone geht.
Eine Ausnahme hatte nur GB.
Alle Länder früher oder später in den Euro zu holen, der nichts anderes als ein Experiment war und ist, ist schlicht Wahnsinn.
Länder wie Deutschland haben davon profitiert - Exportweltmeister Deutschland. Mit Ländern wie Italien geht es seit dem Beitritt zum Euro abwärts.
Anderseits ist es so, dass bei einem Handelsbilanz Überschuss auch die Ersparnisse exportiert werden.
Am Ende profitiert keiner bei einem Wachstum um jeden Preis.

Antworten

homeroid, 19.02. 11:57

und jetzt will die Politik in der EU noch dazu eine "Obergrenze bei der Barzahlung" einführen - um quasi "Terror zu unterbinden" (man kann es echt nicht mehr hören) - eigentlich sollen wir gezwungen werden unser Geld in diesen Banken zu behalten, obwohl mit dem Abschaffen der Zinsen, und damit des Sparens, kein Grund mehr dafür besteht - man riskiert nur das eigene Geld durch Manipulationen der Banken zu verlieren, und dann für die Verluste gerade stehen zu müssen - als "Steuerzahler".
Die Banker haben nach Generalprobe 2008 das System perfektioniert - in der EU.
Obama hat sie in der USA versucht zu mäßigen, jetzt öffnet Trump wieder die Schleusen.
Und alle reden wieder von "Migration" - ja, unser Geld in die Banker Taschen.

it21, 19.02. 12:55

Obergrenze bei der Barzahlung einführen -
um "Terror zu unterbinden"
------------------------------------------------------
Das sieht dann so aus:
Terrorboss an Attentäter:
"Hier hast du 250.000 Euro in bar!"

Attentäter:
"Nein, das geht nicht, das wäre illegal!
Ich schreibe dir eine Rechnung und
verlange eine Überweisung auf mein
SEPA-Konto!!"

manz, 20.02. 04:35

Ein grundlegender Denkfehler: Währung hat mit Wirtschaftswachstum nur ganz am Rande zu tun, nämlich bei der Exportwirtschaft in einer ganz kleinen Bandbreite. Auch mit Staatsschulden hat die Währung nur indirekt zu tun, wenn von den Neoliberalen deregulierte, wildgewordene Finanzmärkte eine Weltwirtschaftskrise auslösen wie 2008.

c3po, 20.02. 09:54

Die Schuldenparty hat zu nicht innerhalb des Euro lösbaren Wettbewerbsunterschieden geführt.

Lässt doch die Griechen in den Konkurs schlittern

dysel, 19.02. 07:44

Sie haben über ihre Verhältnisse gelebt, die Gläubiger sind darauf reingefallen und die Griechen werden Jahrzehnte brauchen, um Ausführer misslichen Lage zu kommen. Natürlich ist es auch für die deutschen und französischen Banken, für IWF und EZR bitter, Milliarden in den Sand gesetzt zu haben. Noch mehr Geld den Griechen nachzuwerfen kommt aber noch teurer. Dass sie mit ihrer Sparpolitik nicht weit kommen, ist doch der unfähigen Regierung zu danken, die nach jeder Geldspende sofort wieder das Füllhorns für eigene Propaganda verwenden. Und das nächste Betteln beginnt von vorne.

Antworten

reservebuddha, 19.02. 08:43

Ich gratuliere, du hast den Standpunkt des Ex-Finanzministers Varoufakis zusammengefasst.

Bloß stimmt deine Beschreibung der Regierung nicht ganz, die völlig zurecht versucht, die letzten Reste bitter notwendiger Investitionen oder Überlebenshilfen zu leisten, und damit natürlich im Gegensatz zu den leider recht hirnlosen Austeritätsforderungen der Troika (die heute bloß nicht mehr so genannt wird) steht.

