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Mann auf Uhr

Wie flexibel soll Arbeitszeit sein?

Die Sozialpartner unternehmen einen neuen Anlauf für eine Regelung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. Welche Grenzen dürfen für Arbeitnehmer nicht überschritten werden? Und welche Maßnahmen sind für Betriebe notwendig? Wie flexibel sollen Arbeitszeiten sein dürfen?

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466 Beiträge

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Beiträge

Durch Politiker geschaffene "Flexibilität"

rifleman, 17.02. 08:37

bedeutet Versklavung der Arbeitnehmer. Weil Flexibilität AUSSCHLIESSLICH vom Arbeitnehmer verlangt wird, nicht aber vom Arbeitgeber.

Der Arbeitnehmer soll willenlos und ohne Einfluss dann arbeiten, wenn der Arbeitgeber will. Bezahlt wird diese Arbeit NICHT! (Bezahlte Überstunden sind ja schon heute möglich), sondern es gibt Zeitausgleich, den der Arbeitgeber GENEHMIGEN muss, und zwar innerhalb von 2 JAHREN!!!

Kein Einwand gegen sog. "Flexibilität", wenn alle beidseitigen Leistungen einmal im Monat auf Stand gebracht werden müssen, oder in bestimmten Branchen wenigstens einmal im Quartal. Und der Arbeitnehmer bestimmen darf, wann er den Zeitausgleich konsumiert. Einzige Bedingung - eine Vertretung (sofern überhaupt vorhanden) muss verfügbar sein, sprich die Vertretung darf nicht gleichzeitig auf Urlaub / Zeitausgleich sein.

Antworten

shogunczek, 17.02. 09:20

1. Ich bin so unflexibel wie mein Lohn :-)
2. BGE einführen - feddich!
3. Dann klappt's auch mit dem Nachbarn/der Nachbarin :-)

shogunczek, 17.02. 09:27

Wie funktioniert der Zeitausgleich 4.0? Ich erledige die Arbeit, die der Arbeitgeber nicht selbst erledigen möchte erst dann, wenn ich bezahlt werde - also innerhalb von 2 Jahren ab dem Zeitpunkt, wo mir diese aufgetragen wird. Ob die Arbeitgeberseite damit einverstanden ist, also das ist deren Sache, oder? Da mus ich mir keinen Kopf machen muss wegen sowas :-) Und alle sind zufrieden.

phoebe07, 17.02. 12:44

Vom Prinzip her richtig - nur fürchte ich es wird sich irgend ein Tr****l finden der sich über den Tisch ziehen lässt und du landest am AMS, und dein potentieller neuer AG wird sich sicherlich erkundigen warum du gegangen worden bist.
Recht haben und Recht erlangen ist leider zweierlei.

shogunczek, 17.02. 13:17

@phoebe
Richtig. Und dann jammern sie noch, sie kriegen "keine Leute".

phoebe07, 17.02. 13:21

Keine Leute heißt für manche AG keine Facharbeiter zum Hilfsarbeiterlohn.

shogunczek, 17.02. 13:30

@phoebe
Oder aber auch: alle AN zu einem Lohn, der kostenbereinigt und nach Steuern unterhalb der Sozialhilfe liegt. Oder gar gratis. Oder dass der AN noch zahlt, damit er zum Beschäftigerbetrieb kommen und sich da nach belieben ausbeuten lassen darf.

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