Die EU-Verhandler haben nämlich das Problem nicht, dass ihnen die Griechen reihenweise wegsterben, weil man ihnen bei einer horrenden Arbeitslosigkeit auch noch den Rest dessen streicht, was sie zum Überleben benötigen, und sie dafür teilweise so grotesk besteuert, dass Kleinunternehmer reihenweise pleite gehen, oder ihnen die medizinische Versorgung streicht. Diese EU-Verhandler können im ideologischen Elfenbeinturm leicht irgendwelche unhaltbaren Prinzipien hochhalten, und dysfunktionale Strategien fordern, die in Deutschland schon einmal nicht funktioniert, sondern ein rechtsradikales Regime an die Macht gebracht haben.

Ja, es stimmt, Tsipras hat sich erpressen lassen und einem Kurs zugestimmt, der für Griechenland völlig destruktiv ist. Man kann darüber streiten, ob das richtig gewesen ist. Ich hätte es eher so gesehen wie Varoufakis, aber die Sachlage ist sehr komplex und schwer zu beurteilen.

Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, dass irgendwann die ursprünglich moderat linke (von manchen Medien realitätsfern als "linksradikal" bezeichnete) und letztenendes für die griechischen Geschmäcker viel zu konsiliante Syriza abgewählt wird, und entweder Kommunisten, oder Rechtsextreme, oder beide, das Land weiter regieren werden. Dann wird man erleben, wie sich eine "linksradikale" Regierung WIRKLICH gibt. In dem Moment ist es mit der Austeritätspolitik dort ebenso vorbei wie mit dem Euro, und ebenso mit den alten Forderungen diverser Gläubiger.

Schlimmer kann es nämlich kaum mehr werden in Griechenland. Auch dort kommt zuerst das Fressen, dann lange nichts, und dann vielleicht irgendeine Finanzmarkt-Moral. Ich könnte nicht behaupten, dass mich das sonderlich wundert.

ösirepublik, 19.02. 08:46

hoffentlich keine Militär-Diktatur ...

nadann1, 19.02. 09:14

Aber: Warum sollen wir hier dafür bezahlen? Warum sind die Griechen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen den Euroländern beigetreten? Warum haben sie sich von den westlichen Banken hineinlegen lassen? Gemeint ist immer die jeweilige Regirung! Und das in Griechenland, für uns unvorstellbar, locker gelebt wurde ist ja auch erwiesen! Das sie jetzt nicht einmal das Notwendigste für das Volk bereitstellen können sind die Folgen davon und sollte auch für uns eine Warnung sein!

ösirepublik, 19.02. 09:48

wieviel bezahlst du an Griechenland ?
die griechen wurden in die EU gezogen ...
alle wußten von der Bilanzfälschung, aber Deutschland (der Teuro) braucht arme Länder, damit dieser seine Funktion erfüllt (sinkender Wechselkurs zum Dollar) ..
eine Frechheit ist der Betrug der Troika, den Griechen ihr letztes Einkommen zu nehmen (Privatisierungen) ... und die reichen Yachtbesitzer ungeschoren zu lassen ..

nadann1, 19.02. 10:02

Ich zahle wie jeder der Steurn zahlt meinen Beitrag!
Ob die Deutschen die Griechen brauchen ist mir Wurst! Also nochmal: Warum zahlen wir, wir (Österreich) hatten doch davon keinen Nutzen eus der Geschichte gezogen und wenn nur auf Umwegen! Wenn sie mit ihren Millionären nicht fertig werden und keine Steuern abnehmen können ist das ihr Problem! Aber das auch die unteren Schichten sehr locker dahingelebt haben ist ja bewiesen, oder? Das man denen jetzt Krokodilstränen nachweint ist übertrieben, die sollten sich einmal auf die Füße stellen, die Realität erkennen und sich fest in die Hände spuken damit endlich was weitergeht!

manz, 20.02. 04:41

Die Durchschnittsgriechen haben nicht über ihre Verhältnisse gelebt, sondern die griechischen Politiker haben jahrzehntelang Mist gebaut. Das badet die Bevölkerung jetzt durch harte Einschnitte aus, aber die Sparpolitik HAT bereits Wirkung gezeigt. Die Richtung stimmt also. Es wäre aber naiv zu glauben, die Sanierung des griechischen Staatshaushalts wäre in ein paar Jahren erledigt.

die Frage ist vielleicht falsch

sage, 19.02. 07:13

weil die Griechenland-Krise ist ja ein Spiegelbild der EU Krise. Jeder tut was er will und sagt: es ist doch unsere EU!

Dabei waere doch nichts logischer als der Grexit wenn das Land nicht das tun will was es mit der EU vereinbart hat. Wenn man in einem Verein den Vereinsbeitrag nicht zahlt und die Vereinsregeln nicht befolgt wird man ausgeschlossen. Wo im Fall Griechenland das Problem ist verstehe ich nicht, es gibt ja sowieso keine Landgrenze zur EU.

Antworten

ösirepublik, 19.02. 08:47

vorallem, wenn einen der Verein vorher betrogen und belogen hat ..
damit Deutschland seinen (T)Euro bekommt ....

reservebuddha, 19.02. 08:55

"Dabei waere doch nichts logischer als der Grexit wenn das Land nicht das tun will was es mit der EU vereinbart hat."

Vereinbarungen sollten eigentlich nicht gelten, wenn sie durch Erpressung zustandekommen, und das ist hier der Fall. Varoufakis hat in vielen Sitzungen versucht, eine vernünftige Vorgehensweise vorzuschlagen. Man hat ihm nicht einmal zugehört. Stattdessen hat man dann Tsipras gegenüber genau die Austeritätspolitik durchgedrückt, von der jeder denkende Mensch eigentlich wissen sollte, dass sie das Land nur tiefer in die Katastrophe führt. Man hat - vermutlich ist das das Hauptmotiv - die Staatspleite verhindert, um möglichst viel Zeit zu haben, die Schulden von privaten auf öffentliche Gläubiger umzuschichten (ESM), und es geht schon lange nur mehr darum, dem griechischen Staat für die Zukunft möglichst viele Gestaltungsmöglichkeiten wegzunehmen, möglichst viel öffentliches Eigentum zu privatisieren, und zukünftige Regierungen dann wie nebensächliche Kasperln behandeln zu können, die ohnehin ausser Abnicken privater Geschäftsinteressen nichts mehr tun können.

Das ist der Stand der Dinge. Wieso sollten die, die so eine Umformung Griechenlands mit aller Kraft betreiben, das Land aus der EU werfen, so kurz, bevor sie das Ziel erreicht haben? Grade wenn Griechenland in der EU bleibt, ist es viel einfacher, mit einer gemeinsamen Währung und all den EU-Richtlinien, das Land zu gängeln, die Ressourcen zu beherrschen, und die Einwohner als billige Arbeitskräfte auszubeuten.

Das Problem ist nur: Die Leute, die das langsam aber sicher anstreben, machen die Rechnung ohne den Wirt, denn irgendwann revoltiert die Bevölkerung so oder so.

nadann1, 19.02. 11:25

Soweit ich mich erinnern kann, hat Griechenland die falschen Bilanzen vorgelegt und der Brüsseler Ochsenverein hat diese wohlwollend akzeptiert!

sage, 19.02. 12:45

ja und auch dass sie in der Schengen-Zone sind obwohl sie gar keine Landgrenze zu einem anderen Schengen-Zonenland haben.

Die Frage ist tatsaechlich was das EU System ist

nadann1, 19.02. 15:41

....und die EU Visa die Griechenlands Bortschaften für Rumänen und andere nicht Eu Staatsbürger ausgestellt haben solange die nicht in der EU waren?

sage, 19.02. 17:33

und die 300 000 EU Paesse fuer Moladwier die Rumaenien ausgestellt hat?

nadann1, 20.02. 12:40

Ja auch! Und nicht umsonst!

" DIE "

mandi, 18.02. 17:36

EU treibe Griechenland in den Ruin !

Antworten

jimmyantipolis, 18.02. 17:43

griechenland war bereits bankrott, bevor die EU irgendwas getan hat. und was dann gemacht wurde, war, dass die oberidioten aus der eurozone griechenland soviel geld nachgeworfen haben, dass die wenigstens die notwendigen staatsausgaben noch tätigen konnten. und richtig, dann wurde ein (wahrscheinlich zu) harter sparkurs verlangt, statt griechenland das geld, welches vom esm kam, einfach zu schenken.

reminder, 18.02. 17:51

jimmy: lese mal den Artikel 123 der EU Regeln.

Die EU ist keine Transferunion heipt es dort unmißverständlich.

Schenken wäre ein Strafdelikt, die Umgehung mittels Darlehen
ohne Zinsendients ist Realität.

Die Peitsche mit Vorschriften nötig bei dem "Können" der
grichischen Regierungen.

reminder, 18.02. 17:52

heißt ist korrekt nicht heipt (Tippfehler)

jimmyantipolis, 18.02. 17:58

reminder
nein, das vertragswerk der eu besagt nur, dass nach EU recht niemand für die schulden eines anderen eu staates haftet und dass die eu daher eine haftungsverpflichtung nicht mittels richtlinie oder verordnung beschließen kann.

wenn sich aber idioten FREIWILLIG verpflichten, anderen staaten das geld einfach zu schenken, ist das nach eu recht nicht verboten. es wäre zwar an sich untreue am eigenen staat, aber ein gesetzgeber, der ein verfassungsgesetz (betreffend esm) beschließt, kann nicht wegen untreue belangt werden.

jimmyantipolis, 18.02. 18:00

denn "gewählte" mandatare haben in unserer glorreichen demokratie NARRENFREIHEIT.

ösirepublik, 18.02. 18:26

@jimmy ..
wie immer falsch ..
die Griechen bekommen kein Geld, sondern die Gläubigerbanken werden "gerettet" .... französische und deutsche Banken ...

jimmyantipolis, 18.02. 18:33

ösi
ich kenne deine merkwürdige einstellung dazu, dass nicht der der "fällige" ist, der über seinen verhältnissen gelebt und schulden über schulden gemacht hat sondern immer die bank. ich halte davon nichts. aber unbelehrbare versuche ich nicht zu überzeugen.

mellowman, 18.02. 19:47

@jimmy..... sorry doch du bist mit deiner behauptung falsch, da jene Banken sehr wohl durch viel lobbyismus und druck zuerst die vier grössten griechischen banken zu käufen zwangen, dann deren anteile zm schleuderpreis ergatterten und die schulden dann auf den steuerzahler fielen. somit ein wenig recherche und man kennt sich aus. dauert ein wengerl, doch ist nicht umsonst und man kennt sich dann auch aus. auf pump leben alle staaten auch österreich, doch das spiel mit griechenland war ein sehr perfides der französischen und deutschen Banken.....

inventor, 18.02. 19:59

Das hellenische Volk wird von EU, EZB, Weltbank, IWF und Deutschlands Schäuble in die Armut getrieben, wehe denen!

rebekka7, 18.02. 20:13

@Inventor

Was soll denen passieren, nachdem es die breite Masse keinen Deut interessiert und vollkommen Powidl ist? Die Herrschaften, die Du richtig aufzählst, können doch machen was sie wollen, wer soll sie daran hindern?

ösirepublik, 18.02. 22:53

@jimmy ..
informieren schadet nicht ..
ich behaupte nicht, daß die (ehemalige) Griechische Regierung nicht über die Stränge geschlagen hat (auf das Versprechen der EU mit billigen Euro-Krediten), sondern danach die Rating-Argenturen die Zinsen dermaßen hinaufgetrieben haben, daß der Bankrott nicht mehr aufzuhalten war ..
und die Zahlungen gehen tatsächlich an die Gläubigerbanken, nicht an "die Griechen" ...
und was haben die Griechen bestellt ? Waffen, Schiffe und U-Boote aus Deutschland und Frankreich ... Kriegsspielzeug für ihren ewig andauernden "Krieg" gegen die Türken ...
also Exporterfolge der Deutschen sind der Ruin der Griechen !